Abnehmbare Felge an luftbereiften Strassenfahrzeugen Vorliegende Erfindung betrifft eine abnehmbare Felge an, luftbereiften Strassenfahrzeugen.
Bei den bisherigen Bauarten von abnehmbaren Felgen war die Verspannung und Abstützung der Felge radial innerhalb dem einen Reifenfuss, ange ordnet, in einigen Fällen eher gegen die Felgenmitte zu. Dies bedingt beim doppelbereiften Rad relativ lange Speichenköpfe und Speichen und erhöht da durch das Radgewicht. Diese Gewichtserhöhung wirkt sich vor allem bei Rädern für leichte Fahrzeuge aus. Schwere Räder ergeben ein höheres unabgefedertes Gewicht und verschlechtern die Fahreigenschaften des Fahrzeuges. Sie erhöhen den Verschleiss an. Rei fen und Strassendecke. Sie verringern die Nutzlast des Fahrzeuges und vernichten mehr Energie als ein leichtes Rad.
Im Umfang geschlossene Ringfelgen werden heute ausschliesslich mit einem international genonnten Spannkegel von<B>280</B> Steigung, welcher sich gegen den Felgenring hin öffnet, auf den Speichenköpfen ohne Anschlag verspannt. Bei dieser Art der Verspannung ist keine GewMr geboten für genaue Zentrierung von Felge und Reifen. Die Felge besitzt Höhen- und Seitenanschlag.
Eine bekannte Felge für schlauchlose Reifen be sitzt ein Tiefbett, steile Schultern und niedere Felgen hörner. Zur Befestigung auf Speichenrädern wurden diese Felgen bis dahin mit einem separaten Stützring<B>-</B> auch Adapterring genannt<B>-</B> versehen. Derselbe wird durch Schweissung mit dem Felgenring verbunden. Sehr oft ist man gezwungen, die Schweissnaht an einer hochbeanspruchten Stelle der Felge anzubrin gen. Der Hersteller wird beim Erfordernis einer Schweissnaht in der Auswahl des Grundmaterials stark eingeengt. Das bekannte Tiefbettfelgenprofil hat ferner den Nachteil einer geringern Gestaltfestigkeit, weil die hohen Flanschen am Horn fehlen.
Vorliegende Erfindung soll diese Nachteile ver meiden.
Erfindungsgemäss ist an einer Felge, welche mit Hilfe eines seitlichen Felgenfussringes auf den Spei chenköpfen eines, Radsternes verspannt ist, der Felgen- fussring axial ausserhalb des benachbarten Reifen- fusses angeordnet und ausser mit einer wenigstens annähernd radialen Spannfläche mit einer vom Fel genring weg sich öffnenden Kegelstumpffläche ver sehen.
Die beiliegende Zeichnung zeigt verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung im Schnitt.
Fig. <B>1</B> zeigt eine Steilschulter-Tiefbettfelge auf einem einfachbereiften, Radstern. Das Speichenrad. ist in der Mitte der Speiche geschnitten.
Fig. 2 zeigt zwei gleiche Felgen auf dem Rad stern eines doppelbereiften Rades.
Fig. <B>3</B> zeigt eine Ausführung der Felge, wie sie aus Blech profiliert wird.
Fig. 4 zeigt eine Flachbett- bzw. Schrägschulter- feige.
Fig. <B>5</B> zeigt eine weitere, Felge mit abnehmbarem Seitenring für Steilschulterreifen.
Fig. <B>6</B> zeigt eine weitere Felge mit abnehmbarem Horn u nd Halbtiefbett.
Die Tiefbettfelge <B>1</B> mit steilen Schultern 2 und niedrigen Hörnern<B>3</B> und 4 ge-mäss Fig. <B>1</B> ist eine Felgenbauart, wie sie heute für schlauchlose Reifen verwendet wird. Der von einem Felgenhorn<B>3</B> aus gehende, radial einwärts gerichtete Flansch<B>5</B> mündet an seinem innem Ende in einen Fussring<B>6</B> aus. Die ser Fussring<B>6</B> besitzt eine annähernd, radiale Spann fläche<B>7,</B> welche am Speichenkopf<B>8</B> zentriert wird.
Der Fussring<B>6</B> besitzt ferner eine nach der Felgen aussenseite hin sich öffnende kegelige Spannfläche<B>9.</B> Beim Radstem <B>10</B> für Einfachbereifung werden zum Verspannen Klenimschuhe. <B>11</B> mit entsprechender Kegelfläche, verwendet. Dank der nach aussen geöff neten Kegelfläche<B>9</B> ist es möglich, die losen Teile, wie Klemmschuhe<B>11</B> und Schrauben 12, innerhalb der Kegelfläche<B>9</B> und hinter der äussersten Kante<B>13</B> des Speichenkopfes,<B>8</B> geschützt unterzubringen. Durch Verbreiterung des Fussringes<B>6</B> nach gestri chelter Linie kann dieser Schutz noch verbessert wer den. Beim doppelbereiften Rad werden zwei analoge Felgen auf dem Radstern 14 gemäss Fig. 2 verspannt.
Die Klemmplatt--<B>15</B> verkeilt beide Felgenfussringe <B>6</B> auf einem kegelförmigen, geschlitzten Zwischenring <B>16.</B> Diese Felgenbauart erlaubt eine gedrängte und leichte Bauform des Radsternes 14. Um auch auf der Gegenseite<B>17</B> der Felgen eine Profilversteifung anzustreben, können daselbst Verstärkungsflanschen <B>18</B> oder Materialanhäufungen<B>19</B> angebracht werden. Felgen dieser Bauart können sehr gut aus einem ein teiligen Walzprofil hergestellt werden. Fig. <B>3</B> zeigt zwei entsprechende Felgen 20, wie sie aus Blech hergestellt werden.
Die Ausladung des Felgenfuss- ringes 21 ist so gross gewählt, dass auf einen Zwi schenring verzichtet werden kann und der Radstern 22 eine minimale, Breite aufweist. Weil bei dieser Bauforin die, Befestigungsteile nur zylindrisch anein ander angepresst werden, müssen die Schrauben drücke höher gewählt werden als bei der kegeligen geschlitzter, Verspannung. F-in schmaler, allenfalls<B>g</B> nur der Verspannung dienender Zwischenring lässt sich einbauen.
Zur Versteifung auf der Gegenseite kann das Blechprofil zu einem Hohlraum<B>23</B> umge- bördelt werden. Fig. 4 zeigt eine Flachbettfelge <B>25</B> bzw. Schrägschulterfelge mit abnehmbarem Seiten ring<B>26</B> und Verschlussring<B>27.</B> Für schlauchlose Be reifung wird ferner ein Dichtungsring<B>28</B> eingelegt. Der Felgenfussring 40 besitzt zur Verspannung auf dem Radstern 14 dasselbe Profil wie derjenige nach Fig. <B>1</B> und 2.
Die Verbindung zum Felgenring erfolgt jedoch nicht mehr über einen annähernd radialen Flansch, sondern über einen annähernd zylindrischen Ring 41 als Fortsetztung des Felgenringes. Selbstver ständlich ist es möglich, auch sogenannte Steilschul- terfelgen ohne Tiefbett, das heisst mit abnehmbarem Seitenring 42, mit einem identischen Fussring 40 ge- mäss Fig. <B>5</B> auszurüsten.
Diese Bauart hat den Vor teil, dass das Tiefbett wegfallen kann und im Durch messer grössere Bremstrommeln eingebaut werden können, bei Verwendung derselben Reifen wie bei der Steilschultertiefbettfelge. Fig. <B>6</B> zeigt eine soge- nannte Halbtiefbettfelge <B>30</B> mit steilen Schultern<B>31</B> und niedrigem Horn<B>32.</B> Das, linke Horn<B>33</B> ist ein im Umfang geschlitzter abnehmbarer Ring. Der Fel- Z, genfussring <B>6</B> ist identisch mit dem nach Fig. <B>1</B> und 2.
Die Vorteile der beschriebenen Felgen sind fol gende<B>.</B>
Fussring und Felgenring bestehen aus einem Teil, das heisst sie bilden ein gemeinsames Ganzes. Schweissnähte und Walzenhinterschnitte sind elinii- niert. Es können leichte und billige Doppelräder ver wendet werden, wodurch die Fahreigenschaften der Fahrzeuge verbessert werden. Im günstigen Fall fällt der Zwischenring weg, wodurch beide Felgen axial genau zentriert werden. Beim einfach bereiften Rad, das heisst beim Vorderrad, wird der Seitenschlag eindeutig beseitigt. Bei Verwendung von geschlitzten Zwischenringen wird derselbe auf den Radstern ge drückt. Dadurch wird die innere Felge am Hinterrad höhenschlagfrei. Es können sehr breite Bremsen innerhalb der Felge eingebaut werden.
Die Schrau ben und Befestigungsteile am einfachbereiften Rad können relativ weit hinter dem Felgenfussring <B>ge-</B> schützt eingebaut werden. Die Ausladung des Felgen- fussringes kann zum Beispiel so gewählt sein, dass bei kleinem Mittenabstand, das heisst ohne Schnee kette zwischen den Reifen, kein Zwischenring erfor derlich ist, hingegen bei Anwendung des für Ketten einbau benötigten Abstandes ein Zwischenring ein gesetzt wird.