CH360189A - Bauwerk mit mindestens einer Wand aus rechteckigen Platten - Google Patents

Bauwerk mit mindestens einer Wand aus rechteckigen Platten

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CH360189A
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Description


  Bauwerk mit     mindestens    einer Wand aus rechteckigen Platten    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bauwerk  mit mindestens einer Wand aus rechteckigen Platten,  die im Verband mit senkrechten Stossfugen und waag  rechten Lagerfugen     aufeinandergesetzt    sind, im Be  reich der Fugen Hohlräume begrenzen und durch ein  in diese Hohlräume eingebrachtes erhärtetes Binde  mittel miteinander verkittet sind.  



  Bei den bisher bekannten Bauwerken dieser  Art hat man meist jeweils nach dem Aufsetzen einer  neuen Reihe von Platten das Ausgiessen der Hohl  räume vorgenommen, so dass die Fliesswege des  Bindemittels nicht sehr gross waren. Für das Aus  giessen der Hohlräume mit einem mit Gips angemach  ten flüssigen Bindemittel glaubte man, wegen des  schnellen     Abbindens    des Bindemittels auf solch kurze  Fliesswege angewiesen zu sein.  



  Die Erfindung setzt sich nun zum Ziel, ein Bau  werk mit mindestens einer Wand zu schaffen, welches  dank der vorgesehenen Gestaltung trotz Verwendung  von gipshaltigen     Verkittungsmitteln    praktisch in sei  ner ganzen Grösse zunächst trocken errichtet und  plan ausgerichtet werden kann, ehe man an die     Ver-          kittung    geht.  



  Hierzu ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass  die genannten Hohlräume ein die Wand von oben  bis unten durchziehendes Kanalnetz bilden, das ein  gipshaltiges Bindemittel     enthält.     



  Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der  Erfindung     erörtert.     



  Es kann vorgesehen sein, dass die Platten in  den Lagerfugen Nut und Feder, jedoch in den Stoss  fugen nur Nuten aufweisen. Empfehlenswert ist auch,  wenn mindestens an einigen Platten eine zu einer  ihrer Nuten führende, von aussen     zugängliche        Einguss-          öffnung    für das Bindemittel vorgesehen ist. Diese       Eingussöffnung    kann z. B. in einfacher Weise     gebildet     sein durch eine Lücke in der Seitenwange einer Nut.    Ein durch eine solche     Eingussöffnung    eingefülltes.,  gipshaltiges Bindemittel verteilt sich dann durch die  in allen Fugen freibleibenden zusammenhängenden  Kanäle in der gewünschten Weise im Verband der  Wand.  



  Es wurde festgestellt, dass es     zweckmässig    ist,  darauf zu achten, dass die erwähnten Kanäle ein sol  ches Profil haben und Nut und Feder in der Weise  zusammengefügt sind, dass es nicht einer vollen Auf  füllung der waagrecht liegenden Kanäle mit Binde  mittel bedarf, um eine Verbindung zwischen zwei auf  einanderliegenden Elementen des Flächenverbandes  herzustellen. Dies kann auf verschiedene Weise er  reicht werden, wofür     Beispiele    in der nachfolgenden  Einzelbeschreibung angeführt werden.  



  Solche Bauwerke haben ,sich besonders bei der  Erstellung von     Raumaufteilungswänden    aus Gipsplat  ten sehr bewährt, weil man die ganze Wand zunächst  trocken aufbauen und dann auf Ebenheit ausreichen  kann, wonach schliesslich erst das     Bindemittel    in  die Wand eingegossen wird und man das sehr heikle  gipshaltige Bindemittel, wie es für Gipswände aus  schliesslich in Frage kommt, anwenden kann.  



  Es werden nun häufig auch     Gipsplattenwände    er  richtet, von denen man von     vornherein    weiss, dass sie  nach oft sehr kurzer Zeit wegen     Änderung    der Raum  einteilung wieder weggenommen werden müssen. Hier  hat man meist den Wunsch, sie auf besonders ein  fache und möglichst zerstörungsfreie Weise demon  tieren zu können, damit die     anfallenden    Tafeln wieder  zur erneuten Verwendung zur Verfügung stehen  (Montagewände). Zu diesem Zweck kann einerseits  in den     Verfugungskitt    jeder zum     Wiedertrennen     bestimmten Lagerfuge ein Reisselement in     Form    einer  Reissschnur oder eines Drahtes eingebettet sein.

   Durch  Herausziehen des Reisselementes, z. B. des Drahtes,  wird der     Verfugungskitt    leicht aus der Fuge entfernt.      Um ein leichteres Zerteilen der Wand längs dieser  Fuge     zu    ermöglichen, muss aber auch vermieden wer  den, dass diese zur Trennung bestimmte     Lagerfuge     beim Ausgiessen der Wand mit Bindemittel gefüllt  wird.

   Diese Abtrennung einzelner Lagerfugen von  dem in die Wand eingegossenen Bindemittel     erwies     sich bei Fugen mit nach oben gerichteter Lagerfugen  feder und mit nach unten gerichteter     Lagerfugennut     als sehr schwierig, und zwar deshalb, weil das Absper  ren der nicht zu füllenden     Lagerfugennut    von dem  durch zwei     Stossfugennuten    gebildeten, senkrechten       Eingusskanal    nur mit Hilfe von Dichtungspfropfen  erreicht werden konnte, die durch diesen senkrech  ten Kanal von oben her mittels eines stangenartigen  Werkzeuges nach unten gestossen werden mussten.  Eine sichere Abdichtung war auf diese Weise nicht  gewährleistet.

   Vor allem aber liess sich das Nach  stossen im Bereich der beiden obersten Reihen unter  halb der Decke gar nicht durchführen und infolge  dessen     in    diesem oberen Bereich überhaupt keine  trennbare Lagerfuge anbringen, obwohl es für den  Abbau der Wand gerade     in,    diesem     Bereich    nützlich ist.  



  Es wird daher eine Lösung angestrebt, bei der ein  Pfropfen ohne Werkzeug schon vor dem Aufsetzen  der beiden, den senkrechten Füllkanal bildenden  Einzelelemente auf die Oberkante des Barunter  liegenden Elementes an der dafür vorgesehenen Stelle  in die abzudichtende Nut eingebracht werden kann.

    Zu diesem Zweck kann vorgesehen sein, dass die  Nuten mindestens einiger     Lagerfugen    auf der Ober  seite der Platten und die Federn der     Lagerfugen    auf  der Unterseite der Platten vorgesehen sind (Kopf bei  Fuss versetzen) und dass in diesen Lagerfugen an der  Stelle der Einmündung je einer Stossfuge in den       Lagernutengrund    der Platten     ein    Abdichtungsbausch  eingelegt und von den Enden der Federn der hierauf  aufgesetzten Platten zu einem den Durchgang von  den     Stossfugennuten    zu den     Lagerfugennuten    sper  renden Pfropfen     zusammengedrückt    ist.  



  Ein solches Bauwerk kann auch in der Weise       verwirklicht    werden, dass mindestens in einander ge  genüberliegenden fugenbildenden Flächen der Plat  ten     Ausnehmungen    vorgesehen sind, in die Abstands  stücke solcher Länge eingesetzt sind, dass diese       fugenbildenden        Flächen    einander nicht berühren und  dass an den Fugen zwischen den Platten     Verfugungz-          material        oberflächlich    eingebracht ist, so dass in den  Fugen     Bindemittelkanäle    verbleiben.  



  Es hat sich besonders bewährt, wenn diejenige  Fuge, welche die Wand mit an sie angrenzenden  Bauwerksteilen bildet, als     Haupteingussfuge        einen    grö  sseren Querschnitt hat als die Fugen     zwischen    den  Platten.  



  In der Zeichnung sind     Ausführungsbeispiele    des  Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt.  Es zeigen:       Fig.l    eine Seitenansicht einer quadratischen  Platte der im Flächenverband aufgebauten Wand zu  sammen mit dem     Bruchstück    einer im Verband Bar  überliegenden, gleichartigen Platte,         Fig.    2 eine Stirnansicht zu     Fig.    1,       Fig.    3 einen Schnitt längs der Schnittlinie     111-11l     der     Fig.    1,

         Fig.    4 eine schaubildliche     Darstellunu    der linken  oberen Ecke der Platte nach     Fig.    1 und     21,          Fig.    5 einen Schnitt durch ein anderes     Nut-Feder-          Profil,          Fig.    6 ein Stück einer Wand in Ansicht,       Fig.    7 ein etwas anders aufgebautes Stück einer  Wand in Ansicht,       Fig.    8 eine rechteckige Gipsplatte mit der einen  unteren Ecke der einen darauf aufzusetzenden wei  teren Platte und der anderen unteren Ecke der zwei  ten darauf aufzusetzenden Platte, alles in Haupt  ansicht,

         Fig.    9 eine Stirnansicht zu     Fia.    8 ohne die auf  gesetzten Platten,       Fig.    10 einen Schnitt längs der Linie 10-10 in       Fig.    8,       Fig.    11 eine schaubildliche Darstellung der Ober  kante einer Platte und zweier Ecken, die einerseits  zu einer bereits aufgesetzten Platte gehören und  anderseits zu einer noch     aufzusetzenden    Platte ent  sprechend dem Zustand in     Fig.    8,       Fig.    12 eine Ansicht senkrecht zur Ebene einer in  anderer Weise ausgebildeten Platte,       Fig.    13 eine Stirnansicht gegen die schmale Stirn  kante der Platte nach     Fig.    12,

         Fig.    14 eine Draufsicht auf die lange Seiten  kante der Platte nach     Fig.    12,       Fig.    15 ein Bruchstück eines aus mehreren Platten  bestehenden Bauwerkes vor dem Verfugen, und zwar  in einer Ansicht senkrecht zur Plattenebene, wobei  jedoch einzelne Partien, auch im Schnitt zu erkennen  sind,       Fig.    16 einen Schnitt gemäss der Schnittlinie  16-l6 in     Fig.    15, jedoch nach dem Verfugen,       Fig.    17 einen Schnitt durch das Bauwerk nach der  Schnittlinie 17-17 der     Fig.    15, ebenfalls nach dem  Verfugen.  



  Das Einzelelement 10 nach den     Fig.    1 bis 4 be  steht aus einer quadratischen Kachel bzw. Platte, die  allseits entweder mit einer Nute oder mit einer Feder  versehen ist. Bei dem gewählten     Ausführungsbeispi 1     ist an der oberen Kante eine Feder 101 vorgesehen,  die, wie aus den     Fig.    2 bis 4 zu erkennen ist, halb  kreisähnliches Profil hat.

   Die gegenüberliegende Un  terkante der Kachel 10 weist eine aus     Fig.    2, in ihrem  Profil erkennbare, zugehörige Nute 102 auf,     dic     selbstverständlich auch an der Unterseite der     dar-          überliegenden    Platte 11 vorgesehen ist und dort mit  112 (siehe     Fig.    3) bezeichnet ist.  



  Wie gerade diese Figur zeigt, ist dadurch, dass die  Feder 101 ein konvexes, gewölbtes und die     zugehörige     Nut 112 ein etwa     trapezförmiges    Profil aufweisen,  erreicht, dass zwischen den Seitenflächen von Nut  und Feder spitzwinklige Hohlräume verbleiben. Wenn  dann noch, wie in den     Fig.    3 und 4 gezeichnet, bei  diesem Profil der Verband so aufgebaut wird, dass  die Nut von oben über die Feder gestülpt wird, er-      reicht man selbst dann, wenn die Nut 112 eine grö  ssere Tiefe hat als die Feder hoch ist, dass auch  bei geringen, in dem Hohlraum verbleibenden Men  gen an Bindemitteln diese sich in den spitzwinkligen  Hohlräumen ablagern und dort eine feste Verbindung  zwischen den beiden Platten 10 und 11 gewähr  leisten.

   Würde man umgekehrt die Nut im unteren  Element vorsehen und die Feder von oben einbringen,  so müsste zunächst erst der gesamte     Hohlraum    mit  Bindemittel gefüllt sein, ehe dieses Bindemittel mit  beiden Kacheln des Flächenverbandes in Berührung  kommt.  



  Wie aus     Fig.    4 zu ersehen ist, ist beim gezeich  neten Ausführungsbeispiel in der senkrechten Fuge  der Kachel 10 eine halbkreisförmige Nut 105 vor  gesehen, die in diesem Fall auch auf der gegenüber  liegenden Seite angewendet ist, so dass an der Stoss  stelle zweier solcher halbkreisförmigen,     gegenein-          andergesetzten    Nuten ein senkrechter Hohlkanal ge  bildet wird.

   Man kann selbstverständlich auch an  der     Stossfugenkante    der Einzelelemente die     gleiche     Nut- und Federverbindung vorsehen wie an den  waagrechten Seiten, da der dann noch freibleibende  Hohlraum im     Nutfederbereich    auch in der senk  rechten Fuge ausreicht, um das Bindemittel nach  unten in das gebildete Kanalnetz abfliessen zu lassen.  



  Um ein Eingiessen der     Bindemittelflüssigkeit    auch  an solchen Stellen des Verbandes zu ermöglichen,  die nicht auf der obersten Kante desselben liegen, sind,  wie oben erwähnt, besondere     Eingussöffnungen    an  manchen Kacheln vorgesehen.

   Im Ausführungsbei  spiel nach     Fig.    1 ist dies dadurch erreicht, dass von  der Seitenwand der     Stossfugennut    105 an     ihrem     oberen Ende ein etwa dreieckiges Stück ausgespart  oder weggebrochen ist, so dass an dieser Stelle die  Schrägfläche 103 entsteht (siehe     Fig.4).    Selbstver  ständlich muss diese aus der Seitenwand der Stoss  fugennut ausgesparte     Einfüllöffnung    nicht unbe  dingt am Ende der     Stossfugennut    105 liegen, sondern  kann auch in einem mittleren Bereich der Seiten  wand der Nut 105 angebracht sein.  



  Bei dem Ausführungsbeispiel nach     Fig.    5 ist vor  gesehen, dass die Nut 211 der unteren Platte 21 und  die Feder 201 der     obenliegenden    Platte 20 das Profil  eines     langgestreckten    Rechtecks haben, wobei die       Nutentiefe    und Federhöhe einander entsprechen.  Der zwischen Nut und Feder freizuhaltende Kanal  raum besteht in diesem Falle aus einer in der Stirn  seite der Feder 201 freigehaltenen Aussparung 202.  



  Da in diesem Falle die Aussparung 202 in die  Feder 201 eindringt, erscheint die Feder 201 in der  Form zweier einzelner Längsfedern, was jedoch nicht  so ausgeprägt der Fall zu sein braucht, da die in der  Stirnseite der Feder 201 vorgesehene Rinne 202 auch  geringere Tiefe haben kann.  



  Bei dem in     Fig.    5 beschriebenen Profil empfiehlt  es sich, die Feder 201 entsprechend der Zeichnung  in die unten liegende Nut 211 einzustecken, da im  umgekehrten Fall erst die ganze Rinne 202 mit    Bindemittel angefüllt werden müsste, bis es den Grund  der Nut 211 erreicht.     Wird    aber gemäss der Zeich  nung verfahren, so genügt eine ganz geringe, durch  den Kanal 202 geführte     Bindemittelmenge,    um in  die Fugen zwischen der Federstirn und dem Nuten  grund einzudringen und hier die nötige Verbindung  zu schaffen. Bei dem in     Fig.    6 nur schematisch an  gedeuteten Verband ist durch die schwarz ausgefüllten  Dreiecke eine mögliche Lage der     Eingussöffnungen     angezeigt.

   Diese Anordnung der     Eingussöffnungen    ge  stattet es, den Verband in jedem Fall bis zur vollen  vorgesehenen Höhe ohne Bindemittel, also trocken,  aufzubauen und gegebenenfalls     das    Bindemittel auf  beliebigen Zwischenhöhen nachträglich     einzufüllen.     In der Zeichnung ist auch zu erkennen, dass     ein     Einzelelement,     also    z. B. eine Kachel oder Platte 10,  auch noch mit einer besonderen Oberflächenschicht  versehen sein kann, die mit 104 bzw. 114 oder 204  bezeichnet ist.  



  Bei der in     Fig.    7 schematisch dargestellten, aus  rechteckigen Gipsplatten im Verband zusammen  gefügten     Gipsplattenwand    weisen im Gegensatz zu       Fig.    6 alle Platten die besonderen     Eingussöffnungen     auf, weil in diesem Beispiel daran gedacht ist, sämt  liche Lagerfugen trennbar zu halten. Im übrigen ent  hält diese Wand auch die bereits in den vorange  gangenen Figuren als Beispiel ausgewählte Platten  zusammenstellung der Platten 10, 11     und    12.  



  In     Fig.    8 ist die Platte 10 in der Hauptansicht  ihrer vollen Grösse zu sehen. Hierbei zeigt sich, dass  im Gegensatz zu dem     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    1  die     Lagerfugenfeder    101 an der Unterkante der Platte  liegt und die     Lagerfugennut    102 an deren Oberkante.  Mit 103 ist wieder die weggebrochene Ecke bezeich  net, durch die man von aussen her für das einzu  giessende Bindemittel Zutritt zu dem von den beiden  stirnseitigen     Stossfugennuten    105 zweier aneinander  stossender Einzelelemente gebildeten     Stossfugenkanal     hat.

   In diesem     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    8, 9  und 10 ist auch noch zu erkennen, dass an den Kanten  der oberen und unteren Stirnflächen der Platte 10  Winkelnuten 104 ausgespart sind, die (wie in     Fig.    10  besonders deutlich gezeigt) beim     Aufeinandersetzen     zweier solcher Platten zusammen eine Nut zum Ein  fügen des     Verfugungskittes    15 bilden. In diesen       Verfugungskitt    kann der bei 14 angedeutete     Reissdraht     eingebettet ,sein (vgl.     Fig.    10).  



  Die auf die Platte 10 aufzusetzenden beiden  Platten 11 und 12 sind ganz gleich ausgebildet wie die  Platte 10, weshalb an den Seiten der in den     Fig.    8  und 9 sowie     Fig.    11 lediglich dargestellten, einander  zugekehrten unteren Ecken dieser Platten 11 und 12,  genau entsprechend der Platte 10, eine nach unten  gerichtete Fugenfeder 111 bzw. 121 stirnseitige Stoss  fugennuten 115 bzw. 125 und     Verfugungsnuten    114  bzw. 124 zu erkennen sind.

   Vor dem Aufsetzen die  ser beiden, mit ihren einander zugekehrten     Stirnseiten     bzw.     Stossfugennuten    115 und 125 einen     Einfüllkanal     bildenden Platten 11 und 12     ist    in die obere Lager-           fugennut    103 der Platte 10 ein Dichtungsbausch 13  aus     Schwammgummi,    Watte oder dergleichen in ein  facher Weise eingelegt worden. Beim anschliessenden  Aufsetzen der Platten 11 und 12 wird er so kompri  miert, dass er alle Zwischenräume ausfüllt und den  Zulauf des am oberen Ende des     Stossfugenkanals    115,  125 eingegossenen Bindemittels     zur        Lagerfugennut     102 verhindert.  



  Bei einer solchen Wand bleibt also jede als spä  tere Trennfuge vorgesehene Lagerfuge frei von Binde  mitteln. Die Ausfüllung des     Stossfugenkanals    der       darüberliegenden    Reihe genügt für den Zusammen  halt der Wand     zumindest    dann, wenn das Binde  mittel zu einer     Einflussöffnung    am oberen Rand dieser       nächstoberen    Reihe eingegossen wird, und zwar für  jede Stossfuge einzeln. Für das Füllen wird meist  ein durch die Aussparung 103 in den Kanal<B>105</B> ein  geführter Schlauch verwendet.

   Wenn dabei die für  den     Einguss    vorgesehene Aussparung<B>103</B> etwas tiefer  liegt als die Nut 102, so ist auch vermieden,     d'ass     durch Überfüllung des     Stossfugenkanals    105 die Nut  102 unbeabsichtigt eine     Füllung    erhält, weil vorher  überschüssige Gipsmilch zur Aussparung 103 heraus  laufen kann.  



  In den     Fig.    12 bis 17 wird ein weiteres Ausfüh  rungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung be  schrieben, bei dem ebenfalls     Bindemittelkanäle    aus  gebildet sind, die das Vergiessen einer     derartig    auf  gebauten Wand als Gesamtheit oder abschnittsweise  in einem     Gruss    ermöglichen.  



  Die in der     Fig.    12 mit 31 bezeichneten, recht  eckigen Bauplatten haben glatte Seitenkanten. Jedoch  sind in den Längskanten in bestimmten Abständen  Vertiefungen<B>311</B> vorgesehen, deren Abstand so ge  wählt ist, dass bei im Verband     nebeneinanderliegenden     Platten 31 deren beide einander benachbarte äussere       Vertiefungen    311 den gleichen Abstand haben wie in  der Platte selbst untereinander. An der einen schma  len     Stirnkante    ist ein fester Zapfen 312 vorgesehen,       während    die andere schmale Seitenkante weder einen  Vorsprung noch eine Vertiefung aufweist.  



  Um derartige Platten im Verband zu setzen und  auch in senkrechter Richtung den     erforderlichen     Fugenabstand zu halten, werden Zwischenkörper 32  benötigt, die in die     Vertiefungen    311 der Seitenkanten  der Gipsplatten 31 einzusetzen sind. Der erforder  liche Fugenabstand in waagrechter Richtung wird  dadurch gewahrt, dass der Zapfen 312 der einen  Platte an die zapfenlose     Seitenwand    der Nachbar  platte angestossen wird. Selbstverständlich ist auch  denkbar, an beiden Seitenkanten solche Zapfen vor  zusehen, die dann jedoch nur die halbe Länge haben,  um     zusammen    wieder den erforderlichen Fugen  abstand zu ergeben.  



  Aus     Fig.    15 ist zu ersehen, wie durch das Ein  schalten der Zwischenkörper 32 in die Vertiefungen  <B>311</B> der     einander    in senkrechter Richtung benach  barten Platten die senkrechte Fugenbreite gesichert  wird. Durch entsprechend gewählte Teilung der Ver  tiefungen 311 ist auch eine einheitliche Versetzung    der Platten im Verband gesichert. Den Seitenabstand  der Platten sichern, wie     Fig.    15 zeigt, die Zapfen 312.  



  Nach dem Aufeinander- und     Nebeneinandersetzen     der Platten gemäss     Fig.    16 wird durch eine     geeignete          Spachtelmasse    die Abstandsfuge zwischen den ein  zelnen Platten     verfugt,    jedoch nur     oberflächlich,    wie  dies bei 33 in     Fig.    16 und 17 gezeigt ist. Durch diese  nur oberflächliche     Verfugung    bzw.     Verspachtelung     entsteht im Bereich der Fugen ein Kanal grossen  Querschnittes, durch den das flüssige Bindemittel frei  hindurchlaufen kann und die ganze aus den Einzel  platten hergestellte Wand von oben bis unten durch  läuft.  



  Auch beim Anstoss der Plattenwand an eine Ne  benwand (dieser Fall ist, da auch ohne Zeichnung  verständlich, in der Zeichnung nicht dargestellt) kann  der erwähnte Fugenabstand durch Zapfen 312 oder  durch besondere Keile     od.    dgl. gesichert und in gleicher  Weise oberflächlich verfugt werden. Bei freistehen  den Wänden von genügender Standfestigkeit kann auf  die Anwendung besonderer Abstandsmittel für die  Nebenwand verzichtet werden.

   Es empfiehlt sich aber  in jedem Falle, die Fuge zwischen den Bauplatten  und der Nebenwand breiter zu halten als zwischen  den einzelnen Platten, damit an dieser Stelle ein be  sonders grosser und von oben bis unten durchgehen  her, gerader Hauptkanal entsteht, an dessen Ober  ende dann das Bindemittel bevorzugt     einzugiessen     ist; die Verteilung auf die anderen Fugen erfolgt  dann durch die in jedem Falle an diesen Hauptkanal  angeschlossenen waagrechten Stichkanäle.  



  Anstelle der einzufügenden     Abstandshalter    32  können auch feste Ansätze an den Platten vorge  sehen sein, die z. B. als Füsse oder Nasen ausgebildet  sind und mit den Aussenseiten der Platten fluchten  können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Bauwerk mit mindestens einer Wand aus recht eckigen Platten, die im Verband mit senkrechten Stossfugen und waagrechten Lagerfugen aufeinandar- gesetzt sind, im Bereich der Fugen Hohlräume be grenzen und durch ein in diese Hohlräume einge brachtes erhärtetes Bindemittel miteinander verkittet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Hohlräume ein die Wand von oben bis unten durch ziehendes Kanalnetz bilden, das ein gipshaltiges Bindemittel enthält. UNTERANSPRÜCHE 1. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Platten (10, 11) nur in den Lagerfugen Nut und Feder, jedoch in den Stossfugen nur Nuten aufweisen. z.
    Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens an einigen Platten (10, 11, 12) eine zu einer ihrer Nuten führende, von aussen zugängliche Eingussöffnung (103) für das Binde mittel vorgesehen ist. 3. Bauwerk nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (101) an den Platten (10, 11) ein konvex gewölbtes und die zugehörigen Nuten (102, 112) ein davon abweichendes grösseres Profil aufweisen, so d'ass zwi schen den Seitenflächen von Nut und Feder spitz winkelige Hohlräume gebildet sind. 4.
    Bauwerk nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (211) und die Federn (201) der Platten (20, 21) als Profil ein langgestrecktes Rechteck haben, wobei die Nutentiefe und die Federhöhe einander gleich sind und dass der zwischen Nut und Feder liegende Kanal durch eine Längsrinne (202) in der Stirnseite der Feder gebildet ist. 5. Bauwerk nach Patentanspruch und Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Längsrinnen (202) gleich der Höhe der Federn (201) ist. 6. Bauwerk nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den waagrechten Fugen die Federn (201) von oben ir. die darunterliegenden Nuten (211) hineinragen. 7.
    Bauwerk nach Patentanspruch und Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einguss- öffnungen durch eine Lücke (103) in der Seiten wange einer Nut gebildet sind. B. Bauwerk nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten bei mindestens einigen Lagerfugen auf der Oberseite ihrer Platten (10, 11) und die Federn (101, 111) auf der Unterseite ihrer Platten (10, 11) vorgesehen sind und dass in diesen Lagerfugen an der Stelle der Einmündung je einer Stossfuge in den Lagernuten grund ein Abdichtungsbausch (13)
    eingelegt und von den Enden der Federn der hierauf aufgesetzten Plat ten zu einem den Durchgang von den Stossfugen nuten zu den Lagerfugennuten sperrenden Pfropfen zusammengedrückt ist. 9. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass in einander gegenüberliegenden fugenbildenden Flächen der Platten (31) Ausnehmun- gen (311) vorgesehen sind, in die Abstandsstücke (32) solcher Länge eingesetzt sind, dass diese fugen bildenden Flächen einander nicht berühren und dass an den Fugen zwischen den Platten (31) Verfugunbs- material (33) oberflächlich eingebracht ist,
    so dass in den Fugen Bindemittelkanäle verbleiben. 10. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass diejenige Fuge, welche die Wand mit an sie angrenzenden Bauwerksteilen bildet, als Haupteingussfuge einen grösseren Querschnitt hat als die Fugen zwischen den Platten. 11. Bauwerk nach Patentanspruch und Unteran spruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass diejenige Fuge, welche die Wand mit an sie angrenzenden Bau werksteilen bildet, als Haupteingussfuge einen grö sseren Querschnitt hat als die Fugen zwischen den Platten. 12. Bauwerk nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Platten Gipsplatten sind.
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