Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Mischgutkomponenten zu einer Mischvorrichtung und der Abgabe des gemischten Gutes an eine Verbrauchsanlage Es ist bekannt, dass mit diskontinuierlich arbei tenden Mischvorrichtungen wesentlich bessere, ins besondere einheitlichere Mischungen erreicht werden als mit kontinuierlich arbeitenden Mischern. Es ist ferner bekannt, diskontinuierliche Mischvorrichtungen in allen Arbeitsphasen automatisch zu steuern. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird durch das Schliessen der Austragsvorrichtung nach der Ent leerung das erneute Füllen des Mischers mit den ver schiedenen Ausgangsmaterialien in der vorgeschrie benen Menge, Zeit- und Reihenfolge ausgelöst.
Zur Überwachung der zugeführten Materialmenge werden vorzugsweise automatische Waagen benutzt. Die Zu führung selbst kann beispielsweise durch einen auto matisch gesteuerten Aufzug erfolgen. Bei den bekann ten gesteuerten Mischvorrichtungen ist es ferner mög lich, die Mischzeit an der Vorrichtung einzustellen. Nach Ablauf dieser Mischzeit kann dann entweder Signalgebung, verbunden mit einer automatischen Vorbereitung der Austragsvorrichtung zum Öffnen von Hand oder ein automatisches öffnen der Aus tragvorrichtung und Austragen erfolgen. Es besteht nun die Schwierigkeit, diese diskontinuierlichen Misch vorrichtungen mit den bekannten kontinuierlich ar beitenden Verbrauchsanlagen, wie Strangpressen usw., zu koppeln.
Das blosse Zwischenschalten eines Puffer behälters genügt deshalb nicht, weil bei jeder Ver brauchsanlage mit Stockungen gerechnet werden muss und ein Pufferbehälter in solchem Fall sehr schnell zum Überlaufen gefüllt wäre.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Mischgut komponenten zu einer Mischvorrichtung und der Ab gabe des gemischten Gutes an eine dieses Gut zur Weiterverarbeitung aufnehmenden Verbrauchsanlage mit einem zwischen die Mischvorrichtung und die Verbrauchsanlage eingeschalteten Zwischenbehälter mit einer das Mischgut in abgestimmten Mengen an die Verbrauchsanlage abführenden Austragsvorrich- tung.
Zur Überwindung der weiter oben genannten Schwierigkeiten kennzeichnet sich die Vorrichtung nach der Erfindung dadurch, dass die Abmessvorrich- tungen und die Zugabevorrichtungen für die einzel nen Mischungsbestandteile sowie die Austragvorrich- tung des Mischers zum Zwischenbehälter an eine voll automatische Schalteinrichtung angeschlossen und in Teilvorrichtungen gruppiert sind, von denen jede ein Zustandsmessglied und einen Impulsgeber aufweist, wobei die automatische Schaltvorrichtung zur Betäti gung dieser einzelnen Vorrichtungen in zeitlicher Auf einanderfolge eingerichtet ist,
indem ein bewegtes Glied jeder dieser Teilvorrichtungen einen Impuls auslöst, der über mindestens ein Zeitmessglied und mindestens ein Zustandsmessglied auf die Betätigungs einrichtung mindestens einer jeweils als nächste zu betätigende Teilvorrichtung geleitet wird, und dass der Zwischenbehälter mit mindestens einer Vorrich tung zur Messung seines Füllungszustandes versehen ist, die als weiteres Zustandsmessglied in die automa tische Schaltung an einer Stelle eingesetzt ist, an der sie als Sperrglied in dem Weg der Impulse zur Betä tigung der Teilvorrichtungen zum Beschicken des weiterlaufenden Mischers liegt.
Neben der Überwindung der eigentlichen Re gelungsschwierigkeiten bietet die Vorrichtung nach der Erfindung bei geeigneter Ausbildung den Vorteil, dass sie selbst dann, wenn in der Verbrauchsanlage Programmwechsel vorgenommen werden; ein Ab schalten der Mischvorrichtung nicht mehr notwendig ist. Es ist auch durch die Vorrichtung nach der Er findung die Möglichkeit gegeben, die Verbrauchs- anlage so zu steuern, dass sie wesentlich geringeren Materialbedarf hat, als es der Leistungsfähigkeit des Mischers entspricht. Dies kann dadurch geschehen, dass der Zwischenbehälter stets bis zu einem gewissen Füllungsgrad nachgefüllt wird und darüber hinaus nicht überlaufen kann.
Anderseits ist auch die Mög lichkeit gegeben, die Verbrauchsanlage mit grösserer Materialaufnabme zu steuern, als es der Leistungs fähigkeit des Mischers entspricht. In solchem Fall wird z. B. die Materialzufuhr in die Verbrauchsanlage oder diese selbst dann abgeschaltet, wenn der Zwi schenbehälter bis zu einem gewissen Grad entleert ist. Dadurch ist zugleich Sorge getragen, dass stets eine Materialreserve im Zwischenbehälter vorhanden ist, so dass bei irgendwelchen Stockungen in der Misch vorrichtung oder der Zuführung des Ausgangsmate rials die Verbrauchsanlage kontinuierlich weiterarbei ten kann.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt, in wel cher diese in einer automatischen Betonmischanlage benutzt wird.
Fig. 1 zeigt die Betonmischanlage in Seitenansicht, Fig. 2 die Regelvorrichtung in Vorderansicht und Fig. 3 in Draufsicht.
Fig. 4 zeigt die Betätigungsvorrichtung für den Entleerungsverschluss mit elektrischem Antrieb und doppelt verriegelter Endlagenschaltung.
Fig. 5 zeigt die Endlagenschalter für den Entlee- rungsverschluss.
Fig. 6 zeigt einen Funktionszeitplan für eine An lage nach Fig. 1 bis 5.
Fig. 7 zeigt schematisch eine Ausführungsform eines elektrischen Steuersystems für die Anlage nach Fig. 1 bis 5.
In der automatischen Betonmischanlage nach Fig. 1 bis 6 wird ein Gegenstrommischer 1 mit umlau fender Mischschüssel 2 und im Inneren der Misch schüssel 2 exzentrisch und gegenläufig umlaufenden Mischwerkzeugen 3 benutzt. Die zu vermischenden Rohmaterialien werden dem Mischer 1 aus verschie denen Silos zugeleitet. Kies und Sand verschiedener Körnung werden aus einer Reihe von Silos 4 mittels einer Förderschnecke 5 in die Schale 6 einer auto matischen Waage eingeleitet, wo die einzelnen Kom ponenten entsprechend dem vorgesehenen Mischver hältnis abgewogen werden.
Aus der Schale 6 laufen die abgewogenen Zementzuschlagstoffe über einen Trichter 7 mit Verschlussvorrichtung 8 in die Aufzug schüssel 9 der Mischvorrichtung, die sie dann in die Mischschüssel 2 transportiert. Der Zement wird in einem Silo 10 gelagert und über eine Förderschnecke 11 in die Schale 12 einer automatischen Waage ge fördert. Auch die Schale 12 ist zu einem Trichter aus gearbeitet, der unmittelbar in die Mischschüssel 2 mündet. Das notwendige Wasser wird aus einem Was serbehälter 13 eingeleitet, von wo es durch den Drei weghahn 14 in anderer Stellung in die Mischschüssel 2 läuft.
Unterhalb der Mischvorrichtung 1 ist ein Zwi schenbehälter, ein an sich bekannter Rundbeschicker 16 angebracht, der das aus der Mischvorrichtung 1 ausgetragene, fertig gemischte Gut aufnimmt und in kontinuierlichem Fluss auf das Förderband 17 bringt. Der Rundbeschicker 16, der in seinem oberen Teil zu einem Zwischenbehälter 18 ausgearbeitet ist, ist auf eine automatische Waage 19 gesetzt.
Die oben angeführten Teile der Anlage sind in dem dargestellten Beispiel in 4 Gruppen angeordnet, die im folgenden als Teilvorrichtungen bezeichnet werden. Diese Teilvorrichtungen sind an eine auto matische Folgeschaltung angeschlossen, die im we sentlichen wie folgt aufgebaut ist: Jede Teilvorrichtung enthält einerseits Zustands- messglieder elektrischer Art, beispielsweise elektrische Waagen, Füllstandsmesser und dergleichen, und an derseits einen von einem bewegten Glied der Teilvor richtung betätigten Impulsgeber. Die als erste ge schaltete Teilvorrichtung übernimmt über eine Lei tung einen Impuls von Impulsgeber der in der Folge als letzte angeordneten Teilvorrichtung.
Dieser auf genommene Impuls wird zunächst über die elektri schen Glieder der Zustandsmesser in der ersten Teil vorrichtung geführt und von dort auf die Betätigungs einrichtung für diese Teilvorrichtung gegeben. Ist die erste Teilvorrichtung vollständig zum Betrieb vor bereitet, dann ist der Weg für den Impuls über die elektrischen Teile der Zustandsmesseinrichtungen frei und die eigentliche Tätigkeit der ersten Teilvorrich tung wird in Gang gesetzt.
Der an ein bewegtes Glied der ersten Teilvorrich tung angeschlossene Impulsgeber erzeugt wiederum einen Impuls, der zunächst auf einen in der ersten Teilvorrichtung angeordneten Zeitgeber geleitet wird. Sobald der Zeitgeber die eingestellte Zeit abgelaufen hat, gibt er den Impuls über eine Leitung an die zweite Teilvorrichtung weiter. Auch dort läuft der Impuls zunächst über die elektrischen Teile von Zu- standsmessgliedern, die ihm den Weg dann freigeben, wenn die zweite Teilvorrichtung ebenfalls für den Be trieb bereit ist.
Auch in der zweiten Teilvorrichtung ist einem bewegten Element ein Impulsgeber zugeord net, der wiederum über ein Zeitmessglied einen Im puls an die dritte Teilvorrichtung weitergibt, bei der wiederum die gleiche grundsätzliche Anordnung ge troffen ist. Die vierte Teilvorrichtung gibt dann mit ihrem Impulsgeber über einen Zeitmesser den Impuls wieder an die erste Teilvorrichtung.
Im vorliegenden Beispiel ist die erste Teilvorrich tung diejenige Gruppe von Geräten, die die erste Mischungskomponente zum Mischer 1 führen, die zweite Teilvorrichtung diejenige Gruppe, die für die Abmessung und Zuteilung des Wassers zum Mischer 1 vorgesehen ist, die dritte Teilvorrichtung diejenige für die weiteren Mischungskomponenten und die vierte Teilvorrichtung diejenige für Geräte und Teile, die für die Betätigung der Austragvorrichtung vor gesehen und an diese angeschlossen sind. In diese durch die elektrische Folgeschaltung ge gebene Betätigungskette greift noch als zusätzliches Zustandsmessglied das mit dem Zwischenbehälter ver bundene Zustandsmessglied ein, das in dem gezeigten Beispiel die automatische Waage 19 ist.
Grundsätz lich soll dieses zusätzliche Zustandsmessglied, nämlich im vorliegenden Beispiel die automatische Waage 19, in der Weise in die Betätigungskette eingreifen, dass es als Sperrglied in dem Weg des Impulses zur Betäti gung der Vorrichtungen zum Beschicken des weiter laufenden Mischers 2 liegt. Hierfür bestehen zwei Möglichkeiten.
Die automatische Waage 19 kann als zusätzliches Zustandsmessglied mit einem Schaltwerk verbunden sein, das als Schalter in dem Weg desjenigen Impulses liegt, der bei Beendigung der Öffnungsbewegung des Verschlusses des Mischers 2 vom Schalter 53 (Fig. 5) erzeugt von der automatischen Schalteinrichtung über ein Zeitmessglied zur Einstellung der Öffnungszeit des Mischerverschlusses auf die Betätigungseinrichtung zum Verschliessen dieses Verschlusses geführt wird.
Ist dann das Messergebnis der automatischen Waage 19 so, dass kein weiteres Material mehr in den Zwischen behälter<B>18</B> überführt werden soll, dann sperrt sie den Weg dieses Impulses und verhindert dadurch das Schliessen des Verschlusses des Mischers 2. Es ent steht dann auch an diesem Verschluss kein Impuls mehr, der auf die Betätigungseinrichtung zum Öffnen der automatischen Waage 12 geführt werden könnte. Alle weiteren in der Kette an die automatische Schal tung angeschlossenen Teilvorrichtungen bleiben so mit ebenfalls unbetätigt, weil die vorhergehende Teil vorrichtung keinen Arbeitsablauf ausführt und somit kein Impuls bei einem Ende eines Arbeitsablaufes entsteht.
Die zweite Möglichkeit des Eingriffes der auto matischen Waage als Zustandsmessglied und Sperr glied in die Betätigungskette besteht darin, dass diese automatische Waage 19 mit einem Schaltwerk ver sehen ist, das in dem Weg des bei Beendigung der Schliessbewegung des Verschlusses des Mischers 2 durch die automatische Schaltung mittels des Schal ters 51 (Fig. 5) erzeugten und zur Betätigungseinrich tung für die Austrageinrichtung der automatischen Waage 12 gelegt ist. Bevor dieser Impuls über die als Zustandsmessglied dienenden Kontrollkontakte der automatischen Waage 12 geführt wird, muss er über die Kontrollkontakte der automatischen Waage 19 laufen.
Ist das Messergebnis der automatischen Waage 19 so, dass keine weitere Füllung des Mischers 2 in den Zwischenbehälter 18 geführt werden soll, so sperren die Kontrollkontakte der automatischen Waage 19 den Weg für den Impuls zu den Kontrollkontakten der automatischen Waage 12, deren Austrageinrich- tung dadurch unbetätigt bleibt. Auch alle nachfolgen den in die Betätigungskette eingesetzten Teilvorrich tungen bleiben unbetätigt, weil die vorhergehende Teilvorrichtung keinen Arbeitsablauf ausführt, an dessen Ende die automatische Schaltung einen Be- tätigungsimpuls für die nächste Teilvorrichtung er zeugen könnte.
Sobald dann die automatische Waage 19 sowohl bei der ersteren Art des Eingriffes als auch bei der zweiten Art des Eingriffes in die Betätigungskette den Weg für den Betätigungsimpuls freigibt, also ein Mess- ergebnis aufweist, das die weitere Zuführung von Füllungen des Mischers 2 in den Zwischenbehälter 18 zulässt, läuft der Impuls zu der Betätigungseinrichtung für das Schliessen des Verschlusses des Mischers 2 bzw. für die Austrageinrichtung der automatischen Waage 12. Die automatische Schaltung setzt damit die Betätigungskette wieder in Gang, so dass der ein gestellte Arbeitsablauf der gesamten Anlage unver ändert weitergeht.
Im folgenden wird ein Beispiel einer solchen mög lichen automatischen Folgeschaltung an Hand der Fig. 7 beschrieben. Durch einfaches Umschalten der Betätigungseinrichtungen und der entsprechenden Zeitmessglieder und Zustandsmessglieder lässt sich na türlich auch jede andere gewünschte Betätigungsfolge der einzelnen Vorrichtungen der Anlage erzielen: Zur Inbetriebnahme einer Anlage nach Fig.7 wird zunächst der Vorschalter 101 eingedrückt, an dem allerdings der Starkstrom-Vorschalter 102 ein gelegt worden ist.
Durch das Eindrücken des Vor schalters 101 wird das Zeitrelais 103 in Gang gesetzt, das gleichzeitig eine Signallampe 104, beispielsweise eine Hupe, betätigt. Die Signalanlage 104 ist so lange in Gang, bis die am Zeitrelais 103 eingestellte Zeit abgelaufen ist. Vom Zeitrelais 103 werden ferner der Relaisschalter 105 und das Zeitrelais 106 betätigt. Während der Ablaufzeit des Zeitrelais<B>106,</B> das bis zu zwei bis drei Minuten eingestellt werden kann, ist somit die vom Transformator 107 gelieferte Steuer spannung an die Klemmen des Hauptschalters 108 gelegt.
Wird dieser während der Laufzeit des Zeit relais 106 eingedrückt, so schaltet er über die Relais 109 und 110 einerseits den Kraftstrom unmittelbar auf den Motor 111 des Mischers 1' und den Motor 112 des Zwischenbehälters 16' und anderseits über den normalerweise geschlossenen Ausschalter 113 die Steuerspannung auf die Hauptsteuerleitung 114. Nach Ablauf der am Zeitrelais 106 eingestellten Zeit wird durch dieses der Relaisschalter 105 wieder ge öffnet. War in der Zwischenzeit der Hauptschalter 108 nicht gedrückt worden, so ist das Einschalten der Anlage nur durch erneutes Drücken des Vorschalters 101 und somit nach Ablauf der Warnzeit möglich.
Mit dem Einlegen des Vorschalters 102 in der Kraftstromleitung wird der Kraftstrom unmittelbar an die Relaisschalter 115, 117, 118 und 126 der Motore 119, 122, 123 und 128 für die Materialzufüh- rung in die automatischen Waagen 12' und 6' bzw. zum Entleeren der automatischen Waage 6' in die Aufzugschüssel 9' gelegt. Um diese Motore ein zuschalten, muss noch die Steuerspannung über die Hauptsteuerleitung 114 zugeführt werden.
Ausserdem ist durch das Einlegen des Vorschalters 102 in der Kraftstromleitung die Motorenspannung an den Relaisschalter 125, für den Entleerungsmotor 127 aus der automatischen Waage 12' in den Mischer l' an die Relaisschalter 129 und 130 für den An triebsmotor 131 zum Öffnen und Schliessen des Mischerverschlusses, an den Relaisschalter<B>132</B> für den Motor 133 zum Antrieb der Austragsvorrichtung 1<B>7</B> aus dem Zwischenbehälter zur Verbrauchsanlage 134' gelegt. Diese Relaisschalter werden aber durch die automatische Steuerung erst geschlossen, wenn be stimmte Teilabläufe vorher abgelaufen sind.
Für den Teilablauf 1, in welchem beispielsweise eine Komponente der herzustellenden Mischung aus denn Silo 10' über die automatische Waage 12' in den Mischer 1' geleitet werden soll, ist von der Haupt steuerleitung 114 die Steuerleitung 135 abgezweigt, die über den Schalter 136, der vom Entleerungsmotor 127 für die automatische Waage 12' betätigt wird, und den durch die automatische Waage 12' unmittel bar betätigten Kontakt 137 sowie den im allgemeinen eingeschalteten Handschalter 138 die Wicklung des Relaisschalters 115 unter Strom setzt.
Da der Schalter 136 bei geschlossener Austragsöffnung der Waage 12' eingelegt und der Kontakt 137 bei entleerter Waage 12' geschlossen ist, wird unter diesen Voraussetzun gen aus dem Silo 10' so lange Gut in die automatische Waage 12' eingeleitet, bis das eingestellte Gewicht erreicht ist und sich der Kontakt 137 öffnet und die Gutzufuhr über 11' geschlossen wird. Die Waage ist somit bereit, das Gut dem Mischer 1' zuzuführen.
Zur Einführung des Gutes in den Mischer 1' muss der Motor 127 mittels der Steuerleitung 139 in Gang gesetzt werden. Diese ist über den Schalter 51' an das mit dem Mischverschluss verbundene Zeitrelais 159 angeschlossen. Für die Steuerleitung 139, die über den Vollkontakt 140 der automatischen Waage 12' geführt ist, erhält das Schaltrelais 125 seinen Betäti gungsstrom somit nur, wenn die Mischzeit abgelaufen und der Verschluss des Mischers wieder geschlossen und ausserdem die automatische Waage 12' ordnungs gemäss gefüllt ist. Sobald die automatische Waage 12' entleert ist, schliesst der Motor 127 wieder den Ver schluss und legt dabei den Schalter 136 ein; da sich die Waage beim Entleeren wieder gehoben hat, ist auch der Kontakt 137 geschlossen. Es erfolgt somit eine neue Füllung der Waage 12'.
Beim Schliessen der Austragsöffnung der auto matischen Waage 12' hat der Motor 127 einen ersten Mischzeitgeber 141 in Gang gesetzt, der ebenfalls von der abgezweigten Steuerleitung 135 aus gespeist wird. An diesem ersten Mischzeitgeber 141 kann, wenn er wünscht, eine Zeitspanne eingestellt werden, während welcher das aus der automatischen Waage 12 in den Mischer eingeführte Gut allein in diesem behandelt wird. Der erste Mischzeitgeber 141 gibt dann einen Steuerimpuls in die Leitung 142, die in der dargestell ten Ausführungsform am Klemmbrett 143 auf den zweiten Teilablauf geschaltet ist.
Dieser stellt in der dargestellten Ausführungsform eine Zuführungsvor richtung für eine Flüssigkeit dar, beispielsweise Was- ser oder dergleichen. Vom Klemmbrett 143 wird die Steuerspannung aus dem ersten Mischzeitgeber 141 über die Leitung 144 und den durch den Flüssigkeits messer 15' betätigten Schalter 145 auf die Wicklung des Relaisschalters 116 gegeben. Es kommt hierdurch der Motor 120 und das Ventil 14' in Gang. Die Flüs sigkeit wird in der im Flüssigkeitsmesser 15' abgemes senen Menge in die Mischschüssel 1' geführt.
Sobald diese Menge erreicht ist, öffnet der Flüssig keitsmesser 15' den Schalter 145 und setzt einen zwei ten Mischzeitgeber 148, der von der Hauptsteuerlei- tung 114 gespeist wird, in Gang. An dem Zeitrelais 148 kann wiederum eine Zeitspanne eingestellt wer den, während welcher das Gut aus dem Silo 10' mit der zugeführten Flüssigkeit vermischt werden soll. Auch dieser zweite Mischzeitgeber 148 ist in der Re gel auf 0 eingestellt, wie dies der Darstellung der Fig. 6 entspricht.
Der zweite Mischzeitgeber 148 gibt einen Steuer impuls auf die Leitung 149, die am Klemmbrett 150 in der dargestellten Ausführung auf die dritte Teil vorrichtung geschaltet ist. Diese ist im Unterschied zu der ersten Teilvorrichtung für das Abmessen und Zuführen zweier Mischungskomponenten ausgebildet und enthält deshalb eine automatische Waage 6', die als Mehrkomponentenwaage ausgebildet ist und im dargestellten Beispiel aus zwei Silos 4' und 4a' in dem eingestellten Mengenverhältnis beschickt wird. Das Beschicken der automatischen Waage 6' und das Ab messen der beiden Mischungskomponenten erfolgt be reits unabhängig und vor der Abgabe eines Impulses vom Mischzeitgeber 148.
Wie Fig. 6 zeigt, läuft auch der Abmessvorgang für die beiden Mischkomponen ten in der Waage 6' bereits mit dem Einschalten der Maschine an. Beim Laufen der Maschine wird dann der Abmessvorgarig durch die Kontaktvorrichtung 160 der automatischen Waage 6' sofort nach Ent leeren der automatischen Waage 6' wieder in Gang gesetzt, indem zunächst von der Leitung 114 her über den in Fig. 7 dargestellten- mittleren Kontakt der Relaisschalter 117 betätigt wird, um den Motor 122 unter Strom zu setzen und die im Silo 4' gelagerte Mischkomponente der Waage 6' zuzuführen.
Ist die vorgesehene Gewichtsmenge der Komponente der Waage 6' zugeführt, so öffnet diese den mittleren Kon takt und schliesst den oberen Kontakt, um über den Relaisschalter 118 den Motor 123 unter Strom zu set zen und die Komponente aus dem Silo 4n' der Waage 6' zuzuführen, bis diese ebenfalls in der vorgesehenen Menge eingeführt ist und dadurch der obere Kontakt seine Kontaktbahn überlaufen hat. In diesem Augen blick wird dann der in der Fig. 7 unten dargestellte Kontakt der Anordnung 160 geschlossen.
Befindet sich die Aufzugschüssel 9' in ihrer vorgeschriebenen unteren Füllage, so hat sie den Schalter 33' geschlossen, so dass von der Hauptsteuerleitung 114 her über den Schalter 33' und den unteren Kontakt der Schaltanordnung 160 der Relaisschalter 126 unter Strom gesetzt wird, um den Motor 128 für den Verschluss der automatischen Waage 6' einzuschalten. Die Waage 6' wird dann in die Aufzugschüssel 9' entleert, die dann ihrerseits für die Entleerung in den Mischer 1' bereitsteht. Der Schalter 33' der Aufzugschüssel 9' enthält selbstver ständlich ausser diesem dargestellten Kontakt noch einen solchen, der den Bremsmagnet für die Winde W betätigt.
Diese Einzelheiten sind aber der übersicht halber in dem Schaltbild der Fig. 7 weggelassen. Fer ner ist für die Aufzugschüssel 9' noch der Schlaffseil- schait-2r 170 -vorgesehen, der in Reihe mit dem Schal ter 33' in die Steuerleitung für den Relaisschalter 126 dis Motors<B>128</B> gelegt ist. Hat nämlich beim Abwärts laufen die Schüssel 9' den Schalter aus irgendwelchen Gründen überlaufen, so setzt sich diese auf und unter bricht mit dem Schlaffseilschalter 170 die Steuerlei tung für den Relaisschalter 126, so dass das Füllen der Aufzugschüssel 9' verhindert wird.
Die weiteren mit dem Schlaffseilhalter in Verbindung stehenden Kontakte sind ebenfalls der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Der Motor 128 ist mit einem Schalter 165 ver bunden, den er schliesst, sobald die Überführung der abgewogenen Mischkomponenten in die Aufzugschüs sel 9' erfolgt ist. Der Weg des Impulses vom Misch zeitgeber 148 über die Relaiswicklung 121 und die geschlossenen Endlagenschalter 35' und 36' ist somit frei und der Windelmotor 124 kann mittels dieses Im pulses in Gang gesetzt werden. Die Schalter 35' und 36' unterbrechen diesen Steuerstromkreis dann wie der, wenn die Aufzugschüssel 9' ihre obere Stellung erreicht hat. Die mit diesen Schaltern zusammenarbei tenden Einrichtungen zum Ablassen der Schüssel sind ebenfalls der Einfachheit halber nicht dargestellt.
Sobald die Winde ihre Rücklaufbewegung beendet hat, setzt sie den dritten Mischzeitgeber 151 in Gang, an welchem bei dem in Fig. 6 gezeigten Schaltbeispiel die Mischzeit eingestellt ist. Nach Ablauf der Misch zeit gibt der Mischzeitgeber 151 über die Leitung 152 einen Impuls auf die Klemme C des Klemmbrettes 153 und damit auf die Leitung 154.
Durch die entsprechende Einstellung auf den ein zelnen Klemmbrettern 143, 150 und 153 können die beschriebenen Teilabläufe in ihrer Reihenfolge belie big eingestellt werden. Ausserdem ist die Länge der Vormischzeit, Zwischenmischzeit und Hauptmisch- zeit beliebig einstellbar. Das in dem jeweils zuerst ein geschalteten Teilablauf eingesetzte Zeitrelais steuert jeweils zuerst die Vormischzeit, das in dem zweiten die Zwischenmischzeit und das im letzten die Haupt mischzeit.
Vom letzten Mischzeitgeber (im Beispiel der Fig. 7 Zeitrelais 151) geht der Steuerstrom über die Leitung 154 auf den Kontakt 155 der automatischen Waage, die unterhalb des Zwischenbehälters angebracht ist. Dieser Kontakt 155 ist im allgemeinen geschlossen, wird aber automatisch geöffnet, sobald das Gewicht der Füllung im Zwischenbehälter 16' seine obere Grenze überschreitet, die an der automatischen Waage eingestellt ist. Vom Kontakt 155 wird der Steuer strom über die Leitung 156 auf den Schalter 157 ge- führt, der durch den Antriebsmotor 112 des Zwi schenbehälters geschaltet wird.
Der Schalter 157 ist stets eingelegt, wenn der Motor 112 läuft und ver hindert, dass gemischtes Gut in den Zwischenbehälter eingetragen wird, ohne dass dieser in Gang gesetzt ist. Sind der Kontakt 155 der automatischen Waage 19' und der Schalter 157 geschlossen, so läuft der Steuer strom auf den Relaisschalter 130 und setzt den Motor 131 in solchem Umdrehungssinn in Gang, dass der Verschluss des Mischers 1' geöffnet wird.
Sobald der Verschluss des Mischers 1' vollkommen geöffnet ist, wird der Schalter 53 (vergleiche Fig. 5) betätigt, der einerseits den Motor 131 abschaltet, was allerdings in Fig. 7 der Übersicht halber nicht dargestellt ist, und anderseits mit seinem Kontakt 158 das Zeitglied 159 in Gang setzt, an welchem die Austragszeit für die Entleerung des Mischers eingestellt ist. Nach Ab lauf dieser Zeitspanne gibt das Zeitrelais 159 .einen Steuerimpuls auf den Relaisschalter 129, der den Mo tor 134 mit umgekehrtem Laufsinne, also zum Schlie ssen des Verschlusses, einschaltet.
Gleichzeitig gibt das Zeitrelais 159 über einen Kontakt des Schalters 51 (vergleiche Fig. 5), der bei geschlossenem Ver schluss. geschlossen ist, einen Steuerstrom auf die Steuerleitung 139 und setzt somit wiederum die Ent leerung der automatischen Waage in dem als ersten geschalteten Teilablauf in Gang.
Um die Anlage anzuhalten und sofort für eine spätere Wiederingangsetzung vorzubereiten, kann ent weder die Zuführung der Ausgangsmaterialien in die automatischen Waagen dadurch unterbunden werden, dass die Schalter 138 und 161 in den Steuerleitungen der Relaisschalter 115, 117 und 118 ausgerückt wer den, oder dadurch, dass der Schalter 162 eingelegt wird. Hierdurch wird die Steuerspannung zusätzlich auf eine weitere Steuerleitung 163 gelegt.
Diese zu sätzliche Steuerleitung ist über Schalter 164 und 165, die von den Zuführungsmotoren 127 und 128 aus den automatischen Waagen 12' und 6' in den Mischer 1' betätigt werden bzw. über einen Kontakt im Schal ter 51 (vergleiche Fig.5) der Verschlussvorrichtung mit den Relaisschaltern 166, 167 und 168 verbunden. Sobald der Schalter 162 eingelegt wird, schaltet sich jeder Teilablauf nach seiner Beendigung automatisch ab.
Wird der Schalter 162 während der Hauptmisch- zeit eingelegt, so wird jede weitere Materialzufuhr in den Mischer dadurch gleichzeitig ausgeschaltet, dass der Relaisschalter 168 anspricht und sämtliche Zufüh- rungsmotore abschaltet. Nach dem Austragen aus dem Mischer wird dann auch die Austragsvorrich- tung abgeschaltet. Die Antriebsvorrichtung für den Mischer und den Zwischenbehälter und der Austrag aus dem Zwischenbehälter sind durch diese Schaltung nicht erfasst.
Ausser dem Kontakt 155 besitzt die automatische Waage 19' des Zwischenbehälters 16' den Kontakt 169, der bei einem Mindestgewicht der Füllung im Zwischenbehälter 16' anspricht. Er schaltet dann den Relaisschalter 132 auf die Hauptsteuerleitung 114 und schaltet damit den Motor 133 ab. Desgleichen kann auch die Verbrauchsanlage 134 dadurch ab geschaltet werden, dass in ihrer Kraftstromspeiseleitung ein Relaisschalter 170 gelegt ist, dessen Wicklung mit der Wicklung des Relaisschalters<B>132</B> parallel ge schaltet ist.
Anderseits kann die Nachfuhr des gemisch ten Materials in die Verbrauchsanlage 134 dadurch ab geschaltet werden, dass an dieser Anlage ein automa tisch oder von Hand betätigter Schalter 171 an gebracht ist, der die Hauptsteuerleitung 114 mit dem Relaisschalter 172 im Speisekreis des Motors 133 für die Austragsvorrichtung 17' verbindet.
Wenn in der Ausführungsform der Erfindung ge mäss Fig.7 die automatische Waage 19' des Zwi schenbehälters 16' mit ihrem Kontakt 155 auf die Schaltung zum Öffnen des Verschlusses des Mischers I' einwirkt, so ist es auch ohne weiteres möglich, durch die automatische Waage 19' die Zuführung des zu mischenden Gutes in den Mischer 1' zu regeln. Dies ist dann insbesondere erforderlich, wenn das Mischgut nicht über eine bestimmte Zeit hinaus im Mischer 1' verbleiben darf. Für solche Fälle wird nicht die Leitung 154 bzw. 156, sondern die Leitung 139 über den Kontakt 155 geführt.
Zur besseren Übersicht der Arbeitsweise ist in Fig. 6 ein Funktionszeitplan dargestellt, der den in Fig. 1 gezeigten Materialaufzug als eigene, selbstän dig an die Folgeschaltung angeschlossene Teilvorrich tung berücksichtigt.
Dieser Funktionszeitplan zeigt neben dem nor malen automatischen Ablauf auch die Arbeitsgänge zur Spieleinleitung und zum Abschalten der Anlage nach Ablauf eines Spieles an.
Wie der Zeitplan der Fig. 6 weiterhin zeigt, zwei gen von der Impulsfolgeschaltung noch Seitenzweige für die Herstellung der Ausgangsbedingungen an den einzelnen Teilvorrichtungen ab. Diese Teilzweige sind aber nicht von wesentlicher Bedeutung.
Vor( wesentlicher Bedeutung ist jedoch, dass in die beschriebene Folgeschaltung das Zustandsmess- glied des Zwischenbehälters 18, beispielsweise die automatische Waage 19, mit Kontrollkontakten 155 eingeschaltet ist, wobei innerhalb der eingangs be schriebenen Möglichkeiten diese Kontrollkontakte 155 auch in anderer Weise in die Gesamtschaltung eingefügt sein können, wie in Fig. 7.
Es besteht bei spielsweise auch die Möglichkeit, diese Kontrollkon- takte 155 in den Weg des Impulses zu legen, der beim Enden der Öffnungsbewegung des Verschlusses des Mischers 2 ausgehend vom Schalter 53 auf das Ver- schlussöffnungszeitmessglied 159 und von dort zur Betätigungseinrichtung zum Schliessen des Verschlus ses geführt wird. Eine zweite weitere Einschaltmög lichkeit besteht darin, an Stelle der Leitung 154 die Leitung 139 über die Kontrollkontakte 155 der auto matischen Waage 19' zu führen.
Bei Überfüllung oder sonstigen Betriebsstörungen am Zwischenbehälter 16' wird dann nach dem Schliessen des Mischerverschlusses der dort erzeugte Impuls daran gehindert, die Betäti gungseinrichtung der als ersten geschalteten Teilvor richtung zu erreichen. Im ersteren Fall bleibt der Verschluss des Mi schers 2 geöffnet und die Mischschüssel läuft eine Zeitlang leer. Im zweiten Fall schliesst sich zwar die Mischschüssel, aber es wird kein Material nach geführt.
Das Fassungsvermögen des Zwischenbehälters 18 und der Mischschüssel 2 können auch so aufeinander abgestimmt sein, dass der Zwischenbehälter 18 nicht mehr als zwei Füllungen der Mischschüssel 2 auf nimmt. In solchem Fall ist die zweite Steuerungsart, nämlich die Einschaltung der automatischen Waage 19 mit ihren Steuerkontakten in den Weg des Impul ses vom Schliessen des Mischverschlusses zur Betäti gung der ersten Zuführungseinrichtung einer Misch komponente zur Mischerschüssel 2 zu wählen. Im Beispiel der Steuerung nach Fig. 6 müssten die Kon- trollkontakte der automatischen Waage 19 vor der Betätigungseinrichtung für die Aufzugswinde liegen.
Der Aufbau des Rundbeschickers 16 mit Zwi schenbehälter 18 der automatischen Waage 19 ist aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich. Der Rundbeschik- ker 16 besitzt in seinem Inneren einen Kegel 20, um den - ein ringförmiger Teller 21 kontinuierlich um läuft. Oberhalb des Tellers 21 greift ein Ausräumer 22 in dessen Laufbahn ein. Die Stellung des Ausräu- mers 22 wird mittels einer Spindel 23 und einem Handrad 24 eingestellt.
Zum Antrieb des Tellers 21 dient ein Elektromotor 25 mit einem stufenlos regel baren Untersetzungsgetriebe, beispielsweise einem Reibradgetriebe oder dergleichen. An die Austrags öffnung 27 (Fig. 3) des Rundbeschickers 16 ist eine Fördervorrichtung für das gemischte Gut, beispiels weise ein Bandförderer 17, unmittelbar angeschlos sen. Der Raum oberhalb des Rundbeschickers 16 ist zum Zwischenbehälter 18 ausgebildet. Das Fassungs vermögen des Zwischenbehälters 18 beträgt im vor liegenden Fall etwa 3 Mischchargen.
Der Rundbeschicker 16 mit dem Zwischenbehäl ter 18 sind gemeinsam auf die automatische Waage 19 gesetzt. Der Waageboden, auf den der Rund beschicker und der Zwischenbehälter aufgesetzt sind, besteht aus einem Gerüst 29 aus Doppel-T-Trägern. Dieses Gerüst 29 sitzt mit Zwischenpuffern 30 auf Waagehebeln 31, die die von der Last erzeugten Kräfte über Ausgleicharme 32 auf die eigentliche automatische Waage übertragen. Für diese eigentliche automatische Waage kommen elektrische Waagen verschiedenster Art in Betracht, jedoch soll die be nutzte elektrische Waage eine Reihe von Bedingungen erfüllen. An der elektrischen Waage ist die jeweils er wünschte Gewichtsgrenze einstellbar.
Jedoch soll sie darüber hinaus auch eine Leeranzeige besitzen, um zu verhindern, dass beim Abschalten der Anlage Überreste des gemischten Gutes, beispielsweise des Betons, im Zwischenbehälter verbleiben und dort er härten. Ferner ist es zweckmässig, wenn die elek trische Waage eine Teilfüllungsanzeige besitzt, aus welcher hervorgeht, bis zu welchem Grade der Zwi schenbehälter mit gemischtem Gut gefüllt ist. Schliess lich ist es erforderlich, dass die Waage eine überfül- lungssicherung enthält, das heisst jenen Schaltmecha nismus, der beim Überschreiten der eingestellten Ge wichtsgrenze in die Steuervorrichtung der Anlage ein greift.
Auch für den Fall, dass beim Abschalten der Zwischenbehälter nicht völlig entleert war, soll die elektrische Waage mit ihrer Leeranzeigevorrichtung in den Schaltmechanismus der gesamten Anlage ein greifen und das Einschalten der Anlage verhindern oder zumindest ein Warnsignal auslösen, falls der Zwi schenbehälter nicht ordnungsgemäss entleert war.
Für die automatischen Waagen der Rohkompo- nenten-Zuteilung können grundsätzlich die gleichen elektrischen Waagen benutzt werden. Auch diese sol len mit Leeranzeigevorrichtungen, Teilfüllungssiche- rung und Cberfüllungssicherung versehen sein. So bald die Waagschale der Zuteilvorrichtung einer Kom ponente nicht völlig entleert wird, soll die elektrische Waage durch Ansprechen ihrer Leeranzeigevorrich tung die übrigen elektrischen Waagen und Zuteilvor- richtungen blockieren oder deren Sperrung nicht auf heben.
Das gleiche soll auch dann eintreten, wenn die Teilfüllungssicherung der elektrischen Waage an spricht, das heisst, wenn beispielsweise durch Leer laufen eines Silos eine Komponente ausbleibt. Auch bei Oberfüllung einer Waagschale, beispielsweise durch Ausfall eines Verschlussschiebers im Silo, soll die elektrische Waage ansprechen und die Zuteilung der übrigen Mischkomponenten unterbinden. Darüber hinaus kann durch dieses Fehleransprechen der elek trischen Waage ein Warnungssignal ausgelöst oder die gesamte Anlage abgeschaltet werden.
Vorzugsweise ist die zu benutzende elektrische Waage neben den beschriebenen Sicherheitsmassnah men gegen Fehlmessungen mit einem automatischen Schalter versehen, der von Hand oder automatisch bedient wird und die Waage auf vorher eingestellte Rezepte abstimmt. Die Anwesenheit eines solchen Wahlschalters macht zugleich eine Wahlschaltersiche- rung erforderlich, die eine Betätigung des Wahlschal ters verhindert, wenn ein Wägevorgang bereits an gelaufen oder noch nicht abgeschlossen ist. Als wei terer zweckmässiger Zusatz kann die elektrische Waage mit einem Zählwerk versehen sein, das bei spielsweise angibt, wieviel Mischchargen gleichen Re zeptes hergestellt worden sind.
An diesem Zählwerk kann auch vorzugsweise die gewünschte Anzahl von Chargen gleichen Rezeptes eingestellt werden. Die elektrische Waage wiegt dann die eingestellte Char- genanzahl ab und schaltet anschliessend die Anlage voll ständig oder teilweise aus.
Will man am Zwischenbehälter 18 keine auto matische Waage benutzen, so kann in dem Zwischen behälter 18 mindestens ein Füllstandsmesser an gebracht sein, der mit Schaltwerken verbunden ist. Vorzugsweise ist an der oberen und an der unteren Füllstandsgrenze des Zwischenbehälters je ein an sich bekanntes, ständig angetriebenes und mit einem Dreh momentschalter gekoppeltes Schaufelrad angebracht. Der Drehmomentschalter spricht dann an, sobald das Mischgut mit dem Schaufelrad in Berührung kommt und das auf die Schaufelradwelle übertragene Dreh moment erhöht. In dieser Ausführungsform kann der Zwischenbehälter fest montiert sein oder als Bunker in Mauerwerk oder Beton ausgeführt sein.
Diese Aus führungsform eignet sich somit insbesondere für sehr grosse und schwere Zwischenbehälter, für die die Montage auf einer Waage nicht in Frage kommen kann.
Für den störungsfreien Betrieb der Anlage ist es unbedingt ratsam, dass die Schaltung für die einzel nen Teilabläufe elektrisch doppelverriegelt sind. Wie aus den Fig. 1 und 7 ersichtlich, besitzt die Aufzug schüssel 9 einen unteren Endlagenschalter 33, der an einer Laufschiene für die Aufzugschüssel befestigt ist. Der Endlagenschalter 33 wird durch die Mischschüs sel 9 betätigt, wenn sie ihn beim Abwärtslaufen über schreitet.
Neben dem unteren Endlagenschalter 33 ist die Mischschüssel 9 für ihre untere Endlage mit einem Schlaffseilschalter 34 versehen, der bei Ausfall des Endlagenschalters 33 in Tätigkeit tritt, indem sich die Aufzugschüssel 9 auf den Boden der Aufzuggrube aufsetzt und durch das weitere Abspulen des Aufzug seiles dieses schlaff wird. Dieser doppelverriegelte un tere Endlagenschalter 33, 34 dient zugleich als Dop pelverriegelung für die Verschlussvorrichtung 8 des Trichters 7 und verhindert dadurch, dass Beton zuschlagstoffe in die Aufzugsgrube auslaufen, wenn sich die Aufzugschüssel 9 nicht dort befindet.
Auch der obere Endlagenschalter 35, 36 der Aufzugschüssel 9 ist als elektrische Doppelverriegelung ausgebildet. Im allgemeinen Betrieb wird lediglich der Endlagen- schalter 35 durch die Aufzugschüssel 9 betätigt, wäh rend der Schalter 36 nur dann von der Aufzugschüs sel 9 erreicht wird, wenn der Endlagenschalter 35 versagt.
Als weiteres Beispiel eines elektrischen doppel verriegelten Teilablaufes ist in Fig. 4 und 5 die Entleerungsverschlussvorrichtung des Gegenstrom mischers 1 dargestellt. Die zentrische Verschlussplatte 37 der Mischschüssel 2 ist mittels eines Lagerungs stückes 38 senkrecht verschiebbar auf einem waag recht verschiebbaren Schlittenteil 39 gelagert. Im In neren des Schlittenteiles 39 befindet sich ein Betäti- gungshebelwerk, bestehend aus den Hebeln 40, 41 und 42.
Der Hebel 40 ist an seinem Ende 43 schwenk bar gelagert, trägt an den beiden anderen Enden sei ner Dreiecksform die schwenkbar angelenkten Hebel 4.1 und 42. Während der Hebel 41 mit dem senk recht verschiebbaren Lagerungsteil 38 verbunden ist, ist der Hebel 42 an eine Schubstange 44 angelenkt, die an ihrem anderen Ende eine Zahnstange 45 trägt. In die Zahnstange 45 greift das Ritzel 46 ein, das über ein Getriebe 47 mit dem Antriebsmotor 48 ver bunden ist. Als Kupplungsglied ist zwischen dem Mo tor 48 und dem Getriebe 47 ein Drehmomentschalter 49, das heisst ein Schalter gelegt, der bei überschrei ten eines bestimmten vom Motor 48 auf das Getriebe 47 übertragenen Drehmomentes betätigt wird.
Dieser Drehmomentschalter soll nach beiden Drehrichtungen des Motors 48 hin ansprechen. Zwischen den Motor 48 und das Getriebe 47 ist ferner eine Rutschkupp lung gelegt, die bei Wirksamwerden des Drehmoment schalters, also beim Anstossen der Verschlussv orrich- tung in einer Endlage, mechanische Beschädigungen der Verschlussteile vermeidet. An ihrem freien Ende trägt die Zahnstange 45 einen Nocken 50 (Fig. 5), der den Schalter 51 betätigt, sobald der Verschluss ge schlossen ist. Der Schalter 51 ist oberhalb der Zahn stange 45 im Gehäuse gelagert.
Im gleichen Gehäuse 52 ist auch der Endlagenschalter 53 für die öffnungs- endlage des Verschlusses untergebracht. Beide Schal ter 51 und 53 sind in gleicher Weise aufgebaut. Sie bestehen aus einer drehbar gelagerten Nockenscheibe 54, 54', die mit einem Betätigungsarm 55, 55' ver sehen ist. Der Nocken 56 der Nockenscheibe 54 be tätigt über eine Laufrolle 57 den Schalterstössel 58, der wiederum den Kontakt schliesst bzw. öffnet.
Zum Öffnen des Verschlusses wird zunächst die Zahnstange 45 durch den Motor 48 über das Ge triebe 47 und Ritzel 46 aus dem Schlittenteil 39 her vorgezogen und dabei der Hebel 40 mittels der Schub stange 44 und des Hebels 42 um seine schwenkbare Lagerung 43 gedreht. Dabei zieht er den Hebel 41, das Lagerungsstück 38 und die Verschlussplatte 37 nach unten. Die Abwärtsbewegung dieser Teile wird dadurch begrenzt, dass sich der Hebel 40 auf den ein stellbaren Anschlagnocken 59 legt. Von diesem Au genblick an wird die Zugkraft der Zahnstange 45 auf den Schlitten 39 übertragen und dieser waagrecht in Richtung der Zahnstange 45 verschoben.
Der Dreh momentschalter 49 ist dabei so eingestellt, dass die Änderung des Drehmomentes in der Antriebswelle des Motors 48, die durch diesen Bewegungsübergang der Verschlussteile hervorgerufen wird, nicht ausreicht, den Drehmomentschalter 49 zu betätigen.
Zur Begrenzung der Schlittenbewegung legt sich der an der Vorderkante des Schlittens 39 befindliche Nocken 60 gegen den Hebel 55' des Schalters 53 und schiebt diesen vor sich her. Hierdurch wird eine Ver drehung der Nockenscheibe 54' bis in die punktiert dargestellte Lage bewirkt. Die Betätigungsrolle 57' läuft auf den Nocken 56' auf und bewirkt die Öffnung des Schaltschützes für den Motor 48. Beim Versagen des Schalters 53 verschiebt sich der Schlitten 39 so weit, bis er an die Trägerteile des Mischers 1 anstösst. Hierdurch wird das vom Motor 48 aufzubringende Drehmoment augenblicklich stark erhöht, was zum Ansprechen des Drehmomentschalters 49 führt.
Durch den Drehmomentschalter 49 wird dann nicht nur das Schaltschütz für den Motor 48 geöffnet, sondern auch eine Signalvorrichtung, die einen Fehler in der Anlage anzeigt. Ausserdem kann durch den Drehmoment achalter 49 die Anlage ganz oder teilweise abgeschal tet werden.
Zum Schliessen des Verschlusses gehen die be schriebenen mechanischen Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge und Richtung vonstatten. Während der letzten Bewegungsphase des Verschlusstellers 37 und somit auch der Zahnstange 45 erfasst der Nocken 50 der Zahnstange 45 den Hebel 55 des Schalters 51 und betätigt diesen in gleicher Weise wie der Nocken 60 des Schlittens 39 den Schalter 53. Beim Ausfallen des Schalters 51 wird die Zahnstange 45 noch etwas weiter in das Innere des Schlittens 39 gedrückt und dabei das Hebelwerk 40, Q-1, 42 in Anschlag mit sei nen Gehäusewänden gebracht.
Hierdurch wird wie derum das vom Motor 48 aufzubringende Dreh moment augenblicklich erhöht, was wiederum zum Ansprechen des Drehmomentschalters 49 führt.
In ähnlicher Weise sind auch sämtliche anderen Teilvorgänge durch elektrische Doppelverriegelungen abgesichert. Auch der Haupteinschalter für die An lage ist mit einer Doppelverriegelung versehen. Er wirkt zunächst auf die bereits anhand der Fig. 7 er wähnte Alarm- und Warnvorrichtung, die insbeson dere zur Sicherheit des überholungs- und Wartungs personals der Anlage dient. Gleichzeitig setzt der Haupteinschalter ein Zeitrelais in Gang, das nach einer bestimmten oder einstellbaren Zeit die Schalt schütze für die einzelnen Antriebsmotore der Anlage betätigt.
Wie aus dem in Fig. 6 dargestellten Funktionszeit plan und aus dem Schema nach Fig. 7 hervorgeht, wird zur Spieleinleitung zunächst der Siloverschluss Kies geöffnet und der Kies in die Schale der zweikom- ponenten Waage eingeleitet. Gleichzeitig wird auch die Schale der Zementwaage gefüllt. Der Tauchkol- benwassermesser ist in Bereitschaft, die notwendige Wassermenge in den Mischer abzugeben. Die Auf zugschüssel ist abgebremst und befindet sich in ihrer tiefsten Stellung, während der Mischteller leerläuft und sein Entleerungsverschluss geschlossen ist.
Nach dem Einfüllen des Kieses in die Schale 6 der zwei- komponenten Waage wird in die gleiche Waagschale der Sand nachgefüllt. Inzwischen hat sich die Schale der Zementwaage 12 mit Zement angefüllt, bleibt eine gewisse Zeit in Bereitschaft und entleert sich in den Mischteller. Gleichzeitig gibt auch der Tauch kolbenwassermesser die erforderliche Wassermenge in den Mischteller. Vor dem Einlassen des Wassers in den Mischteller ist bereits die Aufzugschüssel aus ihrer automatischen Waage mit Zuschlagstoffen ge füllt worden. Beim Einlassen des Wassers wird sie nach oben gezogen, hierauf in den Mischteller ent leert und sofort wieder abgelassen.
Nach dem Ein füllen aller Ausgangsmaterialien beginnt die Misch zeit, in deren Verlauf die Tauchkolbenwassermesser die Beschickungswaage 7 und die Aufzugschüssel wie der mit den Ausgangsmaterialien für eine neue Misch charge gefüllt wird, während nach Ablauf der Misch zeit der Verschlussteller geöffnet und die Mischschüs sel in den Zwischenbehälter entleert wird. Nach Ab lauf der Entleerungszeit wird der Tellerverschluss wieder geschlossen und durch sein Verschliessen ein neues Spiel eingeleitet.
Im hinteren Teil des Funktionszeitplanes ist die Schaltung Aus nach einem Spiel dargestellt. Das Wesen dieser Schaltung besteht darin, dass während des letzten Spieles die automatischen Beschickungs waagen nicht mehr mit Ausgangsstoffen für eine neue Mischcharge beschickt werden und die einzel nen Teile der Anlage nacheinander abgeschaltet wer den, sobald sie ihre letzte Funktion erfüllt haben. Als einzige Ausnahme wird im Beispiel der dargestellten Anlage der Tauchkolbenwassermesser nochmals mit einer für eine Mischcharge notwendigen Wassermenge gefüllt. Nach dem Abschalten der Teile der Anlage für die Rohkomponentenzuteilung läuft der Mischer noch so lange, bis die letzte Charge über die ein gestellte Mischdauer gemischt und anschliessend in den Zwischenbehälter ausgetragen ist.
Durch das dar auffolgende Schliessen des Tellerverschlusses wird auch der Mischer automatisch abgeschaltet. Der Aus trag aus dem Zwischenbehälter bleibt noch so lange in Betrieb, bis auch der Zwischenbehälter völlig ent leert ist. Sobald die automatische Waage des Zwi schenbehälters ihre Leeranzeigestellung erreicht, schaltet sie auch den Austrag aus dem Zwischenbehäl ter, den Hauptschalter der gesamten Anlage und ge gebenenfalls auch die Verbraucheranlage automatisch aus.
Um die Anlage zunächst einmal auf eine ge wünschte Rezeptur einstellen zu können, sind die au tomatischen Schaltvorrichtungen zumindest teilweise abschaltbar und durch Handbedienung ersetzbar. Die wahlweise einstellbare Handbedienung der Schaltvor richtung ist besonders zweckmässig, wenn mit einer bestehenden Anlage ein neues Mischverfahren zu nächst einmal erprobt werden soll. In solchem Fall wird zunächst das Mischverfahren von Hand durch geführt, um festzustellen, welche Mischzeiten, Rei henfolgen usw. am zweckmässigsten sind. Danach kann die Anlage auf Grund der erzielten Ergebnisse auf automatisches Arbeiten umgeschaltet werden.
Wenn in der Zeichnung eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt ist, die insbesondere auf auto matische Betonmischanlagen anwendbar ist, so be stehen für die Erfindung selbstverständlich erheblich weitere Anwendungsmöglichkeiten.
Ferner gestattet die Regelvorrichtung die Aufgabe von Teilfüllungen, Vorbehandlung einer Teilfüllung während einer bestimmten Zeit, dann Zugabe der restlichen Rohstoffmengen, sobald die Vorbehand- lung der Teilfüllung den angestrebten Effekt erreicht hat, wie beispielsweise Granulieren von superphos phathaltigen Mischdüngern ohne Wasserbenetzung und ohne Nachschaltung einer Trockenanlage. In die sem Fall erhält die Maschine eine Teilfüllung, be stehend aus Rohphosphat und Schwefelsäure. Nach etwa 30 Sekunden Mischzeit bilden beide Materialien eine Paste.
In diesem Moment müssen die restlichen Trockenstoffe zugegeben und mit der Paste sehr in tensiv gemischt werden, wobei die Paste als Bindemit tel dient und die gleichzeitige Granulatformung er möglicht. Mit Rücksicht auf den raschen Reaktions verlauf ist die pastenförmige Beschaffenheit nur sehr kurze Zeit gegeben. Im weiteren Verlauf der Reaktion trocknet und erstarrt das Material ähnlich einem rasch bindenden Gips. Dieser Prozess ist nur bei periodischem Betrieb durchführbar, während die Weiterleitung des Fertig granulates im allgemeinen kontinuierlich auf Bändern erfolgt.
Bei einem solchen Verfahren ist es besonders vor teilhaft, wenn die Austragvorrichtung des Zwischen behälters 18 mit einer Steuervorrichtung verbunden ist, die in Abhängigkeit von der im Zwischenbehälter gespeicherten Menge gemischten Gutes die Austrag vorrichtung um so mehr oder weniger öffnet, dass das gemischte Gut eine praktisch gleichbleibende einstell bare Zeitdauer im Zwischenbehälter verweilt.
Ähnlich, jedoch noch höhere Anforderungen an die Automatik ergeben sich bei der Granulierung von frischem, nicht vorhydratisiertem Kalkstickstoff. In diesem Fall muss eine genau dosierte Menge Wasser und Löschbeschleuniger so schnell und fehlerfrei ge mischt werden, dass gleichmässige Benetzung aller Kalkstickstoffpartikel und Einwirkung des Lösch- beschleunigers auf jedes der Feinteilchen gewährlei stet ist, noch ehe der rasch einsetzende Granulierpro- zess beendet ist.
Gleichzeitig mit dem Misch- und Gra- nulierprozess vollzieht sich in diesem Fall die Lö schung des Kalkanteiles, die Wärmeentwicklung zur Folge hat. Das Gut muss unter genauer Einhaltung der erprobten Behandlungsdauer die Granuliermaschine verlassen, sobald die günstigste Granulatgrösse er reicht ist.
Der Zwischenbehälter muss daher das frisch er zeugte Granulat aufnehmen und noch kurze Zeit zu rückhalten, damit der Löschprozess unter gleichzei tiger Einwirkung einer nach oben genau begrenzten Temperatur abklingt, noch ehe das Gut in die an schliessende Kühltrommel gelangt; denn in der Kühl trommel wird dem Gut die freiwerdende Wärme ent zogen und zugleich auch ein grosser Teil seiner Feuchtigkeit, so dass der Löschprozess, wenn er noch nicht abgeschlossen ist, durch Wärme und Feuchtig keitsentzug verzögert oder unterbrochen wird.
Dem Zwischenbehälter kommt in diesem Fall so mit eine doppelte Aufgabe zu, nämlich einmal die An passung des Gutstromes von einer Behandlungsstufe zur nächsten, und zum anderen die Speicherung des Gutes selbst und die Vorbereitung des Gutes, das aus einer Behandlungsstufe kommt, zur Behandlung in der nächsten Stufe. Im vorliegenden Fall darf die Temperatur einen Wert von 70 nicht überschreiten, weil höhere Wärmegrade Stickstoffverluste zur Folge haben.
Die Verweilzeit im Zwischenbehälter ist daher zeitlich eng begrenzt und ausserdem vom Temperatur anstieg im behandelten Gut abhängig. Zu diesem Zweck können für die Steuerung der Anlage im Zwi schenbehälter zwei Füllungszustände verschiedener Art überwacht werden, nämlich der Füllungsgrad des Zwischenbehälters und die im Zwischenbehälter herr schende Füllungstemperatur. Der Zwischenbehälter kann dann zusätzlich zu der automatischen Waage mit Temperaturmessvorrichtungen versehen sein, die in gleicher Weise wie die automatische Waage Steuer- einrichtungen schalten und somit die Verweilzeit des Gutes im Zwischenbehälter 18 selbsttätig regeln.
Hier für können die mit der Temperaturmessvorrichtung verbundenen Schaltwerke, beispielsweise die Einlauf- schieber des Ausgangsmateriales, das heisst in diesem Fall des Frischkalkstickstoffes und Wassers, in die Mischschüssel blockieren oder aber den Austrag aus dem Zwischenbehälter beschleunigen.
Bei anderen chemischen Prozessen ist auch die Aufgabe gestellt, das im Mischer behandelte Gut wäh rend kurzer Zeit der Einwirkung von Dampf und Ammoniakgasen oder einem Gemisch von Dampf und Ammoniakgasen auszusetzen. Auch in diesem Fall ist der Zwischenbehälter mit Schaltvorrichtungen ver sehen, die auf den Füllungsgrad und die Temperatur ansprechen und somit die Verweilzeit des Gutes im Zwischenbehälter und die dabei herrschende Tempe ratur dadurch regeln, dass sie den Einlauf in den Mi scher bzw. den Austrag aus dem Mischer oder aber den Austrag aus dem Zwischenbehälter steuern.
Neben der unmittelbaren Steuerung der Misch vorrichtung, der Austragvorrichtung aus dem Zwi schenbehälter und gegebenenfalls der Verbrauchs anlage, können die den Füllungszustand des Zwi schenbehälters messenden Vorrichtungen auch mit Anzeigevorrichtungen, beispielsweise Lichtsignalen, gekoppelt sein, die beispielsweise in einer Steuerzen trale für die Anlage den Füllungszustand des Zwi schenbehälters an einer oder mehreren übersichts- tafeln wiedergeben. Diese Anzeigevorrichtungen sind dann von besonderer Bedeutung, wenn mehrere Mischvorrichtungen oder Verbraucheranlagen von einer Zentrale aus gesteuert werden sollen.