CH361079A - Verfahren zur Herstellung von wasserstoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemischen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von wasserstoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen GasgemischenInfo
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- C01B3/32—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of gaseous or liquid organic compounds with gasifying agents, e.g. water, carbon dioxide or air
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Description
Verfahren zur Herstellung von wasserstoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemischen Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von wasserstoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemischen durch partielle Verbrennung eines Kohlenwasserstoffes mit Sauerstoff oder einem sauer stoffreichen Gasgemisch, gegebenenfalls Sauerstoff und Dampf unter Überdruck.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird der Kohlenwasserstoff durch eine Öffnung in der Wand der Reaktionskammer zerstäubt, wobei der Sauer stoff gleichfalls durch diese öffnung in die Reaktions kammer mit einer sich um die Achse derselben dre henden Bewegung zugeführt wird, damit der Kohlen wasserstoff sich schnell mit den Gasen vermischt und die Reaktion schnell abläuft. Der Sauerstoff und gegebenenfalls der Dampf werden von einem Raum, der eine Wirbelkammer umgibt, durch eine Anzahl von Schlitzen in die Wirbelkammer eingeleitet, die an der Stirnseite der Reaktionskammer angeordnet ist.
Ein Verfahren wie das obenerwähnte ist z. B. im schweizerischen Patent Nr. 349361 beschrieben.
Bei der unvollständigen Verbrennung von Koh- lenwasserstoffen zu einem wasserstoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemisch ist es von ausser ordentlicher Bedeutung, dass das Gas der Reaktions kammer über eine Wirbelkammer zugeführt wird, denn dadurch wird es zur Durchführung der Reaktion in der gewünschten Weise so einheitlich als möglich verteilt, wodurch Änderungen im Reaktionsablauf und ebenso Änderungen in der Zusammensetzung des resultierenden Gasgemisches vermieden werden.
Die bis jetzt übliche Einführung von Gas, die z. B. in dem obenerwähnten Patent beschrieben ist, erfolgt über eine Anzahl tangential angeordneter Düsen oder Schlitze, wobei besondere Abmessungen erforderlich sind, um die einheitliche Verteilung des Gases, nämlich Sauerstoff oder ein sauerstoffreiches Gas zu erreichen. Aufgabe der Erfindung ist es, diese Verteilung bei einem Verfahren zur Herstellung eines wasser stoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemi sches, wie es in der Einleitung angegeben ist, zu ver bessern.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff so in den die Wirbelkammer um gebenden Raum und von dort durch die Schlitze in die Wirbelkammer eingeführt wird, dass der grösste Druckunterschied infolge der örtlichen Differenz in der kinetischen Energie der Gase zwischen Aussen seite und Innenseite des die Wirbelkammer umgeben den Raumes klein ist, im Vergleich zum Druck abfall durch die Schlitze.
Das erfindungsgemässe Verfahren ergibt natürlich einen grösseren Druckverlust, doch ist dies belanglos bei einer Vergasungsanlage, deren Betrieb bei einem beträchtlichen Überdruck durchgeführt wird.
Die Anordnung der Schlitze ist vorzugsweise so, dass der Sauerstoff und der gegebenenfalls verwendete Dampf in die Wirbelkammer in tangentialer Richtung zu einem gedachten Zylinder mit einem Durchmesser eintritt, der beträchtlich kleiner ist als der grösste Durchmesser der Wirbelkammer, z. B. kleiner als dieses Durchmessers.
Dadurch wird gewährleistet, dass die eintretenden Gasströme noch weiter homogenisiert werden. Durch Abrunden der Schlitze an der Einlassseite kann der Gasstrom durch die Schlitze eingeleitet werden, die selbst keine Verengung aufzuweisen brauchen, so dass ein einheitliches Einströmen begünstigt wird. Um noch eine weitere Verbesserung in der Einheitlichkeit des Gasstromes durch die verschiedenen Schlitze zu bewirken, kann das Gas dem ringförmigen Raum um die Wirbelkammer tangential in einer solchen Weise zugeführt werden, dass sich die Gase in diesem Raum und in der Wirbelkammer in derselben Richtung drehen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert, wobei eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs gemässen Verfahrens gezeigt ist. Fig. 1 stellt einen Längsquerschnitt der Vorrichtung und Fig. 2 einen vertikalen Querschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 dar.
In Fig. 1 ist mit 1 der Halter für den Zerstäuber bezeichnet, an dessen einem Ende 2 der Kohlen wasserstoff zugeführt wird, der durch den am anderen Ende angeordneten Zerstäuber so zerstäubt wird, dass er einen hohlen, konischen Strahl bildet. Der Zer- stäuberhalter ist in der zylindrischen Führung 3 an geordnet, die zentral in der Wirbelkammer 8 vor gesehen ist.
Die im wesentlichen zylindrische Reak tionskammer 4, deren Wände aus einem schwer schmelzbaren Material hergestellt sind, ist mit der Wirbelkammer durch eine Öffnung 5 verbunden, die einen kleineren Durchmesser besitzt als die Durch messer der Kammern 4 und B.
Ein Einsatzstück 6 (vgl. auch Fig. 2) ist um die Wirbelkammer 8 angeordnet und mit einer Anzahl von Schlitzen 7 versehen. Diese Schlitze sind tangen- tial zu einem gedachten Zylinder angeordnet, der einen kleineren Durchmesser als der grösste Durch messer der Wirbelkammer hat. Infolgedessen wird der rotierende Gasstrom noch weiter homogenisiert.
Der Sauerstoff und gegebenenfalls verwendeter Dampf werden über ein Zufuhrrohr 9 tangential zur äusseren Begrenzung eines ringförmigen Raumes 10 zugeführt, der das Einsatzstück 6 umgibt.
Die Reaktionskammer 4 ist ferner mit einem hohlen Kühlmantel 11 umgeben, der ein Zufuhrrohr 12 und ein Abflussrohr 13 für ein Kühlmittel, z. B. für Wasser, aufweist. Sie ist ferner mit einem oder mehreren Stutzen 14 versehen, um Thermoelemente anzuordnen und die Vorrichtung zünden zu können. Die Reaktionskammer 4 mündet in den Reaktions raum 16, der einen grösseren Durchmesser als die Kammer 4 aufweist. Der untere Teil der Wirbel kammer ist in der Nähe der Öffnung bzw. Ver engung 5 mit einem besonderen Kühlkanal 15 ver sehen.
Ein solcher ist an diesem Teil der Wirbel kammer erwünscht, da er mit dem heissesten Teil der Reaktionskammer in Berührung steht, der Tem peraturen von etwa 1500 erreicht.
Es hat sich gezeigt, dass das erfindungsgemässe Verfahren mit einer Vorrichtung mit folgenden Ab messungen zu guten Ergebnissen führt (vgl. Zeich nung):
EMI0002.0028
Querschnittsfläche <SEP> des <SEP> Zufuhrrohres
<tb> für <SEP> Sauerstoff <SEP> 7050 <SEP> mm <SEP> 2
<tb> Grösster <SEP> Durchmesser <SEP> des <SEP> ringförmigen
<tb> Raumes <SEP> (10) <SEP> 280 <SEP> mm
<tb> Äusserer <SEP> Durchmesser <SEP> des <SEP> Einsatz stückes <SEP> (6) <SEP> 190 <SEP> mm
<tb> Innendurchmesser <SEP> des <SEP> Einsatzstückes <SEP> (6) <SEP> 150 <SEP> mm
<tb> Anzahl <SEP> der <SEP> Schlitze <SEP> (7)
<tb> im <SEP> Einsatzstück <SEP> (6) <SEP> 8
EMI0002.0029
Breite <SEP> der <SEP> Schlitze <SEP> (7) <SEP> 3 <SEP> mm
<tb> Wirksame <SEP> Länge <SEP> der <SEP> Schlitze <SEP> (7)
<SEP> (das
<tb> heisst <SEP> die <SEP> Abrundung <SEP> an <SEP> der <SEP> Einlassseite
<tb> ist <SEP> in <SEP> Abzug <SEP> gebracht <SEP> worden) <SEP> 15 <SEP> mm
<tb> Höhe <SEP> der <SEP> Schlitze <SEP> (7) <SEP> 183 <SEP> mm
<tb> Durchmesser <SEP> des <SEP> gedachten <SEP> Zylinders,
<tb> zu <SEP> dem <SEP> die <SEP> Schlitze <SEP> tangential <SEP> ange ordnet <SEP> sind <SEP> 78 <SEP> mm Es hat sich gezeigt, dass bei Verwendung der Vorrichtung mit den obenerwähnten Abmessungen der Druckabfall durch die Schlitze ungefähr 21/2 mal so gross war als die grösste Druckdifferenz im Raum um die Schlitze.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines wasserstoffhalti gen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemisches durch partielle Verbrennung eines Kohlenwasserstoffes mit Sauerstoff oder einem sauerstoffreichen Gasgemisch unter Überdruck, wobei der Kohlenwasserstoff durch eine Öffnung in der Wand einer Reaktionskammer zerstäubt und der Sauerstoff gleichfalls durch diese Öffnung in die Reaktionskammer mit einer Dreh bewegung um die Achse derselben eingeführt wird, damit der Kohlenwasserstoff schnell mit den Gasen vermischt wird und die Reaktion schnell vor sich geht, und wobei der Sauerstoff von einem eine Wir belkammer umgebenden Raum durch eine Anzahl von Schlitzen in die Wirbelkammer eingeführt wird,die an der Stirnseite der Reaktionskammer ange ordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass man den Sauerstoff so in den die Wirbelkammer umgebenden Raum und von dort durch die Schlitze in. die Wir belkammer einleitet, dass die grösste Druckdifferenz zwischen Aussenseite und Innenseite des die Wirbel kammer umgebenden Raumes klein ist im Vergleich zum Druckabfall durch die Schlitze. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Lage der Schlitze derart ist, dass der Sauerstoff in die Wirbelkammer in tangen- tialer Richtung zu einem gedachten Zylinder eintritt, dessen Durchmesser kleiner ist als der grösste Durch messer der Wirbelkammer. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauer stoff durch Schlitze eintritt, die über ihre Länge keine Verengung aufweisen. 3.Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man den Sauerstoff tangential zur äusseren Begren zung des Raumes um die Wirbelkammer in der Weise zuführt, dass die Gase in diesem Raum und in der Wirbelkammer in der gleichen Richtung rotieren.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL361079X | 1957-02-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH361079A true CH361079A (de) | 1962-03-31 |
Family
ID=19785401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH361079D CH361079A (de) | 1957-02-22 | 1958-02-20 | Verfahren zur Herstellung von wasserstoffhaltigen und kohlenmonoxydhaltigen Gasgemischen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH361079A (de) |
-
1958
- 1958-02-20 CH CH361079D patent/CH361079A/de unknown
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