Elektrischer Heizstab, insbesondere zur Beheizung von Schienen und Weichen Die Erfindung betrifft einen elektrischen Heizstab, insbesondere zur Beheizung von Schienen und Wei chen.
Es sind bisher elektrische Beheizungen für Schie nen und Weichen bekanntgeworden, bei denen Flach stabheizkörper Verwendung fanden. In den bisher be kannten Heizkörpern lag der Heizleiter mit einer Hin- und Rückführung innerhalb der Isolation des Heizstabes.
Bei den grossen Spannungen, die insbeson dere im Gleichstrom-Bahnbetrieb vorliegen, erforder ten die bekannten Ausführungen relativ hohe Heizstab- querschnitte. Diese grossen Querschnitte sowie insbe sondere die Flachstabform erschwerten ein Verformen der Stäbe, das erforderlich ist, um die Heizstäbe den Krümmungen und Kurven, insbesondere bei Weichen, anzupassen. Weiterhin ist, wiederum insbesondere bei Weichen, der Raum, der zur Anordnung des Heiz- stabes zur Verfügung steht, beschränkt und kann nicht beliebig erweitert werden.
Durch den in der Praxis nur möglichen, verhält nismässig kleinen Hvizstabquerschnitt war bei den bis her bekannten Heizstäben die Dicke der Isolations schicht verhältnismässig gering. Bei Weichenbeheizun- gen beispielsweise, die starken Erschütterungen aus gesetzt waren, kam es daher oftmals zu Durchschlä gen, die die Heizung möglicherweise gerade in kriti- schen Zeiten ausser Betrieb setzten.
Diese Erschei nung trat noch häufiger auf, wenn Feuchtigkeit ein drang, da der relativ kurze Kriechweg von einem Heizleiter zum anderen bzw. von den Heizleitern zum Mantel des Heizstabes sodann häufig überschläge ein treten liess.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Heizstab zu schaffen, der bei gleicher Querschnitts- fläche erheblich grössere Sicherheit bietet und den Be trieb mit grösseren Spannungen, insbesondere bei Gleichstrom, zulässt, als sie bisher möglich waren. Während bisher Spannungen über 600 Volt nicht ver wendet werden konnten, ermöglicht es die Erfindung, Heizstäbe bei gleicher Querschnittsfläche ohne weite res mit Spannungen von 1000 Volt zu betreiben.
Der elektrische Heizstab nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass über dessen Länge ein einziger, den Heizstrom führender Heizleiter im Heizstab vorhan den ist. Bei gleicher Querschnittsfläche wird dadurch der Abstand zum Mantel und damit die Isolations wirkung erheblich vergrössert.
Vorzugsweise soll der Heizstab mit nur einer Zuleitung am Anschlussende vorgesehen und das andere Ende des Heizleiters mit dem Mantel des Heizstabes leitend verbunden sein. In diesem Falle wird der Mantel des montierten Heiz- stabes mit der Schienenerde leitend verbunden sein, so dass er zur Rückleitung des Stromes herangezogen wird.
Diese Ausführungsform hat sich besonders be- währt. Die Vorteile der Erfindung in bezug auf Durchschlagsicherheit treten jedoch auch ein, wenn beispielsweise beidseitig Anschlussenden vorgesehen sind, von denen eines mit der Stromzuleitung und eines mit der Erde verbunden ist.
Vorzugsweise wird der erfindungsgemässe Heiz- stab mit rundem Querschnitt ausgebildet. Hierdurch tritt erstens der Vorteil ein, dass der Abstand vom Heizleiter zum Mantel bei gegebener Querschnitts fläche allseitig maximal ist und dass normale runde Rohrmäntel Verwendung finden können. Schliesslich kann dabei der Heizstab gleichmässig nach allen Sei ten gebogen werden, ohne dass dabei Rücksicht auf eine bevorzugte Biegeachse genommen zu werden braucht.
Weiterhin ist noch die Herstellung der mit grosser Genauigkeit auszuführenden Anschlussenden durch deren zylindrische Form wesentlich erleichtert.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass im Falle des Anschlusses des Heizstabmantels an. die Schiene stets völlige Betriebssicherheit erreicht wird, da die Schiene selbst schon im Hinblick auf die Betriebs sicherheit der gesamten Bahn stets einwandfrei ge erdet ist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Hilfe der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des Heizstabes, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-11 durch Fig. 1, wobei die Aufhängung der Einfachheit halber weggelassen ist, und Fig. 3 ein UR-Diagramm für den gezeigten Heiz- stab.
In dem Mantel 1 des Heizstabes ist über dessen Länge ein einziger schematisch angedeuteter Heizlei- ter 2 angeordnet und wird durch die Rohrisolation 3 in. seiner Stellung gehalten. Der Heizleiter 2 ist am Anschlussende mit der Zuleitung 4 verbunden, die vermittels einer Anschlussisolation 5, 6 am Mantel 1 gehalten ist. Die Leitung 4 kann ihrerseits aus leiten dem Kern mit Isolation bestehen.
Am anderen Ende des Heizleiters 2 ist derselbe bei 7 beispielsweise mit der Endverschlussplatte 8 des Mantelrohres 1 leitend verbunden. Das Mantelrohr 1 ist im dargestellten Aus führungsbeispiel bei 9, beispielsweise durch Verbin dung mit der Schiene, geerdet. Bei Betrieb fliesst der Strom lediglich durch den einen vorhandenen Heizleiter 2 und wird über dessen anderes Ende vorzugsweise über den Mantel abgelei tet, wozu insbesondere die Schiene dient.