Mehrzweck-Stromabnehmer an Eisenbahnfahrzeugen Die Erfindung betrifft einen Stromabnehmer an Eisenbahnfahrzeugen, der für Fahrleitungsanlagen mit verschiedener Systembreite und verschiedenen Spannungen derart arbeiten soll, dass mit einem einzigen Stromabnehmer die Verhältnisse beherrscht werden können. Der Zweck der Erfindung ist, dass der Stromabnehmer bei Fahrleitungen mit verschie denen Windabtriebsbreiten arbeiten kann. Ausser dem soll der Stromabnehmer bei Gleichstrombahnen <B>1500</B> V sowie auch bei Wechselstrombahnen 25 kV Verwendung finden können.
Diese Aufgaben werden nach der Erfindung durch einen Mehrzweck-Stromabnehmer an Eisen bahnfahrzeugen für den Betrieb an Fahrleitungen mit verschiedener Spannung und verschiedenen Breiten des Umgrenzungsprofils dadurch gelöst, dass am Stromabnehmer zwei Schleifstücke beziehungs weise Schleifbügel vorhanden sind, die seitlich, das heisst senkrecht zum Fahrdrahtverlauf, verschoben werden können, derart, dass verschiedene Schleif breiten einstellbar sind.
Zweckmässigerweise sind die Schleifbügel an Winkelhebeln aufgehängt, deren Drehpunkte an Hülsen liegen, die für sich drehbar auf einer die obern Scherengelenke verbindenden Stange aufgeschoben sind, und deren freie Hebel arme über Zugstangen mit Traversen verbunden sind, die auf einem mit der Stange fest verbundenen Führungsbolzen gleitend angebracht sind. Bei einer andern Ausführungsform ist statt der die obern Scherengelenke verbindenden Stange ein Schwing bügel vorgesehen, wobei die Hülsen auf den Schwingbügel aufgeschoben sind und der Führungs bolzen dabei mit dem Schwingbügel fest verbunden ist.
Die Winkelhebel sind symmetrisch zur Führungs stange anzuordnen und sollen über die Traverse vom Führerstand aus bedient werden können. Die Be- tätigungseinrichtung vom Führerstand aus muss dazu durch das Fahrzeugdach geführt sein. Sie soll durch Drehen bei der untern Stromabnehmerlage zum Eingriff mit der Traverse gelangen und diese heben und senken und damit die Schleifbügel aus einander- und zusammenschieben. Für jede Schleif stückbreite ist eine Raststellung vorzunehmen, die an der Betätigungsstange im Führerstand erkennbar sein soll.
Beide Schleifbügel sind miteinander so zu kup peln, dass ihre Drehbewegungen in Richtung des Fahrdrahtes, also ihre Durchfederung gegenläufig synchron erfolgt.
Um diese gegenläufige synchrone Bewegung zu erreichen, sollen die die Winkelhebel tragenden und beidseitig dem Führungsbolzen angeordneten Hülsen Zahnsegmente aufweisen, in die ein gemeinsames Zahnrad kämmt, das sich frei um einen mit dem Führungsbolzen und damit mit dem Schwingbügel verbundene Bolzen dreht.
Ausführungsbeispiele des Stromabnehmers nach der Erfindung sind in den Fig. 1 bis 6 dargestellt. Die Fig. 1 und 2 zeigen die schematische Darstel lung des Stromabnehmers, die Fig. 3 und 4 die Schleifbügelanordnung und die Fig. 5 und 6 ein zelne Teile der Schleifbügelanordnung.
In Fig. 1 ist der Stromabnehmer dargestellt, wie er z. B. bei einer Schleifstückbreite von 600 mm aussieht und in Fig. 2 bei einer Schleifstückbreite von 1000 mm.
Nachfolgend werden die Konstruktion und die Arbeitsweise eines Mehrzweck-Stromabnehmers nach der Erfindung an Hand der Fig. 3 bis 6 näher er läutert.
Zwei Schleifbügel 1 und 2 sind an den Winkel hebeln 3 und 4 angebracht, die ihren Drehpunkt im gezeichneten Fall auf Lagerzapfen 11 und 10 be- sitzen, die an Hülsen 28 und 29 befestigt sind. Die Hülsen 28 und 29 sind für sich drehbar auf der Schwingbügelstange 5 der Schwinge 6 gelagert. Die Schwingbügelstange 5 ist drehbar in der Schwinge 6 gelagert. An den Hebelarmen 30 und 31 der Winkel hebel 3 und 4 greifen Zugstangen 32 an, die mit ihren andern Enden gelenkig mit einer Traverse 33 verbunden sind. Die Traverse 33 gleitet vertikal auf einem Führungsbolzen 23, der mit seiner Nabe 22 fest mit der Schwingbügelstange 5 verbunden ist.
Die Nabe 22 trägt auf der dem Führungsbolzen 23 gegenüberliegenden Seite einen weiteren Bolzen 24, auf dem ein Zahnrad 25 sitzt, das mit Zahnsegmen ten 26 und 27 in Eingriff steht, die Teile der Hülsen 28 und 29 sind.
Bei einer Aufwärtsbewegung der Traverse 33 durch Beeinflussung mittels nicht gezeichneter Be tätigungsstangen vom Führerstand aus werden die Winkelhebel 3 und 4 nach aussen geschwenkt und nehmen die Schleifbügel 1 und 2 mit, so dass sich die Schleifstückbreite vergrössert.
Über das Zahnrad 25 und die Zahnsegmente 26 und 27 wird eine gegenläufige synchrone Bewegung der beiden Schleifbügel erzielt. Es wird also ver hindert, dass ein vom Fahrdraht abgleitender Schleif bügel hochgeht, solange der andere Schleifbügel noch am Fahrdraht anliegt. Die Parallelführung der Schleifbügel 1 und 2 erfolgt über Parallelogramm gestänge 20 und 21 von der Schwingbügelstange 5 aus.
Der Anpressdruck der Schleifbügel 1 und 2 an den Fahrdraht wird durch eine Schraubenfeder 8 erzeugt, die an Hebeln 7 und 9 angreift. Der Hebel 9 ist fest mit der Schwingbügelstange 5 verbunden. Der Hebel 7 ist fest mit der Hülse 28 verbunden.
Die Schwingbügelstange 5 wird durch eine Ge lenkführung (Fig. 6) in allen Lagen der Schwinge 6 in der Ruhestellung gehalten. Auf den Scherenober armen 13 und 14 sind die Gelenkstangen 15 und 16 angeordnet, die eine Führungstraverse 17 durch eine Parallelogrammführung waagrecht halten. In der Führungstraverse 17 wird ein Führungsbolzen 18 geführt, der Doppelhebel 19a in der Waagrechten hält und so durch die Parallelogrammführung 19b, 19c, 19d die Schwingbügelstange 5 in ihre Ruhelage steuert.
Multipurpose pantograph on railway vehicles The invention relates to a pantograph on railway vehicles, which is intended to work for contact line systems with different system widths and different voltages in such a way that the conditions can be controlled with a single pantograph. The purpose of the invention is that the pantograph can work with catenaries with different wind force widths. In addition, the pantograph should be able to be used with direct current railways <B> 1500 </B> V as well as with alternating current railways 25 kV.
These objects are achieved according to the invention by a multi-purpose pantograph on railway vehicles for operation on contact lines with different voltages and different widths of the boundary profile in that the pantograph has two contact strips or slip bars which are laterally, i.e. perpendicular to the contact wire course, can be moved in such a way that different grinding widths are adjustable.
Conveniently, the grinding bows are suspended from angle levers, the pivot points of which are located on sleeves that are rotatably pushed onto a rod connecting the upper scissor joints, and whose free lever arms are connected via tie rods to cross-members that slide on a guide bolt firmly connected to the rod are attached. In another embodiment, instead of the rod connecting the upper scissor joints, an oscillating bracket is provided, the sleeves being pushed onto the oscillating bracket and the guide bolt being firmly connected to the oscillating bracket.
The angle levers are to be arranged symmetrically to the guide rod and should be able to be operated from the driver's cab via the crossbeam. The actuation device from the driver's cab must be guided through the vehicle roof. It is supposed to come into engagement with the traverse at the lower pantograph position by turning it and raise and lower it and thus push the grinding bows apart and together. For each grinding piece width, a locking position must be made, which should be recognizable on the operating rod in the driver's cab.
Both grinding bows are to be coupled with one another in such a way that their rotary movements in the direction of the contact wire, i.e. their deflection in opposite directions, are synchronized.
In order to achieve this synchronous movement in opposite directions, the sleeves carrying the angle levers and arranged on both sides of the guide bolt should have toothed segments into which a common gear meshes that rotates freely around a bolt connected to the guide bolt and thus to the rocker arm.
Embodiments of the current collector according to the invention are shown in FIGS. 1 and 2 show the schematic presen- tation of the current collector, FIGS. 3 and 4 the grinding hanger arrangement and FIGS. 5 and 6 individual parts of the grinding hanger arrangement.
In Fig. 1, the pantograph is shown as it is, for. B. looks with a contact width of 600 mm and in Fig. 2 with a contact width of 1000 mm.
The construction and operation of a multi-purpose pantograph according to the invention with reference to FIGS. 3 to 6 will be explained in more detail.
Two grinding bows 1 and 2 are attached to the angle levers 3 and 4, which have their pivot point in the illustrated case on bearing pins 11 and 10, which are attached to sleeves 28 and 29. The sleeves 28 and 29 are rotatably mounted on the swing arm rod 5 of the swing arm 6. The swing arm rod 5 is rotatably mounted in the swing arm 6. At the lever arms 30 and 31 of the angle lever 3 and 4 engage tie rods 32 which are hinged to a cross member 33 at their other ends. The traverse 33 slides vertically on a guide pin 23 which is firmly connected with its hub 22 to the swing arm rod 5.
The hub 22 carries on the opposite side of the guide pin 23 a further pin 24 on which a gear 25 is seated, the 26 and 27 th with Zahnsegmen engages, the parts of the sleeves 28 and 29 are.
With an upward movement of the crossbeam 33 by influencing by means of operating rods (not shown) from the driver's cab, the angle levers 3 and 4 are pivoted outwards and take the grinding bows 1 and 2 with them, so that the contact width increases.
Via the gear 25 and the tooth segments 26 and 27, a synchronous movement of the two grinding bows in opposite directions is achieved. It is thus prevented that a sliding bracket sliding off the contact wire goes up as long as the other sliding bracket is still in contact with the contact wire. The parallel guidance of the grinding hanger 1 and 2 takes place via parallelogram linkages 20 and 21 from the swing arm rod 5.
The contact pressure of the grinding bows 1 and 2 on the contact wire is generated by a helical spring 8 which engages levers 7 and 9. The lever 9 is firmly connected to the swing arm rod 5. The lever 7 is firmly connected to the sleeve 28.
The swing arm rod 5 is held by a Ge joint guide (Fig. 6) in all positions of the rocker arm 6 in the rest position. On the upper scissors arms 13 and 14, the articulated rods 15 and 16 are arranged, which hold a guide cross member 17 horizontally by a parallelogram. A guide bolt 18 is guided in the guide cross member 17, which holds the double lever 19a in the horizontal position and thus controls the swing arm rod 5 into its rest position through the parallelogram guide 19b, 19c, 19d.