CH360182A - Zusammenlegbarer Gegenstand, der aus mindestens einem aufblasbaren Hohlkörper besteht - Google Patents
Zusammenlegbarer Gegenstand, der aus mindestens einem aufblasbaren Hohlkörper bestehtInfo
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Description
Zusammenlegbarer Gegenstand, der aus mindestens einem aufblasbaren Hohlkörper besteht Die vorliegende Erfindung betrifft einen zusam menlegbaren Gegenstand, der aus mindestens einem aufblasbaren Hohlkörper aus biegsamem Material besteht und in seinem Innern wenigstens eine zur Aufnahme der Zugbeanspruchung dienende bieg same Strebe aufweist, welche durch Durchbrechungen von Verankerungsorganen hindurchgeht, die an der innen liegenden Seite der betreffenden Hohlkörper wände befestigt sind.
Der Zweck der Strebe liegt darin, dem aufge blasenen Hohlkörper eine gewünschte Form zu ver leihen und zu verhindern, dass derselbe in unbeab sichtigter Weise ballonartige Gestakt annimmt.
Der zusammenlegbare Gegenstand gemäss vor liegender Erfindung zeichnet sich dadurch aus, d'ass die Verankerungsorgane biegsame Profilstücke sind, von denen jedes T-förmigen Querschnitt hat, mit seinem Querschenkel an der betreffenden Hohlkör- perwand anliegt und an seinem Steg mindestens: eine Durchbrechung zum Durchlassen der Strebe aufweist.
Anhand der Zeichnung wird anschliessend bei spielsweise eine Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein nach der Erfindung gestaltetes Sitzmöbel in aufge blasenem Zustand, Fig. 2 stellt in grösserem Massstab einen Teil des Sitzmöbels in einem Schnitt dar, Fig. 3 isst ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 ist eine Ansicht der einen Endpartie und des zugehörigen Knebels einer der Streben,
die im Innern des aufblasbaren Sitzmöbels vorhanden sind, Fig. 5 zeigt in grösserem Massstab und in, schema tischer Darstellung einen Schnitt nach der Linie V-V in Flg. 4, Fig. 6 veranschaulicht in zu Fig. 3 analoger Darstellung eine andere Einzelheit des Sitzmöbels.
Das in Fig. 1 dargestellte Sitzmöbel besteht aus zwei aufblasbaren Hohlkörpern 11 und 12, deren einer den Sitzteil 13 und deren anderer eine Rücken lehne 14 und zwei Armstützen 15 bildet. Das ganze Sitzmöbel hat die Form eines sogenannten Club Fauteuils. Die beiden Hohlkörper 11 und 12 sind voneinander unabhängig aufblasbar und weisen je einen Lufteinlass- und Luftauslassstutzen 16 bzw. 17 auf, der durch einen Pfropfen oder auf irgendeine andere an sich bekannte Weise luftdicht abgesperrt werden kann.
Die Wände der Hohlkörper 11 und 12 sind durch folienartige Wandteile gebildet, die aus ebenen Bahnen ausgeschnitten, biegsam und luftundurch lässig sind. Vorzugsweise bestehen die Wände aus thermoplastischem Kunststoff.
Die beiden Hohlkörper 11 und 12 weisen längs ihren Kanten verlaufende Keder 50 auf, die :einer seits zur Zierde und anderseits zum Verbinden der Wandteile des betreffenden Hohlkörpers dienen, wie im einzelnen aus Fig.2 hervorgeht. Der Keder 50 ist ein biegsames Profilstück mit einem Kopfteil 51 von beispielsweise kreisförmigem Querschnitt und einem einzigen daran anschliessenden Steg 52, der wenigstens annähernd radial zum Kopfteil 51 ver läuft.
Vorzugsweise besteht der Keder 50 aus thermoplastischem Kunststoff. In Fig. 2 sind zwei durch den Keder 50 miteinander verbundene Wand teile mit 53 und 54 bezeichnet.
Eine Randpartie 55 bzw. 56 eines jeden Wandteils ist mit ihrer Aussen- Seite an den Steg 52 des Keders 50 angelegt und: mit demselben z. B. durch Thermoschweissung oder unter Anwendung :eines, flüchtigen Lösungsmittels luftdicht verbunden.
Der Steg 52 und die mit dem- s@elben verbundenen Randpartien 55 und 56 stehen in das Innere des betreffenden Hohlkörpers vor, während der Kopfteil 51 des Keders 50 sich. aussen befindet.
Um den Hohlkörpern 11 und 12 in aufgeblase nem Zustand die gewünschte Form zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich deren Wände ballon- förmig nach aussen wölben, sind im Innern eines jeden Hohlkörpers 11 und 12 einige Querverbin dungen vorhanden.
Zu diesem Zweck sind an der nach innen gekehrten Seite der einander gegenüber liegenden, wenigstens annähernd parallel zueinander verlaufenden Hohlkörperwände Verankerungsorgane in Form von Profilstücken 60 (Fig. 2 und 3) be festigt, die aus thermoplastischem Kunststoff be stehen und durch Schweissnähte 61 mit den betref fenden Hohlkörperwänden verbunden sind.
Die Pro filstücke 60 sind biegsam und haben gemäss Fig. 2 T-förmigen Querschnitt. Der Querschenkel 62 eines jeden Profilstückes 60 liegt gegen die Innenseite der betreffenden Hohlkörperwand an und' ist mit der selben durch Thermoschweissung oder unter Anwen dung eines flüchtigen Lösungsmittels verbunden. Der Steg 63 der Profilstücke 60 weist mindestens eine Durchbrechung 64 auf, durch welche die eine End- partie einer aus Textilband bestehenden, biegsamen Strebe 65 hindurchgeht, wie in Fig. 2 und 3 ver anschaulicht ist.
Zur Verankerung am betreffenden Profilstück 60 weist die Endpartie des Bandes 65 einen Knebel 66 auf, der in das Textilband 65 ein gewoben ist und parallel zu den Schussfäden 67 des Textilbandes verläuft, wie in Fig. 5 schematisch. veranschaulicht ist. Die über die beiden Webkanten des Bandes 65 vorstehenden Endteile des Knebels 66 sind dicker als der dazwischen liegende Mittelteil, wie deutlich in Fig. 4 zu erkennen ist. Dadurch wird verhindert, dass der Knebel 66 in seiner Längs richtung aus dem Textilband 65 hinausgleiten kann.
Die über das Band 65 vorstehenden Endteile des Knebels 66 hinter,-reifen die Ränder der Durchbre- chungen 64, wodurch die gewünschte Verankerung des Bandes 65 erzielt wird. Die andere Endpartie des Bandes 65 ist auf genau gleiche Weise mittels eines Profilstückes 60 an der gegenüberliegenden Hohlkörperwand verankert.
An einem und demselben Profilstück 60 können mehrere Durchbrechungen 64 im Abstand vonein ander angeordnet sein, so dass die einen bzw. die andern Enden mehrerer Streben 65 an einem ge meinsamen Profilstück 60 verankert werden können.
In aufgeblasenem Zustand der Hohlkörper 11 und 12 und insbesondere bei Belastung derselben durch eine das Sitzmöbel benutzende Person, wer den die Streben 65 auf Zug beansprucht und somit angespannt. Die Streben 65 legen den höchstzu lässigen Abstand der einander gegenüberliegenden Hohlkörperwände voneinander fest und verleihen in angespanntem Zustand dem aufgeblasenen Sitzmöbel eine erhöhte Stabilität.
Um einen Zusammenhalt der beiden Hohlkörper 11 und 12 aneinander zu gewährleisten, ist noch eine zusätzliche Strebe<B>165</B> vorhanden, die gemäss Fig. 1 durch die beiden Seitenteile des Hohlkörpers 12 und durch den Hohlkörper 11 hindurchgeht. Die Enden der Strebe 165, die ebenfalls biegsam ist und aus einem Textilband besteht, sind auf genau gleiche Weise je mit einem Knebel 66 (Fig. 6) versehen wie die Streben 65.
Die Strebe 165 geht durch zentrale Durchbrechungen 70 von zwei scheibenförmigen Verankerungsorganen 71 hindurch, von denen in Fig. 6 nur das eine dargestellt ist. Die über die Web kante der Strebe 165 vorstehenden Enden der Kne bel 66 hintergreifen die Ränder der Durchbrechun- gen 70. Jede Scheibe 71 befindet sich auf der nach aussen gekehrten Seite der betreffenden Hohlkörper wand 54 und ist mit einer abnehmbaren Kappe 72 überzogen, welche die betreffende Randpartie der Strebe 165 und den zugehörigen Knebel 66 über deckt.
Wie Fig. 6 erkennen lässt, ist der Knebel 66 in einer Ausnehmung der Scheibe 71 versenkt.
Die Strebe<B>165</B> ist von drei biegsamen Rohren 73 umgeben, von denen nur das eine in Fig. 6 sichtbar ist. Das erste der Rohre 73 befindet sich im Innern des einen Seitenteils des Hohlkörpers 12, das zweite Rohr befindet sich im Innern des Hohlkörpers 11 und das dritte Rohr befindet sich im Innern des an dern Seitenteils des Hohlkörpers 12. Jedes Ende eines jeden Rohres 73 ist mit der ihm gegenüber liegenden Wand des betreffenden Hohlkörpers 11 bzw. 12 luftdicht verbunden.
Zu diesem Behufe ist jedes Ende der Rohre 73 mit einem koaxialen Stutzen 74 eines Flanschstückes 75 luftdicht ver bunden, das seinerseits an der nach innen gekehrten Seite der betreffenden Hohlkörperwand 54 luftdicht befestigt ist, wie Fig. 6 veranschaulicht. Vorzugs weise bestehen die Rohre 73 und die Flanschstücke 75 mit ihren Stutzen 74 aus thermoplastischem Kunststoff.
Dann kann die luftdichte Verbindung jedes Flanschstückes 75 mit der ihm zugekehrten Hohlkörperwand 54 sowie die luftdichte Verbindung der Stutzen 74 mit den Rohren 73 durch Thermo- schweissung oder unter Anwendung eines flüchtigen Lösungsmittels erfolgen. Die Länge der Rohre 73 zusammen ist grösser als der durch die Strebe 165 zugelassene maximale Abstand der zu äusserst liegen den Aussenwände des Hohlkörpers 12.
Jedes einzelne Rohr 73 ist auch länger als der durch die Strebe 165 zugelassene maximale Abstand' der mit dem betref fenden Rohr 73 verbundenen Hohlkörperwände be trägt. Dadurch wird erreicht, dass beim Aufblasen der Hohlkörper 11 und 12 zwar die Strebe 165 an gespannt und auf Zug beansprucht wird, nicht aber die Rohre 73 Zugbelastungen ausgesetzt werden. Selbstverständlich könnten auch mehr als eine Strebe 165 mit scheibenförmigen Verankerungsorga- nen am Sitzmöbel vorhanden sein.
Die Streben 65 und 165 brauchen nicht in jedem Fall Textilbänder zu sein, und die Knebel 66 können auch auf irgend eine andere zweckmässige Weise an den Endpartien der Streben 65 und 165 befestigt sein. Beim Zusammenbauen des beschriebenen Sitz möbels werden die Knebel 66 in ihrer Längsrich tung durch die Durchbrechungen 64 bzw. 70 sowie durch die Rohre 73 geschoben. Es .ist aber auch denkbar, die Knebel 66 erst nachträglich an den Enden der Streben 65 und 165 anzubringen, wenn diese bereits durch die betreffenden Durchbrechungen und Rohre hindurchgeschoben sind.
Es ist möglich, die Hohlkörperwände, die Profil stücke 60, die Rohre 73 und die Flanschstücke 75 anstatt aus thermoplastischem Kunststoff auch aus Gummi oder ähnlichem Material herzustellen, in wel chem Fall die Verbindung dieser Teile miteinander durch Vulkanisatio.n erfolgen könnte.
Das beschriebene Sitzmöbel hält in aufgeblasenem Zustand die gewünschte Form auch bei Belastung gut ein und ist verhältnismässig stabil. Bei Nichtge brauch des Sitzmöbels kann die Luft aus den Hohl körpern 11 und 12 abgelassen werden, worauf man das Ganze auf verhältnismässig kleinem Raum zu sammenlegen kann.
Ein durch die Erfindung gegebener Vorteil liegt darin, d'ass die als Verankerungsorgane für die Stre ben 65 dienenden Profilstücke 60 an den entspre chenden Hohlkörperwänden einwandfrei befestigt werden können, bevor der Hohlkörper zusammen gefügt ist und wenn die betreffenden Hohlkörper- wände von beiden Seiten her noch gut zugänglich sind. Die Streben 65 brauchen erst am Schluss ein- gesetzt zu werden, wenn der Hohlkörper bis auf eine verhältnismässig kleine Öffnung fertiggestellt ist.
Der Hauptvorteil jedoch ist, dass die Profilstücke 60 mit T-förmigem Querschnitt den betreffenden Hohlkör- perwänden eine beträchtliche Festigkeit verleihen und bewirken, dass am aufgeblasenen Hohlkörper nicht jede einzelne Stelle sichtbar ist, wo eine Strebe 65 an der Hohlkörperwandung verankert ist, wie z. B. bei einer abgesteppten Matratze.
Bei einer nicht dargestellten Ausführungsvariante hat das aufgeblasene Sitzmöbel die Form eines run den marokkanischen Hockers. Von den im Quer schnitt T-förmigen Profilstücken verläuft mindestens eines davon entlang dem Umfang des Hockers, wobei eine als Strebe dienende Schnur durch die aufein- anderfolgenden Durchbrechungen des Profilstückes gezogen ist und miteinander verknotete Enden auf weist.
Die Schnur hat dann den Verlauf eines Viel- eckes. Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf Sitzmöbel beschränkt, sondern umfasst die verschie densten zusammenlegbaren Gegenstände, die aus mindestens einem aufblasbaren Hohlkörper aus bieg samem Material bestehen und in ihrem Innern wenigstens eine zur Aufnahme der Zugbeanspru- chung dienende biegsame Strebe aufweisen. Solche Gegenstände können z. B. Luftmatratzen, aufblas bare Zeltdächer usw. sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Zusammenlegbarer Gegenstand, der aus minde- stens einem aufblasbaren Hohlkörper aus biegsamem Material besteht und in seinem Innern wenigstens eine zur Aufnahme der Zugbeanspruchung dienende biegsame Strebe aufweist, welche durch Durchbre- chungen von Verankerungsorganen hindurchgeht, die an der innen liegenden Seite der betreffenden Hohl- körperwände befestigt sind, dadurch gekennzeichnet,dass die Verankerungsorgane biegsame Profilstücke (60) sind, von denen jedes T-förmigen Querschnitt hat, mit seinem Querschenkel (62) an .der betreffen den Hohlkörperwand (54) anliegt und an seinem Steg (63) mindestens eine Durchbrechung (64) zum Durchlassen der Strebe (65) aufweist: UNTERANSPRÜCHE 1. Gegenstand nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jedes Profilstück (60) mehrere im Abstand voneinander angeordnete Durchbrechungen (64) zum Durchlassen einer Strebe (65) aufweist. 2.Gegenstand nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hohlkörperwände (54) und die Profilstücke (60) aus thermoplastischem Kunst stoff bestehen und miteinander verschweisst sind. 3. Gegenstand nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass jede Endpartie der Strebe (65 bzw.<B>165)</B> einen Knebel (66) aufweist, der die Rän der der Durchbrechung (64 bzw. 70) der Veranke- rungsorgane (60 bzw. 71) hintergreift. 4.Gegenstand nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strebe (65 bzw. 165) aus einem Textilband besteht, in dessen Endpartie die Knebel (66) parallel zu den Schussfäden (67) ver laufend: eingewoben sind. 5. Gegenstand nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die über die Webkanten des Bandes vorstehenden Enden eines jeden Knebels (66) dicker sind als der dazwischenliegende Mittelteil.
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