CH357465A - Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang - Google Patents

Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang

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CH357465A
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Mustert Rudolf
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Ingenieurs Bureau Ir P J Plais
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
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    • G05B1/01Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric
    • G05B1/02Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric for comparing analogue signals
    • G05B1/027Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric for comparing analogue signals using impedance bridges

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Description


      Wechselstromgespeiste        Brückenschaltung        mit    Gleichstromausgang    Eine Anzahl der in der     Mess-    und Regelungstech  nik verwendeten Fühler, wie z. B. induktive Geber,       Leitfähigkeits-    und Konzentrationsfühler, benötigen  für ihren Betrieb Wechselstrom, während für An  zeige und Steuerung von Regelgeräten oft Gleich  stromausgang     erwünscht    ist. Bei Verwendung derar  tiger Fühler in einer     Brückenschaltung    macht die  Gleichrichtung im Brückenausgang Schwierigkeiten.

    So benötigen     niederohmige    Gleichrichter hohe Strom  stärken, die der Brückenausgang nicht zu liefern ver  mag, während der Einsatz von Gleichrichtern, die bei  kleinen Strömen ausgelastet sind, oft an ihrer     Hoch-          ohmigkeit    scheitert. Ausserdem versagt jede Gleich  richtung in der     Brückendiagonale    gerade dann, wenn  die Brücke am empfindlichsten ist, nämlich im     Brük-          kenabgleich    beim Ausgang Null. Ist in einem günstig  gelegenen Fall Gleichrichtung im Brückenausgang  möglich, so macht sich bei manchen Anwendungen  die Abhängigkeit der Gleichrichter von der Raum  temperatur störend bemerkbar.  



  Die Erfindung betrifft eine     wechselstromgespeiste     Brückenschaltung mit Gleichstromausgang, welche  die vorstehend erwähnten Nachteile nicht aufweist  und die dadurch gekennzeichnet ist, dass in zwei  am Brückenausgang zusammenhängenden Zweigen  Gleichrichter angeordnet sind und in einem Zweig  ein auf eine physikalische Grösse ansprechender Füh  ler vorgesehen ist.  



  Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung  dargestellten Ausführungsbeispiele und Diagramme  näher erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 eine Brückenschaltung, bestehend aus einer  einzigen     Brücke,          Fig.    2 und 3 je eine aus     zwei    Brücken bestehende       Brückenschaltung,          Fig.    4 ein Diagramm zu     Fig.    3,         Fig.    5 eine andere Ausführung der Schaltung ge  mäss der     Fig.    3,       Fig.    6 eine Schaltung mit mehreren parallel ge  schalteten Brücken und       Fig.    7 ein Diagramm.  



  In der     Fig.    1 ist eine Brücke dargestellt, welche  Widerstände 1, 2 und 3, einen Fühler 4 und Gleich  richter 5 und 6 enthält. Eine nicht dargestellte, an  die Klemmen 7 und 8 angeschlossene Spannungs  quelle speist die     Brücke    mit Wechselstrom. Bei der  dargestellten Schaltungsanordnung fliesst in den     Brük-          kenzweigen    3 und 4 ein Wechselstrom. In     d!en        Brük-          kenzweigen    1, 5 und 2, 6 fliesst hingegen nur jeweils  während einer halben Periode Strom, während sie in  der anderen halben Periode gesperrt sind, so dass  während der zweiten     halben    Periode im Brückenaus  gang kein Strom fliesst.

   Die Schaltungsanordnung  weist also jeweils nur während einer     halben    Periode  Brückenfunktion auf und kann deshalb als     Halbwel-          lenbrücke    bezeichnet werden. Da der Arbeitstakt der       Gleichrichter    5, 6 nicht durch den Brückenausgang  bestimmt wird, wird der Übergang von     Durchlass    zu  Sperrung und umgekehrt im allgemeinen nicht in den  Nulldurchgang des     Brückenausgangsstromes    fallen.

         Sorgt    man jedoch dafür,     dass        zwischen    dem     B@rücken-          ausgangsstrom    und dem     Durchlassstrom    der Gleich  richter keine Phasendifferenz besteht oder ist in einer  Brücke mit rein     Ohmschen    Widerständen die Phasen  gleichheit von selbst gegeben, so erstreckt sich die       Durchlasszeit    bzw.

   die Sperrzeit auch für den     Brük-          kenausgangsstrom    von Nulldurchgang zu Nulldurch  gang, so dass dann der Brückenausgang einen Halb  wellen-Gleichstrom liefert, während die aus den Zwei  gen 3, 4 bestehende Brückenseite vom vollen Wech  selstrom durchflossen wird. In dieser Schaltung kann  also ein     wechselstromdurchflossener        Fühler    den  Gleichstromausgang einer Brücke     steuern.         Die in der Schaltung verwendeten Gleichrichter  müssen lediglich ausreichend gute Sperreigenschaften  aufweisen. Es können also geeignete Sperrschicht  gleichrichter, wie z. B.     Siliziumdioden    oder auch  Kontaktgleichrichter, verwendet werden.

   Der Durch  lasswiderstand der     benutzten        Gleichrichter    ist natürlich  am     Brückenabgleich    beteiligt, was jedoch bei vielen  Anwendungen nicht     stört.    Da der volle Brückenstrom  und nicht der Brückenausgang den Arbeitstakt  der Gleichrichter bestimmt, ist die Brücke auch im       Abgleich    beim Ausgang Null brauchbar.

   Eine even  tuell vorhandene Abhängigkeit des     Durchlasswider-          standes    der Gleichrichter von der Umgebungstem  peratur ist in der beschriebenen Anordnung nicht  mehr von Bedeutung, da durch Verwendung von zwei       Gleichrichtern    in entgegengesetzten     Brückenzweigen     weitgehend Kompensation eintritt.  



  Dadurch, dass die beschriebene Brückenschaltung  jeweils nur während einer halben Periode der spei  senden Wechselspannung als Brücke arbeitet, kann  der in einem     wechselstromdurchflossenen    Brücken  zweig liegende     Fühler    4 jeweils während der darauf  folgenden anderen halben Periode eine zweite Brücke  steuern, mit der dann eine andere Funktion ausgeübt  werden kann.     Fig.2    zeigt eine derartige Brücken  schaltung. Sie besteht aus     zwei    Brücken<I>A</I> und<I>B,</I>  welche zwei durch einen Widerstand 9 und einen  Fühler 10 gebildete,     wechselstromdurchflossene        Brük-          kenzweige    gemeinsam haben.

   Die Brücken<I>A</I> und<I>B</I>  enthalten weiter die Widerstände 11, 12 und die  Gleichrichter 13, 14 bzw. die Widerstände 15, 16  und die Gleichrichter 17, 18. Wie aus der     Fig.    2 er  sichtlich ist, sind die Gleichrichter 13 und 14 den  Gleichrichtern 17 und 18 entgegengesetzt geschaltet.  Ist die Phasenlage gleich, wie dies zum Beispiel bei  einer aus     Ohmschen    Widerständen aufgebauten  Brücke stets der Fall ist, dann fällt bei umgekehrter       Polung    der Gleichrichter der Anfang der Arbeits  phase der Zweige 11, 13 und 12, 14 auf das Ende  der Arbeitsphase der Zweige 15, 17 und 16, 18.

    Man erhält dadurch zwei funktionsmässig voneinan  der unabhängige und     für    sich     abgleichbare    Brücken  mit Gleichstromausgang, die -die     Wechselstromseite     gemeinsam haben und je mit einer Halbwelle des  Speisestromes arbeiten. Eine solche Schaltungsanord  nung kann als     Halbwellen-Doppelbrücke    bezeichnet  werden. Grundsätzlich kann jeder der sechs Brücken  widerstände 9 bis 12, 15 und 16 variabel gedacht  und als Fühler benutzt werden.

   Dabei ergibt sich       funktionsmässig    der Unterschied, dass ein Fühler in  einem Gleichstromzweig 11, 12, 15, 16 jeweils nur  einen der beiden     Brückenausgänge    beeinflusst, wäh  rend     ein        Fühler    in den     Wechselstromzweigen    9, 10  beide Brückenausgänge steuert.

   Da jede Brücke für  sich     abgleichbar    ist, können die beiden vom     gleichen          wechselstromdurchflossenen        Fühler    gesteuerten     Brük-          kenausgänge    durch entsprechenden     Abgleich    ver  schiedenen Funktionen angepasst werden.  



  In der     Fig.    3 ist .ein Anwendungsbeispiel für die  Schaltung gemäss der     Fig.    2 dargestellt, und zwar     zur       Messung und Überwachung einer durch den Fühler  10 erfassten physikalischen Grösse.

   Letztere wird mit  einem in der Brücke     B    liegenden     Messinstrument    19  gemessen,     während    die     überwachung    durch eine über  einen in der Brücke A liegenden Verstärker 20 be  tätigte Alarmeinrichtung 21     erfolgt.    Die Alarmein  richtung soll ansprechen, wenn die durch     ddn    Füh  ler 10 erfasste physikalische Grösse x den höchstzuläs  sigen Wert     x1;",    überschreitet.

   Zu dem Zweck hat die  Brücke A ihren     Abgleich    bei x =     xl"it    und positiven  Ausgang     'A   <I>für x</I>     r        xl;rit    (s. Kurve 22 in     Fig.    4). Der  für Werte x      <         xk,it    vorhandene, gestrichelt gezeich  nete negative Ausgang ist für den verwendeten Ver  stärker ohne Bedeutung. Die Brücke B ist ihrerseits  so dimensioniert, dass sie beim Wert x = 0 abgegli  chen ist. Für Werte x > 0 ergibt sich dann ein der  Verstimmung entsprechender Ausgangsgleichstrom     il;     (s.

   Kurve 23 in     Fig.    4), der über das     Messinstrument     19 zur Anzeige der Grösse x benutzt wird.  



  Bei der nicht abgeglichenen     Halbwellenbrücke     gemäss     Fig.    1 resultiert auf der     Wechselstromseite    3, 4  infolge des nur     während    einer Halbwelle fliessenden       Brückenausgangsstromes    eine leichte Asymmetrie des  Stromdurchganges in den beiden Halbwellen, welche  bei     Leitfähigkeitsfühlern    unter Umständen Polarisa  tion verursachen kann.

   Aus diesem Grunde ist für       Leitfähigkeitsfühler    besonders die     Halbwellen-Dop-          pelbrücke    geeignet, welche bei symmetrischem Auf  bau keine Asymmetrie in den beiden Halbwellen auf  weist.     Fig.    5 zeigt eine solche, von einem Leitfähig  keitsfühler 10 gesteuerte Doppelbrücke, welche sym  metrisch ist, solange im Dauerbetrieb der über einen       Widerstand    24 geschlossene Ausgang der Brücke B  benutzt wird. In diesem     Betriebszustand    sind die bei  den Brücken<I>A, B</I> gemäss der     Kurve    22 in der     Fig.    4  auf den Alarmpunkt     xl;rit    abgeglichen.

   Der Wider  stand 24 ist so bemessen, dass der Brückenausgangs  strom der     Brücke   <I>B</I> gleich demjenigen der Brücke<I>A</I>  wird. Zur Vornahme einer Messung kann durch Be  tätigung eines Druckknopfes 25 die den Widerstand  24 enthaltende Brückendiagonale kurzzeitig geöffnet  und eine andere, das     Messinstrument    19 enthaltende  Brückendiagonale geschlossen werden, womit gleich  zeitig     mittels    eines Widerstandes 26 die Änderung  des     Abgleiches    der Brücke B vom Alarmpunkt     x"rir     auf den Wert x = 0 erfolgt und die Messung gemäss  der     Kurve    23 in     Fig.    4 stattfindet.  



  Da die beiden Brücken<I>A</I> und<I>B</I>in     Fig.    3 von  einander unabhängig sind, kann eine der Brücken  abgetrennt und wieder angeschlossen werden, ohne  dass dadurch die Funktion der anderen Brücke be  einflusst wird. Es ist daher möglich, wie in     Fig.    6 dar  gestellt, eine beliebige Anzahl von Alarmeinrichtun  gen betätigende Brücken     A1,        Ae,        A3   <B>...</B> mit Hilfe  eines die andere Halbwelle benutzenden Doppelzwei  ges 15, 17, 16, 18 wahlweise zu Doppelbrücken zu  ergänzen.

   Bei gleicher     Polung    der Brücken     Al,        A#"          A3,    . . und entgegengesetzt gepolten     Doppelzweigen     15, 17, 16, 18 können die letzteren fest an die Speise  spannung 7, 8 angeschlossen sein, so dass die Ergän-           zung    zu Doppelbrücken jeweils nur die Herstellung  der entsprechenden, das     Messinstrument    19 enthal  tenden     Diagonalverbindung    erfordert, was mit     Hilfe     eines Umschalters 27 geschehen kann.  



  Eine weitere Anwendung der     Halbwellen-Doppel-          brücke    ergibt sich, wenn der     Abgleich    der Brücke A  gemäss der Kurve 28 der     Fig.    7 und derjenige der  Brücke B gemäss der Kurve 29 erfolgt. Dadurch wird  erreicht, dass bei Unterschreiten des Sollwertes x, des       Fühlerwiderstandes    10 die Brücke A und bei über  schreiten des     Sollwertes   <I>x,</I> die Brücke<I>B</I> einen Aus  gangsstrom liefert, der zur Betätigung korrigierender  Regeleingriffe benutzt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang, dadurch gekennzeichnet, dass in zwei am Brückenausgang zusammenhängenden Brük- kenzweigen Gleichrichter angeordnet sind und in einem der Brückenzweige ein auf eine physikalische Grösse ansprechender Fühler vorgesehen ist.
    UNTERANSPRüCHE 1. Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Brücken<I>(A, B)</I> vorgesehen sind, deren keine Gleichrichter aufweisende Zweige (9, 10) beiden Brücken gemeinsam sind und deren Gleichrichter enthaltende Zweige (11, 13; 10, 14; 15, 17 und 16, 18) so gepolt sind, dass beide Brücken mit verschiedenen Halbwellen der Speisewechselspan nung arbeiten.
    2. Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fühler in einem beiden Brücken<I>(A</I> und<I>B)</I> gemeinsamen, wechselstromdurchflossenen Zweig (9 oder 10) vor gesehen ist und die Ausgänge beider Brücken beein flusst.
    3. Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere parallel geschaltete, je einen Fühler (10) aufweisende Brücken (A1, A2, A3...) und zwei diesen Brücken zugeordnete und je einen bezüglich den Gleichrichtern (13, 14) derselben um gekehrt gepolten Gleichrichter (17, 18) enthaltende Zweige (15, 17 bzw.
    16, 18) vorgesehen sind, welche wahlweise mit einer der Brücken zu einer Doppel brücke kombinierbar sind, derart, dass in letzterer zwei wechselstromdurchflossene Brückenzweige (9, 10) den beiden Brücken gemeinsam sind.
CH357465D 1958-06-21 1958-06-21 Wechselstromgespeiste Brückenschaltung mit Gleichstromausgang CH357465A (de)

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