CH359476A - Schaltungsanordnung zum Überwachen der Übertragungseigenschaften einer Hochspannungsleitung - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Überwachen der Übertragungseigenschaften einer Hochspannungsleitung

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CH359476A
CH359476A CH359476DA CH359476A CH 359476 A CH359476 A CH 359476A CH 359476D A CH359476D A CH 359476DA CH 359476 A CH359476 A CH 359476A
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Bergmann Gerhard
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Siemens Ag
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/26Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents
    • H02H3/28Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus
    • H02H3/30Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus using pilot wires or other signalling channel
    • H02H3/302Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus using pilot wires or other signalling channel involving phase comparison

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Description


  Schaltungsanordnung     zum    Überwachen der Übertragungseigenschaften       einer        Hochspannungsleitung       Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungs  anordnung zum überwachen- der übertragungseigen  schaften einer Hochspannungsleitung. Derartige     über-          wachungen    werden durch Vergleich der Stromphasen  an beiden Enden der Leitung miteinander dadurch  bewerkstelligt, dass bei überschreiten eines bestimm  ten Phasenunterschieds der beiden Ströme die     über-          tragungsleitung    abgeschaltet wird. Hierbei wird von  der bekannten Tatsache ausgegangen, dass sich bei  einem Fehler auf der Hochspannungsleitung, z. B.

    durch     Erdschluss    oder durch von einem Blitzeinschlag  verursachten Lichtbogen, sich     sprunghaft    die Pha  senwinkel des Wechselstromes an beiden Leitungs  enden     ändern.    Bei einer Störung eilt der Stromvektor  gegenüber dem Stromvektor an einer ungestörten Lei  tung an dem einen Leitungsende vor, während er an  dem anderen nacheilt. Dann, und nur dann, wenn die  Phasensprünge unterschiedlich hinsichtlich Grösse  oder Richtung sind, darf die Leitung     abgeschaltet     werden, da in diesem Fall ein Fehler auf der Leitung  aufgetreten ist.  



  Es ist ein Überwachungsverfahren bekannt, bei  dem der     Energiefluss    an beiden Enden der Leitung  überwacht wird und bei dem die Abschaltung der  Leitung dann vorgenommen wird, wenn an beiden  Leitungsenden festgestellt wird, dass Energie in die  Leitung     hineinfliesst.    Dieses Vergleichsverfahren wird  mit einem sogenannten     Richtungsvergleichsschutz     durchgeführt.

   Dieser Vergleichsschutz besteht aus  Relaisapparaturen an     jedem    Leitungsende, mit denen  aus dem Spannungsvektor, dessen kontinuierlicher  Drehsinn sich bei einem Fehler auf der Leitung ge  genüber der ungestörten Leitung nicht ändert, und  dem Stromvektor die Richtung des     Kurzschlussstro-          mes        ermittelt    wird. Ein Vergleich mit dem     Messergeb-          nis    der Apparatur des entgegengesetzten Leitungs-         endes    gibt an, ob die Leitung abgeschaltet werden  darf oder nicht.  



  Da in diesem Fall die Richtung des     Kurzschluss-          stromes    aus dem Strom- und     Spannungsvektor    ermit  telt werden muss, sind an jedem Leitungsende sowohl  Strom- als auch Spannungswandler erforderlich. Da  es sich im allgemeinen um hohe Betriebsspannungen  handelt, sind die     Spannungswandler    sehr teuer, das  heisst der gesamte Vergleichsschutz ist teuer.

   Für den  Austausch der     Messergebnisse    an beiden Enden  braucht jedoch nur ein sehr einfacher     übertragungs-          kanalzur    Verfügung     gestelltzuwerden,        da    ja von einem  Ende zum     anden    nur gemeldet werden muss, ob Ener  gie in die Leitung     hineinfliesst    oder aus der Leitung  herausfliesst     ( Ja-Nein -übertragung).     



  Bei einem anderen bekannten Verfahren werden  die Phasenwinkel des Leitungsstromes an den Enden  der Hochspannungsleitung unmittelbar miteinander  verglichen.     Hiezu    muss natürlich der an einem Ende  eingespeiste bzw. von diesem Ende     abgenommene     Strom, das heisst dessen Phase, phasenrichtig an das  andere Ende der Leitung übertragen werden, damit  ein Vergleich der beiden Phasen durchgeführt werden  kann. Zu diesem Zweck muss ein hochwertiger über  tragungskanal zur Verfügung gestellt werden, da der  Inhalt der zu übertragenden Nachricht gross ist.

   Es  muss ja eine     Messgrösse,    nämlich der Phasenwinkel,  ständig übertragen werden, was besonders bei Trä  gerfrequenz oder auch Funkverbindungen mit der er  forderlichen Genauigkeit sehr schwierig ist, da hierfür  ein oft nicht verfügbares breites Übertragungsband  erforderlich ist und Fälschungen durch Störspannun  gen     vermieden    werden können.  



  Die zuletzt erläuterte     Phasenvergleichsschutz-          Einrichtung    hat aber den     Vorteil,    dass     lediglich    die  Grösse und Phase des Stromes an beiden Leitungs-      enden ermittelt werden muss, wozu lediglich ein Strom  wandler nötig ist. Die Anordnung eines teuren     Span-          nungswandlers    entfällt.  



  Die Schaltungsanordnung zum Überwachen der  Übertragungseigenschaften einer Hochspannungslei  tung gemäss der Erfindung vereinigt die Vorzüge bei  der Verfahren. Bei der Schaltungsanordnung nach  der Erfindung wird also kein Spannungswandler be  nötigt, umgekehrt ist auch kein teurer     übertragungs-          kanal    bereitzustellen.

   Die erfindungsgemässe Anord  nung ist dadurch gekennzeichnet,     dass    Schaltmittel  vorgesehen sind, die Phasensprünge des der Leitung  zugeführten bzw. von der Leitung abgenommenen  Stromes von einer bestimmten vorgegebenen Mindest  grösse an feststellen, dass ein Übertragungssystem  zwischen beiden Enden vorgesehen ist, das das Auf  treten des Phasensprunges     einer    bestimmten Richtung  anzeigt und dass Vergleichs- und     Auslöseeinrichtun-          gen    an beiden Enden der Leitung angeordnet sind,  die die Abschaltung der     Leitung    nur bei verschieden  gerichteten Phasensprüngen des Stromes an beiden  Enden auslöst.

   Bei der Schaltungsanordnung nach der       Erfindung    wird also an jedem Ende der Leitung un  mittelbar ein Phasensprung festgestellt, und lediglich  das Auftreten eines Phasensprunges unter Angabe der  Richtung dem anderen     Leitungsende    mitgeteilt. Die  Leitung selbst wird dann und nur dann abgeschaltet,  wenn die aufgetretenen     Phasensprünge    eine Grösse  und unterschiedliche Richtung haben.  



  Zur     örtlichen    Feststellung von Phasensprüngen  kann an den beiden Leitungsenden jeweils ein Gene  rator vorgesehen sein, der über ein Laufzeitglied von  dem Hochspannungsstrom bei ungestörtem Netz mit  gezogen wird und dessen Ausgangsspannung zusam  men mit einer vom Leitungsstrom abgeleiteten, direkt  zugeführten Spannung einem an sich bekannten     Pha-          senvergleichsgerät    zugeführt wird.

   Durch diese Aus  bildung wird erreicht, dass bei einem gestörten Netz  bei plötzlichen Phasensprüngen der     Mitziehgenerator     in seiner ursprünglichen Phasenlage     weiterschwingt,     so dass am     Phasenvergleichsgerät    die Phase des     Gene-          rators    zusammen mit einer vom Leitungsstrom ab  geleiteten, einen Phasensprung enthaltenden Span  nung verglichen wird. Abhängig von der Auswertung  des     Phasenvergleichsgerätes    wird dann ein Signal aus  gelöst, das dem anderen Leitungsende mitgeteilt bzw.  mit einer Nachricht vom anderen Phasenvergleichs  gerät verglichen wird, wobei dann abhängig von die  sem Vergleichsergebnis die Hochspannungsleitung ab  geschaltet wird.  



  Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung wird  im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele       erläutert.    Hierbei wird zunächst die Arbeitsweise an  Hand eines Blockschaltbildes, wie es in     Fig.    1 dar  gestellt ist, wiedergegeben.  



  . Die     Fig.    2 zeigt Stromdiagramme zu dem Ausfüh  rungsbeispiel nach     Fig.    1. In der Schaltungsausfüh  rung nach     Fig.    1 wird am Punkt A eine dem Lei  tungsstrom     proportionale    Wechselspannung mit     einem       Verlauf a     (Fig.    2) zugeführt, und zwar dem Begrenzer  1. An dem Zuführungspunkt ist ausserdem ein An  regerelais 4 angeordnet, das immer dann anspricht,  wenn der zugeführte Strom eine vorgegebene Höchst  grenze übersteigt.  



  Die zugeführte Wechselspannung wird in dem Be  grenzer 1 praktisch zu     Rechteckwechseln    begrenzt,  Zeile b in     Fig.    2.  



  Die so begrenzte Wechselspannung wird dann  über einen     Tiefpass    2 und ein Verzögerungsnetzwerk  3 über den Kontakt k4 des     Anregerelais    4 der Aus  gangsspannung eines     Mitziehgenerators    6 über  lagert. Die Amplitude der am Ausgang des     Gene-          rators    6 Zeile a in     Fig.    2 entstehende Schwankung  ist abhängig von der     Phasenwinkeldifferenz    der Aus  gangsspannung des Verzögerungsnetzwerkes 3, ver  gleiche Zeile c in     Fig.    2, und der Ausgangsspannung  des Generators 6, vergleiche Zeile d in     Fig.    2.

   Diese  Ausgangsspannung wird in dem Gleichrichter 5  gleichgerichtet und dient als Steuerspannung für den       Mitziehgenerator.    Dieser ändert in Abhängigkeit von  dieser Steuerspannung die Frequenz seiner Ausgangs  spannung so lange, bis sie der Frequenz der Wechsel  spannung a gleicht und gegebenenfalls nur von deren  Phase um einen bestimmten Betrag T2 abweicht. Das  Verzögerungsglied 3 ist hierbei so eingestellt, dass die  Ausgangsspannung des     Mitziehgenerators    phasen  gleich mit der dem Leitungsstrom proportionalen  Wechselspannung ist. Auch diese Spannung wird in  einem     Begrenzerglied,    dem     Begrenzerglied    7, auf  einen Wert gemäss Zeile e begrenzt.

   Die vom     Begren-          zerglied    1 und vom     Begrenzerglied    7 abgeleiteten be  grenzten Wechselspannungen b und e werden je einer  bistabilen Kippstufe 8 bzw. 9 zugeführt. Durch     Zu-          sammenfassung    der Ausgangsspannungen dieser     bi-          stabilen    Kippstufen kann z.

   B. mit Hilfe eines     Koinzi-          denzgatters    10 ein Phasensprung und durch Addition  beider Spannungen in einer Oderschaltung 13 die  Richtung des Phasensprunges ermittelt werden. Über  den Ausgang B wird ein Kriterium für die Richtung  des Phasensprunges und mit Hilfe des     Auslöserelais     11, das abfallverzögert ist, das Auftreten des Phasen  sprunges angezeigt.  



  Tritt auf der überwachten Leitung zu einem be  stimmten Zeitpunkt ein Fehler auf, dann ändert sich  der Strom zu diesem Zeitpunkt an einem Leitungs  ende sprunghaft, und zwar hinsichtlich seiner Phase  und seiner Grösse. Das     Anregerelais    4 (z. B. Über  stromanregung) schaltet die Wechselspannung für  den     Mitziehgenerator    ab, ehe sich die Phasenwinkel  änderung, die über das Verzögerungsglied 3 um die  Zeit     t1    verzögert wird, auswirken kann.

   Die aus der  Wechselspannung im Gleichrichter 5 gewonnene  Steuergleichspannung wird während der Dauer des  Fehlers im Kondensator C, dessen Lade- bzw.     Ent-          ladewiderstand    R durch den Kontakt K4 des Anrege  relais 4 abgeschaltet wird, gespeichert, so dass der  Generator mit unveränderter Phasenlage und Ampli  tude     weiterschwingen    kann. Bei einem Phasensprung  durch Änderung des Energieflusses im Normalbetrieb      kann sich dagegen die Steuerspannung und damit  auch die Phase der Ausgangsspannung des     Mitzieh-          generators    - sie muss für einen kurz darauffolgenden  Fehler richtig sein - rasch ändern, da die Zeitkon  stante der Ladung bzw.

   Entladung des     Speicherkon-          densators    durch den parallel geschalteten Widerstand  klein ist. Der Phasensprung bei einer Störung wirkt  sich aber voll auf das Arbeiten der Kippstufe 8 aus,  die nunmehr eine entgegengesetzte Polarität abgibt.  Dadurch liefert das     Koinzidenzgatter    10 keine Span  nung mehr für das     Auslöserelais    11. Dieses fällt ab  und gibt nach erfolgter Abfrage der Oderschaltung  einen     Auslösebefehl    sowohl unmittelbar an den ört  lichen Schalter als auch über eine Nachrichtenver  bindung an den fernen Schalter,     sofern    dieser Aus  lösebefehl nicht dort durch ein örtliches Signal bzw.

    hier durch ein Signal von dem anderen Ende der Lei  tung gesperrt wird. Dies ist immer dann der Fall,  wenn gleichzeitig auch am anderen Ende ein entspre  chender Phasensprung festgestellt wird.  



  Die     Fig.    3 zeigt einige schaltungstechnische Ein  zelheiten des Ausführungsbeispiels nach     Fig.    1. In  der     Fig.    3 sind die in der     Fig.    1 mit 8 und 9 bezeich  neten Schaltglieder und das mit 10     bezeichnete    Glied  auszugsweise wiedergegeben. Die übrigen Schaltungs  einzelheiten des Ausführungsbeispiels nach     Fig.    1  können in üblicher Weise ohne weiteres aufgebaut  werden. Wie aus der     Fig.    3 zu ersehen ist, wird die  Kippstufe 9 über ein     Differenzierglied,    bestehend aus  dem Kondensator C1 und dem Gleichrichter     Gll    je  weils angesteuert.

   Die eigentliche Kippstufe besteht  aus den Transistoren     Trl    und     Tr2    und ist in üblicher  Weise aufgebaut. Die differenzierten und gleich  gerichteten Impulse werden über die als Gatter wir  kenden Gleichrichter     G12    und     G13    abwechselnd einer  der Basen der Transistoren zugeführt. Die Kippstufe  8 ist analog aufzubauen.

   Die Ausgangsspannungen  der Transistoren werden in dem aus den Gleichrich  tern     G14    und     G15    bzw.     G16    und     G17    und den dazu  gehörigen Transistoren     Tr3    und     Tr4    gebildeten Strom  kreis erzeugt, wobei nur dann über das Relais 11 ein  Strom     fliessen    kann, wenn mindestens einer der Tran  sistoren durchlässig gesteuert ist. Das ist aber dann  nicht der Fall, wenn die Steuerspannungen der     Kipp-          stufen    nicht phasengleich sind. In diesem Fall sind  z.

   B. die Transistoren     Trl    der Kippstufe 8 und     Tr2     der Kippstufe 9 zu gleicher Zeit durchlässig gesteuert.  In diesem Zustand     fliesst    ein Strom über den Gleich  richter     G16    und<I>G15.</I> Dadurch werden Basisspan  nungen der beiden Transistoren     Tr3    und     Tr4    positiv,  und sie sind gesperrt. Das     Auslöserelais    11 muss in  diesem Fall abfallen. Dasselbe passiert, wenn die  Gleichrichter     G14    und     G17    gleichzeitig durchlässig  sind.  



  Die erläuterte Schaltungsanordnung arbeitet im  mer dann einwandfrei, wenn ein Fehler auf einer mit  Strom gespeisten Übertragungsleitung auftritt. In die  sen Fällen ändert sich, wie erwähnt, der Strom nach  Grösse und Phase, was zur Abschaltung der Leitung  herangezogen werden kann.    In grossen Verbundnetzen kommt aber auch häu  fig der Zustand vor, dass eine Verbindungsleitung ge  rade keinen Laststrom,     sondern    nur einen verhältnis  mässig kleinen Ladestrom führt, der schon im nor  malen     Betriebszustand    an den Enden der Leitung  entgegengesetzte Richtung hat. Auch in diesem Fall  muss ein Fehler auf der Leitung, z. B. ein Kurzschluss,  sofort ermittelt werden, damit das entsprechende Lei  tungsstück     rechtzeitig    abgeschaltet werden kann.

   In  diesem Fall steht natürlich zunächst keine vergleich  bare Phase zur Verfügung. Gemäss einer Weiterbil  dung des     Erfindungsgedankens    wird daher beim  plötzlichen Stromeinsatz auf der Leitung mit Hilfe  eines in einer definierten Ausgangslage festgehaltenen  Schwingungserzeugers     (Multivibrators)    eine Ver  gleichsschwingung auf die Schaltung gegeben, die das  Auslösen der Überwachungsanordnung ohne weitere       Hilfsmittel    ermöglicht.  



  Die     Fig.4    zeigt eine Schaltungsanordnung, mit  der auch dieser in der Praxis bei besonderen Netzen  vorkommende     überwachungsfall    mit beherrscht wer  den kann. Soweit die Schaltungsanordnung gleiche       Teile    enthält wie die Schaltung gemäss     Fig.    1, sind sie  mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die in     Fig.4     dargestellte Schaltungsanordnung besitzt also eben  falls ein     Anregerelais    4, ein     Begrenzerglied    1, einen       Tiefpass    2, ein Verzögerungsglied 3, einen Gleichrich  ter 5 und einen     Mitziehgenerator    6.

   An Stelle der in       Fig.    1 dargestellten Kippstufen 8 und 9, dem     Koinzi-          denzgatter    10, dem Relais 11 und dem     Phasenver-          gleichsgerät    13 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach       Fig.    4 eine etwas anders aufgebaute     Messeinrichtung     14 vorgesehen. Diese     Messeinrichtung    ermöglicht es,       unmittelbar    Grösse und Phasenlage der miteinander  zu vergleichenden Frequenzen des     Mitziehgenerators     6 und der über den Eingang A zugeführten Wechsel  spannung festzustellen. Hierzu ist ein bekanntes Rich  tungsrelais 15 vorgesehen.

   Diesem Richtungsrelais 15  werden über die     Addierschaltung    16 und die     Sub-          trahierschaltung    17 die Summe und die Differenz der  von der Schwingschaltung abgegebenen Wechselspan  nung e und der dem Leitungsstrom proportionalen  Spannung i den Gleichrichtern 18 und 19 zugeführt.  Das Richtungsrelais spricht nur dann an, wenn der  Summenvektor<I>e</I>     +   <I>i</I> grösser als der Differenzvektor       e-i    ist     (Voreilung    des     Kurzschlussstromvektors).    Die  Schaltungsanordnung arbeitet im übrigen aber genau  so, wie die Schaltung gemäss dem Ausführungsbeispiel  nach     Fig.    1.  



  Im Gegensatz zu     Fig.    1 ist aber in der Schaltungs  anordnung noch zusätzlich ausser einigen noch zu er  läuternden Schaltgliedern ein Relais N21 mit seinem  Kontakt     n    angeordnet. Dieses Relais, das im Ruhe  zustand angezogen ist, fällt ab, wenn der Strom auf  einen Wert zurückgeht, der unter dem     Ansprechwert     des     Kleinstwertbegrenzers    20 liegt und dem Lade  strom der Leitung entspricht, und schaltet mit seinem  Kontakt die gesamte     Messeinrichtung    14 von der  Spannung des     Mitziehgenerators    ab und auf einen       Multivibrator    24,

   der zunächst in einer die Phasen-           lage    des Schwingungseinsatzes bestimmenden Start  stellung festgehalten wird, also keine Impulse abgibt.  Bei einem Fehler auf der Leitung wird der Kurz  schlussstrom an beiden Leitungsenden gleichzeitig,  und zwar mit sehr steiler Flanke, einsetzen.

   Der Kurz  schlussstrom überschreitet hierbei den Schwellwert  des Begrenzers 20 und     startet    die     Multivibratoren.     Die steile Flanke bewirkt den gleichzeitigen Anlauf  dieser     Multivibratoren,    deren Schwingungen nunmehr  mit einer bestimmten Phasenlage     einsetzen.    Ausser  dem spricht hierbei das     Anregerelais    4 an, das den  Wiederanzug von Relais 21     verhindert.    Die Multi  vibratoren beider Leitungsenden geben also Schwin  gungen ab, die zumindest zunächst mit ausreichender  Genauigkeit phasengleich sind.

   Die Frequenz des       Multivibrators    wird hierbei zweckmässig so gewählt,  dass sie um einen bestimmten Betrag von der Netz  frequenz, also von der Frequenz des zu übertragen  den Stromes, abweicht. Die vom     Multivibrator    24 ab  gegebene Spannung wird mit der vom Eingangsstrom  ermittelten Spannung in der oben beschriebenen  Weise gemischt, gleichgerichtet und dem Richtungs  relais 15 zugeführt. Dieses spricht in einem bestimm  ten Rhythmus an, der abhängig ist von der Differenz  beider Frequenzen.

   Je kleiner nun die Differenz der  Frequenzen ist, desto länger ist zwar die     Auslösezeit     bei kleinen     Phasenwinkelunterschieden    des Stromes  beider Leitungsenden, aber desto kleiner ist der In  halt der zu übertragenden Nachricht, und das     über-          tragungsergebnis    ist um so weniger störanfällig. Bei  kleinen     Phasenwinkelunterschieden    kann aber auch  eine längere     Auslösezeit    in Kauf genommen werden.  



  Bei dieser zusätzlichen     Einrichtung    wird also die  Frequenz der auf beiden Seiten     fliessenden    Kurz  schlussströme phasenrichtig in eine niedrige Frequenz  lage (Differenz zwischen der Frequenz des Multi  vibrators und der     Leitungsfrequenz)    umgesetzt. Die  dabei entstehenden     Phasenschwebungen,    die wegen  des kleinen Nachrichteninhaltes nur einer geringen  Störbeeinflussung ausgesetzt sind, werden     übertragen     und mit der     örtlichen        Phasenschwebung    verglichen.

    Da die     Multivibratorfrequenzen,    die jeweils örtlich er  zeugt werden, phasengleich sind, kann aus dem Ver  gleich der     Phasenschwebung    eine     Phasenwinkelabwei-          chung    der ursprünglichen     Spannung    abgeleitet wer  den. An Stelle eines     Multivibrators    kann zur Erzeu  gung der     Umsetzerfrequenz    jeder Generator verwen  det werden, der mit     definierter    Phase angeregt wer  den kann.  



  Die eigentliche     Auslöseschaltung    25 besteht aus  einem Relais 26, das über die Kontakte des Rich  tungsrelais 15 des einen Endes und eines über die       Übertragungsleitung    über das dortige Richtungsrelais       mitgesteuerten    Richtungsrelais 15' ausgelöst wird,  wobei eine Auslösung nur dann erfolgt, wenn das An  regerelais 4 mit seinem Kontakt K2 den Stromkreis  vorbereitet hatte.  



  Die beschriebene und erläuterte Schaltungsanord  nung kann im     Rahmen    der Erfindung in verschie  dener Weise variiert werden. Insbesondere bei der    Anwendung der Schaltungsanordnung in     Mehrpha-          sennetzen    ergibt sich die Möglichkeit, für jede der  drei Leitungen einen eigenen     Auslösekreis    mit An  regung vorzusehen, um bei einem Fehler auf einer der  drei Leitungen nur diese abschalten zu können. Die  übrigen Schaltglieder können einheitlich für das       Mehrphasennetz    benützt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Schaltungsanordnung zum Überwachen der über- tragungseigenschaften einer Hochspannungsleitung durch Vergleich der Stromphasen an beiden Enden der Leitung miteinander, wobei beim Überschreiten eines bestimmten Phasenunterschiedes die Übertra gungsleitung abgeschaltet werden soll, dadurch ge kennzeichnet, dass Schaltmittel vorgesehen sind, die Phasensprünge des der Leitung zugeführten bzw.
    von der Leitung abgenommenen Stromes von einer be stimmten vorgegebenen Mindestgrösse an feststellen, dass ein Übertragungssystem zwischen beiden Enden das Auftreten des Phasensprunges in einer bestimm ten Richtung dem fernen Leitungsende anzeigt und eine Vergleichs- und Auslöseeinrichtung angeordnet sind, die die Abschaltung der Leitung nur bei un gleichen Phasensprüngen des Stromes an beiden Enden auslöst. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Auswertung von Pha sensprüngen an den Enden der Leitung je ein über ein Laufzeitglied von der Frequenz des Hochspan nungsstromes mitgezogener Generator vorgesehen ist, dessen Ausgangsspannung zusammen mit einer vom Leitungsstrom abgeleiteten, direkt zugeführten Span nung einem Phasenvergleichsgerät zugeführt wird. 2.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Laufzeit glied und dem Mitziehgenerator eine Schaltstelle vor gesehen ist, die bei sprunghafter Phasen- und,'oder plötzlichen Stromänderungen mit Hilfe eines Relais geöffnet wird, so dass der Mitziehgenerator in seiner eingestellten Phase weiterschwingt. 3.
    Schaltungsanordnung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitkonstante eines zwischen dem die Steuerspannung abhängig vom Laststrom und der Ausgangsspannung des Mitzieh- generators erzeugten Gleichrichternetzwerk und dem Mitziehgenerator angeordneten Zeitgliedes umschalt bar ist und dass die kleinere Zeitkonstante bei Pha sensprüngen ohne nachfolgende Stromüberschreitung wirksam gemacht wird. 4.
    Schaltungsanordnung nach den Unteransprü chen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pha sensprünge mit Hilfe einer Gatterschaltung dadurch angezeigt werden, dass die vom Leitungsstrom ab geleitete und die vom Mitziehgenerator gelieferten Spannungen zur Steuerung je einer Kippstufe verwen det werden, und dass die Ausgangsspannungen dieser Kippstufe in der Gatterschaltung zur Koinzidenz bzw. Antikoinzidenz gebracht werden. 5. Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Schaltmittel vorgesehen sind, die ausser der Grösse des Phasensprunges auch dessen Richtung feststellen. 6.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass an dem Eingang der Ver gleichsschaltung die Ausgangsspannung eines Schwin gungserzeugers, beispielsweise eines Kippschwin- gungserzeugers, bei plötzlichem Stromeinsatz, dem ein Strom vorgegebener Mindestamplitude nachfolgt, zur Schwingungsabgabe mit definierter Anfangsphase freigegeben wird und dessen Eigenfrequenz abwei chend von der Frequenz des über die zu überwa chende Leitung zu übertragenden Stromes gewählt ist. 7.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Vergleichsschaltung mit einem polarisierten Relais ausgerüstet ist, dem die gleichgerichteten Ausgangsspannungen einer die Augenblickswerte der Netzwechselspannung und der Vergleichswechselspannung addierenden und sub trahierenden Schaltung zugeführt werden und das ein Kriterium über die Energierichtung abgibt. B.
    Schaltungsanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Schaltmittel, die an den Enden der Leitung die Phasensprünge ermitteln und bei einer vorgegebenen Mindestgrösse dieses Phasensprunges eine Abschaltung auslösen, so aus gelegt sind, dass auch eine Ermittlung der Richtung der Phasensprünge möglich ist, so dass die Abschal tung der Leitung nur bei einem Sprung der Phase nach verschiedenen Richtungen an beiden Enden durchgeführt wird.
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