CH358988A - Verfahren zur Erzeugung der erforderlichen Zusatzleistung durch Einführung eines zusätzlichen Betriebsmittels in eine Gasturbinenanlage bei Entnahme von Druckluft aus derselben sowie Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung der erforderlichen Zusatzleistung durch Einführung eines zusätzlichen Betriebsmittels in eine Gasturbinenanlage bei Entnahme von Druckluft aus derselben sowie Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens

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CH358988A
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Description


  Verfahren zur Erzeugung der erforderlichen Zusatzleistung  durch Einführung eines zusätzlichen     Betriebsmittels    in eine     Gasturbinenanlage    bei Entnahme  von Druckluft aus derselben     sowie        Einrichtung        zur    Ausübung dieses Verfahrens    In einer     Gasturbinenanlage    ist es möglich, nach  dem Luftverdichter eine     Teilmenge    der gesamten von  diesem geförderten Luftmenge zu entnehmen, um sie  zu irgendeinem besonderen Zweck zu verwenden.

   Da  bei verkleinert sich die durch die Gasturbine strö  mende Gasmenge und sowohl der Treibgasdruck vor  der Gasturbine wie auch der Luftdruck nach dem  Luftverdichter wird niedriger; ferner nimmt auch die  Leistung der Gasturbine und damit auch die Nutz  leistung der Anlage ab. Die Erfahrung zeigt, dass bei  Entnahme von etwa     2519/o    der ganzen Luftmenge die  Nutzleistung an der Welle der     Gasturbinengruppe    auf  Null abfällt, während gleichzeitig der Druck nach dem  Luftverdichter von 100     o/c    auf etwa 75     %    sinkt.  



  Es ist auch bekannt, dass es möglich ist, Wasser  dampf oder ein zweckdienlich gewähltes Gas an einer  geeigneten Stelle in die     Gasturbinenanlage    einzufüh  ren, um Belastungsstösse rasch aufnehmen zu können.  Dabei wird die die Turbine durchströmende Gas  menge grösser, der Druck vor der Gasturbine und  nach dem Luftverdichter steigt an und die Nutzlei  stung der     Gasturbinengruppe    wird grösser. Erfahrungs  gemäss erhöht sich die Nutzleistung um etwa 5     "/o,     wenn auf 100      /a    Luftmenge eine Dampfmenge von  1      /o    beigemischt wird.  



  Wird von einer     Gasturbinenanlage,    deren Ma  schinengruppe einen Luftverdichter, eine Gasturbine  und eine     Nutzleistungsmaschine    umfasst, zeitweise die       Lieferung    von     Druckluft    verlangt, so kann die Ent  nahme dieser Druckluft bei einer     Anzapfstelle    zwi  schen zwei Stufen des Luftverdichters oder an dessen  Austrittsstutzen oder an einer geeigneten Stelle der       Druckluftleitung    zwischen dem Luftverdichter und der  Brennkammer erfolgen.

   Eine Luftentnahme dieser  Art kann erwünscht sein in einem chemischen oder    sonstigen industriellen Betrieb, wo die     Nutzleistungs-          maschine    aus einem Stromerzeuger besteht, vorzugs  weise aber in einem Stahlwerk, wo an Stelle eines  Stromerzeugers ein Luftverdichter zur Maschinen  gruppe gehören kann und wo die der Gasturbinen  anlage entnommene Luft z. B. als Zusatzluft zur Spei  sung der Konverter dienen würde.

   Mit Rücksicht auf  die bei Luftentnahme aus der     Gasturbinenanlage    sin  kende Leistung der     Nutzleistungsmaschine    und auf  den fallenden Druck an der     Luftentnahmestelle    kann  aber die Entnahmemenge nicht beliebig dem Bedarf  angepasst werden; sowohl der Druck der Entnahme  luft wie auch die Leistung der     Nutzleistungsmaschine     sollten mindestens angenähert konstant bleiben. Dies  sollte auch der Fall sein, wenn die Menge der der       Gasturbinenanlage    entnommenen Luft veränderlich  ist.  



  Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der er  wähnten unerwünschten Begleiterscheinungen bei der  Entnahme von Luft aus einer     Gasturbinenanlage.    Sie  betrifft ein Verfahren zur Erzeugung der erforder  lichen Zusatzleistung durch Einführen eines zusätz  lichen Betriebsmittels in eine     Gasturbinenanlage,     deren Maschinengruppe einen Luftverdichter, eine  Gasturbine und eine     Nutzleistungsmaschine    umfasst,  bei Entnahme von Druckluft aus dieser, und ist da  durch     gekennzeichnet,    dass die Einführung des     zusätz-          lichen    Betriebsmittels derart in Abhängigkeit von der       Druckluftentnahme    geregelt wird,

   dass die von der       Nutzleistungsmaschine    abgegebene Leistung konstant  bleibt.  



  Eine Einrichtung zur Ausübung dieses Verfah  rens, die ebenfalls Gegenstand der     Erfindung    ist, ent  hält zwei Ventile, wovon eines die Entnahme von       Druckluft    aus der     Gasturbinenanlage    gestattet, wäh-           rend    das andere     gleichzeitig    die Menge eines zusätz  lichen Betriebsmittels bei dessen     Einführung        in    die  Anlage regelt.  



  Das beschriebene Verfahren, für das die Regelung  der Menge des     zusätzlichen    Betriebsmittels bei gleich  zeitiger Entnahme von     Druckluft    aus der Gastur  binenanlage wesentlich ist, kann mit Wasserdampf       unter    Verwendung eines Dampfspeichers ausgeübt  werden. Vereinfacht lässt sich sagen, dass die ent  nommene Luftmenge durch eine entsprechende  Dampfmenge ersetzt wird. Der Dampfspeicher kann  durch einen der     Gasturbine    nachgeschalteten     Abhitze-          kessel    oder aus einer anderen Dampfquelle aufgela  den werden.

   Diesem Speicher kann     kurzzeitig    eine ge  wisse     Dampfmenge    entnommen und diese     kann    in die       Gasturbinenanlage        eingeführt    werden. Die Regelung  dieser Dampfmenge erfolgt so, dass die Leistung der       Nutzleistungsmaschine,    sei diese nun ein Stromerzeu  ger oder ein Luftverdichter, konstant bleibt, wobei  auch der     Druck    der Entnahmeluft sich nur unwesent  lich     ändert.     



  Anhand der Zeichnung, die schematisch ein Aus  führungsbeispiel der Einrichtung zur     Ausführung    des  Verfahrens darstellt, sei das Verfahren nach der Er  findung beispielsweise     erläutert.     



  In der Figur ist 1 der Luftverdichter, 2 der Luft  vorwärmer, 3 die Brennkammer, 4 die Gasturbine  und 5 die     Nutzleistungsmaschine    (hier z. B.     ein    Strom  erzeuger) der dargestellten     Gasturbinenanlage,    deren       Maschinengruppe    also aus dem     Luftverdichter,    der       Gasturbine    und der     Nutzleistungsmaschine    besteht.  Über ein Getriebe 6 wird von der Welle der Ma  schinengruppe aus ein     Brenngasverdichter    7 sowie ein       Fliehkraftregler    8 und eine     Regelölpumpe    9 angetrie  ben.

   Der Regler 8 beeinflusst mittels des zugehörigen       Reglerkolbens    8' verschiedene durch     Öldruck    betätigte  Ventile, wie dies nachfolgend     näher    beschrieben wird.  Die Ölpumpe 9 entnimmt Regelöl einem Ölbehälter  10 und fördert es über Drosselstellen 11, die als  Blenden oder fest einstellbare Drosselventile aus  gebildet sein können, in die Regelölleitungen zu den  erwähnten Ventilen. 12 ist ein federbelastetes Druck  halteventil.  



  Der Gasturbine 4 und dem     Luftvorwärmer    2 ist  abgasseitig ein     Abhitzekessel    13     nachgeschaltet,    der  den darin erzeugten Dampf an den Dampfspeicher 14  abgibt. Das Speisewasser für den     Abhitzekessel    13  wird dem Speisewasserbehälter 15     entnommen    und  über die Speisewasserpumpe 16 in den Speicher 14       gefördert,    aus welchem es durch die     Umwälzpumpe     17 dem     Abhitzekessel    13 zugeleitet wird.

   Mit dem       Gasbypassventil    18 kann die Menge des durch den       Abhitzekessel    13 strömenden Abgases     verändert    wer  den. Der Dampfspeicher 14 kann     zusätzlich    aus einer  fremden Dampfquelle über eine Leitung mit dem       Rückschlagventil    22 aufgeladen werden.  



  In der     Druckluftleitung    nach dem Luftverdichter  1 befindet sich bei 19 die Entnahmestelle für die aus  der     Gasturbinenanlage    zu entnehmende     Druckluft     sowie bei 20 die     Einführungsstelle    für den in die-    selbe     einzuführenden    Wasserdampf. 21 ist ein Rück  schlagventil in der     Zudampfleitung    zu dieser Einfüh  rungsstelle.  



  Die     Brenngasmenge,    die der     Brennkammer    3 vom       Brenngasverdichter    7 zugeführt wird, wird vom Re  gler 8 und dem     Reglerkolben    8' mit Hilfe des     Brenn-          gasventils    23 und des zugehörigen Servomotors 23'  geregelt;

   überdies begrenzt der Temperaturregler 24  mit dem     Regelöl-Ablassventil    24' und dem Tempera  turfühler 24" diese     Brenngasmenge.    Damit der     Druck     nach dem     Brenngasverdichter    7 nicht zu stark anstei  gen kann, wird eine gewisse Gasmenge mit     Hilfe    des       Druckreglers    25' durch das Ventil 25 über den Rück  kühler 26 umgeleitet.  



  Zum Zwecke der Erzeugung der     erforderlichen     Zusatzleistung durch Einführung eines zusätzlichen  Betriebsmittels - hier Wasserdampf - in die be  schriebene     Gasturbinenanlage    bei Entnahme von       Druckluft    aus derselben, ist nun     in    der     Luftent-          nahmeleitung    nach der Entnahmestelle 19 ein Ent  nahmeventil 27 und in der     Zudampfleitung    vor der       Einführungsstelle    20 ein Regelventil 28 angeordnet;  diese Ventile werden je durch die Servomotoren 2<B>7</B>  und 28' betätigt.

   Ferner ist in     ölablassleitungen    zu den  Regelölleitungen der erwähnten Servomotoren je ein       Ablassventil    29     bzw.    30 angebracht; diese Ventile  werden gleichzeitig entweder von Hand oder - wenn  es gewünscht wird - automatisch mittels einer     Druck-          oder        Mengenregelungseinrichtung    betätigt.

   Beim       Schliessen    dieser     Ablassventile    wird im Bedarfsfall das  Entnahmeventil 27 geöffnet und     Druckluft    aus der       Gasturbinenanlage    nach aussen     geliefert    sowie gleich  zeitig das Regelventil 28 geöffnet und Wasserdampf  als zusätzliches     Betriebsmittel        eingeführt.    Die beiden  Ventile 27 und 28 öffnen und schliessen sich in der  Weise, dass die Leistung der     Nutzleistungsmaschine     konstant bleibt,

   wobei auch der     Druck    der Nutzluft  an der Entnahmestelle sich nur unwesentlich     ändert.     Die einzuführende Dampfmenge wird hierfür vom       Fliehkraftregler    8 mit Hilfe eines     ölablassventils    31,  das z. B. durch einen     Druckbalg    31' betätigt wird,  und durch das Regelventil 28 entsprechend geregelt.       Zusätzlich    wird diese Dampfmenge bei Absinken des       Druckes    im Dampfspeicher 14 auch noch durch ein       Ölablassventil    32 mit zugehörigem     Druckbalg    32' be  grenzt.  



  Anstelle von Wasserdampf kann als zusätzliches  Betriebsmittel auch ein geeignetes     Druckgas    verwen  det werden, z. B. das von einem     Freikolben-Gaserzeu-          ger    gelieferte Gas. Der Druck dieses Gases muss höher  sein als der     Betriebsmitteldruck    an der Einführungs  stelle. Die     Einführung    dieses Gases in die Gastur  binenanlage kann z. B. in der     Brennkammer    erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Erzeugung der erforderlichen Zusatzleistung durch Einführen eines zusätzlichen Be triebsmittels in eine Gasturbinenanlage, deren Ma schinengruppe einen Luftverdichter, eine Gasturbine und eine Nutzleistungsmaschine umfasst, bei Ent- nahme von Druckluft aus dieser Anlage, dadurch ge kennzeichnet, dass die Einführung des zusätzlichen Betriebsmittels derart in Abhängigkeit von der Druck luftentnahme geregelt wird, dass die von der Nutz leistungsmaschine abgegebene Leistung konstant bleibt.
    1I. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei Ventile (27, 28), wovon eines (27) die Entnahme von Druckluft aus der Gasturbinenanlage gestattet, wäh rend das andere (28) gleichzeitig die Menge eines zu- sätzlichen Betriebsmittels bei dessen Einführung in dieselbe regelt. UNTERANSPRüCHE 1: Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass als zusätzliches Betriebsmittel Was serdampf in die Gasturbinenanlage eingeführt wird. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekenn zeichnet durch einen Dampfspeicher (14), aus dem der in einem der Gasturbine (4) nachgeschalteten Ab hitzekessel (13) erzeugte Dampf über ein Regelventil (28) in die Gasturbinenanlage eingeführt wird.
CH358988D 1958-06-04 1958-06-04 Verfahren zur Erzeugung der erforderlichen Zusatzleistung durch Einführung eines zusätzlichen Betriebsmittels in eine Gasturbinenanlage bei Entnahme von Druckluft aus derselben sowie Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens CH358988A (de)

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