CH359478A - Verfahren zur Isolation von Wicklungen elektrischer Maschinen - Google Patents
Verfahren zur Isolation von Wicklungen elektrischer MaschinenInfo
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Description
Verfahren zur Isolation von Wicklungen elektrischer Maschinen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Isolation von Wicklungen elektrischer Maschinen mit durchgehendem Band, aber verschiedener Imprägnie rung von Nutenteil und Wicklungskopfteil.
Zum Isolieren der Wicklungen elektrischer Ma schinen stehen zwei verschiedene Verfahren zur Ver fügung: 1. Das Mikafolium-Verfahren, gekennzeichnet durch mechanisch und elektrisch hochwertige Nuten isolationen (Umpressungen aus Mika-Träger-Kombi- nationen mit Bindemitteln aus Schellack, Asphalt oder verschiedenen Kunstharzen) und Wicklungs- kopfisolationen aus Isolierbändern, die entweder mit geeigneten Mitteln imprägniert oder durch Wahl be sonderer Isolierbänder und Wickelverfahren auch ohne Vakuumimprägnierung hergestellt werden kön nen.
Die Isolationen für den Nutenteil und für die Wicklungsköpfe werden in besonderen Arbeitsgän gen angebracht, wobei besonders für Hochspannungs wicklungen üblicherweise zuerst die Kopfisolation und anschliessend die Nutenisolation hergestellt wird.
2. Eine Isolation, bestehend aus durchgehender Umbändelung des Nuten- und Wicklungskopfteiles mit Isolierbändern, die anschliessend mit einem oder verschiedenen Imprägniermitteln imprägniert werden können. Als Imprägniermittel sind Asphalte und ver schiedene Kombinationen von Kunstharzen bekannt, die sich hauptsächlich in ihren Eigenschaften bezüg lich des Imprägniervermögens, der mechanischen Wi derstandskraft, des dielektrischen Verhaltens, der Wärmebeständigkeit usw. unterscheiden.
Es ist üb lich, Nutenteil und Wicklungsköpfe im gleichen Ar beitsgang mit Isolierbändern zu bewickeln und an schliessend ein- oder mehrmals unter Vakuum zu im prägnieren.
Der Vorteil des zweiten Verfahrens gegenüber dem ersten besteht darin, dass zwischen Nutenisola- tion und Isolation der Wicklungsköpfe keine Trenn stellen vorhanden sind, so dass die Wicklungsaus ladungen kleiner gewählt werden können als beim Mi- kafolium-Verfahren. Anderseits muss als Vorteil des Mikafolium-Verfahrens hervorgehoben werden,
dass girre zweckmässige Anpassung der Isolationen an die mechanischen und elektrischen Erfordernisse des Nu tenteiles und der Wicklungsköpfe leicht realisiert wer den kann. Die üblicherweise harte Nutenisolation hält den mechanischen Beanspruchungen durch Wärmedilatationen und Kurzschlussströme gut stand, während die meisten etwas flexibler gewählten Iso lationen der Wicklungsköpfe den Ein- und Ausbau der Wicklungen erleichtern,
eine gute Ausnützung des Nutenvolumens auch bei Spreizwicklungen gestat ten und die Wärmedilatationen der Wicklungen nicht behindern.
Schon seit einiger Zeit sind Bestrebungen im Gange, den Vorteil verschiedener Isolationsqualitäten in Nut und Wicklungsköpfen auch auf durchgehende Isolierverfahren zu übertragen. So wurde versucht, die Vorteile von Mikafolium- und durchgehendem Bandisolations-Verfahren durch eigentliche Misch isolationen zu vereinigen; es wurde auch darnach getrachtet, durch die Wahl verschiedener Isolierband qualitäten oder Imprägnierharze für Nuten- und Wicklungskopfteil dieses Ziel zu erreichen.
Leider erfordern die meisten dieser Verfahren einen wesent lichen farbikatorischen Mehraufwand, sei es durch relativ grosse Imprägnierbäder und entsprechend ho hen Harzverschleiss sowie teure Vakuumanlagen, sei es durch zusätzliche Pressformen und Einrichtungen zum Verfestigen der Isolationen.
Um ein Verfahren zu schaffen, das die Mängel des Bekannten nicht aufweist, wird erfindungsgemäss die Bandisolation des Nutenteiles bei der Imprägnie- rung an beiden Enden durch mechanische Pressdich- tungen und ein geeignetes Dichtungsmittel abgedich tet.
Dadurch wird eine Isolation der Wicklungen, ins besondere der Stabwicklungen elektrischer Maschinen erreicht, welche qualitativ den durchgehend isolierten Wicklungen ebenbürtig ist und mit einem Minimum an fabrikatorischen Hilfsmitteln die Verwendung ver schiedenartiger Isolationen und Imprägniermittel für den Nutenteil und die Wicklungsköpfe gestattet.
Die separate Imprägnierung des Nutenteiles ermöglicht die Verwendung von mechanisch, thermisch oder elektrisch hochwertigsten Isoliermitteln, während für die Wicklungsköpfe elastische Isolationen guter me chanischer Festigkeit genügen, .deren Qualität be züglich thermischer und mechanischer Widerstands fähigkeit im Interesse genügender Flexibilität kleiner gewählt werden kann.
Weiterhin ist es vorteilhaft, eine mechanische Pressdichtung auf die Umbändelung, eine andere me chanische Pressdichtung auf das blanke oder mit einer Teilleiterisolation versehene Kupfer des Wicklungs stabes zu legen, wobei das Dichtungsmittel zwischen den beiden mechanischen Pressdichtungen angeordnet ist.
Ferner ist es zweckmässig, dass beim Umbändeln des Nutenteiles abwechslungsweise eine Lage nach links fortschreitend, die nächste Lage nach rechts ,fortschreitend gewickelt wird, derart, dass mit jeder Lage unter der mechanischen Pressdichtung begonnen wird, die auf die Umbändelung wirkt, während das Ende jeder Lage zwischen der inneren Dichtung und der äusseren Dichtung liegt.
In der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens erläutert.
Die Umbändelung erfolgt vorerst nur im Nuten teil, während die Bandisolation erst in einem späteren Zeitpunkt auf die Wicklungsköpfe ausgedehnt wird. Da die Qualität der imprägnierten Bandisolation in erster Linie von den Eigenschaften der verwendeten Imprägniermittel abhängt, werden verschiedene Harze für Nutenteil und Wicklungskopfisolation verwendet, in ähnlicher Weise wie im Mikafolium-Verfahren, wo für Nutenteil und Wicklungsköpfe verschiedene Bin demittel mit Erfolg seit langem verwendet werden.
Entsprechend den hohen Anforderungen an das Im prägniermittel der Nutenisolation und dem damit zu sammenhängenden hohen Preis dieser Imprägnier harze wird versucht, mit möglichst kleinem Harz überschuss zu arbeiten. Um dies zu erreichen, werden in Abweichung von den üblichen Herstellungsverfah- ren gerade Wicklungsstäbe verwendet, deren Wick lungskopfteile noch nicht geformt sind. Diese geraden Stäbe werden vorerst über die Länge L (Fig. 1), das heisst über die Länge der Nuten sowie einer beidseiti gen kleinen Zugabe, mit einem gut imprägnierbaren Isolierband bewickelt.
Wie in Fig. 1 durch S an gedeutet, wird dabei so verfahren, dass jede Bandlage in entgegengesetzter Richtung zur vorhergehenden aufgewickelt sind. Da die Wicklungsstäbe gerade sind, wird das Umbändeln gemäss Fig. 1 mit Vorteil ma schinell durchgeführt. Die im Nutenteil mit Band isolierten Stäbe wer den gemäss Fig. 2', die einer Seitenansicht von Fig. 2 entspricht, in dünne, U-förmige Blechkanäle gelegt, die mit einem Antiklebemittel (z. B. Silikonfett) ver sehen sind.
Für den Imprägniervorgang werden meh rere Stäbe, zusammen mit ihren U-Kanälen in einer einfachen Pressform vereinigt, die gestattet, an beiden Enden des isolierten Teiles durch Pressdruck die Wicklungsstäbe axial abzudichten (Teil A in Fig. 2). Als Dichtungsmaterial können Isolierbänder, Gummi bänder oder geeignete selbstklebende Bänder verwen det werden.
Es hat sich gezeigt, dass zur einwandfreien Im prägnierung der Nutenisolation noch eine weitere Dichtung erforderlich ist. Diese Dichtung wird ge mäss Fig.2, Teil B, unmittelbar auf dem blanken oder mit einer dünnen Teilleiterisolation versehenen Wicklungskupfer angebracht und hat den Zweck, an beiden Stabenden einen zusätzlichen Dichtungsraum (Fig. 2, Teil D) zu schaffen.
Die Pressform mit den eingelegten Wicklungsstä ben wird in einem Vakuumkessel, der infolge der ,günstigen Abmessungen der Imprägnier- und Press- form relativ klein sein kann, evakuiert, und anschlie ssend werden die beiden Dichtungsräume unter Va kuum mit einem niederviskosen Dichtungsmittel ge füllt. Das Dichtungsmittel wird so gewählt, dass es so wohl mit dem Imprägnierharz der Nutenisolation als auch mit demjenigen der Wicklungskopfisolation ver träglich ist.
Der Nutenteil wird hierauf unter Vakuum mit hochwertigem Imprägnierharz, beispielsweise mit einem unter dem Namen Emorlit bekannten Harz gefüllt, wobei nur sehr kleine überschuss-Harzmengen notwendig sind. Damit wird der Nutenteil mit dem härtbaren Bindemittel imprägniert, während die Bän der an beiden Enden der Umbändelung mit nicht- härtbarer Dichtungsflüssigkeit getränkt sind.
Im Be reich der Dichtungsstelle A bildet sich ein Gemisch zwischen Imprägnierharz und Dichtungsmittel, dessen Zusammensetzung wesentlich durch die Viskositäts- ziffern bestimmt wird. Wählt man als Dichtungsmittel eine Flüssigkeit kleiner Dielektrizitätskonstante (z. B. Styrol), dann führt die Mischung zu einer Isolations kombination im Bereiche des Nutenausganges, deren Dielektrizitätskonstante ebenfalls klein ist, was sich bezüglich Gleitentladungen am Ende der Nuten isolation günstig auswirkt.
Die Dichtungsflüssigkeit hat die Aufgabe, nach der Aufhebung des Vakuums das axiale Eindringen von Luft oder eines eventuellen Pressgases (beim Nachpressen mit einem neutralen Gas) an beiden En den der Nutenisolation zu verhindern. Damit ist es möglich, eine praktisch hohlraumfreie Nutenisolation mit ausgezeichneten dielektrischen Eigenschaften zu erhalten, obwohl Nutenteil und Wicklungskopf nicht gleichzeitig imprägniert werden.
Nach der Aufhebung des Vakuums wird die Press- form auf Nennmass der Nutenisolation geschlossen, die Dichtungsflüssigkeit durch Öffnen der Dichtungen B (Fig. 2) entfernt und die Nutenisolation z. B. durch Heissluftumwälzung <I>(H, U</I> in Fig.3) ausgehärtet.
Während der Verfestigung verdampfen die Reste der Dichtungsflüssigkeit, so dass nach dem Ausbau der im Nutenteil isolierten Stäbe das Isolierband beid seitig bis in den Bereich der Dichtungsstelle A (Fig. 2) wieder abgewickelt werden kann.
Als weitere Operationen folgen nun: a) das Formen der Wicklungsköpfe (Fig. 4), b) das Isolieren der Wicklungsköpfe, wobei die nicht verfestigten Teile des Nutenisolierbandes konti nuierlich in die Umbändelung der Wicklungsköpfe einbezogen werden. Für die Kopfisolation kann eines der bekannten Isolierverfahren verwendet werden: Mikabänder mit Kompoundierung, Isolierbänder, die mit flexiblen Kunstharzen nass gewickelt oder durch einen besonderen Imprägniervorgang mit solchen Harzen getränkt und verfestigt werden.
Es ist also ohne weiteres möglich, für die Wicklungskopfisolation ein anderes zweckmässiges und vor allem auch preis lich günstigeres Verfahren zu wählen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Isolation von Wicklungen elektri scher Maschinen mit durchgehendem Band, aber verschiedener Imprägnierung von Nutenteil und Wicklungskopfteil, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandisolation des Nutenteiles bei der Imprägnierung an beiden Enden durch mechanische Pressdichtungen und ein Dichtungsmittel abgedichtet wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass eine mechanische Pressdichtung auf die Umbändelung und eine weitere mechanische Pressdichtung auf das blanke Kupfer des Wicklungs stabes aufgebracht wird, wobei das Dichtungsmittel zwischen den beiden mechanischen Pressdichtungen _ angeordnet wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die zweite mechanische Pressdich- tung auf das mit der Teilleiterisolation versehene Kupfer des Wicklungsstabes aufgebracht wird. 3.Verfahren nach Patentansprach und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Um- bändeln des Nutenteiles abwechslungsweise eine Lage nach links fortschreitend, die nächste Lage nach rechts fortschreitend gewickelt wird, derart, dass mit jeder Lage unter der mechanischen Pressdichtung be gonnen wird, die auf die Umbändelung wirkt, wäh rend das Ende jeder Lage zwischen der inneren Dich tung und der äusseren Dichtung liegt. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Dich tungsmittel eine Flüssigkeit kleiner Dielektrizitätskon- stante verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zunächst gerade Wicklungsstäbe nur im Nutenteil isoliert und erst in einem späteren Arbeitsgang die Wicklungsköpfe geformt und isoliert werden.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4602180A (en) * | 1985-01-07 | 1986-07-22 | General Electric Company | Insulated armature coil for dynamoelectric machine |
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1958
- 1958-04-11 CH CH359478D patent/CH359478A/de unknown
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