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Putzstock zum Reinigen von Feuerwaffen Die Erfindung betrifft einen Putzstock zum Reinigen von Feuerwaffen mit mehreren miteinander in Verbindung stehenden Gliedern, die aus je zwei koaxial ineinander angeordneten Teilen gebildet sind.
Ein bekannter Putzstock weist eine Anzahl Rundstäbe auf, von denen jeder einerends eine Vertiefung mit Innengewinde und andernends eine im Durchmesser abgesetzte Verlängerung mit Gewinde aufweist, welche Verlängerung in das Innengewinde des benachbarten Gliedes einzuschrauben ist. Das vorderste Glied ist mit einem Putzkörper oder einer Bürste, das hinterste Glied mit einem Griff verbunden. Dieser Putzstock hat den Nachteil, dass die Zusammensetzung desselben aus den voneinander unabhängigen Gliedern und das Zerlegen nach dem Gebrauch verhältnismässig viel Zeit beanspruchen, die Gewindeteile gerne abbrechen und dass einzelne Glieder leicht verloren werden.
Ein weiterer bekannter Putzstock ist aus Gliedern in der Form von Röhrchen gebildet, durch welche eine Schnur gezogen ist. Die Glieder lassen sich zur Bildung eines Stabes miteinander in Verbindung bringen und in dieser Stellung durch Anziehen der Schnur am Ende mit dem Griff feststellen. In der Praxis hat es sich gezeigt, dass sich die Schnur mit der Zeit streckt und ein straffes Anziehen erschwert oder verunmöglicht ist. Häufig aber zerreisst die Schnur nach mehr oder weniger langem Gebrauch, wodurch der Putzstock unbrauchbar wird.
Es hat sich ferner gezeigt, dass ein solcher Putzstock nicht die gewünschte Stabilität während des Gebrauchs aufweist, da sich die Röhrchen leicht aus der Form bringen lassen und sich verkrümmen, insbesondere wenn beim Gebrauch die axiale Führung in bezug auf den Lauf des zu reinigenden Gewehres zu wün- schen übrig lässt, so dass es vorkommen kann, dass der Putzstock unbrauchbar wird.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wurde vorgeschlagen, die einzelnen Glieder des Putzstockes aus zwei zueinander koaxialen Teilen zu bilden und die inneren Teile derselben unter sich durch Schienen gelenkig zu verbinden. Zu diesem Zweck hat man die inneren, aus Rundstäben bestehenden Gliederteile an den Enden mit einem Querschlitz zur Aufnahme der Schienen versehen und die Schienenenden mittels eines Stiftes schwenkbar befestigt. Es hat sich aber gezeigt, dass ein solcher Putzstock ebenfalls schwere Nachteile aufweist. Die Enden der Stäbe sind durch die Schlitze geschwächt.
Bei einer Drehung des Putzstockes während des Gebrauchs tritt bei erhöhtem Kraftaufwand durch Verwindung leicht eine Verkrümmung der Verbindungsschienen auf, so dass der Putzstock nicht mehr zusammengelegt werden kann, oder es werden die Haltestifte, die zur Befestigung der Schienenenden in den Stabenden verwendet worden sind, verkrümmt oder herausgerissen, insbesondere wenn der Widerstand beim Herausziehen des Putzstockes aus dem Gewehrlauf ein bestimmtes Mass übersteigt. Diese Mängel sind durch die Konstruktion bedingt und lassen sich nicht beseitigen, da die Haltestifte und Verbindungsschienen in ihren Abmessungen nicht nach Belieben vergrössert werden können.
Der erfindungsgemässe Putzstock unterscheidet sich von den bekannten Ausführungsformen zwecks Vermeidung der genannten Nachteile dadurch, dass die Verbindungsmittel zwischen den inneren Teilen der Glieder flexibel sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
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Fig. 1 zeigt einen zum Reinigen von Gewehrläufen bestimmten Putzstock bei Nichtgebrauch in zusammengelegtem Zustand, während die Fig. 2 bis 4 Einzelteile dieses Putzstockes in grösserem Mass- stab zeigen.
Dar Putzstock ist aus einzelnen Gliedern aufgebaut, die je aus einem Röhrchen 1a, 1b, lc gebildet sind. Das hintere Röhrchen 1c umschliesst einen Stab 2, dessen eines Ende ein Gewinde trägt, während das andere Stabende mit einer Vertiefung 3 versehen ist. An den mit dem Gewinde versehenen Teil 2a des Stabes 2 schliesst eine Verlängerung 4 mit einer als Anschlag wirkenden Verbreiterung 5 an. Diese Verlängerung 4 ist längsverschiebbar in der Vertiefung eines Griffes 6, deren äusseres Ende mit einem Innengewinde versehen ist, in die eine Hülse 7 mit einem Innen- und einem Aussengewinde eingeschraubt ist.
Das über den Griff 6 vorstehende Ende der Hülse 7 besitzt eine Vertiefung 8 zur Aufnahme des Endes des Röhrchens lc. In der in Fig. 2 gezeigten Stellung des Stabes 2 in bezug auf den Griff 6 ist das Gewinde des Stabteils 2a in das Innengewinde 9 der Hülse 7 eingeschraubt. Durch Drehung des Griffes 6 in der einen Drehrichtung bei stillstehendem Stab 2 lässt sich die Wirkungsverbindung zwischen der Hülse 7 und dem Stab 2 lösen und der Griff so weit axial verschieben, bis die Verbreiterung 5 an das innere Ende der Hülse 7 anzuliegen kommt. In dieser Stellung der Teile lässt sich der Putzstock in die in Fig. 1 gezeigte zusammengelegte Form bringen.
In die Vertiefung 3 des einen Stabendes ist ein Stück eines flexiblen Stahlkabels 11 eingesetzt und befestigt. Die Verbindung zwischen dem Stahlkabel und dem Stabende kann durch Zusammenpressen des Stabendes, durch Schweissen, Löten oder mittels Klemmittel vorgenommen werden. Das andere Ende des Stahlkabels 11 ist in das eine Ende eines Röhrchens 12 eingesetzt und im letzteren in analoger Weise festgemacht. Das Röhrchen 12 liegt längsverschiebbar im Röhrchen l b, dessen Durchmesser gleich ist dem Röhrchen 1b des dritten Gliedes sowie den Aussendurchmessern der Röhrchen la und 1c.
An Stelle der Röhrchen 12 können auch Stäbe mit je einer Vertiefung in jedem Ende vorgesehen sein.
Ausser dem hintersten und dem vordersten Glied sind zwei an sich gleiche Zwischenglieder mit je einem Röhrchen 1 b vorgesehen, die unter sich und mit den Endgliedern über Stahlkabel 11 als flexible Verbindungsmittel verbunden sind. Die Zahl dieser Zwischenglieder kann auch grösser als zwei sein. Das vorderste Glied schliesst in seinem Röhrchen la einen Stab 13 ein, der axial unverschiebbar ist und am einen Ende eine Vertiefung 1 zur Aufnahme des Stahlkabels 11 besitzt. Mit dem anderen Ende des Stabes 13 ist ein bekannter Putzkörper 15 mit einem Gewinde am freien Ende für den Anschluss einer nicht gezeichneten Bürste drehbar aber nicht axial verschiebbar verbunden.
Zur Ingebrauchnahme des Putzstockes werden die Einzelglieder axial ausgerichtet, das Röhrchen l b des zweitvordersten Gliedes auf den Stab 13 aufgeschoben und in analoger Weise das Röhrchen 1b des zweithintersten Gliedes über das Röhrchen 12, das über sein Röhrchen lb vorsteht, geführt sowie das Röhrchen 1 c des hintersten Gliedes aufgeschoben. Alsdann wird der Griff 6 durch Drehen des aus den einzelnen Gliedern gebildeten Stockes auf das Gewinde des Stabteils 2a aufgeschraubt, worauf der Putzstock zum Gebrauch zur Verfügung steht.
Die Röhrchen la und 1b sind etwas kürzer gehalten als die sie enthaltenden inneren Teile 12 bzw. 13, derart, dass nach erfolgter Herstellung der Verbindung zwischen dem Griff 6 und dem Stab 2 der Putzstock als fester Stab vorliegt und die einzelnen Glieder gegen jede axiale Verschiebung vollständig gesichert und festgestellt sind.
Dadurch, dass die Einzelglieder aus zwei koaxialen Teilen gebildet sind, erhält der Putzstock während des Gebrauchs, d. h. während der Reinigung eines Gewehrlaufes, die erforderliche Steifig- keit, um seine Form auch dann zu bewahren, wenn er beim Einstossen des mit einem Putzlappen oder dergleichen umwickelten Putzkörpers oder der mit dem letzteren verbundenen Putzbürste in einen Gewehrlauf oder beim Herausziehen aus dem letzteren nicht genau axial geführt wird oder werden kann. Die Stahlkabel 11 als Verbindungsmittel zwischen den Einzelgliedern sind sowohl flexibel als auch auf Torsion beanspruchbar und bleiben auch nach längerem Gebrauch unverändert, wodurch der Putzstock eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer erhält.
An Stelle der Stahlkabel 11 können als Verbindungsmittel zwischen den einzelnen Gliedern auch andere flexible Organe mit praktisch unveränderbaren Eigenschaften wie Saiten, armierte Kunststoffe in Drahtform usw. vorgesehen sein.