CH359536A - Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten Spänen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten SpänenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten Spänen Die Verarbeitung von Holz, speziell in grossflä chiger Bauweise, verlangt eine weitgehende Berück sichtigung der charakteristischen Eigenschaften dieses lebenden Rohstoffs. Eine dieser Eigenschaften, die sich besonders nachteilig auswirkt, ist das Verziehen des Holzes infolge der in ihm vorhandenen, unter schiedlich starken Verzugskräfte.
Dieses Problem tritt bei dem jüngsten Holzwerk stoff, der Spanplatte, in verstärktem Masse auf. Zur Herstellung einer solchen Spanplatte wird ein mit Kunstharzbindemittel versehenes Spangemisch in Grossanlagen auf komplizierten, kostspieligen Schütt- einrichtungen zum Spankuchen in ein- oder mehr schichtigem Aufbau verformt und anschliessend über eine kalte Vorpressung einer Heissverpressung zu geführt.
Trotz sorgfältiger Sichtung des Spangutes von Staub und Bruchstücken, trotz gewissenhafter Vor trocknung und Einstellung des hygroskopischen Gleichgewichts durch klimatische Lagerung der Fer tigplatten ist es bis jetzt nicht möglich gewesen, voll kommen verzugsfreie Spanplatten zu erzeugen.
Obwohl auf Grund des Aufbaus der Spanplatte, die aus einer Vielartigkeit und Vielzahl sich. gegen seitig absperrender Holzspäne besteht, ein nahezu homogener und damit verzugsfreier Werkstoff er wartet werden müsste, ist es jedoch mit den bis jetzt bekannten Verfahren nicht gelungen, die für ein gutes Standvermögen erforderliche Homogenität zu erlan gen.
Grundlegend und bestimmend für die Qualität der Spanplatte ist neben dieser Homogenität die Wahl bzw. Formgebung des einzelnen Spans.
Ein besonders schlechtes Standvermögen ist bei Spanplatten zu beobachten, die lediglich aus natür- lich anfallendem Spanmaterial der holzverarbeitenden Industrie gefertigt sind. Neben den kleinen körnigen Säge- und Gatterspänen sind es vor allem die unter schiedlich grossen Hobel- bzw. Frässpäne, die einen homogenen Aufbau der Platte erschweren und die ungleichen Verzugskräfte innerhalb derselben erzeu gen.
Nur durch einen völlig gleichmässigen Aufbau ist es möglich, diese Verzugskräfte gegenseitig zu binden und hierdurch eine Spanplatte von gutem Standvermögen zu erhalten. Die üblichen Schüttverfahren, ganz gleich ob sie von Hand oder durch komplizierte Maschinen aus geführt werden, haben den grossen Nachteil, dass in nerhalb des locker geschütteten Spankuchens die klei nen und feineren Spanteile überwiegend in die untere Schicht einfallen und so in der ein- bzw. mehrschich tigen Platte eine ungleichmässige Verteilung hervor rufen.
Es wurde nun gefunden, dass innerhalb des Span kuchens bzw. der fertigen Platte eine gleichmässige Verteilung der unterschiedlich grossen Späne inner halb des Spangemisches gewährleistet wird und man zu einer völlig spannungsfreien Spanplatte gelangt, wenn zunächst nur ein Teil des Spankuchens der Rohplatte, vorzugsweise die Hälfte, von Hand oder maschinell zum Spankuchen geformt,
dieser gewendet und der restliche Spangutteil in gleicher Weise auf die Rückseite des nun vorhandenen Spankuchens aufgebracht wird. Die beiden Schüttungen können aber auch für sich getrennt vorgenommen und ge gebenenfalls jeder Teil bzw. jede Hälfte des Span kuchens während oder nach der Schüttung einer do sierten Rüttlung bzw Vibration unterworfen werden.
Anschliessend werden beide Teile des Spankuchens entsprechend dem gewünschten Aufbau, das heisst ob eine Grob- oder Feinspan-Aussenseite gewünscht wird, spiegelbildartig zusammengelegt.
Die so gebildeten Spankuchen werden nun in be kannter Weise zur fertigen Spanplatte weiterverarbei tet. Das Verfahren gestattet durch die spiegelbild- artige Verteilung der verschieden grossen Späne einen vollkommen spannungsfreien Aufbau der Spanplatte und somit einen wirtschaftlich vorteilhaften Einsatz der in grossen Mengen anfallenden Abfallspäne für Spanplatten der verschiedensten Verwendungszwecke.
Die erfindungsgemäss hergestellten Spanplatten können ohne zusätzliches Absperren unmittelbar durch Holzlacke, Edelfurnier, Kunststoffolien oder dergleichen oberflächenveredelt werden. Die Platten können ferner durch Behandeln der Späne mit den entsprechenden Chemikalien feuerhemmend, feuer sicher, wasserabstossend und termitensicher gemacht werden.
Ausserdem können die erfindungsgemäss her gestellten Spankuchen in an sich bekannter Weise vorteilhaft zu spannungsfreien Spanholzformteilen verpresst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Span platten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fa brizierten Spänen unter Verwendung von Kunstharz bindemitteln, gekennzeichnet durch die Bildung eines zweiteiligen, spiegelbildartigen Aufbaues des Span kuchens. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Teil der Spankuchenmasse der Rohplatte zum Spankuchen geformt, dieser gewendet und der restliche Spangutteil in gleicher Weise auf die Rückseite des gebildeten Spankuchens aufgebracht wird, worauf die Weiterverarbeitung des Gesamt kuchens zur fertigen Spanplatte erfolgt. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Schüttungen für sich ge trennt vorgenommen werden, wobei jeder Teil des Spankuchens während oder nach der Schüttung einer dosierten Rüttlung oder Vibration unterworfen wird, und anschliessend beide Teile des Spankuchens ent sprechend der gewünschten Oberflächenbeschaffen heit spiegelbildartig zusammengelegt und zur fertigen Spanplatte weiterverarbeitet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE359536X | 1957-03-30 |
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| Publication Number | Publication Date |
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|---|---|---|---|
| CH359536D CH359536A (de) | 1957-03-30 | 1958-02-27 | Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten Spänen |
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|---|---|
| CH (1) | CH359536A (de) |
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1958
- 1958-02-27 CH CH359536D patent/CH359536A/de unknown
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