CH356982A - Atherische Öle enthaltendes Produkt - Google Patents

Atherische Öle enthaltendes Produkt

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Description


  
 



  Ätherische Öle enthaltendes Produkt
Sowohl kalt gepresste als auch konzentrierte ätherische Öle werden als Geruchs-, Geschmacks- und Duftstoffe bei der Herstellung von verschiedenen Produkten verwendet. Es sind schon viele Versuche unternommen worden, um das frische Fruchtaroma und das    Bouquet     dieser ätherischen Öle zu erhalten, aber dieses Problem stiess auf grosse Schwierigkeiten wegen der ausserordentlich grossen Empfindlichkeit dieser Öle gegen die Wirkung von Hitze, Licht, Luft und Feuchtigkeit. Die Bildung von Terpenverbindungen mit einem sehr unangenehmen terpenähnlichen Geruch und Geschmack als Folge von Oxydation ist eine ständige Gefahr, wenn kalt gepresste ätherische Öle in Gegenwart von Luft und Feuchtigkeit aufbewahrt werden. Ein schlecht gewordenes Öl ist natürlich als Geruchs- und Geschmackskomponente wertlos geworden.



   Wenn ätherische Öle als Geruchs- und Geschmackskomponente von Getränken verwendet werden, ist es üblich, sie durch Zugabe von bromierten Pflanzenölen zu verbessern, damit sie ein spezifisches Gewicht erhalten, welches annähernd gleich ist demjenigen der Flüssigkeit, welcher diese Öle zugesetzt werden. Unglücklicherweise ist diese erhöhte Trübungsbeständigkeit der so erhaltenen Getränke begleitet von einem unerwünschten chemischen Geschmack und Geruch des bromierten Öls.



   Vorliegende Erfindung betrifft nun ein mindestens ein kein Arzneimittel darstellendes ätherisches Öl enthaltendes Produkt in Teilchenform, das dadurch gekennzeichnet ist, dass jedes Teilchen ein ätherisches Öl und ein oxydationshemmendes Mittel, und vorzugsweise auch ein Dispergierungsmittel, in Stärkesirup dispergiert enthält.



   Es wurde ferner gefunden, dass ein solches Pro  edukt    erhalten werden kann, indem man zwischen 85 und   1250 C    eine Mischung eines kein Arzneimittel   darstellenden    ätherischen Öls mit einem öllöslichen, hitzebeständigen, antioxydierenden Mittel und vor zugsweise einem Dispergierungsmittel, in Stärkesirup, z. B. Maisstärkesirup, mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 3-8   /-      0/0    dispergiert, und dass man hierauf die erhaltene heisse Dispersion unter Abkühlung in Par    tikelform    überführt.



   Das Abkühlen und die Umwandlung der heissen flüssigen Dispersion in Partikelform kann dadurch bewerkstelligt werden, dass man sie versprüht unter
Bildung von Kügelchen, oder indem man sie in einer heissen, mit ihr unmischbaren Flüssigkeit stark rührt, rasch bis zur Verfestigung der Emulsionskügelchen abkühlt und dann von der abgekühlten Flüssigkeit trennt, oder indem man bis zur Verfestigung abkühlt und dann mahlt.



   Vorteilhaft werden die erhaltenen Teilchen mit einem Lösungsmittel für ätherische Öle gewaschen, welches aber kein Lösungsmittel für die Festteile des
Stärkesirups ist, um die Oberfläche dieser Teilchen von ätherischem   Ül    zu befreien; man trocknet dann, z. B. unter Entfernung des Lösungsmittels im Va kuum, um ein granuliertes frei fliessendes, praktisch nicht hygroskopisches Material zu erzeugen. Das auf diese Weise erhaltene Produkt ist eine feste, gegen
Oxydation geschützte Dispersion eines ätherischen  Öls. Der Stärkesirup stellt eine Einbettungsmasse für das ätherische Öl dar und schützt dieses vor der Be rührung mit Sauerstoff und Feuchtigkeit.



   Bevor das ätherische Öl dem heissen Stärkesirup zugesetzt wird, wird zweckmässig wenigstens ein klei ner Anteil eines öllöslichen, hitzebeständigen, oxyda tionsverhindernden Mittels, wie z. B. 4-Methyl-2, 6 ditert. butyl-phenol oder butyliertes Oxyanisol dem  ätherischen Öl zugegeben, da sonst die Hitze der ge schmolzenen Stärkesirupfestteile sehr rasch eine Zer  setzung eines Teiles der Bestandteile des ätherischen Öls in unerwünschte Terpenverbindungen hervorruft.



   Vorteilhaft wird noch mindestens ein kleiner Anteil eines Dispergierungsmittels dem ätherischen Ö1 vor oder während dessen Einverleibung in den Stärkesirup zugesetzt, da ohne Anwesenheit eines Dispergierungsmittels das ätherische Öl und der Stärkesirup nicht die gewünschte feinverteilte Emulsion ergeben, sondern dabei eine geringwertige Emulsion entsteht, welche aus verhältnismässig wenigen grossen Einzeltröpfchen von ätherischem Ö1 im Stärkesirup besteht. Wenn eine solche partikelähnliche feste Emulsion aus einer ungenügend dispergierten heissflüssigen Emulsion hergestellt wird, so resultiert daraus eine merklich grössere Berührungszeit des Öls mit der Atmosphäre an der Oberfläche der Partikel und demzufolge ein Ölverlust durch Verdampfung oder beim nachfolgenden Waschprozess.

   Dazu kommt noch, dass das Vorhandensein von grossen Ölteilchen im Produkt eine vollständige und gleichmässige Verteilung des Öls in Produkten verhindert, welchen das erfindungsgemässe Produkt zugegeben wird.



   Als Dispergierungsmittel haben sich synthetische Produkte geeignet erwiesen, z. B. Diacetylweinsäure  mono- und -diglycerinester, Monoglycerin-natnum-    sulfoacetat   [C3H5(OH)2O2C    CH2    SOs    Na], polymere Alkylarylpolyätheralkohole, Fettsäureester von   Polyäthylenglykolen,    Natriumlaurylsulfat, Glycerylmonostearat, azetylierte Monoglyceride. Brauchbare Naturprodukte sind z. B. Citrus stearopten, Lezithin, Gummiarabikum, Robiniengummi, Guargummi, Tragantgummi, Pektin, Pektinalbedo, Agar und Algin, pflanzliche Öle.



   Um die Vorteile zu zeigen, welche erzielt werden durch Zugabe eines Emulgiermittels bei dem erfindungsgemässen Verfahren, sei erwähnt, dass die maximale Menge von Orangenöl, welches einem Stärkesirup ohne Emulgiermittel zwecks Erzielung einer genügend feinen Öldispersion einverleibt werden könnte,   6,02  < )/o    vor der Vakuumentfernung des oberflächlichen Öls und   4,620/0    nach dieser Entfernung beträgt. Wenn man ein bevorzugtes Emulgiermittel, z. B.



  Monoglycerid-Natriumsulfoacetat, zusetzt, ist es möglich, dem Stärkesirup 12,00/0   Ö1    vor und 11,870/0 nach der Vakuumentfernung des Oberflächenöls einzuverleiben. Der Verlust an 23    /o    des Öls, welcher bei der ersterwähnten Probe bei der Vakuumbehandlung auftrat nach Mahlen auf die Dimensionen eines   Zwanzigmaschensiebes,    zeigt deutlich, dass eine feindispergierte Emulsion dabei nicht entstand; anderseits verlor die mit Emulgiermittel behandelte Probe nur   10/o    ihres Öls bei der Vakuumbehandlung nach Mahlen, was klar beweist, dass hier eine feindispergierte Emulsion gebildet wurde.

   Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass bei Auflösen des körnigen Produktes in Wasser zur Bildung einer 0,1   0/obigen    Öl-in Wasser-Emulsion, die ohne Emulgiermittel behandelte Probe nach einer Stunde 33   O!o    der Trübung verlor, nach 3 Stunden 48   O/o,    nach 6 Stunden   64 ovo    und nach 24 Stunden   87  /o    der Trübung; die emulgiermittelhaltige Probe verlor hingegen nach 1 Stunde   0      O/o,    nach 3 Stunden 4   O/o,    nach 6 Stunden 8   O/o    und nach 24 Stunden nur 260/0.

   Ein Verschwinden der Trübung entspricht einer Abnahme der in der Dispersion verbleibenden Menge Öl und ist eine Folge der Zusammenballung grosser   Ölteilchen    und Abscheidung von Ö1 an der Oberfläche.



   Bei Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird der Stärkesirup zweckmässig so lange erhitzt, bis er sich in der Form einer verhältnismässig frei fliessenden Flüssigkeit befindet, welche nach Zugabe von ätherischem Öl leicht geschüttelt und durchgerührt werden kann.



   Wenn der Stärkesirup mehr als 8   1,      O/o    Feuchtigkeit enthält, so muss er vor der Zugabe des ätherischen Öls genügend erhitzt werden, um den Feuchtigkeitsgehalt in den Bereich zwischen 3 und 8   ¸      O/o    abzusenken, da bei Anwesenheit von mehr als   8 1A      O/o    Feuchtigkeit Schwierigkeiten auftreten bei der Bildung einer partikelähnlichen festen Dispersion und bei der nachfolgenden Aufrechterhaltung der Emulsion in fester Form.

   Anderseits müssten bei Anwesenheit von weniger als 3   O/o    Feuchtigkeit ausgesprochen hohe Temperaturen verwendet werden, um den Sirup flüssig zu erhalten, welche Temperaturen die Ver  flüchtigung. und    den Verlust der ätherischen Öle sowie auch deren raschere Oxydation hervorrufen.



   Wenn z. B. gewöhnlicher, auf dem Markt erhältlicher Maisstärkesirup verwendet wird, muss dieser zuerst auf mindestens   121  C    und vorteilhaft auf   125"C    erhitzt werden, um den Feuchtigkeitsgehalt in den Bereich zwischen 3 und   8 ¸      O/o    abzusenken, was nach Abkühlen der Stärkesirup-Ätherischöl-Emulsion eine Verfestigung ermöglicht sowie eine hinreichende Lagerdauer gewährleistet.



   Es hat sich gezeigt, dass ein Gemisch zwischen   ungefähr 85  /e Stärkesirup mit etwa 3 I, ¸  /o Feuch-    tigkeitsgehalt und   15 0/0    handelsüblichem 83-Brixgrädigem Stärkesirup ein Material ergibt, das keine vorherige Entfernung von Feuchtigkeit nötig macht, sondern nur genügend stark erhitzt werden muss, um das Gemisch genügend flüssig für die nachfolgende Dispergierung mit ätherischem Öl zu ermöglichen.



   Die nach der Zugabe des ätherischen Öls zum flüssigen Stärkesirup erhaltene Masse wird zweckmässig so geschüttelt oder gerührt, dass möglichst keine Luft eingeschlossen wird. Wenn gewünscht, kann der Emulgiervorgang hervorgerufen werden durch Rühren in der Atmosphäre eines inerten Gases, was zudem auch noch die Emulsion vor der Berührung mit Luft bewahrt.



   Die Masse kann z. B. durch Ausgiessen abgekühlt und nachfolgendes Mahlen in Teilchenform gebracht werden. Man kann auch so vorgehen, dass man die Mischung von ätherischem Öl und Stärkesirup, während sie sich noch in einem halbplastischen Zustand befindet, in eine geeignete Flüssigkeit eingiesst und das resultierende Gemisch einer starken Rührung unterwirft, um eine Zerkleinerung der Masse in kleine Körner hervorzurufen. Geeignete Flüsigkeiten  sind solche, in denen die   Ätherischöl-Emulsion    unlöslich ist, z. B. Pflanzen- oder Mineralöle. Die Flüssigkeit wird zweckmässig auf eine Temperatur erhitzt, welche angenähert dem Schmelzpunkt der Stärke  sirup-Atherischöl-Emulsion    gleichkommt, so dass die Emulsion sich nicht verfestigt, bevor sie durch Schütteln oder Rühren der Flüssigkeit zerkleinert werden kann.

   Die Teilchengrösse kann mittels der Umrührgeschwindigkeit bestimmt werden; je intensiver gerührt wird, um so kleiner ist die Teilchengrösse. Sobald sich Teilchen von der gewünschten Grösse gebildet haben, wird die Lösung entweder rasch abgekühlt oder rasch einer kalten Einbettmasse aus einem niedrigen Alkohol oder einem pflanzlichen oder mineralischen Öl einverleibt werden, um auf diese Weise eine Verfestigung der Mischemulsion in partikelartiger Form zu erzeugen. Die verfestigten Teilchen können dann auf irgendeine Weise von der Flüssigkeit abgetrennt werden, z. B. durch Dekantieren oder Filtrieren.



   Die Teilchengrösse ist nicht speziell kritisch und hängt hauptsächlich vom Verwendungszweck des Produktes ab. Zum Beispiel kann man bei zur Herstellung von Getränken bestimmten Trockenprodukten Teilchen als Bestandteile der Mischung verwenden, welche eine Grösse besitzen, die einem Dreissigmaschensieb entspricht, während bei der Herstellung eines Produktes, in welchem das ätherische   Öl    als Riechstoff dient, eine kleinere Teilchengrösse vorzuziehen ist.



   Das so erhaltene Produkt kann in geschlossenen Behältern aufbewahrt werden und behält einen zufriedenstellenden Geschmack und Geruch während einer längeren Zeitspanne bei als ein gewöhnliches unbehandeltes ätherisches   Ö1.    Obwohl dieses Produkt an seiner Oberfläche trocken erscheint, hat man festgestellt, dass ein kleiner Anteil des ursprünglich in den Stärkesirup einverleibten ätherischen Öls noch an der Oberfläche der gemahlenen oder durch Versprühen gewonnenen Teilchen vorhanden ist. Ein Produkt, bei dem sich auf der Oberfläche der Partikel ätherisches Öl befindet, wird viel rascher für Gebrauchszwecke ungeeignet als ein Produkt, an welchem kein solches Öl haftet.

   An der Oberfläche haftendes Öl ist nicht nur deshalb unerwünscht, weil es selbst einen unangenehmen terpentinähnlichen Geruch bekommt, sondern auch weil es eine oxydationsbegünstigende Wirkung auf andere Öle oder leicht oxydierbare Substanzen ausübt, mit welchen es in Berührung kommen kann.



   Deshalb wird bevorzugt, die Teilchen von solchem an der Oberfläche sich befindendem Öl zu befreien, indem man sie mit einem geeigneten Lösungsmittel wäscht, welches das ätherische Öl löst, aber nicht den Stärkesirup, wie z. B. Isopropanol oder Äthanol, und indem man diese Teilchen dann trocknet durch Entfernung des Lösungsmittels, um auf diese Weise ein Produkt zu erhalten, welches gegen Oxydationswirkung geschützt ist. Das aus der Oberfläche der Teilchen bei diesem Waschen entfernte Öl kann wiedergewonnen und, wenn gewünscht, wieder in den Prozess zurückgeführt werden.



   Gemäss einer anderen, aber nicht bevorzugten Ausführungsform kann man die Festteilchen einem hohen Vakuum unterwerfen, um das freie ätherische Öl durch Verdampfen zu entfernen.



   Man hat auch gefunden, dass es möglich ist, bromiertes Öl dem erfindungsgemässen Produkt zuzugeben, und zwar vorzugsweise indem man es dem Stärkesirup vor der Emulsionsbildung zusetzt. Dieser Zusatz ist insbesondere wünschenswert, wenn das Produkt bei der Herstellung einer Getränkegrundlage verwendet werden soll. In diesem Falle ist das bromierte pflanzliche Ö1 ein notwendiger Zusatzbestandteil des ätherischen Öls, da seine Zugabe ein verbessertes und schwereres ätherisches Öl ergibt mit erhöhtem spezifischem Gewicht, welches Ö1 eine verringerte Neigung besitzt, sich aus der mit ihm bereiteten Einbettmasse eines Getränkes abzuscheiden.



   Das bromierte Ö1 kann dem ätherischen Öl natürlich in der gleichen Weise zugesetzt werden wie das oxydationsverhindernde Mittel oder das Dispersionsmittel, aber man hat festgestellt, dass bei Zugabe des bromierten Öls zum Stärkesirup vor der Emulsionsbildung der gewöhnlich auftretende unerwünschte chemische Geruch oder Geschmack, welcher in der Regel bei mit bromierten Ölen behandelten ätherischen Ölen auftritt, in überraschender Weise stark vermindert oder ganz unterdrückt werden kann.



   Man ist zur Ansicht gelangt, dass der hohe Bromierungsgrad der pflanzlichen Öle (Glycerinester von ungesättigten Fettsäuren), welcher notwendig ist, um das erwünschte hohe spezifische Gewicht zu ergeben, eine Folge der Gegenwart von winzig kleinen Mengen an freiem Brom, Bromwasserstoffsäure und kurzkettigen Bromverbindungen von Fettsäuren oder anderen unbekannten Stoffen ist, welche verantwortlich sind für den chemischen Geruch und Geschmack von Getränken, welche bromierte Öle enthalten. Es scheint wahrscheinlich, dass die Einverleibung dieses bromierten Öls in den Stärkesirup vor der Emulsionsbildung zu einer Reaktion der Aldehyd- oder Hydroxylgruppen des Stärkesirups mit bromliefernden Spaltverbindungen Anlass gibt und auf diese Weise deren Geruch und Geschmack entfernt wird.

   Zudem nimmt man an, dass die aus den Festbestandteilen des Stärkesirups bestehende Einbettungsmasse das bromierte Öl von der Berührung mit Feuchtigkeit und Luft abschliesst und auf diese Weise eine hydrolytische oder oxydative Zersetzung der bromierten Glycerinester oder ungesättigten Fettsäuren erheblich erschwert.



   Es ist also nun möglich, die Vorteile der bromierten Öle ohne Inkaufnahme der bedeutenden bisher festgestellten Nachteile geltend zu machen. Es muss also weder die Naturtrübe noch der Geschmack geopfert werden, da die Verwendung einer Stärkesirup  Ätherischöl-Emulsion    zusammen mit bromiertem Öl in fester Partikelform in Getränken und Getränkegrundlagen sowohl die Trübungsstabilität als auch einen zufriedenstellenden Geschmack gewährleistet.  



   Beispiel 1
208 g kalt gepresstes Orangenöl wurde einer
Menge von 83-Brix-grädigem Maisstärkesirup zu gesetzt, welche Menge nach Erhitzen auf eine Tem peratur von   122"C    1150 g wog. Das Orangenöl war vorher durch Zugabe von   0,050/a    4-Methyl-2,6-di tert. butyl-phenol stabilisiert worden. In gleicher
Weise wurden noch 17 g  Emargol  (Markenpro dukt, eine Mischung von Monoglycerinnatriumsulfo acetat und Mono- und Diglycerinestern) und 6,25 g
Glycerin dem Orangenöl zwecks Erleichterung der
Emulsionsbildung zugesetzt.

   Das Orangenöl wurde dem Stärkesirup zugegeben nach Senkung der Tem peratur auf 1150 C und das Gemisch wurde während
5 Minuten in einem   dampfbetriebenen    Lenhartmischer intensiv durchgerührt, in dünne Platten ausgegossen, bis zur Verfestigung abgekühlt, auf die Teilchengrösse von 20 Maschen gemahlen, mit Isopropanol ge waschen und im Vakuum getrocknet. Dieses partikel artige Produkt enthielt   140/0-    kaltgepresstes Orangen  öl und 1,25   0/U    Emulgiermittel.



   Beispiel 2
Um ein für Getränkezwecke geeignetes Produkt zu erhalten, wurde ein aus 34,8 g kalt gepresstem,
0,05    /o    4-Methyl-2,6-di-tert. butyl-phenol enthalten dem Orangenöl und 20,2 g eines bromierten pflanz lichen Öls mit einem spez. Gewicht von 1,33 be stehendes Gemisch zusammen mit 4 g  Emargol  zu
434 g 83-Brix-grädigem Stärkesirup bei einer Tem peratur von   119"C    zugesetzt. Zuvor war der Stärke sirup auf   121  C    erhitzt worden. Nach Rühren wurde die erhaltene Emulsion bis zur Verfestigung ab gekühlt, gemahlen und mit Isopropanol gewaschen.



   Das erhaltene körnige Produkt enthielt   110/o    einer
Mischung von bromiertem Öl und kaltgepresstem
Orangenöl, und es wies den Geruch und Geschmack nicht auf, der gewöhnlich bei Anwesenheit bromierter  Öle auftritt.



   Beispiel 3
Es wurde ein Versuch gemacht, gemäss welchem ein erfindungsgemäss behandeltes ätherisches Öl und ein gewöhnliches unbehandeltes Öl Sonnenlicht, Hitze,
Luft und Feuchtigkeit gleichzeitig ausgesetzt wurden.



   Der Versuch ergab, dass die unbehandelte Kontroll probe (ein kalt gepresstes Orangenöl, aufgespritzt auf eine Oberfläche von granuliertem Zucker) nach 4
Stunden eine sehr ausgeprägte Qualitätsverminderung und Zersetzung zeigte, obwohl sie ein oxydationsver hinderndes Mittel enthielt   (0,05B/o    butyliertes Oxy anisol). Das gleiche   Öl,    welches erfindungsgemäss be handelt war und welcher Behandlunsprozess die Stufe der Entfernung des an der Oberfläche zurückgehal tenen   oxydationsföroernden    ätherischen Öls mit ein schloss, behielt noch nach 14 Tagen Verweilzeit unter den angegebenen Bedingungen eine ziemlich gute
Qualität.

   Versuche während sehr langen Lagerzeiten ergaben, dass ein ätherisches   Ö1,    wenn es, wie hier beschrieben behandelt worden ist, eine gewöhnliche Lagerungsdauer bei Zimmertemperatur von mehr als 1 Jahr besitzen soll.



   Das erfindungsmässige Produkt ist insbesondere geeignet zur Herstellung von entwässerten Getränkestoffen, z. B. solchen, welche Zitronensäure, Zucker und Feststoffe von Früchten oder andere zusätzliche Geschmacks- und Geruchskomponenten enthalten.



  Aus solchen getrockneten Produkten können Getränke hergestellt werden durch blosses Auflösen des Produktes in Wasser. Das Produkt gemäss der Erfindung ist auch sehr geeignet für die Verwendung als Geschmacks- und Geruchskomponente von Backwerk und anderen Nahrungsmitteln, pharmazeutischen Produkten, Riechstoffen, Seifen, kosmetischen und anderen Produkten.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Mindestens ein kein Arzneimittel darstellendes ätherisches Öl enthaltendes Produkt in Teilchenform, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Teilchen ein ätherisches Öl und ein oxydationshemmendes Mittel in Stärkesirup dispergiert enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Produkt nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das ätherische Öl und das oxydationshemmende Mittel noch ein Dispergierungsmittel einverleibt enthalten.
    2. Produkt nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der genannten Teilchen praktisch ölfrei sind.
    3. Produkt nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dispergierungsmittel ein synthetisch hergestellter Stoff ist.
    4. Produkt nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dispergierungsmittel ein Naturprodukt ist.
    5. Produkt nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das oxydationshemmende Mittel 4-Methyl-2, 6-ditertiärbutyl-phenol oder butyliertes Oxyanisol ist.
    6. Produkt nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das ätherische Öl kaltgepresstes Orangenöl, Zitronellenöl, Zitronenöl, Grapefruitöl, Pfefferminzöl oder Wintergrünöl ist.
    7. Produkt nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es noch ein bromiertes Öl enthält.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Produktes gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man bei einer zwischen 85 und 125um liegenden Temperatur eine Mischung eines kein Arzneimittel darstellenden ätherischen Öls mit einem öllöslichen, hitzebeständigen oxydationshemmenden Mittel in Stärkesirup mit einem Feuchtigkeitsgehalt zwischen 3 und 8,5 /o dispergiert und die erhaltene heissflüssige Dispersion hierauf unter Abkühlung in Partikelform überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 8. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung der genannten Mischung in feste Teilchen durch Rühren in einer als Trägermasse dienenden, mit der genannten Mischung nicht mischbaren Flüssigkeit erfolgt, worauf man rasch abkühlt und die verfestigten Emulsionsteilchen abtrennt.
    9. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man die festen Teilchen mit einem Lösungsmittel für das ätherische Öl wäscht, welches aber die Feststoffe des Stärkesirups nicht löst, und dass man hierauf trocknet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Isopropanol oder Äthanol verwendet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man Maisstärkesirup verwendet und diesen vor der Zugabe des ätherischen Öls so lange auf Temperaturen von mindestens 121"C erhitzt, bis der Sirup einen Wassergehalt von 3-8,5 /o aufweist.
    12. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass man vor der Zugabe des ätherischen Öls ein bromiertes Öl dem Stärkesirup zusetzt.
    PATENTANSPRUCH III Verwendung des Produktes nach Patentanspruch I zum Aromatisieren von Nahrungsmitteln oder Getränken bzw. Getränketrockenprodukten.
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