CH359793A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gittern für elektrische Entladungsröhren, und nach diesem Verfahren hergestelltes Gitter - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gittern für elektrische Entladungsröhren, und nach diesem Verfahren hergestelltes GitterInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Gittern für elektrische Entladungsröhren, und nach diesem Verfahren hergestelltes Gitter Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung von Gittern für elektrische Entladungsröhren durch Aufwickeln eines Drahtes auf Gitterstäbe, wobei jeweils ein Gitter gewickelt, der Draht abgebrochen oder auf andere Weise abgetrennt und nach einer axialen Verschiebung der Gitterstäbe das nächste Gitter gewickelt wird.
Die Erfindung betrifft weiter eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens, welche mit einer Einrichtung für die Zufuhr von Gitterstäben, mit einem Wickelkopf zum Aufwickeln von Draht auf diese Stäbe und zum periodischen Abtrennen und Wiederaufwickeln des Drahtes auf die Stäbe ein gerichtet sowie mit einer Zange versehen ist, um die Gitterstäbe in axialem Sinne zu bewegen.
Ein solches Verfahren ist bekannt (britische Pa tentschrift Nr.743828).
Es ist nunmehr festgestellt worden, dass dieses Verfahren die Möglichkeit bietet, auf eine baulich einfach ausführbare Weise noch weitere wichtige Bearbeitungen auf einer und derselben Maschine auszuführen, derart, dass eine vollautomatische Maschine zur Herstellung von Fertigprodukten entsteht.
Das Verfahren der Erfindung ist dadurch ge kennzeichnet, dass nach dem Wickeln eines Gitters mittels einer Schrittzange, die den Stab greift und in axialem Sinne derart verstellt, dass mit dem erwünschten Schritt (den erwünschten Schritten) ge wickelt wird, eine zweite Zange zur Zusammen wirkung mit der noch einen Augenblick geschlossen bleibenden erstgenannten Zange und mit den Gitter stäben gebracht wird, derart, dass diese zwischen den beiden Zangen gestreckt werden, wonach die erstgenannte (Schritt)-Zange geöffnet, in axialem Sinne der Gitterstäbe für den nächsten Wickel- vorgang zurückbewegt und die zweite Zange (Streckzange) geöffnet wird, um die Gitterstäbe mitsamt den Gittern zu Weiterverarbeitstellen durchzulassen.
Die Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass neben der erst genannten Zange (Schrittzange) auf der von dem Wickelkopf abgewandten Seite dieser Zange eine zweite Zange (Streckzange) angeordnet ist, und die zwei Zangen mit einem derartigen Zusammen spiel bewegbar sind, dass die Stäbe zwischen den beiden Zangen gestreckt werden können.
Weiter ist Gegenstand der Erfindung ein nach dem erwähnten Verfahren hergestelltes Gitter für elektrische Entladungsröhren. An Hand einer sche matischen Zeichnung eines Ausführungsbeispieles der Gitterwickelmaschine nach der Erfindung wird letztere näher erläutert.
Fig.1 ist eine Übersicht der Hauptteile der Maschine in Draufsicht.
Fig. 2 ist eine vergrösserte Ansicht eines Teiles von Fig. 1.
Die Fig.3 und 4 veranschaulichen das Ab schneiden.
Fig. 5 veranschaulicht die Formgebung des Gitters.
Im Triebwerkkasten 1 ist ein Wickelkopf 2 dreh bar um eine Führung für Gitterstäbe 3 und 4 ge lagert, die von der Haspel 5 abgezogen werden und übereinanderliegen, wie in Fig. 3 dargestellt ist.
Die Konstruktion des Wickelkopfes 2 ist an sich bekannt (britische Patentschrift Nr. 743828). Er bewirkt, dass um die Gitterstäbe Windungen des vom Kopfe zugeführten dünnen Drahtes geschlagen werden, zweckmässig in Einschnitten der Stäbe, die später zugetrieben werden, um den Draht an den Stäben zu befestigen. Auf ebenfalls bekannte Weise wird jeweils die für ein Gitter erforderliche Anzahl Windungen angeordnet, wonach der Draht abge brochen oder auf andere Weise abgetrennt wird und in einem Abstand von der angeordneten An zahl Windungen zur Herstellung des nächsten Git ters der Draht wieder auf die Gitterstäbe aufge wickelt wird.
Aus dem Triebwerkkasten 1 ragt eine Spindel 6 hervor, auf der eine Nockenscheibe 7 sitzt, die durch Vermittlung einer Rolle 8 und eines Armes 9 einen Schlitten 10 steuert, an dem eine Zange 11 mit Backen 11a und 11b angeordnet ist, die peri odisch geöffnet und geschlossen werden kann. Diese Zange 11 wird als die Schrittzange bezeichnet. Sie greift die Stäbe 3, 4 und teilt ihnen von der Be wegung des Schlittens 10 und der Nocke 7 eine solche Längsbewegung mit, dass die Drahtwindun gen den erforderlichen konstanten oder veränder lichen Schritt erhalten. Der Schlitten 10 ist in einer Führung 12 verschiebbar und kann an einen An schlag 13 anstossen.
In der Führung 12 ist ein weiterer Schlitten 14 verschiebbar, der eine Zange 15 mit Backen 15a und 15b trägt, die ebenfalls die Stäbe 3 und 4 zu greifen vermögen. Diese Zange 15 ist als die Streck zange bezeichnet.
Der Schlitten 14 ist vom Arm 16 entgegen der Wirkung der Feder 17 bewegbar. Der Arm 16 stösst gegen einen Anschlag 18.
In der Bahn der Stäbe 3 und 4 mit dem auf diese aufgewundenen Draht befindet sich nahe bei dem Wickelkopf 2 eine nicht dargestellte, bekannte Vorrichtung zum Abtrennen von Drahtenden, die nach der Festheftung an den Stäben und nachdem der Draht abgebrochen worden ist, die Stäbe über ragen.
Weiter befindet sich in dieser Bahn zwischen. der Streckzange und der Schrittzange eine Vorrich tung, um zeitweise Strom durch die Stäbe hindurch zuführen, wodurch diese Stäbe mitsamt dem auf gewickelten Draht erhitzt werden. Nach der Zange 15 ist in der Bahn der Gitterstäbe eine Kammer 19 angeordnet, die mit einer Zuleitung für ein reduzie rendes Gas, z. B. Mischgas, ausgestattet ist. Durch diese Kammer werden die Stäbe 3 und 4 mit den Windungen hindurchgeführt, wobei während der Erhitzung zum Warmstrecken entstandene oxydierte Stellen einer Reduktion unterzogen werden.
Aus der Kammer 19 werden die Stäbe 3 und 4 und der auf diese aufgewickelte Draht links in Fig. 1 einem Halter 20 zugeführt, in den sich Formteile 21, 22, 23, 24 (siehe auch die Fig. 2 und 5) be finden, die dem Gitter die gewünschte Form zu geben vermögen (Fig. 5). Dies erfolgt unter Zusam menwirkung mit einem Dorn 25, der in Längs richtung bewegbar ist, wie beim Halter 39 an- gedeutet, mit dem z. B. mit einer Zahnstange 41 am Halter 39 zusammenarbeitenden Zahnrad 40 und mit dem von der Welle 42 angetriebenen Zahnsektor 43.
Der Halter 20 dreht sich um die Formteile 21, 22, 23, 24 herum und steuert diese mit Nocken 31, 32, 35 und 36 entgegen der Wirkung der Federn 33, 34 (Fig.2). Zwischen dem Halter 20 und der Kammer 19 sind Messer 44 und 45 angeordnet (Fig. 1, 3 und 4), welche die Gitterstäbe 3 und 4 jeweils zwischen zwei benachbarten Reihen von Drahtwicklungen 46 und 47 abtrennen. Die Stäbe 3 und 4 werden dabei auf dem Dorn 25 geführt und in den Formteilen 21, 22 (Fig.3) zentriert.
Die Messer 44 und 45 können derart ausge bildet und angeordnet sein, dass die Abschneide stellen der Stäbe in Längsrichtung etwas versetzt zu liegen kommen, was für manche Anwendungen von Gittern erwünscht ist.
Der Dorn 25 arbeitet mit einem Abstreifteil 37 zusammen. Eine Abfuhrrinne für von der Maschine gelieferte Gitter ist mit 38 bezeichnet.
Die Wirkungsweise ist folgende: Zu Beginn des Wickelns eines Gitters steht der Schlitten 10 in der Lage nach Fig. 1. Die Zange 11 ist geschlossen und bewegt sich mit dem Schlitten 10 nach links in Fig. 1 nach einer vorher bestimm ten Schrittvorschrift. Die Zange 15 ist geöffnet. Nachdem die für ein Gitter erforderliche Anzahl Windungen verlegt worden ist, stösst der Schlitten 10 gegen den Anschlag 13 oder gelangt in seine unmittelbare Nähe. Die Zange 11 bleibt noch einen Augenblick geschlossen und zugleich schliesst sich die Zange 15. Diese Zange 15 wird dann mitsamt dem Schlitten 14 nach links in Fig. 1 ver stellt.
Die Gitterstäbe werden dann zwischen den Zangen 11 und 15 gestreckt, wobei der Schlitten 10 am Anschlag 13 anliegt.
Die Zange 11 öffnet sich und der Schlitten 10 bewegt sich schnell nach rechts, wonach die Zange 11 geschlossen und die Zange 15 geöffnet wird. Der Schlitten 14 wird dann von der Feder 17 gegen den Anschlag 18 gezogen.
Die Gitterstäbe 3 und 4 bewegen sich durch die Kammer 19 hindurch und werden dann abgel- schnitten, so dass einzelne Gitter gebildet werden.
Jedes Gitter wird gewellt (Fig. 5), anschliessend vom Abstreichteil 37 von dem Dorn 25 entfernt und in die Rinne oder den Behälter 38 abgeführt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Gittern für elektrische Entladungsröhren durch Aufwickeln eines Drahtes auf Gitterstäbe, wobei jeweils ein Gitter gewickelt, der Draht abgebrochen oder sonstwie abgetrennt und nach einer axialen Ver schiebung der Gitterstäbe das nächste Gitter ge wickelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Wickeln eines Gitters mittels einer Schrittzange, die den Stab greift und in axialem Sinne derart verstellt, dass mit dem erwünschten Schritt (den erwünschten Schritten) gewickelt wird, eine zweite Zange zur Zusammenwirkung mit der noch einen Augenblick gesclhlossen bleibenden erstgenannten;Zange und mit den Gitterstäben gebracht wird, derart, dass diese zwischen den beiden Zangen gestreckt werden, wonach die erstgenannte (Schritt)- Zange geöffnet, in axialem Sinne der Gitterstäbe für den nächsten Wickelvorgang zurückbewegt und die zweite Zange (Streckzange) geöffnet wird, um die Gitterstäbe mitsamt den Gittern zu Weiter verarbeitungsstellen durchzulassen.II. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Patentanspruch I, welche mit einer Einrich tung für die Zufuhr von Gitterstäben, mit einem Wickelkopf zum Aufwickeln von Draht auf diese Stäbe und zum periodischen Abtrennen und Wieder aufwickeln des Drahtes auf die Stäbe eingerichtet sowie mit einer Zange versehen ist, um die Gitter stäbe in axialem Sinne zu bewegen, dadurch ge kennzeichnet, dass neben der erstgenannten Zange (Schrittzange) auf der von dem Wickelkopf abge wandten Seite dieser Zange eine zweite Zange (Streckzange) angeordnet ist, und die zwei Zangen mit einem derartigen Zusammenspiel bewegbar sind, dass die Stäbe zwischen den beiden Zangen ge streckt werden können.III. Gemäss dem Verfahren nach Patentanspruch I hergestelltes Gitter für elektrische Entladungs röhren. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Passieren der Streck zange die Gitterstäbe periodisch abgeschnitten wer den zur Bildung von einzelnen Gittern, die zeitweise auf einem Dorn gehaltert werden, der mit Teilen zur Verformung des Gitters zusammenarbeitet, wo bei der Dorn axial bewegbar ist, derart, dass das deformierte Gitter abgestreift und abgeführt werden kann. 2.Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstäbe mitsamt dem aufgewickelten Draht beim Strecken erwärmt und zwischen der Streckzange und den Schneideteilen durch eine Kammer hindurchgeführt werden, der ein reduzierendes Gas zugeführt wird. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Abfuhrseite der Streck zange Teile zum Abschneiden der Stäbe sowie ein axial bewegbarer Dorn angeordnet sind, der mit Teilen zur Verformung des Gitters und mit einem Teil zum Entfernen der Gitter von dem Dorn zusammenarbeitet. 4.Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schritt- und der Streckzange eine Einrichtung zum Erhitzen der Gitterstäbe vorhanden ist und zwischen der Streck zange und den Schneideteilen eine Kammer mit einer Zufuhr für reduzierendes Gas angeordnet ist, durch welche Kammer die Gitterstäbe mitsamt dem aufgewickelten Draht hindurchgeführt werden.
Applications Claiming Priority (1)
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| NL359793X | 1957-04-24 |
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1958
- 1958-04-22 CH CH359793D patent/CH359793A/de unknown
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