CH358290A - Mittels eines Druckmittelarbeitszylinders zu betätigende Umschaltvorrichtung, insbesondere für Wendeschaltgetriebe - Google Patents
Mittels eines Druckmittelarbeitszylinders zu betätigende Umschaltvorrichtung, insbesondere für WendeschaltgetriebeInfo
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Description
Mittels eines Druckmittelarbeitszylinders zu betätigende Umschaltvorrichtung, insbesondere für Wendeschaltgetriebe Es sind mittels eines Druckmittelarbeitszylinders zu betätigende Umschaltvorrichtungen, insbesondere für Wendeschaltgetriebe bekannt, die eine mit dem Schaltgestänge in Verbindung stehende Kupplungs einrichtung aufweisen. An solche Umschaltvorrich tungen wird die Anforderung gestellt, dass sie, z. B. zum Zweck der Getriebeüberprüfung, von Hand in die Ausschaltstellung gebracht werden können.
In dieser Stellung muss die Kupplungseinrichtung derart verriegelbar sein, dass eine irrtümliche Einschaltung des Druckmittels auf sie und damit auf das Wende getriebe wirkungslos bleibt. Ferner soll das Wieder einschalten der Umschaltvorrichtung nur von Hand möglich sein. Soll die Kupplung bei in Ausrückstellung befindlichem Handhebel von Hand wieder eingerückt werden, so muss dafür gesorgt sein, dass das Einrücken der Kupplung nur stattfinden kann, wenn der druck mittelbeaufschlagte Kolben die richtige Stellung ein nimmt.
Diese Forderungen sind mit den bekannten Hilfs einrichtungen an druckmittelbetätigten Umschaltvor richtungen nur zum Teil erfüllbar. Überdies haben die bekannten Vorrichtungen eine verwickelte Bauart.
Die vorliegende Erfindung behebt diese Nachteile dadurch, dass die eine, drehbar auf einer Schaltwelle gelagerte Hälfte einer Klauenkupplung mittels eines mit ihr verbundenen Hebels durch den Kolben des Arbeitszylinders im Bereich eines vorbestimmten Umschaltwinkels drehbar ist, wogegen die andere Kupplungshälfte auf der Schaltwelle axial verschieb bar gelagert ist und unter dem Einfluss von Federn steht, welche die Tendenz haben, sie in Eingriff mit der erstgenannten Kupplungshälfte zu halten, und dass ein Handschalthebel um eine an der Schaltwelle sitzende Querachse schwenkbar gelagert ist und derart mit der axial verschiebbaren Kupplungshälfte in Eingriff steht, dass diese durch Schwenken dieses Hebels ein- und ausrückbar ist, welcher mit einem Arm versehen ist,
der mit einem Sperrglied derart zusammenarbeitet, dass er bei ausgerückter Kupplung blockierbar ist und der derart geführt ist, dass ein Wiedereinrücken der Kupplung nur in derjenigen Drehlage beider Kupplungshälften relativ zueinander möglich ist, die diese beim Ausrücken einnahmen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht der Umschaltvorrichtung. Fig.3 zeigt einen Längsmittelschnitt durch die Kupplungshälften.
Die dargestellte Umschaltvorrichtung für ein Wendeschaltgetriebe weist einen Schaltzylinder 1 auf, der mit Luftanschlüssen 2 und 3 versehen ist, die zu einem nicht dargestellten pneumatischen Wendeschal ter führen. Durch die Anschlüsse 2 und 3 wird bei Schaltungen vom Wendeschalter je die eine oder andere Kolbenseite des im Schaltzylinder verschiebbaren Schaltkolbens beaufschlagt. Eine an sich bekannte,
oberhalb des Schaltzylinders 1 angebrachte pneuma tische Rückmeldevorrichtung 4 dient sowohl zur An zeige der Stellung des Schaltkolbens aus auch zur Steuerung von Sperreinrichtungen für den Schalt kolben und für den Fahrschalter durch Belüftung einer mit einem Fahrventil in Verbindung stehenden Lei tung B. Die Luftzufuhrleitung 7 wird von einem nicht dargestellten Luftbehälter gespeist. An der Rückmelde vorrichtung 4 sind ferner zwei elektrische Schalter 5 und 6 vorgesehen, die eine Überwachung der Steuerung des Schaltkolbens über Kontrollampen ermöglichen.
Der untere Mantelteil des Schaltzylinders 1 weist eine Öffnung auf, durch die ein durch den Schalt kolben schwenkbarer Schalthebel 9 hindurchgeführt, dessen unterer Endteil als Nabe 10 ausgebildet ist, die drehbar auf einer Schaltwelle 11 gelagert ist, deren Achse die Schwenkachse des Hebels 9 bildet. Diese Nabe 10 weist Klauen auf und bildet die eine Hälfte einer Klauenkupplung. Die Klauen der anderen Kupplungshälfte sitzen an einer mit einer Innenver zahnung nach Art einer Keilverzahnung versehenen Schiebemuffe 12, die auf dem mit Gegenzähnen der Keilverzahnung ausgestatteten, im Durchmesser hinten flanschartig vergrösserten Kopfstück l la der drehbaren Schaltwelle 11 axial verschiebbar gelagert ist.
An der Schiebemuffe 12 greifen in gleicher peripherer Ver teilung axiale Druckfedern 13 an, die andernends am Flansch des Kopfstückes lla abgestützt sind und die Tendenz haben, die Klauen der Schiebemuffe 12 in Eingriff mit der Nabe 10 zu halten.
In einem Lagerauge 14 des Kopfstückes lla ist mittels eines Bolzens 15 ein Handhebel 16 schwenk bar gelagert, dessen unteres Ende gabelförmig ge staltet ist, wobei die Gabel die Schiebemuffe 12 umfasst. Die geschlitzten Enden 16a der Gabelschenkel des Handhebels 16 umgreifen je einen radialen Zapfen 12a der Schiebemuffe 12, so dass eine Schwenkbewegung des Handhebels 16 um den Bolzen 15 eine axiale Verschiebung der Schiebemuffe 12 in der einen oder andern Richtung bewirkt.
Am Handhebel 16 sitzt ein Arm 17, der, wie weiter unten erläutert wird, in ein am Zylindergehäuse 1 befestigtes Sperrglied 18 einrastbar ist.
Oberhalb des Sperrgliedes 18 sitzt am Handhebel 16 eine Steuerleiste 19, die ein Kurvenstück 20 zur Betätigung der Kontrollschalter 5 und 6 trägt.
Bei Beaufschlagung einer Kolbenseite des im Zylin dergehäuse 1 verschiebbaren Schaltkolbens wird die Kolbenbewegung auf den Schalthebel 9 im Sinne einer Schwenkbewegung desselben übertragen, wobei die Kupplungshälfte 10 über die mit ihr in Eingriff befindliche Schiebemuffe 12 die Schaltwelle 11 in einem Ausmass dreht, das notwendig ist, um eine Umschaltung des Wendegetriebes durchzuführen.
Dabei wird durch den Flansch des Kopfstückes 11a auch der Handhebel 16 mitgenommen, der mittels der Steuerleiste 19 und des Kurvenstückes 20 einen der Kontrollschalter 5 bzw. 6 für die optische Anzeige über die vollzogene Umschaltung betätigt. Hierbei nimmt der Handhebel 16 die in Fig. 2 in ausgezogenen Linien dargestellte äussere Schwenklage ein, in welcher die Klauenkupplung eingerückt ist.
Soll die Kupplung von Hand ausgerückt werden, so wird der Handhebel 16, bezogen auf Fig.2, in Gegenuhrzeigerrichtung um den Lagerbolzen 15 so weit geschwenkt, bis er die in Fig.2 in gestrichelten Linien dargestellte Schwenklage 16' einnimmt, in der sich der freie Endteil seines Armes 17 vor der Quernut 18b des Sperrgliedes 18 befindet. Dabei schiebt die Gabel 16a über die Zapfen 12a die Schiebemuffe 12 aus den Klauen der Kupplungshälfte 10 heraus, wodurch die Nabe 10 samt dem Schalthebel 9 von der Schaltwelle 11 abgeschaltet wird. Jetzt kann das Getriebe von Hand mittels des Handhebels 16 umge- schaltet werden, ohne dass der Kolben im Zylinder 1 mitbewegt wird.
Zum Zwecke der Getriebeüberprüfung muss die Kupplung in ausgerücktem Zustand verriegelbar sein. Da die auf den Handhebel 16 einwirkenden Federn 13 die Tendenz haben, die Schiebemuffe 12 selbsttätig wieder in Eingriff mit der Nabe 10 zu bringen, wird zur Verhinderung der Kupplungseinrückung der Handhebel 16, bezogen auf Fig. 1, im Uhrzeigersinn in seine Mittellage zurückgeschwenkt, wobei das obere Ende seines Armes 17 durch die Quernut 18b läuft und unter dem Einfluss der Federn 13 selbst tätig in eine mittlere Verbreiterung 18a dieser Nut einrastet.
Hierbei nimmt der Handhebel 16 die in Fig.2 in gestrichelten Linien dargestellte Lage 16" ein, in welcher die Kupplungshälfte 12 noch ausser Eingriff mit der Kupplungshälfte 10 steht und gegen Einrücken gesichert ist.
Die Länge des Sperrgliedes 18 ist so bemessen, dass der Arm 17 nur in den beiden Endstellungen der Schaltwelle 11 vollständig aus der Nut 18b heraus gelangt. Ferner ist die Breite des Sperrgliedes 18 und dessen Lage derart vorgesehen, dass der Arm 17 nur bei eingerückter Kupplung genügend Spiel gegen über dem Längsrand des Sperrgliedes hat, um Schwenk bewegungen um die Achse der Welle 11 zu ermöglichen. Infolgedessen ist ein Ausschalten der Kupplung nur in den beiden Endstellungen der Schaltwelle 11 mög lich.
Ferner ist der Drehwinkel der Schaltwelle 11 vom Zahnteilungswinkel der Klauenkupplung ver schieden, so dass es nicht möglich ist, nach Ausrücken der Kupplung in der einen Endlage der Welle 11 und anschliessender Überführung der letzteren mittels des Druckluftzylinders 1 in die andere Endlage, die Kupplung wieder einzurücken, ohne vorher den Hand hebel 16 ebenfalls auf die andere Seite zu bringen oder die Welle wieder in die Ausgangslage zurück zudrehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mittels eines Druckmittelarbeitszylinders zu be- tätigende Umschaltvorrichtung, insbesondere für Wen deschaltgetriebe, dadurch gekennzeichnet, dass die eine, drehbar auf einer Schaltwelle (11) gelagerte Hälfte (10) einer Klauenkupplung mittels eines mit ihr verbundenen Hebels (9) durch den Kolben des Arbeitszylinders (1) im Bereich eines vorbestimmten Umschaltwinkels drehbar ist, wogegen die andere Kupplungshälfte (12) auf der Schaltwelle axial ver schiebbar gelagert ist und unter dem Einfluss von Federn (13) steht, welche die Tendenz haben, sie in Eingriff mit der erstgenannten Kupplungshälfte (10) zu halten, und dass ein Handschalthebel (16) um eine an der Schaltwelle (11) sitzende Querachse (15)schwenkbar gelagert ist und derart mit der axial ver schiebbaren Kupplungshälfte (12) in Eingriff steht, dass diese durch Schwenken dieses Hebels (16) ein- und ausrückbar ist, welcher mit einem Arm (17) versehen ist, der mit einem Sperrglied (18) derart zu sammenarbeitet, dass er bei ausgerückter Kupplung blockierbar ist und der derart geführt ist, dass ein Wiedereinrücken der Kupplung nur in derjenigen Drehlage beider Kupplungshälften (10, 12) relativ zueinander möglich ist, die diese beim Ausrücken einnahmen. UNTERANSPRUCHE 1.Umschaltvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass .das Sperrglied (18) und der Arm (17) so bemessen sind, dass die Handaus kupplung nur in den beiden Enddrehlagen der Schalt welle (11) möglich ist, und dass das Sperrglied (18) eine Einrastvertiefung (18a) aufweist, mit welcher der Arm (17) in der Blockierlage des Handhebels (16) in Eingriff steht. 2. Umschaltvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Drehwinkel der Schaltwelle (11) vom Zahnteilungswinkel der Klauen kupplung verschieden ist. 3.Umschaltvorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie zur Fernanzeige der Handhebelstellung dienende Stromschlussstücke (5, 6) aufweist, mit denen der Handhebel (16) in seinen beiden Schwenkendlagen zusammenarbeitet.
Applications Claiming Priority (1)
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Country Status (1)
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1957
- 1957-11-19 CH CH358290D patent/CH358290A/de unknown
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