CH356927A - Einrichtung zum Zuführen von körnigem oder pulverigem Schüttgut zu einer selbsttätigen Waage - Google Patents
Einrichtung zum Zuführen von körnigem oder pulverigem Schüttgut zu einer selbsttätigen WaageInfo
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Description
Einrichtung zum Zuführen von körnigem oder pulverigem Schüttgut zu einer selbsttätigen Waage Beim Abwiegen und Abfüllen von Schüttgütern, die stark zum Anhaften und zur Klumpenbildung neigen, wie dies z. B. bei Kuchenteigmischungen oder bei Futtermitteln, besonderen Arten von Kakao und ähnlichen Stoffen der Fall ist, hat sich gezeigt, dass die bisher üblichen, mit Förderschnecken, Förderrädern, Rüttelrinnen oder Förderbändern ausge- rüsteten Zuführeinrichtungen nach kurzer Zeit versagen, weil das Schüttgut an allen feststehenden und beweglichen Teilen anhaftet und Brücken bildet und dadurch den Durchgang blockiert. Dies gilt in erhöhtem Masse für den Teil der Zuführeinrichtung, der den zum Auswiegen erforderlichen Feinstrom liefert und dementsprechend kleine Förderquerschnitte besitzt. Gemäss vorliegender Erfindung sollen diese Nachteile dadurch beseitigt sein, dass am Auslass eines Abfüllkanals ein um eine senkrecht zur Förderrichtung liegende Achse umlaufendes Rührwerk angeordnet ist, dessen umlaufender Teil mehrere, mit seiner Antriebswelle verbundene, achsparallele Leisten aufweist, deren vordere Längskanten sich federnd an die die Ein- und die Auslassöffnung enthaltende Gehäusewand des Rührwerks anlegen, und dass die Auslassöffnung des Rührwerks mittels eines von der Waage gesteuerten Absperrorgans abgesperrt wird, das für die Feinstromzuführung eine Aussparung aufweist. Um jede Stauung im vorzugsweise zylindrischen Zuführkanal zu vermeiden, sind vorteilhaft in diesem ein oder mehrere umlaufende, sich über die gesamte Länge des Zuführkanals erstreckende Messer, oder es ist eine sich drehende, schraubenförmige Wendel angeordnet, deren Durchmesser so gewählt ist, dass sie passend oder sich mit Vorspannung an die Wandung anlegend im Zuführkanal läuft. Diese umlaufenden Messer bzw. Drahtwendel sollen das Anhaften des Schüttguts im Zuführkanal, insbesondere aber auch die Brückenbildung am Einlauf desselben, verhindern. Ausserdem soll die sich drehende Wendel die Förderung des Schüttguts nach unten unterstützen, ohne jedoch einen nennenswerten Druck auf dasselbe auszuüben, auch dann nicht, wenn nur noch der Auslassschlitz für die Feinstromzuführung geöffnet ist. Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der schematischen Zeichnung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 teilweise einen Schnitt und teilweise eine Vorderansicht einer mit zwei Abfüllrohren versehenen Einrichtung, Fig. 2 einen Längsschnitt in der Ebene A-A der Fig. 1, Fig. 3 einen Zuführkanal mit in diesem umlaufender Drahtwendel, Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Zuführkanal mit umlaufendem Messer und Fig. 5 die Schaltvorrichtung der Zuführeinrichtung. Das vorliegende Ausführungsbeispiel besitzt zwei Abfüllrohre 1 und 2, die an einem Verteilerteller 3 angeschlossen sind, der die Abfüllrohre gleichmässig mit dem Schüttgut beschickt. Innerhalb der Abfüllrohre 1 und 2 befindet sich je ein an der Rohrwand umlaufendes, sich über die gesamte Länge der Rohre erstreckendes Messer 4, das mit einem am Verteilerteller 3 gelagerten, zum Antrieb des Messers 4 dienenden Kegelrad 20 verbunden ist. Anstatt des Messers 4 ist in dem Abfüllrohr 1 der Einrichtung nach Fig. 3 eine Wendel 5 angeordnet, die beispielsweise aus einer aus Stahldraht ge fertigten Schraubenfeder besteht, deren Gänge durch Abschleifen der äusseren Querschnittshälfte abgeflacht sind. Diese Wendel 5 ist fest mit dem Kegelrad 20 verbunden und liegt mit genauer Passung, vorzugsweise jedoch unter leichter Vorspannung, an der Rohrwand an. Am unteren Ende jedes Abfüllrohres 1 und 2 ist ein Rührwerk 6 bzw. 7 angeordnet und in einem Gehäuseblock 8, der beide Rührwerke enthält, untergebracht. Diese Rührwerke haben die Aufgabe, das teils fliessfähige, teils in zusammengebackten Klumpen verschiedener Grösse ankommende Schüttgut in einen gleichmässigen fliessfähigen Strom zu formen. Dazu bestehen die Rührwerke 6 bzw. 7 aus einem dünnwandigen, zylindrischen Gehäuseeinsatz 9, der im Gehäuseblock 8 starr angeordnet ist, und aus einem um eine zur Förderrichtung senkrechte Achse sich drehenden Läufer 10, der auf einer im Gehäuseblock 8 und im Gehäuseeinsatz 9 gelagerten Welle 14 sitzt. Der Läufer 10 ist rahmenartig aus zwei Radialstegen 11 und diese miteinander verbindenden Leisten 12 ausgebildet, die sich mit ihren vorderen Längskanten federnd gegen die Gehäusewand anlegen. Ferner besitzt der Läufer 10 zwei achsparallele Leisten 13, die unter einem gewissen Anstellwinkel auf einem Steg 13'befestigt sind und von der Gehäusewand einen bestimmten Abstand aufweisen. Der Antrieb des Läufers 10 erfolgt durch einen Elektromotor 17 über eine Kette 15 und ein auf der Welle 14 sitzendes Kettenrad 16. GLeichzeitig treibt der Elektromotor 17 über die Kette 15 und ein Kettenrad 18, das mit einem Kegelrad 19 verbunden ist, das Kegelrad 20 und damit das Messer 4 bzw. die Wendel 5 an. Das Zu- und Abführen des Schüttguts zum und vom Rührwerk 6, 7 erfolgt durch eine Einlassöffnung 21 und eine Auslassöffnung 22. Die unten am Gehäuseeinsatz 9 vorgesehene Auslassöffnung 22 ist bei der Grobstromzuführung offen. Für die Feinstromzuführung wird sie durch eine mit einer Aussparung 26 versehenen Klappe 25 teilweise abgedeckt. Diese Klappe 25 sitzt auf einer am Gehäuseblock 8 gelagerten Welle 27, auf der ein Hebel 28 befestigt ist. Mit einer Nase greift der Hebel 28 in eine bogenförmige Nut 29 einer drehbar am Gehäuseblock 8 gelagerten Lasche 30, die über ein Gelenkstück 31 mit dem Anker 32 eines am Gehäuseblock 8 befestigten Elektromagneten 33 verbunden ist. Ausserdem greift an der Lasche 30 eine Zugfeder 34 an, die bewirkt, dass bei Stromloswerden des Elektromagneten 33 die Klappe 25 die Auslassöffnung 22 absperrt. In dieser Stellung erfolgt die Feinstromzuführung durch die Aussparung 26 der Klappe 25 und wird so lange aufrechterhalten, bis der Elektromotor 17 bei Erreichen des Sollgewichts von der Waage abgestellt wird. Um- die Zuführeinrichtung rasch und in einfacher Weise reinigen und gegebenenfalls auch Störungen beseitigen zu können, sind die Zuführrohre 1 und 2 einschliesslich der Messer 4 bzw. der Wendel 5 nach Lösen der Befestigungsschrauben 35 vom Verteilerteller 3 und vom Gehäuseblock 8 abnehmbar. Die Schaltung der Zuführeinrichtung kann gemäss Fig. 5 folgendermassen erfolgen: Bei leerer Schale 40 der in bekannter Weise mit einem Hilfswaagebalken 37 kombinierten Waage 36 sind die Kontakte 38 und 39 geschlossen. Damit sind der Magnet 33 und der Elektromotor 17 über die zugeordneten Relais 41 bzw. 42 an das Stromnetz angeschlossen. Dies hat zur Folge, dass die Klappen 25 geöffnet sind und die Rührwerke 6 und 7 sowie die Messer 4 bzw. die Wendel 5 umlaufen, so dass das Füllgut in die Waagschale 40 fliesst. Kurz vor Erreichen der Gleichgewichtslage des Waagebalkens 36' öffnet der Kontakt 38, der Magnet 33 wird stromlos und die Klappen 25 schliessen sich unter der Wirkung der Federn 34. Die Aussparungen 26 der Klappen 25 lassen aber weiterhin einen feinen Strom von Füllgut durchtreten, bis die Waage 36 Gleichgewicht hat und dadurch auch den Kontakt 39 öffnet. Damit wird nun auch der Elektromotor 17 stromlos und die Rührwerke und die Messer stehen still. Nach Entleerung der Waagschale 40 wiederholt sich der beschriebene Schaltvorgang von neuem. Es könnte z. B. das Absperrorgan der Auslass öffnung in Gestalt eines Schwingschiebers ausgebildet sein, wenn das Verhalten des zu verarbeitenden Schüttguts dies zulässt. Ebenso können gegebenenfalls anstelle nur eines Messers 4 deren zwei oder mehr in den Abfüllrohren 1 und 2 vorgesehen sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Zuführen von körnigem oder pulverförmigem, zum Anhaften und Zusammenbacken neigendem Schüttgut zu einer selbsttätigen Waage, dadurch gekennzeichnet, dass am Auslass eines Abfüllkanais (1, 2) ein um eine senkrecht zur Förderrichtung liegende Achse umlaufendes Rührwerk (6, 7) angeordnet ist, dessen umlaufender Teil (10) mehrere, mit dessen Antriebswelle (14) verbundene, achsparallele Leisten (12) aufweist, deren vordere Längskanten sich federnd an die die Einund die Auslassöffnung (21, 22) enthaltende Wand des Rührwerkgehäuses (9) anlegen, und dass die Auslassöffnung (22) des Rührwerks (6, 7) mittels eines von der Waage gesteuerten Absperrorgans (25) abgesperrt wird, das für die Feinstromzuführung eine Aussparung (26) aufweist.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem als zylindrisches Rohr ausgebildeten Abfüllkanal (1, 2) ein umlaufendes, mit der Schneide gegen die Rohrwand gerichtetes Messer (4) angeordnet ist, welches sich über die gesamte Länge des Abfüllkanals (1, 2) erstreckt.2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Abfüllkanal mehrere Messer (4) angeordnet sind.3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem als zylindrisches Rohr aus gebildeten Abfüllkanal (1, 2) eine umlaufende, schraubenförmige Wendel (5) angeordnet ist.4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gänge der Wendel aussen abgeflacht sind.5. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendel sich unter Vorspannung gegen die Wand des Abfüllkanals anlegt.6. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei rohrförmige Abfüllkanäle (1, 2) mittels Schrauben (35) lösbar an einem Ver teil erteller (3) und an einem die Rührwerksgehäuse enthaltendem Block (8) befestigt und nach Lösen dieser Schrauben abnehmbar sind.7. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Abstand von der Wandung des Rührwerkgehäuses (9) zwei mit der Welle (14) des Rührwerks (6, 7) verbundene achsparallele Leisten (13) verbunden sind, deren Flächen einen Anstellwinkel aufweisen, derart, dass sie das im Rührwerkgehäuse befindliche Schüttgut gegen die Wand desselben drängen.8. Einrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Welle (14) mehr als zwei achsparallele Leisten (13) verbunden sind.
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