CH359536A - Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten Spänen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten Spänen

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CH359536A
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Schicht Rudolf
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Leuna Werke Veb
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27NMANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/08Moulding or pressing

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung        spannungsfreier        Spanplatten    aus     natürlich    anfallenden  und bzw. oder     fabrizierten    Spänen    Die Verarbeitung von Holz, speziell in grossflä  chiger Bauweise, verlangt eine weitgehende Berück  sichtigung der charakteristischen Eigenschaften dieses  lebenden Rohstoffs. Eine dieser Eigenschaften, die  sich besonders     nachteilig    auswirkt, ist das Verziehen  des Holzes infolge der in ihm vorhandenen, unter  schiedlich starken Verzugskräfte.  



  Dieses Problem tritt bei dem jüngsten Holzwerk  stoff, der Spanplatte, in verstärktem Masse auf. Zur  Herstellung einer solchen Spanplatte wird ein mit       Kunstharzbindemittel    versehenes     Spangemisch    in  Grossanlagen auf komplizierten, kostspieligen     Schütt-          einrichtungen    zum     Spankuchen    in ein- oder mehr  schichtigem Aufbau verformt und anschliessend über  eine kalte     Vorpressung    einer     Heissverpressung    zu  geführt.  



  Trotz sorgfältiger Sichtung des     Spangutes    von  Staub und Bruchstücken, trotz gewissenhafter Vor  trocknung und Einstellung des hygroskopischen  Gleichgewichts durch klimatische Lagerung der Fer  tigplatten ist es bis jetzt nicht möglich gewesen, voll  kommen verzugsfreie Spanplatten zu erzeugen.  



  Obwohl auf Grund des     Aufbaus    der Spanplatte,  die aus einer Vielartigkeit und Vielzahl     sich.    gegen  seitig absperrender Holzspäne besteht, ein nahezu  homogener und damit verzugsfreier Werkstoff er  wartet werden müsste, ist es jedoch mit den bis jetzt  bekannten Verfahren nicht gelungen, die für ein gutes  Standvermögen erforderliche Homogenität zu erlan  gen.  



  Grundlegend und bestimmend für die Qualität  der Spanplatte ist neben dieser Homogenität die Wahl  bzw. Formgebung des     einzelnen    Spans.  



  Ein besonders schlechtes Standvermögen ist bei  Spanplatten zu beobachten, die lediglich aus natür-         lich    anfallendem     Spanmaterial    der     holzverarbeitenden     Industrie gefertigt     sind.    Neben den kleinen körnigen  Säge- und     Gatterspänen    sind es vor allem die unter  schiedlich grossen Hobel- bzw.     Frässpäne,    die einen  homogenen     Aufbau    der Platte erschweren und die  ungleichen Verzugskräfte innerhalb derselben erzeu  gen.  



  Nur durch einen völlig gleichmässigen Aufbau ist  es möglich, diese Verzugskräfte gegenseitig zu  binden und hierdurch eine Spanplatte von gutem       Standvermögen    zu     erhalten.       Die üblichen     Schüttverfahren,    ganz gleich ob sie  von Hand oder durch komplizierte Maschinen aus  geführt werden, haben den grossen     Nachteil,    dass in  nerhalb des locker geschütteten     Spankuchens    die klei  nen und feineren     Spanteile    überwiegend in die untere  Schicht     einfallen    und so in der ein- bzw. mehrschich  tigen Platte eine ungleichmässige Verteilung hervor  rufen.

      Es wurde nun gefunden, dass innerhalb des Span  kuchens bzw. der fertigen Platte eine gleichmässige  Verteilung der     unterschiedlich    grossen Späne inner  halb des     Spangemisches    gewährleistet wird und man  zu einer völlig spannungsfreien Spanplatte gelangt,  wenn zunächst nur ein     Teil    des     Spankuchens    der  Rohplatte, vorzugsweise die     Hälfte,    von Hand oder  maschinell zum     Spankuchen    geformt,

   dieser gewendet  und der     restliche        Spangutteil        in        gleicher    Weise auf  die Rückseite des nun vorhandenen     Spankuchens          aufgebracht    wird. Die beiden     Schüttungen    können  aber auch für sich getrennt vorgenommen und ge  gebenenfalls jeder Teil bzw. jede Hälfte des Span  kuchens während oder nach der     Schüttung    einer do  sierten     Rüttlung    bzw     Vibration        unterworfen    werden.

        Anschliessend werden beide Teile des     Spankuchens     entsprechend dem gewünschten Aufbau, das heisst  ob eine Grob- oder     Feinspan-Aussenseite    gewünscht  wird,     spiegelbildartig    zusammengelegt.  



  Die so gebildeten     Spankuchen    werden nun in be  kannter Weise zur fertigen Spanplatte weiterverarbei  tet. Das     Verfahren    gestattet durch die     spiegelbild-          artige    Verteilung der verschieden grossen Späne einen       vollkommen    spannungsfreien Aufbau der Spanplatte  und somit einen     wirtschaftlich    vorteilhaften Einsatz  der in grossen Mengen anfallenden Abfallspäne für  Spanplatten der verschiedensten Verwendungszwecke.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten Spanplatten  können ohne     zusätzliches    Absperren unmittelbar  durch Holzlacke, Edelfurnier, Kunststoffolien oder  dergleichen oberflächenveredelt werden. Die Platten  können ferner durch     Behandeln    der Späne mit den  entsprechenden     Chemikalien    feuerhemmend, feuer  sicher, wasserabstossend und termitensicher gemacht  werden.  



  Ausserdem können die erfindungsgemäss her  gestellten     Spankuchen        in    an sich bekannter Weise  vorteilhaft zu spannungsfreien     Spanholzformteilen          verpresst    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Span platten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fa brizierten Spänen unter Verwendung von Kunstharz bindemitteln, gekennzeichnet durch die Bildung eines zweiteiligen, spiegelbildartigen Aufbaues des Span kuchens. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Teil der Spankuchenmasse der Rohplatte zum Spankuchen geformt, dieser gewendet und der restliche Spangutteil in gleicher Weise auf die Rückseite des gebildeten Spankuchens aufgebracht wird, worauf die Weiterverarbeitung des Gesamt kuchens zur fertigen Spanplatte erfolgt. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die beiden Schüttungen für sich ge trennt vorgenommen werden, wobei jeder Teil des Spankuchens während oder nach der Schüttung einer dosierten Rüttlung oder Vibration unterworfen wird, und anschliessend beide Teile des Spankuchens ent sprechend der gewünschten Oberflächenbeschaffen heit spiegelbildartig zusammengelegt und zur fertigen Spanplatte weiterverarbeitet werden.
CH359536D 1957-03-30 1958-02-27 Verfahren zur Herstellung spannungsfreier Spanplatten aus natürlich anfallenden und bzw. oder fabrizierten Spänen CH359536A (de)

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