Selektivrufverfahren, bei dem Impulsabstände als Wahlkriterien benützt werden, und Empfangseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens Die vorliegende Erfindung betrifft ein Selektivruf- verfahren, bei dem die Auswahl eines bestimmten Empfängers durch eine einem Anfangshnpuls fol gende Gruppe von Wahlimpulsen, deren Abstände als Wahlkriterien benützt werden, erfolgt, und eine Einrichtung zum Empfang von nach diesem Verfah ren gegebenen Rufzeichen.
Bekannte Selektivrufverfahren, bei denen die Länge von Impulsen oder Impulspausen zur Auswahl einer von mehreren Empfangsstationen benützt wer den, arbeiten in der Weise, dass zunächst ein An fangsimpuls von grösserer Länge als alle folgenden gegeben wird. Hierdurch werden alle Empfangsstatio nen in den Bereitschaftszustand gebracht. Nunmehr wird in der Sendestation und in den Empfangssta tionen gleichzeitig der selbsttätige Ablauf eines aus Impulsen oder Impulspausen bestimmter Einzellänge bestehenden Rufzeichens ausgelöst, wodurch am Ende des Wahlvorganges in derjenigen Empfangs station ein akustisches und/oder optisches Signal aus gelöst wird, deren Eigensignal mit dem empfangenen Rufzeichen übereinstimmt.
Das Rufzeichen bestehe beispielsweise aus drei Wahlkriterien, nämlich drei Impulsen bestimmter Länge. Mit dem Aufhören des ersten dieser Impulse fallen alle diejenigen Empfangs stationen in ihren Ruhestand zurück, bei denen eine andere Impulslänge für den ersten Impuls eingestellt ist. Dasselbe wiederholt sich am Ende des zweiten und dritten Impulses, so dass nach Beendigung des Rufzeichens nur eine bestimmte Empfangsstation im Bereitschaftszustand bleibt, bei der sämtliche Impuls längen des Eigensignals mit denjenigen des gesen deten Rufzeichens übereinstimmen.
Bei den bekannten Verfahren dieser Art erfolgt die übertragung der einzelnen Wahlkriterlen mit Zwischenpausen, die innerhalb einer begrenzten Zeit- dauer beliebig lang sein können. Dieser Umstand bedingt bei den Empfangsstationen besondere Mittel zur Umschaltung der die hnpulslängen des Eigen signals bestimmenden Organe und zur Speicherung des die Koinzidenz der Impulslänge jedes Wahlkrite riums anzeigenden Signals. Ferner sind Mittel erfor derlich, die den Empfänger abschalten,<B>d.</B> h. die Speicherung löschen, wenn die Wahl -unterbrochen wird.
Dieser zusätzliche Aufwand lässt sich vermeiden, wenn gemäss den Verfahren nach der Erfindung der Endimpuls eines Wahlkriteriums zugleich Anfangs impuls für das nüchstfolgende Wahlkriterium. ist und die Länge der Wahlimpulse höchstens gleich der Sta- fenlänge zwischen zwei wählbaren Impulsabständen ist. Zur übertragung des Rufzeichens kann sowohl das Arbeits- als auch das Ruhestromprinzip angewen det werden, wobei die Wahlimpulse im einen Fall durch Stromimpulse und im anderen Fall durch Stromlücken gebildet werden.
Die erfindungsgemüsse Einrichtung zum Empfang von nach diesem Verfahren gegebenen Rufzeichen ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mit der Zahl der Wahlkriterien übereinstimmende Anzahl Impuls- verzögerungsstufen mit die Empfangseinrichtung kennzeichnenden Verzögerungszeiten und eine Si- gnalgeberstufe enthält, welche Stufen über Koinzi- denztore in Kaskade geschaltet sind, und dass die Wahlimpulse die erste Impulsverzögerungsstufe und die Koinzidenztore derart steuern,
dass den auf die erste folgenden Impulsverzögerungsstufen und der Signalgeberstufe nur dann ein Eingangsimpuls zuge führt wird, wenn der Ausgangsimpuls jeder voran gehenden Irnpulsverzögerungsstufe mit einem Wahl impuls koinzidiert. Nachstehend wird anhand der beigefügten Zeich nung als beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes eine Empfangseinrichtung zum Empfang eines drahtlos übertragenen Rufzeichens mit zwei Wahlkriterien beschrieber4 bei der das Ruhestromprinzip angewendet wird.
Fig. <B>1</B> zeigt das Blockschema und Fig. 2 das vollständige Schaltschema des Emp fängers<B>;</B> in Fig. <B>3</B> sind Impulsdiagramme zur Erläuterung der Funktion der einzelnen Stufen des Empfängers dar gestellt.
Gemäss dem in Fig. <B>1</B> dargestellten Blockschema enthält die Empfangseinrichtung eine Hochfrequenz- stufe <B>1</B> zur Verstärkung des Rufsignals, das in Form eines ünpulsmodulierten Hochfrequenzsig.,nals mit einer Trägerfrequenz von z. B.<B>30</B> kHz von der An tenne 2 aufgenommen wird. Ferner weist die Emp fangseinrichtung zwei Impulsverzögerungsstufen <B>3</B> und 4 und eine Signalgeberstufe <B>5</B> auf, welche Stufen über Koinzidenztore <B>6</B> und<B>7</B> in Kaskade geschaltet sind.
Die ankommenden Wahlimpulse steuern die erste Impulsverzögerungsstufe <B>3</B> und über einen De- modulator <B>8</B> die Koinzidenztore <B>6</B> und<B>7</B> in der Weise, dass der zweiten Impulsverzögerungsstufe 4 und der Signalgeberstufe <B>5</B> nur dann ein Eingangs- inipuls zugeführt wird, wenn der Ausgangsimpuls jeder vorangehenden Impulsverzögerungsstufe mit einem Wahlünpuls koinzidiert.
Die Signalgeberstafe <B>5</B> umfasst einen Tonfrequenzoszillator und einen elek troakustischen Wandler zur Erzeugung eines Ruf tones.
Die Speisung der Hochfrequenzstufe <B>1</B> erfolgt direkt aus der Stromquelle, diejenige der übrigen Stufen dagegen über einen elektronischen Schalter<B>9,</B> der durch den Anfangsimpuls des in einem Gleich richter<B>10</B> gleichgerichteten Hochfrequenzsignals geschlossenen und während der Strompausen beim Wahlvorgang durch einen Speicher geschlossen ge halten wird. Während der Ansprechdauer der Signal- geberstufe <B>5</B> wird von dieser eine den elektronischen Schalter<B>9</B> im Schliesszustand haltenden Steuerspan nung abgeleitet.
Im Ruhezustand der Empfangsein richtung ist also nur die Hochfrequenzstufe in Be trieb<B>;</B> erst beim Empfang eines Rufsignals werden die übrigen Stufen eingeschaltet.
In Fig. <B>1</B> sind die Signalleitungen durch ausge zogene Linien, die Speiseleitungen durch unterbro chene Linien und die Steuerleitungen durch strich punktierte Linien dargestellt.
Die schaltungstechnischen Einzelheiten der Emp fangseinrichtung gehen aus Fig. 2 hervor.
Die Hochfrequenzstufe mit dem Transistor Tl arbeitet im Ruhezustand der Empfangseinrichtung im B-Betrieb und geht nach dem Einschalten der übrigen Stufen in den A-Betrieb über, so dass der Ruhestrombedarf praktisch Null ist. Als Antenne dient ein Ferritstab F, auf dem die Spule Ll des auf die Trägerfrequenz (z. B.<B>30</B> kHz) des Rufsignals abgestimmten Eingangsschwingkreises LI, CI ange- bracht ist.
Die Güte des Schwingkreises ist verhältnis- mässig niedrig<B>(Q = 1 ...</B> 2) gewählt, um eine mög lichst verzerrungsfreie übertragung der Hochfre- quenzimpulse zu gewährleisten. Die Widerstände RI und R2 dienen zur Stabilisierung des Emitterstromes.
Das verstärkte Hochfrequenzsignal wird am Kollektor des Transistors Tl entnommen und über einen Kondensator<B>C8</B> und eine Diode<B>D2</B> der ersten Impulsverzöger-ungsstufe zugeführt. Diese und die zweite Impulsverzögerungsstufe werden durch zwei gleichartig aufgebaute monostabile Multivibratoren mit den Transistoren<B>T3</B> und T4 bzw. <B>T5</B> und<B>T6</B> ge bildet. Im Ruhezustand sind die Transistoren T4 und <B>T6</B> leitend.
Die Glieder R9, Cll und R16, C14 be stimmen die Zeitkonstante der Impulsverzögerung, wobei das Wertepaar der Kondensatoren CII und C14 für jeden Empfänger verschieden ist. Die Emit- ter der Transistoren<B>T3 ... T6</B> sind über den gemein samen Emitterwiderstand Rl mit Erde, verbunden, zur Erzielung einer über die Widerstände R7 bzw. R14 angelegten positiven Vorspannung an der Basis der Transistoren<B>T3</B> und<B>T5,</B> um zu verhindern, dass die Multivibratoren von selbst ansprechen.
Grundsätzlich ist die Zeitkonstante der Impuls verzögerung vom Leckstrom der Transistoren T4 bzw. <B>T6</B> abhängig, der seinerseits temperaturabhän <B>gig</B> ist. Zur Temperaturkompensation wird über die Widerstände R9 bzw. R16 eine Spannung eingeführt, die dem gleichen Temperaturgesetz folgt wie der Leckstrom. Dadurch wird die Zeitkonstante von der Temperatur unabhängig. Die Kompensationsspannung wird an einem Widerstand R21 abgegriffen, der im Kollektorkreis eines Transistors<B>T7</B> vom gleichen <B>Typ</B> wie die Transistoren T4 und<B>T6</B> angeordnet ist.
Die Signalgeberstufe besteht ebenfalls aus einem monostabilen Multivibrator mit den Transistoren<B>T8</B> und T9, bei dem jedoch die im Ruhestand strom lose Verstärkungsstufe (T9) als in sich rückgekop pelter Tonfrequenz-Oszfllator ausgebildet ist. Die Steuerspannung für die andere Verstärkungsstufe <B>(T8)</B> wird durch Gleichrichtung der Tonfrequenz- spannung gewonnen.
Der Arbeitswiderstand des Os- zillator-Transistors T9 besteht aus einem durch die Spule<B>L5</B> und- den Kondensator<B>C22</B> gebildeten Schwingkreis, dem über eine Diode DIO ein Konden sator<B>C21</B> parallelgeschaltet ist. Der Widerstand R24 dient zur Entladung des Ladekondensators<B>C21</B> und die Diode<B>D9</B> zur Entkopplung des letzteren von der Basis des Transistors<B>T8</B> für positive Impulse.<B>L6</B> ist die mit der Spule<B>L5</B> gekoppelte Rückkoppelungs spule. Der Rückkoppelungsübertrager<B>L5, L6</B> bildet zugleich das Erregungssystem eines elektroakusti schen Wandlers zur Erzeugung des Ruftones, dessen Frequenz beispielsweise<B>3</B> kHz beträgt.
Damit der Tonfrequenzoszfllator infolge des Transistorleckstro- mes nicht von selbst anschwingt, ist die Basis des Transistors T9 über den Widerstand R26 positiv vor gespannt. Die Vorspannung wird aus dem Hochfre- quenzsignal durch Gleichrichtung gewonnen. Als Gleichrichter dient eine aus den Dioden<B>D3,</B> D4 und den Kondensator<B>C7, C20</B> gebildete Spannungsver- dopplerschaltung.
Der Ausgang jeder Impulsverzögerungsstufe ist mit dem Eingang der nachfolgenden Stufe durch<B>je</B> ein Koinzidenztor verbunden. Die Koinzidenztore be stehen aus der Reihenschaltung eines Kondensators <B>C12</B> bzw. <B>C15</B> und einer in Sperrichtung vorgespann ten Diode<B>D5</B> bzw. <B>D6.</B> Die Vorspannung der Dio den<B>D5</B> und<B>D6</B> ist so gewählt, dass der Ausgangs impuls jedes Multivibrators nur dann auf den Ein gang der nachfolgenden Stufe übertragen wird,
wenn gleichzeitig ein Wahlimpuls das betreffende Koin- zidenztor im Sinne einer Herabsetzung der Vorspan- nung beeinflusst. Da die übertragung der Wahlim pulse nach dem Ruhestromprinzip erfolgt, die Wahl impulse also durch Stromlücken gebildet werden, wird die Vorsparinung vom Hochfrequenzsignal ab geleitet<B>;</B> sie verschwindet demnach beim Eintreffen eines Wahlimpulses.
Das Hochfrequenzsignal wird am Gleichrichter GR, der transformatorisch an die Hochfrequenzstufe angekoppelt ist, wobei die An- kopplungsspule L3 und der Kondensator<B>C3</B> einen auf die Hochfrequenz abgestimmten Schwingkreis bilden, gleichgerichtet. Die Vorspannung wird<B>je</B> am Verbindungspunkt der Widerstände Rll und R12 bzw. R18, R19 abgenommen.
Die Widerstände Rll und R18 dienen zur Entladung der Kondensatoren <B>C12</B> und<B>C15</B> und die Widerstände R12 und R19 zur gegenseitigen Entkopplung der Koinzidenztore.
Die Speisung der Empfangseinrichtung erfolgt aus einer einzigen Batterie (z. B.<B>2,6</B> V) und zwar, mit Ausnahme der Hochfrequenzstufe, über einen elek tronischen Schalter, wozu ein Transistor T2 in Kol- lektor-Grundschaltung verwendet ist. Zu Beginn des Rufzeichens wird der Schalter geschlossen,<B>d.</B> h. der Transistor T2 in den leitenden Zustand übergeführt. Die Basisspannung zur Steuerung des Transistors T2 wird durch Gleichrichtung des Hochfrequenzsignals an der ebenfalls transfonnatorisch mit der Hochfre- quenzstufe gekoppelten Diode<B>Dl</B> gewonnen.
Der Kondensator C4 dient einerseits zur Glättung der gleichgerichteten Spannung und anderseits als Spei cher zur Aufrechterhaltung des Schliesszustandes des elektronischen Schalters während der Stromlücken. Der Widerstand R4 bewirkt eine Verringerung des Leckstromes des Transistors T2. Der elektronische Schalter wird auch über den Wahlvorgang hinaus während der Ansprechdauer der Signalgeberstufe im Schliesszustand gehalten, und zwar durch eine von der Signalgeberstufe abgeleitete Steuerspannung.
Diese wird durch Gleichrichtung der am Emitter des Transistors<B>T8</B> abgenommenen Tonfrequenz- spannung mit Hilfe der aus den Dioden<B>D7, D8</B> und den Kondensatoren<B>C16,</B> C4 gebildeten Spannungs- verdopplerschaltung gewonnen.
Die Werte bzw. Typen. der in Fig. 2 angegebenen, bei einer Versuchsausführung verwendeten Schal tungselemente sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt:
EMI0003.0049
Tl <SEP> <B>OC</B> <SEP> 44 <SEP> R21 <SEP> <B><I>150</I> <SEP> Q</B>
<tb> T2, <SEP> T9 <SEP> <B>OC <SEP> 76</B> <SEP> R22 <SEP> <B>1 <SEP> k9</B>
<tb> <B>T3 <SEP> ... <SEP> T8 <SEP> OC <SEP> 70</B> <SEP> R23 <SEP> <B><I>15</I> <SEP> kQ</B>
<tb> R24 <SEP> <B><I>15</I> <SEP> kQ</B>
<tb> <B>131 <SEP> ...
<SEP> D10 <SEP> OA <SEP> 85</B> <SEP> R25 <SEP> 12 <SEP> <B>kQ</B>
<tb> GR <SEP> 4 <SEP> X <SEP> <B>DN</B> <SEP> 34a <SEP> R26 <SEP> <B>100 <SEP> Q</B>
<tb> Li <SEP> 324 <SEP> Wdgn., <SEP> <B>7</B> <SEP> mH <SEP> <B><I>Ci</I></B> <SEP> 4 <SEP> nF
<tb> L2 <SEP> <B>250 <SEP> <SEP> C2 <SEP> 10 <SEP> gF</B>
<tb> <B>L3 <SEP> 77 <SEP> <SEP> C3</B> <SEP> 2 <SEP> nF
<tb> L4 <SEP> 420 <SEP> <B> </B> <SEP> C4 <SEP> 2 <SEP> [J
<tb> <B>L5 <SEP> 360 <SEP> <SEP> <I>C5</I> <SEP> 10,</B> <SEP> [J
<tb> <B>L6</B> <SEP> 120 <SEP> <B> <SEP> C6 <SEP> <I>0,5</I></B> <SEP> #J
<tb> <B>C7</B> <SEP> 2 <SEP> nF
<tb> Rl <SEP> 220 <SEP> <B>9 <SEP> C8</B> <SEP> 2 <SEP> nF
<tb> R2 <SEP> <B>330 <SEP> 9 <SEP> C9 <SEP> 3</B> <SEP> nF
<tb> R3 <SEP> i70 <SEP> <B>Q <SEP> C10, <SEP> C13 <SEP> <I>5</I></B> <SEP> nF
<tb> R4 <SEP> <B>3,3 <SEP> kQ <SEP> C12 <SEP> <I>1,
5</I></B> <SEP> nF
<tb> R5 <SEP> <B>100 <SEP> k9 <SEP> C15</B> <SEP> 2,1 <SEP> nF
<tb> R6, <SEP> R13 <SEP> 2,2 <SEP> <B>kQ <SEP> C16 <SEP> 0,1</B> <SEP> #t17
<tb> R7, <SEP> R14 <SEP> <B>10 <SEP> kQ <SEP> C17 <SEP> <I>50</I></B> <SEP> nF
<tb> R8, <SEP> R15 <SEP> <B>10 <SEP> kQ <SEP> c18 <SEP> 8</B> <SEP> J
<tb> R9, <SEP> R16 <SEP> <B>27 <SEP> kQ <SEP> c19 <SEP> 33</B> <SEP> nF
<tb> R10, <SEP> R17 <SEP> 2,2 <SEP> <B>k9 <SEP> C20 <SEP> 10</B> <SEP> nF
<tb> Rl <SEP> <B>1,</B> <SEP> Rl <SEP> <B>8</B> <SEP> 22 <SEP> <B>kQ <SEP> C21 <SEP> 0,25</B> <SEP> #J
<tb> R12, <SEP> R19 <SEP> <B>6,8 <SEP> kQ <SEP> C22 <SEP> 0,5</B> <SEP> #t17
<tb> R20 <SEP> <B>6,8 <SEP> kQ</B> Die Wirkungsweise der beschriebenen Empfangs einrichtung wird nachstehend anhand der in Fig. <B>3</B> dargestellten Impulsdiagramme a bis e erläutert.
Fig. 3a zeigt die das Rufzeichen bildende Impuls folge, mit der im Sender die Trägerschwingung modu liert wird. An den Anfangsimpuls AI, der beim Ein schalten des Ruhestromes beginnt, schliesst sich der erste Wahlimpuls<B>1.</B> WI in Form einer Stromlücke von der Dauer -r (z. B.<B>0,3</B> ms) an. Der zweite und der dritte Wahlimpuls 2. WI bzw. <B>3.</B> WI folgen dem ersten in bestimmten gegenseitigen Abständen, die <B>je</B> ein Wahlkriterium bilden. Dabei ist der zweite Wahlimpuls zugleich Endimpuls des ersten Wahlkri teriums und Anfangsimpuls des zweiten Wahlkrite riums.
Im vorliegenden<B>B</B>eispiel können der zweite und der dritte Wahlimpuls bezüglich des voran gehenden Wahlimpulses<B>je</B> eine von sechs verschie denen Lagen einnehmen, die durch strichpunktierte Linien (Impulsmitten) angedeutet und<B>je</B> mit<B>1 ... 6</B> numeriert sind. Dementsprechend ergeben sich für jedes Wahlkriterium sechs wählbare Impulsabstände, so dass durch Kombination<B>36</B> unterschiedliche Rufzeichen gebildet werden können. Die Stafenlänge zwischen zwei wählbaren Impulsabständen ist hier gleich der Länge eines Wahlimpulses, könnte aber auch grösser sein. Das Ende der Impulsfolge bildet ein Schlussimpuls SI.
Der in der Empfangseinrichtung an der Diode <B>Dl</B> gleichgerichtete Anfangsimpuls AI lädt den Kon densator C4 auf. Demzufolge sinkt das Potential an der Basis des Transistors T2, wodurch dieser in den leitenden Zustand übergeführt wird. Damit ist der Speisestromkreis für die im Ruhezustand der<B>Emp-</B> fangseinrichtung stromlosen Stufen geschlossen. Die Spannung an der Speiseleitung SpL (Fig. 2) ver läuft gemäss dem in Fig. <B>3b</B> dargestellten Diagramm.
Die Zeitkonstanten der beiden Impulsverzöge- rungsstufen seien so gewählt, dass die Empfangsein richtung bzw. deren Signalgeberstufe auf das Ruf zeichen gemäss dem in Fig. 3a dargestellten Impuls- diagramin, worin der grösste wählbare Impulsab stand für beide Wahlkriterien angenommen worden ist, anspricht.
Am Ende des ersten Wahlimpulses<B>1.</B> WI kippt der erste Multivibrator <B>(T3,</B> T4) in den labilen Zustand, indem der Transistor<B>T3</B> durch eine an seinem Kollektor wirksam werdende, von der Anstiegs-Flanke der ersten vollen positiven Hoch- frequenzwelle des nun wieder fliessenden Ruhestro mes abgeleitete Impulsspitze in den leitenden Zu stand Übergeführt wird. Nach Ablauf der vorgege benen Zeitdauer 6-r kippt der Multivibrator wieder in den stabilen Ausgangszustand zurück (Fig. 3c).
Beim Zurückkippen entsteht am Kondensator<B>C12</B> eine po sitive hnpulsspitze, die zur Einleitung des Kippvor ganges des zweiten Multivibrators <B>(T5, T6)</B> benützt wird. Eine übertragung der das Ausgangssig ,nal der ersten Impulsverzögerungsstufe bildenden vorgenann ten Impulsspitze auf den Eingang der zweiten Impuls- verzögerungsstufe erfolgt jedoch nur, wenn das Aus gangssignal in einem Zeitraum auftritt,
währenddem der zweite Wahlimpuls 2. WI wirksam ist. Der zwi schen zwei Wahlimpulsen fliessende Ruhestrom er zeugt an der Diode<B>D5</B> eine in Sperrichtung wirkende Vorspannung, die so gross gewählt ist, dass die Am plitude des Ausgangssignals nicht ausreicht, um die Diode<B>D5</B> in Durchlassrichtung auszusteuern. Wäh rend der Wirkungsdauer des zweiten Wahlimpulses 2. WI ist der Ruhestrom unterbrochen und die ge nannte Vorspannung fällt weg, so dass das in diesem Zeitintervall auftretende Ausgangssignal die folgende Impulsverzögerungsstufe auslösen kann.
Gleiche Ver hältnisse herrschen beim übergang von der zweiten Impulsverzögerungsstufe auf die Signalgeberstufe, <B>d.</B> h. die Signalgeberstufe spricht nur an, wenn, wie im vorliegenden Beispiel, die beim Zurückkippen des zweiten Multivibrators (Fig. <B>3d)</B> erzeugte Impuls spitze mit dem dritten Wahlimpuls<B>3.</B> WI koin- zidiert.
Der Multivibrator <B>(T8,</B> T9) der Signalgeberstufe befindet sich nach seinem Ansprechen beispielsweise <B>3 0</B> ms = <B>100 -r</B> im labilen Zustand. Während dieses Zeitintervalls schwingt der TonfrequenzosziRator, der das akustische Signal hervorruft (Fig. 3e).
Mit dem endgültigen Verschwinden des Ruhe stromes kurze Zeit (2 -r) nach dem dritten Wahl impuls<B>3.</B> WI ist das Rufzeichen beendet. In diesem Zeitpunkt wird der elektronische Schalter T2 der Empfangseinrichtung aller Empfangsstationen, aus genommen der gewählten, geöffnet.
Bei der gewähl ten Empfangsstation hält die von dem im Schwing zustand befindlichen Tonfrequenzgenerator abgelei tete Steuerspannung den elektronischen Schalter ge schlossen, bis der Multivibrator der Signalgeberstufe in den Ausgangszustand zurückkippt. Das noch malige Ansprechen der ersten Impulsverzögerungs- stufe am Ende des dritten Wahlimpulses (Fig. <B>3e)</B> hat keine störende Wirkung zur Folge.
Die Empfangseinrichtung lässt im Rahmen der Erfindung gegenüber der beschriebenen Versuchs ausführung zahlreiche Abänderungen zu, sowohl was den Aufbau der einzelnen Stufen anbetrifft, als auch hinsichtlich der Zahl der verwendeten Stufen. Das Verfahren nach der Erfindung kann z. B. auch bei mehr als zwei Wahlkriterien und für mehr als<B>6</B> (z. B.<B>10)</B> wählbare Impulsabstände eines Wahlkrite riums angewendet werden, womit die Anzahl der mit einem Rufzeichen erreichbaren Empfangsstationen erhöht werden kann.
Jedes zusätzliche Wahlkriterium erfordert lediglich eine weitere Impulsverzögerungs- stufe und ein weiteres Koinzidenztor. Die zulässige Erweiterung in diesem Sinne wird einzig begrenzt durch die erreichbare Toleranz der Impulslängen und Abstände. Diese Einschränkung fällt dahin, wenn die Stufenlängen der wählbaren Impulsabstände nicht wie im beschriebenen Beispiel unter sich gleich sind, sondern einer geometrischen Reihe folgen.
Als besondere Vorteile der beschriebenen Emp fangseinrichtung sind der geringe Raumbedarf und der geringe Stromverbrauch derselben hervorzuheben. Die Versuchsausführung beanspruchte z. B. nicht mehr Raum als eine Zigarettenschachtel (10er-Pak- kung). Sie eignet sich daher besonders für Personen- suchanlagen mit tragbaren Empfangsstationen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen ausserdem, dass eine nach dem erfindungsgemässen Verfahren betriebene Empfangseinrichtung praktisch unempfindlich gegen Störsignale ist.
Die Rufdauer kann durch periodisches Wieder holen des Rufsignals verlängert werden, wobei sich der obenbeschriebene Funktionsablauf in der Emp fangseinrichtung einfach wiederholt. Durch geeignete Wahl der Wiederholungsfrequenz (z. B.<B>10</B> Hz) lässt sich die Hörbarkeit des akustischen Signals neben Geräuschen im Vergleich zu einem Dauerton ohne Erhöhung der Lautstärke erheblich verbessern.