CH357410A - Verfahren zur Herstellung von Analogen des Thyroxins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Analogen des Thyroxins

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CH357410A
CH357410A CH357410DA CH357410A CH 357410 A CH357410 A CH 357410A CH 357410D A CH357410D A CH 357410DA CH 357410 A CH357410 A CH 357410A
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CH
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iodine
thyroxine
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solvent
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Inventor
Arthur Hems Benjamin
Original Assignee
Glaxo Lab Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C59/00Compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C59/40Unsaturated compounds
    • C07C59/58Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups
    • C07C59/64Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings
    • C07C59/66Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings the non-carboxylic part of the ether containing six-membered aromatic rings
    • C07C59/68Unsaturated compounds containing ether groups, groups, groups, or groups containing six-membered aromatic rings the non-carboxylic part of the ether containing six-membered aromatic rings the oxygen atom of the ether group being bound to a non-condensed six-membered aromatic ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Analogen des Thyroxins
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Analogen des Thyroxins.



   Im Hauptpatent Nr. 281 277 ist ein Verfahren zur Herstellung von Thyroxin beschrieben, bei welchem eine Verbindung der Formel
EMI1.1     
 mit Jod in einem Lösungsmittel in Gegenwart einer organischen Base, welche höchstens 8 Kohlenstoffatome, aber kein tertiäres Stickstoffatom enthält, umgesetzt wird.



   In neuerer Zeit wurde zwei Analogen des Thyroxins wertvolle pharmakologische Wirksamkeit    zugeschrieben, nämlich der 3, 3 ,5,3'-Trijod-4-(4'-oxy-      phenoxy) - phenylessigsäure    ( Trisäure ) und der   3,5 ,3',5'.Tetrajod-4-(4'oxyphenoxy)-phenylessigsäure      ( Tetrasäure ),    und es war deshalb von Bedeutung, für die Synthese dieser Verbindungen ein passendes Verfahren zu entwickeln. Es wurde nun gefunden, dass das im Hauptpatent beschriebene Verfahren auch zur Herstellung der oben erwähnten Thyroxinanalogen und deren Ester geeignet ist.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von Thyroxinanalogen der Formel
EMI1.2     
 oder von Estern oder Salzen davon, worin Y ein Wasserstoff- oder Jodatom bedeutet, ist dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel
EMI1.3     
 oder einen Ester oder ein Salz derselben in einem Lösungsmittel mit Jod in Gegenwart organischer Basen, welche höchstens 8 Kohlenstoffatome, aber keine tertiären Stickstoffatome enthalten, umsetzt.



   Als Lösungsmittel kann man Wasser, Dioxan oder einen niederen aliphatischen Alkohol, beispielsweise Methanol und Äthanol, oder Gemische dieser Flüssigkeiten verwenden. Das Lösungsmittel soll vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, so gewählt werden, dass das Ausgangsmaterial oder das Endprodukt des Verfahrens in der Lösung des Amins im verwendeten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch löslich ist; im allgemeinen hat sich Wasser als brauchbares Lösungsmittel erwiesen.



   Als organische Base kommen primäre oder sekundäre aliphatische Amine, welche eine Cyclohexyl- oder Alkylcyclohexylgruppe und   gegebenen-    falls eine oder zwei Hydroxylgruppen enthalten kön  nen, ferner Piperidin, ein C-Alkylpiperidin oder Morpholin in Frage. Als Beispiele weiterer bevorzugter Basen seien Methylamin,   Methylamin,    Butylamin, Äthylendiamin, Dimethylamin, Dibutylamin, Mono äthanolamin und Diäthanolamin genannt.



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird gewöhnlich bei einer Temperatur zwischen 0 und 300 C durchgeführt, vorteilhaft bei Zimmertemperatur.



   Die verwendete Jodmenge kann veränderlich sein, je nachdem man die   Trijod- oder    Tetrajodverbindung herstellen will. Im allgemeinen wird etwa ein Mol Jod (J2) benötigt, um die Trijodverbindung herzustellen, da ein Jodatom an der Bildung von Jodwasserstoffsäure teilnimmt. Zur Herstellung der Tetrajodverbindung wird ungefähr die doppelte Menge Jod benötigt als für die Herstellung der   Trijodverbindung.   



   In einer besonderen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Jodierungsreaktion in Gegenwart von Wasserstoffsuperoxyd durchgeführt, wobei nur die Hälfte der normalerweise notwendigen Menge Jod benötigt wird, da der bei der Umsetzung entwickelte Jodwasserstoff durch das Wasserstoffsuperoxyd zu Wasser und Jod oxydiert wird.



   Das Ausgangsmaterial ( Disäure ) kann, wie oben ausgeführt, in Form eines Esters oder Salzes vorliegen, wobei Ester und Salze gemeint sind, die sich mit der Carboxylgruppe bilden. Vorzugsweise soll dieser Ester oder das Salz im Reaktionsmedium löslich sein.



   Beispiel I   
3, 5, 3'-Trijod-4-(4'-oxyphenoxy)-phenylessigsäure  ( Trisäure )   
40   cm3    einer normalen wässerigen Jodlösung werden tropfenweise unter Rühren im Zeitraum von einer halben Stunde in 120   cm3    einer Lösung von 9,92 g (0,02 Mol)   3,5-Dijod-4-(4'-oxyphenoxy)-    phenylessigsäure in 33   0/obigem    wässerigem   Äthylamin    eingetragen. Nach einer weiteren halben Stunde wurde die Lösung unter Kühlung im Eisbad bei   10-15"C    mit 5-normaler Salzsäure angesäuert. Der Niederschlag, welcher beim Filtrieren eine gummiartige Konsistenz annahm, wurde mit Wasser   zerrie    ben, das einige Tropfen Salzsäure enthielt, und erneut filtriert.

   Der feste Stoff wurde dann mit etwas Salzsäure enthaltendem Wasser zerrieben, mit Wasser gewaschen und über Phosphorpentoxyd getrocknet.



  Es werden auf diese Weise 12,1 g des rohen Endproduktes erhalten, welches bei   161-172"    C schmilzt.



  Das Rohprodukt wurde in 240   cm3    Methanol gelöst und unter tropfenweiser Zugabe von 180   cm3    Wasser gerührt. Nach Stehen über Nacht wurde das Gemisch durch Dekantieren vom ausgeschiedenen teerigen Produkt abgetrennt. Hierauf gibt man auf einmal 60   cm3    Wasser zu und lässt die milchige Lösung mehrere Stunden stehen, bis die Kristallisation vollständig geworden   ist    Das Produkt wird gesammelt und über Phosphorpentoxyd getrocknet. Man erhält 7,1 g   (63      O/o)    eines Produktes, das bei   181-183"C      schmilzt (dieses Produkt sintert bei etwa 600 C,      schäumt bei 100"C und erstarrt bei etwa 115ob). C).   



  Eine Probe eines früheren Versuches wurde durch langsames Erhitzen auf   1000 C    im Hochvakuum über   Phosphorpentoxyd getrocknet t und analysiert:    Gefunden:   C 27,3 0/0      H1,50/o      J 61,20/0    Berechnet für   C14H0O4J5:       C27,00/0 H1,50/o J61,20/o   
Zur Herstellung des Natriumsalzes der  Trisäure  werden 42,8 g dieser Säure in einer heissen Lösung von 7,3 g Natriumcarbonat in 420 cm3 Wasser gelöst und filtriert. Dann werden 42   cm3    einer 350/oigen Salzlösung zugegeben, das Gemisch gekühlt, und zwar am Schluss in einem Kühlschrank. Das ausfallende Produkt wird gesammelt und bis zur Gewichtskonstanz über Phosphorpentoxyd getrocknet. Man erhält dabei 34,1 g des gewünschten Salzes.



   Beispiel 2    3,5,3',5'-Tetrajod-4-(4'-oxyphenoxy)-    phenylessigsäure   (  Tetrasäurea > )   
40   cm3    einer normalen wässerigen Jodlösung werden im Zeitraum von   l 1/2    Stunden tropfenweise in eine Lösung von 4,96 g (0,01 Mol)  Disäure  in 60   cm3      33  /Oigem    wässerigem   Athylamin    eingetragen. Aus der Lösung schieden sich gegen das Ende der Jodzugabe einige schillernde gelbe Blättchen aus, welche sich beim Verdünnen des Gemisches mit 100   cm3    Wasser nicht lösen.

   Das Gemisch wurde   unter Eisbadkühlung bei 10-15"C C mit 5-normaler    Salzsäure angesäuert und die ausgeschiedenen gelben Feststoffe gesammelt und mit Wasser jodfrei gewaschen, welches Spuren von Natrium-metabisulfit enthält. Man erhält 7,21 g eines bei   221"C    unter Zersetzung schmelzenden Produktes. Die erhaltene Säure kristallisiert aus Azeton in Form von grossen braunen Prismen. Die vereinigten ersten und zweiten   Kristailisate    wogen 4,49 g, was 60   O/o    Ausbeute entspricht; Schmelzpunkt =   2300 C    unter Zersetzung.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Analogen des Thyroxins der Formel EMI2.1 und von Estern oder Salzen davon, worin Y ein Wasserstoff- oder Jodatom bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI2.2 oder einen Ester oder ein Salz davon in einem Lösungsmittel und in Gegenwart organischer Basen, welche höchstens 8 Kohlenstoffatome, aber keine tertiären Stickstoffatome enthalten, mit Jod umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel Wasser, Dioxan oder ein niederer aliphatischer Alkohol oder ein Gemisch dieser Stoffe verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Methanol oder Äthanol verwendet wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als organische Base eine oder mehrere der folgenden Verbindungen verwendet wird: Methylamin, Methylamin, Butylamin, Athylen- diamin, Dimethylamin, Dibutylamin, Mono äthanol amin und Diäthanolamin.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Jod bei einer Temperatur zwischen 0 und 300 C durchgeführt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Jod bei Zimmertemperatur vorgenommen wird.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit Jod in Gegenwart von Wasserstoffsuperoxyd durchgeführt wird.
CH357410D 1956-05-08 1957-05-07 Verfahren zur Herstellung von Analogen des Thyroxins CH357410A (de)

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