CH358330A - Steuerung für hydraulische Pressen mit mehreren Druckzylindern - Google Patents

Steuerung für hydraulische Pressen mit mehreren Druckzylindern

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CH358330A
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CH
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pressure
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English (en)
Inventor
Johann Dipl Ing Niederreither
Original Assignee
Mengele & Soehne Masch Karl
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/16Control arrangements for fluid-driven presses
    • B30B15/24Control arrangements for fluid-driven presses controlling the movement of a plurality of actuating members to maintain parallel movement of the platen or press beam

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Presses (AREA)

Description


  Steuerung     für    hydraulische Pressen mit mehreren     Druckzylindern       Bei den bekannten hydraulischen Pressen mit  mehreren Druckzylindern ist es nicht möglich, den  balkenartigen Stössel, im folgenden kurz Balken ge  nannt, genau parallel zum Tisch zu halten, wenn er  ganz oder teilweise einseitig belastet wird. Derartige  einseitige Belastungen treten auf, wenn     an.        einem     Horn gearbeitet oder das Werkzeug einseitig auf  gespannt wird, oder wenn mehrere Werkzeuge über  die Tischlänge verteilt sind und sie nacheinander  zum Eingriff kommen.

   Durch die Schräglage des  Balkens werden     Abkant-    oder ähnliche Arbeiten un  genau, während sich     Stanzarbeiten    mit Feinblechen  von 1 Millimeter und weniger kaum noch oder gar  nicht mehr ausführen lassen.  



  Eingehende Versuche und Untersuchungen haben  gezeigt, dass verschiedene Ursachen, wie beispiels  weise Ungenauigkeiten in der Steuerung,     Undicht-          heiten    in den Ventilen, und andere Unstimmigkeiten  bei den Portalpressen und bei Pressen der     C-Bauart,     insbesondere die     Auffederung    und/oder     Längung    des       Pressengestells,    eine Schräglage des Balkens hervor  rufen.  



  Die     Längung    -und/oder     Auffederung    des Pressen  gestelles kann Beträge eines Bruchteiles bis zu einem  Millimeter und darüber erreichen, und die an den       Ständerköpfen    oder anderen Stellen des Pressen  gestells befestigten Gehäuse der     Parallelsteuerventile     machen die dadurch bewirkte Bewegung mit. Sie wer  den mitgenommen, und dadurch ändert sich die Lage  des betreffenden Steuergestänges und damit der Kol  benschieber zu den Gehäusen bzw. ihre Spalte für den       Öldurchfluss.     



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine  Steuerung für hydraulische Pressen mit mehreren  Druckzylindern und selbsttätiger Parallelführung des  beweglichen Balkens durch Steuerventile, die durch  eine     Parallelsteuervorrichtung    abhängig vom Parallel-         führungsfehler    verstellbar sind, bei welcher die er  wähnten Nachteile vermieden sein sollen. Diese  Steuerung zeichnet sich dadurch aus, dass zum Aus  gleich der durch     Längung    und/oder     Auffedern    des  Ständers entstehenden Abweichungen ein oder meh  rere Glieder der Steuervorrichtung abhängig vom  hydraulischen Arbeitsdruck oder vom     Auffederungs-          weg    selbsttätig verstellbar sind.  



  In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand  in     bezug    auf die verstellbaren Glieder anhand zweier  Ausführungsbeispiele und einer Detailvariante hier  von dargestellt. Es zeigen:       Fig.l    eine Vorderansicht einer hydraulischen  Presse, mit dem ersten Beispiel,       Fig.    2 eine Seitenansicht zu     Fig.    1,       Fig.3a    ein veränderliches Glied des Steuerge  stänges mit verlängernder Charakteristik,       Fig.    3b ein veränderliches Glied mit verkürzender  Charakteristik,       Fig.    3c     ein    veränderliches Glied mit verlängern  der und verkürzender Charakteristik, als Variante,

         Fig.    4 ein     Parallelsteuerventil    im     Axialschnitt,          Fig.5    eine hydraulische Presse     in    schemati  scher Darstellung mit Schaltplan, mit dem zweiten  Beispiel.  



  Nach     Fig.    1 und 2 sind     Parallelsteuerventile    1  und 2 an den Köpfen der     Pressenständer    befestigt,  an denen auch Druckzylinder 3 und 4 angeordnet  sind. An Kolbenstangen 5 und 6 der Parallelsteuer  ventile 1 und 2 sind die veränderlichen Glieder 7, 8  angebracht und an diesen einstellbare     Verstellorgane     9 und 10, die Zahnstangen 11 und 12 tragen und  zum Einstellen der Länge der Steuergestänge dienen.

    Das Steuergestänge wird aus den veränderlichen       Gliedern    7, 8, den einstellbaren     Verstellorganen    9,  10, den Zahnstangen<B>11,</B> 12, den     Ritzeln    15, 16, der       Ritzelwelle    19 sowie den Verbindungselementen 5, 6      zwischen den veränderlichen Gliedern 7, 8 und dem  Kolbenschieber der     Parallelsteuerventile    1, 2 ge  bildet.  



  Die beiden Zahnstangen 11 und 12 greifen in       Ritzel    15 und 16 ein, die auf einer den beiden  Steuergestängen gemeinsamen Steuerwelle 19 be  festigt sind. Die Lager 17 und 18 für die Steuerwelle  19 sind auf dem     Pressenbalken    20 angebracht.  Gegenrollen 13 und 14 halten die Zahnstangen 11, 12  in den     Ritzeln    15 und 16. Von den Parallelsteuer  ventilen 1 und 2 führen Leitungen 90 und 91 zu       Druckräumen    92 und 93 der     Pressenzylinder    3 und 4.

    An diesen Leitungen sind     federnde    Stahlrohre 127  und 128 angeschlossen, die den Öldruck, der in den  Druckräumen der     Pressenzylinder    3 und 4 und den       Parallelsteuerventilen    1, 2 herrscht, auf die ver  änderlichen Glieder 7 und 8 übertragen.  



  In den     Fig.    3a, 3b und 3c sind druckabhängige  Glieder dargestellt, die den Gliedern 7, 8 der     Fig.    1  entsprechen. Insbesondere zeigt     Fig.    3a ein veränder  liches Glied 7 bzw. 8 für die Verlängerung des       Steuergestänges,        Fig.    3b ein veränderliches Glied 7"  bzw. 8" für eine     Verkürzung    des Steuerungsgestän  ges und     Fig.3c    ein veränderliches Glied 7"' bzw.  8"', das sowohl für eine Verlängerung als auch  für eine Verkürzung des Steuergestänges geeignet ist.

    In der     Fig.    3a bildet ein Oberteil 30 und ein Unter  teil 31 an den einander zugekehrten Enden eine     kleine     hydraulische Presse, die aus einem Zylinder 33 im       Oberteil    30 und einem mit dem Unterteil 31 verbun  denen Kolben 34 besteht. Der Kolben 34 ist mit  tels eines     Gewindebolzens    35 im Unterteil 31 be  festigt.

   Der Oberteil 30 steht, wie die     Fig.    3a zeigt,  über das Gestänge 5 und 6 jeweils mit dem     Parallel-          steuerventil    1 und 2 in Verbindung und über die     Ge-          stängeteile    7', 8' mit den die Zahnstangen 11, 12  tragenden Teilen 9 und 10     (Fig.    1) des Steuergestän  ges in Verbindung. Der Oberteil 30 trägt eine Hub  begrenzungsmutter 36 mit einem Ringansatz 37, auf  dem ein Bund 38 des Kolbens nach Vollendung seines  Hubes     aufläuft.    Sowohl die     Hubbegrenzungsmutter     36 als auch ihre Gegenmutter 39 sind durch Nasen  scheiben 40 gesichert.

   Die     Hubbegrenzungsmutter    36  trägt auf ihrer Aussenseite ein Gewinde für eine       Vorspannmutter    41. Diese     Vorspannmutter    dient  dazu, die     Federn    zu spannen, um den Kolben 34  mit einem dem hydraulischen Druck entgegenwirken  den     Druck    zu belasten. Zu diesem Zweck sind zwi  schen einem Bund 42 des Kolbens und einem Ring  43 zwei Tellerfedern 44 angeordnet. Die Vorspann  mutter 41 und ihre Gegenmutter 45 sind durch Na  senscheiben 46 gesichert.  



  Der     Oberteil    30 weist, wie die     Fig.    3a zeigt, eine       Gewindebohrung    47 auf, in deren Verschraubung das  federnde Stahlrohr 127 oder 128 eingesetzt ist,  dessen anderes Ende mit dem Druckraum 92 oder 93  der     Pressenzylinder    3, 4 in Verbindung steht. Beim  Ausführungsbeispiel nach     Fig.    1 mündet das Ende  des in die Gewindebohrung 47 eingreifenden Stahl  rohres 127 oder 128 in die Leitung 90, oder 91 aus.    Durch den Öldruck wird der mit Rillen versehene  Kolben 34 entgegen dem Druck der Federn 44 ver  schoben, bis sein Bund 38 am Ringansatz 37 an  schlägt.

   Um diesen Hub verlängert sich entspre  chend das veränderliche Glied 7, 8, dessen Länge sich  aus der Länge des Oberteiles 30 und der Länge des  Unterteiles 31 zusammensetzt. Die Kolbenfläche und  die Federn sind so gewählt, dass sich bei vollem       Pressdruck    ein Hub ergibt, der der     Auffederung    des  Ständers und/oder der ganzen oder teilweisen über  deckung der Steuerventile 1, 2 entspricht. Ein An  schluss 59 dient zum Ableiten des aus dem Zy  linder 33 entweichenden     Lecköls.     



  In     Fig.    3b ist ein veränderliches Glied 7" bzw.  8" zum Verkürzen des Steuergestänges gezeigt. Das  Drucköl wird wiederum durch den Anschluss 47 so  wie die Kolbenbohrung 49 zugeführt. Das veränder  liche Glied ist ebenfalls durch einen Oberteil 30  und einen Unterteil 31 gebildet. Der Oberteil 30 steht  wiederum über die     Gestängeteile    5, 6 des Steuer  gestänges mit den     Parallelsteuerventilen    1, 2 in Ver  bindung. Während der Unterteil 31 über die     Ge-          stängeteile    7', 8' mit den Teilen 9 und 10 des Steuer  gestänges in Verbindung steht. Auf dem Gewinde  bolzen 35 des Oberteils 30 ist der Kolben 48 aufge  bracht.

   Das über den Anschluss 47 zugeführte Druck  medium drückt über die     Bohrung    49 und die Kanäle  50 in den Druckraum 51 ein, wodurch sich ein Kol  ben 48 in Richtung des Unterteiles 31 bewegt und  einen Spalt 52, der sich zwischen dem Ober- und  Unterteil befindet, verkleinert. Um den Betrag ver  kleinert sich auch die Länge des veränderlichen  Gliedes 30, 31. Als Gegenkraft wirken auf den  Verkürzungskolben 48 zwei Tellerfedern 53, die durch  ein Endstück 54 des Unterteiles auf den Kolben  gepresst werden. Die     Vorspannung    der Tellerfedern  53 wird durch einen Distanzring 55 im Druckraum  51 aufgenommen. Die     Vorspannung    selbst ist durch  ein Endstück 54 einstellbar. Dieses ist durch eine  Gegenmutter 56 und Nasenscheiben 57 gesichert.

   Die  Hubbegrenzung für die Verkürzung     ermöglicht    der  Oberteil 30, der nach Vollendung des durch den  Spalt 52 bestimmten Hubes auf eine Fläche 58 des  Unterteiles 31 aufläuft. Die Hubgrösse, das heisst der  Spalt 52, wird mittels des Distanzringes 55 einge  stellt,.  



  Die     Fig.    3c     zeigt    ein veränderliches Glied 7"' bzw.  8"', das sowohl zur Verlängerung des Steuergestän  ges als auch zur Verkürzung desselben verwendbar  ist. Der Oberteil 30 steht     wiederum    über die     Ge-          stängeteile    5 und 6 mit dem     Parallelsteuerventil    1  oder 2 und der Unterteil 31 über die Gestänge 7', 8'  mit den Teilen 9, 10 in Verbindung. Der Unterteil  31 besitzt eine Bohrung 61 und der Oberteil 30 eine  Bohrung 47, die beide der Zuführung des Druck  mediums dienen. Eine Öffnung 59 dient zum Ab  führen des aus den Druckräumen 33 und 51 ent  weichenden     Lecköls.     



  Wird das veränderliche Glied gemäss     Fig.    3c zur  Verlängerung des Steuergestänges benutzt, so wird      die Bohrung 47 mit den Druckräumen 92, 93 der       Pressenzylinder    3, 4 in Verbindung gebracht, so dass  sich der Druck der     Druckräume    unmittelbar im  Druckraum 33 des veränderlichen Gliedes einstellt.  Soll das veränderliche Glied zur Verkürzung     benutzt     werden, so stehen die Druckräume der     Pressenzylin-          der    über die Leitungen 127 oder 128 mit der Boh  rung 61 in Verbindung. Wird das veränderliche Glied  ausschliesslich zur Verkürzung des Steuergestänges  benutzt, so ist der Anschluss 47 blind zu schliessen.

    Im übrigen sind diejenigen Teile der in     Fig.    3c ge  zeigten Variante, die mit denjenigen bei den Aus  führungsformen der     Fig.    3a und 3b übereinstimmen,  mit denselben Bezugszeichen wie in den     Fig.    3a und  3b versehen.  



  Die     Fig.    4 zeigt ein     Parallelsteuerventil    1, 2 für  Pressen oder dergleichen. In den Gehäusen 1', 2' sind  Schieber 82, 84 untergebracht, die über     Ringkanäle     die einzelnen Druckleitungen miteinander verbinden.  Mit 70, 71 ist die die     Parallelsteuerventile    mit der  in der Zeichnung nicht dargestellten     Öldruckpumpe     verbindende     Zufuhrleitung    bezeichnet. 118, 119 ist  die     Rücklaufleitung    des Drucköls zwischen den  Steuerventilen und der Pumpe.

   In den Gehäusen der       Parallelsteuerventile    1 und 2 münden weiter Druck  leitungen 90, 91 aus, die das     Parallelsteuerventil    mit  den Druckräumen 92 und 93 der     Pressenzylinder    3  und 4 verbinden.     Leitungen    102 und 103 verbinden  untere Druckräume 100 und<B>101</B> mit den Parallel  steuerventilen     (Fig.    5).  



  Die einzelnen Leitungen sind mittels der Kolben  82, 84     verbindbar,    die manuell durch einen Hebel  74 betätigt werden können. Der Hebel 74 ist ent  gegen der Kraft von Federn 75, 76 schwenkbar aus  gebildet.  



  Die     Fig.    5 zeigt eine Presse in schematischer Dar  stellung, bei der die     Parallelsteuerventile    1 und 2  mit den     Pressenzylindern    3 und 4 durch Tragplatten  64 und 65 verbunden sind. Die Ständer, an denen  die     Pressenzylinder    3 und 4 und die     ParalleIsteuer-          ventile    1, 2 sowie ein Tisch 99 befestigt sind, sind  weggelassen. Eine Pumpe 68, die in einem Ölbehäl  ter 69 angeordnet ist, versorgt über Rohrleitungen 70  und 71 die beiden     Parallelsteuerventile    1 und 2 mit  Drucköl.

   Die Rohrleitung 70 ist mit einem Mano  meter 72 versehen, ausserdem liegt parallel zur Rohr  leitung 71 ein Überdruckventil 73, durch das das  überschüssige Öl zum Ölbehälter zurück gelangt.  



  Die Presse ist in der Darstellung nach     Fig.    5 auf       Abwärtsgang    geschaltet, das heisst, der Schalthebel  74 ist nach unten gedrückt. Infolgedessen ist eine  an seinem anderen Ende befindliche obere Feder 75  gedrückt, eine untere Feder 76 gedehnt.

   Durch die  Feder 75 bzw. den Schalthebel 74 wird das rechte  Steuergestänge und damit die Zahnstange 12 nach  oben gedrückt, dabei sind die Zahnstange 12 und  das     Ritzel    16 ebenso wie das     Ritzel    15 und die dazu  gehörige Zahnstange 11 in die Zeichenebene um 90   gedreht. über die     Ritzel    16 und 15 und die ver  bindende     Ritzelwelle    19 wird auch die Zahnstange    11 und das linke Steuergestänge nach oben gedrückt,  bis ein linker Kolbenschieber 82 des Parallelsteuer  ventils 1 an einem oberen Deckel 83 und ein rechter  Kolbenschieber 84 an einem oberen Deckel 85 des       Parallelsteuerventils    2 anliegt.

   In dieser Schieber  stellung geben zwei Kolben 86 und 87 Spalte in Ring  räumen 88 und 89 frei, so dass das Drucköl, das aus  den Leitungen 70 und 71 in die     Parallelsteuerventile     1 und 2     fliesst,    über die Ringräume 88 und 89  und Leitungen 90 und 91 in die     Druckräume    92 und  93 der     Pressenzylinder    3 und 4 strömt.  



  Kolben 94 und 95 und deren Kolbenstangen 96,  97 bewegen sich nach unten und drücken den     Pres-          senbalken    20 in Richtung auf den Tisch 99. Dadurch  wird das in den     Druckräumen    100 und 101 befind  liche Öl über die Leitungen 102 und 103 in Ring  räume 104 und 105 der     Parallelsteuerventile    1 und 2  gedrückt. Kolben 106 und 107 haben einen Spalt  dieser Ringräume geöffnet, so dass das Öl in untere  Räume<B>108</B> und 109 und von diesen durch Öffnungen  110 und<B>111</B> in Bohrungen 112 und 113 und aus  diesen durch Öffnungen 114, 115 in Ringräume 116  und 117 gelangen kann. Von da     fliesst    das Öl durch  Leitungen 118 und 119 in den Ölbehälter 69.  



  Es ist die Lage der Presse in dem Augenblick  dargestellt, in dem das rechte Ende des     Pressbalkens     20 auf die einseitige Zwischenlage 25 trifft. Dies  hat eine     Auffederung    des rechten     Ständers    zur Folge,  durch die der     Pressenzylinder    4 aus der Stellung I  in die Stellung     II    angehoben wird. Auch das mit dem       Pressenzylinder    4 fest verbundene Parallelsteuer  ventil 2 macht diese Bewegung aus Stellung I in  Stellung     1I    mit, wobei es um den Betrag h angehoben  wird.  



  Während des ganzen     Abwärtsganges    wird der  Schalthebel 74 durch den     Bedienungsmann    nach  unten gedrückt und zugleich     wird    das Steuer  gestänge des rechten     Parallelsteuerventils    2 um den  Betrag h angehoben, um den auch die Zahnstange  12 nach oben wandert und das     Ritzel    16 um den       im    Teilkreis der Zähne gemessenen gleichen Betrag  aus der durch Pfeile gekennzeichneten Stellung I  in die Stellung     II    gedreht wird.

   Dabei dreht das  auf die Welle 19     aufgekeilte        Ritzel    die Welle und  das mit ihr verbundene     Ritzel    15 um denselben Win  kel aus der Stellung I in die Stellung     1I.     



  Da aber die linke Zahnstange 11 nicht nach  oben gehen kann, weil der Kolbenschieber 82 am  oberen Deckel 83 anliegt, bleibt das Parallelsteuer  ventil so lange geöffnet, bis das     Ritzel    15 um den  Betrag h auf der Zahnstange 11 nach unten ab  gerollt ist. Dadurch gerät die Achse der     Ritzelwelle     19 aus der waagrechten Lage I in die Schräglage     1I.     Durch die weitere     Ölzufuhr    in den Druckraum 92  gerät der     Pressbalken    20 und die mit ihm ver  bundene     Ritzelwelle    19 aus der waagrechten Lage I  in die Schräglage     II.     



  Erst wenn der     Pressbalken    20 die Stellung     1I    er  reicht hat, beginnt der Kolben 86 den Spalt zum  Ringraum 88 zu schliessen und unterbricht den Zu-           strom    des Öls zum Druckraum 92 des linken Pressen  zylinders 3. Die auf die Entfernung zwischen den  Steuerventilen     bzw.    Kitzeln bezogene Schräglage h  wird also genau so gross wie die     Auffederung    des  belasteten Ständers. Die Abweichungen an den En  den des     Pressbalkens    ist h mal     Pressbalkenlänge    divi  diert durch die     Entfernung    der Kitzel und in der Pra  xis zwei- oder mehrmals grösser als h.

   Die vorste  hend erläuterte Wirkungsweise der     Parallelsteuervor-          richtung    gilt natürlich nur für den Fall, dass die  verstellbaren, druckabhängigen Glieder 7, 8 nicht im  Steuergestänge vorhanden sind bzw. zur Geltung  kommen. Die Wirkungsweise der Glieder 7, 8 wird  nachstehend noch im einzelnen beschrieben.  



  Neben den druckabhängigen Verlängerungsglie  dern 7 und 8 sind noch Einstellglieder 9 und 10  vorhanden. Die Einstellglieder, die aus je einer  Gewindehülse bestehen, in die das Steuergestänge ein  geschraubt und durch Gegenmuttern befestigt sind,  dienen bei der Montage dazu, das Steuergestänge  auf die richtige Länge einzustellen. Diese Einstel  lung bleibt erhalten und ändert sich nicht während des  Betriebes.  



  Das druckabhängige     Verlängerungsglied    verlän  gert das Steuergestänge, wie bei     Fig.        3ce    beschrieben  entsprechend der     Auffederung    und/oder     Längung     des Ständers bei ansteigendem     Pressdruck,    also wäh  rend jeden     Pressvorganges.    Das Gestänge kehrt bei  abfallendem     Pressdruck    wieder in seine alte Länge  zurück.  



  Die druckabhängigen Verlängerungsglieder sind  so angeordnet, dass das druckabhängige Verlänge  rungsglied 8 die     Auffederung    des rechtsseitigen Stän  ders ausgleicht und das druckabhängige Verlänge  rungsglied 7 die     Auffederung    des     linksseitigen    Stän  ders. Das druckabhängige     Verlängerungsglied    7 ist  deshalb durch     eine    Leitung 127 mit der Leitung  90, und das druckabhängige Verlängerungsglied 8  durch eine Leitung 128 mit der Leitung 91 ver  bunden.

   In dem Augenblick, in dem der     Press-          balken    20 auf die einseitige Zwischenlage 25     trifft,     steigt der Druck in der Leitung 91 und damit auch     in     der Leitung 128 an. Durch den Druckanstieg federt  der Ständer und mit ihm das     Parallelsteuerventil    2  mehr und mehr auf und gelangt aus der Stellung I  schliesslich in die Stellung     1I.    Zur gleichen Zeit aber  wird durch das druckabhängige Verlängerungs  glied 8 das Steuergestänge um den gleichen Betrag h  verlängert, so dass sich weder die Zahnstange 12 noch  das Kitzel 16 bewegen.

   Dadurch aber bleibt auch  das linke Steuergestänge an seinem     Ort    und kann       sofort    schliessen, wenn sich der     Pressbalken    aus der  waagrechten Lage I in die     Schräglage        II    bewegen  will.  



  Im druckabhängigen Verlängerungsglied drückt  nämlich das aus der Leitung 128 kommende Drucköl  auf den Kolben 34, der die Tellerfedern 44 zusam  mendrückt. Die Tellerfedern 44 sind so bemessen,  dass sie bei höchstem Druck um den gleichen Betrag  h zusammengedrückt sind, um den der Ständer auf-    federt. Dadurch verlängert sich das Steuergestänge  um den Betrag h und bleibt einsatzbereit, ohne dass  sich Zahnstange und Kitzel bewegen.  



  Die genaue Darstellung und Beschreibung eines  Verlängerungsgliedes findet sich in der     Fig.        3ca    und  in der dazugehörenden Beschreibung.  



  Bei der Annahme, die     Ständeraufbiegung    be  trage bei einem     Pressdruck    von 200 Atü etwa 1 mm  und die zum genügenden Dichten erforderliche über  deckung des Steuerventils auf der nicht belasteten  Seite 0,5 mm, wird bei gleichmässiger Belastung des       Pressbalkens    das veränderliche Glied bzw. das  Steuergestänge eines jeden     Steuerventiles    beim Druck  anstieg von 0 auf 200 Atü um 1,5 mm verlängert.  Bei einseitiger Belastung wird dann die Überdeckung  des geschlossenen     Steuerventiles    um 0,5 mm durch  Verlängerung des Steuergestänges, das zum druck  belasteten Zylinder gehört, erzielt.

   Ein langsames  Schräglegen kann dann nicht eintreten, weil der  Spalt des geschlossenen     Steuerventiles    bei einer über  deckung von 0,5 mm gut abgedichtet ist.  



  Es kann aber auch     vorteilhaft    sein, die Verlänge  rung bei dem     angeführten    Druckanstieg auf 1,25 mm  zu begrenzen und somit nur 0,25 mm zur     überdek-          kung    des Spaltes im Steuerventil der unbelasteten  Seite vorzusehen. Dichtet dieser bei dieser     überdek-          kung    ab, so bleibt die Parallelität erhalten, dichtet er  aber erst bei einer Überdeckung von 0,5 mm, dann  kommt der Balken allmählich in eine Schräglage  zum Tisch entsprechend dem nichtausgeglichenen Be  trag von 0,25 mm der Überdeckung.  



  Der Vorteil dieses Vorgehens tritt aber insbe  sondere dann in Erscheinung, wenn sich unter dem       Pressdruck    das mehrbelastete Ende des Balkens weiter  dem Tisch zu bewegen sollte. Das andere Balkenende  kommt nämlich erst dann nach, wenn der Balken die  gleiche Schräglage, aber mit entgegengesetzter Nei  gung aufweist. Mit dem Stillstand des mehrbelasteten  Balkenendes aber stellt sich die Schräglage in der  alten Neigung wieder ein. Die Balkenschräglage zum  Tisch wird also nicht grösser als entsprechend dem  nichtausgeglichenen Betrag von 0,25 mm der über  deckung.  



  Im anderen Falle dagegen, wenn die Längenände  rung 1,5 mm beträgt, wird sich zwar im Stillstand  eine waagrechte Lage des Balkens ergeben. Wenn ,sich  aber aus dieser Lage heraus das mehrbelastete Bal  kenende weiter nach unten bewegen sollte, bleibt das  andere Balkenende entsprechend der 0,5 mm breiten  Spaltüberdeckung zurück. Bei dieser Längenänderung  tritt eine doppelt so grosse Schräglage für den Fall  ein, dass sich das belastete Balkenende bei vollem       Pressdruck    weiter nach unten bewegt.  



  Je nachdem sich also beim Arbeiten     das    be  lastete Balkenende unter dem Druck an gleicher  Stelle halten bzw. nach unten sich weiter bewegen  sollte, wird eine grössere bzw. kleinere Überdeckung  und damit eine grössere oder kleinere Verlängerung  des Steuergestänges oder eines seiner Glieder gewählt  werden.      Ausser den     druckabhängigen    Verlängerungsglie  dern sind in die Steuergestänge     druckabhängige    Ver  kürzungsglieder 7" und 8" eingebaut. Das druckab  hängige Verkürzungsglied 7" ist durch eine Leitung  133 mit der Leitung 128 und das     druckabhängige     Verkürzungsglied 8" durch eine Leitung 134 mit der  Leitung<B>127</B> verbunden.  



  Die Überdeckung des nicht belasteten Steuer  ventils kann nämlich, wie vorerwähnt, durch die  Verkürzung seines eigenen Steuergestänges herbei  geführt werden, wenn diese im Sinne des Schliessens  wirkt. Bei der dargestellten rechtsseitigen Belastung  wird weder das Verlängerungsglied 7 noch das Ver  kürzungsglied 8" betätigt, weil diese beiden Glie  der kein Drucköl erhalten. Nur das     Verlängerungs-          glied    8 und das Verkürzungsglied 7" erhalten durch  die Leitung 128 und 133 Drucköl. Das     Längungs-          glied    8 verlängert sich um den Betrag der     Auffede-          rung,    während sich das Verkürzungsglied 7" um den  Betrag der gewünschten Überdeckung verkürzt.  



  Das linke Steuergestänge verkürzt sich um diesen  Betrag, wodurch der Kolben 86 den Spalt zum Ring  raum 88 schliesst und auch dazu die Steuerkante um  einen zur Dichtung nötigen Betrag überdeckt.  



  Es ist bekannt, dass, wenn die Kante des Kol  bens lediglich den Spalt dadurch schliesst, dass sie  die     Ringraumkante    nur berührt, noch erhebliche       Druckölmengen    durch diese Dichtstelle gelangen.  Eine einwandfreie Dichtung bei diesen Kolbenschie  bern kommt deshalb nur dann zustande, wenn die  Kante des Kolbens über die Kante des Ringraumes  hinausgeschoben, die     Ringraumkante    also überdeckt  wird. Durch das Verkürzungsglied 7" wird also  erreicht, dass beim Druckanstieg der Kolbenschieber  tatsächlich das Drucköl absperrt, also     kein    Drucköl  mehr in den Druckraum 92 des     Pressenzylinders    3  gelangen kann.

   Für die druckabhängige Verkürzung  können als Mindestdrücke etwas grössere Drücke  als die     Leerhubdrücke    herangezogen werden. Dabei  wird davon ausgegangen, dass die Vorrichtung zur  Verkürzung bei den Drücken die zur Durchführung  der Leerhübe nach oben und unten benötigt werden  und die beispielsweise zwischen 30 und 70 Atü liegen  können, noch nicht anspricht. Es genügt, wenn sie  bei der folgenden Druckerhöhung um einige Atmo  sphären ansprechen, also bezogen auf die oben  genannten     Leerhubdrücke,    bei etwa 31-40 Atü und  71-81 Atü.  



  Wenn nun der     Pressgang    beendet ist, bringt  der Bedienungsmann den Schalthebel 74 aus der  Stellung     III    in die Stellung IV. In dieser Stellung sind  durch die Kolbenschieber 82 und 84 die Hubräume       100    und 101 mit den Druckölleitungen 70 und 71  verbunden und die Druckräume 92 und 93 mit den       Rückflussleitungen    118 und 119. Der Druck in den  Leitungen 90 und 91 und damit auch der     Druck    in  den Leitungen 128 und 133 bricht beim     Umschalten     zusammen. Das     Verlängerungsglied    8 und das Ver  kürzungsglied 7" werden     drucklos    und dadurch gehen  sie und die Steuergestänge in die alte Länge zurück.

      Gleichzeitig mit ihnen federt der Ständer aus  der Lage     II    in die Lage I zurück, da auch er durch  Wegfall des Druckes im     Druckraum    93 spannungs  los wird. Dieses Zurückgehen der     druckabhängigen     Glieder erfolgt ohne dass sich die Zahnstangen und       Ritzel    bewegen, wodurch die Steuerung     immer    funk  tionsbereit und der     Pressbalken    waagrecht bleibt.  



  Bei einseitiger Last auf der linken Seite erhalten  das Verlängerungsglied 7 und das Verkürzungsglied  8"     Drucköl    und verlängern bzw. verkürzen ihre  Steuergestänge     in    der gleichen Weise wie für die  rechtsseitige Belastung bereits besprochen. Bei  gleichmässiger Belastung des     Pressbalkens    können  die Verkürzungsglieder 7" und 8" durch Ventile 137  und 138, die     in    die Rohrleitungen 133 und 134 ein  gebaut sind, abgeschaltet werden.  



  Diese Ventile sind jedoch entbehrlich, ebenso wie  die Ventile 139 und 140, die die Verlängerungsglie  der 7 und 8 abschalten. Anstelle des Verlängerungs  gliedes 7 und des Verkürzungsgliedes 7" kann ein  kombiniertes Glied nach     Fig.    3c eingebaut werden.  Das gleiche gilt für das     Verlängerungsglied    8 und  Verkürzungsglied 8".

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Steuerung für hydraulische Pressen mit mehreren Druckzylindern und selbsttätiger Parallelführung des beweglichen Balkens durch Steuerventile, die durch eine Parallelsteuervorrichtung abhängig vom Par- allelführungSfehler verstellbar sind, dadurch gekenn zeichnet, dass zum Ausgleich der durch Längung und/ oder Auffedern des Pressengestelles entstehenden Abweichungen ein oder mehrere Glieder (7, 8; 7", 8") der Steuervorrichtung abhängig vom hydraulischen Arbeitsdruck selbsttätig verstellbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Steuerung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die verstellbaren Glieder durch hydraulisch veränderliche Glieder (7, 8 bzw. 7", 8" bzw. 7"', 8"') gebildetsind, deren Zylinderräume (33, 51) mit den Druckräumen (92, 93) der Druckzylinder (3, 4) verbunden sind und deren Kolben (34, 48) unter der Wirkung einer Gegenkraft (44, 53) stehen. 2. Steuerung nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hydrau lisch veränderlichen Glieder (7, 8 bzw. 7", 8" bzw.
    7"', 8"') in das Steuergestänge eingebaut und mit den Druckräumen (92, 93) durch federnde Stahlrohre oder Druckschläuche (127, 128, 133, 134) verbun den sind. 3. Steuerung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch die hydraulisch veränderlichen Glieder (7, 8 bzw. 7", 8" bzw. 7"', 8"') in das Steuergestänge ein gebaute mechanische Verstellglieder (11, 12, 15, 16) verstellbar sind.
    4. Steuerung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulisch veränderlichen Glieder (7, 8 bzw. 7", 8" bzw. 71", 8"') mit einer Hubbegrenzung (36) versehen sind. 5. Steuerung nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hub begrenzung (36) entsprechend der Auffederung und/ oder Längung der Ständer verstellbar ist.
    6. Steuerung nach Patentanspruch und Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hub begrenzung (36) entsprechend einer gewünschten Spaltüberdeckung im Steuerventil (1, 2) einstellbar ist. 7. Steuerung nach Patentanspruch und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hub begrenzung (36) entsprechend der halben zum dichten Schliessen benötigten Spaltüberdeckung eingestellt ist. B. Steuerung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der die Gegenkraft bildenden Feder elemente (44, 53) einstellbar ist. 9.
    Steuerung nach Patentanspruch und Unteran- spruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegen kraft grösser ist als die bei zur Leerbewegung nach oben oder unten benötigten Drücken hervorgerufene Kraft in den hydraulisch veränderlichen Gliedern (7, 8 bzw. 7", 8" bzw. 7"', 8...). 10.
    Steuerung nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Federstärke und Federlänge und die Anzahl der Federn (44, 53) so gewählt ist, dass eine Gegen kraft erzeugbar ist, die im Druckbereich zwischen Leerhubdruck für die Leergänge und dem Enddruck liegt und einen Federweg entsprechend der Auffede- rung und/oder Längung des Ständers aufweist.
    11. Steuerung nach Patentanspruch und Unter anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Feder weg grösser ist als die Auffederung und/oder Längung des Ständers. 12. Steuerung nach Patentanspruch und Unter anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Feder weg bei überschreiten des Leerhubdruckes der ge wünschten Ventilüberdeckung entspricht.
CH358330D 1956-09-10 1956-09-10 Steuerung für hydraulische Pressen mit mehreren Druckzylindern CH358330A (de)

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