CH357726A - Verfahren zur Herstellung von optischen Bleichmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von optischen Bleichmitteln

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CH357726A
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Richard Dr Fleischhauer
Friedrich Dr Aldebert
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Cassella Farbwerke Mainkur Ag
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  Verfahren     zur    Herstellung von optischen     Bleichmitteln       Es ist bekannt, dass gewisse, in den     Aminogrup-          pen    mit     Triazinylresten    substituierte     Diaminostilben-          disulfonsäuren    sehr gute optische     Bleichmittel    für  Textilien, Papier usw. darstellen.

   Die bekannten       Stilbenderivate    haben jedoch den Nachteil, dass sie  bei der Anwendung in Papiermassen, denen gleich  zeitig zur     Nassfestigkeitsverbesserung        Kunstharzvor-          kondensate    auf     Melaminbasis    zugesetzt worden sind,  einen erheblichen Abfall ihrer optischen Bleichwir  kung auf     1-1    und noch weniger zeigen. Um diesem  Übelstand zu begegnen, ist man in solchen     Fällen     gezwungen, ein Vielfaches der üblichen Menge an  Weisstönern anzuwenden. Das bedeutet häufig eine    wirtschaftlich untragbare Kostenvermehrung.

   Ausser  dem wird dadurch. der Veredlungseffekt der Kunst  harzprodukte herabgesetzt, das heisst es     tritt    eine  Abnahme der     Nassfestigkeit    ein.  



  Es wurde nun gefunden, dass man vorzügliche  optische     Bleichmittel,    welche die genannten Nach  teile nicht aufweisen, .erhält, wenn man 1     Mol    4,4'  Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure mit 2     Mol        Cyanur-          chlorid    kondensiert und die so     erhaltene          Bis-[2,4-dichlor-1,3,5-triazinyl-(6)]-4',4"-          diaminostilben-2',2"-disulfonsäure     der Formel  
EMI0001.0026     
    in einer Stufe mit 2     Mol    gleicher oder verschiedener       aliphatischer    oder aromatischer     Aminoverbindungen,

       welche noch mindestens ein     am    Stickstoff gebundenes  Wasserstoffatom enthalten und von denen     mindestens     eine noch eine     Carboxylgruppe    trägt, und in     einer     weiteren Stufe mit 2     Mol    von gleichen oder verschie  denen primären oder sekundären     aliphatischen,    aroma  tischen oder     heterocyclischen    Aminen oder solchen       heterocyelischen    Basen, die ein an ein     Ring-Stick-          stoff-Atom    gebundenes Wasserstoffatom besitzen,  weiterkondensiert,

   wobei die Reihenfolge der beiden  Stufen beliebig sein kann und die Temperaturen für  die erste Stufe 40-50 Grad und für die zweite Stufe  80-100 Grad betragen.    Als geeignete, eine     Carboxylgruppe        enthaltende          Aminoverbindungen    seien genannt:

       Aminoessigsäure,          Alkylaminoessigsäuren,        Oxyalkylaminoessigsäuren,          Aminobenzoesäuren,        Aminonaphthoesäuren    usw.,  wobei die zuletzt genannten aromatischen     Amino-          carbonsäuren    noch weitere     Substituenten,    wie Halo  gen,     Alkyl-    oder     Alkoxygruppen,    enthalten     hönnen.     



  Als     Aminokomponenten    kommen beliebige pri  märe oder sekundäre Amine der     aliphatischen,    aroma  tischen und     heterocyclischen    Reihe oder     heterocycli-          sche    Basen, die zumindest ein an ein     Ring-N-Atom     gebundenes     H-Atom    enthalten, in Frage, wie z.

   B       Methyl-,    Äthyl-,     Propyl-,        Butyl-,        Dimethyl-,        Diäthyl-,          Dipropyl-,        Dibutyl-,        Diisobutylamin,    Monoäthanol-           amin,        Diäthanolamin,        Aminopropandiol,    Anilin,       Toluidin,        Anisidin,        Amino-kresolmethyläther,    Chlor  anilin,     Pyrrolidin,        Piperidin,        Morpholin    usw.  



  Bei der Ausführung des erfindungsgemässen Ver  fahrens kondensiert man beispielsweise die     4,4'-Di-          aminostilben-2,2'-disulfonsäure    in bekannter Weise  mit 2     Mol        Cyanurchlorid    in wässriger Lösung bei  etwa 0-5 . Die weitere Umsetzung mit den     Amino-          carbonsäuren    und den     Aminkomponenten    erfolgt in  zwei Stufen, wie oben beschrieben. Nach dem Ab  scheiden und Trocknen erhält man gelblich gefärbte  Produkte, deren     Alkalisalze    sich sehr leicht in Was  ser lösen.  



  In einer deutschen Patentschrift ist die  Bis-[2-morpholino-4-p-sulfophenylamino-1,3,5       triazinyl-(6)]-4',4"-diaminostilben-2',2"-          disulfonsäure     beschrieben. Sie eignet sich zur optischen Aufhellung  von Papier, besitzt jedoch den schon eingangs er  wähnten Nachteil, dass ihre aufhellende Wirkung in  Gegenwart von     Kunstharzkondensaten    auf     Melamin-          basis    stark     vermindert    wird. Gleichzeitig setzt sie  den die     Nassfestigkeit    verbessernden Effekt der Kunst  harzvorkondensate herab.  



  Demgegenüber war es überraschend und nicht  vorauszusehen, dass z. B. das erfindungsgemäss erhal  tene entsprechende     p-Carboxy-phenylamino-derivat     durch die     Mitverwendung    von     Kunstharzkondensaten     auf     Melaminbasis    in seiner hervorragenden Wirkung       als    optisches     Aufhellungsmittel    für Papier nur wenig  beeinträchtigt wird, und dass es seinerseits auch den  durch die Kunstharze erreichbaren Effekt der     Nass-          festigkeitssteigerung    nicht nachteilig     beeinflusst.     



  Die im nachfolgenden Ausführungsbeispiel ange  gebenen Teile bedeuten     Gewichtsteile    und die Tem  peraturgrade Celsiusgrade.  



  <I>Beispiel</I>  36,9 Teile     Cyanurchlorid    werden in 200 Teilen  Aceton gelöst und die Lösung     in    eine Mischung von  1000 Teilen Wasser und 500 Teilen Eis gegossen.  Dazu lässt man bei     0-5     die neutrale Lösung von  37,0 Teilen 4,4'     Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure    in  300 Teilen Wasser laufen und hält die Reaktion  durch     Zutropfen    von 10,6 Teilen Soda in<B>100</B> Teilen  Wasser neutral.

   Zu der gelblichen Suspension gibt  man eine neutrale     wässrige    Lösung des     Natriumsalzes     von 27,4 Teilen     4-Aminobenzoesäure,    erwärmt etwa  3 Stunden auf     40-45     und stumpft während dieser  Zeit die frei werdende Säure durch     Zutropfen    von  10,6     Teilen    Soda in 100 Teilen Wasser ab.  



  Hierauf lässt man eine     wässrige    Lösung, ent  haltend 14,0 Teile     Methylamin,        zufliessen    und er  wärmt unter     Rückflusskühlung    5 Stunden auf 80 bis  85 . Die Substanz ist nach dem Abkühlen noch voll  ständig in Lösung und kann durch     Ansäuern    oder       Aussalzen    abgeschieden werden. Nach dem Filtrieren    und Trocknen bei 70-80  erhält man ein hellgelbes  Pulver, dessen     Natriumsalz    sich sehr leicht in Was  ser löst.  



  Setzt man die erhaltene       Bis-[2-methylamino-4-p-carboxyphenylamino-          1,    3,     5-triazinyl-(6)]-4',4"-diaminostilben-          2',2"-disulfonsäure     einer Papiermasse zu, so erhält man auch bei Anwe  senheit von     Kunstharzkondensaten    auf     Melaminbasis     ein Papier, welches im Tageslicht einen sehr hohen  Weissgrad zeigt und dessen     Nassfestigkeit    durch den  Zusatz des optischen Bleichmittels nicht verschlechtert  wurde.  



  Eine unsymmetrische     Stilbenverbindung    mit ähn  lichen Eigenschaften wird erhalten, wenn man das  Kondensationsprodukt aus 1     Mol        4,4'-Diamino-          stilben-2,2'-disulfonsäure    und 2     Mol        Cyanurchlorid     in der ersten Stufe bei etwa 40-45  statt mit 2     Mol          4-Aminobenzoesäure,

      mit 1     Mol        4-Aminobenzoe-          säure    und 1     Mol        Anilin    nacheinander umsetzt und  anschliessend die zweite Stufe der Kondensation mit  2     Mol        Methylamin    bei 80-85  durchführt.  



  Andere optische Bleichmittel für Papier von ähn  lichen Eigenschaften lassen sich herstellen, wenn man  das aus 1     Mol    4,4'     Diaminostilben-2,2'-disulfonsäure     und 2     Mol        Cyanurchlorid    erhaltene Kondensations  produkt mit je 2     Mol    folgender     Aminosäuren    und       Aminkomponenten    umsetzt:

    
EMI0002.0082     
  
    Aminosäure <SEP> Aminkomponente
<tb>  4 <SEP> Amino-benzoesäure <SEP> Monoäthanolamin
<tb>    <SEP> 1-Amino-2,3-propandiol
<tb>    <SEP> Morpholin
<tb>    <SEP> Dimethylamin
<tb>  3-Amino-benzoesäure <SEP> Methylamin
<tb>    <SEP> Monoäthanolamin
<tb>  Amino-essigsäure <SEP> Anilin
<tb>    <SEP> p-Toluidin
<tb>  Methylamino-essigsäure <SEP> Anilin
<tb>    <SEP> p-Anisidin
<tb>  Oxäthylamino-essigsäure <SEP> Anilin
<tb>    <SEP> 2-Naphthylamin

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von als optische Bleichmittel brauchbaren Stilbenderivaten, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol 4,4'-Diaminostilben- 2,2'-disulfonsäure mit 2 Mol Cyanurchlorid konden siert und die erhaltene Bis-[2,4-dichlor-1,3,5-triazinyl-(6)]-4',4"- diaminostüben-2',2"-disulfonsäure der Formel EMI0003.0001 in einer Stufe mit 2 Mol gleicher oder verschiedener aliphatischer oder aromatischer Aminoverbindungen,
    welche noch mindestens ein am Stickstoff gebundenes Wasserstoffatom enthalten und von denen mindestens eine noch eine Carboxylgruppe trägt, und in einer weiteren Stufe mit 2 Mol von gleichen oder verschie denen primären oder sekundären aliphatischen, aroma- tischen oder heterocyclischen Aminen oder solchen heterocyclischen Basen, die ein an ein Ring-Stick- stoff-Atom gebundenes Wasserstoffatom besitzen, weiterkondensiert,
    wobei die Reihenfolge der beiden Stufen beliebig sein kann und die Temperaturen für die erste Stufe 40-50 Grad und für die zweite Stufe 80-100 Grad betragen.
CH357726D 1956-06-14 1957-06-12 Verfahren zur Herstellung von optischen Bleichmitteln CH357726A (de)

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