CH358282A - Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf für Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf Leichtmetall zylinderköpfe für Brennkraftmaschinen, insbesondere von luftgekühlten Dieselmotoren und hierbei auf die Abdichtung zwischen Zylinderkopf und Zylinder. Es hat sich herausgestellt, dass eine stirnseitige Ruf lagerfläche zwischen Zylinder und Zylinderkopf ohne Zwischenlage einer nichtmetallischen Dichtung die besten Betriebseigenschaften besitzt, weil sie eine wärmeleitende Verbindung zwischen den beiden Tei len herstellt.
Die Dauerhaftigkeit der Dichtwirkung einer solchen metallischen Berührungsfläche lässt jedoch zu wünschen übrig, weil die Dichtfläche unter der Einwirkung der heissen Verbrennungsgase mit der Zeit unbrauchbar wird. Man hat deshalb der Dichtung einen Ringspalt vorgeschaltet, der mit dem Zylinderraum in Verbindung steht. Dieser Spalt, in der Fachwelt Verkokungsstrecke genannt, füllt sich mit Ablagerungen und Verbrennungsrückständen und schützt so die stirnseitige Dichtfläche vor der Ein wirkung der heissen Verbrennungsgase. Es lässt sich auf diese Weise eine befriedigende Dauerhaltbarkeit der Abdichtung zwischen Zylinderkopf und Zylinder erreichen. Es treten aber neue Mängel auf.
Einer dieser Mängel besteht darin, dass der Verkokungs- strecke bildende, über einen Führungsansatz des Zy linders greifende Kragen des Zylinderkopfes leicht reisst. Diese Erscheinung kann folgendermassen erklärt werden. Bei einem Zylinderkopf mit Leichtmetall kragen, der im kalten Zustand am Führungsansatz des Zylinders anliegt, tritt im Betrieb - hervor gerufen durch die relativ grössere Wärmeausdehnung des Leichtmetallkragens - ein zylindrischer Spalt auf, in dem sich schon nach kurzer Betriebszeit Ölkohle ablagert. Wird der Motor wieder stillgesetzt, so erkaltet der Zylinderkopf und der Leichtmetall kragen zieht sich zusammen.
Da der Führungsansatz des Zylinders durch den ölkohlebelag inzwischen grösser geworden ist, entsteht eine Schrumpfspannung im Kragen, die nach einer gewissen Anzahl solcher Temperatur- und Beanspruchungsspiele zu den er wähnten Rissen führt. Ein zweiter Nachteil besteht darin, dass Zylinderkopf und Zylinder an der Stelle der ölkohleablagerung fest zusammenbacken, so dass sie nur unter Gewaltanwendung auseinandergebaut und dabei leicht beschädigt werden können. Es ist die Aufgabe der Erfindung, diese Nachteile zu ver meiden.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung an einem Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf für luftgekühlte Brennkraftmaschinen, bei denen ein Kragen des Zylinderkopfes über einen zylindrischen Führungsansatz eines aus Schwermetall gefertigten Zylinders greift, wobei die stirnseitige Dichtfläche zwischen Zylinder und Zylinderkopf in Bezug auf das Zylinderinnere ausserhalb des Führungsansatzes liegt, dadurch gelöst, dass die den Führungsansatz be rührende Zylindermantelfläche des Kragens durch einen in den Zylinderkopf eingelassenen Schwer metallring gebildet wird.
Durch die erfindungsgemässe Einfügung eines Schwermetallringes, der praktisch das gleiche Deh nungsverhalten wie der Zylinder aufweist, wird erreicht, dass beim Betrieb kein oder nur ein sehr kleiner Spalt und demzufolge nach Abkühlung eine kleinere Schrumpfspannung im Kragen und ein ver mindertes Festbacken von Zylinderkopf und Zylinder eintritt. Ausserdem ist der Schwermetallring etwaigen Schrumpfspannungen infolge seiner höheren Zug festigkeit besser gewachsen als der Leichtmetall kragen.
Versuche haben bewiesen, dass der Zylinder kopf mit eingegossenem Ring praktisch unbegrenzt lange hält und dass er sich selbst nach längerer Be- triebszeit mittels eines leichten Hammerschlages ohne Mühe vom Zylinder trennen lässt.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass der Schwerrnetallring so in den Zylinderkopf eingelassen ist, dass er einen Teil des selben mit einer Ringzone seiner inneren Fläche um fasst. Diese Ausbildung hat den Zweck, zu verhin dern, dass sich nun der vorerwähnte schädliche Vorgang zwischen Ring und Leichtmetallzylinderkopf abspielt. Dadurch, dass Ring und Leichtmetall an der Berüh rungsstelle durch die Wärmedehnung fest aneinander gepresst werden, kann sich hier keine Ölkohle bilden. Die entstehende Druckspannung im Zylinderkopf ist ungefährlich, während die Zugspannung im Ring von diesem leicht ertragen wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch die Dichtungspartie des erfindungsgemässen Zylinderkopfes im fertig bearbeiteten und eingebauten Zustand, Fig. 2 zeigt den Zylinderkopf in unbearbeitetem Zustand.
In der Zeichnung ist der Zylinderkopf mit 1, der Schwermetallring mit 2 und die stirnseitige Dicht fläche mit 3 bezeichnet. Der Ring 2 zusammen mit dem Ringteil 14 bilden einen Kragen des Zylinder kopfes, der über den zylindrischen Führungsansatz 13 des aus Schwermetall gefertigten Zylinders greift, wobei die stirnseitige Dichtfläche 3 ausserhalb des Führungsansatzes 13 liegt. Die den Ansatz 13 be rührende Zylinderfläche 10 wird somit durch den Ring 2 gebildet.
Um zu verhindern, dass bei zu starkem Anziehen der Zuganker, die den Zylinderkopf auf den Zylinder pressen, der Schwermetallring 2 an seiner Auflageflä che im Leichtmetall Deformationen hervorruft, wird die den Dichtungsdruck auf den Leichtmetallzylin derkopf 1 übertragene Fläche 6 bzw. deren Projek tion grösser als die Dichtfläche 3 ausgeführt, um die Flächenpressung auf einen für Leichtmetall ungefähr lichen Wert zu verringern. Der eingegossene Ring kann aus Gusseisen hergestellt werden. Er wird vor dem Eingiessen auf etwa 400 erwärmt.
Das der Dicht fläche 3 abgewandte Teil des Ringes 2 ist mit Ab rundungen 7 oder mit Kreisquerschnitt ausgeführt, damit Kerbwirkungen an der Eingussstelle vermieden werden. Eine Lockerung des Ringes im Leichtmetall zylinderkopf wird dadurch wirksam verhindert, dass der Ring eine seitliche Eindrehung 4 aufweist, die durch das Leichtmetall des Zylinderkopfes aus- gefüllt ist. Zur Verhütung einer Beschädigung der Dichtfläche 3 beim Aufsetzen des Zylinderkopfes auf eine Unterlage wird neben der Dichtfläche ein gegen über derselben erhöhter Schutzrand 8 angeordnet.
Durch Hinterstechen der Ecke 5 zwischen Schutz rand und Dichtfläche wird jede Kantenpressung im Leichtmetall vermieden. Der aus Schwermetall, vor zugsweise Gusseisen bestehende Zylinder 9 bildet mit dem Ring 2 bei 10 eine Verkokungsstrecke. Eine Ringzone 11 der inneren Fläche des Ringes 2 umfasst den Vorsprung 12 des Zylinderkopfes.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf für luft gekühlte Brennkraftmaschinen, bei denen ein Kra gen des Zylinderkopfes über einen zylindrischen Füh- rungsansatz des aus Schwermetall gefertigten Zylin ders greift, wobei die stirnseitige Dichtfläche zwischen Zylinder und Zylinderkopf in bezug auf das Zylinder- innere ausserhalb des Führungsansatzes liegt, dadurch gekennzeichnet, dass die den Führungsansatz (13) berührende Zylindermantelfläche des Kragens (2,14)durch einen in den Zylinderkopf (1) eingelassenen Schwermetallring (2) gebildet wird. UNTERANSPRüCHE 1. Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwermetallring (2) so in den Zylinderkopf (1) ein gelassen ist, dass er einen Teil (12) desselben mit einer Ringzone (11) seiner inneren Fläche umfasst. 2. Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schwermetallring (2) eine seitliche Eindrehung (4) aufweist, die durch das Leichtmetall des Zylinderkopfes gefüllt ist. 3.Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass der der Dichtfläche (3) abgewandte Teil des Schwermetallringes (2) abgerun dete Kanten aufweist. 4. Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, da durch gekennzeichnet, dass der der Dichtfläche (3) abgewandte Teil des Schwermetallringes einen Kreisquerschnitt aufweist.5. Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass neben der Dichtfläche (3) ein ihr gegenüber erhöhter Schutzrand (8) angeord net ist, der die Dichtfläche beim Auflegen des Zylin derkopfes (1) auf eine Unterlage vor Beschädigungen schützt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE358282X | 1957-02-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH358282A true CH358282A (de) | 1961-11-15 |
Family
ID=6290788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH358282D CH358282A (de) | 1957-02-28 | 1957-12-06 | Zylinder mit Leichtmetallzylinderkopf für Brennkraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH358282A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0054104A1 (de) * | 1980-12-12 | 1982-06-23 | Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft | Element zur gasdichten, unlösbaren Verbindung zweier Metallteile |
-
1957
- 1957-12-06 CH CH358282D patent/CH358282A/de unknown
Cited By (1)
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| EP0054104A1 (de) * | 1980-12-12 | 1982-06-23 | Klöckner-Humboldt-Deutz Aktiengesellschaft | Element zur gasdichten, unlösbaren Verbindung zweier Metallteile |
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