CH359510A - Spinndüse aus Platin-Gold-Legierung - Google Patents
Spinndüse aus Platin-Gold-LegierungInfo
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Description
Spinndüse aus Platin-Gold-Legierung Die Erfindung betrifft eine Spinndüse aus Platin- Gold-Legierung, z. B. zum Verspinnen -von Viskose.
Als Werkstoff für Spinndüsen benutzt man seit langem Gold-Platin-Legierungen oder auch solche aus Platin-Rhod-ium oder Platin-Iridium, die sämtlich sowohl den mechanischen, als auch den korrosions- chemischen Beanspruchungen beim Spinnen gewach sen sind und auch eine befriedigende. Bearbeitung, vor allem bei der Anbringung der feinen Spinn kanäle, erlauben. Neuerdings hat sich auch Tantal für die Herstellung von Spinndüsen eingeführt.
Die gebräuchlichsten Gold-Platin-Legierungen für Düsen enthalten Platinanteile zwischen 10 und 50 0/0, wobei Härte und Feinkörnigkeit mit steigendem Pla tingehalt zunehmen, so dass man im allgemeinen Legierungen mit höherem Platingehalt bevorzugt hat. Sofern solche Legierungen nicht bereits aus.härt- bar waren, hat man durch Auswahl entsprechender Zusätze das gewünschte Aushärtevermögen herbei geführt, um die Standfestigkeit der Düsen im Ge brauch zu .erhöhen.
Eine hohe Härte erhöht vor allem die Widerstandsfähigkeit der Düsen ausser beim Gebrauch auch bei der Reinigung und beeinflusst so die Lebensdauer günstig. Es hat sich jedoch im Laufe der Zeit herausgestellt, dass Aushärtbarkeit, hohe Härte und chemische Widerstandsfähigkeit noch nicht genügen, um alle Anforderungen, die an betriebs sichere Düsen zu stellen sind, zu erfüllen. Wesentlich für die Fadenqualität und den reibungslosen Produk tionsablauf beim Spinnen ist nämlich .das Verhalten der Düsen gegenüber dem unvermeidbaren allmäh- lichen Zuwachsen der Spinnöffnungen.
Dieses Zu wachsen beruht darauf, dass sich bei längerer Be triebsdauer an den Wandungen der eigentlichen Spinn kanäle aus der Viskose oder aus dem Fällbad stam mende Stoffe festsetzen und so das Bohrungsvolumen sich allmählich verkleinert.
Dass dadurch die Faden- qualität nachteilig beeinflusst und ausserdem durch die häufig notwendige Reinigung der Düsen und dem damit verbundenen Ausbau .der Betrieb empfindlich gestört wird, bedarf keiner besonderen Erläuterung. Alle bekannten Düsen zeigen diese nachteilige Eigen Schaft des häufigen und frühzeitigen Zuwachsens der Spinnkanäle in mehr oder weniger grossem Ausmass.
Es wurde nun gefunden, dass man zu Düsen, die sich durch ein unerwartet gutes Spinnverhalten in bezug auf die leichte Ablösung des Fadens und die grosse Stabilität der Kanäle auszeichnen, dann gelangt, wenn man eine Platin-Gold-Legierung als Werkstoff verwendet, bei der der Platingehalt unter Verminderung des Goldanteils über ,die bisher ein gehaltenen Grenzen hinaus gesteigert wird,.
Erfin dungsgemäss zeichnet sich deshalb die Spinndüse dadurch aus, dass die Platin-Gold-Legierung 94 bis 99'% Platin und 1 bis 6 Q/o Gold enthält. Die Lauf- zeit solcher Düsen bis zu der .durch die Verengung bzw.
Verunreinigung der S.pinnkanalbohrung erfor derlich werdenden Reinigung beträgt bei den Düsen gemäss der Erfindung in manchen Fällen das Doppelte bis Dreifache von Düsen aus gängigen Werkstoffen, auch solchen aus Platin-Gold mit hohen Platinge halten.
Ein solcher Vergleich ergibt sich aus der nach stehenden Zusammenstellung, die für die Herstellung von Super-Cordseide ermittelt wurde, wobei die Spinntemperatur mit etwa 70 um 20 höher lag als üblich. Dass durch ,diese hohe Spinntemperatur die Gefahr des Ansetzens von Ablagerungen aus der Viskose oder der Fällösung sich besonders erhöht, ist dem Fachmann durchaus geläufig; um so stärker treten die Vorteile der Legierung gemäss der Erfin dung für die Herstellung von Spinndüsen in Erschei nung.
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Aus der vorstehenden Übersicht geht eindeutig hervor, dass die Nachteile der Düsen aus dem bisher bekannten Platin-Gold-Werkstoff bei der hoch platin- haltigen, 6 bis 1% Gold .enthaltenden in der Tabelle letzten Legierung mit Sicherheit ausgeschaltet sind.
Nachstehend werden weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert: An dem Verhalten der Legierungen im Hinblick auf die Spinneigenschaften ändert sich auch nichts, wenn den Legierungen an sich bekannte Zusätze zur Erhöhung der Feinkörnigkeit und Steigerung der Härte einverleibt werden. Nach einer anderen Aus führungsform der Erfindung können die Legierungen demgemäss neben Gold in den oben angegebenen Mengen noch Rhenium oder Ruthenium bis zu 5 0/0, vorzugsweise bis zu 2 0/0, enthalten.
Neben diese Zu sätze oder an Stelle dieser kann auch Rhodium tre- ten, .das bis zu 4%, und vorzugsweise auch bis zu 2 %, zugegen sein kann. Schliesslich werden auch gute Erfolge erzielt mit einem Zusatz von Iridium,
der bis zu 2,9 % betragen kann, jedoch in keinem Fall den Goldanteil der Legierung übersteigen soll.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Spinndüse aus Platin-Gold-Legierung, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung 94 bis 99 % Platin und 1 bis 6 % Gold enthält. UNTERANSPRÜCHE 1.Spinndüse nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Legierung bis zu 5 % Rhenium oder Ruthenium enthält. 2.Spinndüse nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Legierung bis zu 4 % Rhodium enthält. 3.Spinndüse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Legierung einen Iridiumgehalt bis zu 2,9 % hat, der stets geringer ist als der Gold- gehalt.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE359510X | 1957-06-22 |
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| CH359510A true CH359510A (de) | 1962-01-15 |
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| CH359510D CH359510A (de) | 1957-06-22 | 1958-06-04 | Spinndüse aus Platin-Gold-Legierung |
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1958
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