Rostantrieb für Schachtöfen Die Erfindung bezieht sich auf einen hydrauh- schen Rostantrieb für Schachtöfen.
Da der Drehrost beispielsweise für Zement schachtöfen eine sehr geringe Betriebsdrehzahl be sitzt, bei bekannten Anlagen etwa 1,6-8 Umdrehun gen in der Stunde, ist eine kostspielige Untersetzung durch Stirnrad- und Schneckengetriebe erforderlich. Ausserdem muss die Drehzahl veränderlich sein, weshalb entweder ein Wechsel-Getriebe oder ein Leo- nardsatz oder bei modernen Anlagen ein Drehstrom- Kommutator-Motor erforderlich ist.
Alle diese Aus führungen sind kostspielig. Der Rostantrieb lässt sich durch hydraulischen Antrieb mittels öldruckzylinder sehr viel billiger und konstruktiv wirtschaftlicher ge stalten, sowohl in bezug auf die Regelbarkeit der Drehzahl als auch auf die Umsteuerbarkeit. Es sind Rostantriebe bekannt, bei denen der Antrieb durch zwei Klinken nach derselben Richtung, aber zeitlich und örtlich gegeneinander versetzt, erfolgt, so dass annähernd eine gleichmässige Drehbewegung erreicht wird.
Bei einer derartigen Anordnung der Klinken arbeitet jedoch jeweils immer nur eine, wodurch die Antriebswelle Biegungsbeanspruchungen unterworfen wird.
Erfindungsgemäss lässt sich jede beliebige, nie drige, kontinuierliche oder periodisch ändernde Dreh zahl des Rostes mit bekannten Mitteln auf einfachste Art erreichen.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungs beispiel der Erfindung, und zwar zeigt Fig. I eine Draufsicht und Fig. 1I einen Querschnitt von Fig. I.
Die Drehbewegung des Drehrostes geschieht durch die Stössel 1 bis 8, die die Kolbenstangen von Öldruckzylindern 9 bis 16 bilden. Diese Stössel 1 bis 8 treiben ein mit sägeartigen Zähnen versehenes Rad 17 an, das mit der Rostwelle 18 verbunden ist. Um von der Welle 18 alle Biegungsbeanspruchun- gen fern zu halten, erfolgt der Angriff immer gleich zeitig durch zwei Kolbenstössel 1 und 3 bzw. 2 und 4 an um 1800 versetzten Stellen.
Um die Drehzahl an nähernd kontinuierlich zu halten, greifen auf jeder Seite abwechselnd zwei Stössel an, die um eine halbe Zahnteilung oder mehrere Zahnteilungen plus eine halbe Zahnteilung voneinander entfernt angreifen können.
Während des Arbeitsganges je eines der gegen überliegenden Zylinder, beispielsweise 9, 11 werden bei den anderen Zylindern, beispielsweise 10, 12 durch je eine Druckfeder die Kolben zurückbewegt und dadurch das Öl aus den Zylindern gedrückt und einem Sammelbehälter zugeführt. Die Stössel der Zylinder werden jedoch durch Federkraft an das Treibrad gedrückt und liegen somit dauernd an. Für Links- und Rechtslauf ist das Treibrad 17 mit zwei Reihen 19, 20 entgegengesetzter Zähne ausgestattet.
Die Zylinder 9 und 13, 10 und 14, 11 und 15, 12 und 16 für beide Drehrichtungen sind jeweils auf einer gemeinsamen Welle 21, 22, 23, 24 angeordnet. Die Wellen 21 und 22, bzw. 23 und 24 beider Zylin derpaare sind durch federbelastete Hebel 25 mit einer Umsteuerstange 26 verbunden, die in einfachster Weise von Hand oder mittels eines Steuermagnets ferngesteuert von der Ofenbedienungsbühne aus be tätigt werden kann. Die Betätigung der Arbeitszylin der erfolgt mittels Drucköles.
Durch einen elektrisch betätigten, hydraulischen Steuerschalter wird der Ölfluss für die jeweils arbei tenden Zylinder gesteuert. Die Pumpen arbeiten mit Druck nur während des Arbeitsganges der Öldruck zylinder, während bei Rücklauf und Stillstand das Öl durch die Steuerschalter drucklos in den Sammel behälter zurückgeleitet wird.
Grate drive for shaft furnaces The invention relates to a hydraulic grate drive for shaft furnaces.
Since the rotary grate, for example for cement shaft kilns, has a very low operating speed, in known systems about 1.6-8 revolutions per hour, an expensive reduction by spur gear and worm gear is required. In addition, the speed must be variable, which is why either a change gear or a Leonard set or, in modern systems, a three-phase commutator motor is required.
All of these implementations are costly. The grate drive can be made much cheaper and structurally more economical by hydraulic drive using an oil pressure cylinder, both in terms of the controllability of the speed and the reversibility. Grate drives are known in which the drive is effected by two pawls in the same direction, but offset from one another in terms of time and location, so that an approximately uniform rotary movement is achieved.
With such an arrangement of the pawls, however, only one works at a time, whereby the drive shaft is subjected to bending stresses.
According to the invention, any desired, never drige, continuous or periodically changing speed of the grate can be achieved in the simplest possible manner using known means.
The drawing illustrates an embodiment example of the invention, namely FIG. I shows a plan view and FIG. 1I shows a cross section of FIG.
The rotary movement of the rotating grate is done by the tappets 1 to 8, which form the piston rods of the oil pressure cylinders 9 to 16. These tappets 1 to 8 drive a wheel 17 which is provided with saw-like teeth and which is connected to the grate shaft 18. In order to keep all bending stresses away from the shaft 18, the attack always takes place simultaneously by two piston tappets 1 and 3 or 2 and 4 at positions offset by 1800.
In order to keep the speed more or less continuous, two plungers attack alternately on each side, which can attack by half a tooth pitch or several tooth pitches plus half a tooth pitch apart.
During the operation of one of the opposing cylinders, for example 9, 11, the pistons of the other cylinders, for example 10, 12 are each moved back by a compression spring, thereby pushing the oil out of the cylinders and feeding it to a collecting container. The cylinder tappets, however, are pressed against the drive wheel by spring force and are therefore permanently in contact. The drive wheel 17 is equipped with two rows 19, 20 of opposing teeth for left and right rotation.
The cylinders 9 and 13, 10 and 14, 11 and 15, 12 and 16 for both directions of rotation are each arranged on a common shaft 21, 22, 23, 24. The shafts 21 and 22, or 23 and 24 of both Zylin derpaare are connected by spring-loaded lever 25 to a reversing rod 26, which can be operated in the simplest way by hand or by means of a control magnet remotely from the furnace operating platform. The actuation of the working cylinder takes place by means of pressure oil.
The oil flow for the respective working cylinder is controlled by an electrically operated hydraulic control switch. The pumps only work with pressure during the operation of the oil pressure cylinder, while the oil is returned to the collecting tank without pressure through the control switch during return and standstill.