CH357663A - Herstellung von Garn, dessen Farbcharakter entlang seiner Länge variiert - Google Patents

Herstellung von Garn, dessen Farbcharakter entlang seiner Länge variiert

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CH357663A
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Roscoe Samuel
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Hayeshaw Limited
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G3/00Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
    • D02G3/22Yarns or threads characterised by constructional features, e.g. blending, filament/fibre
    • D02G3/34Yarns or threads having slubs, knops, spirals, loops, tufts, or other irregular or decorative effects, i.e. effect yarns
    • D02G3/346Yarns or threads having slubs, knops, spirals, loops, tufts, or other irregular or decorative effects, i.e. effect yarns with coloured effects, i.e. by differential dyeing process

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


  Herstellung von Garn, dessen     Farbeharakter    entlang seiner     Länge    variiert    Die     Erfindung        bezieht    sich auf ein     Verfahren    zur  Herstellung eines Garns,     dessen    Farbcharakter ent  lang seiner Länge variiert und im besonderen     eines     Garns mit einer Feinheit von 10 000     m/kg    und grö  beres, wie es für die Herstellung von Teppichen,  Polstergeweben und anderen schweren Textilproduk  ten geeignet ist, die gewöhnlich aus groben Garnen  hergestellt sind.

   Ferner bezieht sich die Erfindung  auf ein Streckwerk zur Ausführung     dieses    Verfah  rens, auf das nach dem Verfahren hergestellte Garn  und auf eine besondere Verwendung des so herge  stellten Garnes.  



  Zwar wird die Erfindung im folgenden haupt  sächlich unter Verwendung der auf dem Gebiet der  Baumwollspinnerei üblichen     Fachausdrücke    beschrie  ben, doch lässt sie sich auch auf     Garne,    bzw. Vor  garne anwenden, die nicht nur aus     Baumwollfasern,          sondern    auch aus anderen     Fasern    wie Wolle oder  aus Kunstfasern wie     Kunstseide    (Rayon) bestehen.

    Wenn im folgenden von einem     Vorgarn    die Rede ist,       wobei    es sich um einen Ausdruck aus dem Gebiet  der Baumwollspinnerei handelt, so soll hiermit auch  ein Kammzug     bezeichnet    werden, wobei es sich um  einen Ausdruck aus     dem    Gebiet der     Wollverarbei-          tung    handelt; insoweit es der     Zusammenhang    er  laubt, gelten die nachstehend verwendeten Fachaus  drückte des Gebiets der Baumwollverarbeitung als  gleichbedeutend mit den entsprechenden Fachaus  drücken aus dem Gebiet der Verarbeitung von Wolle  und anderen Fasern.  



  Bei dem üblichen Verfahren zum Spinnen von  Garn aus     Baumwollfasern    werden     gekardete    Fasern  zu einem Streckband verarbeitet, das einen konti  nuierlichen Strang aus     Stapelfasern    bildet. Zwei  oder mehr     solcher    Streckbänder werden gedoppelt,  verzogen und gedreht, um     Vorgarne    und schliesslich  fertige Garne zu erzeugen.

   Das     Doppeln,    Verziehen    und Verdrehen wird im     allgemeinen    zwei- oder drei  mal wiederholt, um in jedem Stadium feinere Vor  garne zu     erzielen    ; bei dem letzten Vorgang des       Verziehens    und     Verdrehens    handelt es sich um den       endgültigen        Spinnvorgang,    mittels dessen das Garn  hergestellt wird.

   Während des     Doppelns    bzw.     Ver-          drehens    und     Verziehens    werden     zwei    oder mehr       Streckbänder    oder     Vorgarne    gelängt, um längere  Faserstränge zu erzeugen, die eine geringere     Stärke     besitzen, und dann werden diese Stränge     zusammen-          gedreht,    um ein neues     Vorgarn    oder     Garn    mit erhöh  ter Festigkeit zu erhalten.

   Das Längen der     Vorgarne     während des     Verziehens        erfolgt    dadurch, dass man  die     Vorgarne        zwischen    Paaren von Streckwalzen hin  durchlaufen lässt, wobei das erste     Streckwalzenpaar     mit einer geringeren Drehzahl angetrieben wird als  das     letzte        Streckwalzenpaar.        Beispielsweise    kann bei  jedem     Stadium        des        Verziehens    das     letzte    Streckwal  zenpaar mit einer Drehzahl angetrieben werden,

   die  dem Vierfachen der Drehzahl des ersten Streckwal  zenpaars entspricht. Das Drehen der aus den Vor  garnen     gebildeten        gelängten    Stränge erfolgt nach dem  Verziehen in jedem     Stadium    des     Doppelns    und     Ver-          ziehens.    Die     endgültig    verbleibende Drehung ist ge  wöhnlich wesentlich stärker als die dem Garn in den  vorhergehenden Stadien erteilte.  



       Gegenstand        desi    Patentes ist ein     Verfahren        zur     Herstellung von Garn, dessen Farbcharakter entlang  seiner Länge variiert, das     gekennzeichnet    ist durch  das Verziehen und Verdrehen von mehreren     Garn-          komponenten,    von denen sich mindestens eine von  den übrigen durch     ihren        Farbcharakter,    d. h.

   durch       eine    andere Farbe oder ein anderes Färbeverhalten,  unterscheidet, wobei     während    des     Verziehens    minde  stens eine Komponente     abwechselnd    mit höherer und  niedrigerer Geschwindigkeit     zugeführt    wird, so dass  das erzeugte Garn in seinen verschiedenen Längs-      abschnitten unterschiedliche Anteile der verschiede  nen Farbcharakter aufweisenden Komponenten ent  hält, wobei die Geschwindigkeit des     Zuführens    der       Komponenten    so aufeinander     abgestinunt    ist, dass  der Querschnitt des erzeugten Garns im wesentlichen       gleichmässig    wird, d. h.

   nicht wesentlich weniger  gleichmässig im Querschnitt als das äquivalente Garn  ohne den veränderlichen Farbcharakter.  



  Die Zuführung der einen Komponente kann in  termittierend     unterbrochen    werden, so dass entspre  chende Abschnitte des Garns nichts von dieser Kom  ponente     enthalten.    Man kann somit     mindestens    zwei  Komponenten ein und desselben Charakters ständig  zuführen, und mindestens eine weitere Komponente  von unterschiedlichem Farbcharakter     intermittierend     zuführen.  



  Gegebenenfalls kann man auch     mindestens    eine  Komponente eines     bestimmten-Farbcharakters,    ab  wechselnd     mit    mindestens einer Komponente eines  anderen Farbcharakters stärker oder schwächer zu  führen, um ein     Garn    zu erzeugen, das über seine  Länge     abwechselnd    den Farbcharakter der einen und  dann der anderen Komponente aufweist, wobei in  den     dazwischenliegenden    Abschnitten beide     Farb-          charaktere    gemischt sind.

   Ferner kann mindestens  eine Komponente ständig aber mit     intermittierend     verminderter     Geschwindigkeit        zugeführt    werden, wäh  rend gleichzeitig die im     Farbcharakter    andersartige  Komponente mit einer höheren Geschwindigkeit zu  geführt wird, und weiterhin kann man die im     Farb-          charakter    andersartige Komponente ständig mit einer       intermittierend        verminderten        Geschwindigkeit    zu  führen,

       während        gleichzeitig    die Zuführung minde  stens einer weiteren Komponente mit einer höheren  Geschwindigkeit erfolgt.  



  Die     Erfindung    ermöglicht somit die     Herstellung     eines Garns, das einen im     wesentlichen        gleichmässi-          gen    Querschnitt     aufweist,    jedoch einen sich über seine       Länge    ändernden     Farbeharakter    besitzt;

   mit anderen       Worten,    das Garn besteht aus     Garnkomponenten,     d. h.     Streckbändern    oder     Vorgarnen,    die sich     hin-          sichtlich    ihrer     Farbe    oder ihres     Färbeverhaltens    un  terscheiden. Wenn man z.

   B. den     Streckwalzen    kon  tinuierlich     zwei    rote     Vorgarne    und     intermittierend     ein blaues     Vorgarn        zuführt,    kann man ein rotes Garn  erzeugen, das streckenweise blau ist ;

   hierbei wird  die Geschwindigkeit des     Zuführens    der roten Vor  garne     während    des     intermittierenden        Zuführens    des  blauen     Vorgarns    zu den     Streckwalzen        herabgesetzt;     damit das erzeugte Garn oder     Vorgarn    keine wesent  liche     Querschnittsä.nderung    zeigt.

   Es ist jedoch auch       möglich,    den Streckwalzen zuerst nur ein rotes Vor  garn und     dann.    nur ein blaues     Vorgarn        zuzuführen,     um ein Garn zu     erzeugen,    das über seine Länge ab  wechselnd rot und blau     gefärbt    ist, wobei eine Mi  schung von Rot und Blau     dort    vorhanden ist, wo  die     Vorgarne    gedoppelt sind. Wenn es     erwünscht    ist,  kann ein     Vorgarn,    z. B. das rote, kontinuierlich     zuge-          'fLhrt    werden, und das andere     Vorgarn,    z.

   B. das  blaue, kann     intermittierend        zugeführt    werden ; die         Zuführungsgeschwindigkeit    des roten     Vorgarns    wird  erheblich herabgesetzt, während das blaue     Vorgarn     zugeführt wird, dessen Zuführungsgeschwindigkeit  ebenfalls so eingestellt wird, dass ein Garn oder       Vorgarn        mit        im    wesentlichen     gleichmässigem    Quer  schnitt erzeugt wird. Alternativ kann man die beiden       Vorgarne    kontinuierlich, jedoch mit     veränderlicher     Geschwindigkeit zuführen.  



       Statt    verschiedenfarbige     Vorgarne    zu verwenden,  kann man alternativ     Vorgarne    mit verschiedenen  Färbeeigenschaften verwenden; als Beispiele seien       Zellulosefasern    und Wolle, Nylon oder ähnliche, aus  polymerisierten Materialien hergestellte synthetische  Fasern oder     Zelluloseazetatfasern    erwähnt. In diesem  Falle kann man das erfindungsgemäss erzeugte Garn  oder das daraus hergestellte Produkt mit verschiede  nen Farbstoffen färben, so dass die     Zellulosefasern     die eine Farbe und die     Woll-    oder     Zelluloseazetat-          fasern    die andere Farbe annehmen.  



  Die Erfindung lässt sich in jedem für zweck  mässig gehaltenen Stadium des Spinnvorgangs an  wenden.     Beispielsweise    kann die Anwendung der  Erfindung im letzten Stadium des     Verziehens    oder  in einem früheren Stadium des     Verziehens    angewen  det werden.  



  Gegenstand des Patentes, ist ferner ein Streck  werk zur Ausführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens, gekennzeichnet durch ein vorderes Klemm  walzenpaar, ein hinteres     Klemmwalzenpaar,    ein  zweites hinteres     Klemmwalzenpaar    und Getriebe  teile,     die    zwischen dem vorderen     Klemmwalzenpaar     und den hinteren.     Klemmwalzenpaaren    so angeordnet  sind, dass die Höchstdrehzahlen der hinteren Klemm  walzen immer geringer sind als die Drehzahl der  vorderen Klemmwalzen, und die Drehzahl des  ersten und des zweiten hinteren     Klemmwalzenpaars     gegenüber ihrer Höchstdrehzahl herabgesetzt oder  die Drehbewegung abwechselnd unterbrochen werden  kann.  



  Gegenstand des Patentes ist im weiteren die Ver  wendung des     erfindungsgemäss        hergestellten    Garnes  zum Herstellen von     textilen    Flächengebilden, welche  Verwendung dadurch gekennzeichnet ist, dass zur  farblichen Musterung der Flächengebilde mindestens  teilweise der wechselnde Farbcharakter des Garnes  eingesetzt wird.  



  Diese Herstellung gemusterter Textilerzeugnisse       oder     kann z. B. mittels Rund- oder       Flach-Strick-    oder Wirkmaschinen oder mit     Hilfe     von Webstühlen geschehen.  



  Die Erfindung wird im folgenden an Hand sche  matischer     Zeichnungen    an     einem    Ausführungsbeispiel  näher     erläutert.     



       Fig.    1 zeigt ein Streckwerk zum Herstellen von  erfindungsgemässem Garn.  



       Fig.    2, 3 und 4     zeigen    verschiedene Getriebe  teile zur Verwendung bei dem Streckwerk nach       Fig.    1.  



  Das     in        Fig.    1 gezeigte Streckwerk umfasst ein  vorderes     Klemmwalzenpaar    1, 2, ein erstes hinteres           Klemmwalzenpaar    3, 4 und ein zweites hinteres       Klemmwalzenpaar    5, 6. Die     vordere    Walze 1     sitzt    fest  auf einer Welle 7, auf der zwei kleine stirnver  zahnte     Antriebsritzel    8     und    9 befestigt sind, die  jeweils     grössere    Stirnzahnräder 10 und 11 antreiben,  welche auf einer gemeinsamen Welle 25 sitzen.

   An  den Zahnrädern 10 bzw. 11 sind kleinere Zahnräder  12 bzw. 13 befestigt ; das Zahnrad 12 besitzt eine  Verzahnung, die sich über den grössten Teil seines  Umfangs erstreckt, jedoch eine kurze Lücke 14 auf  weist<B>;</B> das Zahnrad 13 ist nur längs     eines    kurzen  Bogens 15 seines Umfangs, der bezüglich seiner Er  streckung mehr oder weniger der Lücke 14 ent  spricht, mit Zähnen versehen. Die hinteren Walzen  3 und 4 werden von dem Zahnrad 12 aus über ein       Ritzel    16 und eine Welle 17 angetrieben, während  der Antrieb der hinteren Walzen 5 und 6 von dem  Zahnrad 13 aus über ein     Ritzel    18 und eine Welle  19 erfolgt.

   Die Umfangsverzahnung der     Ritzel    8, 9,  16 und 18 sowie der Zahnräder 10 und 11 ist in       Fig.    1 lediglich durch parallele Linien schematisch  angedeutet; die Form der Zähne dieser     Ritzel    und       Zahnräder    geht deutlicher aus der Darstellung der  Zahnräder 12 und 13 hervor.  



  Die     Vorgarne    20, die eine bestimmte Farbe be  sitzen, laufen zwischen den hinteren Klemmwalzen  3 und 4 hindurch und werden somit den vorderen  Klemmwalzen 1 und 2 mit einer Geschwindigkeit       zugeführt,    die sich nach der Getriebeübersetzung  zwischen den Wellen 7 und 17 richtet. Ein anders  farbiger dritter     Vorgarnstrang    21 läuft zwischen den  hinteren     Klemmwalzen    5 und 6 hindurch und wird  somit den vorderen     Klemmwalzen    1 und 2 mit einer  Geschwindigkeit zugeführt, die sich nach der Getrie  beübersetzung zwischen den Wellen 7 und 19     richtet.     



  Die Walze 6 besitzt eine abgestufte Aussenfläche,  so dass das     Vorgarn    21 zwischen den     Walzen    5 und  6 eingeklemmt wird, während die     Vorgarne    20 zwi  schen den Walzen 5 und 6 hindurchlaufen, ohne  eingeklemmt bzw. erfasst zu werden.  



  Wenn die     Verzahnungslücke    14 des Zahnrades  12 das     Ritzel    16 erreicht, wird die Drehbewegung  der hinteren     Klemmwalzen    3 und 4 kurzzeitig unter  brochen, doch da die Bogenlänge der Lücke 14 nicht  ausreicht, um zu bewirken, dass die     Vorgarne    20  zwischen den vorderen und hinteren Klemmwalzen  brechen, kann man sagen, dass die Zufuhr der Vor  garne 20 zu den     Klemmwalzen    1 und 2 zwar konti  nuierlich erfolgt, jedoch zeitweilig verlangsamt wird,  solange die     Klemmwalzen    3 und 4 stillstehen.

   Ande  rerseits werden die     Klemmwalzen    5 und 6     jeweils     nur für kurze Zeitspannen angetrieben, während die  sich nur über einen kurzen Kreisbogen erstreckende       Verzahnung    15 des     Zähnrades    13 in das     Ritzel    18  eingreift, so dass das     Vorgarn    21     intermittierend     zugeführt wird und     jeweils    dann zwischen den vor  deren und hinteren     Klemmwalzen    bricht, wenn die  Drehbewegung des     Ritzels    18 unterbrochen wird.

    Das     Vorgarn    oder     Garn,    das man erhält, wenn  man die     Vorgarne        miteinander    verdreht, nachdem    sie die     Klemmwalzen    1 und 2 passiert haben, wird  hauptsächlich die Farbe der     Vorgarne    20 aufweisen,  und in durch Längsabschnitte voneinander getrenn  ten Teilen wird ein Gemisch aus den     Vorgarnen    20  und 21 vorhanden     sin.     



  Gegebenenfalls kann man     dafür    sorgen, dass das  Zuführen des     Vorgarns    21 kontinuierlich erfolgt und  ein Brechen dieses     Vorgarns    vermieden wird; zu  diesem Zweck kann man längs desjenigen Kreisbo  gens am Umfang des Zahnrades 13, der nicht mit  einer normalen Verzahnung versehen ist, in relativ  grossen Abständen verteilte Zähne vorsehen.     Fig.    2  zeigt eine andere     Ausbildungsform    des Zahnrades 13,  die sich für diesen Zweck eignet und mit in grossen  Abständen angeordneten Zähnen 28     längs    des nicht  mit einer     normalen    Verzahnung 15 versehenen Bo  gens versehen ist.  



  Ferner kann man die Zahnräder 12 und 13 bei  der Anordnung nach     Fig.    1 durch die Zahnräder 22  und 23 nach     Fig.    3 ersetzen; jedes dieser Zahnräder  besitzt eine     Verzahnung,    die sich nur über etwa die       Hälfte    seines Umfangs erstreckt, und die verzahnten  Abschnitte dieser Zahnräder sind um 1800 gegen  einander versetzt, so dass die     Klemmwalzen    3, 4 und  5, 6 jeweils abwechselnd in Umdrehung versetzt  werden.

   Bei dieser Anordnung soll die Anzahl der  durch die hinteren     Klemmwalzen    3, 4 und der durch  die     hinteren    Klemmwalzen 5, 6 zugeführten Vor  garne vorzugsweise die gleiche     sein,    denn das ent  stehende Garn oder     Vorgarn    wird     Vorgarn    umfassen,  das durch die     Klemmwalzen    3, 4 zugeführt worden  ist, und danach folgt in der     Längsrichtung    des Garns  das daran angesetzte, durch die     Klemmwalzen    5, 6  zugeführte     Vorgarn,    an das sich wiederum     Vorgarn     anschliesst, das durch die     Walzen    3, 4 zugeführt  wurde,

   usw.  



       Gegebenenfalls    können die     Zahnräder    22     und    23  gemäss     Fig.    4 mit in relativ grossen Abständen ver  teilten Zähnen 27 und 28 längs derjenigen Umfangs  abschnitte versehen sein, die keine normale Verzah  nung 14 tragen ; hierdurch wird eine kontinuierliche  Zufuhr der     Vorgarne    durch jedes der hinteren       Klemmwalzenpaare    erreicht, während gleichzeitig die       Zuführungsgeschwindigkeit    bei jedem Walzenpaar  abwechselnd     herabgesetzt    wird.  



  Es liegt auf der Hand, dass man auch andere  Anordnungen von Zahnrädern benutzen kann, um  verschiedene Formen von     Änderungen    des Charak  ters der     herzustellenden    Garne über die Länge des  Garns     hervorzurufen.     



  Für die vorliegenden Erfindungen     wird    der  Schutz nur soweit     beansprucht,    als es sich nicht um  die nicht rein mechanische Veredlung von rohen  oder verarbeiteten     Textilfasern    in der     Textilindustrie     handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung von Garn, dessen Farbcharakter entlang seiner Länge variiert, gekenn zeichnet durch das Verziehen und Verdrehen von mehreren Garnkomponenten, von denen sich minde stens eine von den übrigen durch ihren Farbcharak- ter, d. h.
    durch eine andere Farbe oder ein anderes Färbeverhalten, unterscheidet, wobei während des Verziehens mindestens eine Komponente abwech selnd mit höherer und niedrigerer Geschwindigkeit zugeführt wird, so dass das erzeugte Garn in seinen verschiedenen Längsabschnitten unterschiedliche An teile der verschiedenen Farbcharakter aufweisenden Komponenten enthält, wobei die Geschwindigkeit des Zuführens der Komponenten so aufeinander ab gestimmt ist, dass der Querschnitt des erzeugten Garns im wesentlichen gleichmässig wird.
    1I. Streckwerk zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch ein vorderes Klemmwalzenpaar, ein hinteres Klemmwal zenpaar, ein zweites. hinteres Klemmwalzenpaar und Getriebeteile, die zwischen dem vorderen Klemm walzenpaar und den hinteren Klemmwalzenpaaren so angeordnet sind,
    dass die Höchstdrehzahlen der hinteren Klemmwalzen und die Drehzahl des ersten und des zweiten hinteren Klemmwalzenpaars gegen über ihrer Höchstdrehzahl herabgesetzt oder die Drehbewegung abwechselnd unterbrochen werden kann. III. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes Garn. IV.
    Verwendung des nach dem Verfahren des Patentanspruchs I erzeugten Garnes zum Herstellen von textilen Flächengebilden- dadurch gekennzeich net, dass zur farblichen Musterung der Flächenge bilde mindestens teilweise der wechselnde Farbcha- rakter des Garnes eingesetzt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung der einen Kom ponente intermittierend unterbrochen wird, so dass der entsprechende Abschnitt des Garns nichts von dieser Komponente enthält.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens<I>zwei</I> Komponenten eines bestimmten Farbcharakters ständig zugeführt werden, und dass mindestens eine weitere Kompo nente von andersartigem Farbcharakter intermittie- rend zugeführt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eine Komponente eines bestimmten Farbcharakters abwechselnd mit mindestens einer Komponente eines andersartigen Farbcharakters stärker oder schwächer zugeführt wird, um ein Garn zu erzeugen, das über seine Länge abwechselnd den Farbcharakter der einen und dann der anderen Komponente aufweist, wobei in den dazwischen liegenden Abschnitten beide Farb- charakter gemischt sind. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Komponente ständig aber mit intermittierend verminderter Ge schwindigkeit zugeführt wird, während gleichzeitig die im Farbcharakter andersartige Komponente mit einer höheren Geschwindigkeit zugeführt wird. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die im Farbcharakter andersartige Komponente ständig, jedoch mit einer intermittie- rend verminderten Geschwindigkeit zugeführt wird, während gleichzeitig die Zuführung mindestens einer weiteren Komponente mit einer höheren Geschwin digkeit erfolgt. 6.
    Streckwerk nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch Ritzel, die an den entgegengesetzten Enden. der vorderen Klemmwalzen mit dieser ver bunden sind, durch ein Zahnradgetriebe, das eine Verbindung zwischen einem der genannten Ritzel und einer Walze des ersten Paares von hinteren Klemmwalzen herstellt, sowie durch ein weiteres Zahnradgetriebe, das eine Verbindung zwischen dem anderen Ritzel und einer Walze des zweiten Paares von hinteren Klemmwalzen herstellt,
    wobei jedes dieser Zahnradgetriebe ein Zahnrad umfasst, das mindestens einen Umfangsabschnitt aufweist, auf dem keine Zähne und oder nur in grösseren Abstän den verteilte Zähne vorhanden sind, wobei solche Umfangsabschnitte des Zahnrades des einen Zahn radgetriebes gleichzeitig mit normal gezahnten Um fangsabschnitten des entsprechenden Zahnrades des anderen Zahnradgetriebes eingreifen. 7.
    Verwendung nach Patentanspruch IV zur Her stellung von Knüpfmaschinenteppichen, mit einem in der Längsrichtung diskontinuierlichen Farbmuster. B. Verwendung nach Patentanspruch IV zur Herstellung von Teppichen, dadurch gekennzeichnet, dass das Traggewebe des Teppichs während des Knüpfens in bestimmten Zeitabständen seitlich ver schoben wird.
CH357663D 1957-04-02 1958-03-31 Herstellung von Garn, dessen Farbcharakter entlang seiner Länge variiert CH357663A (de)

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