CH361187A - Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren - Google Patents

Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren

Info

Publication number
CH361187A
CH361187A CH361187DA CH361187A CH 361187 A CH361187 A CH 361187A CH 361187D A CH361187D A CH 361187DA CH 361187 A CH361187 A CH 361187A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
bag
meat products
smoked
goods
bags
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Moll Cornelis
Original Assignee
Unilever Nv
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Unilever Nv filed Critical Unilever Nv
Publication of CH361187A publication Critical patent/CH361187A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/044Smoking; Smoking devices
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B2/00Preservation of foods or foodstuffs, in general

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Packages (AREA)

Description


  Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren    Die Erfindung bezieht sich auf das Konservieren  von     geräucherten,        umgekochten        Fleischwaren,    wie  z. B. Rauchwürsten,     Dauerwürsten,        Bacon,    geräu  chertem     Schinken        und    Schultern,     gegebenenfalls    als  geschnittene     Ware.     



  Diese     Fleischwuren        trocknen    beim     Aufbewahren     stark aus, nämlich zu etwa 5-15 % beim Aufbewah  ren während     einer        Woche.    Dadurch entstehen Ge  wichtsverluste und auch     derGeschmack    wird     beein-          trächtigt.     



  Nicht nur durch Eintrocknen     kann    der     Geschmiack     der     Fleischwaren    beeinträchtigt werden, sondern auch  durch mikrobiologische Vorgänge, wie z. B. die Ein  wirkung von Bakterien, Hefe- und     Schimmelpilzen,     und     chemische    Vorgänge, wie z. B. Oxydation, ins  besondere der Fette.  



  Man hat versucht, diese Nachteile auf längere  Zeit zu vermeiden,     indem    man die     Fleischwaren        in          feuchtigkeitsdichtes        Material,    z. B.     Polyäthylenbeutel,     verpackt oder     indem    man das Verpackungsmaterial  mit z. B.     mikrokristallinischen    Wachsen oder     mit        so-          genannten        Tauchplasties    oder gewissen     wüssrIgen    La  texemulsionen überzog.  



  Es .ist     gleichfalls    bekannt,     Nahrungsmittel    in luft  dichtes,     jedoch        wasserdampfdurchlässiges        Material,     z. B.     Zellophanbeutel,    zu verpacken, den Raum in  diesen Beuteln     teilweise    zu evakuieren und die Beutel  hermetisch zu schliessen. Die in     dieser    Weise ver  packten Waren werden nunmehr in den Verkehr ge  bracht und sollen von dem Verbraucher     direkt    vor  dem     Konsum    gekocht werden.

   Durch dieses bekannte       Verfahren    werden jedoch die     Nachteile    der     m'ikrobio-          logischen    und     chemischen        Einwirkung        auf    die     Fleisch-          waren    nicht oder nicht zur Genüge behoben; die Ein  wirkung der     Schimmelpilze    wird öfters sogar geför  dert.

   Dadurch ,gehen der     Geschmack    und insbeson-         .dere    die Farbe der     verpackten        Fleischwaren        in    star  kem Masse     zurück.     



  Gemäss der     Erfindung    werden nun     diese    Nachteile  behoben, indem die     Fleischware        ineinen    Beutel     laus          flexiblem,        wasserdampfdichtem    und luftdichtem, vor  zugsweisdurchsichtigem Material     eingebracht    wird,  der     Raun    indem Beutel     .evakuiert    wird, darauf der  Beutel hermetisch geschlossen wird, insbesondere       durch        Anwendung    von Druck und     Hitze    (z.

   B.     Heiss-          siegelung),    und die in dieser Weise     eingeschlossene     Ware sofort darauf pasteurisiert oder     sterilisiert    wird.  Beim     Pasteurisieren    oder Sterilisieren ist darauf zu  achten,     dass    das     Vakuum    in den     Beuteln    nicht     ver-          lorengeht.     



  Als luftdicht ist ein Material zu betrachten, das  eine     Sauerstoffdurchlässigkeit    von höchstens etwa  10-3 g pro 24 Stunden pro m2 Oberfläche pro cm       Quecksilber    Druckunterschied     aufweist.    Als wasser  dampfdicht ist ein Material zu betrachten, das eine       Wasserdampfdurahlässigkeit    von     höchstens    etwa 0,6 g  pro 24     Stunden    pro m2     Oberfläche    pro cm Quecksil  ber     Druckunterschied        aufweist.     



  Bei     Anwendung    der     Erfindung    zeigte sich über  raschenderweise,     dass        eine    viel kürzere     Sterilisations-          oder        Pasteurisationsdauer    genügt, als wenn der Raum  in     dem        Beutel    nicht     evakuiert    ist, und     dass    ausserdem  diese Sterilisation oder     Pasteurisation    viel wirksamer  ist,

   so     dass    die in     dieser    Weise erhaltenen Waren     sich          wesentlich        länger    halten.  



       Wahrscheinlich    ist das darauf     zurückzuführen,     dass die     Wärmeübertragung        beim        Sterilisieren    oder       Pasteurisieren    der     evakuierten    Waren     erheblich        gün-          stiger    ist und die     gegebenenfalls    die     Steriisation    oder       Pasteurisation    noch     überleb,

  endcn        Mikroorganismen     in den Waren durch das Vakuum in derart un.günsti-      gen     Verhältnissen        sind,    dass sie sich nicht vermehren       !können.     



  Eine     Erniedrigung    der     Sterilisations-    oder     Pasteu-          risationstemperaturcn        erzielt    man, wenn     geschnit-          tene    Fleischwaren gemäss der     Erfindung        konserviert     werden.  



  Als geeignetes Material     für    :die Beutel kann     man          die    unter dem Namen      Satan         (eingetragene    Marke)       bekannte        Kunststoffolie    anwenden.

   Ein ebenfalls ge  eignetes,     billigeres    Material ist die     unter    dem Namen        Cellothen (eingetragene    Marke)     bekannte    Kunst  stoffolie; das     ist    ein Material, das aus     einer        Schicht     Polyäthylen und     .einer    Schicht regenerierter     Zellulose     besteht, wobei     :

  die        letztere        Schicht    .noch     mit        einer     äusserst dünnen     Lackschicht    überzogen     sein    kann.  



  Insbesondere eignet sich eine     Qualität,dieses    Pro  duktes, welche ein Gewicht von 71     g(m2    aufweist     und     aus Polyäthylen von     :etwa    37     .g(m2,        regenerierter    Zel  lulose von     etwa    34     g/m2    und     einer    äusserst     dünnen,     feuchtigkeitsabwehrenden Schicht aufgebaut st.

   An  dere geeignete     Qualitäten        sind    die, welche aus  40     g/m2        regenerierter    Zellulose und     Polyäthylen    von       bzw.    20, 30     und    40     g!m2    aufgebaut     sind.     



  Wird      Cellothen     oder ein     ähnliches    geschichte  tes     Material    als Verpackungsmaterial angewendet, so       pasteurisiert    oder     sterilisiert    man     vorzugsweise    nicht  mit Wasser oder Dampf,     sondern        mit    Heissluft     einer     entsprechenden     :

  geeigneten    relativen     Feuchtigkeit,    die       für         Cellothen         etwa        40-90%        beträgt,        weil        durch     das     Sterilisieren    oder Pasteurisieren in Wasser oder       Nassdampf    die     feuohtigkeitsabweh        rende        Schicht    zer  stört wird, so     @dass    die beiden Schichten, aus denen das  Material besteht,

       sich    voneinander loslösen und Was  ser zwischen .diese     Schichten        eindringen    kann. Wen  det man zum Sterilisieren oder Pasteurisieren     völlig     trockne oder zu trockne     Luft    an, so     können    beide  Schichten oder     eine    :davon, z. B. die     regeneriertz        Zel-          luloseschicht,    spröde werden und     brechen,        insbeson-          dere    beim Transport :der     verpackten    Waren.

   Benutzt  man zu feuchte Luft, so     kann,das         Celloihen     Feuch  tigkeit     aufnehmen,    wodurch es wohl viel geschmei  diger,     jedoch    auch schwächer wird.  



  Die Anwendung     feuchter        Luft    trägt zu     einer    Kür  zung der     Sterilisations-    oder     Pasteurisatnonsdauer    bei.  Es zeigte sich, d ass die     Anwärmezeit,        die        dazu        nötig     ist,     eine    in      Cellothen         eingeschlossene        Rauchwurst     beim Pasteurisieren in Luft von 85  C     zu    bringen,

   bei       Anwendung    ganz     .trockner        Luft    von 40     min,    von Luft  mit einer relativen     Feuchtigkeit    von 50, 75 oder       100        %        35,        30        oder        20        bis        25        min        .betrug.        Die        Tempe-          ratur    der     Wurst,

      auch     im    Inneren,     soll    etwa eine  halbe     Stunde    auf 80  C gehalten werden.  



       Die    in dieser     Weise    erhaltenen verpackten Waren       behalten    .auch     recht        lange    Zeit die     gewünschte    Farbe,  aber die Haltbarkeit der Farbe     wird    noch in starkem  Masse     verbessert,    wenn man die Waren     im        Dunkeln          aufbewahrt.    Das ist     gleichfalls        überraschend,        weil    d     ie     derart verpackten Waren weitgehend     sauerstofffrei     sind.

   Man     könnte    daher     erwarten,    dass sie     im    Licht  ebenso gut haltbar     sein    würden wie im     Dunkeln,    da    die Farbe :durch Einwirkung von Sauerstoff auf die  Waren     schlechter    wird.  



  Das     Verfahren    eignet sich auch besonders gut  zur Verpackung     geschnittener    Fleischwaren. Die     in     dieser Weise erhaltenen verpackten Waren sind halt  bar und trocknen     nicht    aus; sie sind hygienisch und  sofort :gebrauchsfertig.  



  Die     geschlossenen    Beutel mit den pasteurisierten       bzw.        sterilisierten    Waren können zusätzlich in     Schach-          teln,    Hülsen oder weitere Beutel     eingeschlossen    wer  den, um sie gegenüber beim     Transport        auftretenden          mechanischen        Einflüssen    zu schützen.

       Solche        Schutz-          hüllen    können     auch        gleichzeitig    als Lichtschutz     die-          nen.     



  <I>Beispiel</I>  Ungekochte Rauchwürste vom Typ      Frankfurter      von 180, 200 und 300     g    werden     ,in    Beutel aus      Cello-          then ,    welches ein Gewicht von 71     g/m2        aufweist,        ein-          gebracht.        Darauf    werden diese Beutel evakuiert und       durch    Anwendung von Druck     und.    Hitzegeschlossen.

    Die Beutel mit den darin eingebrachten Würsten wer  den     im        Dauerverfahren        pasteurisiert        in    einem Raum,       in    dem sie während     ,einer        Stunde    durch einen kräftigen       Luftstrom    von 85  C und einer relativen     Feuchtig-          keit        von        60        %        umspült        werden.        Es        zeigt        sich,

          dass        .die          Anwärmeperiode    der Würste, die     dazu        erforderlich    ist,  die Temperatur im     Innern    der Würste auf 80  C zu       bringen,    etwa 30 Minuten beträgt, so dass die     Pa-          steurisationsperiode        gleichfalls    etwa 30     Minuten    ist.

    Die Beutel werden darauf mit kaltem Wasser     ,gekühlt.     Die     Beutel    mit den in dieser Weise     :behandelten    Wür  sten werden     in.        weitere    Beutel aus regenerierter     Zellu-          lose        eingeschoben,    die     ebenfalls    :durch Anwendung  von Druck und Hitze     geschlossen    werden. Die Würste  sind .dann     versandfertig.     



  Es     zeigte    sich, dass die     in    dieser Weise verpack  ten Würste     noch    nach 4 Wochen Aufbewahren bei       Raumtemperatur        keine   RTI ID="0002.0233" WI="15" HE="4" LX="1503"LY="1733">  merkliche        Verschlechterung     des     Geschmackes    und der Farbe erlitten hatten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren, :dadurch gekennzeichnet, dass die Fleischware in einen Beutel aus flexiblem, wasserdampfdichtem und luftdichtem Material ein- gebracht wird, der Raum in ,dem Beutel evakuiert wird,
    darauf der Beutel hermetisch geschlossen wird und die in dieser Weise eingeschlossene Ware sofort darauf pasteurisiert oder sterilisiert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Beutel :durch Heissversiegelung geschlossen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Beutel aus einem mehrschich- tigen Material besteht, in dem eine Schicht luftdicht und eine andere Schicht feuchtigkeitsdIcht ist,
    und die Pasteurisation bzw. Sterilisation in Luft von sol cher Feuchtigkeit durchgeführt wird, dass keine Beenn- trächtigung der Stärke dds Verpackungsmaterials auf- tritt. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass das Beutehniaterial aus einer Poly äthylen- und einer regenerierten Celluloseschicht be steht.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die geschlossenen Beutel mit der pasteurisierten bzw. steril'Lsierten Ware in un durchsichtigen Hülsen oder Schachteln. einschliesst. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet"dass man die Fleischware vor dem Ein- bringen in den Beutel schneidet.
CH361187D 1956-01-30 1957-01-25 Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren CH361187A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL361187X 1956-01-30

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH361187A true CH361187A (de) 1962-03-31

Family

ID=19785403

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH361187D CH361187A (de) 1956-01-30 1957-01-25 Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH361187A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69034156T2 (de) Folie zur Verpackung von Nahrungsmitteln und Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Nahrungsmitteln
EP0139888B2 (de) Räucherverfahren für in einer thermoplastischen Kunststoffhülle erhitzte oder in heissem, schmelzflüssigem Zustand umhüllte Lebensmittel
EP1858354B1 (de) Verfahren zur behandlung von lebensmitteln, insbesondere zum haltbarmachen von frischen wurst- oder fleischwaren
CH361187A (de) Verfahren zum Konservieren von geräucherten, ungekochten Fleischwaren
CH432215A (de) Verfahren zur Konservierung von Nahrungsmitteln
JPH05130854A (ja) 農産物及び食品の品質保持法
DE2201367B2 (de) Verfahren zum Herstellen einer lagerfähigen klelnkalibrigen Rohwurst mit rundem Querschnitt
Rhodes The radiation pasteurisation of broiler chicken carcasses
US654118A (en) Process of coating meats.
DE3639302C2 (de)
DE4223482C1 (de) Verfahren zur Herstellung von gebrühten Wurstwaren, Fleischwaren und fleischähnlichen Produkten
JPH0380043A (ja) 超高圧をかけて作る低塩漬物の製造方法
US2364614A (en) Raw-state preserving process and composition
US2559081A (en) Method for preparing and canning cabbages
US990113A (en) Process of preserving food products.
JPH0387165A (ja) 物品の保存法
US1048675A (en) Process of protectively preserving food products.
US1032885A (en) Process of preserving fresh meat and fish.
DE867047C (de) Verfahren zur Herstellung eines Verpackungsmittels fuer essbares Gut
DE1020519B (de) Verfahren zum sterilen und dauerhaften Verpacken von Lebensmitteln
AT309196B (de) Verfahren zur Herstellung von Verpackungen mit trockenen vorgegarten Kartoffeln
DE2447631C2 (de) Verfahren zum Verpacken von Fleisch
CH534612A (de) Verfahren zur Herstellung von Verpackungen mit vorgegarten Kartoffeln
AT210723B (de) Verfahren zur Herstellung von rindenlosem Schnitt- oder Hartkäse
JPH0330631A (ja) 漬物類の製造方法