CH357864A - Verfahren zur Herstellung von hohlen Gegenständen aus einer mit Kunstharz imprägnierten Glasfasermatte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hohlen Gegenständen aus einer mit Kunstharz imprägnierten GlasfasermatteInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von hohlen Gegenständen aus einer mit Kunstharz imprägnierten Glasfasermatte Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von hohlen Gegenständen aus einer mit Kunstharz imprägnierten Glasfasermatte, z. B. einer Lichtkuppel für Gebäudebeleuchtung. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine mit Kunstharz imprägnierte Glasfasermatte flach und luftdicht zwischen eine Unter- und eine Decklage aus dehnbarem und luftdichtem Material gelegt wird, worauf das Ganze luftdicht auf den Umfangsflansch einer Form geklemmt wird, dass darauf in der Form Vakuum hergestellt wird, derart, dass die Glasfasermatte mit der Unter- und Decklage gegen die innere Wand der Form gepresst wird, dass nach Ende der Behandlung das Vakuum aufgehoben, der Gegenstand herausgenommen wird und die Deck- und die Unterlage entfernt werden. Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemässe Verfahren beispielsweise erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht eines Bearbeitungstisches und Fig. 2 einen Schnitt durch die Form. Zur Herstellung einer kreisförmigen Lichtkuppel wird eine runde Unterlage 2 auf den Tisch 1 gelegt. Auf diese Unterlage 2 wird dann eine Matte 3 kleineren Durchmessers aus Glasfasern gelegt und Kunstharz, zweckmässig durchsichtiges Polyesterharz, auf diese Matte 3 aufgetragen, worauf eine Decklage 4 gleichen Durchmessers wie die Unterlage 2 über das Ganze gelegt wird. Mit Hilfe der Rolle 5, die radial und von der Mitte gegen den Rand hin bewegt wird, werden die Unter- und Decklagen 2, 4 sowie die Matte 3 glattgestrichen, wobei gleichzeitig der Harz überschuss herausgepresst wird. Dadurch wird die Bildung von Luftblasen vermieden. Die Ränder der Unter- und Decklage werden dabei durch das herausgedrückte Kunstharz aneinandergeklebt. Das Ganze wird nun auf den kreisrunden Flansch 6a einer Form 6 gelegt, die über einen Stutzen 7 mit einer Vakuumquelle verbindbar ist. Darüber wird ein Haltering 8 angeordnet und mittels schraubenartigen Klammern 9 fest an den Flansch 6a gepresst. Unter der Unterlage 2 wird dann Vakuum erzeugt, worauf die Unter- und Decklage mit der mit Harz imprägnierten Matte 3 dazwischen gegen die kuppelförmige Wand der Form 6 gepresst wird (strichpunktiert in Fig. 2). Unter Aufrechterhaltung des Vakuums wird die Form 6 mittels der Infrarotheizkörper 10 geheizt. Je nach den verwendeten Beschleunigern kann die Temperatur z. B. 80 bis 120"C betragen. Die Unterund die Decklage bestehen aus einem luftdichten, dehnbaren Material, zweckmässig aus Polyvinylchlorid oder aus regenerierter Cellulose. Je nach den verwendeten Materialien kann auch eine Kaltbehandlung vorgenommen werden. Am Ende der Verformung wird das Vakuum aufgehoben, die Kuppel herausgenommen und die Unter- und Decklage entfernt. Natürlich kann man Formen verwenden, die einen anderen Umriss, z. B. einen ovalen oder viereckigen Umriss aufweisen. Die dargestellte Vorrichtung ist nur geringen Drücken ausgesetzt, so dass sie aus ziemlich dünnem Material, z. B. Metallblechen oder Holzplatten hergestellt werden kann, die Drücke in der Grössenordnung einer Atmosphäre aushalten müssen. Das herausgedrückte Harz klebt die Ränder der Deck- und der Unterlage derart zusammen, dass keine Luft zwischen ihnen angesogen werden kann. Gemäss dem beschriebenen Verfahren hergestellte Gegenstände, insbesondere Lichtkuppeln aus Polyesterharz erweisen sich als durchsichtiger als nach bekannten Verfahren hergestellte ähnliche Gegenstände und weisen dazu eine glatte Oberfläche auf.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von hohlen Gegenständen aus einer mit Kunstharz imprägnierten Glasfasermatte, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit Kunstharz imprägnierte Glasfasermatte flach und luftdicht zwischen eine Unter- und eine Decklage aus dehnbarem und luftdichtem Material gelegt wird, worauf das Ganze luftdicht auf den Umfangsflansch einer Form geklemmt wird, dass darauf in der Form Vakuum hergestellt wird, derart, dass die Glasfasermatte mit der Unter- und der Decklage gegen die innere Wand der Forrn gepresst wird, dass nach Ende der Behandlung das Vakuum aufgehoben, der Gegenstand herausgenommen wird und die Deck- und die Unterlage entfernt werden.II. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellter Gegenstand.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Unter- und die Decklage grö ssere Abmessungen als die Glasfasermatte haben und dieselbe allseitig überlappen.2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, nachdem die Glasfasermatte zwischen Deck- und Unterlage angeordnet wurde, der Harzüberschuss und die Luftblasen mittels einer von der Mitte nach aussen bewegten Rolle entfernt werden, wobei die Ränder der Unter- und Decklage durch das herausgedrückte Kunstharz aneinandergeklebt werden.3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung unter Anwendung von Wärme erfolgt.4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasfasermatte mit durchsichtigem Polyesterharz imprägniert wird, und dass die Behandlung bei einer Temperatur von mindestens 80 und höchstens 1200 C vorgenommen wird.5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Unter- und die Decklage aus Polyvinylchlorid bestehen.6. Gegenstand nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Lichtkuppel für Gebäudebeleuchtung ist.
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Cited By (7)
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|---|---|---|---|---|
| DE2831679A1 (de) * | 1977-10-26 | 1979-05-23 | Herbert Schreiber | Lichthaertbares prepreg |
| DE3027655A1 (de) * | 1980-03-17 | 1981-09-24 | Herbert 7140 Ludwigsburg Schreiber | Verfahren zur herstellung faserverstaerkter kunststoffgegenstaende |
| EP0036391A3 (en) * | 1980-03-17 | 1981-10-14 | Herbert Schreiber | Process for preparing fibre-reinforced plastic articles, prepreg to be used in the process and the article so prepared |
| DE3206905A1 (de) * | 1982-02-26 | 1983-10-27 | Weigel, Angela | Verfahren zur herstellung von verstaerkten bauteilen mittels vakuum und traegerflaechen |
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| EP0358510A3 (de) * | 1988-09-09 | 1991-07-31 | British Aerospace Public Limited Company | Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von Verbundwerkstoffen |
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- 1958-02-13 CH CH357864D patent/CH357864A/de unknown
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Also Published As
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