CH361234A - Verfahren zum Kühlen von mehlförmigen oder feinkörnigem Gut, insbesondere von Zement, und Einrichtung zum Ausführen des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Kühlen von mehlförmigen oder feinkörnigem Gut, insbesondere von Zement, und Einrichtung zum Ausführen des VerfahrensInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
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Verfahren zum Kühlen von mehlförmigem oder feinkörnigem Gut, insbesondere von Zement, und Einrichtung zum Ausführen des Verfahrens Bei der Herstellung von Portlandzement werden Klinker und Gips gemeinsam in einer Mühle gemahlen. Da der Klinker oft schon beim Eintritt in die Mühle sehr heiss ist, z. B. zwischen 100 und 150o C, und der grösste Teil der bei der Mahlung aufgewendeten Energie ebenfalls in Wärme umgewandelt wird, hat das Mahlgut beim Verlassen der Mühle oft eine sehr hohe Temperatur. Dies ist jedoch aus verschiedenen Gründen unerwünscht, weshalb schon etliche Vorschläge zur Kühlung des Mahlproduktes gemacht worden sind.
So sind separate Behälter vorgeschlagen worden, in welchen das Gut, um sich abzukühlen, wassergekühlten Wänden entlang geleitet wird. Es gibt auch Förderschnecken, bei welchen die Welle der Schnecke von Kühlwasser durchströmt ist. Schliesslich wurde bei Mühle mit Sichte-rn auch schon eine Kühlung des Gutes im Sichter durch Luft oder wassergekühlte Sichterwände vorgeschlagen.
Alle diese Kühleinrichtungen haben entweder den Mangel, dass sie wenig wirksam sind, weil sie zu kleine Wärmeaustauschflächen ergeben oder, dass sie zusätzliche Einrichtungen darstellen, die weitere Störungsquellen für den Betrieb ergeben.
Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt, diese Mängel zu beseitigen und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gut, welches mittels Druckluft aufgelockert wird, mit Wärmeaustauschelementen in Berührung gebracht wird, welche von einem Kühlmedium durchströmt werden und die sich in einer pneumatischen, vom Gut durchströmten Förderrinne befinden, derart, dass das zu kühlende Gut bei der Förderung durch die Rinne in innigen Kontakt mit den Wärmeaustauschelementen kommt und dadurch intensiv gekühlt wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren und die ebenfalls erfindungsgemässe Einrichtung zur Durchfüh- rung des Verfahrens werden anschliessend anhand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer pneumatischen Förderrinne mit eingebauten Wärmeaustauschelementen.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch diese Rinne. Die pneumatische Förderrinne nach Fig. 1 besitzt einen trogförmigen Unterteil 2 und einen Oberteil 4, in welchem das Fördergut transportiert wird. Die beiden Rinnenteile 2 und 4 sind durch einen luftdurchlässigen Boden 3, z. B. aus porösen Platten, Textilbändern oder Drahtgewebe, voneinander getrennt. Im Oberteil 4 der Rinne ist ein Rohrbündel 5 angeordnet, das sich annähernd über die ganze Länge der Rinne erstreckt.
Das Kühlmedium tritt über den Einlaufstutzen 6 in das Rohrbündel und verlässt diese durch den Abfluss-Stutzen 7. Auf dem Rinnenoberteil 4 mündet der Material-Zufuhrstutzen 8 ein. Beim Ablaufstutzen 9, welcher mit den Rinnenteilen 4 und 2 verschraubt ist, gelangt das gekühlte Fördergut z. B. in ein Silo.
Oberhalb des Rohrbündels 5, quer zu den Rohren, sind Staubleche 1 eingesetzt, welche bewirken sollen, dass die Füllung der Rinne über die ganze Länge möglichst gleichmässig wird und damit nicht ein Teil der Fördergutes über das Rohrbündel 5 hinweg gleiten kann, ohne mit diesem in Berührung zu kommen.
In den Rinnenunterteil 2 mündet eine Druckluftleitung 12. Die Druckluft wird von einem Gebläse 10 geliefert. Der Druck im Rinnenunterteil 2 kann durch ein Drosselventil 11 eingestellt werden.
Die Förderrinne ist in Richtung des Ablaufstutzens 9 nach unten geneigt.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgen- dermassen: Durch den Einlaufstutzen 8 wird Mate-
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rial, z. B. Zement, aus einem Sichter oder einer Mühle einer Zementmahlanlage in die Rinne aufgegeben. Vom Gebläse 10 wird Druckluft durch die Leitung 12 in den Rinnenunterteil 2 gedrückt. Diese Luft dringt durch den porösen Boden 3 hindurch und bringt das darüber liegende Gut in bekannter Weise in einen flüssigkeitsähnlichen Zustand, sog. Wirbelschicht.
Das Gut erfährt dabei in sich selber eine kräftige Durchmischung und fliesst gegen den Rinnenauslauf 9. Durch den Einlaufstutzen 6 wird ein Kühlmedium geleitet, zweckmässig Wasser, es könnte aber auch ein Kältemittel, z. B. Ammoniak, sein.
In der Wirbelschicht sind zwei Hauptströmungen vorhanden, nämlich eine längs der Förderrinne und eine andere, annähernd senkrecht dazu, welche durch die Luft erzeugt wird, die vom Rinnenunterteil 2 herkommend den porösen Boden 3 durchdringt und das Fördergut von unten nach oben durchströmt, wobei dieses aufgelockert wird.
Die das Fördergut durchströmende Luft besorgt zum Teil den Wärmetransport vom Fördergut an die Kühlrohre ; andererseits geschieht die Wärmeübertragung durch direkten Kontakt der Fördergutpartikel mit der Kühlrohroberflä- che. Durch den vorerwähnten Vorgang wird eine ausgezeichnete Wärmeübertragung erreicht. Die Übertragung wird besonders gut, weil das Kühlmedium im Gegenstrom zum Gut fliesst, wodurch -das maximale Wärmegefälle ausgenützt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Kühlen von mehlförmigem oder feinkörnigem Gut, insbesondere Zement, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut, welches mittels Druckluft aufgelockert wird, mit Wärmeaustauschelementen in Berührung gebracht wird, welche von einem Kühlmedium durchströmt werden und die sich in einer pneumatischen, vom Gut durchströmten Förderrinne befinden, derart, dass das zu kühlende Gut bei der Förderung durch die Rinne in innigen Kontakt mit den Wärmeaustauschelementen kommt und dadurch intensiv gekühlt wird. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmedium die als Kühl- rohre ausgebildeten Wärmeaustauschelemente im Gegenstrom zum Gut durchströmt. 2. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlmedium Wasser verwendet wird. 3. Verfahren gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlmedium ein Kältemittel verwendet wird.PATENTANSPRUCH 1I Einrichtung zum Ausführen des Verfahrens ge- mäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine pneumatische Förderrinne für das Gut, in welcher Wärmeaustauschelemente, durch die ein Kühlmedium strömt, derart angeordnet sind, dass das Gut die Wärmeaustauschelemente umgibt und bei seiner Förderung in innigen Kontakt mit letzteren kommt, so dass es intensiv gekühlt wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeaustauschelemente ein Rohrleitungssystem bilden, das sich annähernd über den ganzen Rinnenquerschnitt und die ganze Länge der Rinne erstreckt. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrleitungssystem aus einem parallel zur Rinnenachse angeordneten Rohrbündel besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH361234T | 1958-11-07 |
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| CH361234A true CH361234A (de) | 1962-03-31 |
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Country Status (1)
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| CH (1) | CH361234A (de) |
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1958
- 1958-11-07 CH CH361234D patent/CH361234A/de unknown
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