CH360045A - Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Blechstücken - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Blechstücken

Info

Publication number
CH360045A
CH360045A CH360045DA CH360045A CH 360045 A CH360045 A CH 360045A CH 360045D A CH360045D A CH 360045DA CH 360045 A CH360045 A CH 360045A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sheet metal
clamping
pliers
press
forces
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Zschokke Ag Conrad
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zschokke Ag Conrad filed Critical Zschokke Ag Conrad
Publication of CH360045A publication Critical patent/CH360045A/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D25/00Working sheet metal of limited length by stretching, e.g. for straightening
    • B21D25/02Working sheet metal of limited length by stretching, e.g. for straightening by pulling over a die

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description


  Verfahren und     Einrichtung    zum Biegen von     Blechstücken       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Biegen  von Blechstücken in die Form von Rinnen und eine  Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens sowie  ein gemäss dem Verfahren hergestelltes     rinnenförmi-          ges    Blechstück.  



  Es sind bereits Verfahren und Einrichtungen be  kannt, welche das Herstellen von     dünnwandigen    Pro  filen aus Blechen, z. B. durch Abkanten, Biegen,  Drücken und dergleichen gestatten. Obwohl im all  gemeinen recht gut verwendbar, können bekannte  Verfahren und     Einrichtungen    nicht in jedem Falle  vollkommen befriedigen, so z. B. dann nicht, wenn  Bleche aus hartem, verhältnismässig     elastischem    Ma  terial verarbeitet werden sollen. In aus solchen Ble  chen hergestellten Profilstücken werden nach der Ver  formung relativ grosse     Rückstellkräfte    frei, welche eine  bleibende Verformung in Frage stellen.

   Die Form  gebung soll zudem     vielfach    komplizierte Profile er  möglichen, welche je nach ihrer Art bekanntlich als  offen und als geschlossen bezeichnet werden können.  Bei der an und für sich mühsamen Herstellung sol  cher Profile treten die in     Zusammenhang    mit der  bleibenden Verformung erwähnten Schwierigkeiten  potenziert auf.  



  Ein besonderes Gebiet für die Verwendung sol  cher Profilstücke aus Blech ist der     Flugzeugbau,    wo  vornehmlich Bleche aus     Aluminiumlegierungen    ver  arbeitet werden. Bei der bleibenden Verformung die  ser     bekanntlich    harten Bleche zu den im Flugzeug  bau verwendeten Profilen muss vielfach noch der be  sondere Umstand berücksichtigt werden, dass die       Querschnittsfläche    von einem Ende des Profilstückes  zum anderen Ende kontinuierlich zunimmt.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren gestattet nun,  beim Biegen von Blechstücken in die Form von Rin  nen eine bleibende Verformung zu erzielen. Erfin-         dungsgemäss    zeichnet sich das     Verfahren    dadurch aus,       dass    das Blechstück an zwei einander gegenüberliegen  den Rändern eingespannt und der Wirkung von  Spannkräften ausgesetzt wird,

   dass hierauf an beiden  Blechseiten     im    Bereich zwischen den     Einspannstellen     angreifende primäre     Verformungskräfte    das Blech  entgegen der Wirkung der     Spannkräfte    und bei gleich  zeitiger Verringerung des Abstandes     zwischen    den ein  ander     gegenüberliegenden        Einspannstellen    und bei  Verringerung der Entfernungen zwischen den in ent  gegengesetzten Richtungen wirksamen     primären        Verfor-          mungskräften        wenigstens        soweit-ausbuchten,        bis,

      die den  Spannkräften entgegengesetzt wirkenden Komponen  ten der primären     Verformungskiäfte    mindestens an  nähernd gleich Null     werden,    dass darauf beim Weiter  wirken der primären     Verformungskräfte    an Stelle der       Spannkräfte    diesen entgegengesetzt gerichtete sekun  däre     Verformungskräfte    den Abstand zwischen den       Einspannstellen    weiter     verringern    und das Blech  stück verformen, das Ganze     derart,    dass das Blech  gereckt     wird,    worauf der Vorgang beendigt und das       Blech    ausgespannt wird.  



  Wie bereits     erwähnt,    ist eine Einrichtung an einer       Abkantpresse        zum        Durchführen    des     Verfahrens    eben  falls     Gegenstand    der     Erfindung.    Diese Einrichtung  besitzt mindestens ein Paar einander gegenüber am       einen        Pressbalken    angeordneter, quer zur Druckrich  tung der Presse gegeneinander verschiebbar geführter       Spannzangen,

      deren jede vor     ihrer        Einspannstelle     eine von der Verschiebungsrichtung der Zange nach  der Druckrichtung der Presse gebogene Auflagefläche       für    das Blech aufweist sowie Hubvorrichtungen, deren  jede auf eine der genannten Zangen wahlweise in  deren Verschiebungsrichtung nach aussen oder in der  zu dieser entgegengesetzten Richtung eine Kraft aus  zuüben erlaubt, und einen     in    der Arbeitsrichtung der      Presse vorspringenden Formstempel, der derart am  andern     Pressbalken    angeordnet ist, dass er bei der       Betätigung    der Presse teilweise zwischen die genann  ten     Auflageflächen    der beiden Zangen zu liegen  kommt.  



  Ein nach dem erfindungsgemässen Verfahren her  gestelltes     rinnenförmiges    Blechstück zeichnet sich  dadurch aus, dass dasselbe mindestens stellenweise  durch Recken bleibend verformt ist.  



  In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh  rungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung zum       Durchführen    des Verfahrens dargestellt; das Verfah  ren soll in der Folge an Hand dieser Einrichtung rein  beispielsweise erläutert werden.  



  Es zeigt:       Fig.    1 die Einrichtung abgebrochen in Draufsicht,       Fig.    2 die Einrichtung     in    einer ersten Phase des       Durchführens    des     Verfahrens,    im Querschnitt,       Fig.    3 die     Einrichtung    gemäss der     Fig.    2 in einer  zweiten Verfahrensphase,       Fig.    4 die Einrichtung gemäss der     Fig.    2 in einer  dritten Verfahrensphase und       Fig.    5 das ausgespannte, bleibend verformte  Blechstück.  



  Die Organe der     Einrichtung    sind auf einem  Grundträger 1 untergebracht, welcher zum Aufspan  nen auf einen     Pressbalken    einer     Abkantpresse    be  stimmt ist. Zu diesem Zweck besitzt der Grundträger  1 eine     im    Querschnitt     annähernd    H     förmige    Schiene  2, deren     Seitenflanken    4 an der einen Seite des Mittel  steges näher zueinander liegen als die beiden anderen  Seitenflanken 3.

   Die     Seitenflanken    3 bilden eine Füh  rung, welche zur Aufnahme des erwähnten     Pressbal-          kens    bestimmt     ist,        während    mit .den Seitenflanken 4       bezüglich    der Schiene 2 nach beiden Seiten ausladend  Tragplatten 5 verbunden sind, welche     sich    in der  ganzen Arbeitslänge der Einrichtung erstrecken. In  Abständen     eingesetzte,    mit der Schiene 2 und mit  den Tragplatten 5 verbundene Rippen 6 dienen zum  Versteifen des Grundträgers.  



  An den Tragplatten 5 sind paarweise, einander  gegenüberliegend, Zangenträger 7     angeordnet,    welche  jeweils aus einer Grundplatte 8 und aus einem Füh  rungsbügel 9 bestehen. Die     Grundplattem    8 liegen  quer zu den Tragplatten 5 und stützen sich an     ihren     der Schiene 2 zugekehrten Enden auf     Stellschrauben     10. An ihren bezüglich der     Schiene    nach aussen ge  kehrten Enden sind die     Grundplatten    8 mit den Trag  platten     gelenkig    verbunden. Die     Führungsbügel    9 er  strecken sich senkrecht zu den freien Flächen der       Grundplatten    8 anderen äusseren Enden.  



  In den     Fig.    2 bis 4 ist es gut ersichtlich, dass die  beiden Seitenflanken der Führungsbügel 9 jeweils  durch zwei im Abstand zueinander     angeordnete    Stege  verbunden sind,     ferner,    dass an einem     Bolzen    12,  welcher die Seitenflanken der     Führungsbügel    9 durch  setzt, eine Stützrolle 13 drehbar gelagert ist.  



  An jedem Zangenträger 7 ist eine Spannvorrichtung  11 frei verschiebbar angeordnet. Eine solche Spann  vorrichtung besteht zunächst aus einer Spannzange    14, in deren Öffnung Klemmbacken 15 verschiebbar       angeordnet    sind.     Zugfedern    16 sind zwischen den  Klemmbacken 15 und der     Spannzange    14 eingesetzt,  um die Klemmbacken in der Lösestellung zu halten.  Zwischen den Zugfedern 16 erstreckt sich eine Boh  rung 17 im Körper der Spannzange, in welcher ein  Kolben 18     in    der Richtung der     Klemmöffnung    der  Klemmbacken verschiebbar geführt ist.  



  Das freie, aus der Bohrung 17 ragende Ende des  Kolbens 18 liegt an den     Klemmbacken    15 an. Eine  nicht gezeichnete Druckquelle ist mit der Bohrung 17  verbunden, so dass das andere Ende des Kolbens 18  durch ein     Druckmedium,    das von der Druckquelle in  die     Bohrung    17 verdrängt werden kann,     besufschlagt     wird. Die Verlängerung des Körpers der Spannzange  14 gegen den Führungsbügel 9 bildet einen mit der  Spannzange aus einem Stück bestehenden Hubzylin  der 19, in welchem ein mit Kolbenstange 20     ver-          sehener    Kolben 21 verschiebbar geführt ist, wobei  die Teile 19, 20, 21 die Hubvorrichtung bilden.

   Das  aus dem Hubzylinder 19 herausragende Ende der  Kolbenstange 20 ist zwischen den beiden Stegen des  Führungsbügels 9 an einem Zapfen 22 gelenkig ge  lagert. An den beiden Enden der Hubzylinderbohrung  sind Anschlüsse 23 vorgesehen, an welchen nicht ge  zeichnete Druckleitungen einer Druckquelle ange  schlossen werden. Eine Führungszunge 24 der Spann  vorrichtung 11 erstreckt sich zwischen den Seiten  flanken des Führungsbügels 9 unter der Stützrolle 13  durch, während am anderen Ende der Spannvorrich  tung 11 die Spannzange 14. mit einer Gleitfläche 25  versehen ist, mittels welcher die Spannzange 14 an  der Grundplatte 8 abgestützt ist. Die in der Zeichnung  untere     Hälfte    der Spannzange 14 weist vor der Ein  spannstelle eine     gekrümmte    Auflagefläche 26 auf.

    Ein zu verformendes Blech ist mit 27, ein Stempel  mit 28 und ein Stempelträger mit 29 bezeichnet. Der  Stempelträger ist zum Aufspannen am zweiten     Press-          balken    einer     Abkantpresse    bestimmt.  



  Das zu verformende Blechstück 27 wird zunächst  in die Spannvorrichtungen eingespannt. Zu diesem  Zweck werden die Kolben 18 aus den Bohrungen 17  unter der Wirkung eines durch die erwähnte, nicht  gezeichnete Druckquelle geförderten Druckmediums  gegen die Klemmbacken gepresst, worauf diese das in  die     Einspannstelle    der Spannzangen 14 eingeführte       Blech    verklemmen. Zum Einspannen wird als Druck  medium vorzugsweise     Druckluft    gewählt, doch kann  das Einspannen selbstverständlich auch auf hydrau  lischem Wege erfolgen. Wie aus der Zeichnung er  sichtlich ist, liegt das eingespannte Blech 27 an den  Auflageflächen 26 der Spannvorrichtungen auf, wobei  die korrekte Höhe des Blechrandes durch die Stell  schrauben 10 einreguliert wird.

   Nun werden die Hub  zylinder 19 an der     Kolbenstangenseite    mit einem       Druckmedium    aufgefüllt und unter Druck gesetzt,  wobei die Spannvorrichtungen nach beiden Seiten ge  gen die Führungsbügel 9 verschoben werden und das  Blech 27 spannen. Als Druckmedium zum Erzeugen  einer Spannkraft bzw. zum Verschieben der Spann-           vorrichtungen    11 und damit der Spannzangen 14 wird  vorzugsweise eine     Hydraulikflüssigkeit    aus einer zwei  ten Druckquelle verwendet. Die Spannkraft wird  durch die Bolzen 22     bzw.    durch die Führungsbügel 9  aufgenommen und durch die gelenkige Lagerung der  Zangenträger 7 auf den Grundträger 1 übertragen.  



  Nachdem das     Blech    27, das z. B. eine zuneh  mende Breite aufweist (siehe     Fig.    1) eingespannt und  in der erwähnten Weise     ausreguliert    ist, kann der  eigentliche     Verformungsvorgang    einsetzen. Dies ge  schieht zunächst durch die Verringerung des Abstan  des zwischen den     Pressbalken    der Presse, wobei der  Einfachheit halber angenommen wird, dass der untere       Pressbalken,    an welchem die Einrichtung aufgespannt  ist, fest steht, während der obere     Pressbalken    mit dem  Stempel 28 nach unten gedrückt wird. Die Richtungs  angaben unten und oben beziehen sich dabei selbst  verständlich auf die Zeichnung.

   Erreicht der Stempel  das Blech 27, werden primäre     Verformungskräfte     wirksam, welche an beiden Blechseiten im Bereich  zwischen den     Einspannstellen,    namentlich an den       Auflageflächen    26 der Spannvorrichtungen 11 und  an der     Auflagefläche    des Stempels 28     angreifen.    Un  ter der Wirkung dieser Kräfte wird das Blech 27 in  der Druckrichtung der Presse ausgebuchtet, wobei  gleichzeitig bei Aufrechterhaltung des Druckes auf  der     Kolbenstangenseite    des Zylinders 19, das heisst  gegen die Wirkung der Spannkräfte,

   die einzelnen  Paare der Spannvorrichtungen 11 durch die den Spann  kräften entgegengesetzt wirkenden Komponenten der  primären     Verformungskräfte        gegeneinandergezogen     werden, so dass der Abstand zwischen den Einspann  stellen verringert wird. Mit fortschreitender Aus  buchtung des Bleches erfolgt eine Verringerung der  horizontalen Entfernungen zwischen den in entgegen  gesetzten Richtungen wirksamen primären     Verfor-          mungskräften    und gleichzeitig verringern sich deren  den Spannkräften entgegenwirkenden Komponenten.

    Erreicht die Verringerung des Abstandes zwischen  den     Einspannstellen,    das heisst das Ausbuchten des  Bleches etwa die in der     Fig.    3 dargestellte Phase, so  werden - wie dies dem Fachmann ohne weiteres  erkennbar ist - die den Spannkräften entgegenwir  kenden Komponenten der primären     Verformungs-          kräfte    annähernd gleich Null, da die     Schenkel    des in  dieser Phase     rinnenförmigen    Bleches annähernd par  allel zu den primären     Verformungskräften    sind.

   Nun  wird das Fördern des Druckmediums in den auf der       Kolbenstangenseite    befindlichen Teil des     Hubzylin-          ders    19 eingestellt und in den anderen, auf der Spann  zangenseite befindlichen     Teil    des Hubzylinders 19  aufgenommen. Die Spannkräfte werden mit anderen  Worten durch dazu entgegengesetzt wirkende     Kräfte     ersetzt, da das in den     erwähnten    Teil der Hubzylinder  einströmende Druckmedium die Spannvorrichtungen  11 gegeneinander verschiebt.

   Das Blech wird nun  mehr tatsächlich auch durch den früheren Spann  kräften entgegengesetzt wirkende sekundäre     Verfor-          mungskräfte    verformt, welche, wie in der     Fig.    4 er  sichtlich, das Blech schliesslich von beiden Seiten an    die Flanken des Stempels 28 anlegen. Das hierbei er  zielte Profil könnte an sich auch durch wiederholtes  Abkanten erzielt werden, wobei jedoch, wie eingangs  erwähnt, zufolge der Härte und Elastizität des     Ble-          ches    die     Masshaltigkeit    und Formbeständigkeit nach  dem Ausspannen des Werkstückes verlorengingen.

    Betrachtet man dagegen die beiden in den     Fig.    3 und  4 dargestellten Phasen dieses     Verformungsverfahrens,     so ist es ohne weiteres ersichtlich, dass beim Anlegen  des Bleches an den     Seitenflanken    des Stempels 28 das  Material bereits gereckt wird, wenn der Stempel nicht  aus seiner in der     Fig.    3 dargestellten Lage nach oben,  das heisst     zurückbewegt    werden kann.

   Um eine Rück  bewegung des Stempels tatsächlich zu     verhindern,     werden die primären     Verformungskräfte    während der  Wirksamkeit der sekundären     Verformungskräfte    zu  mindest aufrechterhalten oder in Abhängigkeit der  Materialeigenschaften und des zu     erzielenden    Profils  noch weiter gesteigert, um durch einen weiteren Stem  pelvorschub das Blech     zusätzlich    zu recken, wobei  das Blech durch die sekundären     Verformungskräfte     stets gegen den Stempel     angedrückt    wird.

   Das     Rek-          ken,    eine eigentliche     L7berb:eanspruchung,    wird in den       einzelnen    Blechbereichen in ungleichem Masse wirk  sam. Die höchste Beanspruchung erleiden jeweils  jene Bereiche, welche gekrümmt, gekantet oder an.  derswie verformt werden, jene Bereiche also, deren  Formbeständigkeit für die Profiltreue des verformten  Blechstückes hauptsächlich massgebend sind.

   Zufolge  der     überbe:anspruchung    durch Recken ist die Ver  formung der Blechstücke     als    bleibend zu betrachten,  überschreitet doch die Materialbeanspruchung dabei  die     Elastizitätsgrenze.    Nach Beendigung der Verfor  mung wird das     Blechstück    ausgespannt, wie diese  Phase aus der     Fig.    5     ersichtlich    ist.  



  Da wie erwähnt die     Querschnittsflächen    des Pro  fils von einem Ende des Blechstückes zum anderen  Ende kontinuierlich abnehmen, kann das fertig ver  formte Werkstück ohne weiteres vom Stempel 28 ab  gezogen werden.  



  Der zeitliche Ablauf der Verformung bzw. der  Wirksamkeit der Spannkräfte und der     primären        bzw.     sekundären     Verformungskräfte    ist jeweils neben den  Materialeigenschaften von der     Profilform    abhängig.  In gewissen Fällen wird das gewünschte Recken von  den primären, in anderen Fällen von den sekundären       Verformungskräften    erzielt. In wieder anderen Fällen  wird die gleichzeitige Einwirkung beider     Gruppen    der       Verformungskräfte    das     gewünschte    Resultat ergeben.

    Wesentlich ist, dass die Spannkräfte so lange wirksam  bleiben, bis die ihnen entgegenwirkende Komponente  der     primären        Verformungskräfte    mindestens an  nähernd Null wird, worauf diese Komponente durch  die sekundären     Verformungskräfte    ersetzt wird.

      Das in der Zeichnung dargestellte Profil gehört zu  den geschlossenen     Profilen,    wobei zu bemerken ist,  dass die Ränder     des    Blechstückes ausserhalb den  Linien bei 29 (siehe     Fig.    5) nur zum     Einspannen     ,dienen und abgeschnitten     werden.              Selbstverständlich    könnte man die     Auflageflächen    26  der Spannvorrichtungen in die direkte Formung eines  Profils mit einbeziehen.

   Man könnte     ferner    mehrere  oder mehrteilige Stempel am einen und auch zwischen  den Auflageflächen 26 noch weitere     Widerlager    am  anderen     Pressbalken    verwenden, um entsprechende,  kompliziertere     Profile    zu erzielen, wobei die Stempel  und     Widerlager    seitliche     Beweglichkeit    besitzen kön  nen.

   In jedem Falle wird beim beschriebenen Verfah  ren gegenüber dem Abkanten oder anderen her  kömmlichen     Verformungsmethoden    ein erhöhter Ab  fall zufolge des     Einspannens    des Bleches in Kauf ge  nommen werden müssen, doch wird dies durch Ein  sparungen bei den Arbeitslöhnen und Verbesserung  der Qualität des fertigen Werkstückes weitaus über  wogen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Biegen von Blechstücken in die Form von Rinnen, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechstück an zwei einander gegenüberliegenden Rän dern eingespannt und der Wirkung von Spannkräften ausgesetzt wird,
    dass hierauf an beiden Blechseiten im Bereich zwischen den Einspannstellen angreifende primäre Verformungskräfte das Blech entgegen der Wirkung der Spannkräfte und bei gleichzeitiger Ver ringerung des Abstandes zwischen den einander ge genüberliegenden Einspannstellen und bei Verringe rung der Entfernungen zwischen den in entgegen gesetzten Richtungen wirksamen primären Verfor- mungskräften wenigstens so weit ausbuchten, bis die den Spannkräften entgegengesetzt wirkenden Kom ponenten der primären Verformungskräfte mindestens annähernd gleich Null werden,
    dass darauf beim Wei terwirken der primären Verformungskräfte an Stelle der Spannkräfte diesen entgegengesetzt gerichtete se kundäre Verformungskräfte den Abstand zwischen den Einspannstellen weiter verringern und das Blech stück verformen, das Ganze derart, dass das Blech gereckt wird, worauf der Vorgang beendigt und das Blechausgespannt wird. Il.
    Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I an einer Abkantpresse zum Biegen von Blechstücken in die Form einer Rinne, gekennzeichnet durch mindestens ein Paar einander gegenüber am einen Pressbalken angeordneten, quer zur Druckrichtung der Presse gegeneinander ver schiebbar geführten Spannzangen, deren jede vor ihrer Einspannstelle eine von der Verschiebungsrich tung der Zange nach der Druckrichtung der Presse gebogene Auflagefläche für das Blech aufweist, durch Hubvorrichtungen,
    deren jede auf eine der genannten Zangen wahlweise in deren Verschiebungsrichtung nach aussen oder in der zu dieser entgegengesetzten Richtung eine Kraft auszuüben erlaubt, und durch einen in der Arbeitsrichtung der Presse vorspringen den Formstempel, der derart am andern Pressbalken angeordnet ist, dass er bei der Betätigung der Presse teilweise zwischen die genannten Auflageflächen der beiden Zangen zu liegen kommt. III. Rinnenförmiges Blechstück, hergestellt nach dem Verfahren gemäss dem Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dasselbe mindestens stel lenweise durch Recken bleibend verformt ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass jede Zange an einer Grund platte angeordnet und zu derselben parallel verschieb- und schwenkbar ist. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatten senkrecht zur Plattenebene schwenkbar und in der Schwenkstellung einstellbar je an einem Grundträger angeordnet sind. 3.
    Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Hubvorrichtung einen Druckzylinder und einen in diesem geführten, beid seitig beaufschlagbaren Kolben umfasst, wobei der eine dieser Vorrichtungsteile mit der Zange, der an dere mit der Grundplatte verbunden ist. 4. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Grundplatte und des mit dieser verbundenen Hubvorrichtungsteiles gelenkig ist. 5. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckzylinder die Zange trägt und mit dem Zangenkörper aus einem Stück besteht.
CH360045D 1957-08-28 1957-08-28 Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Blechstücken CH360045A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH360045T 1957-08-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH360045A true CH360045A (de) 1962-02-15

Family

ID=4512473

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH360045D CH360045A (de) 1957-08-28 1957-08-28 Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Blechstücken

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH360045A (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2508826A1 (fr) * 1981-07-06 1983-01-07 Lamboley Gilbert Procede pour le formage d'une piece, notamment de pales pour aerogenerateurs, a partir d'un flan par etirage autour d'un mandrin
NL1015708C2 (nl) * 2000-07-13 2002-01-15 Fokker Aerostructures Bv Werkwijze en inrichting van het door middel van strekvormen vervaardigen van een dubbel gekromd plaatvormig voorwerp.
US6675624B2 (en) 2000-07-13 2004-01-13 Fokker Aerostructures B.V. Method and device for producing a double-curved sheet-like object by means of stretch-forming
CN121156132A (zh) * 2025-11-24 2025-12-19 山东大瀚环境科技有限公司 一种带有纠偏功能的空冷器冲压装置

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2508826A1 (fr) * 1981-07-06 1983-01-07 Lamboley Gilbert Procede pour le formage d'une piece, notamment de pales pour aerogenerateurs, a partir d'un flan par etirage autour d'un mandrin
NL1015708C2 (nl) * 2000-07-13 2002-01-15 Fokker Aerostructures Bv Werkwijze en inrichting van het door middel van strekvormen vervaardigen van een dubbel gekromd plaatvormig voorwerp.
FR2811596A1 (fr) * 2000-07-13 2002-01-18 Fokker Aerostructures Bv Procede et dispositif pour la realisation par formage par etirage d'un objet en forme de tole a double courbure
US6675624B2 (en) 2000-07-13 2004-01-13 Fokker Aerostructures B.V. Method and device for producing a double-curved sheet-like object by means of stretch-forming
CN121156132A (zh) * 2025-11-24 2025-12-19 山东大瀚环境科技有限公司 一种带有纠偏功能的空冷器冲压装置

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2006428C3 (de) Halterahmen für eine aus thermoplastischem Material bestehende Tafel zum Thermoverformen
DE2822826C2 (de) Werkzeug zum Ausbrechen von in einer Stanzpresse vorgestanzten Nutzen
EP0141236A2 (de) Einrichtung zum Spannen von rechteckigen Gewebestücken
DE3409392C2 (de) Schließrahmen oder Halterahmen
DE3434470C2 (de) Biegepresse
CH360045A (de) Verfahren und Einrichtung zum Biegen von Blechstücken
DE4119009A1 (de) Schichtholzpressvorrichtung zum herstellen von gebogenen holzleimbindern
EP0624411A1 (de) Verfahren zum Biegen von Blechen und Abkantpresse zur Durchführung des Verfahrens
DE3411023A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen und/oder bearbeiten von kaschierten teilen
DE1171387B (de) Verstellbares Formwerkzeug
DE2700399A1 (de) Fachwerktraeger, insbesondere fuer gebaeude und vorrichtung zu seiner herstellung
DE7721553U1 (de) Hydraulische rohrendenstauchpresse
DE4315706C2 (de) Abkantpressen zur Bildung von Falznuten an Blechprofilen
EP0582064A1 (de) Biegevorrichtung für Hohlprofile
DE1552826B2 (de) Hydraulische Schmiedepresse
DE2123746B2 (de) Falzmaschine
DE2438131A1 (de) Schmiedepresse zum schmieden von halbzeug
DE4325607C2 (de) Vorrichtung zum Stanzen
DE60016464T2 (de) Werkzeugzusammenbau
CH417047A (de) Klemmeinrichtung in einer intermittierend arbeitenden Thermoformungsmaschine, zum vorübergehenden Festhalten einer Folie aus thermoplastischem Material
DE674074C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung lehrenhaltiger eiserner Schwellen mit aufgewalzten Nockenpaaren
DE1008692B (de) Vorrichtung zur Bildung von Rippen in Blechtafeln
DE2463060C2 (de) Werkstück-Spannvorrichtung
CH356428A (de) Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von dünnwandigen Körpern aus Blech
DE113601C (de)