Flüssigkeitsbehälter mit einem eine Abflussöffnung und Wellen aufweisenden Boden Die Erfindung bezieht sich auf einen Flüssigkeits behälter mit einem eine Abflussöffnung und Wellen aufweisenden Boden. Bei Flüssigkeitsbehältern mit einer Abflussöffnung im Boden besteht die Not wendigkeit, dem Boden ein Gefälle zu der Abfluss- öffnung hin zu geben. Ein solches Gefälle ergibt aber Nachteile in vieler Hinsicht. Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass auf dem Boden abge stellte Gegenstände, z. B.
Teller und Gläser, rutschen bzw. umkippen, oder dass Personen in Brausetassen und Badewannen ausgleiten. Um solche Nachteile bei Küchenabwascheinrichtungen und Abtropftassen zu beseitigen, legt man auf den Boden dieser Behälter einen Rost oder eine Matte. Dies verursacht aber wieder den Nachteil, dass der Abfluss von Spül wasser behindert wird.
Rein herstellungstechnisch ergibt sich bei den bisherigen Behälterformen, insbe sondere bei Becken, Brausetassen und Badewannen mit schrägem Boden, der Nachteil, dass sich bei der Erwärmung auf über 9000 C bei der Emaillierung das Becken verzieht, wodurch Mulden in dem Boden entstehen, der Rand der Abflussöffnung sich verzieht und nicht mehr waagrecht steht. Die Mulden verur sachen Wassersäcke, so dass das Wasser nicht zur Gänze abfliessen kann; ausserdem erschwert das Ver ziehen des Randes der Abflussöffnung den Anschluss der Abflussarmatur. Bei Tassen oder ähnlichen fla chen Formen tritt überdies noch oft ein Verziehen des gesamten Behälters ein.
Es ist an sich bekannt, in einem Boden mit einer Abflussöffnung parallele Wellen anzuordnen, deren Wellenberge in Längsrichtung horizontal ver laufen und eine waagrechte Abstellfläche bilden, während ihre Wellentäler um einen Abfluss mit Gefälle zu bilden in Längsrichtung Gefälle gegen einen quer zu den Wellen liegenden und den Wasser- ablauf aufnehmenden Teil hin aufweisen.
An dieser Stelle kann sich jedoch Wasser oder Flüssigkeit im allgemeinen stauen, und es hätte eine solche Flüssig keitsstauung die Gefahr einer Überflutung der Wel lenberge, wodurch der Zweck der Anordnung solcher Wellen zunichte gemacht würde. Ein solcher Querteil ist ausserdem herstellungstechnisch ungüngstig und bedingt komplizierte Werkzeuge. Ausserdem ergibt sich, dass parallel zueinander liegende Wellen nicht ein Verziehen des Bodens während der Emaillierung verhindern können.
Die Erfindung bezweckt nun die geschilderten Nachteile zu beseitigen und besteht darin, dass die Wellen strahlenförmig gegen die Abflussöffnung hin gerichtet sind, und die Wellentäler an der am tiefsten Punkt des Bodens liegenden Abflussöffnung enden. Dadurch ergibt sich ein günstigerer Wasser- abfluss gegenüber dem bekannten parallelen Verlauf der Wellen.
Ausserdem erhält der Boden durch die Wellen eine gewisse Elastizität, so dass bei der Er wärmung während des Emaillierungsvorganges ein Verziehen des Behälters, das Entstehen von Mulden, insbesondere aber ein Schrägstellen des Randes der Abflussöffnung vermieden werden.
Die Wellenform des Bodens vermeidet auch scharfe Kanten, die schwer zu emaillieren sind und die Verletzungen verursachen können. Schliesslich wird, auch ohne Verwendung von Einlagen, die Gefahr des Zer- kratzens des Behälters durch Metallgeschirr, insbe sondere Aluminiumgeschirr, vermieden, bzw. auf ein tragbares Mass herabgesetzt.
Zum Stand der Technik gehört auch eine Abtropftasse aus Holz, in der strahlenförmig verlau fende Rillen zur Erleichterung des Wasserabflusses angeordnet sind. Die Abtropftasse selbst ist aber geneigt und weist daher alle Nachteile auf, die durch die erfindungsgemässe Bodengestaltung beseitigt wer den sollen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, welche eine beispielsweise Aus führungsform eines Beckens veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 einen Grundriss, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1.
Die Erfindung ist an Hand eines Beckens für eine Abwaschseinrichtung veranschaulicht. Das Becken kann aber im übrigen eine beliebige Gestalt auf weisen und auch aus, beliebigem Material gefertigt sein. Insbesondere kommt aber eine Fertigung aus Blech mit etwa einer Emaillierung oder aus Kunst stoff in Frage.
In dem Boden 1 dieses Beckens sind Wellen vorgesehen, die insbesondere bei der Herstellung des Beckens aus Metallblech, eingepresst sind. Diese Wellen besitzen Wellenberge 2, welche waagrecht verlaufen, während die zwischen den Wellenbergen liegenden Wellentäler 3 Gefälle zu der Abfluss- öffnung 4 hin aufweisen. Die Abflussöffnung 4 ist vorzugsweise in einer Ecke angeordnet, und es ver laufen die Wellen strahlenförmig von der Abfluss- öffnung 4 weg. Bei Anordnung in einer Ecke sind daher die letzten Wellenberge 2 parallel zu den in dieser Ecke zusammenlaufenden Rändern des Bodens 1.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, bedecken die Wellen die ganze Fläche des Bodens, so dass ein Wasser- abfluss auch aus den von der Abflussöffnung 4 ent fernten Ecken des Beckens gewährleistet ist. Auch wird dadurch erreicht, dass an allen Stellen des Bodens durch die Wellenberge ebene und waagrechte Unterstützungsmöglichkeiten für in dem Becken abgestellte Gegenstände vorhanden sind. Schliesslich wird auch beim Einlegen von Rosten oder Matten ein Wasserabfluss an keiner Stelle des Bodens behin dert.
Die Verteilung der Wellen über die gesamte Fläche des Bodens ergibt auch den Vorteil, dass bei der Herstellung des Beckens, insbesondere bei seiner Emaillierung, auftretende Spannungen ohne Defor mationen des Beckens selbst aufgenommen werden.