CH359738A - Hydraulische Handbremseinrichtung an Fahrzeugen - Google Patents

Hydraulische Handbremseinrichtung an Fahrzeugen

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CH359738A
CH359738A CH359738DA CH359738A CH 359738 A CH359738 A CH 359738A CH 359738D A CH359738D A CH 359738DA CH 359738 A CH359738 A CH 359738A
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CH
Switzerland
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piston
brake
cylinder
hand
brake device
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Inventor
Buchmann Hans
Original Assignee
Sig Schweiz Industrieges
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D65/00Parts or details
    • F16D65/38Slack adjusters
    • F16D65/40Slack adjusters mechanical
    • F16D65/52Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play
    • F16D65/54Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play by means of direct linear adjustment
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail-vehicle brakes
    • B61H13/02Hand or other personal actuation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description


  Hydraulische Handbremseinrichtung an Fahrzeugen    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine  hydraulische Handbremseinrichtung an Fahrzeugen,  z. B. an Schienenfahrzeugen, sowie auf eine besondere  Verwendung dieser Handbremseinrichtung als Ge  stängesteller und Rückstellvorrichtung.  



  Gemäss den gesetzlichen Vorschriften der mei  sten Länder     müssen    z. B.     Triebfahrzeuge    mit     zwei     voneinander unabhängigen Bremseinrichtungen ver  sehen werden, von welchen eine von Hand betätigbar  sein muss. Letztere bietet eine Anzahl von Problemen,  die bisher nicht befriedigend gelöst werden konnten.  Die mechanische     Übertragung    der Bremskraft vom  Handrad zu den Bremsklötzen verursacht schwierige  Konstruktionsprobleme, weil das entsprechende Ge  stänge im Wagenkasten zu in bezug auf ihn beweg  lichen Drehgestellen geführt werden muss. Diese He  bel und Stangen binden ferner eine unerwünschte  Lärmquelle.

   Unter Umständen können sogar die ge  setzlichen Vorschriften über die Anzahl der ab  zubremsenden Achsen nicht     vollumfänglich        erfüllt     werden. Diese Schwierigkeiten können nicht ohne  weiteres durch die Verwendung einer     hydraulischen     Steuerung beseitigt werden. Mittels der Handbrems  einrichtung muss nämlich ein Wagen beliebig lange  Zeit im Stillstand festgehalten werden     können,    auch  auf einem Gefälle. Für solche Fälle eignen sich die  bisher bekannten hydraulischen Handbremseinrich  tungen nicht, weil die kleinsten Ölverluste im Laufe  der Zeit einen Druckabfall verursachen, wodurch die  Bremskraft abnimmt.

   Ein im     Gefälle    festgehaltenes  Fahrzeug könnte dann zu schweren Unfällen Anlass  geben.  



  Die erfindungsgemässe hydraulische Handbrems  einrichtung erlaubt diese Nachteile dadurch zu be  heben, dass das Gestänge der Bremsklötze einerseits  an einem beim Bremsen festen     Punkt    und anderseits  an dem Ende einer mit einer Verzahnung versehenen    Kolbenstange befestigt ist, welche Kolbenstange an  einem in einem hydraulischen     Bremszylinder    ver  schiebbar angeordneten Kolben angebracht ist und  mit einer     Klinke    in mechanischer Wirkungsverbin  dung steht, wobei die Druckmittelzufuhr zum hy  draulischen Bremszylinder vom Handbetätigungs  organ der Bremseinrichtung aus gesteuert wird, das  Ganze derart, dass die angezogene Bremseinrichtung  durch die     Klinke    mechanisch verriegelt bleibt.

   Da  durch     entfallen    die üblichen     Bremsgestänge    gänzlich.  



  Bei den meisten Schienenfahrzeugen sind Einrich  tungen vorgesehen, die die Abnützung der Brems  klötze oder -beläge durch Nachstellen des Brems  klotzspieles kompensieren. Dies     erfolgte    bisher me  chanisch.     Beim    Ersetzen der abgenützten     Klötze    müs  sen die Gestängesteller von Hand in die Ausgangs  lage zurückgebracht werden. Aus diesem Grund müs  sen diese Elemente leicht     zugänglich        sein,    damit die  ses Zurückstellen nicht allzusehr erschwert wird.  



  Die Erfindung     betrifft    auch eine Verwendung der  hydraulischen Handbremseinrichtung an einem mit  einer zweiten Bremseinrichtung versehenen Fahrzeug  als Gestängesteller und als Rückstellvorrichtung. Dies  wird     erfindungsgemäss    derart     verwirklicht,    dass der  Kolben eines hydraulischen     Steuerzylinders    der ersten  Bremseinrichtung vom Kolben der     zweiten    Brems  einrichtung um einen der Bremsklotzabnützung ent  sprechenden Betrag mitnehmbar ist, wodurch beim  Lösen dieser zweiten     Bremseinrichtung    die Kolben  stange der Handbremseinrichtung, deren Ende als  Festpunkt für das Bremsklotzgestänge bei Betätigung  der zweiten Bremseinrichtung     dient,

      um     :einen    dieser  Abnützung entsprechenden Betrag verstellt und wie  der durch die     genannte        Klinke    verriegelt     wird,    wo  bei Mittel vorgesehen sind, um bei     Entriegelung    der  Kolbenstange     eine    selbsttätige Rückstellung des       Bremsklotzgestänges    zu     gewährleisten.         In der     beiliegenden    Zeichnung     sind    drei Aus  führungsbeispiele des     Erfindungsgegenstandes    sche  matisch dargestellt.

   Es zeigen:  Fig. 1 eine Handbremseinrichtung im Ruhe  zustand,  Fig. 2 diese Handbremseinrichtung im angezo  genen Zustand,  Fig. 3 diese Handbremseinrichtung im gelösten  Zustand,  Fig. 4 eine Handbremseinrichtung als Gestänge  steller und  Fig. 5 eine weitere Variante.  



  In Fig. 1-3 bezeichnet 1 ein Fahrzeugrad, das  mittels zweier Bremsklötze 2, 3 gebremst wird. Diese  Bremsklötze 2, 3 sind je an einem     vertikalen    Lenker  4 bzw. 5 schwenkbar gelagert. Der     Lenker    4 ist an  einem Fixpunkt 6 angelenkt, wobei sein unteres Ende  mittels einer Stange 7 mit dem unteren Ende des Len  kers 5 verbunden ist. Das obere Ende des Lenkers  5 ist im Punkt 8 an dem freien Ende einer Kolben  stange 9 aasgelenkt.  



  Diese Kolbenstange 9 ist an einem im Bremszylin  der 10 verschiebbar angeordneten Kolben 11 befestigt.  Sie weist eine mit einer Klinke 12 zusammenwirkende  Verzahnung 13 auf. Diese     Klinke    12 .ist mit der Kol  benstange 14 eines in einem Verriegelungszylinder  15 verschiebbar angeordneten Kolbens 16 verbunden.  Der Kolben 16 könnte ebenfalls als Ringkolben aus  gebildet und koaxial zur Stange 9 angeordnet werden.  Man könnte auch     die    Verzahnung 13 als Gewinde  ausbilden, in welchem Falle     eine    zusätzliche Verstell  möglichkeit, z. B. bei Versagen des hydraulischen Sy  stems, gegeben ist.  



  Im     Bremszylinder    10 ist ein     ringförmiger    An  schlag 17 vorgesehen, gegen welchen sich     eine    Druck  feder 18     stützt,    deren anderes Ende an dem Kolben  11     anliegt.    Der Boden -des     Bremszylinders    10 ist von  einer Seite eines Körpers 19 gebildet.

   In     ,diesem    Kör  per 19 ist eine Bohrung als     Teil        eines    Raumes 20 vor  gesehen, der über ein Ventil 21 mit dem     Bremszylin-          der    10 verbunden ist.     Ferner    ist     in    der Bohrung ein  Steuerkolben 22 verschiebbar angeordnet, dessen  rechtes Ende (Fig. 1-3) in eine Kammer 23 des  Körpers 19     hineinragt    und mit     einer        diese    Kammer  23     unterteilenden    Membrane 24 starr verbunden ist.  An den Raum 20 ist ein Kanal 25 angeschlossen.

   Der  Steuerkolben 22 weist eine Öffnung 26 auf, die     sich     bei Verschiebung dieses     Kolbens    22 nach links mit  dem Kanal 25 deckt. Die Kammer 23 könnte aber  auch als Zylinderbohrung ausgebildet werden, in wel  chem Falle der rechte Endteil des     Steuerkolbens    22  einen entsprechend dimensionierten Kolbenkopf auf  weisen würde.  



  Der Kanal 25 ist an einer     Leitung    27 angeschlos  sen, die ihn mit einem Handbremszylinder 28 verbin  det. Die Leitung 27 weist einen Zweig 29 mit einem  Rückschlagventil 30 und einen Zweig 31 ohne Rück  schlagventil auf. Der Handbremszylinder 28 ist über  eine Leitung 32 mit dem     Ölsumpf    33 der Einrichtung  verbunden. Im Handbremszylinder 28 ist ein Kolben    34 verschiebbar angeordnet. Der Einfachheit der  Darstellung halber sind als Verstellmittel eine Spindel  35 und Kegelräder 36 dargestellt. In Wirklichkeit ist  die Verbindung der Spindel mit dem Kolben 34 voll  kommen dicht. Die Kegelräder 36 werden mittels einer  Achse 37 und eines Handrades 38 verdreht.  



  Das obere Ende des Handbremszylinders 28 ist  über eine Leitung 39 sowohl mit dem Verriegelungs  zylinder 15 als auch mit dem rechts von der Mem  brane 24 liegenden Teil der Kammer 23 verbunden.  Die Leitung 39 ist über ein überströmventil 40 mit  einer     Leitung    41 verbunden, die an der Leitung 32  angeschlossen ist. Eine     Ansaugleitung    42 verbindet  diese Leitung 41 über ein Rückschlagventil 43 direkt  mit dem oberen Ende des Handbremszylinders 28.  Der Bremszylinder 10 ist mit dem nicht dargestellten       Fahrgestell    starr verbunden.  



  Die dargestellte Bremseinrichtung     funktioniert    wie  folgt:  In der Darstellung der Fig. 1 sind alle Teile in  Ruhestellung. Um die Handbremseinrichtung anzuzie  hen, wird das Handrad 38 im Uhrzeigerdrehsinn ver  dreht, wodurch der Kolben 34 nach unten bewegt  wird (Fig.2). Das Öl im Zylinder 28 gelangt über  die Leitung 29, den Kanal 25, den Raum 20 und das  Ventil 21 in den Bremszylinder 10, wodurch der Kol  ben 11 und mit ihm die Kolbenstange 9 nach links  verstellt     werden.    Die Klinke 12 ist durch eine nicht  dargestellte Feder belastet, die bestrebt ist, diese  Klinke 12 im Gegenuhrzeigerdrehsinn zu     verschwen-          ken,    ,das heisst sie gegen die Stange 9 anzupressen.

   So  bald die Bremsklötze 2, 3 mit der notwendigen Kraft  an dem Rad 1 angepresst werden, wird die Kolben  stange 9 durch die Klinke 12 rein mechanisch ge  sichert. Die Bremskraft wird nun durch die elastische  Verformung der Lenker 4, 5 und der Stange 7 kon  stant gehalten. Während der     Abwärtsbewegung    des  Kolbens 34 wird in dem Handbremszylinder 28 über  die Leitungen 32, 42 und das Rückschlagventil 43  <B>Öl</B> angesogen. Bei grober Teilung der Verzahnung 13  ist es ohne weiteres möglich, dass beim Festziehen der       Bremseinrichtung    die     Klinke    12 nicht unmittelbar mit  der Verzahnung in Anschlag kommt.

   Ist die     Teilung     der Verzahnung 13 in bezug auf Längenänderungen  wegen der elastischen Verformung des genannten Ge  stänges     fein,    so ist die Verringerung der Bremskraft  bis zum Anschlagen der Klinke 12 mit einem Zahn  nur unbedeutend. Sollten diese Verformungen nun  sehr klein     sein,    so können in der Kolbenstange 9  nicht dargestellte federnde Mittel vorgesehen sein,  die ein Abnehmen der Bremskraft um höchstens     100/o     zulassen.  



  Um die Handbremseinrichtung zu lösen, wird  das Handrad 38 im     Gegenuhrzeigerdrehsinn    gedreht,  wodurch der Kolben 34     aufwärts    bewegt wird     (Fig.    3).  Das sich oberhalb von diesem Kolben 34 im Hand  bremszylinder 28 befindliche Öl gelangt über die Lei  tung 39 in den     Verriegelungszylinder    15 und in die  Kammer 23. Um im Zylinderraum unterhalb des Kol  bens 34 einen     Unterdruck    zu vermeiden, sind im Kol-      ben 34 Mittel vorgesehen, die ein Nachströmen des  Öles auf dem Ölsumpf 33 in diesem Teil des Zylin  derraumes gewährleisten.  



  Die Ölzufuhr in die Kammer 23 verursacht über  die Membrane 24 eine Verstellung des Steuerkolbens  22 nach links, wodurch das Öl aus dem Raum 20  über das Ventil 21 in den Bremszylinder 10 gelangt.  Die Klinke 12 wird durch die leichte Verstellung des  Kolbens 11 entlastet und kann somit vom Kolben 16  des Verriegelungszylinders 15 gehoben werden. Der  Steuerkolben 22 wird so weit nach links bewegt, bis  sich die Öffnung 26 mit dem Kanal 25 deckt. In die  ser Stellung wird das Ventil 21 mechanisch vom  Steuerkolben 22 in Öffnungsstellung gehalten.  



  Der Kolben 11 wird dann unter der Wirkung der  Druckfeder 18 nach rechts verstellt und das sich vor  ihm befindliche Öl wird über den Raum 20, die     öff-          nung    26, den Kanal 25 und die Leitung 27 in den  Zylinderraum unterhalb des Kolbens 34 zurückflie  ssen. Die Handbremseinrichtung wird dadurch kon  tinuierlich gelöst, da nur so viel<B>Öl</B> aus dem Brems  zylinder 10 zurückfliessen kann, als jeweils in -dem       Zylinder    28 aufgenommen werden     kann.    Diese Menge  ist praktisch proportional zur Verdrehung des Hand  rades 38.  



  Das überströmventil 40 steuert den Öldruck im  Zylinder 15 und in der Kammer 23 und leitet das Öl  aus dem oberen Teil des     Zylinders    28 über die Lei  tungen 41, 32 in den Ölsumpf 33 zurück. Alle Ven  tile werden zweckmässig derart eingestellt, dass im  Leitungssystem ein Überdruck von etwa 0,5 bis  0,8 kg'cm2 herrscht. Damit ist jeder Lufteintritt prak  tisch ausgeschlossen.  



  Die dargestellte Bremseinrichtung bietet durch  ihre Bauweise einen besonders wichtigen Vorteil. Da  sie mechanisch verriegelt ist, kann diese     Einrichtung     auch im Laufe der Zeit nicht     nachgeben.    Es wäre  aber denkbar, dass sich mit der Zeit doch Leckver  luste einstellen würden. Beispielsweise könnte Öl aus  dem Raum 20 entweichen. In diesem Fall kann aber  die Handbremseinrichtung nicht mehr gelöst werden,  wodurch die Bedienungsperson auf die     allfälligen    De  fektursache des hydraulischen Systems vor dem Lö  sen der Handbremseinrichtung aufmerksam gemacht  wird. Somit können keine Unfälle mehr, insbesondere  bei im Gefälle festgebremsten Wagen, entstehen.  



  Eine ähnliche Handbremseinrichtung kann auch  mit einer Servobremseinrichtung des Wagens kombi  niert und dabei als Gestängesteller verwendet werden.  



  In Fig. 4 ist eine solche Einrichtung schematisch  dargestellt. Dabei sind die Teile der Handbremsein  richtung, die unverändert geblieben sind, mit gleichen  Überweisungszahlen, jedoch mit dem Indiz a, ver  sehen.  



  Der Ölsumpf 33 ist über eine Leitung 44 mit dem  Kanal     25a    verbunden.     Eine    Abzweigung 45 verbin  det diese Leitung 44 mit dem Zylinder 46. In diesem  ist ein Kolben 47     verschiebbar        angeordnet,    der mittels  eines Hebels 48 betätigt werden kann. Das     Ganze     wirkt     demzufolge    als Pumpe, um Öl aus dem Öl-    sumpf 33 in eine mit einem Rückschlagventil 49 ver  sehene Leitung 50 zu pumpen. Die Leitung 50 ist  über     eine        Leitung    52     mit    dem Raum 20a verbunden.

    Eine Leitung 51 verbindet den Verriegelungszylinder  15a und die Kammer 23a mit einer zentral gesteuer  ten Druekmittelquelle.  



  Die Servobremseinrichtung weist einen Zylinder  53 auf, der mit Druckluft beaufschlagt wird. In die  sem Zylinder 53 ist     ein    Kolben 54 verschiebbar an  geordnet, dessen Kolbenstange 55     mit    dem Lenker  4a verbunden ist.     Im        Zylinder    53     ist    ferner eine  Rückstellfeder 56 vorgesehen, die sich gegen die Zy  linderwandung und gegen den Kolben 53 stützt.  



  Im     Zylinder    53 ist ein zweiter     Zylinder    57 ko  axial angeordnet, in welchem ein Steuerkolben 58 der  hydraulischen Handbremseinrichtung verschiebbar       angeordnet    ist. Der Zylinder 57 ist über eine Leitung  59     mit    dem Ölsumpf 33 verbunden, in welcher ein  Rückschlagventil 60 vorgesehen ist. Ferner ist der  Zylinder 57 an die Leitung 50 angeschlossen. Auf  der diesen Zylinder 57 und der Kolben 58 durchset  zenden Kolbenstange 55 ist ein festmontierter Bund  61 vorgesehen, der den Kolben 58 nach Zurücklegung  einer -dem Bremsklotzspiel SK entsprechenden Strecke       mitnimmt.        Schliesslich    ist auch im Zylinder 57 eine  Rückstellfeder 62 vorgesehen.  



  Die     dargestellte    Einrichtung     funktioniert    wie folgt:       Wird    der Kolben 54 des am     Fahrgestell    befestig  ten Zylinders 53 mit Druckluft beaufschlagt, so ver  schiebt er sich nach rechts. Nach Zurücklegung der  dem Bremsklotzspiel SK entsprechenden Strecke wird  der Kolben 58 vom Bund 61     mitgenommen.    Diese  Bewegung des Kolbens 58 entspricht dem durch die  Bremsklotzabnützung bedingten Weg. Durch diese  Bewegung des Kolbens 58 wird aber aus dem     Öl-          sumpf    33 Öl über die Leitung 59 in den Zylinder 57  angesogen.

   Beim Abstellen der Druckluft bewegt sich  der Kolben 54 unter der Wirkung der Feder 56 nach       links,    wodurch der Kolben 58     ebenfalls    mitgenommen  wird. Die Feder 62 verschiebt     ebenfalls    den Kolben  58 nach     links.    Dadurch wird das Öl :im Zylinder 57,  das wegen dem Rückschlagventil 60 nicht mehr in  den Ölsumpf 33 zurückfliessen kann, in die Leitung  50 gedrückt.  



  In der Handbremseinrichtung fliesst das Öl über  die Leitung 52, den Raum 20a und das Ventil 21a  in den Zylinder 10a, wodurch der Kolben     lla    nach  links verstellt wird: Die Klinke 12a sichert die Kol  benstange 9a am Ende der Zustellbewegung. Dabei  bleibt aber das     Bremsklotzspiel    SK erhalten. Die  Grösse des eingestellten     Bremsklotzspiels    richtet sich  nach der Teilung der Verzahnung 13a. Sie kann der  art gewählt sein, dass der Stufensprung in zulässigen       Grenzen    bleibt.  



  Die     Handbremseinrichtung    dient aber nicht nur  als     Gestängesteller,    sondern auch noch als Rückstell  vorrichtung für den Fall,     in    welchem     die    Bremsklötze  ausgewechselt werden müssen. In diesem Falle muss  die selbsttätige Verschiebung des     Punktes    8a mög  lichst rasch     erfolgen.         Der Zylinder 15a und die Kammer 23a werden  zu diesem Zweck über die Leitung 51 mit der ge  nannten, nicht dargestellten Druckmittelquelle ver  bunden, wodurch die     Klinke    12a angehoben wird.

    Durch die Bewegung des Steuerkolbens 22a nach       links    wird zunächst die Leitung 52 zugesperrt, wor  auf der Raum 20a über die Öffnung 26a mit dem  Kanal     25a    verbunden wird. Die     Druckfeder    18a ver  schiebt den Kolben     11n.    und mit     ihm    den Punkt 8a  nach rechts. Das Öl aus dem Zylinder 10a fliesst über  das     Ventil    21a, den Raum<I>20a,</I> die Öffnung 26a, den  Kanal 25a und die Leitung 44 in den Ölsumpf 33 zu  rück. Die neuen Bremsklötze können nun eingesetzt  werden. Dieser Vorgang     kann    gleichzeitig an meh  reren Gestängestellern eingeleitet werden, und zwar  kann diese Rückstellung von einer zentralen Stelle aus  geschehen.

    



  Die Handbremseinrichtung kann aber natürlich  trotz ihrer Funktion als Gestängesteller und als Rück  stellvorrichtung auch in diesem Falle zur Bremsung  dienen, und zwar unabhängig von der     Servobrems-          einrichtung.    Es genügt hierzu, den Hebel 48 zu be  tätigen, wodurch Öl unter Druck über die Leitungen 50  und 52 in den Zylinder 10a gelangt. In     diesem    Falle  dient der Punkt 6a, wie in bezug auf Fig. 1-3 be  schrieben, als Fixpunkt. Es sind ferner Mittel vor  gesehen, um gleichzeitig     mit    der Betätigung des He  bels 48 eine     vollständige        Entlüftung    des     Zylinders    53  zu gewährleisten.

   Der Kolben 54     stützt    sich somit un  mittelbar gegen die Wand dieses Zylinders 53. Im  Falle einer Bremsung durch die     Servobremseinrich-          tung    ist der Punkt 6a beweglich und der Punkt 8a  fest.  



  Die     Dimension    des Raumes 20 in Längsrichtung  ist grösser als der Hub des Steuerkolbens 22 gewählt.  Wenn also unbedeutende Leckverluste zu verzeich  nen sind, so werden diese beim     Anziehen    der Brems  einrichtung ohne weiteres     aufgenommen    werden kön  nen, weil die zugeführte Ölmenge     hierfür    genügt.  Zum Lösen der Bremseinrichtung wird aber der  Steuerkolben 22 nur sehr wenig verstellt, um durch  die     entsprechende    Verstellung der Stange 9 die     Klinke     12 zu entlasten, die dann vom Kolben 16 verschwenkt  wird. Sind Leckverluste vorhanden, so wird die kleine       Verstellung    des Steuerkolbens 22 dazu nicht ge  nügen.

   Durch die     Unmöglichkeit        die        Bremseinrich-          tung    zu lösen, wird die Bedienungsperson vor dem  Lösen auf den Defekt aufmerksam gemacht.  



  In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dar  gestellt, bei welchem der steuernde Teil 63 der Hand  bremseinrichtung und der Druckluftzylinder als eine       bauliche        Einheit        zusammengestellt    sind. Dieser Teil  63 ist über biegsame Schläuche 64, 65     mit    Druckmit  tel, z. B. Öl, gespiesen. Der ganze Teil 63 ist im  Druckluftzylinder 66 der Servobremseinrichtung mit  tels     Bolzen    67, 68 schwenkbar gelagert. Der Kolben  69 des Druckluftzylinders 66 weist entsprechende       Sehlitze    70 auf. Am rechten Ende dieses Kolbens 69  ist eine Abdichtung 71 vorgesehen. Der Druckluft  zylinder 66 ist über eine Leitung 72 gespiesen.

   Der    Vorderteil 73 des Kolbens 69 ist an dem Lenker 74  des Bremsklotzes 75 angehängt. In diesen Vorderteil  73 greift das Ende der verstellbaren Kolbenstange 76  (entsprechend der Stange 9 in Fig. 1-3), so dass der  Lenker 74 wechselweise von der Druckluftbremsein  richtung oder von der Handbremseinrichtung betätigt  werden kann. Das Ganze ist in an sich     bekannter     Weise über Laschen 77, 78 am Wagenkasten 79 an  gebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Hydraulische Handbremseinrichtung an Fahr zeugen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestänge der Bremsklötze einerseits an einem festen Punkt (6) und anderseits an dem Ende einer mit einer Verzah nung versehenen Kolbenstange befestigt ist, welche Kolbenstange an einem in einem hydraulischen Brems zylinder verschiebbar angeordneten Kolben an gebracht ist und mit einer Klinke in mechanischer Wirkungsverbindung steht, wobei die Druckmittel zufuhr zum hydraulischen Bremszylinder vom Hand betätigungsorgan der Bremseinrichtung aus gesteuert wird, das Ganze derart, dass die angezogene Brems einrichtung durch die Klinke mechanisch verriegelt bleibt.
    II. Verwendung der hydraulischen Handbrems einrichtung nach Patentanspruch I an einem mit einer zweiten Bremseinrichtung versehenen Fahrzeug als Gestängesteller und als Rückstellvorrichtung, da durch gekennzeichnet, dass der Kolben (58) eines hy draulischen Steuerzylinders (57) der ersten Brems einrichtung vom Kolben (54) der zweiten Bremsein richtung um einen der Bremsklotzabnützung entspre chenden Betrag mitnehmbar ist, wodurch beim Lö sen dieser zweiten Bremseinrichtung die Kolben stange (9a) der Handbremseinrichtung, deren Ende als Festpunkt (8a) für das Bremsklotzgestänge (4a, <I>5a, 7a)</I> bei Betätigung der zweiten Bremseinrichtung dient, um einen dieser Abnützung entsprechenden Be trag verstellt und wieder durch die genannte Klinke (12a) verriegelt wird,
    wobei Mittel vorgesehen sind, um bei Entriegelung der Kolbenstange (9a) eine selbsttätige Rückstellung des Bremsklotzgestänges <I>(4a, 5a, 7a)</I> zu gewährleisten. UNTERANSPRÜCHE 1. Hand'bremseinrichtung nach Patentanspruch I, mit einem Handrad als Betätigungsorgan, da durch gekennzeichnet, dass bei Umkehrung des Drehsinnes des Handrades (38) zunächst die Klinke (12) entriegelt wird, worauf die Kolbenstange (9) und mit ihr die Bremsklötze (2, 3) stufenlos in Funktion der Verdrehung des Handrades (38) zurückgestellt werden.
    2. Handbremseinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Handrad (38) über mechanische Übertragungsmittel (35-37) einen in einem als Pumpe für das Druckmittel dienenden Zy linder (28) verschiebbar angeordneten Kolben (34) verstellt, durch welchen auch der die Kolbenstange (9) tragende Kolben (11) verstellt wird. 3. Handbremseinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinke (12) vom Kolben (16) eines hydraulischen Entriegelungszylin- ders (15) betätigbar ist. 4.
    Handbremseinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Lösen der Hand bremseinrichtung ein Steuerkolben (22) vorgesehen ist, der beim Zurückdrehen des Handrades (38) mit Druckmittel beaufschlagt wird und dadurch den Bremszylinder (10) mit dem Auslass verbindet. 5. Handbremseinrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (16) des Entriegelungszylinders (15) gleichzeitig mit dem Steuerkolben (22) be- und entlastet wird, so dass die Kolbenstange (9) beim Lösen der Handbremseinrich tung die Klinke (12) entlastet und somit auch me chanisch entriegelt wird. 6.
    Handbremseinrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (16) im Bremszylinder (10) durch eine Druckfeder (18) be lastet ist, die bestrebt ist, ihn entgegen dem Brems druck zu verstellen. 7. Handbremseinrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremszylinder (10) mit einem Raum (20) verbunden ist, in welchen die Zufuhrleitung (27) für das Druckmittel mündet und dessen axiale Abmessung grösser als der Hub des Steuerkolbens (22) ist. B.
    Handbremseinrichtung nach Patentanspruch I, an einem Fahrzeug mit einer zweiten, durch ein Druckmittel betätigten Bremseinrichtung, dadurch ge kennzeichnet, dass der steuernde Teil (63) der Hand bremseinrichtung als bauliche Einheit innerhalb des Zylinders (66) der zweiten Bremseinrichtung an geordnet ist, derart, dass die Lenker (74) der Brems klötze (75) wahlweise durch die eine oder durch die andere Bremseinrichtung betätigbar sind.
    9. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Mittel aus einer den Kolben (11a) entgegen dem Bremsdruck belasten den Druckfeder (18a) und einem Steuerkolben (22a) bestehen, welch letzterer bei Entriegelung der Kol benstange (9a) den Bremszylinder (10a) mit dem Ab lauf verbindet.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010053009A1 (de) * 2010-12-02 2012-06-06 Jürgen Lauhoff Betätigungsvorrichtung für eine Bremszange und Bremsanlage
DE102021102607A1 (de) 2021-02-04 2022-08-04 Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft Bremsenvorrichtung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Neigefahrzeug

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