CH358239A - Verfahren zur Reinigung von Anodengasen aus Elektrolyseöfen - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von Anodengasen aus ElektrolyseöfenInfo
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Description
Verfahren zur Reinigung von Anodengasen aus Elektrolyseöfen Bei elektrolytischer Herstellung von Aluminium in elektrischen Schmelzöfen mit Söderberganoden sind die Reaktionsgase von Teerdämpfen verunrei nigt, die sich während der Verkokung des Peches, der als Bindemittel für die Elektrodenmasseerzeugung verwendet wird, entwickeln. Die Gase enthalten etwa 30g Teerdämpfe pro Nm3 Anodengas, wesentlich in Form von Anthrazenöl.
In den neueren Typen von Söderbergöfen wird der Strom der Anode mit Hilfe von vertikalen Kon taktbolzen, die auch die Aufhängung der Anode be sorgen, zugeführt. Bei diesen Öfen ist es möglich, die Reaktionsgase in unverbranntem und unverdünntem Zustand mit Hilfe eines Gassammelringes, der die Anode an der Badoberfläche umgibt, aufzusammeln. Dies ist in dem norwegischen Patent Nr. 72 332 be schrieben.
Die sich während der Elektrolyse entwickelnden Gase bestehen aus etwa 55-65 % CO und 30 bis 40 fl/o <B>CO,</B> und geringeren Mengen Hz, H20 usw. und ihr kalorischer Wert beträgt etwa 2000 kcallNm3. Die Teerdämpfe in den Gasen kondensieren sich je doch leicht in den Gasleitungen, welche die Gase aus den Öfen ableiten.
Mitgerissener Staub wird sich an dem zähen Teerbelag in den Leitungen absetzen, wo durch diese leicht verstopft werden. Aus diesem Grunde hat man bisher vorgezogen, die Gase in einer Brennkammer, die gerade neben der Anode ange bracht ist, zu verbrennen. Der Luftüberschuss wird so reguliert, dass die Teerdämpfe zusammen mit den CO-Gasen verbrennen. Nach der Verbrennung wer den die Gase an die Staubreinigungsanlage oder an die Fluorrückgewinnungsanlage geleitet.
Bei der Verbrennung steigt das Gasvolumen bis über das zehnfache und das wertvolle CO-Gas geht verloren. Die Aluminiumwerke sind daher schon lange daran interessiert gewesen, eine Methode zur Ausnützung dieses Gases zu erstellen, aber auf Grund der obengenannten Teerkondensation und Verstop fung der Gasleitungen hat man kein brauchbares Ver fahren gefunden.
Gemäss der Erfindung werden die Anodengase in einer Reinigungsanlage in unverbranntem Zustand gereinigt, und sie werden wenigstens in den Zuleitun gen zu der Reinigungsanlage auf einer Temperatur von mindestens 200 gehalten. Vorteilhaft werden die Zuleitungen zur Reinigungsanlage wärmeisoliert. Es hat sich erwiesen, dass sich in dieser Weise etwa 90 % der Teerdämpfe bei der Reinigung abscheiden lassen.
Etwas Staub wird sich selbstredend an der Wandung des Gasrohres niederschlagen, aber dieser Staub klebt nicht und ist leicht zu entfernen, da er nur etwa 20 % extrahierbaren Teer enthält, gegen 50-60 0/0 bei bekannten Anordnungen.
Die Reinigungsanlage kann eine Waschanlage sein, in der eine Nassreinigung stattfindet. Anstatt der Nassreinigung kann man auch das Gas durch einen gut wärmeisolierten Zyklon passieren lassen. Der Teergehalt des Gases wird dann eine Zusammen ballung der Staubpartikel bewirken, und man erzielt gleichzeitig mit der Teerdampfreinigung des Gases eine effektive Staubentfernung. Die Voraussetzung zur Verhinderung eines Festklebens des Staubes an der Wandung und einer Verstopfung des Gasablaufes im Zyklon ist, dass die Temperatur des Gases am Austritt des Zyklons mindestens 200 beträgt.
Während man früher stets verbranntes und ver dünntes Anodengas in komplizierten Reinigungs anlagen zur Ausfällung und Absorption von Resten von Teerdämpfen, Staub, Fluorverbindungen usw. behandelte, arbeitet man jetzt gemäss der Erfindung mit konzentriertem und unverbranntem Gase.
Dies bewirkt, dass man selbst in sehr einfachen Waschanlagen eine weitgehende Ausfällung von Teer und Fluor erzielt. Dies ist teils der grossen Kon zentration dieser Bestandteile zuzuschreiben und teils dem Umstand, dass der kondensierte Teer zur effek tiven Ausflockung von Staub und Rauchpartikeln im Gase, wie oben beschrieben, beiträgt.
Beim Reinigen von unverbranntem Gas kann man auch die Grösse der Reinigungsanlage bedeutend re duzieren, da das Volumen von unverbranntem Gas nur 5-10 % des Volumens von verbranntem Gas ausmacht. Dies repräsentiert eine bedeutende Erspar nis sowohl von Anlage- als Betriebskosten für die Reinigungsanlage.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Reinigen von Anodengasen aus Elektrolyseöfen, die mit Söderberganoden und einem Gassammelkanal um den unteren Teil der Anode aus gerüstet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die An odengase wenigstens in den Zuleitungen zu einer Reinigungsanlage, in der sie in unverbranntem Zu stand gereinigt werden, auf einer Temperatur von mindestens 200 gehalten werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Zuleitungen zur Reinigungs anlage wärmeisoliert werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Trockenreinigung ein wärme isolierter Zyklon angewendet wird, so dass die Gas temperatur beim Austritt aus dem Zyklon mindestens 200 beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH358239A true CH358239A (de) | 1961-11-15 |
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| CH358239D CH358239A (de) | 1957-03-30 | 1958-03-07 | Verfahren zur Reinigung von Anodengasen aus Elektrolyseöfen |
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