Verpackung für eine Anzahl gleichförmiger Gegenstände
Es sind Verpackungen aus einem Faltkarton für eine Anzahl gleichförmiger Gegenstände mit wenigstens einer Reihe Aufnahmezellen bekannt.
Derartige Verpackungen sollen eine Anzahl gleichförmiger Stücke eines Verpackungsgutes, z. B.
Eier, Obst und dergleichen zusammenhalten und zudem noch Transport und Lagerung dels Verpackungsgutes ohne Beschädigung desselben ermöglichen. Sie müssen folglich stabil, dabei leicht und aus verständlichen Gründen billig herstellbar sein.
Es sind bereits solche Verpackungen bekannt geworden, welche jedoch die genannten Anforderungen nicht restlos befriedigen konnten. Ausserdem sind die bekannten Verpackungen noch mit dem Nachteil behaftet, dass sie verpackte Gegenstände gegen Herausfallen nicht schützen können. Ferner weisen sie gewöhnlich Querwände auf, die sich nicht von einer Seitenwand zur anderen erstrecken. Die ganze Verpackung kann ohne Verwendung von Leim nicht hergestellt werden. Ihre Stabilität ist aber trotzdem gering, da ihre Elemente praktisch nicht ineinander greifen. Um ihr eine für zerbrechliche Transportgüter, z. B. Eier, genügende Steifigkeit zu verleihen, ist es daher notwendig, ein starkes Material zu verwenden. Die Herstellungskosten und das Gewicht der leeren Verpackung werden dadurch erhöht. Ferner können die Gegenstände nur bei fertig hergestellter Verpackung eingelegt werden.
Bei offener Verpakkung ist dies nicht möglich. Sie müssen stets von oben her, unter Zurückdrängung der Querwände eingeführt werden. Dies ist aber insbesondere bei reifen Früchten, z. B. Pfirsichen oder Birnen, für das Verpackungsgut nachteilig. Es verursacht oft schwarze Flecken auf der Oberfläche der Frucht, die derselben ein hässliches, den Verkaufswert verminderndes Aussehen verleihen.
Es ist ferner zu beachten, dass das Verpackungsgut auf dem flachen Boden der Verpackung aufliegt.
Bei den während dem Transport unvermeidlichen Stössen werden dieselben unvermeidlich auf das Verpackungsgut übertragen, wodurch besonders bei Eiern schwere Verluste entstehen.
Andere e bekannte Verpackungen beseitigen diesen Nachteil dadurch, dass sie Seitenwände aufweisen, die längs einer Kante voneinander weggeknickt sind.
Diese Verpackungen haben jedoch Querwände, die nicht aus einem Stück mit dem Rest der Verpackung bestehen. Nach dem erhöhten Materialverbrauch verursachen diese Verpackungen komplizierte Faltoperationen. Ferner ist die Verpackung festigkeitsmässig nicht befriedigend.
Zweck der Erfindung ist nun, eine Verpackung zu schaffen, welche verpackte Gegenstände möglichst weitgehend schützt, sie gegen Herausfallen hält und ein Aufstapeln solcher Verpackungen ohne Beschädigung des Verpackungsgutes gestattet. Ein weiterer Zweck der Erfindung ist, durch optimales Ausnützen des Materiales und durch Reduzieren der für die Herstellung der Verpackungen notwendigen Operationen, deren Herstellungskosten herabzusetzen und durch den Herstellungsgang der Verpackung auch noch das Verpacken der Gegenstände zu vereinfachen und zu verbilligen.
Die Erfindung hat eine Verpackung zum Gegenstand mit zwei Reihen Aufnahmezellen, welche durch aufgestellte Seitenwände, durch mit diesen Seitenwänden an Faltkanten zusammenhängende, aufgestellte Bodenteile und durch zwischen den Seitenwänden verlaufende, aufgestellte Längsteilwände be grenzt sind, wobei zwischen den Seitenwänden in Abständen voneinander verlaufende Querwände und mit diesen an der Oberkante durch Faltkanten verbundene Querstege vorgesehen sind, die Querwände an ihren beiden Enden durch aus den Seitenwänden herausgefalteten Faltlappen mit den Seitenwänden verbunden und die Querstege mit den Seitenwänden durch Faltkanten verbunden sind, wobei ferner die Seitenwände an einer mittleren Kante stumpfwinklig geknickt sind.
Zum Erreichen der genannten Zwecke ist die erfindungsgemässe Verpackung so ausgebildet, dass an der mittleren Knickkante der Seitenwände Haltelappen nach oben anschliessen, welche durch Ein schnitte am oberen Seitenwandteil begrenzt sind und welche die aus demselben Seitenwandteil herausgefalteten Faltlappen übergreifen.
Dank dieser Massnahme erhält man eine Verpackung, die trotz der Verwendung eines sehr leichten Materiales eine sehr grosse Stabilität hat. Ferner wird durch den polygonalen Querschnitt der Zellen ein erhijhter Schutz des Verpackungsgutes erreicht.
Es ist ferner von besonderem Vorteil, wenn die Querwandteile Einschnitte zur Aufnahme der mit den Bodenteilen über eine Faltkante verbundenen, die Trennwand bildenden Faltlappen aufweisen, welche Einschnitte in Bezug auf die Querachse der Querwandteile wechselweise links und rechts von dieser Querachse um mindestens 50 geneigt sein können.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung, und
Fig. 2 den Faltkarton zur Herstellung der Verpackung gemäss Fig. 1.
Die dargestellte Verpackung weist zwei Seitenwände auf, die je aus zwei Teilen 201, 202 bestehen.
Zwischen diesen Seitenwänden 201, 202 sind zwei Reihen von Aufnahmezellen 11 vorgesehen, die durch diese Seitenwände 201, 202, durch Bodenteile 214, Trennwand 241, Querstege 220 und Querwände 260 begrenzt sind.
Die Bodenteile 214 hängen längs einer Faltkante
15 mit den Seitenwandteilen 201 zusammen. Die Trennwände 241 ihrerseits hängen längs Faltkanten 45 mit den Bodenteilen 214 zusammen. Die Querwände 260, die mit den Querstegen 220 an Faltkanten 217 verbunden sind, erstrecken sich von den Querstegen 220 nach unten und verlaufen von einer Seitenwand zur anderen. An beiden Enden der Querwände 216 sind Faltlappen 280 vorgesehen, welche mit den Querwänden 260 an Faltkanten 16 und mit den Seitenwänden 202 an Faltkanten 13 verbunden sind. Dabei sind die Faltlappen 280 bezüglich der Querstege 220 von den Querwänden 216 weggefaltet und liegen an den Seitenwänden 202 an, welche zwischen zwei benachbarten Querstegen 202 durch die Faltkanten 13 und durch Schnittkanten 221 begrenzte Ausschnitte aufweisen.
Die Fläche dieser Ausschnitte stimmt mit der Fläche der Faltlappen 280 überein, da diese Kartonteile aus den Ausschnitten der Seitenwände umgefaltet wurden, wie dies aus der Fig. 1 ohne weiteres zu entnehmen ist. Auch die Fläche der Querwände 260 entspricht den zwischen den Quer stegen 220 verbleibenden offenen Flächen, nachdem die Querwände 260 I Kartonteile sind, welche im Faltkarton (Fig. 2) zwischen den Querstegen gelegen sind.
In der Fig. 2 ist der Faltkarton zur Herstellung der Verpackung gemäss der Fig. 1 gezeigt. Mit vollen Linien sind die Schnittkanten ausgezogen, welche die aufstellbaren Querwände und Faltlappen vom umliegenden Kartonmaterial trennen, während die Faltkanten 13, 16, 45 und 217 gestrichelt angedeutet sind. Vorzugsweise wird beim Eindrücken der Faltkanten die Faltrichtung bereits berücksichtigt, um das Umlegen der verschiedenen Kartonteile beim Falten des Faltkartons zu erleichtern.
Die Seitenwände 201, 202 sind ungefähr auf halber Höhe längs je einer Faltkante 203 stumpfwinklig geknickt und es schliessen bei jeder Seitenwand an dieser Faltkante 203 Haltelappen 204 an, welche durch Einschnitte 205 in dem an die Querstege 220 anschliessenden, oberen Seitenwandteil 202 begrenzt sind und welche die aus demselben Seitenwandteil 202 herausgefalteten Faltlappen 280 übergreifen.
Die beidseitig der Längsmittelebene gelegenen Bodenteile 214 sind nach oben gegeneinander geneigt. Die Trennwandteile 241 weisen Einschnitte 242 auf, in welche die Querwände eingreifen; auch sind die Trennwandteile 241 selber in Einschnitten 261 der Querwände 260 gehalten.
Die gebildeten Zellen haben im Querschnitt die Form eines beinahe regelmässigen Fünfeckes und eignen sich sehr gut zur Aufnahme von Eiern. Zur federnden Lagerung auf den Bodenteilen 240 haben diese U-förmige Einschnitte 233, welche entsprechend U-förmige Federzungen 244 begrenzen; diese hängen an ihrer Basis ungeschwächt mit dem Rest der Bodenteile zusammen.
In gewissen Fällen zeigt es sich, dass die Verbindung zwischen den die Trennwand bildenden Faltlappen und den Querwänden für gewisse schwerere Gegenstände, z. B. Äpfel, nicht stark genug ist. Bei gewissen Manipulationen der Verpackungen kann sich manchmal der Boden dieser Verpackungen öffnen.
Dieser Nachteil kann dadurch beseitigt werden, dass die Querwandteile Einschnitte zur Aufnahme der mit den Bodenteilen über eine Faltkante verbundenen, die Trennwand bildenden Faltlappen aufweisen, welche Einschnitte in Bezug auf die Querachse der Querwandtieile wechselweise links und rechts von dieser Querachse um mindestens 5O geneigt sind.
Dank dieser besonderen Ausbildung entsteht eine Art Verklemmung der die Trennwand bildenden Faltlappen, so dass der Boden der Verpackung sich auf keinen Fall, d. h. bei normaler Beanspruchung, öffnen kann.
Das Einfüllen der zu verpackenden Gegenstände in die Aufnahmezellen könnte nach dem Fertigstellen der Verpackung zwischen den Querstegen erfolgen.
In vielen Fällen jedoch wird es sich als vorteilhaft erweisen, die Gegenstände nach dem Umfalten der Seitenwände in die dadurch bereits geschaffenen, jedoch noch offenen Aufnahmezellen einzulegen und hierauf durch Umlegen der Bodenteile und durch Fixieren derselben die Aufnahmezellen zu verschliessen und die Verpackung fertigzustellen. In dieser Weise ist es möglich, durch geeignete Vorrichtungen sämtliche Aufnahmezellen zur gleichen Zeit abzufüllen. Die Querstege verhüten das Herausfallen der verpackten Gegenstände.
Es ist einleuchtend, dass beim dargestellten Ausführungsbeispiel trotz zwei Reihen von Aufnahmezellen die Stabilität der Verpackung zumindest unver ändert gewährt bleibt, wenn nicht gar erhöht wird.
Die beschriebene Verpackung bietet auch beim Transport hinreichenden Schutz und gestattet insbesondere das für die Lagerung vorteilhafte Aufstapeln solcher Verpackungen.