CH361341A - Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivität von in einer Flüssigkeit enthaltenen Substanzen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivität von in einer Flüssigkeit enthaltenen Substanzen

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CH361341A
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Schranz Peter
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Landis & Gyr Ag
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Description


  
 



  Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivität von in einer Flüssigkeit enthaltenen Substanzen
Zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivität von in einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, enthaltenen Substanzen ist es notwendig, die in der Flüssigkeit enthaltenen radioaktiven Substanzen zu konzentrieren, um bei der normalerweise auftretenden geringen Aktivität   veffissllche    Messwerte zu erhalten.



   Bei einer bekannten Einrichtung geschieht diese Konzentration auf die Weise, dass die zu untersuchende Flüssigkeit in gleichmässigem Strom in einem erhitzten Luftstrom versprüht und verdampft, worauf das Gemisch von Luft und Dampf durch einen kontinuierlich bewegten   Filtrierstreifen    filtriert wird. Die    m n der Flüssigkeit gelöst oder suspendiert gewesenen    Substanzen werden im   Filtrierstreifen    aufgefangen und einem Strahlendetektor zugeführt.



   Diese Einrichtung hat vor allem den Nachteil, dass die verwendete Luft vorher sorgfältig filtriert werden muss, wobei ein trotz allem verbleibender Rest der Luftaktivität die Messgenauigkeit verschlechtert.



  Auch ist die Filterwirkung des   Flitrierstreifens    nicht vollkommen und ein Teil der aus der Flüssigkeit stammenden aktiven Substanz entweicht durch diesen und wird bei der Messung nicht erfasst. Die Wände des Luftkanals, in dem die Verdampfung stattfindet, werden ferner radioaktiv verseucht und verschlechtern dann auch die Messgenauigkeit.



   Es ist auch eine Einrichtung vorgeschlagen worden, bei der ein   diskontinuierlich      fortbewegter,    mit Vertiefungen versehener Metallstreifen vorgesehen ist, in dessen Vertiefungen dosierte   Mengen      dier    zu messenden Flüssigkeit zum Verdampfen gebracht werden, worauf die Rückstände an Strahlendetektoren vorbeigeführt werden, die ihre Aktivität   mes-    sen. Der Metallstreifen wird entweder nur einmal verwendet, was sehr kostspielig ist, oder er wird mittels einer besonderen,   kompl5zierten    Vorrichtung ausgewaschen, wobei das Ergebnis   allerdings    problematisch ist, da es sehr schwierig ist, die aktiven Teilchen durch Waschen restlos zu entfernen.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, bei dem die erwähnten Nachteile dadurch beseitigt werden, dass die   Fflüssigkeit,    mit den in ihr   enthal    tenen radioaktiven Substanzen   in    gleichmässigem Strom einem gleichförmig bewegten Band aus saugfähigem Material zugeführt, auf diesem zum Verdampfen gebracht und dann die Radioaktivität der auf dem Band abgelagerten Substanzen gemessen wird.



   Die Einrichtung zur Durchführung des   Verfah-    rens ist dadurch   gekerulzeichnet,    dass eine mit einer Dosiervorrichtung versehene Zufuhrvorrichtung für    die zu kontrollierende Fl ! flüssigkeit vorgesehen ist,    mittels der die Flüssigkeit einem unter der Zufuhrvorrichtung gleichförmig vorbeibewegten Band aus saugfähigem Material   zugeführt      wird',    und dass ferner eine das Band   beheizende    Heizvorrichtung und   min-      destens    ein Strahlendetektor, an dem das Band ebenfalls vorbeigeführt wird, vorgesehen sind.



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.



   Aus einer Zufuhrvorrichtung 1, die mit einer   nichtgeze, ichneten    Dosiervorrichtung versehen ist, wird die zu messende Flüssigkeit in gleichmässigem Strom einem gleichförmig bewegten   Band    2 aus saugfähigem Material, z. B. Filtrierpapier, zugeführt, das an einer Heizvorrichtung 3 vorbeigeführt wird. Das Band 2 führt weiter an einem Strahlendetektor 4 vorbei, der über einen Verstärker 5 ein   Anzeigegerät    6 betätigt.



   Durch den   Einfluss    der durch die Heizvorrichtung 3 zugeführten Wärme verdampft die im Band 2 befindliche Flüssigkeit und lässt die in ihr enthaltenen   Substanzen in diesem zurück. Auf diese Weise   kön-    nen auf einer bestimmten   Bundfläche    Rückstände einer beträchtlichen Flüssigkeitsmenge konzentriert werden, wobei das   Konzentrationsverhällnis    durch Wahl des Flüssigkeitsstromes und der Vorschubgeschwindigkeit des Bandes, bei entsprechender Wärmezufuhr, eingestellt werden kann. Das   Anzeige-    gerät 6 zeigt dann eine entsprechend erhöhte Radioaktivität an.



   Als Band 2 findet vorzugsweise ein Streifen Filtrierpapier Verwendung, es kann jedoch auch ein Textilband oder ein solches aus einem anderen saugfähigen oder porösen Material verwendet werden.



   Die Zufuhrvorrichtung 1 besteht im dargestellten Beispiel aus einem an einen Behälter 7 angeschlossenen Ausflussrohr 8.



   Die Dosiervorrichtung der Zufuhrvorrichtung 1 hat den Zweck, einen gleichmässigen Flüssigkeitsstrom zu liefern. In ihrer einfachsten Ausführung kann diese bei Konstanthaltung des Flüssigkeitsspiegels im Behälter durch eine   Drosselsltelle    im Ausflussrohr 8 gebildet werden.



   Um die Flüssigkeit auf eine grössere Fläche des Bandes 2 zu verteilen und dadurch ein schnelleres Verdampfen zu erzielen, kann die Zufuhrvorrichtung 1 eine Schwenkbewegung in der Längsrichtung des Bandes 2, quer zu dieser, oder eine Kombination dieser Bewegungen ausführen.



   Die dargestellte Einrichtung hat den Vorteil, das weder eine Luftpumpe, noch ein Luftfilter oder eine Zerstäubungsvorrichtung für die Flüssigkeit usw., zur Anwendung kommt. Sie ist daher einfach im Aufbau, erfordert nur geringe Wartung und bietet mehr Be  triebssicherheit.    Dabei sind die   Messresultate    genauer als bei den bekannten Einrichtungen, da die Beein  flussung    durch die Radioaktivität der Luft und den Wirkungsgrad der Ablagerung der im Luftstrom enthaltenen Teilchen auf dem   Filtrierband    bzw. durch auf dem Sammelband zurückbleibende Aktivität entfällt.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivität von in einer Flüssigkeit enthaltenen Substanzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüs- sigkeit mit den in ihr enthaltenen radioaktiven Subv stanzen in gleichmässigem Strom einem gleichformig bewegten Band aus saugfähigem Material zugeführt, auf diesem zum Verdampfen gebracht und dann die Radioaktivität der auf dem Band abgelagerten Substanzen gemessen wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer Dosiervorrichtung versehene Zufuhr vorrichtung (1) für r die zu kontrollierende Flüssigkeit vorgesehen ist, mittels der die Flüssigkeit einem unter der Zufuhrvorrichtung gleichförmig vorbeibewegten Band (2) aus saugfähigem Material zugeführt wird, und dass ferner eine das Band beheizende Heizvorrichtung (3) und mindestens ein Strahlendetektor (4), an dem das Band ebenfaJAs vorbeigeführt wird, vorgesehen sind.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhrvorrichtung (1) derart ausgebildet und gelagert ist, dass sie im Verhältnis zum Band (2) schwenkbar ist.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (2) aus einem Streifen Filtrierpapier besteht.
CH361341D 1958-12-03 1958-12-03 Verfahren und Einrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivität von in einer Flüssigkeit enthaltenen Substanzen CH361341A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028248B (de) * 1956-10-18 1958-04-17 Frieseke & Hoepfner Gmbh Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Messung der Radioaktivitaet von Wasser und anderen Fluessigkeiten

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BE584284A (fr) 1960-03-01
AT209454B (de) 1960-06-10
FR1239185A (fr) 1960-12-07
GB865603A (en) 1961-04-19
DE1102297B (de) 1961-03-16

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