Kamera mit gekuppeltem lichtelektrischem Belichtungsmesser Bei Kameras, die mit einem lichtelektrischen Belichtungsmesser ausgerüstet sind, ist es bekannt, das Nachführorgan des Belichtungsmessers, etwa einen mit dem Instrumentzeiger zur Deckung zu brin genden Nachführzeiger, mit der Blenden- oder/und Zeiteinrichtung über ein Kurvengetriebe zu kuppeln, das die Charakteristik des Instrumentausschlags be rücksichtigt. Ein solches Kurvengetriebe ist bisher, als Teil der Rechenvorrichtung des Belichtungsmes sers, mit diesem zu einer Baueinheit zusammen gefasst.
In Abkehr davon sieht die Erfindung vor, bei den eingangs genannten Anordnungen das Kurven getriebe vom Belichtungsmesser örtlich getrennt im Anschlussgetriebe zum Belichtungseinstellglied, das heisst dem Blenden- oder/und Zeiteinstellglied der Kamera unterzubringen. Dadurch lässt sich das Ver bindungsgetriebe entsprechend den jeweiligen Ka meraverhältnissen günstig gestalten und einordnen. Ebenso kann der einfacher gewordene Belichtungs messer besser in den Mechanismus und den ver fügbaren Raum der Kamera eingefügt werden.
Vor teilhaft ist es, das Kurvenglied des Kurvengetriebes um die optische Achse der Kamera herumzulegen. Man gewinnt dadurch eine gute Anschlussmöglich- keit zu Belichtungseinstellgliedern am Kameraobjek tiv, sei es, dass sich dort nur die Blendeneinrichtung befindet oder ein die Blenden- und die Zeitbildungs einrichtungen zusammenfassender Zentralverschluss. Besonders einfach wird das Gesamtgetriebe beim Vorhandensein von Objektivverschlüssen mit einer Blendeneinrichtung,
von deren die Blendenlamellen verstellenden Steuerringen einer nach Zeitwerten, ein anderer nach Lichtwerten einstellbar ist. Dann ge nügt vom Nachführorgan des Belichtungsmessers aus über das Kurvengetriebe ein einziger Verbindungs strang zum Lichtwertverstellglied der Blendenein- richtung, um eine Vollkupplung nach Blende und Zeit zu erzielen. Das Nachführorgan kann anstelle eines mit dem Instrumentzeiger zur Deckung zu bringenden Nachführzeigers z.
B. auch das als Gan zes verstellbare Messinstrument sein, durch dessen Verstellung der Instrumentzeiger auf eine Festmarke zurückgeführt wird.
Die Erfindung kann sowohl auf Kameras, die lediglich mit einer Frontgliedverstellung und gege benenfalls Frontgliedauswechslung arbeiten, ange wendet werden, als auch auf solche, die ein gesamt verstellbares und gegebenenfalls austauschbares Ob jektiv aufweisen. In der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen des Erfindungsgegenstan des sind solche erläutert, welche jeweils für die Kamera mit dem verstellbaren oder auswechselbaren Frontglied bzw. für die Kamera mit dem gesamt verstellbaren oder auswechselbaren Objektiv geeignet sind.
Schliesslich können auch Mittel vorgesehen sein, um mit dem Nachstellen des Nachführzeigers des Belichtungsmessers nicht nur die Filmempfindlichkeit in den damit eingestellten Blenden- oder/und Zweit wert eingehen zu lassen, sondern hierbei noch zu sätzliche Faktoren, z. B. Filterfaktoren, berücksich tigen zu können.
In der beiliegenden Zeichnung sind einige Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Kamera von oben gesehen und zum Teil im horizon talen Schnitt, mit zur Entfernungseinstellung verstell barem und gegebenenfalls auswechselbarem Front- glied, bei welcher Kamera das Kurvengetriebe, vom Belichtungsmesser örtlich getrennt, im Anschluss- getriebe zum Belichtungseinstellglied (Blenden- oder( und Zeiteinstellglied) der Kamera angeordnet ist,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kamera in Ansicht von oben, zum Teil horizontal geschnitten mit zur Entfernungseinstellung gesamt verstellbarem Objektiv, das auch gegebenenfalls als Ganzes auswechselbar ist, Fig. 3a, 3b, 4 und 5 Einzelheiten zu dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel und Fig. 6 und 7 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Kamera, ebenfalls in Draufsicht mit auf dem Ob jektivverschluss befindlichen Ablesevorrichtungen so wie eine Abwicklung dieser Anzeigemittel.
Bei Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist der Be lichtungsmesser im Oberteil der Kamera unterge bracht. Sein Drehspulinstrument 1 wird von dem Strom einer etwa bei 2 angeordneten lichtempfind lichen Zelle beeinflusst und bringt den Instrument zeiger 3 zum entsprechenden Ausschlag. Mit diesem arbeitet der doppelarmige Nachführzeiger 4 zusam men. Eine Feder 5 hält den Arm 4' des Nachführ- zeigers in Anlage mit dem Stift 6, der eine Steuer kurve 7 abtastet. Diese bildet den äusseren rück wärtigen Rand einer um die optische Achse der Kamera drehbaren Topfscheibe B.
Die Scheibe 8 ist mittels des Randes ihrer zentralen Öffnung an einem am Kamerakörper 9 befestigten Rohrstutzen 10 gelagert.
Eine Frontplatte 11 am Kamerakörper trägt den Zentralverschluss. Er enthält das Objektiv, das bei spielsweise aus einer gegebenenfalls auswechselbaren Frontoptik 12, einer Mitteloptik 13 und einer Hin teroptik 14 besteht. Die letztgenannte kann, wie dargestellt, zur Raumausnutzung in den Rohrstutzen 10 des Kamerakörpers hineinragen und gegebenen falls auch an diesem statt am Zentralverschluss be festigt sein. Vorn hat der Zentralverschluss einen Zeiteinstellring 15 mit einer Einstellmarke 16. Sie arbeitet mit der am Verschlussgehäuse 17 festen linearen Zeitenskala 18 zusammen.
Die Verbindung des Zeiteinstellrings 15 mit dem im Raum 19 unter gebrachten Verschlusstriebwerk ist durch den Arm 20 angedeutet. Die nicht gezeichneten Verschluss- lamellen befinden sich zwischen Mitteloptik 13 und Hinteroptik 14. Dort sind auch die Blendenlamellen angeordnet. Ihre Öffnung wird durch die je für sich um die optische" Achse drehbaren Steuerringe 21 und 22 bestimmt. Der Steuerring 21 ist mit dem Zeiteinstellring 15 verbunden. Mit dem Steuerring 22 steht ein um das Verschlussgehäuse drehbarer Ein stellring 23 in Verbindung.
Er trägt eine lineare Blendenskala 24 solcher Anordnung, dass ihre Werte mit den daneben befindlichen der ortsfesten Zeiten skala 18 Paare gleichen Lichtwerts bilden, das heisst sie stellen die verschiedenen möglichen Kombina tionen von Zeit- und Blendenwerten dar, die alle ein und dieselbe Belichtung und damit gleiche Schwärzung des Aufnahmematerials ergeben. Ein- gestellt an der Kamera ist das Wertepaar, das sich jeweils gegenüber der Marke 16 des Zeiteinstellrings 15 befindet.
In den Blendensteuerring 22 ist der vom Belich tungsmesser gelieferte Lichtwert einzubringen. Um seine Grösse anzuzeigen, könnte gegenüber dem Instrumentzeiger 3 des Belichtungsmessers eine Lichtwertskala angeordnet und eine gleiche auf dem Einstellring 23 vorhanden sein, die mit einer Fest marke zusammenarbeitet, die sich etwa neben der Zeitskala 18 befindet. Notwendig sind solche An zeigeeinrichtungen nicht. Die Kupplung mit dem Belichtungsmesser macht sie entbehrlich, zu der im gezeichneten Ausführungsbeispiel noch ein zusätz licher Ring 25 vorgesehen ist. Dieser Ring trägt eine Filmempfindlichkeitsskala 26; sie arbeitet mit einer Marke 27 am Einstellring 23 zusammen.
Die Ringe 23 und 25 sind miteinander in verschiedenen Drehlagen löslich kuppelbar, beispielsweise mittels eines am Zusatzring 25 geeignet befestigten Gliedes 28. Ein zum Griffstück gestalteter Arm 29 des Glie des 28 ruht in Richtung der optischen Achse federnd in einer passenden Ausnehtnung 30 des Rings 25 und tritt mittels einer Nase 31 in Kerben 32 des Einstellrings 23 ein. Durch Zurückdrücken des Griffs 29 kommt seine Nase 31 ausser Eingriff mit dem Ring 23 und die beiden Ringe 23 und 25 werden so gegeneinander verdreht, dass die Marke 27 dem Wert der Skala 26 gegenübersteht, der der Empfindlichkeit des in der Kamera gerade be nutzten Films entspricht.
Beim Loslassen des Griffs 29 bewirkt seine Nase 31 durch Zusammentreten mit den Kerben 32 eine Verriegelung der beiden Ringe 23 und 25 miteinander. Die Verbindung zum Kurvengetriebe 8, 7 stellt ein Arm 33 des Gliedes 28 her. Er greift in die Rast 34 eines an der Kurvenscheibe 8 befestigten Lappens 35 ein. Die Teile 33, 34 bilden so eine Steckkupplung, die es erlaubt, bei in die Kamera eingebauter Kurven scheibe durch axiales Aufstecken der Verschluss- einheit ihren Ring 25 an das Kurvengetriebe an zuschliessen. Zweckmässig ist es, den Kupplungsarm 33 oder das Gegenglied 35 quer zur Steckrichtung ausfedernd zu gestalten.
Liegen dann diese beiden Teile beim Ansetzen des Verschlusses einander nicht gegenüber, so können sie durch nachheriges Ver drehen des Ringes 25 zum Ineinanderschnappen gebracht werden.
Das Kurvenglied 7, 8 des Kurvengetriebes könnte auch als ebene Scheibe mit einem kurvenförmigen Umfangsrand ausgebildet sein. Jedoch lädt es als Topfscheibe, wie dargestellt, radial weniger aus und ergibt günstigere Übertragungsverhältnisse. Für diese ist es auch dienlich, den Kurvenrand 7 der Topfscheibe kameraeinwärts anzuordnen. Wird dann das ganze Kurvengetriebe 6, 7 entsprechend dem gezeichneten Ausführungsbeispiel am Kamerakörper 10, 9 gelagert, so ist sowohl für die Montage wie für etwaige Reparaturen eine besonders gute Ein- stellungs- und Prüfmöglichkeit des eingebauten Be- lichtungsmessers gegeben.
Anderseits könnten das Kurvengetriebe oder Teile von ihm auch in die gegebenenfalls auswechselbare Objektiv- oder Ver- schlusseinheit der Kamera eingeordnet sein.
Das Kurvengetriebe 6, 7 hat einmal die Einstell bewegung zwischen einer Blenden- oder Verschluss- einrichtung und dem Nachführorgan des Belichtungs messers zu übertragen, wobei es sich als besonders geeignet für das erforderliche übersetzen wie Um führen der Bewegungen erweist. Zum anderen gleicht es den nichtlinearen Zeigerausschlag des Belichtungsmesser gegenüber der Linearität in den Verschluss- und Blendenteilungen aus. In der Kurve 7 sind diese beiden Funktionen einander überlagert.
Ausserdem vermittelt das Kurvengetriebe beim Aus führungsbeispiel den Faktor der Filmempfindlichkeit. Dieser könnte auch auf andere Weise berücksichtigt werden, etwa mittels einer geeigneten Blende vor der lichtempfindlichen Zelle des Belichtungsmessers.
Für die Bedienung der Kamera sind verschiedene Anordnungen möglich. Beim Ausführungsbeispiel ist der Belichtungsmesser durch Draufblicken auf die Oberseite der Kamera zu verfolgen. Das Betätigen seines Nachführzeigers geschieht durch Verdrehen des Verschlusseinstellrings 23 (Blendeneinstellglied), der hierzu an geeigneter Stelle mit einer Rändelung 36 verseheen ist. Am Belichtungsmesser ist kein Betätigungsorgan vorhanden. Die Anzeige des Be lichtungsmessers kann aber auch, ausschliesslich oder zusätzlich, im Sucher der. Kamera sichtbar ge macht sein.
Dann empfiehlt sich allein oder zusätz lich ein etwa aus der Kamerafrontplatte 11 heraus ragendes Rändelrädchen 37, das im Fingerbereich einer die Kamera aufnahmebereit vor dem Auge hal tenden Hand liegt und auf ein Glied des Verbin dungsgetriebes zwischen Nachführzeiger 4 und Ver schluss wirkt. Beispielsweise arbeitet, wie gezeichnet, das Rändelrädchen 37 über ein Ritzel 38 auf ein an der Topfscheibe 8 befestigtes Zahnsegment 39. Das Betätigungsorgan 37 könnte auch unmittelbar auf den Einstellring 23 wirkend geschaltet sein.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel ist das Kurvengetriebe so eingeordnet, dass sein Kurven glied 7, 8 mit dem Belichtungseinstellglied 23 am Verschluss, sein Abtastglied 6 mit dem Nachführ- organ 4 des Belichtungsmessers in Triebverbindung steht. Davon ausgehend, dass bei geringem Neigungs winkel der Kurve 7 das Kurvengetriebe einseitig selbsthemmend wirkt, und zwar von der Abtastseite her, ist durch die gewählte Einordnung auch die Verschlussseite als Antriebsseite vorgezeichnet und damit ebenso das Anbringen eines Betätigungs organs, z.
B. der Rändelung 36, am Verschluss ge geben, um von dort aus den Nachführzeiger 4 des Belichtungsmessers zu verstellen. Für Kameras der dargestellten Gesamtanordnung ist diese Betätigungs art zweckmässig. Für andere kann ein Einstellen am Belichtungsmesser, also kameraseitig, günstiger sein. Dann wird das Kurvengetriebe umgekehrt eingeord net mit Triebverbindung seines Kurvengliedes 7, 8 zum Nachführzeiger 4 hin und seines Abtastgliedes 6 zum Verschluss.
Das Kurvengetriebe kann durch geeignete Wahl des Neigungswinkels seiner Steuerkurve 7 oderlund durch sonstige reibungsvermindernde Vorkehrungen, etwa durch eine Rolle am Abtastglied 6, beidseitig antriebbar gestaltet sein.
Dann ist bei geeigneter An ordnung von Betätigungsorganen der Nachführzeiger 4 des Belichtungsmessers sowohl vom Belichtungs- einstellglied 23 des Verschlusses her steuerbar wie auch vom Kamerakörper aus.
Wenn das Objektiv als Ganzes vorzugsweise einschliesslich des einge bauten Zentralverschlusses eine Axialverstellung oder sogar auch eine Auswechslung erfährt, so sind ne ben dem die Entfernungseinstellung der gesamten Aufnahmeoptik bewirkenden Verstellgang (Schnek- kengang) sowie gegebenenfalls einer Auswechsel befestigung für das Objektiv Mittel vorgesehen, wel che geeignet sind,
den Eingriff zwischen dem Be- lichtungseinstellglied (Blenden- oder(und Zeiteinstell- glied) und dem Kurvengetriebe über den durch die Axialbewegung zwischen Objektiv und Kamerakör per bedingten Auszug aufrechtzuerhalten.
Diese Mittel zur Aufrechterhaltung des Eingriffs zwischen dem Belichtungseinstellglied einerseits und Kurvengetriebe anderseits bestehen aus einer Kupp lung, vorzugsweise einer Steckkupplung, welche eine den Maximalauszug berücksichtigende axiale Er streckung des Kupplungsorgans aufweist.
Das Kurvenglied des Kurvengetriebes ist so aus gebildet und angeordnet, dass es die optische Achse der Kamera umgibt. Seine Ausbildung als Topf scheibe ergibt dabei den Vorteil, dass das Kurven getriebe auf diese Weise radial weniger auslädt und günstigere übertragungsverhältnisse ergibt.
Bei lediglich verstellbarem, jedoch nicht aus wechselbarem Objektiv weist das Kurvengetriebe, einerlei, ob es als ebene, die Kurve am Umfang tragende Scheibe oder als die Kurve am unteren Rand tragende Topfscheibe ausgebildet ist, einen den Durchtritt des Kupplungsorgans in ungefähr axialer Richtung ermöglichende Ausnehmung auf. Das hierbei zu verwendende Kupplungselement weist dann eine senkrechte Traverse auf mit einem federn den Mittelstück und mit Befestigungspunkten an den Traversenenden, mittels deren es mit einem Belichtungseinstellglied verbunden ist, wobei das in das Kurvengetriebe eingreifende Kupplungsorgan von einem dieser Befestigungspunkte oder von dessen Nähe abzweigt.
Ist jedoch sowohl eine Verstellbarkeit als auch eine Auswechselbarkeit des Objektivs vorgesehen, so weist das Kurvengetriebe eine den seitlichen Ein griff bzw. Durchtritt des Kupplungsorgans ermög lichende längliche bzw. schlitzartige Ausnehmung auf, wobei das Kupplungsorgan als von der ihm bei Ansetzen eines Objektivs entgegentretenden Auftreff- fläche des Kurvengetriebes abgleitende und gegen dessen Seitenfläche federnde Zunge oder dergleichen ausgebildet ist.
Das hierbei zu verwendende Kupp- lungselement unterscheidet sich von dem vorbe- schriebenen Kupplungselement für das nicht aus wechselbare Objektiv im wesentlichen dadurch, dass anstelle des von einem Befestigungspunkt oder von dessen näherer Umgebung abzweigenden Kupplungs organs ein von dem federnden Mittelstück abzwei gendes und sich erstreckendes Kupplungsorgan vor gesehen ist, welches somit befähigt ist, sich federnd gegen den Rand des Kurvengetriebes anzulegen und, falls nicht sofort eine Kupplung durch Eintreten in die Ausnehmung oder den Schlitz möglich ist,
diese nach entsprechender Verstellung des Kurvengetrie bes durch federndes Einrasten in dieser Ausnehmung oder den Schlitz zu bewirken.
In der Fig.2, welches die soeben angeführten Merkmale zeigt, sind die mit den Teilen der Fig. 1 gleichen Teile mit den gleichen überweisungen ver sehen. Mittels des für die Kamera der Fig. 2 typi schen Verstellganges 40 (Schneckenganggetriebe) kann die gesamte Optik einschliesslich des Zentral verschlusses axial verstellt werden, was durch die für die Entfernungseinstellung vorgesehene Rände- lung 41 erleichtert wird. Ein Entfernungseinstellring 48 trägt die entsprechenden Entfernungswerte.
Ein an dem Kupplungselement 28, 29 angebrach ter Arm 33 bewirkt die Kupplung zwischen dem Einstellring 23 und dem Kurvengetriebe 7, 8, indem dieser das eigentliche Kupplungsorgan für diese bei den Teile darstellende Arm 33 durch einen Schlitz oder durch eine Ausnehmung in das entweder als eine ebene Scheibe oder als Topfscheibe ausgebildete Kurvengetriebe eingreift. Dabei ist dieser Arm 33 von einer solchen axialen Erstreckung, dass die durch die Gesamtverstellung des Objektivs hervorgerufene Axialverschiebung des Objektes gegenüber dem ste henbleibenden Kamerakörper berücksichtigt ist und ein Lösen der Kupplung nicht bewirken kann.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1, bei welcher als Kurvengetriebe eine Topfscheibe 8 mit der an deren rückwärtigem Rande ausgebildete Steuerkurve 7 dar gestellt ist, und bei welcher eine Auswechselbarkeit des Objektivs nicht vorgesehen ist, tritt das Kupp lungsorgan 33 durch eine an der oberen Kante die ser Topfscheibe angebrachte Ausnehmung 42 in diese ein. Dieser gegenseitige Eingriff wird bei der Montage der Kamera bewirkt und bleibt während des Gebrauchs der Kamera unangetastet bestehen.
Anders dagegen ist die Eingriffsmöglichkeit bei den Varianten nach den Fig.3a und 3b gedacht, bei welchen nicht nur eine Gesamtverstellbarkeit des Objektivs, sondern auch eine Auswechselbarkeit des selben vorgesehen ist. Um hier den Eingriff zu er möglichen, weist die Topfscheibe einen seitlichen, in axialer Richtung sich erstreckenden Schlitz 43 auf, dessen Grösse der Maximalerstreckung des eingrei fenden Teils des Kupplungsorgans 33 angepasst ist.
Das Kupplungsorgan 33 weist hierbei an seinem unteren Ende eine Abrundung, Umbiegung oder dergleichen auf, welche bewirkt, dass beim Ansetzen des Objektivs dieses Kupplungsorgan an der Ober- kante der Topfscheibe 8 abgleitet und sich entweder in den ihm gegenüberstehenden Schlitz einfügt oder sich bei anderer Stellung der Topfscheibe an deren Seitenwand federnd anlegt. Bei einem Verdrehen des Kurvengetriebes schnappt dann das Kupplungs organ 33 in den Schlitz ein, sobald dieser ihm gegenübersteht.
Zweckmässige Ausgestaltungen für das Kupp lungselement sowohl für den Fall der Nichtauswech selbarkeit als auch für denjenigen der Auswechsel barkeit des Gesamtobjektivs sind in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Soll also lediglich eine bei Auswechsel barkeit des Objektivs zur Zeit der Montage der Kamera durchzuführende Steckverbindung zwischen dem Kurvengetriebe und dem Kupplungsorgan 33 ermöglicht sein, dann erhält das Kupplungselement die in der Fig. 4 wiedergegebene Ausführungsform. Hiernach weist das Kupplungselement eine kreis ringförmig ausgebildete Traverse 44 auf, welche an den Punkten 45, 46 an den zusätzlichen Ring 25 befestigt ist.
Da eine Federwirkung des in die Topfscheibe oder dergleichen eingreifenden Kupp lungsorgans hier nicht erforderlich bzw. erwünscht ist, zweigt dasselbe, wie unter 47 bzw. 47 ange deutet, entweder von dem einen Befestigungspunkt oder von dessen näherer Umgebung aus ab. Soll aber eine Auswechselbarkeit des Objektivs mit ein geschlossen sein und daher das Kupplungsorgan eine Federwirkung aufweisen, dann erstreckt sich dieses, wie dies in Fig. 5 angedeutet ist, von dem federnden Mittelstück ab, wodurch das in den Fig. 3a und 3b angedeutete Federvermögen des Kupplungsorgans gewährleistet ist.
Für den Fall, dass die Anzeige des Belichtungs messers ausschliesslich oder zusätzlich im Sucher der Kamera sichtbar gemacht ist, empfiehlt es sich, ein allein oder zusätzlich etwa aus der Kamerafront platte 11 herausragendes Rändelrädchen 37 vorzu sehen, das im Fingerbereich einer der Kamera auf nahmebereit vor dem Auge haltenden Hand liegt und auf ein Glied des Verbindungsgetriebes zwischen den Nachführzeiger 4 und den Verschluss wirkt. Bei spielsweise arbeitet, wie dargestellt, das Rändelräd- chen 37 über ein Ritzel 38 auf ein an der Topf scheibe 8 befestigtes Zahnsegment 39. Das Betäti gungsorgan 37 könnte auch unmittelbar auf den Einstellring 23 wirkend geschaltet sein.
Die Vorrichtung zur Berücksichtigung der Film empfindlichkeit, über welche das Nachführorgan des Belichtungsmessers mit der Blenden- oder/und Zeit einrichtung der Kamera gekuppelt ist, kann zur Berücksichtigung zusätzlicher Faktoren, z. B. der Filterfaktoren, ausgestaltet sein. Dies kann dadurch geschehen, dass als Bezugsmarken zu den Filmemp- findlichkeitsskalen, Skalen neben diesen Filterfak toren angeordnet sind. Ohne zusätzliche Bauteile werden dadurch die Einstellmöglichkeiten der Ka mera in vorteilhafter Weise erweitert.
Der Aufbau der Kamera ist dem der Ausfüh rungsbeispiele der Fig. 1 bzw. 2 gleich. In einem Fenster der Kameradecke sind der strichförmige Instrumentzeiger 3 des Belichtungsmessers und sein ringförmiger Nachführzeiger 4 sichtbar. Sie werden durch Drehen des mit einer Blendenskala 24 ver- sehenen Einstellrings 23 in Übereinstimmung mitein ander gebracht. Gegenüber der Blendenskala liegt ortsfest die Zeitskala 18. Ihr gegenüber ist der Zeit einstellring 15 mit der Einstellmarke 16 drehbar.
Eingestellt am Kameraverschluss ist das Blenden/Zeit- Wertepaar, das sich jeweils gegenüber der Marke 16 des Zeiteinstellrings 15 befindet.
Neben dem Einstellring 23 und mit diesem in verschiedenen Drehlagen löslich kuppelbar ist ein Ring 25 angeordnet. Er bildet einen Teil des Ver bindungsgetriebes vom Einstellring 23 zum Nach führorgan 4 des Belichtungsmessers und ist mit Filmempfindlichkeitsskalen 26 nach DIN-Teilung und 26' nach ASA-Teilung versehen. Die Skalen 26 und 26' arbeiten mit Grundmarken 27 bzw. 27' auf dem Einstellring 23 zusammen. Sie sind je durch Filterfaktoren 47 bzw. 47' zu Skalen erweitert.
Die Skalen 27, 47 und 27', 47' sind rechts und links in gewissem Abstand von der Blendenskala 24 an geordnet und ebenfalls befinden sich die Empfind lichkeitsskalen 26, 26' in grösserem Abstand von einander, so dass sie zumindest normalerweise, das heisst nach Einstellung der Kamera auf die gebräuch lichen Werte, beim Draufblicken auf die Kamera von oben nicht zu sehen sind. Einer Vielzahl zugleich sichtbarer Skalen und damit einer Unübersichtlich keit für das öftere Einstellen der Kamera auf Blende und Zeit zu Aufnahmen ist dadurch vorgebeugt.
Anderseits wirkt es nicht störend, nach Einlagen eines neuen Films gegebenenfalls einmalig zum Prü fen und Nachstellen des Empfindlichkeitsfaktors die Kamera etwas seitlich verkanten zu müssen, um die Anzeigemittel 26, 27 bzw. 26', 2<B>7</B> übersehen zu können. Das gleiche gilt bei Filtergebrauch. Dann wird der in Betracht kommende Filmempfindlich keitsfaktor nicht auf die Grundmarke 27 oder 27' eingestellt, sondern auf den Filterfaktor 47 oder 47' als Bezugsmarke, der dem vorgesetzten Filter ent spricht.
Bei Anordnung einer Gegenskala 47, 47' ist an dieser Stelle nachträglich die Empfindlichkeit des eingelegten Films nicht erkennbar. Deshalb empfiehlt sich die ohnehin nützliche Anbringung einer Fihn- merkscheibe. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine solche Merkscheibe 48 oben auf der Kamera decke angeordnet.
Sie weist in Sektoren ihrer Ober fläche Symbole für verschiedene Filmsorten auf (Tageslicht-Color, Kunstlicht-Color und Schwarz weiss-Film) und kann mit diesen gegenüber DIN- bzw. ASA-Skalen 46 auf die Empfindlichkeit des in der Kamera jeweils benutzten Films eingestellt werden.