Dampfkraftanlage Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Dampfkraftanlage, bei der überhitzter Dampf von einem Dampfkessel einem mindestens aus zwei Tur binen bestehenden Turbinensatz zugeführt wird, wo bei einerseits zwischen den beiden Dampfturbinen ein Zwischenüberhitzer und anderseits eine Leitung für die Hauptmenge an Verbrennungsluft zu dem Brenner des Dampfkessels vorgesehen ist.
Die Erfindung ist da durch gekennzeichnet, dass der Zwischenüberhitzer eine Verbrennungskammer mit einem Brenner hat, die Verbrennungsluft in grösserer Menge, als für eine vollständige Verbrennung notwendig ist, erhält, und eine zwischen den beiden Dampfturbinen eingeschal tete Dampfleitung umschliesst, so dass der Dampf strom in dieser Leitung durch gasförmige Verbren nungsprodukte erhitzbar ist, welcher Zwischenüber- hitzer eine Abgasleitung zu dem Brenner des Dampf kessels für eine zusätzliche Versorgung des Bren ners mit heissen gasförmigen Verbrennungsproduk ten aufweist,
um ihre Wärme und den überschüssigen Sauerstoff auszunutzen, und durch automatische Regelvorrichtungen, die unter dem Einfluss des Dampfdruckes zwischen den beiden Turbinen ste hen, so dass die Brennstoffzufuhr zu dem Brenner des Zwischenüberhitzers unterbrochen wird, sofern die Dampfmenge des Dampfstromes zwischen den bei den Turbinen einen festgelegten Wert unterschreitet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch in der Ansicht und teil weise im Schnitt eine Dampfkraftanliage, die einen Schiffsdampfkessel und einen Turbinensatz aufweist, in einer ersten Ausführungsform; Fig. 2 zeigt einen Axialschnitt durch ein auto matisches Brennstoffventil mit Regelelementen; Die Fig. 3 bis 6 stellen weitere Ausführungs formen der Dampfkraftanlage dar. In den Figuren sind die Richtungen, in denen das Heizöl; die Verbrennungsluft, der Dampf und die Abgase durch die verschiedenen Leitungen strö men, durch Pfeile dargestellt.
Die in vollen Linien ausgezogenen Pfeile geben die Strömungsrichtung der vorerwähnten Medien bei normalen Betriebsbe dingungen an. Die gestrichelten Pfeile geben die Strömungsrichtung derselben Medien bei Betriebs bedingungen an, die unter anderen als den norma len Umständen eintreten.
In Fig. 1 ist der dargestellte Schiffsdampfkessel als ölbeheizter Wasserrohrkessel 10 mit einem über hitzer 11, lla dargestellt. Der Kessel 10 hat einen vorderen Heizraum 12, dem Luft für ölgeheizte Bren ner 13 durch eine Leitung 14 zugeführt wird, um die Verbrennung in den Brennern 13 und der Ver brennungskammer 15 des Kesselas zu unterstützen.
Die Dampfkraftanlage weist eine Hochdruck-, eine Mitteldruck- und eine Niederdruckturbine, die mit 20 bzw. 21 bzw. 22 bezeichnet sind, für Vorwärts- fahrt sowie eine Hochdruck- und eine Niederdruck turbine, die mit 23 bzw. 24 bezeichnet sind, für Rückwärtsfahrt auf. Die Dampfkraftanlage weist ferner einen Zwischenüberhitzer 30 auf, der als Rohrwärmeaustauscher ausgebildet ist.
Der Zwi- schenüberhitzer 30 hat ein Rohrsystem 31 und eine Verbrennungskammer 32, die mit einem, wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, ölgeheizten Brenner 33 ausgerüstet ist. Grundsätzlich können mehr als ein Brenner 33 angebracht werden. Zu dem vorderen Heizraum 34 des Zwischenüberhitzers. 30 wird in beträchtlichem Masse Verbrennungsluft zugeführt. Die Verbrennungskammer 32 des Zwischenüber- hitzers 30 hat eine Abgasleitung 35, die über ein Rohr 36 mit der Leitung 14 verbunden ist, die zu dem vorderen Heizraum 12 des Kessels 10 führt.
Über die Abgasleitung 35 erhalten auf diese Weise die Brenner 13 zusätzlich ein vorgewärmtes gasför miges Medium. Dies ist .insofern praktisch, da dem Zwischenüberhitzer 30 eine grosse Menge an Ver brennungsluft zugeführt wird, so dass die Abgase des Zwischenüberhitzers 30 im wesentlichen aus Luft und in einem verhältnismässig kleinen Teil aus Koh lendioxyd bestehen. In dem Beispiel wird dem Zwi- schenüberhitzer 30 dreimal so viel Luft zugeführt, wie für die vollständige Verbrennung gebraucht wird.
Die Frischdampfleitung 40, die durch ein Ab sperrventil 41 regelbar ist, führt bei Vorwärtsfahrt des Schiffes vom überhitzer 11, lla des Kessels 10 zur Hochdruckturbine 20.
Die Regelventile bestehen aus einem Dampfventil 42 für Vorwärtsfahrt, einem Absperrventil 43 und einem Dampfventil 44 für Rückwärtsfahrt. Die Dampfleitungen 45 und 46 füh ren über die genannten Ventile 42, 43 und 44 zu den Hochdruckturbinen 20 und 23 für Vorwärts und Rückwärtsfahrt. Die Leitung 47 führt von dem Auslass der Hochdruckturbine 20 für Vorwärtsfahrt zu dem Einlass 48 des Röhrensystems 31 des Zwi- schenüberhitzers 30.
Die-Leitung 49 führt von dem Auslass 50 des Röhrensystems 31 zu dem Einlass der Mitteldruckturbine 21 für Vorwärtsfahrt. Die Dampfleitung 51 verläuft von dieser Mitteldruck- turbine zur Niederdruckturbine 22 für Vor wärtsfahrt. Die Dampfleitung 52 führt von der Hochdruckturbine 23 für Rückwärtsfahrt zur Niederdruckturbine 24 für Rückwärtsfahrt. Die Disposition der Dampfleitungen ist ausschliess lich schematisch aufgezeichnet.
In der Praxis würde diese Disposition vorzugsweise derart sein, dass die Dampfleitungen 47 und 49 zwischen dem Zwischen- überhitzer 30 und den Turbinen 20 und 21 für Vorwärtsfahrt eine geringe Länge aufweisen.
Die Heizölzufuhr zu dem Brenner 13 des: Kes sels 10 erfolgt durch eine Leitung 58 und über eine Zweigleitung 59 zu dem Brenner oder den Brennern 33 des Zwischenüberhitzers 30. Die Re gulierung des Heizölflusses zu dem Zwischenüber- hitzer 30 wird durch ein Brennstoffregulierventil 60, das in der Leitung 59 angeordnet ist, vorgenommen.
Dieses Ventil 60 ist mit einer Reguliervorrichtung 61 verbund-.n, die über eine Zweigleitung 47a mit der Dampfleitung 47 verbunden ist. Wenn die Dampf menge einen festgesetzten Wert unterschreitet, so wird das Ventil 60 automatisch durch die Regulier- vorrichtung 61 geschlossen und unterbricht die Zu fuhr an Brennstoff.
Das Brennstoffregulierventil 60 und die Regu liervorrichtung 61 sind in Fig. 2 dargestellt. Das Ventil 60 weist ein Gehäuse 62 mit einem Ventil sitz 63, einen Ventilkörper 64 und eine Ventilstange 65 auf, die mit dem Ventilkörper 64 fest verbun den ist und ein Handrad 66 trägt. Die Ventilstange 65 ist mit einem Gewindeteil 67 ausgerüstet. Das Ventil 60 steht unter der Wirkung einer Druckfeder 68, die danach strebt, den Ventilkörper 64 gegen den Ventilsitz 63 zu drücken.
Es weist ferner eine Mutter 69 auf, die durch eine am Gehäuse 60 fest angeordnete Führung 70 gegen Verdrehung gesichert, jedoch mit der Ventilstange 65 auf und ab bewegbar ist. Das Gehäuse 62 hat einen Heizöleinlass 71 und einen Heizölauslass 72. Das Ölversorgungssystem steht unter einem hohen Druck, z. B. von 21,2 kgcm\@. Der Druck dieses Systems sichert ein einwandfreies Schliessen des Ventils 60.
Die druckbetätigte Reguliervorrichtung 61 weist einen Zylinder 73, der über die Zweigleitung 47a mit der Dampfleitung 47 verbunden ist, einen Kol ben 74, der entgegen dem Dampfdruck durch eine stärke Druckfeder 75 nach unten gedrückt wird, sowie eine Kolbenstange 76 und einen Hebel 77, der schwenkbar an der Mutter 69 angelenkt ist, auf. Der Hebel 77 ist am einen Ende, bei 78, ausge spart, um mit einem am Gehäuse 60 fest angeord neten Anschlag 79 zusammenzuarbeiten. Am an deren Ende ist der Hebel 77 mit der Kolbenstange 76 verbunden. Der Hebel 77 durchdringt das Ge häuse 60 durch einen Schlitz 80, an dessen unterem Ende ein Stützarm 81 für den Hebel 77 vorgesehen ist.
Im Falle, dass die Heizölversorgung zu dem Zwi- schenüberhitzer 30 normal ist, nehmen die verschie denen Teile die Stellung ein, die in Fig. 2 aufge zeigt ist. Das Ventil 60 wird durch den Anschlag 79, der über den Hebel 77 und die Mutter 69 auf die Ventilstange 65 wirkt, offengehalten. Tritt eine Verringerung oder eine Unterbrechung des Dampf stromes zu den Röhren 31 des Zwischenüberhitzers 30 auf, so sinkt der Kolben 74, löst den Hebel 77 vom Anschlag 79 und legt ihn gegen den Stützarm 81.
Die Feder 75 schliesst über den Hebel 77 das Ventil 60 und wird hierbei durch den Öldruck, der auf dem Ventilkörper 64 lastet, sowie durch die Feder 68 unterstützt. Der Zwischenüberhitzer 30 ist somit dagegen geschützt, dass der oder die Bren ner 33 in Betrieb ist bzw. sind, während der Dampf strom durch die Rohre 31 des Zwischenüberhitzers 30 ungleichmässig oder unterbrochen ist. Würde der Betrieb des oder der Brenner 33 aufrechterhalten, so würde dies zur Beschädigung oder Zerstörung der Zwischenüberhitzerrohre 31 führen.
Die oben er wähnten Bedingungen treten während des Manövrie- rens und während der Rückwärtssfahrt auf. Das Ventil 60 kann nicht wieder geöffnet wer den, solange nicht der normale Dampfstrom zu dem Zwischenüberhitzer 30 wieder vorliegt. Es kann im übrigen nur von Hand aus wieder geöffnet werden. Wenn sich der normale Dampfstrom wieder einge stellt hat, wird der Kolben 74 nach oben gepresst. Der Widerstand der Feder 75 wird überwunden, so dass der Hebel 77 auf die Seitenflächen des An schlages 79 drückt.
Man dreht nun das Handrad 66 im Sinne der Schliessbewegung des Ventils 60, so dass die Mutter 69, die den Hebel 77 trägt, nach unten geführt wird. Die Hebelaussparung 78 schnappt schliesslich in den Formschluss mit dem Anschlag 79 ein. Man dreht nun das Handrad in der entgegen- gesetzten Richtung, so dass das Ventil 60 so weit geöffnet wird, wie es eben gewünscht wird.
Die Dampfleitungen, die den Mitteldruckdampf führen, nämlich die Leitungen 47 und 49, sind durch eine Zweigleitung 85 miteinander verbunden und mit Ventilen 86, 87, 88 ausgerüstet, so dass der Zwischenüberhitzer 30 von den Dampf- und Ver brennungssystemen der Anlage zur Prüfung, Instand haltung und Reparatur getrennt werden kann. Hier bei tritt nur vorübergehend ein Abfall des thermi schen Wirkungsgrades ein; jedoch hat dieses keiner lei Einfluss auf die technische Wirksamkeit der An lage.
Die Verbrennungsluft für die Brenner 13 des Kessels 10 und die Verbrennungsluft für den Bren ner oder die Brenner 33 des Zwischenüberhitzers 30 können durch getrennte Ventilatoren zugeführtwerden.
Wie Fig. 1 zeigt, wird der Luftleitung 14, die zu dem vorderen Heizraum 12 des Kessels 10 führt, die Luft unter Druck durch einen Luftventilator 90 zugeführt. Ein getrennter Luftventilator 91 ver sorgt den Heizraum 34 des Zwischenüberhitzers 30 mit durch Druck stehender Verbrennungsluft über eine Leitung 92. Im Falle, dass gewünscht wird, eine Vorwärmung der Verbrennungsluft, die dem Kessel<B>10</B> und dem Zwiscbenüberhitzer 30 zuge führt wird, vorzunehmen, fördern die Ventilatoren 90 und 91 die Luft über Vorwärmer 93 bzw. 94.
In dem Ausführungsbeispiel sind beide Luftvorwärmer 93, 94 als Rohrwärmeaustauscher ausgelegt. Das Heiz- medium ist in jedem Falle Dampf, der von einem geeigneten Punkt der Anlage abgezapft wurde. In dem Ausführungsbeispiel wird der Dampf von der Mitteldruckturbine 21 über die Dampfleitung 95 abgenommen.
In Abwandlung ist es auch möglich, einen ein zigen Ventilator sowohl für die Versorgung des Kessels 10 als auch des Zwischenüberhitzers 30 mit Luft vorzusehen. In diesem Falle ist eine Dros selklappe angebracht, um das Verhältnis der zwei Luftmengen einzuregulieren. Nach Fig. 3 versorgt der einzige Ventilator 100 eine Hauptleitung 101, die zu dem vorderen Heizraum 12 des Kessels 10 führt, und eine Leitung 102, die von der Leitung <B>101</B> abzweigt und zum Heizraum 34 des Zwischen- überhitzers 30 führt, mit Luft. Der Abgasstutzen 35 des Zwischenüberhitzers 30 mündet in eine Lei tung 103 ein, die zu der Leitung 101 führt.
Die Leitung<B>101</B> leitet das Luftgemisch, das aus der Luft, die direkt vom Ventilator 100 kommt, und aus heissen Abgasen von dem Zwischenüberhitzer 30 besteht, in den Heizraum 12. Eine Drosselklappe 104 in der Luftleitung 101 ist unmittelbar jenseits der Stelle angeordnet, an der die Leitung 102 von der Leitung 101 abzweigt. Die Drosselklappe 104 dient zur Regulierung der Luftmenge, die zum Zwi- schenüberhitzer 30 abgeleitet wird.
Wie beschrieben wurde, ist der Brenner des Zwi- schenüberhitzers derart ausgelegt, dass er eine be trächtliche Menge an Verbrennungsluft aufnehmen kann, so dass ein reichlicher Strom an gasförmigen Produkten durch den Zwischenüberhitzer stattfindet. Die Produkte sind nicht übermässig heiss. Somit wird vermieden, dass für den Schutz der Zwischenüber- hitzerrobre Wandungen, die mit Wasserrohren oder anderen Kühlmitteln belegt sind, vorgesehen wer den müssen.
Es ist indessen vorteilhaft, den Zwi- schenüberhitzer mit einem Mantel für die Vorwär- mung seiner eigenen Verbrennungsluft oder anderer Mengen an Verbrennungsluft, die zu dem Kessel oder zu anderen Teilen der Anlage geführt werden, zu umschliessen. In Fig. 3 ist der Zwischenüberhitzer 30 von einem mit Luft ausgefüllten Mantel 105 um geben, der die Leitung 102, die als ein Luftvorrats behälter dient, aufweist.
Von der Leitung 102 wird die Luft über den Ausl'assstutzen 106 dem Brenner des Zwischenüberhitzers zugeführt. Der Ventilator 100 fördert die Luft durch einen Luftvorwärmer 107, der ähnlich den Vorwärmem 93, 94 ausgelegt ist und über eine Anzapfdampfleitung 95 gespeist wird.
In den Ausführungsbeispielen gemäss den Fig. 1 und 3 wurden als Heizmittel, mit deren Hilfe die Verbrennungsluft für den Kessel und den Zwischen- überhitzer vorgewärmt wurde, die Vorwärmer 93, 94 und der Vorwärmer 107 verwendet. Wie in jedem Ausführungsbeispiel aufgezeigt ist, ist dort ebenfalls ein sogenannter Dampf-Temperaturregler vorgesehen, dem die Bezugszahl 108 zugeordnet ist.
Dies ist ein Rohrwärmeaustauscher, dessen erster Zweck darin besteht, die Temperatur des überhitzten Damp fes, der von dem Kessel 10 zu den Turbinen strömt, zu regulieren. Dieser Temperaturregler ist in die Verbrennungsluftleitung 14 bzw. 101, die von dem Luftvorwärmer 93 bzw. 107 zu dem vorderen Kessel heizraum 12 führt, eingeschaltet.
Der überhitzte Dampf stellt das Heizmedium des Temperaturreglers dar und wird durch eine Leitung 109 diesem zuge führt, welche die Röhren des Reglers 108 mit den zwei Teilen 11 und lla des überhitzers verbindtt und mit diesen in Serie geschaltet ist. Im Gehäuse des Temperaturreglers 108 sind zwei Kammern 110 und 111 untergebracht, wobei die Kammer 110 mit dem überhitzten Dampf geheizt wird. Die Kam mern sind mit mechanisch gekuppelten Drosselklap pen 110a und 111a ausgerüstet.
Bei der Betätigung dieser Drosselklappen kann der Luftstrom durch die beheizte Kammer 110 reguliert werden. Beim Manövrieren, wenn der Dampfverbrauch der Tur binen herabgesetzt ist, kann es vorteilhaft sein, den überhitzten Dampf direkt durch die beheizte Kam mer 10 zu leiten, um den Dampf abzukühlen. Anson sten steigt die Temperatur des Dampfes erheblich.
Unter normalen Bedingungen ist der Tempera turregler ein wirtschaftliches Mittel, um einen be trächtlichen Temperaturanstieg des überhitzten Dampfes, der von dem Kessel, kommt, zu verhindern.
In den beiden Ausführungsbeispielen, nach den Fig. 1 und 3, ist der Abgasstutzen 35 des Zwischen- überhitzers 30 mit der Leitung 14 bzw.<B>101</B> für die Verbrennungsluft zum vorderen Kesselh eizraum 12 verbunden, so dass die Abgase des Zwischenüber- hitzers sich mit der Verbrennungsluft mischen und beide Mengen in den erwähnten vorderen Heizraum eintreten und den Brenner als ein heisses Gasgemisch durchströmen.
Sofern es gewünscht wird, können in das Verbrennungsluftsystem geeignete Mittel ein gefügt werden, um beide Luftmengen zu mischen. In Fig. 4 ist in der Anlage ein Ventilator 112, ein Anzapfdampfluftvorwärmer 113, ein Temperatur regler 114, eine Hauptluftleitung 115, die zu dem Kessel 10 führt, eine Zweigleitung 116, die zu dem Zwischenüberhitzer 30 führt, eine Drosselklappe 117 und eine Abgasleitung 118 vom Zwischenüberhitzer vorgesehen. Die Anlage ist mit Elementen zur Un terstützung der Gemischbildung ausgerüstet.
Die Anlage weist eine zylindrische Mischkammer<B>119</B> auf, die eine Anzahl innerer koaxial verlaufender konvergenter Leitflächen 119a hat. Die Hauptlei tung 115 führt koaxial in die Kammer, wogegen die Abgasleitung 118, seitlich in -die Kammer 119 einmündet. Das heisse Gasgemisch strömt axial von der Kammer 119 über die Hauptleitung 115 zu dem vorderen Heizraum 12. Derartige Elemente zur Erzielung des Gemisches gewährleisten, dass das Gasluftgemisch, das den Brennern des Kessels zu geführt wird, ein gleichmässiges Gemisch darstellt.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist ein Hilfsventilator 91 vorgesehen, um die Verbrennungs luft unabhängig von der normalen Verbrennungs- luftversorgung des Kessels dem Zwischenüberhitzer zuzuführen. Anstatt eines Hilfsgebläses kann ein Zusatzgebläse vorgesehen werden. Das bedeutet, dass das gesamte Verbrennungsluftsystem durch einen einzigen Ventilator betrieben wird und dass ein Zu satzgebläse in eine Zweigleitung .eingefügt ist, um den Zwischenüberhitzer zu versorgen.
Ein Ausfüh rungsbeispiel einer solchen Anordnung ist in Fig. 5 dargestellt. Ein Hauptgebläse 90 liefert die Verbren nungsluft über die Luftvorwärmer 93, 108 zu der Hauptluftleitung 122, die zu dem vorderen Kessel- heizraum 12 führt. Eine Zweigleitung 123 von der Hauptleitung 122 führt die vorgewärmte Luft zu dem Einlassstutzen eines Zusatzgebläses 124, dessen Förderleitung in den Heizraum 34 des Zwischen- überhitzers 30 einmündet.
Die heissen Abgase des Zwischenüberhitzers 30 werden über eine Leitung 126 in die Hauptleitung geführt und werden dem Heizraum 12 vermischt mit der vorgewärmten, nor malen Verbrennungsluft zugeführt. Die Luftmenge, die zu dem Zwischenüberhitzer abgeleitet wird, kann durch die Drehzahlregulierung des Zusatzgebläses in bezug auf die Drehzahl des Hauptgebläses Besteu ert werden. Das Zusatzgebläse dient dazu, den Druck der Luft, die dem Zwischenüberhitzer zugeführt wird, auf eine ausgewählte Grösse zu bringen.
Fig. 6 stellt eine Abwandlung des Ausführungs beispiels nach Fig. 5 dar. Gemäss dieser Abwandlung wird die vorgewärmte Verbrennungsluft, die dem Zwischenüberhitzer zugeführt wird, in eine Erstluft- menge, der durch das Zusatzgebläse ein bestimmter Druck aufgegeben wird, und eine Zweitluftmenge, die unter niedrigerem Druck steht, geteilt.
Wie in der Fig. 6 dargestellt, ist die Versorgungsleitung<B>125</B> für den Zwischenüberhitzer durch eine Leitfläche<B>130</B> in die Zweigleitungen 131 und 132 geteilt. Die Zweigleitung 131 führt zum Einlassstutzen des Zu satzgebläses 124. Die Förderleitung dieses Gebläses ist mit einem zentralen Einlassstutzen 133 verbun den, dem somit Luft zugeführt wird, die unter dem erhöhten Druck des Zusatzgebläses steht.
Der Ein lassstutzen 133 liefert somit einen zentralen Erst luftstrom zu dem Brenner 33 des Zwischenüber- hitzers. Die andere Zweigleitung 132 mündet in einen äusseren Lufteinlassstutzen 134, welcher den zentralen Einlassstutzen 133 umgibt. Dieser grössere Einlassstutzen liefert Zweitluft unter viel geringerem Druck.
Die Anlage ist derart ausgelegt, dass die Erst luft für die Verbrennung im Brenner 33 ausreicht, während die Zweitluft in der Hauptsache als Kühl medium gebraucht wird, um eine übermässige Erhit zung der in Fig. 6 nicht darg'estell'ten Röhren des Zwischenüberhitzers zu verhindern.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele können in der Praxis in verschiedener Weise ausgelegt wer den; z. B. kann die Anlage einen oder mehrere Kessel aufweisen, zu deren Brenner die Abgase des Zwi- schenüberhitzers geführt werden. Es kann auch vor gesehen werden, dass die Abgase wahlweise zu einem oder zu mehreren Brennern geführt werden.
Die Anlage kann einen Hilfskessel aufweisen, mit dessen Brennern der Abgasstutzen des Zwischen- überhitzers verbunden ist.
Der Zwischenüberhitzer kann mit Abgasen von einem oder von mehreren Dieselmotoren oder an deren Verbrennungsmotoren als zusätzliches Medium für die Verbrennung gespeist werden. Ein Zwischen überhitzer, wie er im vorhergehenden beschrieben worden ist, kann verwendet werden, um mehr als einen Dampfstrom zwischen zwei Turbinen zu er hitzen. Im allgemeinen setzt sich der Turbinensatz aus einer Hochdruck-, einer Mitteldruck- und einer Niederdruckturbine zusammen.
Im Falle, d'ass die Anlage mit zwei oder mehreren Turbinensätzen aus gerüstet ist, kann jeder Turbinensatz seinen eigenen Zwischenüberhitzer haben, oder es kann ein Zwi- schenüberhitzer vorgesehen sein, der mit zwei oder mehreren getrennten Rohrsystemen ausgerüstet ist. Für jeden Dampfstrom zwischen zwei Turbinen ist ein Rohrsystem vorgesehen.
Der Brennstoff, der den Brennern des Zwischen- überhitzers zugeführt wird, kann flüssig oder gas förmig oder ein pulverisierter Stoff sein. Voraus setzung ist jedoch, dass die Strömung des Brenn stoffes durch automatische Regeleinrichtungen un terbrochen werden kann. Ferner können Mittel vorgesehen sein, automatisch oder von Hand aus betätigt, um das Verhältnis zwischen der Abgas menge des Zwischenüberhitzers und der normalen Verbrennungsluft zu regulieren.
Um zu vermeiden, dass die überhitzung der Zwi- schenüberhitzerröhren beträchtliche Ausmasse an nimmt, können Reguliermittel für die Steuerung des Heizöles und der Verbrennungsluft zu dem Zwischen- überhitzer in Übereinstimmung mit der Temperatur des Zwischenstufendampfes, der den Zwischenüber- hitzer verlässt oder in ihn einströmt, vorgesehen sein. Solche Mittel können automatisch und.''oder von Hand aus betätigbar sein.
Obwohl in den beschriebenen Ausführungsbei spielen eine Schiffsdampfkraftanlage beschrieben wurde, kann die Erfindung sich in gleicher Weise auf stationäre Dampfkraftanlagen beziehen.