CH359784A - Elektrolytkondensator - Google Patents
ElektrolytkondensatorInfo
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Description
Elektrolytkondensator In den sogenannten Trockenelektrolytkondensato ren, in denen Aluminiumelektroden in Form von zu Bändern zugeschnittenen Aluminiumfolien verwen det werden, sind diese bei den bisher bekannt gewor denen Fabrikaten mit saugfähigem Papier als Ab standhalter zwischen den Elektroden zu zylindrischen oder flachen Wickeln verarbeitet.
Dieses saugfähige Papier zwischen den Elektroden hat dabei nicht nur den Zweck, die Elektroden mechanisch und elektrisch voneinander zu trennen und dadurch Kurzschlüsse zwischen den Elektroden zu verhindern, sondern es soll durch seine Saugfähigkeit geeignet sein, eine ge nügende Menge des Tränkelektrolyten, der meistens aus Gemischen von Äthylenglykol, Borsäure, Wasser und Ammoniumboraten besteht,
aufnehmen zu kön nen und festzuhalten. Es werden daher Papiere ver wendet, welche zwischen den Zellulosefasern so viele Hohlräume aufweisen, die sich mit Elektrolyt zu fül len vermögen, dass die scheinbare Dichte solcher Pa piere, das heisst ihr Gewicht je Volumeneinheit, bei den handelsüblichen Qualitäten verhältnismässig sehr niedrig ist und beispielsweise vom Wert 0,3 sein kann. Die zwischen den Elektroden vorhandene Menge des Elektrolyten ist insofern von Bedeutung, als dieser nicht nur als Kathode im Kondensator wirkt,
sondern die durch mechanische Verletzung, durch Verunrei nigungen oder durch Schichtabbau beschädigte di- elektrische Oxydschicht der Elektroden unter Strom einfluss wieder regeneriert, wobei der Elektrolyt be sonders nach längerer stromloser Lagerung oder durch die beim Betrieb bei höheren Temperaturen merklichen sogenannten Restströme eine Elektrolyse erleidet, wobei sein an sich meist kleiner Wasser gehalt durch dessen Aufspaltung in Wasserstoff und Sauerstoff noch abnimmt.
Dies hat ein Abnehmen der Leitfähigkeit des Elektrolyten und dadurch eine Erhöhung des Verlustfaktors des Kondensators und in der Regel auch eine Kapazitätsverminderung zur Folge, was sich besonders stark bei kleinen Elektro- lytmengen zwischen den Elektroden auswirken kann. Um diesen Erscheinungen entgegenzuwirken, hat man daher versucht, die Saugfähigkeit des Papiers zu stei gern, was beispielsweise durch Bleichen mit Chlor oder Chlorverbindungen geschehen kann.
Durch eine solche Behandlung wird die Faser aufgespalten, und ,es entsteht so ein Gebilde von grosser Oberfläche, das den Tränkelektrolyten durch Absorptionskräfte fest zu binden vermag und dadurch seine Verdunstung wesentlich verlangsamt und damit den Elektrolytkon densator vor dem Austrocknen schützt.
Ein nach die sen Gesichtspunkten ausgebildeter Elektrolytkonden- satorwickel hat jedoch den Nachteil, dass das Papier bei gegebenen Elektrodendirnensionen einen wesentli chen Teil des Wickelvolumens beansprucht, so dass der Kondensatorwickel verhältnismässig gross ausfällt, während anderseits die Entwicklung der Geräte, in denen solche Kondensatoren verwendet werden, da hingeht, diese Geräte möglichst klein zu gestalten, was bedingt, dass auch -die elektrischen Bauelemente der Geräte möglichst klein sind.
Demgegenüber zeichnet sich der erfindungs- gemässe Elektrolytkondensator mit Aluminiumelek- troden dadurch aus, dass die Elektroden lediglich durch einen Abstandhalter aus praktisch nichtsaug fähigem, jedoch porösem, berstfestem, ungebleichtem, maschinenglattem Kraftpapier voneinander getrennt sind.
Es ist gefunden worden, dass sieh als Abstandhal ter das handelsübliche sogenannte Kraftpapier eignet, das gegenüber den bisher üblichen Papieren für Elek trolytkondensatoren eine bedeutend höhere Berst- festigkeit bei gleicher Dicke, eine höhere scheinbare Dichte (beispielsweise 0,6 bis 0,8), einen geringeren Gehalt an schädlichen Ionen (wie Cl' und S04") auf weist, nicht gebleicht ist und praktisch keine Sau- fähigkeit besitzt.
Diese Eigenschaften ermöglichen die Herstellung von bei gegebener elektrischer Dimensionierung eines Elektrolytkondensators mit Aluminiumelektroden bedeutend kleineren Wickeln. Einmal kann das Pa pier dank der hohen Berstfestigkeit wenigstens bis zu dreimal dünner gewählt werden. als bei den bisher verwendeten saugfähigen Papieren, wodurch in einem gegebenen Wickelvolumen grössere Anodenflächen untergebracht und damit grössere Kapazitäten er reicht werden können.
Gleichzeitig bietet die grössere Berstfestigkeit auch Gewähr dafür, dass die scharfen Kanten der Elektroden nicht zu einem Durchstossen des Papieres und den damit möglichen Kurzschlüssen zwischen den Elektroden führen. Da ferner die scheinbare Dichte sehr wesentlich grösser als bei den bisherigen Papieren ist, ist trotz der geringen Dicke eine gute Durchschlagsicherheit gewährleistet, und ferner gewährleistet der geringe Gehalt an schädli chen Ionen eine bessere Qualität und eine längere Lebensdauer des Elektrolytkondensators.
Es hat sich auch gezeigt, dass, obschon das Papier praktisch keine Saugfähigkeit aufweist und seine Fasern nur wenig unterteilt sind, ein solcher Abstandträger in seinen Poren durchaus genügend Elektrolyt aufnimmt, um auch bei verhältnismässig hohen Betriebstemperaturen eine lange Lebensdauer zu gewährleisten.
Bei einem Ausführungsbeispiel eines Elektrolyt- kondensators nach vorliegender Erfindung zeigte sich im Vergleich zu einem in bezug auf die Betriebsspan nung und die Kapazität gleich grossen Elektrolytkon densator bekannter Bauart das Folgende:
EMI0002.0024
Länge <SEP> Durchmesser <SEP> Volumen
<tb> Alte <SEP> Bauart <SEP> 33 <SEP> mm <SEP> 8,5 <SEP> mm <SEP> 1,871 <SEP> cm3 <SEP> 100
<tb> Neue <SEP> Bauart <SEP> 20 <SEP> mm <SEP> 7,5 <SEP> mm <SEP> 0,884 <SEP> cm3 <SEP> 47,2 Wie ersichtlich ist, lassen sich bei Verwendung von Abstandhaltern aus nichtsaugfähigem, jedoch po rösem Kraftpapier- ohne Gefährdung der Betriebs sicherheit für gegebene Betriebsspannungen und Ka pazitäten Elektrolytkondensatoren mit Aluminium elektroden herstellen, die mehr als die Hälfte weniger Raum benötigen als nach den bekannten Bauarten.
Es ist gefunden worden, dass es bei der Verwen dung eines Abstandhalters von der beschriebenen Art möglich ist, für Spannung bis zu ungefähr 200 V Dik- ken des Abstandhalters von weniger als<I>25</I> y zwi schen den Elektroden zu wählen und für Spannungen über 200 V solche von weniger als 50 p.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Elektrolytkondensator mit Aluminiumelektroden, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden ledig lich durch einen Abstandhalter aus praktisch nicht- saugfähigem, jedoch porösem, berstfestem, un- gebleichtem, maschinenglattem Kraftpapier voneinan der getrennt sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Elektrolytkondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Abstand halters, bezogen auf die Nennspannung des Konden- sators, kleiner als 25 /'. für Spannungen bis 200 V und kleiner als 50 y. für Spannungen über 200 V .ist. 2. Elektrolytkondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftpapier mit einer scheinbaren Dichte von mindestens 0,6 als Ab- standhalter verwendet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH359784T | 1957-10-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH359784A true CH359784A (de) | 1962-01-31 |
Family
ID=4512378
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH359784D CH359784A (de) | 1957-10-12 | 1957-10-12 | Elektrolytkondensator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH359784A (de) |
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1957
- 1957-10-12 CH CH359784D patent/CH359784A/de unknown
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