CH357866A - Verfahren zur Herstellung geformter Gebilde aus thermoplastischen Schaum-Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung geformter Gebilde aus thermoplastischen Schaum-Kunststoffen

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CH357866A
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CH
Switzerland
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mold
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thermoplastic foam
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foam plastics
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English (en)
Inventor
Max Dr Rinderspacher
Stilli Max
Original Assignee
Lonza Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C44/00Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
    • B29C44/02Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles for articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C44/10Applying counter-pressure during expanding

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  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung geformter Gebilde aus thermoplastischen Schaum-Kunststoffen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden aus Schaumstoffen aus thermoplastischen Kunstharzen.



   Es ist bekannt, geformte Gebilde aus Schaumstoffen, insbesondere aus thermoplastischen Kunststoffen, durch Aufschäumen in einer Form herzustellen. So wird z. B. in eine gasdicht verschliessbare Metallform eine Paste eingefüllt, welche ein gasabspaltendes Treibmittel oder ein Gas, wie Stickstoff oder Kohlensäure, unter hohem Druck gelöst enthält.



  Durch Erhitzen der Form auf etwa   160-180  C       gelatiniert die Paste, und d es wird ein Formkörper    erhalten, welcher, wenn er erkaltet und aus der Metallform genommen ist, sich schon wesentlich ausdehnt. Seine volle poröse Struktur wird aber erst erreicht durch nochmaliges Erwärmen ausserhalb der Form. Auf diese Weise werden thermoplastische Schaum-Kunststoffe vom Raumgewicht 0,05 bis 0,15 kg/dm3 erhalten.



   Eine solche Arbeitsweise hat den Nachteil kostspieliger Druckformen, und wegen der Natur des zu verarbeitenden Stoffes ist ferner für die Fertigexpansion eine zweite Form notwendig, ansonst sich praktisch nie die genau gleichen Formgegenstände bilden.



   Es wurde nun ein neues Verfahren gefunden, gemäss welchem es möglich ist, fertig expandierte Schaumstoffe zu verformen, gegebenenfalls unter Bildung einer verdichteten Oberfläche, ohne dass die Zellenstruktur dadurch Nachteile erleidet.



   Für das erfindungsgemässe Verfahren können Schaumstoffe aus thermoplastischen Kunstharzen mit offenen oder vorzugsweise mit geschlossenen Zellen, wie sie z. B. unter der eingetragenen Marke  AIREX  im Handel zu finden sind, gebraucht werden. Bevorzugt werden die harten, keine Weichmacher enthaltenden Produkte aus Polyvinylchlorid, obwohl unter besonderen Umständen auch weichmacherhaltige Schaumstoffe Anwendung finden können.



   Das Verfahren der Erfindung besteht darin, dass ein Schaumstoff-Rohling, der zweckmässig in der Grösse dem herzustellenden Formstück ungefähr entspricht, in einer die gewünschte Gestalt aufweisende, vorzugsweise vorgewärmte Form, z. B. aus dünnem Eisenblech, unter Zusammenpressen eingeschlossen, erwärmt, abgekühlt wird, worauf das geformte Produkt aus der Form herausgenommen wird.



   Das Verfahren soll zur besseren Verständlichkeit in der Ausführungsform beschrieben werden, in welcher ein Schaummaterial mit geschlossenen Zellen aus weichmacherfreiem Polyvinylchlorid Verwendung findet.



   Das Volumen des zu verarbeitenden Rohlings soll etwa 110% des Volumens des Formlings betragen, so dass sich an dessen Oberfläche eine glatte Haut bildet, welche das Formstück zusätzlich vor Beschädigung schützt.   Zweckrnässig    wird eine mehrteilige, vorzugsweise zweiteilige Blechform auf   80-180  C    vorgewärmt, so dass sich der Rohling ohne grosse Mühe einfüllen und die Form verschliessen lässt. In einem Heizschrank wird nun die Form während   l/4-2    Stunden auf   80-150  C    gehalten. Durch die Wärmebehandlung wird das Zellmaterial erweicht, so dass es sich der Form gut anschmiegen kann und den Raum der Form überall gut ausfüllt.

   Es ist bei einer solchen Behandlung erstaunlich, dass eine Zerstörung der Zellstruktur durch Platzen der Zellen oder Zerfliessen nicht eintritt, und dass die Form des Rohlings nicht genau derjenigen des fertigen Gebildes zu entsprechen braucht.



   Das Volumenverhältnis des Rohlings aus dem zu verarbeitenden Material zum Fertigprodukt und auch die Arbeitsbedingungen, wie z. B. Arbeitstemperatur  und Behandlungszeit, sind natürlich den jeweilig zu verarbeitenden Materialien anzupassen.



   Beispiel I
Um eine Kugel von 120 mm (Volumen 900   cm3)    herzustellen, wird ein    AIREX -Hartpolyvinylchlorid-    Schaumwürfel von 100 mm Kantenlänge mit einem Raumgewicht von 0,09 kg/dm3 in eine zweiteilige, auf   150"C    vorgewärmte Blechform eingelegt und durch Schliessen der Form in die gewünschte Gestalt gepresst. Nach   l/2stündigem    Verweilen in einem Heizschrank bei   1200    C wird die Form in kaltes Wasser getaucht und nach dem Abkühlen geöffnet. Es wird eine schöne runde Kugel erhalten mit glatter Haut und einem Raumgewicht von 0,10.



   Beispiel 2
Ein Netzschwimmer von ellipsoider Gestalt mit einer Bohrung in der Längsachse wird aus einem Sechseckprisma hergestellt, dessen obere und untere Ecken wenig abgeschrägt werden. Es wird ebenfalls     AIREX  -Hartpolyvinylchlorid-Schaum    vom Raumgewicht 0,09 verwendet. Die zweiteilige Blechform mit Dorn in der Mitte wird im Heizschrank auf   160"C    aufgeheizt, der Rohling über den Dorn gesteckt und die Form wie im Beispiel 1 geschlossen.



  Die gefüllte Form wird während   l/4    Stunde bei   1300    C   gehalten, in kaltes Wasser gesteckt und d nach dem    Abkühlen geöffnet. Der Sechseckformling hat genau die Gestalt der Blechform angenommen, besitzt eine glatte Oberfläche und an den Enden der Bohrung eine besonders starke Haut, was im Hinblick auf die starke mechanische Beanspruchung an diesen Stellen wichtig ist. Das Raumgewicht beträgt 0,12.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von geformten Gebilden aus Schaumstoffen aus thermoplastischen Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Rohling aus thermoplastischem Schaumstoff in eine Form legt, diese unter Zusammenpressen des Rohlings schliesst, das Ganze erwärmt, abkühlt und dann das geformte Produkt aus der Form nimmt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vorgewärmt wird.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gefüllte Form während l/4-2 Stunden auf einer Temperatur von 80-150 C erhitzt wird.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Form auf 120-180 C vorwärmt.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass weichmacherfreie Hartpolyvinylchlorid-Schaumstoffe mit geschlossenen Zellen verarbeitet werden.
CH357866D 1958-02-01 1958-02-01 Verfahren zur Herstellung geformter Gebilde aus thermoplastischen Schaum-Kunststoffen CH357866A (de)

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