CH361415A - Stehbildwerfer, der ausser dem Normalobjektiv zur Projektion des ganzen Bildes noch ein Objektiv kürzerer Brennweite zur Vergrösserung von Bildausschnitten aufweist - Google Patents
Stehbildwerfer, der ausser dem Normalobjektiv zur Projektion des ganzen Bildes noch ein Objektiv kürzerer Brennweite zur Vergrösserung von Bildausschnitten aufweistInfo
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Description
Stehbildwerfer, der ausser dem Normalobjektiv zur Projektion des ganzen Bildes noch ein Objektiv kürzerer Brennweite zur Vergrösserung von Bildausschnitten aufweist Es sind Vorrichtungen bekannt zur Erzielung einer sprunghaften Formatänderung des Projektions bildes von Kinoprojektoren, wobei die Formatände rung durch entsprechend geformte Bildfenster erzielt wird, und zwar dadurch,
@dass sie einerseits mit ent sprechenden Vorsatzlinsen zur Erzielung des Grö- ssenausgleichs gekuppelt sind, anderseits gleichfalls zwangläufig mit Lichtblenden bzw.
einer Vorrichtung verbunden sind, die eine gleichbleibende Lichtdichte des Projektionsbildes gewährleistet, so dass durch einen Handgriff momentan alle drei Aggregate in den Lichtgang des Projektors einzuschalten sind, wobei die Blenden (Lichtblenden, Bildfenster) und die Vor satzgeräte serienweise und gegebenenfalls auswech selbar angeordnet sind.
Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, dass der Ausschnitt mit der kleinsten Vergrösserung sehr stark abgeblendet werden muss, so dass ein nicht unbeträchtlicher Teil des Lichtstromes der Projektionslampe ungenützt verlorengeh:t. Ausser dem ist es bei diesen Vorrichtungen nicht möglich, jedem beliebigen Ausschnitt eines Bildes zur Vergrö sserung zu erfassen.
Es sind ferner Vorrichtungen bekannt mit zwei oder mehr verschiedenbrennweitigen Objektiven, die derart verschwenkbar angeordnet sind, dass wahlweise das eine oder andere von ihnen in den Strahlengang des Projektors gebracht werden kann. Auch Vorrich tungen sind bekannt,
bei denen zwei Objektive fest angeordnet sind und der Strahlengang des Projektors mit Hilfe eines Spiegels wahlweise durch das eine oder andere Objektiv geleitet werden kann. Diese Vorrichtungen haben den Nachteil, dass Bilder ver schiedener Vergrösserung verschieden hell erscheinen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun einen Stehbildwerfer, der ausser dem Normalobjektiv zur Projektion des ganzen Bildes noch ein Objektiv kürzerer Brennweite zur Vergrösserung von Bildaus schnitten aufweist.
Dieser Bildwerfer ist erfindungs gemäss dadurch gekennzeichnet, dass er einen vor einer gehäusefesten, bildbegrenzenden Maske in sei ner Ebene horizontal und vertikal verstellbar ange- ordneten Bildschieber aufweist, dessen Verstell berei;ch ausreicht, um jeden beliebigen, durch die Maske begrenzten Ausschnitt des Gesamtbildes zu erfassen.
Gegenüber den bekannten Stehbildwerfern der vorerwähnten Art zeichnet sich der Gegenstand der Erfindung vor allem durch den Vorteil aus, dass von jeder beliebigen Stelle des Gesamtbildes Bildaus schnitte erfasst und vergrössert werden können. Die Projektion der Bildausschnitte kann unter voller Aus- nützung der Lampenleistung erfolgen.
Die Wirkung der Ausschnittsvergrösserung ist ihrem Charakter ent sprechend einer Teleobjektivaufnahme gleichzuset- zen. Erfolgte die Aufnahme des Bildes selbst mit einem Teleobjektiv, so lässt sich durch die Aus- schnittvergrösserung die Telewirkung entsprechend steigern.
Darüber hinaus können vom Gesamtbild durch fortgesetztes Verstellen des Vergrösserungs- bildschiebers mehrere Motive in rascher Folge pro jiziert werden.
Weiterhin entsteht ein ,nicht zu unter schätzender Vorführeffekt bei stetiger Bewegung die ses Bildschiebers, wodurch aufeinamdierfolgende Teile des Bildes auf den Projektionsschirm vorübergl'eiten. Hierbei ist der Eindruck für den Betrachter etwa der gleiche,
wie er bei der Wiedergabe von durch Schwenken einer Filmkamera in Panoramaaufnahme hergestellten Filmen entsteht.
Der Anwendungsbereich des vorgeschlagenen Projektors beschränkt sich nicht nur auf rein photo graphische Motive. Vielmehr dürfte es auch bei Pro jektion von wissenschaftlichen oder technischen Auf- nahmen (z. B. bei Schaltskizzen, Plänen oder der gleichen) häufig ein Vorteil sein, wenn das projizierte Bild gleichsam wie mit einer Lupe abgetastet werden kann.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes.
Die Fig. 1 und 2 zeigen im vertikalen Mittellängs- schnitt 'in unterschiedlicher Lage der beweglichen Teile das erste Ausführungsbeispiel.
Fig. 3 zeigt im vertikalen Mittellängsschnitt die optische Einrichtung für das zweite Ausführungsbei spiel.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 ist ein Stehbildwerfer vorgesehen, welcher zwei Gehäuse 1 bzw. 10 aufweist. Im Gehäuse 1 sind die Projektor- lampe 2, nebst dem Reflektorspiegel 3 und den Kondensorlinsen 4, 5 in üblicher Weise angeordnet.
Vor der Kondemorlinse 5 befindet sich eine Öff nung 6 zum Durchtritt des Lichtstrahlenbündels. 7. Vor der Öffnung 6 ist ferner der übliche Bildschie- ber 8 für das Normalobjektiv 9 zur Projektion des Gesamtbildes angeordnet, das seinerseits in der Vor derwand des unmittelbar vor dem Gehäuse befind lichen Gehäuses 10 sitzt,
dessen Rückwand mit einer entsprechenden Öffnung zum Durchlass des Licht strahlenbündels 7 versehen ist. In einem Abstand h unterhalb des Objektives 9 ist in der Vorderwand des Gehäuses 10 ein. Objektiv 11 kürzerer Brenn weite angeordnet. Um diesen Abstand h ist das Gehäuse 10 nach oben in die in Fig. 2 dargestellte Lage verschiebbar und in dieser feststellbar. Die Rückwand des Gehäuses 10 weist an der dem Ob jektiv 11 gegenüberliegenden Stelle
ebenfalls eine Öffnung zum Durchtritt des Strahlenbündels 7 auf. Hinter dem Objektiv 11 ist eine gehäusefeste Maske 12, mit einer gegenüber der Grösse des Gesamtbildes kleineren Öffnung angeordnet, vor welcher ein in seiner Ebene vertikal und horizontal verstellbarer Bildschieber 13 angeordnet ist, dessen Verstellbereich ausreicht, um jeden beliebigen, durch die Maske 12 begrenzten Ausschnitt -des Gesamtbildes,
zu erfassen. Der Abstand des Bildschiebers 13 von der Vorder wand des Gehäuses 10 ist dadurch bestimmt, dass das zur Projektion des ganzen Bildes benützte Licht strahlenbündel 7 durch den Kondensur 4, 5 unge- schmälert zur Projektion dieser Ausschnitte ausge nützt wird,
wenn das Gehäuse 10 von der 'ui Fig. 1 dargestellten Lage in die in Fig. 2 veranschaulichte Lage angehoben ist.
Das Objektiv 11 kürzerer Brennweite hat ein gegenüber 'dem Normalobjektiv 9 wesentlich grösseres Öffnungsverhältnis, so dass auch hier das gesamte Lichtstrahlenbündel 7 ungeschwächt hindurchtreten kann. Dadurch wird erreicht, dass die Ausschnittsver- grösserung genau so hell wie das normale Projektions, Bild erscheint.
Bei der Projektion. des Gesamtbildes befindet sich gemäss Fig. 1 das Normalobjektiv 9 im Strahlengang 7 des Projektors, wobei .das. zu projizierende Diaposi tiv in den Bildschieber 8 eingelegt ist.
Soll nun ein Ausschnitt des Diapositivs noch weiter vergrössert projiziert werden, dann wird das Diapositiv in den Bildschieber 13 eingelegt und dieser nach Anheben des Gehäuses 10 in die in Fig. 2 dargestellte Lage in vertikaler und horizontaler Richtung so weit ver schoben, dass der vorbestimmte Bildausschnitt von der Maske 12 umgrenzt ist.
Das Verschieben des Bildschiebers 13 kann durch bekannte Mittel er folgen, beispielsweise mit Hilfe von horizontal und vertikal verschiebbar geführten Zahnstangen, die mit je einem drehbar gelagerten Ritzel in Eingriff stehen, das mittels eines Stellknopfes drehbar ist.
Es ist aber auch möglich, nur für die vertikale Verschiebung eine Zahnstange mit Ritzel zu verwenden und die hori zontale Verschiebung einfach mit der Hand entlang einer Führungsschiene vorzunehmen.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 unterschei det sich vom vorstehend erlüuterten dadurch, dass die beiden Objektive 9, 11 und die zugehörigen Bild schieber 8 bzw. 13 in einem nicht dargestellten ge meinsamen Gehäuse angeordnet sind, das auch die gemäss Fig. 1, 2 im Gehäuse 1 angeordneten Teile enthält.
Im gemeinsamen Gehäuse ist ferner zwischen den Kondensorlinsen 4, 5 ein Spiegel 14 in 45 Schräglage angeordnet, der um seine Oberkante aus dem Strahlengang des Kondensurs 4, 5 heraus hoch schwenkbar ist und in dieser hochgeschwenkten Lage die Projektion des Gesamtbildes durch das Objektiv 9 gestattet.
Oberhalb des Klappspiegels 14 befindet sich eine gehäusefeste angeordnete Kondensorlinse 15 und dar- über ein gehäusefester Spiegel 16, der den Strahlen gang für die Bildausschnittvergrösserung durch die Maske 12, den Bildschieber 13 und das Objektiv 11 ablenkt, entsprechend dem Strahlenbündel 17.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Stehbildwerfer, der ausser dem Normalobjektiv zur Projektion des ganzen Bildes noch ein Objektiv kürzerer Brennweite zur Vergrösserung von Bildaus schnitten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass er einen vor einer gehäusefesten, bildbegrenzenden Maske (12) in seiner Ebene horizontal und vertikal verstellbar angeordneten Bildschieber (13) aufweist, dessen Verstellbereich ausreicht, um jeden beliebi gen, durch die Maske (12) begrenzten Ausschnitt des Gesamtbildes zu erfassen. UNTERANSPRÜCHE 1.Stehbildwerfer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung so getroffen ist, dass das zur Projektion des ganzen Bildes benützte Lichtstrahlenbündel ungeschmälert zur Projektion ,der Ausschnittbilder ausgenützt wird.2. Stehbildwerfer nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das kurzbrennweitige Objektiv (11) und der zugehörige Bildschieber (13) gegenüber dem Normalobjektiv (9) so angeordnet sind und die maximalen Öffnungsverhältnisse beider Objektive (9, 11) sich so verhalten, dass das vergrösserte Aus- schnittbild die gleiche Helligkeit aufweist,wie das normale Projektionsbild bei Ausnützung des unge schmälerten Strahlenbündels der Projektionslampe (2). 3. Stehbildwerfer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Objektive (9, 11) wahl- und wechselweise in den Strahlengang (7) des Projek tionsapparates schallltbar sind. 4.Stehbildwerfer nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass er ein die Projektionslampe, (2) nebst Reflektor (3) und Kondensor (4, 5) sowie den Bildschieber (8) für das Normalobjektiv (9) aufwei sendes Gehäuse (1) und ein diesem vorgeschaltetes und ihm gegenüber quer zum Strahlengang verstell bares Gehäuse (10) besitzt, welches in einem Ab- stand (h) voneinander einerseits das Normalobjektiv (9) und anderseits das kurzbrennweitige Objektiv (11)nebst dem zugehörigen Bildschieber (13) trägt und um den genannten Abstand (h) gegenüber dem erstgenannten Gehäuse (1) verstellbar isst. 5. Stehbildwerfer nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Objektive (9, 11) und die zugehörigen beiden Bildschieber (8, 13) .'m einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind und der Strah lengang (7, 17) des Projektionsapparates mittels eines hinter den Bildschiebern (8, 13)angebrachten klappbaren Spiegels (14) wahl- und wechselweise durch je eines der beiden Objektive (9, 11) nebst dem zugehörigen Bildschieber (8, 13) leitbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE361415X | 1957-10-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH361415A true CH361415A (de) | 1962-04-15 |
Family
ID=6299584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH361415D CH361415A (de) | 1957-10-18 | 1958-10-02 | Stehbildwerfer, der ausser dem Normalobjektiv zur Projektion des ganzen Bildes noch ein Objektiv kürzerer Brennweite zur Vergrösserung von Bildausschnitten aufweist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH361415A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4097134A (en) * | 1976-02-24 | 1978-06-27 | Jerie Hans G | Projection device |
-
1958
- 1958-10-02 CH CH361415D patent/CH361415A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4097134A (en) * | 1976-02-24 | 1978-06-27 | Jerie Hans G | Projection device |
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