CH357475A - Vakuumdichte Elektrodeneinführung für Quecksilberdampfgleichrichter mit einem um den Einführungsbolzen angeordneten Isolator - Google Patents
Vakuumdichte Elektrodeneinführung für Quecksilberdampfgleichrichter mit einem um den Einführungsbolzen angeordneten IsolatorInfo
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Description
Vakuumdichte Elektrodeneinführung für Quecksilberdampfgleichrichter mit einem um den Einführungsbolzen angeordneten Isolator Die Elektrodeneinführungen, insbesondere die Anodendurchführungen von Quecksilberdampfmuta- toren stellen ein konstruktiv schwieriges Gebilde dar. An der Aussenseite der Durchführung herrscht atmo sphärischer Druck, so dass, um eine grosse Spannungs festigkeit zu erzielen, ein grosser Isolationsweg längs der Oberfläche des Isolators und auch in der Luft (Überschlagsstrecke) erforderlich ist. An der Innen seite herrscht ein sehr niedriger Druck.
Man befindet sich unterhalb des Durchschlagsminimums der Pa- schenkurve, infolgedessen muss man das Produkt aus Gasdruck mal Überschlagsstrecke möglichst klein hal ten. Es ergeben sich aus diesen beiden gegensätzli chen Forderungen bereits Schwierigkeiten für die Konstruktion von Anodendurchführungen.
Dazu kommt die Gefahr der Kriechwegbildung an der Innenseite der Isolation infolge Quecksilber kondensation. Wenn sich nämlich isolierende Flächen auf einer niedrigeren Temperatur befinden als der jenigen, die der Sattdampftemperatur des Entladungs gefässes entspricht, so erfolgt auf diesen Isolatoren eine intensive Quecksilber-Kondensation. Dadurch wird eine oberflächliche Leitfähigkeit erzeugt und die Isolationsfestigkeit so stark herabgesetzt, dass elek trische Überschläge entstehen können.
Ferner entstehen bei stromstarken Entladungen vorzugsweise bei zu niedrigem Gasdruck sogenannte Sekundärzündungen, das heisst Kathodenfleckbil- dungen, an der metallischen Wandung des Entladungs gefässes, wodurch eine Verdampfung des metallischen Wandungsmaterials erfolgt. Dieses verdampfte Metall diffundiert vom Verdampfungsort radial nach allen Seiten, kondensiert wiederum und bildet auf isolie renden Flächen einen mehr oder weniger leitenden Niederschlag. Derartige Niederschläge setzen die Kriechstromfestigkeit von Isolatoren herab und sind deshalb bei Anodendurchführungen besonders un erwünscht.
Wenn sich auf Isolatoren die erwähnten metallischen Niederschläge bilden und damit die Iso lationsfestigkeit im Laufe der Zeit verringert wird, so spricht man von einer Alterung des Isolators.
Diese Alterung zu vermeiden bzw. alterungs- beständige Kombinationen von elektrischen Leitern und Isolatoren als vakuumdichte Elektrodeneinfüh- rung zu .gestalten, ist das Ziel der Erfindung.
Die Erfindung betrifft eine vakuumdichte Elektro- deneinführung für Quecksilberdampfgleichrichter mit einem um den Einführungsbolzen angeordneten Iso lator.
Die Erfindung besteht darin, dass im Bereich des äussersten Teiles der Elektrodeneinführung der Raum zwischen der Innenfläche des Isolators und dem Ein führungsbolzen mindestens einen, höchstens 5 mm breiten und mindestens 20 mm langen, Spalt bildet.
Es sind somit die inneren Begrenzungsflächen des Isolators, welche diesen langen engen und vorzugs weise ringförmigen Spalt um den Einführungsbolzen bilden. Diese Begrenzungsflächen liegen im äussersten, also kältesten Teil der Elektrodeneinführung, also in dem der heissen Elektrode abgewandten Teil der Elektrodeneinführung. Damit sind diese innern Iso lierflächen weit von der Entladung, also vom Entste hungsort von Sekundärzündungen entfernt, so dass schon deshalb nur wenig Metalldampf bis vor die engen Spalte gelangen und sich dort niederschlagen kann, ohne die Isolierfestigkeit der folgenden längen Kriechstrecke merklich herabzusetzen.
Eine besonders hohe überschlagsfestigkeit wird mit einem um den Einführungsbolzen zusätzlich angeordneten rohrför- migen Isolator erzielt. Damit wird eine isolierende Abdeckung des metallischen Einführungsbolzens er- halten, wobei ein weiterer Spalt entsteht, der beidseitig von Isolierflächen begrenzt ist.
Diese kleinen Abstände werden zweckmässig auch bei einer Umhüllung der Hauptanode mit einem Gitterkorb angewendet, wobei dieser längs des den Einführungsbolzen umgebenden Isolierzylinders bis an den Einführungsisolator hochgezogen wird und an diesem mit leichtem Druck anliegt. Oberhalb dieser Berührungsstelle wird die Hülse längs des Isolators mit kleinem Spalt rücklaufend umgebördelt fort gesetzt, um auch hier wieder einen guten Bestäu- bungsschutz zu erzielen.
Dabei wird dem Isolator die Form einer Glocke gegeben, so dass sein oberer Teil mit dem Isolierrohr einen engen und langen Spalt bildet.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbei spielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Elektrodeneinführung für ein Gitter oder eine Anode.
Fig. 2 zeigt eine Elektrodeneinführung für eine Hilfsanode.
Fig. 3 zeigt eine Elektrodeneinführung für eine Hauptanode mit Hilfselektrode.
In der Fig. 1 ist eine Elektrodeneinführung für eine Anode dargestellt. Die gleiche Anordnung könnte auch als Elektrodeneinführung für ein Gitter verwen det werden. Auf der Anodenplatte 1 befindet sich der Isolator 2. Dieser ist konzentrisch zum Einführungs- bolzen 3 angeordnet und weist hier speziell die Form eines Rohres auf. In dem Bereich des oberen kühlen Teils der Elektrodeneinführung ist der Einführungs- bolzen 3 verbreitert.
Es ist somit zwischen der Innen fläche des Isolators und der Aussenfläche des Einfüh- rungsbolzens ein langer enger Spalt 4 vorhanden. Diese Spalte haben mindestens eine Länge von 2 cm und eine Weite von weniger als 5 mm. Dieser Spalt verhindert weitgehend das Eindringen von Metall dämpfen. Die Bildung von Kriechstrecken nach den Anoden und Gitterzuleitungen werden dadurch stark vermindert. Der Isolator befindet sich zudem im küh len Teil der Elektrodeneinführung, wo die Gefahr, dass das Isolatormaterial durch zu hohe Temperatur zum Halbleiter werden kann, vermieden ist.
Der kühle Teil der Elektrodeneinführungen wird auch dadurch nicht beeinträchtigt, wenn die Durchführung noch durch zusätzliche Strahlungsheizung, z. B. Wider standsspiralen 10, etwas erwärmt wird, um dadurch eine Quecksilberdampfkondensation zu verhindern. Die Temperatur wird zweckmässig etwas über der Sattdampftemperatur des Quecksilberdampfes im Va kuum gehalten.
Fig. 2 zeigt eine Elektrodeneinführung für eine Hilfsanode, um die eine Schutzhülse 7 angeordnet ist. Um den Einführungsbolzen 3 herum ist ein zusätz licher rohrförmiger Isolator 5 angeordnet. Es entste hen so zwischen dem Bolzen und der Innenwand des Aussenisolators 2 zwei lange enge Schutzspalte 4 und 6. Durch den Doppelspalt wird die Gefahr der Kriech wegbildung durch Ablagerung von elektrisch leitenden Substanzen wesentlich erschwert.
Fig. 3 zeigt eine Elektrodeneinführung für eine Hauptanode. Der Isolator 2 ist glockenförmig aus gebildet, derart, dass dessen enger Oberteil mit dem Einführungsbolzen bzw. dem darum angeordneten Iso lator einen engen Spalt bildet. Ausser einem zusätz lichen rohrförmigen Isolator 5 ist eine Gitterhülse 8 vorhanden, die an ihrem oberen Teil nach aussen um- gebördelt ist.
An dieser Stelle 8a berührt die Um- bördelung die Innenfläche des glockenförmigen Iso- lators. Zwischen der Umbördelung und dem Isolator entsteht ein weiterer Schutzspalt 9, durch den die Schutzspaltwirkung noch weiter verbessert wird. Die Figur zeigt ferner Gitteranschlüsse 13 mit einem Git terisolator 12, bei der ebenfalls der zwischenliegende Schutzspalt vorhanden ist.
Die Elektrodeneinführung kann wie gezeigt so wohl für Anodeneinführungen als auch für die Befe stigung der Gitter und ihrer Zuleitung verwendet wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vakuumdichte Elektrodeneinführung für Queck- silberdampfgleichrichter mit einem um den Einfüh- rungsbolzen (3) angeordneten Isolator (2), dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des äussersten Teiles der Elektrodeneinführung der Raum zwischen der Innenfläche des Isolators (2) und dem Einführungs bolzen mindestens einen, höchstens 5 mm breiten und mindestens 20 mm langen, Spalt bildet.UNTERANSPRÜCHE 1. Elektrodeneinführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Zufüh- rungsbolzen und dem Aussenisolator (2) noch ein rohrförmiger Isolator (5) angeordnet ist.2. Elektrodeneinführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (2) glocken förmig ausgebildet ist, derart, dass dessen enger Ober teil mit dem Einführungsbolzen den genannten Spalt bildet. 3.Elektrodeneinführung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Isola tor (5) von einem glockenförmigen Aussenisolator (2) umgeben ist, derart, dass zwischen dem engen Ober teil dieses Isolators und dem rohrförmigen Isolator ebenfalls ein Spalt der genannten Dimensionen vor handen ist und ferner zwischen den beiden Isolatoren eine hülsenförmige Hilfselektrode angeordnet ist, de ren oberer Teil nach aussen umgebördelt ist und diese Umbördelung an der Innenfläche des glockenförmigen Isolators anliegt.4. Elektrodeneinführung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Beheizung des Isolators an der Einführungsstelle vorgesehen sind.
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