CH360941A - Einen tafelförmigen Gegenstand, insbesondere eine Schokoladetafel enthaltende Verpackung und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Einen tafelförmigen Gegenstand, insbesondere eine Schokoladetafel enthaltende Verpackung und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Einen tafelförmigen Gegenstand, insbesondere eine Schokoladetafel enthaltende Verpackung und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung betrifft eine einen tafelförmigen Gegenstand, insbesondere eine Schokoladetafel enthaltende Verpackung und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Bekanntlich werden tafelförmige Gegenstände so verpackt, dass zunächst der Gegenstand von einer inneren Hülle vollständig umschlossen und daran anschliessend um diese eine weitere Hülle gelegt wird.
Bei Tafeischokolade benutzt man beispielsweise für die Innenhülle einen Zuschnitt aus Kunststoff, Papier, Metaiifolie oder dergleichen. In einem selbständigen Faltvorgang wird diese Innenhülle vollständig um den Gegenstand herumgelegt und an den Enden eingefaltet. Die so verpackte Tafel muss dann anschliessend durch eine weitere Faltstation laufen. Hier wird sie mit der zweiiten Hülle versehen. Diese besteht üblicherweise aus bedrucktem oder bebildertem Papier, welches in der gleichen Weise wie die erste Hülle um die Tafel herumgelegt wird. Dieser Packvorgang ist umständlich und zeitraubend und erfordert mehrere Faltstationen, die die gesamte Packmaschine in ihrem Aufbau komplizieren und verteuern.
Die Verpackung nach vorliegender Erfindung, welche aus mehreren übereinanderliegenden Hüllen aus verschieden steifem Material gebildet ist, von denen die äussere aus dem steiferen Material besteht, kennzeichnet sich dadurch, dass ein eine Faltschachtel bildender Materialzuschnitt zwischen den Seitenlaschen und den Endlaschen an den Seitenlaschen hängende Einsteckteile aufweist, die in die Endfaltung der inneren Hülle derart von der Seite her hineinreichen, dass sie den verpackten Gegenstand in der Faltschachtel festhalten.
Das Verfahren zur Herstellung dieser neuen Verpackung besteht erfindungsgemäss darin, dass ein die Innenhülle bildender, aus weniger steifem Material bestehender Zuschnitt und ein aus steiferem Material bestehender weiterer Zuschnitt für die Aussenhülle übereinandergelegt und gemeinsam mit der zu verpackenden Tafel durch eine Faltstation derart hindurchgeführt werden, dass die genannten Einsteckteile des steiferen Zuschnittmaterials der Aussenhülle Faltorgane für das Material der Innenhülle bilden und den Zuschnitt der Innenhülle einfallen, wobei der Endeinschlag der Innenhülle über die nach innen gelegten Einsteckteile der Aussenhülle hinweg erfolgt.
In die Packung können noch Beilagen, wie Bilder, Gutscheine o. ä. eingelegt sein. Die ausl steiferem Material gebildete Aussenhülle der Verpackung kann noch zusätzlich mit einer Banderole versehen sein.
Der Erfindungsgedanke lässt die verschiedensten konstruktiven Ausführungsmöglichkeiten zu. Eine davon ist in der anliegenden Zeichnung wiedergegeben, und zwar zeigen die
Fig. 1 bis 6 verschiedene schematische Darstellungen über den Fortgang des Verpackungsvorganges.
Es gelangen zwei Materialzuschnitte zur Anwendung, und zwar ein etwa rechteckiger Zuschnitt 1, beispielsweise aus durchsichtigem Cellophan und ein weiterer Zuschnitt 2 aus Karton, steifem Papier oder dergleichen. Dieser kann gegebenenfalls mit einem Aufdruck, einem Spiegel oder Fenster 3 oder dergleichen versehen sein.
Der die äussere Hülle bildende Zuschnitt 2 hat seitliche Laschen 4 und 5 bzw. Endlaschen 6, 6'. An den Biegekanten 7 ist der Zuschnitt 2 in der üblichen Weise gerillt oder geritzt. Ausserdem tragen die Sei tenlaschen 4 und 5 an ihren Schmal seiten noch Ein steckiappen 8, die in der später zu beschreibenden Weise nach innen umfaltbar sind.
Der Gegenstand, beispielsweise die Schokoladetafel 10, wird von unten her gegen die beiden aufeinanderliegenden Zuschnitte bewegt und daran anschliessend mit diesen gemeinsam durch einen sogenannten Faltkasten bekannter Art, der nicht mit dargestellt ist, gedruckt. Die beiden Zuschnitte 1 und 2 liegen so übereinander, dass lediglich die Decklasche 5 mit ihrem mit einem Klebstoffauftrag 9 zu versehenden Rand (Fig. 5) über den äusseren Umriss des inneren Hüllmaterialzuschnittes 1 vorsteht.
Beide Zu schnitte liegen genau über der Tafel. Beim Durchdrücken durch den Faltkasten erfolgt dann das Herumlegen der Laschen 4, 5, 6, 7 und 8 um die Tafel 10.
Gemäss Fig. 2 wird zunächst die Seitenlasche 4 und erst später die Decklasche 5 umgelegt. Die Einstecklappen 8 werden dabei zuerst in der in Fig. 1 eingezeichneten Pfeilrichtung nach unten gedrückt.
Sie sind so steif, dass bei diesem Vorgang auch das weichere Material der Innenhülle 1 umgelegt bzw. eingefaltet wird. Es bildet sich ein richtiger Einschlag, da die Lappen 8 gewissermassen die Faltorgane bilden, die das innere Hüllmaterial in die richtige Faltung legen. Notfalls werden mit Hilfe geeigneter Finger oder Kolben bzw. Stempel die Materialzuschnitte auf der Tafel festgehalten. Man kann auch so vorgehen, dass die auf der Tafel liegenden Zuschnitte durch gesteuerte Falter oder dergleichen um die Tafel herumgefaltet werden.
Sobald die Lappen 8 nach unten geklappt sind (Fig. 2), befindet sich auch das Hüllmaterial 1 im entsprechenden Einschlag, so dass nunmehr die Laschen 4 und 5 in die Stellung gemäss Fig. 3 übergeführt werden können. Aus dieser Figur ist deutlich erkennbar, dass die Einstecklappen 8 nach innen umgelegt sind und dabei bereits in die aus dem Material der Innenhülle 1 an den Enden der Tafel gebildete Faltung von der Seite her hinausreichen. Nunmehr kann das Herunterklappen der Endlappen 6 und 6' erfolgen, wie es. in. Fig. 4 wiedergegeben ist.
Dadurch wird der Endeinschlag des inneren Hüllmaterials 1 flach zusammengedrückt und dabei die Lappen 8 mit erfasst. Aus Fig. 4 ist dies klar ersichtlich. Nunmehr können die Enden der Laschen 6 und 6' vollends auf die Unterseite der Tafel aufgelegt werden. In diesem Augenblick ist die Stellung gemäss Fig. 5 gegeben. Es wird die innere Seite der Decklasche 5, die über das Hüllmaterial 1 vorsteht, mit einem Klebstoffauftrag 9 versehen und schliesslich auch die so vorbereite Decklasche 5 auf die Packung aufgelegt und festgeklebt.
Fig. 6 zeigt die Rückseite der fertigen Packung bei geöffneter Endlasche. Es ist deutlich erkennbar, wie die Lappen 8 in den Endeinschlag der Innenhülle 1 hineinfassen und dadurch den Gegenstand in der Aussenhülle 2 sichern.
Auf diese Weise ist in einem einzigen Faltvorgang das gesamte die Packung bildende Hüllmaterial ordnungsgemäss um die Tafel herumgelegt worden, wobei die Tafel von dem Material der Innenhülle dicht umschlossen ist.
Selbstverständlich ist es noch möglich, zwischen die beiden Zuschnitte noch weitere Materialien einzubringen. Es lassen sich hinter das Fenster 3 noch Bilder oder sonstige Etiketten, Beschriftungszettel oder dergleichen einfügen oder um die Aussenhülle noch eine Banderole, ein Saisoneinschlag oder ähnliches vorsehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Einen tafelförmigen Gegenstand, insbesondere eine Schokoladetafel enthaltende Verpackung, aus mehreren übereinanderliegenden Hüllen aus verschieden steifem Material, von denen die äussere aus dem steiferen Material besteht, dadurch gekennzeichnet, dass ein eine Faltschachtel bildender Materialzu- schnitt zwischen den Seitenlaschen und den Endlaschen an den Seitenlaschen hängende Einsteckteile aufweist, die in die Endfaltung der inneren Hülle derart von der Seite her hineinreichen, dass sie den verpackten Gegenstand in der Faltschachtel festhalten.2. Verfahren zur Herstellung der Verpackung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Innenhülle bildender, aus weniger steifem Material bestehender Zuschnitt und ein aus steiferem Material bestehender weiterer Zuschnitt für die Aussenhülle übereinandergelegt und gemeinsam mit der zu verpackenden Tafel durch eine Faltstation derart hindurchgeführt werden, dass die genannten Einsteckteile des steiferen Zuschnittmaterials der Aussenhülle Faltorgane für das Material der Innenhülle bilden und den Zuschnitt der Innenhülle einfalten, wobei der Endeinschlag der Innenhülle über die nach innen gelegten Einsteckteile der Aussenhülle hinweg erfolgt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verpackung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die aus steiferem Material gebildete Aussenhülle der Packung noch zusätzlich mit einer Banderole versehen ist.2. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem rechtwinklig begrenzten inneren Hüllmaterialzuschnitt aus weniger steifem Material, wie z. B. aus Cellophan, Metallfolie, Pergamin, ein Kartonzuschnitt, der entsprechend der herzustellenden Faltschachtelform mit Seitenlaschen, Endlaschen und zwischen diesen mit Einsteckteilen versehen ist, mit der grösseren Seitenlasche über die seitliche Begrenzung des inneren Hüllmaterialzuschnittes hinausreichend aufgelegt wird, worauf das Umlegen der Einsteckteile 8 und durch diese das Einfalten der inneren Hülle erfolgt und die Längsseiten beider Zu schnitte gemeinsam um die zu verpackende Tafel Uförmig herumgebogen werden, und dass darauf die Endlaschen und die darunter befindlichen,von den Einsteckteilen bereits seitlich eingeschlagenen Teile der inneren Hülle um die Tafelenden herum auf die Tafelrückseite umgelegt werden, worauf schliesslich das vollständige Herumlegen der Seitenlaschen derart erfolgt, dass der vorher mit Klebstoff versehene seitlich vorstehende Teile der grösseren Seitenlasche mit der gegenüberliegenden kürzeren Seitenlasche verklebt wird, um auf diese Weise eine geschlossene Verpackungshülle zu bilden.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH360941T | 1957-06-24 |
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| CH360941D CH360941A (de) | 1957-06-24 | 1957-06-24 | Einen tafelförmigen Gegenstand, insbesondere eine Schokoladetafel enthaltende Verpackung und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007040244A1 (de) * | 2007-08-25 | 2009-02-26 | Human Nutrition Gmbh | Hygieneartikelpackung, Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben |
| WO2010127741A1 (de) * | 2009-05-05 | 2010-11-11 | Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli Ag | Schokoladenverpackung und verfahren zur verpackung von schokoladentafeln |
| GB2545165A (en) * | 2015-11-24 | 2017-06-14 | Kraft Foods R&D Inc | Packaging |
| BE1026331B1 (nl) * | 2018-12-03 | 2020-01-06 | Chocolaterie Guylian Nv | Een kartonnen verpakking omvattende een of meerdere chocoladetabletten |
-
1957
- 1957-06-24 CH CH360941D patent/CH360941A/de unknown
Cited By (5)
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| DE102007040244B4 (de) * | 2007-08-25 | 2011-12-01 | Human Nutrition Gmbh | Hygieneartikelpackung, Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben |
| WO2010127741A1 (de) * | 2009-05-05 | 2010-11-11 | Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli Ag | Schokoladenverpackung und verfahren zur verpackung von schokoladentafeln |
| GB2545165A (en) * | 2015-11-24 | 2017-06-14 | Kraft Foods R&D Inc | Packaging |
| BE1026331B1 (nl) * | 2018-12-03 | 2020-01-06 | Chocolaterie Guylian Nv | Een kartonnen verpakking omvattende een of meerdere chocoladetabletten |
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