CH359717A - Einrichtung zur Regelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers - Google Patents
Einrichtung zur Regelung eines ZwangdurchlaufdampferzeugersInfo
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Description
Einrichtung zur Regelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Re gelung eines Zwangdurchlaufdampferzeugers, bei wel chem das flüssige Arbeitsmittel dem einen Ende eines Rohrsystems zugeführt und in einem Teil desselben - der Verdampferheizfläche - zum überwiegenden Teil in Dampf umgewandelt wird, während der Rest nach Austritt aus der Verdampferheizfläche abge schlämmt wird, mit einem ersten Regelkreis, der eine Mengenmessvorrichtung für das eingespeiste Arbeits mittel,
einen von dieser Mengenmessvorrichtung be einflussten Regler und ein durch den Regler einstell bares Speiseventil aufweist.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Regelkreis vorgesehen ist, dessen Regler einerseits von mindestens einem auf die Temperatur des aus der Verdampferheizfläche austretenden Dampfes ansprechenden Temperaturgeber und ander seits von einem auf den Unterschied zwischen der eingespeisten und der abgeschlämmten Arbeitsmittel menge ansprechenden Geber beeinflusst wird, und dass der erste Regelkreis und der zweite Regelkreis in der Weise miteinander vermascht sind, dass das Stell signal des Reglers des zweiten Regelkreises als Soll wertkorrektur an den Regler des ersten Regelkreises übertragen wird.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
Die Zeichnung zeigt ein Schaltschema einer Re geleinrichtung nach der Erfindung. Aus einem An fahrgefäss 21 drückt eine Speisepumpe 1 Speisewasser durch zwei Hochdruck-Vorwärmer 2 und 42, ein Speiseventil 3, einen Speisewassermengengeber 4, einen Economiser 5 und einen Verdampfer 6 in einen Flüssigkeitsabscheider B.
Von dort strömt Dampf weiter über einen Dampfmengengeber 9, eine erste Überhitzerheizfläche 10 mit einem Einspritzkühler 11, eine zweite überhitzerheizfläche 12 mit einem Temperaturfühler 13 und einem Einspritzkühler 14 und weiter über eine Endüberhitzerheizfläche 15 mit einem Endtemperaturfühler 16 zu einer Turbine 17 und von dort in einen Kondensator 18.
Das Konden sat wird von einer Kondensatpumpe 19 über zwei Kondensatvorwärmer 20 in das Anfahrgefäss 21 zu rückgefördert. Der überwiegende Teil des einge speisten Arbeitsmittels wird im Verdampfer 6 in Dampf umgewandelt, während der Rest aus dem Flüssigkeitsabscheider 8 abgeschlämmt wird.
Die Regeleinrichtung nach der Erfindung hat zum Ziel, die Speisewassermenge so zu beeinflussen, dass die Abschlämmenge eine vorgegebene Funktion der Last des Dampferzeugers ist. Die Abschlämmenge eignet sich jedoch nicht als unmittelbare Regelgrösse, weil sie erfahrungsgemäss starken Schwankungen unterliegt. Dagegen kann ein von der Abschlämmenge abgeleitetes Signal benutzt werden, wenn man es langsam aufintegriert. Die Regeleinrichtung der in der Zeichnung gezeigten Dampfkraftanlage besitzt einen ersten, die Speisewassermenge unmittelbar kon trollierenden Regelkreis, der den Mengengeber 4,
einen von diesem beeinflussten Regler 25 und das als Stellorgan wirkende Speiseventil 3 aufweist. Es ist ein zweiter Regelkreis vorgesehen, zu dem Tempe- raturmessstellen 60 am Ausgang des Verdampfers 6, ein von diesen Messstellen beeinflusster Temperatur signalgeber 7 und ein mit diesem über eine Signal leitung 44 verbundener Regler 27 gehören.
Die beiden Regelkreise sind in der Weise vermascht, dass der Regler 27 - hier als Proportional-Integral- Regler ausgebildet - seine Regelsignale über eine Signalleitung 43 als Sollwertkorrektur an den Regler 25 - hier als Integral-Regler ausgebildet - des ersten Regelkreises überträgt. Der Regler 27 spricht ausser auf die Arbeitsmitteltemperatur an den Mess- stellen 60 auf den Unterschied zwischen der ein gespeisten Arbeitsmittelmenge und der Abschlämm- menge an.
Zu diesem Zweck wird ein von einem NTiveauregler 41 des Flüssigkeitsabscheiders 8 ab geleitetes, der Abschlämmenge entsprechendes Signal an ein Vergleichsorgan 28 gegeben, in dem es mit dem vom Mengengeber 4 kommenden Signal ver glichen wird, das der eingespeisten Wassermenge ent spricht und einen Sollwert für die Abschlämmenge bildet. Das aus dem Vergleich resultierende Signal gelangt über ein Integrationsorgan 29 in den Regler 27 des zweiten Regelkreises.
Die Regelanordnung nach der Erfindung besitzt demnach mehrere Regelkreise, von denen der innerste, auf die eingespeiste Wassermenge ansprechende, erste Regelkreis relativ rasch auf Regelabweichungen rea giert, der mit dem ersten vermaschte zweite, auf die Dampftemperatur ausgangs des Verdampfers 6 ansprechende Regelkreis langsamer als der erste und ein dritter - im vorliegenden Beispiel mit dem zwei ten Regelkreis vermaschter - auf den Unterschied der eingespeisten Wassermenge zur Abschlämmenge ansprechende Regelkreis am langsamsten wirkt.
Die beschriebene Regelanordnung kann noch er gänzt sein durch eine Aufschaltung des von einem Dampfmengengeber 9 ausgehenden Dampfmengen signales, das über eine Signalleitung 35 ebenfalls auf den Regler 25 übertragen wird und gegenüber dem Temperatursignal schneller und damit als Vorkorrek- tur wirkt.
Die beschriebene Regeleinrichtung weist zur Kor rektur des dynamischen Verhaltens des zweiten Regelkreises in der Signalleitung 44 ein Korrektur organ 30 auf, das an den Regler 27 ein dem Tem- peraturmesssignal voreilendes, vom Mengengeber 4 hergeleitetes Vorkorrektursignal überträgt, so dass dem Temperaturmesssignal ein lastabhängiges Signal überlagert wird.
Durch diese Vorkorrektur wird der Sollwert für die Dampftemperatur der jeweiligen Last des Dampferzeugers angepasst, was vorteilhaft ist, da mit ansteigender Last des Dampferzeugers der Druck im Verdampfer und damit auch die Siedetemperatur ansteigen. An sich wird dieses lastabhängige An steigen der Temperatur durch das Signal der Ab- schlämmregelung ausgeglichen. Da aber dieser Aus gleich unter Umständen zu langsam erfolgen könnte, kann die rascher wirkende Vorkorrektur mittels des Korrekturorgans 30 von Vorteil sein.
Zwischen dem Proportional-Integral-Regler 27 und dem Integral-Regler 25 ist in der Signalleitung 43 ein zusätzliches Organ 31 angeordnet, welches ge stattet, die Speisemenge über die Signalleitung 32 beispielsweise von Hand zu verstellen. Es ist auch möglich, über eine weitere Signalleitung 33 ein Grenz signal für eine Mindest-Speisewassermenge zu geben, welche dann von der Regeleinrichtung nicht unter schritten werden kann.
Weiterhin kann das Organ 31 noch andere Be grenzungsmittel enthalten, mit welchen beispiels weise das Übersteigen eines Temperaturwertes oder eines Druckwertes am Verdampferaustritt verhindert wird.
Die in der Zeichnung beispielsweise gezeigte Re geleinrichtung nach der Erfindung im Rahmen der ebenfalls beispielsweise angedeuteten Dampfkraft anlage kann unbeschadet der Eifindung beliebig ab gewandelt werden. Beispielsweise wird die für die Temperaturregelung des Dampfes benötigte Menge des Einspritzwassers hinter dem Speiseventil 3 von der Speisewasserleitung über eine Leitung 40 abge zweigt. Diese Abzweigung könnte aber auch an einer beliebigen anderen Stelle etwa zwischen der Speise pumpe 1 und dem Speiseventil 3 erfolgen. Zur Ver ringerung der Pumpenleistung bei Teillast könnte die Drehzahl und damit die Liefermenge der Pumpe 1 in Abhängigkeit von der Stellung des Speiseventils 3 geändert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Regelung eines Zwangdurchlauf- dampferzeugers, bei welchem das flüssige Arbeits mittel dem einen Ende eines Rohrsystems zugeführt und in einem Teil desselben - der Verdampfer heizfläche - zum überwiegenden Teil in Dampf um gewandelt wird, während der Rest nach Austritt aus der Verdampferheizfläche abgeschlämmt wird, mit einem ersten Regelkreis, der eine Mengenmessvor- richtung für das eingespeiste Arbeitsmittel, einen von dieser Mengenmessvorrichtung beeinflussten Reg ler und ein durch den Regler einstellbares Speise ventil aufweist,dadurch gekennzeichnet, dass ein zwei ter Regelkreis vorgesehen ist, dessen Regler (27) einerseits von mindestens einem auf die Temperatur des aus der Verdampferheizfläche austretenden Dampfes ansprechenden Temperaturgeber (7) und anderseits von einem auf den Unterschied zwischen der eingespeisten und der abgeschlämmten Arbeits- mittelmenge ansprechenden Geber (28) beeinflusst wird, und dass der erste Regelkreis und der zweite Regelkreis in der Weise miteinander vermascht sind, dass das Stellsignal des Reglers (27) des zweiten Regelkreises als Sollwertkorrektur an den Regler (25) des ersten Regelkreises übertragen wird.UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch ein Korrekturorgan (31) in einer Signal leitung zwischen dem Regler (27) des zweiten Regel kreises und dem Regler (25) des ersten Regelkreises, welches gestattet, die Speisemenge durch willkürlichen Eingriff zu verstellen. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturorgan (31) eine Signalleitung besitzt, durch welche ein Grenzsignal für eine Mindestspeisewassermenge gegeben wird. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, durch die dem Temperaturmesssignal ein von der Last abhän giges Korrektursignal überlagert wird. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeich net durch ein Korrekturorgan (30) in einer Signal leitung vom Temperaturgeber (7) zum Regler (27) des zweiten Regelkreises, welches in Wirkungsver bindung mit dem Speisewassermengengeber (4) steht. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der auf den Unterschied anspre chende Geber (28) mit dem Niveauregler (41) eines Flüssigkeitsabscheiders (8) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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