CH361083A - Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten Garns - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten GarnsInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten Garns Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten, mindestens teil weise aus Polypropylen mit einem hohen Grad an Kristallinität bestehenden Garns.
Es ist bekannt, d!ass sich synthetische Fasern durch ihre charakteristische Glätte, sowie auch da durch, dass sie sich nicht kräuseln, und ausserdem durch eine gewisse Härte und Kühle im Griff wesent lich von Wolle unterscheiden. Es wurden schon zahlreiche Behandlungsarten versucht, um diese Eigenschaften von Grund aus zu verändern.
Es wurde bereits gefunden, dass es, um aus syn thetischen Polymeren Fasern mit wollähnlichen Eigen schaften zu erhalten, genügt, diesen Fasern eine per manente Grundkräuselung zu erteilen, welche durch mechanische Verfahrensschritte, durch chemische Be handlung, durch starkes Erhitzen oder Kühlen oder durch gleichmässiges oder ungleichmässiges Vibrieren des Behälters, welche die Spinnlösung oder das Fäll bad enthält, durchgeführt werden kann.
Die Zielsetzung der vorliegenden Erfindung be steht nun darin, die Voraussetzungen für die Erzeu gung eines derartigen Garnes mit hoher Elastizität und insbesondere verbesserter unmittelbarer elasti scher Erholung zu schaffen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten, mindestens teil weise aus hochkristallinen Polypropylenfasern be stehenden Garnes, welches Garn dazu geeignet ist, durch nachträgliches Fixieren der Drehung und durch Zurückdrehen über den Anfangszustand hinaus in ein hochelastisches Garn übergeführt zu werden; das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeich net, dass das Zwirnen des Garns mit einer Anzahl von n Drehungen pro Meter durchgeführt wird, wobei der Wert von n nach folgender Formel bestimmt wird:
EMI0001.0022
in welcher Y den Gesamttiter des. Garns in Denier und X eine Zahl zwischen 0,7 und 1,1 bedeutet.
Die Wahl des Wertes von X innerhalb der ange gebenen Grenzen richtet sich zweckmässig nach der Viscosität des verwendeten Polypropylens.
Ferner bezieht sich die Erfindung auch auf das nach diesem Verfahren hergestellte hochgedrehte Garn.
Für das Zwirnen wird vorzugsweise eine Ring zwirnmaschine benützt; es können aber auch andere Vorrichtungen wie beispielsweise Flügelzwirnmaschi- nen oder Doppelzwirnspindeln mit eben so gutem Erfolg verwendet werden.
Im folgenden ist für Vergleichszwecke eine Ta belle wiedergegeben, welche die Elastizitätswerte von Polypropylengarn und von Garnen aus Polypropylen und Nylon 66 zeigt.
EMI0001.0036
Nylon <SEP> 66 <SEP> Polypropylen
<tb> Unmittelbare <SEP> elastische <SEP> 16,6 <SEP> 58,2
<tb> Erholung
<tb> Verzögerte <SEP> Erholung <SEP> 78,6 <SEP> 39,5
<tb> Dauernde <SEP> Deformierung <SEP> 4,8 <SEP> 2,3 Diese Zahlen wurden d'ad'urch bestimmt, dass die Garne zunächst derart belastet wurden, dass sie sich um, 10,% dehnten,
worauf die Belastung aufge- hoben wurde. Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, sind die elastischen Eigenschaften von Polypropylen- fasern wesentlich besser als diejenigen von Nylon- fasern, welch letztere bereits als ausgezeichnet be trachtet werden, so dass dadurch Behandlungen zum Zwecke der Elastizitätserhöhung bzw. des Kräuselns begünstigt werden.
Es ist daher möglich, sehr hohe Zwirnzahlen zu erzielen, und verschiedene Unzu- kömmlichkeiten wie beispielsweise Fadenbrüche, welche sonst oft vorkommen, können auf ein Mini mum reduziert werden. Auch kann eine wesentlich bessere Erhaltung der Elastizität des Garnes erreicht werden.
Bei der nicht mehr zur vorliegenden Erfindung gehörenden Weiterverarbeitung, das heisst der über- führung in hochelastische Garne werden die erfror dungsgemäss erhaltenen, hochgezwirnten Garne zweck mässig auf trockene Metallspulenkörper oder Spulen aus gegenüber Wasser und Hitze widerstandsfähigem Material aufgewunden und:
einer Fixierungsbehand- lung unterworfen, welche vorzugsweise darin be stehen kann, dass die Faser bei hoher Temperatur angefeuchtet wird. Insbesondere eignet sich hierfür Dampf, welcher in einem Autoklaven bei einer Temperatur von ungefähr l30 C auf .entsprechenden Druck gebracht wird. Wichtig ist dabei, dass die Faser nach dem Thermofixieren, währenddem sie sich noch auf der Spule befindet, völlig getrocknet wird.
Das Garn wird dann unter Verwendung einer Zwirnvorrichtung abgespult und, vorzugsweise um 50 bis 300 Drehungen/Meter, über den Nullpunkt hin- aus aufgezwirnt. Die elastisch gemachten Fasern kön nen im weiteren dann gebleicht, gefärbt, verformt werden usw.
und lassen sich für die verschiedensten Zwecke verwenden, beispielsweise zur Herstellung von Handschuhen, elastischen Bändern, Geweben und Strümpfen. Sie sind für diese Zwecke zufolge der chemischen Struktur des Polypropylens, welches gegenüber anorganischen Agentien völlig inert ist, besonders geeignet.
Die folgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt werden soll.
<I>Beispiel</I> Als Ausgangsmaterial wird ein aus 7 parallelen Einzelfibrillen mit einem Gesamttiter von 20 Denier bestehendes Garn aus Polypropylen mit einer Grenz- viscosität von 0,94 verwendet. Dieses Garn wird durch Zwirnen mit 4300 Drehungen/Meter versehen, wobei sich. die Anzahl der Drehungen nach der angegebenen Formel wie folgt berechnet:
EMI0002.0048
Damit ist das Verfahrensbeispiel als solches ab geschlossen.
Durch anschliessendes Fixieren während 1 Stunde bei 130 C in einem Autoklaven unter Einwirkung von direktem Dampf, nachfolgendes Trocknen und gegenläufiges Aufzwirnen mit 4400 Drehungen/Meter kann das erhaltene Garn in hoch- voluminöse Form übergeführt werden, in welcher es nach Strecken und Freilassen seine ursprüngliche Länge wieder annimmt. Ein aus solchem Garn erhal tener Strähn zeigt hinsichtlich Griff und Glanz sehr gute Eigenschaften.
Wenn man zwei gemäss diesem Beispiel auf 4300 Drehungen/Meter, aber gegenläufig gezwirnte Garne parallel zusammenbringt und dann mit 150 Drehuri gen/Meter zwirnt, wird ein gut ausgeglichenes elasti sches Garn erhalten.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten, mindestens teilweise aus hochkristallinen Polypro- pylenfasern: bestehenden Garnes, welches Garn dazu geeignet ist, durch nachträgliches Fixieren der Dre hung und durch Zurückdrehen über den Anfangs- zustand hinaus in ein hochelastisches Garn überge führt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwirnen des Garns mit einer Anzahl von n Drehun gen pro Meter durchgeführt wird, wobei der Wert von n nach folgender Formel bestimmt wird:EMI0002.0069 in welcher Y den Gesamttiter des Garns und X eine Zahl zwischen 0,7 und 1,1 bedeutet. II. Nach dem, Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestelltes, hochgedrehtes Garn.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT361083X | 1958-04-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH361083A true CH361083A (de) | 1962-03-31 |
Family
ID=11244806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH361083D CH361083A (de) | 1958-04-03 | 1959-04-03 | Verfahren zur Herstellung eines hochgedrehten Garns |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH361083A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3375684A (en) * | 1965-03-02 | 1968-04-02 | Leath Mccarthy & Maynard Inc | Polypropylene stretch stocking and method |
-
1959
- 1959-04-03 CH CH361083D patent/CH361083A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3375684A (en) * | 1965-03-02 | 1968-04-02 | Leath Mccarthy & Maynard Inc | Polypropylene stretch stocking and method |
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