CH358015A - Garn und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents
Garn und Verfahren zur Herstellung desselbenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
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Description
Garn und Verfahren zur Herstellung desselben Die Erfindung betrifft ein Garn mit einem textilen Grundstreifen, der in seiner Längsrichtung übernäht ist.
Bei bekannten Garnen dieser Art dreht es sich um sogenannte Chenille. Diese setzt sich aus anein ander gereihten Polfäden zusammen, die durch eine Naht miteinander verbunden sind. Ein solches Che- nillegarn ist nur wenig voluminös und lässt sich somit nur für bestimmte Zwecke weiterverarbeiten. Aus- serdem ist dieses Chenillegarn infolge seiner umständ lichen Herstellung ziemlich teuer.
Diesen Nachteilen zu begegnen, ist der Zweck der Erfindung, die darin liegt, dass der Grundstreifen ein Faserband ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen dieses Garnes, dass sich dadurch kenn zeichnet, dass ein Faservlies in Grundstreifen unter teilt wird und die Längsnähte durch eine Vielnadel- nähmaschine erzeugt werden.
Zur Herstellung dieses Garnes kann in einem Falle so verfahren werden, dass ein Faservlies auf seinem Wege zu einer Vielnadelmaschine mittels einer Trennvorrichtung in Einzelstreifen aufgeteilt wird und diese einzeln in ihrer Längsrichtung übernäht werden.
Eine weitere Herstellungsmöglichkeit besteht dar in, dass ein Faservlies in seiner Gesamtheit einer Vielnadelmaschine zugeführt und nach dem über nähen zwischen den Nähten in Einzelstreifen aufge teilt wird.
In beiden Fällen ist es möglich, das Faservlies unmittelbar von einer vliesbildenden Maschine abzu nehmen, so dass sich die kontinuierliche Herstellung einer Mehrzahl von Garnen ergibt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in beispiels weiser Ausführung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 die gleichzeitige Herstellung mehrerer Ein zelgarne durch Trennen eines Faservlieses in Einzel streifen vor deren übernähen ; Fig. 2 die gleichzeitige Herstellung mehrerer Ein zelgarne durch Trennen eines Faservlieses in Einzel streifen nach dem übernähen des Faservlieses ; Fig. 3 das Trennwerkzeug der Fig. 2 für sich allein von vorn gesehen ;
Fig. 4 bis 6, drei verschiedene Garnausführungen, und Fig. 7 und 8, zwei verschiedene Faservliesaus- führungen.
Wie aus den Fig. 4 bis 6 hervorgeht, besteht das dargestellte Garn aus einem Faservliesstreifen 1, der eine Längsnaht 2 besitzt. Sind Faservliesstreifen 1 und Naht 2 geradlinig, so liegt die letztere dann zweckmässigerweise in der Längsachse des Faser- vliesstreifens 1, wie die Fig. 4 zeigt.
Zum Unter schied hiervon kann die geradlinige Naht 2 aber auch im ständigen Wechsel links und rechts der Längsachse des in diesem Falle wellenförmig ge- krümmten Faservliesstreifens 1 'liegen.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführung ist hierbei die Naht 2 im ständigen Wechsel den beiden Längskanten des Faservliesstreifens 1 angenähert. Bei der Ausführung nach Fig. 6 befindet sich die Naht 2 im ständigen Wechsel sogar frei seitlich neben den Längskanten des Faservliesstreifens 1. Anstelle des Faservlies- streifens 1 könnte natürlich auch umgekehrt die Naht 2 wellenförmig gekrümmt sein.
In allen Fällen kann dabei der Faservliesstreifen 1 vor seinem über nähen gerundet sein.
Wie die Fig. 1 erkennen lässt, wird zur Herstel lung des beschriebenen Garnes so verfahren, dass ein Faservlies 3 unmittelbar von einer vliesbildenden Maschine 4 abgenommen und einer Vielnadelma- schirre 5 zugeführt wird.
Die vliesbildende Maschine besteht beispielsweise aus einer geläufigen Krempel, Karde oder Schlagmaschine. Zwischen der vliesbil- denden Maschine 4 und der Vielnadelmaschine 5 ist eine Trennvorrichtung 6 vorgesehen, die beispiels weise aus einem üblichen Florteiler besteht. Mittels dieser Trennvorrichtung 6 wird das Vlies in die ein zelnen Faservliesstreifen 1 aufgeteilt, die dann mit tels der Vielnadelnähmaschine 5 auch einzeln über näht werden.
Sollen die einzelnen Faservliesstreifen 1 gerundet werden, so befindet sich zwischen derTrenn- vorrichtung 6 und der Vielnadelnähmaschine 5 eine geeignete Vorrichtung 7, beispielsweise in Form eines üblichen Nitschelwerkes.
Zur Herstellung von Garnen im Sinne der Fig. 4 sind die einzelnen Faservliesstreifen 1 führenden Mit tel 8 feststehend angeordnet. Zur Herstellung von Garnen nach Fig. 5 und 6 werden sie parallel zur Nadelreihe der Vielnadelnähmaschine in Hin- und Herbewegungen versetzt. Möglich ist es allerdings, die Führungsmittel 8 auch in diesem Falle feststehend anzuordnen und dafür den Nahtbildemitteln der Viel nadelnähmaschine eine entsprechende Versatzbewe gung zu erteilen.
Nach dem Übernahen werden die einzelnen fertigen Garne zu ihrer Weiterverarbeitung auf Spulen 9 oder dergleichen aufgewickelt. Diese Spulen stellen damit gleichzeitig den Abzug dar. Für den Abzug kann jedoch auch eine andere geläufige Abzugsvorrichtung vorgesehen sein.
Das in Fig. 2 gezeigte Verfahren unterscheidet sich von dem vorher Beschriebenen dadurch, dass die Trennung des Vlieses 3 in die einzelnen Faservlies- streifen 1 erst nach dem Übernahen des Faservlieses geschieht. Auch hier kommt das Vlies 3 von einer vliesbildenden Maschine, also von einer Krempel, Karde oder Schlagmaschine 4. Auf seinem Wege zur Vielnadelnähmaschine 5 durchläuft es ein Walzen paar 10.
Nach dem Übernahen wird das Vlies 3 um die Führungswalze 11 herum der Trennvorrich tung 12 zugeführt, die beispielsweise aus einer Mes- serscheibenwalze besteht. Mittels der Spulen 9 ge langen schliesslich die einzelnen Garne wieder zur Aufwicklung.
Beim Herstellen eines Garnes nach den Fig. 5 und 6 führt entweder das Walzenpaar 10 oder die Reihe der Nahtbildewerkzeuge eine Hin- und Herbewegung quer zur Längsrichtung des Vlieses 3 aus.
Zur Erzielung besonderer Effekte ist es möglich, ein Faservlies 3 zu verarbeiten, das in seiner Längs richtung im ständigen Wechsel unterschiedlich stark ist, wie die Fig. 7 zeigt. Zum gleichen Zwecke könnten gemäss der Fig. 8 in das Faservlies 3 Schussfäden 13 eingebettet sein. Schliesslich ist es möglich, das Fa- servlies aus zwei oder mehr übereinanderhegenden Schichten zusammenzusetzen. Die einzelnen Schich ten können dann unterschiedlicher Farbe oder unter schiedlichen Fasermaterials sein.
Die Führung der Naht 2 im Sinne der Fig. 5 und 6 empfiehlt sich, wenn das Faservlies 3 von einer Krempel oder Karde kommt. Die Fasern sind näm- lieh in diesem Falle parallelisiert. Durch die Naht anordnung ist dann eine Erfassung der Fasern über die gesamte Breite der Faservliesstreifen 1 gewähr leistet.
Eine ähnliche Wirkung wird erzielt, wenn die einzelnen Faservliesstreifen 1 vor ihrer übernähung im Sinne der Fig. 1 genitschelt werden. Ist die das Faservlies 3 anliefernde Maschine 4 eine Schlag maschine, so kann auf das Runden sowie die Naht verlegung nach Fig. 5, 6 gegebenenfalls verzichtet werden. Dies deshalb, weil das Faservlies 3 dann aus einer Wirrlage von Fasern besteht.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Garn, mit einem textilen Grundstreifen, der in seiner Längsrichtung übernäht ist, dadurch gekenn zeichnet, dass der Grundstreifen ein Faserband (1) ist. 1I. Verfahren zur Herstellung eines Garnes nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faservlies (3) in Grundstreifen (1) unterteilt wird und die Längsnähte (2) durch eine Vielnadelnähmaschine (5) erzeugt werden. UNTERANSPRÜCHE 1.Garn nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das Faserband (1) vor seiner Über nähung gerundet war. 2. Garn nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (2) im ständigen Wechsel bald links und bald rechts der Mittellinie des Faserbandes (1) liegt. 3. Garn nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (2) sich abwechselnd einer der beiden Längskanten des Faserbandes (1) nähert. 4. Garn nach Patentanspruch I und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Naht (2) abwechselnd links und rechts frei seitlich neben den Längskanten des Faserbandes (1) liegt.5. Garn nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Dicke des Faserbandes (1) in des sen Längsrichtung periodisch um einen Mittelwert schwankt. 6. Garn nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass das Faserband (1) aus mindestens zwei übereinanderliegenden Schichten zusammengesetzt ist. 7. Garn nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die verschiedenen Schichten von un terschiedlicher Farbe sind. B. Garn nach Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die verschiedenen Schichten aus un terschiedlichen Fasern bestehen.9. Garn nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass in den Faserbändern (1) Schussfäden (13) eingebettet sind. 10. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faservlies (3) auf seinem Wege zu einer Vielnadelnähmaschine (5) mittels einer Trennvorrichtung (6) in Faserbänder (1) aufgeteilt wird und diese Faservliesstreifen einzeln in ihrer Längsrichtung übernäht werden.11. Verfahren nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelstreifen (1) vor ihrer übernähung gerundet werden. 12. Verfahren nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem Einzelstreifen (1) und den Nahtbildemitteln der Vielnadelnähmaschine (5) quer zur Längsrichtung der Einzelstreifen (1) eine Rela tivbewegung zueinander erteilt wird. 13.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faservlies (3) ungeteilt einer Vielnadelnähmaschine (5) zugeführt und nach dem Übernähen zwischen den Nähten (2) in Einzelstreifen (1) unterteilt wird. 14. Verfahren nach dem Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass dem Faservlies (3) und den Nahtbildemitteln der Vielnadelnähmaschine (5) quer zur Längsrichtung des Faservlieses eine Relativ bewegung zueinander erteilt wird. 15.Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Faservlies (3) unmittelbar von einer vliesbildenden Maschine (4) der Vielnadel- nähmaschine (5) zugeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE358015X | 1958-01-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH358015A true CH358015A (de) | 1961-10-31 |
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ID=6290727
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH358015D CH358015A (de) | 1958-01-31 | 1958-02-04 | Garn und Verfahren zur Herstellung desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH358015A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0620185A1 (de) * | 1993-04-16 | 1994-10-19 | Albany International Corp. | Wärmedämmende Einheit und Verfahren zur Herstellung |
-
1958
- 1958-02-04 CH CH358015D patent/CH358015A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0620185A1 (de) * | 1993-04-16 | 1994-10-19 | Albany International Corp. | Wärmedämmende Einheit und Verfahren zur Herstellung |
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