CH360249A - Anlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme - Google Patents

Anlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme

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CH360249A
CH360249A CH360249DA CH360249A CH 360249 A CH360249 A CH 360249A CH 360249D A CH360249D A CH 360249DA CH 360249 A CH360249 A CH 360249A
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Werner Dr Dipl Ing Spillmann
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Escher Wyss Ag
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Description


  Anlage     zur    Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme    Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Ausnützung  der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme.  



  Es ist eine solche Anlage bekannt, bei der diese  Wärme über einen in einem Kreislauf durch den  Reaktor geführten gasförmigen     Zwischenwärmeträger     an das Arbeitsmittel einer     Wärmekraftmaschine    abge  geben wird. Ferner ist es bekannt, in einen ersten  Kreislauf eines gasförmigen     Zwischenwärmeträgers     eine von dem im Reaktor erhitzten Gas     beaufschlagte     Turbine einzuschalten, wobei das die Turbine ver  lassende Gas vor der Wiederverdichtung in     einem     Verdichter Wärme an das     einen    zweiten Kreislauf  beschreibende Arbeitsmittel einer Wärmekraft  maschine abgibt.

   Die Turbine des ersten Kreislaufs  treibt dabei den erwähnten Verdichter an und gibt  ausserdem Nutzleistung nach aussen ab.  



  Bei dieser Anlage wirkt sich aber nachteilig aus,  dass beim Eintritt     in    den der Turbine des ersten Kreis  laufs nachgeschalteten     Wärmeaustauscher        der        gas          förmige        Zwischenwärmeträger    eine wesentlich tiefere  Temperatur     aufweist    als     beim    Austritt aus dem Reak  tor. Das Arbeitsmittel des zweiten Kreislaufes kann  daher entsprechend weniger hoch aufgeheizt werden,  was den thermodynamischen Wirkungsgrad des zwei  ten Kreislaufs vermindert.

   Anderseits ist aber ein  Wärmeentzug beim entspannten Gas des ersten Kreis  laufs erforderlich, da sonst die Turbinenleistung nicht  hinreichen würde, um den Verdichter des ersten Kreis  laufs anzutreiben und die Verluste zu decken.  



  Bei einer Anlage zur Ausnützung der in     einem     Kernreaktor anfallenden Wärme, bei welcher diese  Wärme über einen in mindestens einem Kreislauf  durch den Reaktor geführten gasförmigen Zwischen  wärmeträger an das Arbeitsmittel einer Wärmekraft  maschine abgegeben wird und dieser     Kreislauf    durch  eine Turbine und mindestens einen von dieser Turbine  angetriebenen Verdichter führt, wird nun der er-    wähnte Nachteil erfindungsgemäss dadurch vermieden,  dass für die     Wärmeübertragung    vom Zwischenwärme  träger an das Arbeitsmittel der     Wärmekraftmaschine     ausser einem vom .entspannten,

   die Turbine des     Zwi          schenwärmeträgerkreislaufs    verlassenden Gas durch  strömten     Wärmeaustauscher    noch ein mit Bezug auf  das Arbeitsmittel der     Wärmekraftmaschine    nachge  schalteter     Wärmeaustauscher    vorgesehen ist, welcher  von verdichtetem, im Reaktor erhitztem Gas des     Zwi-          schenwärmeträgerkreislaufs        durchströmt    ist.  



  Dieser     arbeitsmittelseitig        nachgeschaltete        Wärme-          austauscher    ergibt nun die Möglichkeit,     das    Arbeits  mittel der     Wärmekraftmaschine    auf eine Temperatur  aufzuheizen, die nahezu gleich der Austrittstemperatur  des gasförmigen     Zwischenwärmeträgers    aus dem Re  aktor ist und sich von dieser nur durch den zur       Wärmeübertragung    erforderlichen     Temperatursprung     im     Wärmeaustauscher    unterscheidet.  



  In der Zeichnung sind als Beispiele verschiedene  Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes     dar-          gestellt.     



  Die     Fig.    1, 2 und 3 zeigen eine     Dampfkraftanlage     und die     Fig.    4 eine     Gasturbinenanlage    mit geschlos  senem Kreislauf.  



  Gemäss den     Fig.    1 bis 3 wird die in einem Kern  reaktor 1 anfallende Wärme über     einen    gasförmigen       Zwischenwärmeträger    an das     Arbeitsmittel        einer          Dampfkraftanlage    übertragen. Diese Dampfkraft  anlage weist eine Hochdruckturbine 2, eine     doppel-          flutige        Niederdruckturbine    3 und     einen    Kondensator 4  auf. Die     Nutzleistung    dieser Turbinen     wird    an     einen     elektrischen Stromerzeuger 5 abgegeben.

   Der Frisch  dampf gelangt durch eine Leitung 6 in die Turbine 2,  und von dort durch eine     überströmleitung    7 in die  Turbine 3. Der Abdampf wird durch eine Leitung 8  in den Kondensator 4 geführt. Das Kondensat wird  von einer Pumpe 9 über     eine        Leitung    10 angesaugt      und als Speisewasser über eine Leitung 11     einem          Wärmeaustauscher    12 und von dort über eine Lei  tung 13 einem     Wärmeaustauscher    14     zugeführt.    In  den     Wärmeaustauschern    12 und 14 wird vom     er-          wähnten    gasförmigen     

  Zwischenwärmeträger    Wärme  an das Arbeitsmittel der     Wärmekraftmaschine,    im  vorliegenden Fall also der Dampfturbinen 2, 3, über  tragen. Das von der Pumpe 9     zugeführte    Speise  wasser wird in den     Wärmeaustauschern    12, 14 vorge  wärmt, verdampft und gegebenenfalls noch     überhitzt.     Der gasförmige     Zwischenwärmeträger    ist     in    einem  Kreislauf durch den Reaktor 1     geführt.     



  Gemäss     Fig.    1 führt dieser Kreislauf vom Reaktor  1 nacheinander durch     eine    Leitung 15, den     Wärme-          austauscher    14,     eine    Leitung 16, eine Turbine 17,  eine Leitung 18, den     Wärmeaustauscher    12, eine Lei  tung 19, einen von der Turbine 17 angetriebenen Ver  dichter 20, und .eine Leitung 21 wieder in den Reak  tor 1.

   Der im     Reaktor    1 erhitzte, verdichtete gasför  mige     Zwischenwärmeträger    überträgt vorerst im       Wärmeaustauscher    14 Wärme an das Arbeitsmittel  der     Wärmekraftmaschine    2, 3, entspannt dann in der  Turbine 17 und gibt hernach im     Wärmeaustauscher     12 wiederum Wärme an das Arbeitsmittel der     Wä,rme-          kraftmaschine    ab. Nach Abkühlung im Wärmeaus  tauscher 12 wird er im Verdichter 20 wieder auf den  ursprünglichen Druck gebracht und     zur    Wiedererhit  zung dem Reaktor 1 zugeleitet.

   Der Kreislauf des       Zwischenwärmeträgers    ist so ausgelegt, dass die Ma  schinengruppe 17, 20 im Leistungsgleichgewicht ist.  Zum Anfahren der Gruppe ist natürlich ein     Anwurf-          motor    erforderlich, der aber der     Einfachheit    halber  nicht dargestellt ist.  



  Der     Wärmeaustauscher    14 ist     mit    Bezug auf das  Arbeitsmittel der     Wärmekraftmaschine    2, 3 dem       Wärmeaustauscher    12 nachgeschaltet. Da er vom ver  dichteten, im Kernreaktor 1     erhitzten    Gas des     Zwi-          schenwärmeträgerkreislaufs    durchflossen ist, ist es  möglich, das Arbeitsmittel der     Wärmekraftanlage    bis       nahezu    auf die Temperatur des den Kernreaktor 1  verlassenden     Zwischenwärmeträgers    zu erhitzen.  



  Gemäss     Fig.    2 wird nur     eine    Teilmenge des ver  dichteten und im Reaktor 1     erhitzten    Zwischenwärme  trägers durch die Leitung 15 dem     Wärmeaustauscher     14 zugeführt. Der     restliche    Teil gelangt .durch     eine     von der Leitung 15 abzweigende Leitung 16' unmittel  bar zur     Turbine    17, um nach Entspannung in dieser  Turbine in gleicher Weise wie gemäss     Fig.    1 im       Wärmeaustauscher    12 Wärme abzugeben.  



  Zur Wiederverdichtung des gasförmigen     Zwi-          schenwärmeträgers    sind aber nun zwei Verdichter 20'  und 20" vorgesehen. Dem Verdichter 20' wird die  den     Wärmeaustauscher    12 verlassende Menge des  entspannten     Zwischenwärmeträgers    durch eine Lei  tung 19' zugeführt und darin bis etwa auf den Druck  der den     Wärmeaustauscher    14 verlassenden Teil  menge verdichtet.

   Die beiden Mengen werden dann  durch Leitungen 22 bzw. 23 der     Eintrittseite    des Ver  dichters 20"     zugeleitet,    welcher im wesentlichen nur  die     Druckverluste    im Reaktor 1 und im Wärmeaus-         tauscher    14 zu überwinden hat. Vom Verdichter 20"  gelangt dann die gesamte Menge des Zwischenwärme  trägers über die Leitung 21 wieder in den Reaktor 1.  Die Maschinen und     Wärmeaustauscher    werden zweck  mässig so ausgelegt, dass die beiden Teilmengen mit  gleicher Temperatur dem Verdichter 20" zuströmen.  



  Die Anordnung gemäss     Fig.    3 unterscheidet sich  von jener nach     Fig.2,    dass die durch die beiden       Wärmeaustauscher    geführten Teilmengen vollkommen  getrennte Kreisläufe beschreiben. Die eine Teilmenge  wird in einem Reaktorteil 1' erhitzt, über eine Lei  tung 15' der Turbine 17 zugeführt, und gelangt nach  Entspannung in dieser Turbine über die Leitung 18  in den     Wärmeaustauscher    12.

   Von dort wird sie über  die Leitung 19' dem Verdichter 20' und schliesslich  durch eine Leitung 21' wieder dem Reaktorteil 1'       zugeführt.    Die andere Teilmenge wird in einem Reak  torteil 1" erhitzt, gelangt dann über eine Leitung  15" in den     Wärmeaustauscher    14 und von dort über  eine Leitung 16" in den Verdichter 20", worauf sich  der     Kreislauf    über eine in den Reaktorteil 1" zurück  führende Leitung 21" schliesst. Auch hier ist wieder  der     Wärmeaustauscher    14 von verdichtetem und im  Reaktor erhitztem Gas des     Zwischenwärmeträger-          kreislaufs    durchströmt.  



  Bei der in     Fig.    4 dargestellten Anlage wird der       Stromerzeuger    5 durch eine geschlossene Gasturbinen  anlage mit einer Turbine 24 und einem Verdichter 25  angetrieben. Das verdichtete Arbeitsgas durchströmt       in    gleicher Weise wie das Arbeitsmittel der Anlagen  nach den     Fig.    1, 2, 3 nacheinander die     Wärmeaus-          tauscher    12 und 14. Das erhitzte Arbeitsgas gelangt  über eine Leitung 26 zur Turbine 24 und wird nach  Entspannung in dieser Turbine über einen     Wärmeaus-          tauscher    27 und einen Kühler 28 der Saugseite des  Verdichters 25 zugeleitet.

   Nach Verdichtung wird es  sodann über eine Leitung 29 wieder dem     Wärme-          austauscher    27     zugeführt,    in welchem es Wärme vom  entspannten Arbeitsgas aufnimmt, und gelangt schliess  lich über eine Leitung 30 wieder in den     Wärme-          austauscher    12.  



  Die     Anordnung    des Kreislaufs des Zwischen  wärmeträgers entspricht im wesentlichen wieder jener  nach     Fig.2.    Die     einzelnen    Teile dieses Kreislaufs  sind daher in     Fig.    4 mit den gleichen Bezugsziffern  versehen wie in     Fig.2.    In     Fig.    4 ist indessen noch  ein zusätzlicher     Wärmeaustauscher    31 gezeigt, wel  cher im Kreislauf des     Zwischenwärmeträgers        zwischen     den Leitungen 18 und 19' in Nachschaltung zum       Wärmeaustauscher    12 eingebaut ist.

   Dieser Wärme  austauscher dient zur Abgabe von Nutzwärme, bei  spielsweise zu Heizzwecken, an ein anderes Medium  und erlaubt, den     Zwischenwärmeträger    auf eine  tiefere Temperatur als die Temperatur des dem       Wärmeaustauscher    12 zuströmenden Arbeitsgases der       Gasturbinenanlage    24, 25     abzukühlen.     



  Selbstverständlich kann auch im Zusammenhang  mit einer     Gasturbinenanlage    eine andere in den Rah  men der     Erfindung    fallende Schaltung des Zwischen  wärmeträgerkreislaufs vorgesehen werden, wie z. B.      eine der in den     Fig.    1 oder 3 gezeigten Schaltungen,  mit oder ohne     Wärmeaustauscher    31.  



  Bei den dargestellten Anlagen sind die Turbine  17 und der Verdichter 20 bzw. die Verdichter 20',  20" miteinander im Leistungsgleichgewicht, das heisst  sie benötigen keine Antriebsleistung von aussen noch  geben sie nach aussen Nutzleistung ab. Sämtliche durch  den     Zwischenwärmeträger    vom Reaktor aufgenom  mene Wärme wird somit an das Arbeitsmittel der       Wärmekraftmaschine    und allfällige weitere Nutz  wärmeempfänger abgegeben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Anlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme, bei welcher diese Wärme über einen in mindestens einem Kreislauf durch den Reak tor geführten gasförmigen Zwischenwärmeträger an das Arbeitsmittel einer Wärmekraftmaschine abge geben wird und dieser Kreislauf durch eine Turbine und mindestens einen von dieser Turbine angetrie benen Verdichter führt, dadurch gekennzeichnet, dass für die Wärmeübertragung vom Zwischenwärmeträ- ger an das Arbeitsmittel der Wärmekraftmaschine ausser einem vom entspannten,
    die Turbine des Zwi- schenwärmeträgerkreislaufs verlassenden Gas durch strömten Wärmeaustauscher (12) noch ein mit Bezug auf das Arbeitsmittel der Wärmekraftmaschine (2, 3) nachgeschalteter Wärmeaustauscher (14) vorgesehen ist, welcher von verdichtetem, im Reaktor (1) er hitztem Gas des Zwischenwärmeträgerkreislaufs durch strömt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zwischenwärmeträgerkreislauf nach einander vom Reaktor (1) durch den mit Bezug auf das Arbeitsmittel der Wärmekraftmaschine nachge schalteten Wärmeaustauscher (14) und die Turbine (17) führt (Fig. 1). 2.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zwischenwärmeträgerkreislauf sich nach dem Reaktor in der Weise verzweigt, dass eine Teilmenge des Zwischenwärmeträgers durch den mit Bezug auf das Arbeitsmittel der Wärmekraftmaschine (2, 3 bzw.
    24, 25) nachgeschalteten Wärmeaustauscher (14) geführt wird und die restliche Menge unmittel bar in der Turbine (17) entspannt und nach Wieder verdichtung bis auf den Druck der den genannten Wärmeaustauscher (14) verlassenden Teilmenge wie der mit dieser Teilmenge vereinigt wird (Fig. 2 und 4). 3.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei voneinander getrennte, durch den Reaktor führende Kreisläufe für den Zwischenwärme träger vorgesehen sind, wobei nach dem Austritt des erhitzten Zwischenwärmeträgers aus dem Reaktor der eine Kreislauf durch den mit Bezug auf das Arbeits mittel der Wärmekraftmaschine nachgeschalteten Wärmeaustauscher (14) und der andere Kreislauf durch die Turbine (17) führt (Fig. 3). 4.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass im Strömungsweg des die Turbine (17) verlassenden Zwischenwärmeträgers nach dem für die Wärmeabgabe an das Arbeitsmittel .der Wärmekraft maschine (24, 25) dienenden Wärmeaustauscher ein weiterer Wärmeaustauscher (31) angeordnet ist, der zur Abgabe von Nutzwärme an ein anderes Medium dient (Fig. 4). 5. Ansage nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass Turbine (17) und Verdichter (20 bzw. 20', 20") des Zwischenwärmeträgers miteinander im Leistungsgleichgewicht sind.
CH360249D 1958-10-07 1958-10-07 Anlage zur Ausnützung der in einem Kernreaktor anfallenden Wärme CH360249A (de)

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