CH356912A - Härtbare Mischung - Google Patents

Härtbare Mischung

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CH356912A
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CH
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aluminum
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Inventor
Felix Dr Schlenker
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Albert Ag Chem Werke
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L63/00Compositions of epoxy resins; Compositions of derivatives of epoxy resins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description


  



  Härtbare Mischung
Es ist bekannt, Athoxylinharze in Gegenwart verschiedener HÏrtungsmittel zu unschmelzbaren und unlöslichen Produkten zu härten. Als Härtungsmittel sind bereits zahlreiche Verbindungen, wie z. B. Alkalioder Erdalkalihydroxyde, DiÏthylamin, Piperidin, TriÏthanolamin, Cyanamid oder seine Polymerisa  tionsprodukte,    Polyamine der verschiedensten Arten, PhthalsÏureanhydrid, MaleinsÏureanhydrid oder deren Derivate und dergleichen mehr vorgeschlagen worden.



   Diese für die Härtung von   Athoxyl'inharzen    verwendeten Stoffe weisen eine Reihe von Nachteilen auf. Der Hauptnachteil besteht darin, dass sie dem Athoxylinharz, ob in   Losung    oder lösungsmittelfrei, einmal zugesetzt, keine Lagerfähigkeit garantieren und vorzeitig mit dem Harz reagieren, wodurch dieses schwer löslich oder zu hoch schmelzbar wird. Ebenso kann man bei einer Anzahl dieser Härtungsmittel unerwünschte Verfärbungen des Harzes beobachten, was die Verwendung der Epoxyharze, insbesondere in der Lackindustrie, sehr erschwert.



   Demgegenüber wurden nun bessere, zu   Kunst-    harzen hÏrtbare, Athoxylinharz und ein   Härtungsmit-    tel enthaltende Mischungen gefunden, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie als Härtungsmittel l¯sliche Aluminiumalkoholate zwei-oder höherwertiger Alkohole enthalten, die durch an das Aluminium gebundene   Enolatgruppen    gegen die Einwirkung von Feuchtigkeit und leicht mit Aluminiumalkoholaten reagierenden Verbindungen stabilisiert sind. Die stabilisierend wirkenden   Enolatgruppen    können   z.      B.    von   Acetessigester,    Formyl- oder Acetylaceton oder Malonsäureester abgeleitet sein.

   Derartige   Härtungs-    mittel können hergestellt werden, indem durch an das Aluminium gebundene Enolatgruppen stabilisierte Aluminiumalkoholate einwertiger Alkohole mit zwei-oder h¯herwertigen Alkoholen umgesetzt werden. Als zwei-oder höherwertige Alkohole können z. B. ¯thylenglykol, 1, 3-Butandiol, 1, 4-Butandiol, Propandiol, Hexandiol, Butindiol,   Butendiol,    Butantriol, Hexantriol usw. eingesetzt werden.



   Geht man bei dieser Umsetzung von ausreichend stabilisierten Aluminiumalkoholaten einwertiger Alkohole aus, so erhält man feste, springharte, gut lösliche Harze ; mit hochstabilisierten Aluminiumalkoholaten einwertiger Alkohole erhält man zähflüssige Produkte mit guten L¯slichkeitseigenschaften. Der Grad der r Stabilisierung ist in erster Linie vom Mengenverhältnis zwischen dem Aluminiumalkoholat und der die   Enolatgruppen    liefernden Verbindung abhängig und lässt sich leicht wunschgemäss einstellen.



   Die so erhältlichen, als Härtungsmittel dienenden Harze sind in üblichon Lacklösungsmitteln, beispielsweise Terpentin¯l, Benzol-und d Benzinkohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Estern löslich.



   Die Härtungsmittel können dem ¯thoxylinharz ohne Verwendung von Lösungsmitteln bei erhöhten Temperaturen zugeschmolzen werden, ebenso können sie in   geeilgneten    Lösungsmitteln gelöst den unver  dünnten oder    auch ihrerseits gelösten Harzen zugegeben werden.



   F r die erfindungsgemässen härtbaren Mischungen können   Athoxylinharze    mannigfachsten Aufbaus, auch solche, die neben ihren Athylienoxydgruppen noch andere funktionelle Gruppen, wie z. B. phenolische oder alkoholische Hydroxylgruppen, enthalten, verwendet werden. Die Athoxylinharze können zusammen mit Monoepoxyverbindungen, wie z. B.   Glycid-      phenyläther,    in den Mischungen   vodiegen.   



   Beispiel 1
45 Gewichtsteile eines aus p.   p'-Dihydroxy-    diphenylpropan und Epichlorhydrin hergestellten Athoxylinharzes werden in 55 Gewichtsteilen ¯thylglykol gelöst und die erhaltene Harzl¯sung mit 10  Gewichtsteilen einer   50''/o igen Lösung    eines aluminiumhaltigen Kunstharzes inÄthylglykol versetzt. Ein aus dieser Lösung auf Schwarzblech hergestellter Film gibt nach dem Einbrennen bei   200"C während    60 Minuten einen glänzenden   Uberzug    von hoher   Chemikalienbeständigkeit und Flexibilität.   



   Das aluminiumhaltige Kunstharz wurde durch Verkochen von 900 Gewichtsteilen einer stabilisierten   Aluminiumbutylatlösung    mit 180 Gewichtsteilen   1,      3-Butandiol    unter Riickfluss bis zur klaren   homo-    genen Lösung und anschliessendes Abdostillieren der flüchtigen Bestandteile bei etwa   150     C Ölbadtemperatur gewonnen. Es stellt ein goldgelb gefärbtes,   bruchhartes,    transparentes Harz mit einem Al-Gehalt von etwa 9  /o dar.

   Die hierzu gebrauchte Aluminium  butylatlösung    wurde wie folgt gebildet : 500 Gewichts  teile Aluminium-n-butylat wurd, en m, it    400 Gewichtsteilen   Acetessigester    etwa 1 Stunde verkocht und anschliessend das Reaktionsprodukt in 100 Gewichtsteilen Toluol gelöst. In gleicher Weise können 500 Gewichtsteile Aluminium-n-butylat mit 480 Gewichtsteilen   Malonsäurediäthylester    verkocht werden und die erhaltene Lösung zur Herstellung des Harzes herangezogen werden.



   Beispiel 2
100 Gewichtsteile eines handelsüblichen Athoxylinharzes mit einer Viskosität von etwa 80, 0 cp in Athylglykol 1 :   1    und mit einer   Epoxydzahl    von etwa 4, 0 werden geschmolzen und bei etwa 110 C 11, 5 Gewichtsteile eines aluminiumhaltigen Kunstharzes eingerührt, bis vollständige Homogenität erzielt ist. Die nach dem Erkalten erhaltene Harz-Härter-Kombination ist unbegrenzt lagerbestÏndig und eignet sich insbesondere als   Klebeharz.   



   Das   aluminiumhaltige    Kunstharz wird durch Verkochen unter Rückfluss von 900 Gewichtsteilen der unter   l beschriebenen stabilisierten Aluminium-      butylatlösung    mit 354 Gewichtsteilen 1, 5-Hexandiol gewonnen, wobei die   Verkochung    so lange   fortge-    setzt wird, bis eine Probe des Reaktionsproduktes bei normaler Temperatur keine Trübung mehr zeigt (etwa   1¯3h)    und eine homogene, klare Lösung entstandes ist. Nach Entfernen der flüchtigen   Bestand-      teile gemäss Beispiel 1 wird ein goldgelb gefärbtes,    bruchhartes Harz mit einem Al-Gehal't von etwa 8,2 % und einem Schmelzpunkt von etwa 73  C erhalten.



   Beispiel 3
45 Gewichtsteile eines   handelsüblichen Ätho-      xylinharzes    mit einer Viskosität von etwa 117, 0 cp in Athylglykol 1 : 1 und einer Epoxydzahl von etwa 3, 8 werden in 55 Gewichtsteilen Athylglykol gelöst und die erhaltene Lacklösung mit 9, 0 Gewichtsteilen einer 50 %igen L¯sung eines aluminiumhaltigen Kunstharzes in ¯thylglykol versetzt. Aufstriche, bei 200-220¯C wÏhrend 1 Stunde eingebrannt, zeichnen sich durch besonders hohe   Alkalifestigkeit    aus.



   Das   aluminiumhaltige    Kunstharz wird wie folgt gebildet : 900 Gewichtsteile der unter 1 genannten stabilisierten Aluminiumbutylatlösung werden mit 270 Gewichtsteilen 1, 4-Butandiol versetzt und gemäss den Beispielen   1    und 2 aufgearbeitet. Es werden 625   Gewichtsteilie eines gelbbraunen, bruchharten    Harzes mit einem Al-Gehalt von 8, 5 % und vom Schmelzpunkt   640 C bei    einer Viskosität 20¯C = 17, 5 cp/Toluol 1 :   1    erhalten.



   Beispiel 4
100 Gewichtsteile des unter 3 beschriebenen Athoxylinharzes werden in einer geeigneten Mühle gepulvert und das   Harzpulver    mit 8, 5 Gewichtsteilen eines   aluminiumhaitigen      Kunstharzpulvers    gut durchmischt. Das so gewonnene Kunstharzpulver, auf zwei zu verbindende Metallflächen aufgestreut und bei 200  C während 1 Stunde eingebrannt, härtet blasenfrei durch und zeigt eine ausgezeichnete Leimfestigkeit. Das aluminiumhaltige Kunstharz wird wie folgt hergestellt : 450 Gewichtsteile der unter r 1 genannten   stabilisierten Aluminiumbutylatlösung    werden mit 134 Gewichtsteilen Hexantriol versetzt und gemäss Beispiel 1-3 aufgearbeitet.

   Man erhält   320    Gewichtsteile eines hdlen, gelblich   gefärbten, bruchharten    Harzes, das einen Al-Gehalt von 8,   6 /o aufweilst,    bei   65     C schmilzt und eine Viskosität bei 20¯ C von 8   cp/Toluol 1    :   1    besitzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zu Kunstharz hÏrtbare, Athoxylinharz und ein Härtungsmittel enthaltende Mischung, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Härtungsmittel lasliche Alu miniumalkoholate zwei-oder höherwertiger Alkohole enthält, die durch an das Aluminium gebundene Enolatgruppen gegen die Einwirkung von Feuchtigkeit und leicht mit Aluminiumalkoholaten reagieren- den Verbindungen stabilisiert sind.
CH356912D 1955-03-04 1955-12-12 Härtbare Mischung CH356912A (de)

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