CH359010A - Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Mischgutkomponenten zu einer Mischvorrichtung und der Abgabe des gemischten Gutes an eine Verbrauchsanlage - Google Patents

Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Mischgutkomponenten zu einer Mischvorrichtung und der Abgabe des gemischten Gutes an eine Verbrauchsanlage

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CH359010A
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Description


  Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von     Mischgutkomponenten    zu einer Mischvorrichtung  und der Abgabe des gemischten Gutes an eine Verbrauchsanlage    Es ist bekannt, dass mit diskontinuierlich arbei  tenden Mischvorrichtungen wesentlich bessere, ins  besondere einheitlichere Mischungen erreicht werden  als mit kontinuierlich arbeitenden     Mischern.    Es ist  ferner bekannt, diskontinuierliche Mischvorrichtungen  in allen Arbeitsphasen automatisch zu     steuern.    Bei  den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird durch  das Schliessen der     Austragsvorrichtung    nach der Ent  leerung das erneute Füllen des Mischers mit den ver  schiedenen Ausgangsmaterialien in der vorgeschrie  benen Menge, Zeit- und Reihenfolge ausgelöst.

   Zur  Überwachung der zugeführten Materialmenge werden  vorzugsweise automatische Waagen benutzt. Die Zu  führung selbst kann beispielsweise durch einen auto  matisch     gesteuerten    Aufzug erfolgen. Bei den bekann  ten     gesteuerten    Mischvorrichtungen ist es ferner mög  lich, die Mischzeit an der Vorrichtung einzustellen.  Nach Ablauf dieser Mischzeit kann dann entweder  Signalgebung, verbunden mit einer automatischen  Vorbereitung der     Austragsvorrichtung    zum Öffnen  von Hand oder ein automatisches öffnen der Aus  tragvorrichtung und Austragen erfolgen. Es besteht  nun die Schwierigkeit, diese diskontinuierlichen Misch  vorrichtungen mit den bekannten kontinuierlich ar  beitenden Verbrauchsanlagen, wie     Strangpressen    usw.,  zu koppeln.

   Das blosse Zwischenschalten eines Puffer  behälters genügt deshalb nicht, weil bei jeder Ver  brauchsanlage mit Stockungen gerechnet werden muss  und ein Pufferbehälter in solchem Fall sehr schnell  zum Überlaufen gefüllt wäre.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine  Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Mischgut  komponenten zu einer Mischvorrichtung und der Ab  gabe des gemischten Gutes an eine dieses Gut zur  Weiterverarbeitung aufnehmenden Verbrauchsanlage  mit einem zwischen die Mischvorrichtung und die    Verbrauchsanlage eingeschalteten Zwischenbehälter  mit einer das Mischgut in abgestimmten Mengen an  die Verbrauchsanlage abführenden     Austragsvorrich-          tung.     



  Zur Überwindung der weiter oben genannten  Schwierigkeiten kennzeichnet sich die Vorrichtung  nach der Erfindung dadurch, dass die     Abmessvorrich-          tungen    und die     Zugabevorrichtungen    für die einzel  nen Mischungsbestandteile sowie die     Austragvorrich-          tung    des Mischers zum Zwischenbehälter an eine voll  automatische Schalteinrichtung angeschlossen und in  Teilvorrichtungen gruppiert sind, von denen jede ein       Zustandsmessglied    und einen Impulsgeber aufweist,  wobei die automatische Schaltvorrichtung zur Betäti  gung dieser einzelnen Vorrichtungen in zeitlicher Auf  einanderfolge eingerichtet ist,

   indem ein bewegtes  Glied jeder dieser Teilvorrichtungen einen Impuls  auslöst, der über mindestens ein     Zeitmessglied    und  mindestens ein     Zustandsmessglied    auf die Betätigungs  einrichtung     mindestens    einer jeweils als nächste zu  betätigende Teilvorrichtung geleitet wird, und dass  der Zwischenbehälter mit mindestens einer Vorrich  tung zur Messung seines Füllungszustandes versehen  ist, die als weiteres     Zustandsmessglied    in die automa  tische Schaltung an einer Stelle eingesetzt ist, an der  sie als Sperrglied in dem Weg der Impulse zur Betä  tigung der Teilvorrichtungen zum Beschicken des  weiterlaufenden Mischers liegt.  



  Neben der     Überwindung    der eigentlichen Re  gelungsschwierigkeiten bietet die Vorrichtung nach  der Erfindung bei geeigneter Ausbildung den Vorteil,  dass sie selbst dann, wenn in der Verbrauchsanlage  Programmwechsel vorgenommen werden; ein Ab  schalten der Mischvorrichtung nicht mehr notwendig  ist. Es ist auch durch die Vorrichtung nach der Er  findung die Möglichkeit gegeben, die Verbrauchs-           anlage    so zu steuern, dass sie wesentlich geringeren       Materialbedarf    hat, als es der Leistungsfähigkeit des  Mischers entspricht. Dies kann dadurch geschehen,  dass der Zwischenbehälter stets bis zu einem gewissen  Füllungsgrad nachgefüllt wird und darüber hinaus  nicht überlaufen kann.

   Anderseits ist auch die Mög  lichkeit gegeben, die Verbrauchsanlage mit grösserer       Materialaufnabme    zu steuern, als es der Leistungs  fähigkeit des Mischers entspricht. In solchem Fall  wird z. B. die Materialzufuhr in die Verbrauchsanlage  oder diese selbst dann abgeschaltet, wenn der Zwi  schenbehälter bis zu einem gewissen Grad entleert ist.  Dadurch ist zugleich Sorge getragen, dass stets eine  Materialreserve im Zwischenbehälter vorhanden ist,  so dass bei irgendwelchen Stockungen in der Misch  vorrichtung oder der Zuführung des Ausgangsmate  rials die Verbrauchsanlage kontinuierlich weiterarbei  ten kann.  



  In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der  Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt, in wel  cher diese in einer automatischen     Betonmischanlage     benutzt wird.  



       Fig.    1 zeigt die     Betonmischanlage    in Seitenansicht,       Fig.    2 die Regelvorrichtung in Vorderansicht und       Fig.    3 in Draufsicht.  



       Fig.    4 zeigt die Betätigungsvorrichtung für den       Entleerungsverschluss    mit elektrischem Antrieb und  doppelt verriegelter     Endlagenschaltung.     



       Fig.    5 zeigt die     Endlagenschalter    für den     Entlee-          rungsverschluss.     



       Fig.    6 zeigt einen Funktionszeitplan für eine An  lage nach     Fig.    1 bis 5.  



       Fig.    7 zeigt schematisch eine Ausführungsform  eines elektrischen Steuersystems für die Anlage nach       Fig.    1 bis 5.  



  In der automatischen     Betonmischanlage    nach       Fig.    1 bis 6 wird ein Gegenstrommischer 1 mit umlau  fender Mischschüssel 2 und im Inneren der Misch  schüssel 2 exzentrisch und gegenläufig umlaufenden  Mischwerkzeugen 3 benutzt. Die zu vermischenden  Rohmaterialien werden dem Mischer 1 aus verschie  denen Silos zugeleitet. Kies und Sand verschiedener       Körnung    werden aus einer Reihe von Silos 4 mittels  einer Förderschnecke 5 in die Schale 6 einer auto  matischen Waage eingeleitet, wo die     einzelnen    Kom  ponenten entsprechend dem vorgesehenen Mischver  hältnis abgewogen werden.

   Aus der Schale 6 laufen  die abgewogenen Zementzuschlagstoffe über einen  Trichter 7 mit     Verschlussvorrichtung    8 in die Aufzug  schüssel 9 der Mischvorrichtung, die sie dann in die  Mischschüssel 2 transportiert. Der Zement wird in  einem Silo 10 gelagert und über eine Förderschnecke  11 in die Schale 12 einer automatischen Waage ge  fördert. Auch die Schale 12 ist zu einem Trichter aus  gearbeitet, der unmittelbar in die Mischschüssel 2  mündet. Das notwendige Wasser wird aus einem Was  serbehälter 13 eingeleitet, von wo es durch den Drei  weghahn 14 in anderer Stellung in die Mischschüssel  2 läuft.

      Unterhalb der Mischvorrichtung 1 ist ein Zwi  schenbehälter, ein an sich bekannter     Rundbeschicker     16 angebracht, der das aus der Mischvorrichtung 1  ausgetragene, fertig gemischte Gut aufnimmt und in  kontinuierlichem Fluss auf das Förderband 17 bringt.  Der     Rundbeschicker    16, der in seinem oberen Teil zu  einem Zwischenbehälter 18 ausgearbeitet ist, ist auf  eine automatische Waage 19 gesetzt.  



  Die oben angeführten Teile der Anlage sind in  dem dargestellten Beispiel in 4 Gruppen angeordnet,  die im folgenden als Teilvorrichtungen bezeichnet  werden. Diese Teilvorrichtungen sind an eine auto  matische Folgeschaltung angeschlossen, die im we  sentlichen wie folgt aufgebaut ist:  Jede Teilvorrichtung enthält einerseits     Zustands-          messglieder    elektrischer Art, beispielsweise elektrische  Waagen,     Füllstandsmesser    und dergleichen, und an  derseits einen von einem bewegten Glied der Teilvor  richtung betätigten Impulsgeber. Die als erste ge  schaltete Teilvorrichtung übernimmt über eine Lei  tung einen Impuls von Impulsgeber der in der Folge  als letzte angeordneten Teilvorrichtung.

   Dieser auf  genommene Impuls wird zunächst über die elektri  schen Glieder der Zustandsmesser in der ersten Teil  vorrichtung geführt und von     dort    auf die Betätigungs  einrichtung für diese Teilvorrichtung gegeben. Ist die  erste Teilvorrichtung vollständig zum Betrieb vor  bereitet, dann ist der Weg für den Impuls über die  elektrischen Teile der     Zustandsmesseinrichtungen    frei  und die eigentliche Tätigkeit der ersten Teilvorrich  tung wird in Gang gesetzt.  



  Der an ein bewegtes Glied der ersten Teilvorrich  tung angeschlossene Impulsgeber erzeugt wiederum  einen Impuls, der zunächst auf einen in der ersten  Teilvorrichtung angeordneten Zeitgeber geleitet wird.  Sobald der Zeitgeber die eingestellte Zeit abgelaufen  hat, gibt er den Impuls über eine Leitung an die  zweite Teilvorrichtung weiter. Auch dort läuft der  Impuls zunächst über die elektrischen Teile von     Zu-          standsmessgliedern,    die ihm den Weg dann freigeben,  wenn die zweite Teilvorrichtung ebenfalls für den Be  trieb bereit ist.

   Auch in der zweiten Teilvorrichtung  ist einem bewegten Element ein Impulsgeber zugeord  net, der wiederum über ein     Zeitmessglied    einen Im  puls an die dritte Teilvorrichtung weitergibt, bei der  wiederum die gleiche     grundsätzliche    Anordnung ge  troffen ist. Die vierte Teilvorrichtung gibt dann mit  ihrem Impulsgeber über einen Zeitmesser den Impuls  wieder an die erste Teilvorrichtung.  



  Im vorliegenden Beispiel ist die erste Teilvorrich  tung diejenige Gruppe von Geräten, die die erste  Mischungskomponente zum Mischer 1 führen, die  zweite Teilvorrichtung diejenige Gruppe, die für die  Abmessung und Zuteilung des Wassers zum Mischer  1 vorgesehen ist, die dritte Teilvorrichtung diejenige  für die weiteren Mischungskomponenten und die  vierte Teilvorrichtung diejenige für Geräte und Teile,  die für die Betätigung der     Austragvorrichtung    vor  gesehen und an diese angeschlossen sind.      In diese durch die elektrische Folgeschaltung ge  gebene Betätigungskette greift noch als zusätzliches       Zustandsmessglied    das mit dem Zwischenbehälter ver  bundene     Zustandsmessglied    ein, das in dem gezeigten  Beispiel die automatische Waage 19 ist.

   Grundsätz  lich soll dieses zusätzliche     Zustandsmessglied,    nämlich  im vorliegenden Beispiel die automatische Waage 19,  in der Weise in die Betätigungskette eingreifen, dass es  als Sperrglied in dem Weg des Impulses zur Betäti  gung der Vorrichtungen zum Beschicken des weiter  laufenden Mischers 2 liegt. Hierfür bestehen     zwei     Möglichkeiten.  



  Die automatische Waage 19 kann als zusätzliches       Zustandsmessglied    mit einem Schaltwerk verbunden  sein, das als Schalter in dem Weg desjenigen Impulses  liegt, der bei Beendigung der Öffnungsbewegung des  Verschlusses des Mischers 2 vom Schalter 53     (Fig.    5)  erzeugt von der automatischen Schalteinrichtung über  ein     Zeitmessglied    zur Einstellung der Öffnungszeit des       Mischerverschlusses    auf die Betätigungseinrichtung  zum Verschliessen dieses Verschlusses geführt wird.

   Ist  dann das     Messergebnis    der automatischen Waage 19  so, dass kein weiteres Material mehr in den Zwischen  behälter<B>18</B> überführt werden soll, dann sperrt sie  den Weg dieses Impulses und verhindert dadurch das  Schliessen des Verschlusses des Mischers 2. Es ent  steht dann auch an diesem Verschluss kein Impuls  mehr, der auf die Betätigungseinrichtung zum Öffnen  der automatischen Waage 12 geführt werden könnte.  Alle weiteren in der Kette an die automatische Schal  tung angeschlossenen Teilvorrichtungen bleiben so  mit ebenfalls     unbetätigt,    weil die vorhergehende Teil  vorrichtung keinen Arbeitsablauf ausführt und somit  kein Impuls bei einem Ende eines Arbeitsablaufes  entsteht.  



  Die zweite Möglichkeit des Eingriffes der auto  matischen Waage als     Zustandsmessglied    und Sperr  glied in die Betätigungskette besteht darin, dass diese  automatische Waage 19 mit einem Schaltwerk ver  sehen ist, das in dem Weg des bei Beendigung der  Schliessbewegung des Verschlusses des Mischers 2  durch die automatische Schaltung mittels des Schal  ters 51     (Fig.    5) erzeugten und zur Betätigungseinrich  tung für die     Austrageinrichtung    der automatischen  Waage 12 gelegt ist. Bevor dieser Impuls über die als       Zustandsmessglied    dienenden Kontrollkontakte der  automatischen Waage 12     geführt    wird, muss er über  die Kontrollkontakte der automatischen Waage 19  laufen.

   Ist das     Messergebnis    der automatischen Waage  19 so, dass keine weitere Füllung des Mischers 2 in den  Zwischenbehälter 18 geführt werden soll, so sperren  die Kontrollkontakte der automatischen Waage 19  den Weg für den Impuls zu den Kontrollkontakten  der automatischen Waage 12, deren     Austrageinrich-          tung    dadurch     unbetätigt    bleibt. Auch alle nachfolgen  den in die Betätigungskette eingesetzten Teilvorrich  tungen bleiben     unbetätigt,    weil die vorhergehende  Teilvorrichtung keinen Arbeitsablauf ausführt, an  dessen Ende die automatische Schaltung einen Be-         tätigungsimpuls    für die nächste Teilvorrichtung er  zeugen könnte.  



  Sobald dann die automatische Waage 19 sowohl  bei der ersteren Art des Eingriffes als auch bei der  zweiten Art des Eingriffes in die     Betätigungskette    den  Weg für den Betätigungsimpuls freigibt, also ein     Mess-          ergebnis    aufweist, das die weitere Zuführung von  Füllungen des Mischers 2 in den Zwischenbehälter 18  zulässt, läuft der Impuls zu der Betätigungseinrichtung  für das Schliessen des Verschlusses des Mischers 2  bzw. für die     Austrageinrichtung    der automatischen  Waage 12. Die automatische Schaltung setzt damit  die Betätigungskette wieder in Gang, so dass der ein  gestellte Arbeitsablauf der gesamten Anlage unver  ändert weitergeht.  



  Im folgenden wird ein Beispiel einer solchen mög  lichen automatischen Folgeschaltung an Hand der       Fig.    7 beschrieben. Durch einfaches Umschalten der  Betätigungseinrichtungen und der entsprechenden       Zeitmessglieder    und     Zustandsmessglieder    lässt sich na  türlich auch jede andere gewünschte Betätigungsfolge  der     einzelnen    Vorrichtungen der Anlage erzielen:  Zur Inbetriebnahme einer Anlage nach     Fig.7     wird zunächst der     Vorschalter    101 eingedrückt, an  dem allerdings der     Starkstrom-Vorschalter    102 ein  gelegt worden ist.

   Durch das Eindrücken des Vor  schalters 101 wird das Zeitrelais 103 in Gang gesetzt,  das gleichzeitig eine Signallampe 104, beispielsweise  eine Hupe, betätigt. Die Signalanlage 104 ist so lange  in Gang, bis die am Zeitrelais 103     eingestellte    Zeit  abgelaufen ist. Vom Zeitrelais 103 werden     ferner    der  Relaisschalter 105 und das Zeitrelais 106 betätigt.  Während der Ablaufzeit des Zeitrelais<B>106,</B> das bis  zu zwei bis drei Minuten eingestellt werden kann, ist  somit die vom Transformator 107 gelieferte Steuer  spannung an die Klemmen des Hauptschalters 108  gelegt.

   Wird dieser während der Laufzeit des Zeit  relais 106 eingedrückt, so schaltet er über die Relais  109 und 110 einerseits den Kraftstrom unmittelbar  auf den Motor 111 des Mischers 1' und den Motor  112 des Zwischenbehälters 16' und anderseits über  den normalerweise geschlossenen Ausschalter 113 die  Steuerspannung auf die     Hauptsteuerleitung    114.  Nach Ablauf der am Zeitrelais 106 eingestellten Zeit  wird durch dieses der Relaisschalter 105 wieder ge  öffnet. War in der Zwischenzeit der Hauptschalter  108 nicht gedrückt worden, so ist das Einschalten der  Anlage nur durch     erneutes    Drücken des     Vorschalters     101 und somit nach Ablauf der     Warnzeit    möglich.  



  Mit dem Einlegen des     Vorschalters    102 in der  Kraftstromleitung wird der Kraftstrom unmittelbar  an die Relaisschalter 115, 117, 118 und 126 der       Motore    119, 122, 123 und 128 für die     Materialzufüh-          rung    in die automatischen Waagen 12' und 6' bzw.  zum Entleeren der automatischen Waage 6'     in    die  Aufzugschüssel 9' gelegt. Um diese     Motore    ein  zuschalten, muss noch die Steuerspannung über die       Hauptsteuerleitung    114 zugeführt werden.  



  Ausserdem ist durch das     Einlegen    des     Vorschalters     102 in der Kraftstromleitung die     Motorenspannung         an den Relaisschalter 125, für den Entleerungsmotor  127 aus der automatischen Waage 12' in den Mischer  l' an die Relaisschalter 129 und 130 für den An  triebsmotor 131 zum Öffnen und Schliessen des       Mischerverschlusses,    an den Relaisschalter<B>132</B> für den  Motor 133 zum Antrieb der     Austragsvorrichtung    1<B>7</B>  aus dem Zwischenbehälter zur Verbrauchsanlage 134'  gelegt. Diese Relaisschalter werden aber durch die  automatische Steuerung erst geschlossen, wenn be  stimmte Teilabläufe vorher abgelaufen sind.  



  Für den Teilablauf 1, in welchem beispielsweise  eine Komponente der herzustellenden Mischung aus  denn Silo 10' über die automatische Waage 12' in den  Mischer 1' geleitet werden soll, ist von der Haupt  steuerleitung 114 die Steuerleitung 135 abgezweigt,  die über den Schalter 136, der vom Entleerungsmotor  127 für die automatische Waage 12' betätigt wird,  und den durch die automatische Waage 12' unmittel  bar betätigten Kontakt 137 sowie den im allgemeinen  eingeschalteten Handschalter 138 die Wicklung des  Relaisschalters 115 unter Strom setzt.

   Da der Schalter  136 bei geschlossener     Austragsöffnung    der Waage 12'  eingelegt und der Kontakt 137 bei entleerter Waage  12' geschlossen ist, wird unter diesen Voraussetzun  gen aus dem Silo 10' so lange Gut in die automatische  Waage 12' eingeleitet, bis das eingestellte Gewicht  erreicht ist und sich der Kontakt 137 öffnet und die  Gutzufuhr über 11' geschlossen wird. Die Waage ist  somit bereit, das Gut dem Mischer 1' zuzuführen.  



  Zur Einführung des Gutes in den Mischer 1' muss  der Motor 127 mittels der Steuerleitung 139 in Gang  gesetzt werden. Diese ist über den Schalter 51' an das  mit dem     Mischverschluss    verbundene Zeitrelais 159  angeschlossen. Für die Steuerleitung 139, die über  den Vollkontakt 140 der automatischen Waage 12'  geführt ist, erhält das Schaltrelais 125 seinen Betäti  gungsstrom somit nur, wenn die Mischzeit abgelaufen  und der Verschluss des Mischers wieder geschlossen  und ausserdem die automatische Waage 12' ordnungs  gemäss gefüllt ist. Sobald die automatische Waage 12'  entleert ist, schliesst der Motor 127 wieder den Ver  schluss und legt dabei den Schalter 136 ein; da sich  die Waage beim Entleeren wieder gehoben hat, ist  auch der Kontakt 137 geschlossen. Es erfolgt somit  eine neue Füllung der Waage 12'.  



  Beim     Schliessen    der     Austragsöffnung    der auto  matischen Waage 12' hat der Motor 127 einen ersten       Mischzeitgeber    141 in Gang gesetzt, der ebenfalls von  der abgezweigten Steuerleitung 135 aus gespeist wird.  An diesem ersten     Mischzeitgeber    141     kann,    wenn er  wünscht, eine Zeitspanne eingestellt werden, während  welcher das aus der automatischen Waage 12 in den  Mischer eingeführte Gut allein in diesem behandelt  wird. Der erste     Mischzeitgeber    141 gibt     dann    einen  Steuerimpuls in die Leitung 142, die in der dargestell  ten Ausführungsform am     Klemmbrett    143 auf den  zweiten Teilablauf geschaltet ist.

   Dieser stellt in der  dargestellten Ausführungsform eine Zuführungsvor  richtung für eine Flüssigkeit dar, beispielsweise Was-         ser    oder dergleichen. Vom Klemmbrett 143 wird die  Steuerspannung aus dem ersten     Mischzeitgeber    141  über die Leitung 144 und den durch den Flüssigkeits  messer 15' betätigten Schalter 145 auf die Wicklung  des Relaisschalters 116 gegeben. Es kommt hierdurch  der Motor 120 und das Ventil 14' in Gang. Die Flüs  sigkeit wird in der im Flüssigkeitsmesser 15' abgemes  senen Menge in die Mischschüssel 1' geführt.

   Sobald  diese Menge erreicht ist, öffnet der Flüssig       keitsmesser    15' den Schalter 145 und setzt einen zwei  ten     Mischzeitgeber    148, der von der     Hauptsteuerlei-          tung    114 gespeist wird, in Gang. An dem Zeitrelais  148 kann wiederum eine Zeitspanne eingestellt wer  den, während welcher das Gut aus dem Silo 10' mit  der zugeführten Flüssigkeit vermischt werden soll.  Auch dieser zweite     Mischzeitgeber    148 ist in der Re  gel auf 0 eingestellt, wie dies der Darstellung der       Fig.    6 entspricht.  



  Der zweite     Mischzeitgeber    148 gibt einen Steuer  impuls auf die Leitung 149, die am Klemmbrett 150  in der dargestellten Ausführung auf die dritte Teil  vorrichtung geschaltet ist. Diese ist im Unterschied  zu der ersten Teilvorrichtung für das Abmessen und  Zuführen zweier Mischungskomponenten ausgebildet  und enthält deshalb eine automatische Waage 6', die  als     Mehrkomponentenwaage    ausgebildet ist und im  dargestellten Beispiel aus zwei Silos 4' und 4a' in dem  eingestellten Mengenverhältnis beschickt wird. Das  Beschicken der automatischen Waage 6' und das Ab  messen der beiden Mischungskomponenten erfolgt be  reits unabhängig und vor der Abgabe eines Impulses  vom     Mischzeitgeber    148.

   Wie     Fig.    6 zeigt, läuft auch  der     Abmessvorgang    für die beiden Mischkomponen  ten in der Waage 6' bereits mit dem Einschalten der  Maschine an. Beim Laufen der Maschine wird dann  der     Abmessvorgarig    durch die     Kontaktvorrichtung     160 der automatischen Waage 6' sofort nach Ent  leeren der automatischen Waage 6' wieder in Gang  gesetzt, indem zunächst von der Leitung 114 her  über den in     Fig.    7 dargestellten- mittleren Kontakt der  Relaisschalter 117 betätigt wird, um den Motor 122  unter Strom zu setzen und die im Silo 4' gelagerte  Mischkomponente der Waage 6' zuzuführen.

   Ist die  vorgesehene Gewichtsmenge der Komponente der  Waage 6' zugeführt, so öffnet diese den mittleren Kon  takt und schliesst den oberen Kontakt, um über den  Relaisschalter 118 den Motor 123 unter Strom zu set  zen und die Komponente aus dem Silo     4n'    der Waage  6' zuzuführen, bis diese ebenfalls in der vorgesehenen  Menge eingeführt ist und dadurch der obere Kontakt  seine Kontaktbahn überlaufen hat. In diesem Augen  blick wird dann der in der     Fig.    7 unten dargestellte  Kontakt der Anordnung 160 geschlossen.

   Befindet  sich die Aufzugschüssel 9' in ihrer vorgeschriebenen  unteren Füllage, so hat sie den Schalter 33'  geschlossen, so dass von der     Hauptsteuerleitung     114 her über den Schalter 33' und den  unteren Kontakt der Schaltanordnung 160 der  Relaisschalter 126 unter Strom gesetzt wird, um den  Motor 128 für den Verschluss der automatischen      Waage 6' einzuschalten. Die Waage 6' wird dann in  die Aufzugschüssel 9' entleert, die dann ihrerseits für  die Entleerung in den Mischer 1' bereitsteht. Der  Schalter 33' der Aufzugschüssel 9' enthält selbstver  ständlich ausser diesem dargestellten Kontakt noch  einen solchen, der den Bremsmagnet für die Winde     W     betätigt.

   Diese Einzelheiten sind aber der     übersicht     halber in dem Schaltbild der     Fig.    7 weggelassen. Fer  ner ist für die Aufzugschüssel 9' noch der     Schlaffseil-          schait-2r    170     -vorgesehen,    der in Reihe mit dem Schal  ter 33' in die Steuerleitung für den Relaisschalter 126  dis Motors<B>128</B> gelegt ist. Hat nämlich beim Abwärts  laufen die Schüssel 9' den Schalter aus irgendwelchen  Gründen überlaufen, so setzt sich diese auf und unter  bricht mit dem     Schlaffseilschalter    170 die Steuerlei  tung für den Relaisschalter 126, so dass das Füllen  der Aufzugschüssel 9' verhindert wird.

   Die weiteren  mit dem     Schlaffseilhalter    in Verbindung stehenden  Kontakte sind ebenfalls der Einfachheit halber nicht  dargestellt.  



  Der Motor 128 ist mit einem Schalter 165 ver  bunden, den er schliesst, sobald die Überführung der  abgewogenen Mischkomponenten in die Aufzugschüs  sel 9' erfolgt ist. Der Weg des Impulses vom Misch  zeitgeber 148 über die Relaiswicklung 121 und die  geschlossenen     Endlagenschalter    35' und 36' ist somit  frei und der     Windelmotor    124 kann mittels dieses Im  pulses in Gang     gesetzt    werden. Die Schalter 35' und  36' unterbrechen diesen Steuerstromkreis dann wie  der, wenn die Aufzugschüssel 9' ihre obere Stellung  erreicht hat. Die mit diesen     Schaltern    zusammenarbei  tenden Einrichtungen zum Ablassen der Schüssel sind  ebenfalls der Einfachheit halber nicht dargestellt.  



  Sobald die Winde ihre     Rücklaufbewegung    beendet  hat, setzt sie den dritten     Mischzeitgeber    151 in Gang,  an welchem bei dem in     Fig.    6 gezeigten Schaltbeispiel  die Mischzeit eingestellt ist. Nach Ablauf der Misch  zeit gibt der     Mischzeitgeber    151 über die Leitung 152  einen Impuls auf die Klemme C des Klemmbrettes  153 und damit auf die Leitung 154.  



  Durch die entsprechende Einstellung auf den ein  zelnen Klemmbrettern 143, 150 und 153 können die  beschriebenen Teilabläufe in ihrer Reihenfolge belie  big eingestellt werden. Ausserdem ist die Länge der       Vormischzeit,        Zwischenmischzeit    und     Hauptmisch-          zeit    beliebig einstellbar. Das in dem jeweils zuerst ein  geschalteten Teilablauf eingesetzte Zeitrelais steuert  jeweils zuerst die     Vormischzeit,    das in dem zweiten  die     Zwischenmischzeit    und das im letzten die Haupt  mischzeit.  



  Vom letzten     Mischzeitgeber    (im Beispiel der     Fig.    7  Zeitrelais 151) geht der Steuerstrom über die Leitung  154 auf den Kontakt 155 der automatischen Waage,  die unterhalb des Zwischenbehälters angebracht ist.  Dieser Kontakt 155 ist im allgemeinen geschlossen,  wird aber automatisch geöffnet, sobald das Gewicht  der Füllung im Zwischenbehälter 16' seine obere  Grenze überschreitet, die an der automatischen Waage  eingestellt ist. Vom Kontakt 155 wird der Steuer  strom über die Leitung 156 auf den Schalter 157 ge-    führt, der durch den Antriebsmotor 112 des Zwi  schenbehälters geschaltet wird.

   Der Schalter 157 ist  stets eingelegt, wenn der Motor 112 läuft und ver  hindert,     dass    gemischtes Gut in den Zwischenbehälter  eingetragen wird, ohne dass dieser in Gang gesetzt ist.  Sind der Kontakt 155 der automatischen Waage 19'  und der Schalter 157 geschlossen, so läuft der Steuer  strom auf den Relaisschalter 130 und setzt den Motor  131 in solchem Umdrehungssinn in Gang, dass der  Verschluss des Mischers 1' geöffnet wird.

   Sobald der  Verschluss des Mischers 1'     vollkommen    geöffnet ist,  wird der Schalter 53 (vergleiche     Fig.    5) betätigt, der  einerseits den Motor 131 abschaltet, was allerdings  in     Fig.    7 der Übersicht halber nicht dargestellt ist,  und anderseits mit seinem Kontakt 158 das     Zeitglied     159 in Gang     setzt,    an welchem die     Austragszeit    für  die Entleerung des Mischers eingestellt ist. Nach Ab  lauf dieser Zeitspanne gibt das Zeitrelais 159 .einen  Steuerimpuls auf den Relaisschalter 129, der den Mo  tor 134 mit umgekehrtem Laufsinne, also zum Schlie  ssen des Verschlusses, einschaltet.

   Gleichzeitig gibt  das Zeitrelais 159 über einen Kontakt des Schalters  51 (vergleiche     Fig.    5), der bei geschlossenem Ver  schluss. geschlossen ist,     einen    Steuerstrom auf die  Steuerleitung 139 und setzt somit wiederum die Ent  leerung der automatischen Waage in dem als ersten  geschalteten     Teilablauf    in Gang.  



  Um die Anlage anzuhalten und sofort für eine  spätere     Wiederingangsetzung    vorzubereiten, kann ent  weder die Zuführung der     Ausgangsmaterialien    in die  automatischen Waagen dadurch unterbunden werden,  dass die Schalter 138 und 161 in den Steuerleitungen  der Relaisschalter 115, 117 und 118 ausgerückt wer  den, oder dadurch, dass der Schalter 162 eingelegt  wird. Hierdurch wird die Steuerspannung zusätzlich  auf eine weitere Steuerleitung 163 gelegt.

   Diese zu  sätzliche Steuerleitung ist über Schalter 164 und 165,  die von den Zuführungsmotoren 127 und 128 aus  den automatischen Waagen 12' und 6' in den Mischer  1' betätigt werden bzw. über einen Kontakt im Schal  ter 51 (vergleiche     Fig.5)    der     Verschlussvorrichtung     mit den Relaisschaltern 166, 167 und 168 verbunden.  Sobald der Schalter 162 eingelegt wird, schaltet sich  jeder Teilablauf nach seiner Beendigung automatisch  ab.

   Wird der Schalter 162 während der     Hauptmisch-          zeit    eingelegt, so wird jede weitere     Materialzufuhr    in  den Mischer dadurch gleichzeitig ausgeschaltet, dass  der Relaisschalter 168 anspricht und sämtliche     Zufüh-          rungsmotore    abschaltet. Nach dem Austragen aus  dem Mischer wird dann auch die     Austragsvorrich-          tung    abgeschaltet. Die Antriebsvorrichtung für den  Mischer und den Zwischenbehälter und der Austrag  aus dem Zwischenbehälter sind durch diese Schaltung  nicht erfasst.  



  Ausser dem Kontakt 155 besitzt die automatische  Waage 19' des Zwischenbehälters 16' den Kontakt  169, der bei einem Mindestgewicht der Füllung im  Zwischenbehälter 16' anspricht. Er schaltet     dann    den  Relaisschalter 132 auf die     Hauptsteuerleitung    114  und schaltet damit den Motor 133 ab. Desgleichen      kann auch die Verbrauchsanlage 134 dadurch ab  geschaltet werden, dass in ihrer     Kraftstromspeiseleitung     ein Relaisschalter 170 gelegt ist, dessen Wicklung mit  der Wicklung des Relaisschalters<B>132</B> parallel ge  schaltet ist.

   Anderseits kann die Nachfuhr des gemisch  ten Materials     in    die Verbrauchsanlage 134 dadurch ab  geschaltet werden, dass an dieser Anlage ein automa  tisch oder von Hand betätigter Schalter 171 an  gebracht ist, der die     Hauptsteuerleitung    114 mit dem  Relaisschalter 172 im Speisekreis des Motors 133 für  die     Austragsvorrichtung    17' verbindet.  



  Wenn in der Ausführungsform der Erfindung ge  mäss     Fig.7    die automatische Waage 19' des Zwi  schenbehälters 16' mit ihrem Kontakt 155 auf die  Schaltung zum Öffnen des Verschlusses des Mischers  I' einwirkt, so ist es auch ohne weiteres möglich,  durch die automatische Waage 19' die Zuführung des  zu mischenden Gutes in den Mischer 1' zu regeln.  Dies ist dann insbesondere erforderlich, wenn das  Mischgut nicht über eine bestimmte Zeit hinaus im  Mischer 1' verbleiben darf. Für solche Fälle wird nicht  die Leitung 154 bzw. 156, sondern die Leitung 139  über den Kontakt 155 geführt.  



  Zur besseren Übersicht der Arbeitsweise ist in       Fig.    6 ein Funktionszeitplan dargestellt, der den in       Fig.    1 gezeigten Materialaufzug als eigene, selbstän  dig an die Folgeschaltung angeschlossene Teilvorrich  tung     berücksichtigt.     



  Dieser Funktionszeitplan zeigt neben dem nor  malen automatischen Ablauf auch die Arbeitsgänge  zur Spieleinleitung und zum Abschalten der Anlage  nach Ablauf eines Spieles an.  



  Wie der Zeitplan der     Fig.    6 weiterhin zeigt, zwei  gen von der     Impulsfolgeschaltung    noch Seitenzweige  für die Herstellung der Ausgangsbedingungen an den       einzelnen    Teilvorrichtungen ab. Diese Teilzweige sind  aber nicht von wesentlicher Bedeutung.  



       Vor(    wesentlicher Bedeutung ist jedoch, dass in  die beschriebene Folgeschaltung das     Zustandsmess-          glied    des Zwischenbehälters 18, beispielsweise die  automatische Waage 19, mit Kontrollkontakten 155  eingeschaltet ist, wobei innerhalb der eingangs be  schriebenen Möglichkeiten diese Kontrollkontakte  155 auch in anderer Weise in die Gesamtschaltung  eingefügt sein können, wie in     Fig.    7.

   Es besteht bei  spielsweise auch die Möglichkeit, diese     Kontrollkon-          takte    155 in den Weg des Impulses zu legen, der beim  Enden der Öffnungsbewegung des Verschlusses des  Mischers 2 ausgehend vom Schalter 53 auf das     Ver-          schlussöffnungszeitmessglied    159 und von dort zur  Betätigungseinrichtung zum Schliessen des Verschlus  ses geführt wird. Eine zweite weitere Einschaltmög  lichkeit besteht     darin,    an Stelle der Leitung 154 die  Leitung 139 über die Kontrollkontakte 155 der auto  matischen Waage 19' zu führen.

   Bei Überfüllung oder  sonstigen Betriebsstörungen am Zwischenbehälter 16'  wird dann nach dem Schliessen des     Mischerverschlusses     der dort erzeugte Impuls daran gehindert, die Betäti  gungseinrichtung der als ersten geschalteten Teilvor  richtung zu erreichen.    Im ersteren Fall bleibt der Verschluss des Mi  schers 2 geöffnet und die Mischschüssel läuft eine  Zeitlang leer. Im zweiten Fall schliesst sich zwar die  Mischschüssel, aber es wird kein Material nach  geführt.  



  Das Fassungsvermögen des Zwischenbehälters 18  und der Mischschüssel 2 können auch so aufeinander  abgestimmt sein, dass der Zwischenbehälter 18 nicht  mehr als zwei Füllungen der Mischschüssel 2 auf  nimmt. In solchem Fall ist die zweite Steuerungsart,  nämlich die Einschaltung der automatischen Waage  19 mit ihren Steuerkontakten in den Weg des Impul  ses vom Schliessen des Mischverschlusses zur Betäti  gung der ersten Zuführungseinrichtung einer Misch  komponente zur     Mischerschüssel    2 zu wählen. Im  Beispiel der Steuerung nach     Fig.    6 müssten die     Kon-          trollkontakte    der automatischen Waage 19 vor der  Betätigungseinrichtung für die Aufzugswinde liegen.  



  Der     Aufbau    des     Rundbeschickers    16 mit Zwi  schenbehälter 18 der automatischen Waage 19 ist  aus den     Fig.    1, 2 und 3 ersichtlich. Der     Rundbeschik-          ker    16 besitzt in seinem Inneren einen Kegel 20, um  den - ein ringförmiger Teller 21 kontinuierlich um  läuft. Oberhalb des Tellers 21 greift ein     Ausräumer     22 in dessen Laufbahn ein. Die Stellung des     Ausräu-          mers    22 wird mittels einer Spindel 23 und einem  Handrad 24 eingestellt.

   Zum Antrieb des Tellers 21  dient ein Elektromotor 25 mit einem stufenlos regel  baren     Untersetzungsgetriebe,    beispielsweise einem       Reibradgetriebe    oder dergleichen. An die Austrags  öffnung 27     (Fig.    3) des     Rundbeschickers    16 ist eine  Fördervorrichtung für das gemischte Gut, beispiels  weise ein Bandförderer 17, unmittelbar angeschlos  sen. Der Raum oberhalb des     Rundbeschickers    16 ist  zum Zwischenbehälter 18 ausgebildet. Das Fassungs  vermögen des Zwischenbehälters 18 beträgt im vor  liegenden Fall etwa 3 Mischchargen.  



  Der     Rundbeschicker    16 mit dem Zwischenbehäl  ter 18 sind gemeinsam auf die automatische Waage  19 gesetzt. Der Waageboden, auf den der Rund  beschicker und der Zwischenbehälter aufgesetzt sind,  besteht aus einem Gerüst 29 aus     Doppel-T-Trägern.     Dieses Gerüst 29 sitzt mit Zwischenpuffern 30 auf  Waagehebeln 31, die die von der Last erzeugten  Kräfte über     Ausgleicharme    32 auf die eigentliche  automatische Waage übertragen. Für diese eigentliche  automatische Waage kommen elektrische Waagen  verschiedenster Art in Betracht, jedoch soll die be  nutzte elektrische Waage eine Reihe von Bedingungen  erfüllen. An der elektrischen Waage ist die jeweils er  wünschte Gewichtsgrenze einstellbar.

   Jedoch soll sie  darüber hinaus auch eine Leeranzeige besitzen, um  zu verhindern, dass beim Abschalten der Anlage  Überreste des gemischten Gutes, beispielsweise des  Betons, im Zwischenbehälter verbleiben und dort er  härten.     Ferner    ist es zweckmässig, wenn die elek  trische Waage eine     Teilfüllungsanzeige    besitzt, aus  welcher hervorgeht, bis zu welchem Grade der Zwi  schenbehälter mit gemischtem Gut gefüllt ist. Schliess  lich ist es erforderlich, dass die Waage eine überfül-           lungssicherung    enthält, das heisst jenen Schaltmecha  nismus, der beim Überschreiten der eingestellten Ge  wichtsgrenze in die Steuervorrichtung der Anlage ein  greift.

   Auch für den Fall, dass beim Abschalten der  Zwischenbehälter nicht völlig entleert war, soll die  elektrische Waage mit ihrer Leeranzeigevorrichtung  in den Schaltmechanismus der gesamten Anlage ein  greifen und das Einschalten der Anlage verhindern  oder zumindest ein Warnsignal auslösen, falls der Zwi  schenbehälter nicht ordnungsgemäss entleert war.  



  Für die automatischen Waagen der     Rohkompo-          nenten-Zuteilung    können grundsätzlich die gleichen  elektrischen Waagen benutzt werden. Auch diese sol  len mit Leeranzeigevorrichtungen,     Teilfüllungssiche-          rung    und     Cberfüllungssicherung    versehen sein. So  bald die Waagschale der     Zuteilvorrichtung    einer Kom  ponente nicht völlig entleert wird, soll die elektrische  Waage durch Ansprechen ihrer Leeranzeigevorrich  tung die übrigen elektrischen Waagen und     Zuteilvor-          richtungen    blockieren oder deren Sperrung nicht auf  heben.

   Das gleiche soll auch dann eintreten, wenn die       Teilfüllungssicherung    der elektrischen Waage an  spricht, das heisst, wenn beispielsweise durch Leer  laufen eines Silos eine Komponente ausbleibt. Auch  bei Oberfüllung einer Waagschale, beispielsweise  durch Ausfall eines     Verschlussschiebers    im Silo, soll  die elektrische Waage ansprechen und die Zuteilung  der übrigen Mischkomponenten unterbinden. Darüber  hinaus kann durch dieses     Fehleransprechen    der elek  trischen Waage ein Warnungssignal ausgelöst oder  die gesamte Anlage abgeschaltet werden.  



  Vorzugsweise ist die zu benutzende elektrische  Waage neben den beschriebenen Sicherheitsmassnah  men gegen Fehlmessungen mit einem automatischen  Schalter versehen, der von Hand oder automatisch  bedient wird und die Waage auf vorher eingestellte  Rezepte abstimmt. Die Anwesenheit eines solchen  Wahlschalters macht     zugleich    eine     Wahlschaltersiche-          rung    erforderlich, die eine Betätigung des Wahlschal  ters verhindert, wenn ein     Wägevorgang    bereits an  gelaufen oder noch nicht abgeschlossen ist. Als wei  terer zweckmässiger Zusatz kann die elektrische  Waage mit einem Zählwerk versehen sein, das bei  spielsweise angibt, wieviel Mischchargen gleichen Re  zeptes hergestellt worden sind.

   An diesem Zählwerk  kann auch vorzugsweise die gewünschte Anzahl von  Chargen gleichen Rezeptes eingestellt werden. Die  elektrische Waage wiegt dann die eingestellte     Char-          genanzahl    ab und schaltet anschliessend die Anlage voll  ständig oder teilweise aus.  



  Will man am Zwischenbehälter 18 keine auto  matische Waage benutzen, so kann in dem Zwischen  behälter 18 mindestens ein     Füllstandsmesser    an  gebracht sein, der mit Schaltwerken verbunden ist.  Vorzugsweise ist an der oberen und an der unteren       Füllstandsgrenze    des Zwischenbehälters je ein an sich  bekanntes, ständig angetriebenes und mit einem Dreh  momentschalter gekoppeltes Schaufelrad angebracht.  Der     Drehmomentschalter    spricht dann an, sobald das  Mischgut mit dem Schaufelrad in Berührung kommt    und das auf die     Schaufelradwelle    übertragene Dreh  moment erhöht. In dieser Ausführungsform     kann    der  Zwischenbehälter fest montiert sein oder als Bunker  in Mauerwerk oder Beton ausgeführt sein.

   Diese Aus  führungsform eignet sich somit insbesondere für sehr  grosse und schwere Zwischenbehälter, für die die  Montage auf einer Waage nicht in Frage kommen  kann.  



  Für den störungsfreien Betrieb der Anlage ist es  unbedingt ratsam, dass die Schaltung für die einzel  nen Teilabläufe elektrisch     doppelverriegelt    sind. Wie  aus den     Fig.    1 und 7 ersichtlich, besitzt die Aufzug  schüssel 9 einen unteren     Endlagenschalter    33, der an  einer Laufschiene für die Aufzugschüssel befestigt ist.  Der     Endlagenschalter    33 wird durch die Mischschüs  sel 9 betätigt, wenn sie ihn beim     Abwärtslaufen    über  schreitet.

   Neben dem unteren     Endlagenschalter    33  ist die Mischschüssel 9 für     ihre    untere Endlage mit  einem     Schlaffseilschalter    34 versehen, der bei     Ausfall     des     Endlagenschalters    33 in Tätigkeit tritt, indem sich  die Aufzugschüssel 9 auf den Boden der Aufzuggrube  aufsetzt und durch das weitere Abspulen des Aufzug  seiles dieses schlaff wird. Dieser doppelverriegelte un  tere     Endlagenschalter    33, 34 dient zugleich als Dop  pelverriegelung für die     Verschlussvorrichtung    8 des  Trichters 7 und verhindert dadurch, dass Beton  zuschlagstoffe in die Aufzugsgrube auslaufen, wenn sich  die Aufzugschüssel 9 nicht dort befindet.

   Auch der  obere     Endlagenschalter    35, 36 der Aufzugschüssel 9  ist als elektrische Doppelverriegelung ausgebildet.  Im allgemeinen Betrieb wird lediglich der     Endlagen-          schalter    35 durch die Aufzugschüssel 9 betätigt, wäh  rend der Schalter 36 nur dann von der Aufzugschüs  sel 9 erreicht wird, wenn der     Endlagenschalter    35  versagt.  



  Als weiteres Beispiel eines elektrischen doppel  verriegelten Teilablaufes ist in     Fig.    4 und 5 die       Entleerungsverschlussvorrichtung    des Gegenstrom  mischers 1 dargestellt. Die zentrische     Verschlussplatte     37 der Mischschüssel 2 ist mittels eines Lagerungs  stückes 38 senkrecht verschiebbar auf einem waag  recht verschiebbaren Schlittenteil 39     gelagert.    Im In  neren des Schlittenteiles 39 befindet sich ein     Betäti-          gungshebelwerk,    bestehend aus den Hebeln 40, 41  und 42.

   Der Hebel 40 ist an seinem Ende 43 schwenk  bar     gelagert,    trägt an den beiden anderen Enden sei  ner Dreiecksform die schwenkbar     angelenkten    Hebel  4.1 und 42. Während der Hebel 41 mit dem senk  recht verschiebbaren Lagerungsteil 38 verbunden ist,  ist der Hebel 42 an eine Schubstange 44     angelenkt,     die an ihrem anderen Ende eine Zahnstange 45 trägt.  In die Zahnstange 45 greift das     Ritzel    46 ein, das  über ein Getriebe 47 mit dem Antriebsmotor 48 ver  bunden ist. Als Kupplungsglied ist zwischen dem Mo  tor 48 und dem Getriebe 47 ein     Drehmomentschalter     49, das heisst ein Schalter gelegt, der bei überschrei  ten eines bestimmten vom Motor 48 auf das Getriebe  47 übertragenen Drehmomentes betätigt wird.

   Dieser       Drehmomentschalter    soll nach beiden Drehrichtungen  des Motors 48 hin ansprechen. Zwischen den Motor      48 und das Getriebe 47 ist ferner eine Rutschkupp  lung gelegt, die bei Wirksamwerden des Drehmoment  schalters, also beim Anstossen der     Verschlussv        orrich-          tung    in einer Endlage, mechanische Beschädigungen  der     Verschlussteile    vermeidet. An ihrem freien Ende       trägt    die Zahnstange 45 einen Nocken 50     (Fig.    5), der  den Schalter 51 betätigt, sobald der Verschluss ge  schlossen ist. Der Schalter 51 ist oberhalb der Zahn  stange 45 im Gehäuse gelagert.

   Im gleichen Gehäuse  52 ist auch der     Endlagenschalter    53 für die     öffnungs-          endlage    des Verschlusses untergebracht. Beide Schal  ter 51 und 53 sind in gleicher Weise aufgebaut. Sie  bestehen aus einer drehbar gelagerten     Nockenscheibe     54, 54', die mit einem Betätigungsarm 55, 55' ver  sehen ist. Der Nocken 56 der     Nockenscheibe    54 be  tätigt über eine Laufrolle 57 den Schalterstössel 58,  der     wiederum    den Kontakt schliesst bzw. öffnet.  



  Zum Öffnen des Verschlusses wird zunächst die  Zahnstange 45 durch den Motor 48 über das Ge  triebe 47 und     Ritzel    46 aus dem Schlittenteil 39 her  vorgezogen und dabei der Hebel 40 mittels der Schub  stange 44 und des Hebels 42 um seine schwenkbare  Lagerung 43 gedreht. Dabei zieht er den Hebel 41,  das Lagerungsstück 38 und die     Verschlussplatte    37  nach unten. Die Abwärtsbewegung dieser Teile wird  dadurch begrenzt, dass sich der Hebel 40 auf den ein  stellbaren Anschlagnocken 59 legt. Von diesem Au  genblick an wird die Zugkraft der Zahnstange 45 auf  den Schlitten 39     übertragen    und dieser waagrecht in  Richtung der Zahnstange 45 verschoben.

   Der Dreh  momentschalter 49 ist dabei so eingestellt, dass die       Änderung    des Drehmomentes in der Antriebswelle  des Motors 48, die durch diesen Bewegungsübergang  der     Verschlussteile    hervorgerufen wird, nicht ausreicht,  den     Drehmomentschalter    49 zu betätigen.  



  Zur Begrenzung der Schlittenbewegung legt sich  der an der Vorderkante des Schlittens 39 befindliche  Nocken 60 gegen den Hebel 55' des Schalters 53 und  schiebt diesen vor sich her. Hierdurch wird eine Ver  drehung der     Nockenscheibe    54' bis in die punktiert  dargestellte Lage bewirkt. Die Betätigungsrolle 57'       läuft    auf den Nocken 56' auf und bewirkt die Öffnung  des     Schaltschützes    für den Motor 48. Beim Versagen  des Schalters 53 verschiebt sich der Schlitten 39 so  weit, bis er an die Trägerteile des Mischers 1 anstösst.  Hierdurch wird das vom Motor 48 aufzubringende  Drehmoment augenblicklich stark erhöht, was zum  Ansprechen des     Drehmomentschalters    49 führt.

   Durch  den     Drehmomentschalter    49 wird dann nicht nur das  Schaltschütz für den Motor 48 geöffnet, sondern auch  eine Signalvorrichtung, die einen Fehler in der Anlage  anzeigt. Ausserdem kann durch den Drehmoment  achalter 49 die Anlage ganz oder teilweise abgeschal  tet werden.  



  Zum Schliessen des Verschlusses gehen die be  schriebenen mechanischen Vorgänge in umgekehrter  Reihenfolge und     Richtung    vonstatten. Während der       letzten    Bewegungsphase des     Verschlusstellers    37 und  somit auch der Zahnstange 45 erfasst der Nocken 50  der Zahnstange 45 den Hebel 55 des Schalters 51    und betätigt diesen in gleicher Weise wie der Nocken  60 des Schlittens 39 den Schalter 53. Beim Ausfallen  des Schalters 51 wird die Zahnstange 45 noch etwas  weiter in das Innere des Schlittens 39 gedrückt und  dabei das Hebelwerk 40,     Q-1,    42 in Anschlag mit sei  nen Gehäusewänden gebracht.

   Hierdurch wird wie  derum das vom Motor 48 aufzubringende Dreh  moment augenblicklich erhöht, was wiederum zum  Ansprechen des     Drehmomentschalters    49 führt.  



  In ähnlicher Weise sind auch sämtliche anderen  Teilvorgänge durch elektrische Doppelverriegelungen  abgesichert. Auch der     Haupteinschalter    für die An  lage ist mit einer Doppelverriegelung versehen. Er  wirkt zunächst auf die bereits anhand der     Fig.    7 er  wähnte Alarm- und Warnvorrichtung, die insbeson  dere zur Sicherheit des     überholungs-    und Wartungs  personals der Anlage dient. Gleichzeitig setzt der       Haupteinschalter    ein Zeitrelais in Gang, das nach  einer bestimmten oder einstellbaren Zeit die Schalt  schütze für die einzelnen     Antriebsmotore    der Anlage       betätigt.     



  Wie aus dem in     Fig.    6 dargestellten Funktionszeit  plan und aus dem Schema nach     Fig.    7 hervorgeht,  wird zur Spieleinleitung zunächst der     Siloverschluss     Kies geöffnet und der Kies in die Schale der     zweikom-          ponenten    Waage eingeleitet. Gleichzeitig wird auch  die Schale der Zementwaage gefüllt. Der     Tauchkol-          benwassermesser    ist in Bereitschaft, die notwendige  Wassermenge in den Mischer abzugeben. Die Auf  zugschüssel ist abgebremst und befindet sich in ihrer  tiefsten Stellung, während der Mischteller     leerläuft     und sein     Entleerungsverschluss    geschlossen ist.

   Nach  dem Einfüllen des Kieses in die Schale 6 der     zwei-          komponenten    Waage wird in die gleiche Waagschale  der Sand nachgefüllt. Inzwischen hat sich die Schale  der Zementwaage 12 mit Zement angefüllt, bleibt  eine gewisse Zeit in Bereitschaft und entleert sich in  den Mischteller. Gleichzeitig gibt auch der Tauch  kolbenwassermesser die erforderliche Wassermenge  in den Mischteller. Vor dem Einlassen des Wassers in  den Mischteller ist bereits die Aufzugschüssel aus  ihrer automatischen Waage mit Zuschlagstoffen ge  füllt worden. Beim Einlassen des Wassers wird sie  nach oben gezogen, hierauf in den Mischteller ent  leert und sofort wieder abgelassen.

   Nach dem Ein  füllen aller Ausgangsmaterialien beginnt die Misch  zeit, in deren Verlauf die     Tauchkolbenwassermesser     die Beschickungswaage 7 und die Aufzugschüssel wie  der     mit    den Ausgangsmaterialien für eine neue Misch  charge gefüllt wird, während nach Ablauf der Misch  zeit der     Verschlussteller    geöffnet und die Mischschüs  sel in den Zwischenbehälter entleert wird. Nach Ab  lauf der Entleerungszeit wird der     Tellerverschluss     wieder geschlossen und durch sein Verschliessen ein  neues Spiel eingeleitet.  



  Im hinteren Teil des Funktionszeitplanes ist die  Schaltung  Aus nach einem Spiel  dargestellt. Das  Wesen dieser Schaltung besteht darin, dass während  des letzten Spieles die automatischen Beschickungs  waagen nicht mehr mit Ausgangsstoffen für eine      neue Mischcharge beschickt werden und die einzel  nen Teile der Anlage nacheinander abgeschaltet wer  den, sobald sie ihre letzte Funktion erfüllt haben. Als  einzige Ausnahme wird im Beispiel der dargestellten  Anlage der     Tauchkolbenwassermesser    nochmals mit  einer für eine Mischcharge notwendigen Wassermenge  gefüllt. Nach dem Abschalten der Teile der Anlage  für die     Rohkomponentenzuteilung    läuft der Mischer  noch so lange, bis die letzte Charge über die ein  gestellte Mischdauer gemischt und anschliessend in  den Zwischenbehälter ausgetragen ist.

   Durch das dar  auffolgende Schliessen des Tellerverschlusses wird  auch der Mischer automatisch abgeschaltet. Der Aus  trag aus dem Zwischenbehälter bleibt noch so lange  in Betrieb, bis auch der Zwischenbehälter völlig ent  leert ist. Sobald die automatische Waage des Zwi  schenbehälters ihre     Leeranzeigestellung    erreicht,  schaltet sie auch den Austrag aus dem Zwischenbehäl  ter, den Hauptschalter der gesamten Anlage und ge  gebenenfalls auch die Verbraucheranlage automatisch  aus.  



  Um die Anlage zunächst einmal auf eine ge  wünschte Rezeptur einstellen zu können, sind die au  tomatischen Schaltvorrichtungen zumindest teilweise  abschaltbar und durch Handbedienung ersetzbar. Die  wahlweise einstellbare Handbedienung der Schaltvor  richtung ist besonders zweckmässig, wenn mit einer  bestehenden Anlage ein neues Mischverfahren zu  nächst einmal erprobt werden soll. In solchem Fall  wird zunächst das Mischverfahren von Hand durch  geführt, um festzustellen, welche Mischzeiten, Rei  henfolgen usw. am zweckmässigsten sind. Danach  kann die Anlage auf Grund der erzielten Ergebnisse  auf automatisches Arbeiten umgeschaltet werden.  



  Wenn in der Zeichnung eine     Ausführungsform    der  Erfindung dargestellt ist, die insbesondere auf auto  matische     Betonmischanlagen    anwendbar ist, so be  stehen für die Erfindung selbstverständlich erheblich  weitere Anwendungsmöglichkeiten.  



  Ferner gestattet die Regelvorrichtung die Aufgabe  von     Teilfüllungen,        Vorbehandlung    einer Teilfüllung  während einer bestimmten Zeit, dann Zugabe der  restlichen Rohstoffmengen, sobald die     Vorbehand-          lung    der Teilfüllung den angestrebten Effekt erreicht  hat, wie beispielsweise Granulieren von superphos  phathaltigen     Mischdüngern    ohne Wasserbenetzung  und ohne Nachschaltung einer Trockenanlage. In die  sem Fall erhält die Maschine eine     Teilfüllung,    be  stehend aus Rohphosphat und Schwefelsäure. Nach  etwa 30 Sekunden Mischzeit bilden beide     Materialien     eine Paste.

   In diesem Moment müssen die     restlichen     Trockenstoffe zugegeben und mit der Paste sehr in  tensiv gemischt werden, wobei die Paste als Bindemit  tel dient und die gleichzeitige     Granulatformung    er  möglicht. Mit Rücksicht auf den raschen Reaktions  verlauf ist die     pastenförmige    Beschaffenheit nur sehr  kurze Zeit gegeben. Im weiteren Verlauf der Reaktion  trocknet und     erstarrt    das Material ähnlich einem rasch  bindenden Gips.    Dieser Prozess ist nur bei periodischem Betrieb       durchführbar,    während die Weiterleitung des Fertig  granulates im allgemeinen kontinuierlich auf     Bändern          erfolgt.     



  Bei einem solchen Verfahren ist es besonders vor  teilhaft, wenn die     Austragvorrichtung    des Zwischen  behälters 18 mit     einer    Steuervorrichtung verbunden  ist, die in Abhängigkeit von der im Zwischenbehälter  gespeicherten Menge gemischten Gutes die Austrag  vorrichtung um so mehr oder weniger     öffnet,    dass das  gemischte Gut eine praktisch gleichbleibende einstell  bare Zeitdauer im Zwischenbehälter     verweilt.     



       Ähnlich,    jedoch noch höhere Anforderungen an  die Automatik ergeben sich bei der     Granulierung    von  frischem, nicht     vorhydratisiertem        Kalkstickstoff.    In  diesem Fall muss eine genau dosierte Menge Wasser  und Löschbeschleuniger so schnell und     fehlerfrei    ge  mischt werden, dass gleichmässige Benetzung aller       Kalkstickstoffpartikel    und Einwirkung des     Lösch-          beschleunigers    auf jedes der Feinteilchen gewährlei  stet ist, noch ehe der rasch einsetzende     Granulierpro-          zess    beendet ist.

   Gleichzeitig mit dem Misch- und     Gra-          nulierprozess    vollzieht sich in diesem     Fall    die Lö  schung des Kalkanteiles, die Wärmeentwicklung     zur     Folge hat. Das Gut muss unter genauer Einhaltung der  erprobten Behandlungsdauer die     Granuliermaschine     verlassen, sobald die günstigste     Granulatgrösse    er  reicht ist.  



  Der Zwischenbehälter muss daher das frisch er  zeugte Granulat aufnehmen und noch kurze Zeit zu  rückhalten, damit der     Löschprozess    unter gleichzei  tiger Einwirkung einer nach oben genau begrenzten  Temperatur     abklingt,    noch ehe das Gut in die an  schliessende     Kühltrommel    gelangt; denn in der Kühl  trommel wird dem Gut die freiwerdende Wärme ent  zogen und zugleich auch ein grosser Teil seiner  Feuchtigkeit, so dass der     Löschprozess,    wenn er noch  nicht abgeschlossen ist, durch Wärme und Feuchtig  keitsentzug verzögert oder unterbrochen wird.  



  Dem Zwischenbehälter kommt in diesem Fall so  mit eine doppelte Aufgabe zu, nämlich einmal die An  passung des Gutstromes von einer Behandlungsstufe  zur nächsten, und zum anderen die     Speicherung    des  Gutes selbst und die Vorbereitung des Gutes, das aus  einer Behandlungsstufe kommt, zur Behandlung in  der nächsten Stufe. Im vorliegenden Fall     darf    die  Temperatur einen Wert von 70  nicht überschreiten,  weil höhere Wärmegrade Stickstoffverluste zur Folge  haben.  



  Die     Verweilzeit    im Zwischenbehälter ist daher  zeitlich eng begrenzt und ausserdem vom Temperatur  anstieg im behandelten Gut abhängig. Zu diesem  Zweck können für die Steuerung der Anlage im Zwi  schenbehälter zwei Füllungszustände verschiedener  Art überwacht werden, nämlich der     Füllungsgrad    des  Zwischenbehälters und die im Zwischenbehälter herr  schende Füllungstemperatur. Der Zwischenbehälter  kann dann zusätzlich zu der automatischen Waage  mit     Temperaturmessvorrichtungen    versehen sein, die  in gleicher Weise wie die automatische Waage Steuer-           einrichtungen    schalten und somit die     Verweilzeit    des  Gutes im Zwischenbehälter 18 selbsttätig regeln.

   Hier  für können die mit der     Temperaturmessvorrichtung     verbundenen Schaltwerke, beispielsweise die     Einlauf-          schieber    des Ausgangsmateriales, das heisst in diesem  Fall des     Frischkalkstickstoffes    und Wassers, in die  Mischschüssel blockieren oder aber den Austrag aus  dem Zwischenbehälter beschleunigen.  



  Bei anderen chemischen Prozessen ist auch die  Aufgabe gestellt, das im Mischer behandelte Gut wäh  rend kurzer Zeit der Einwirkung von Dampf und       Ammoniakgasen    oder einem Gemisch von Dampf und       Ammoniakgasen    auszusetzen. Auch in diesem Fall ist  der Zwischenbehälter mit Schaltvorrichtungen ver  sehen, die auf den Füllungsgrad und die Temperatur  ansprechen und somit die     Verweilzeit    des Gutes im  Zwischenbehälter und die dabei herrschende Tempe  ratur dadurch     regeln,    dass sie den Einlauf in den Mi  scher bzw. den Austrag aus dem Mischer oder aber  den Austrag aus dem Zwischenbehälter steuern.  



  Neben der unmittelbaren Steuerung der Misch  vorrichtung, der     Austragvorrichtung    aus dem Zwi  schenbehälter und gegebenenfalls der Verbrauchs  anlage, können die den Füllungszustand des Zwi  schenbehälters messenden Vorrichtungen auch mit  Anzeigevorrichtungen, beispielsweise Lichtsignalen,  gekoppelt sein, die beispielsweise in einer Steuerzen  trale für die Anlage den Füllungszustand des Zwi  schenbehälters an einer oder mehreren     übersichts-          tafeln    wiedergeben. Diese Anzeigevorrichtungen sind  dann von besonderer Bedeutung, wenn mehrere  Mischvorrichtungen oder Verbraucheranlagen von  einer Zentrale aus gesteuert werden sollen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Misch gutkomponenten zu einer Mischvorrichtung und der Abgabe des gemischten Gutes an eine dieses Gut zur Weiterverarbeitung aufnehmende Verbrauchsanlage mit einem zwischen die Mischvorrichtung und die Verbrauchsanlage eingeschalteten Zwischenbehälter mit einer das Mischgut in abgestimmter Menge an die Verbrauchsanlage, abführenden Austragsvorrich- tung, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessvor- richtungen (6, 12, 15) und die Zugabevorrichtungen (127, 14, 9) für die einzelnen Mischungsbestandteile sowie die Austragsvorrichtung (37,
    48, 131) des Mischers (1, 2, 3) zum Zwischenbehälter (18) an eine vollautomatische Schalteinrichtung angeschlossen und in Teilvorrichtungen gruppiert sind, von denen jede ein Zustandsmessglied und einen Impulsgeber auf weist, wobei die automatische Schalteinrichtung zur Betätigung dieser Teilvorrichtungen in zeitlicher Auf einanderfolge eingerichtet ist, indem ein bewegtes Glied jeder dieser Teilvorrichtungen einen Impuls auslöst, der über mindestens ein Zeitmessghed und mindestens ein Zustandsmessglied auf die Betätigungs einrichtung mindestens einer jeweils als nächste zu betätigenden Teilvorrichtung geleitet wird, und dass der Zwischenbehälter (18)
    mit mindestens einer Vor- richtung (19) zur Messung seines Füllungszustandes versehen ist, die als weiteres Zustandsmessglied in die automatische Schaltung an einer Stelle eingesetzt ist, an der sie als Sperrglied in dem Weg der Impulse zur Betätigung der Teilvorrichtungen zum Beschicken des weiterlaufenden Mischers (1, 2, 3) liegt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zwischenbehälter (18) zur Messung seines Füllungsgrades mit einer automati schen Waage (19) gekoppelt ist, an der eine obere Gewichtsgrenze einstellbar und die mit Schaltwerken verbunden ist, welche zum Unterbinden der Impuls fortschaltung in die Steuerung für die Materialnach- fuhrvorrichtungen zur Mischvorrichtung eingreifen. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zwischenbehälter (18) zur Messung seines Füllungsgrades mit einer automati schen Waage (19) gekoppelt ist, an der eine obere Gewichtsgrenze einstellbar und die mit Schaltwerken verbunden ist, welche zum Unterbinden der Impuls fortschaltung in die Steuerung für die Mischgutaus- tragvorrichtung vom Mischer zum Zwischenbehälter eingreifen.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zwischenbehälter mit Messein- richtungen zum Feststellen eines Mindestfüllungsgra- des versehen ist, die zum Verschliessen des Mischgut- auslasses des Zwischenbehälters bei Unterschreiten des Mindestfüllungsgrades mittels Schaltwerken in die Steuerung der Austragvorrichtung des Zwischen behälters eingreifen. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Messung des Füllungsgrades des Zwischenbehälters (18) mindestens ein Füllstands messer am Zwischenbehälter (18) angebracht ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Austragsvorrichtung des Zwi schenbehälters (18) mit einer Steuervorrichtung ver bunden ist, die in Abhängigkeit von der im Zwischen behälter gespeicherten Menge gemischten Gutes die Austragvorrichtung um so viel mehr oder weniger öff net, dass das gemischte Gut eine praktisch gleichblei bende einstellbare Zeitdauer im Zwischenbehälter ver weilt. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zwischenbehälter mit einer Einrichtung zum Messen der Temperatur im Inneren des gespeicherten, gemischten Gutes und mit einer Steuervorrichtung versehen ist, die beim überschrei ten einer einstellbaren Temperatur die Austragvor- richtung des Zwischenbehälters (18) um ein zusätz liches geregeltes Mass öffnet. 7. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Zwischenbehälter (18) als ein einen ununterbrochenen regelbaren Strom gemischten Gutes an eine Verbrauchsanlage abgebender Rund beschicker ausgebildet ist. B.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in die Folgeschaltung doppelt ver riegelnde Schaltelemente (33, 34 bzw. 35, 36) derart eingeschaltet sind, dass sie bei fehlerhaftem Arbeiten von Teilvorrichtungen ansprechen und die Folge schaltung unterbrechen. 9. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Teilvorrich tungen der Anlage mit einem Schaltschütz gekoppelt ist, das bei fehlerhaftem Teilablauf die gesamte An lage abschaltet. 10. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Folgeschaltung Schaltele mente für das wahlweise Anschliessen der einzelnen Teilvorrichtungen in beliebiger gewünschter Reihen folge und mit gewünschter beliebiger gegenseitiger Schaltverzögerung vorgesehen sind. 11.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zu ihrer Einstellung zumindest ein Teil der vorhandenen Teilvorrichtungen abschalt bar und durch Handbedienung ersetzbar ist. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelverriegelungen der automatischen Schaltvorrichtung mit wahlweise ein schaltbaren, während dem Betrieb automatisch be tätigten Schaltern versehen sind, die bei fehlerhaftem Arbeiten nach jedem betreffenden Teilablauf dessen Wiederholung unterbinden. 13. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am Zwischenbehälter Anzeige vorrichtungen vorgesehen sind, die den Füllungszu stand des Zwischenbehälters wiedergeben. 14.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtungen zur Abgabe von Lichtsignalen ausgebildet sind, die je nach Füllungsgrad des Zwischenbehälters in grösserer oder kleinerer Anzahl aufleuchten.
CH359010D 1955-07-09 1956-06-11 Vorrichtung zur Regelung der Zufuhr von Mischgutkomponenten zu einer Mischvorrichtung und der Abgabe des gemischten Gutes an eine Verbrauchsanlage CH359010A (de)

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