CH361539A - Trocknungsverfahren für nicht-absorbierende Oberflächen - Google Patents

Trocknungsverfahren für nicht-absorbierende Oberflächen

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CH361539A
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Raymond Sherliker Francis
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    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/005Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by dipping them into or mixing them with a chemical liquid, e.g. organic; chemical, e.g. organic, dewatering aids

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
    Trocknungsverfahren      für   nichtabsorbierende    Oberflächen   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen der mit Wasser behafteten Oberflächen von Metallgegenständen und Gegenständen aus anderen Materialien die kein Wasser aufnehmen, sowie von Pulvern aus solchen Materialien mittels organischen    Flüssigkeiten.   



  Beim    Elektroplattieren   von Metallgegenständen ist es nötig, diese nach der Entfernung aus dem Elektrolyten von allen anhaftenden Salzen zu befreien. Dazu wäscht man die Gegenstände im allgemeinen mit Wasser oder wässerigen Lösungen, gewöhnlich durch Eintauchen in Wasserbehälter. Nach der Waschung werden die Gegenstände vollständig getrocknet. Dies geschieht häufig so, dass man sie    erhitzt,      üblicherweise   in einem heissen    Luftstrom.   Während des    Verdampfens   bildet das an der    Oberfläche   haftende Wasser kleine Tröpfchen, welche, wenn sie schliesslich eingetrocknet sind, Flecken zurücklassen, welche nur in mühsamer und kostspieliger Handarbeit durch Abwischen entfernt werden können.

   In einigen Fällen lassen sich die Flecken auch auf diese Weise nicht vollständig    entfernen.   Dies ist besonders der Fall bei glänzenden elektroplattierten Gegenständen wie Schmucksachen, Glasringen und anderen Uhrenteilen,    Kosmetikbehältern,      Instrumententeilen   usw. Manchmal kann man den    Trocknungsprozess   dadurch beschleunigen, dass man die gewaschenen Gegenstände in einen    flüssigen      Chlorkohlenwasserstoff   wie    Trichloräthylen   oder    Perchloräthylen   eintaucht oder in dessen Dampf aussetzt. In dieser Weise kann man rasch den Hauptteil des Wassers entfernen.

   Doch bleiben immer noch zahlreiche kleine Wassertröpfchen übrig, welche Anlass zu    Wasserflecken   geben können, die sich nur durch manuelles Abwischen beseitigen lassen. 



  Eine andere Art der Trocknung von mit Wasser behafteten Gegenständen besteht darin, sie in Fässern mit Sägemehl zu wälzen. Diese Methode ist wirksam aber zeitraubend und ungeeignet für grosse Stücke. Ihr Hauptnachteil    liegt   aber darin, dass sich    die   behandelten Gegenstände unter Umständen nur sehr schwer vom Sägemehl trennen lassen. Entweder muss man die Gegenstände von Hand herauslesen oder den ganzen Inhalt des Fasses aussieben. In beiden Fällen werden aber von komplizierter geformten Stücken    Sägemehlteilchen   an relativ unzugänglichen Stellen zurückgehalten und sind    schwierig   zu entfernen. Auch an einfach geformten Gegenständen bleibt ein sehr feiner Film von Sägestaub haften, welcher manuell    weggescheuert   werden muss. 



  Auch    dort,   wo metallene Gegenstände    einer   Reinigung mit Wasser und vorbereitenden Prozessen    zum   späteren Bemalen,    Emaillieren,   Lackieren oder Firnissen unterzogen werden müssen, ergibt sich die Notwendigkeit einer raschen und wirksamen    Trocknung,   ohne dass Flecken oder Salzrückstände entstehen.

   Unter die vorbereitenden Prozesse fallen beispielsweise    chemische   Behandlungen wie Abbeizen mit Säure, entrosten mit Laugen,    Phosphatieren   und    Chromatieren.   Auch andere Prozesse der Oberflächenbehandlung wie    Konturen-Ätzung,      Elektroplattie-      ren,      Anodisieren   und Elektropolieren werden in wässerigen Bädern ausgeführt, deren Flüssigkeit man am Schluss von den behandelten Oberflächen abwaschen und diese ausschwenken und trocknen    muss.   



  Auf diesem und anderen Gebieten sind die Anforderungen heute so gross und die Oberflächenbehandlung hat eine derartige    Vollkommenheit   erreicht, dass nur dann befriedigende Resultate erzielt werden, wenn die abschliessende Reinigung der Oberfläche mit reichlichen Mengen an entsalztem Wasser vorgenommen wird.

   Wenn weniger reines Wasser verwendet wird, bleiben unter Umständen, auch wenn die Reinigung durch Behandlung mit einem Lösungsmit- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

    tel   wie    Trichloräthylen   ergänzt wird, einzelne Wassertropfen an der Oberfläche haften und bilden beim Eintrocknen örtliche    Salzrückstände.   Diese stellen die    Vollkommenheit   eines    glänzenden      Metallfinishs   in Frage oder    verursachen   die Bildung von Blasen, falls die behandelte    Oberfläche   anschliessend bemalt,    emailliert,      lackiert   oder gefirnisst wird und dann der Feuchtigkeit oder einer feuchtwarmen Atmosphäre ausgesetzt ist. 



  Es wurde    gefunden,   dass die genannten Schwierigkeiten    überwunden   werden können,    wenn   die nassen Gegenstände aus Metall oder anderen Materialien, die kein Wasser aufnehmen,    mit   einem Chlorkohlenwasserstoff wie    Trichloräthylen,      Perchloräthylen,      Methylenchlorid   oder    Tetrachlorkohlenstoff,   welches    kationaktive   Stoffe gelöst enthält, behandelt werden. Bei einer solchen Behandlung wird das anhaftende Wasser vollständig entfernt und eine weitere Trocknung erübrigt sich. Das Lösungsmittel selbst kann leicht durch mässige Erwärmung oder im Gasstrom von der Oberfläche entfernt werden.

   Das erfindungsgemässe Verfahren zum Trocknen der mit Wasser behafteten Oberflächen von Gegenständen    aller   Art sowie von Pulvern, die aus kein Wasser aufnehmenden    Materialien   bestehen ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Oberflächen mit einem    flüssigen   Chlorkohlenwasserstoff, welcher einen    kationaktiven   Stoff gelöst enthält, behandelt. 



  Es wurde schon vorgeschlagen, mit Wasser benetzte Gegenstände, insbesondere solche aus Metall, dadurch zu trocknen, dass man sie in einen siedenden Chlorkohlenwasserstoff eintaucht, welcher eine geringe Menge eines      Mersolats     enthält. Dabei beliess man die Gegenstände solange in der kochenden Lösung, bis sich das Wasser von der Oberfläche losgelöst    hatte   und aus der Lösung mittels    azeotro-      pischer   Destillation entfernt war.

        Mersolate     sind    Natriumsalze      hydrolysierter      Paraffinwachs-sulfochlo-      ride   und somit    anionaktive      Agentien.   Das erfindungsgemässe    Verfahren   unterscheidet sich darin    grund-      sätzlich   von diesem bekannten Verfahren, als dabei    kationaktive   Stoffe verwendet werden. Dies hat den technischen    Vorteil,   dass eine    azeotropische   Destillation überflüssig wird.

   Das Wasser wird durch das Lösungsmittel sehr rasch von der Oberfläche des Gegenstands entfernt und es ist unnötig, die Behandlung solange    fortzusetzen,   bis das Wasser aus dem Bad    herausdestilliert   ist. Infolgedessen muss das    Lö-      sungsmittelbad   nicht wasserfrei sein.

   In seiner einfachsten    Ausführung   besteht das    erfindungsgemässe   Verfahren in der Tat nur darin, dass man die mit Wasser behafteten Gegenstände in das    Lösungsmit-      telbad   eintaucht (welches nicht wasserfrei    zu   sein braucht und sich    in.   vielen Fällen auf Zimmertemperatur befinden kann), sie einige Sekunden oder höchstens wenige Minuten darin belässt, bis das Wasser in das Lösungsmittel übergegangen ist, sie heraushebt, ausschwenkt und schliesslich den Rest des anhaftenden Lösungsmittels durch mässiges Erwärmen oder mittels eines Gasstromes verdunsten lässt.

   Das Bestreben des Wassers, in das Lösungsmittel überzugehen, ist so gross, dass das    erfindungsgemässe   Verfahren in vielen Fällen selbst dann erfolgreich ist, wenn das Lösungsmittel infolge der Wasseraufnahme mit einer Wasserschicht bedeckt ist, so dass die Gegenstände durch diese Schicht hindurch aus dem Bad gehoben werden müssen. Das erfindungsgemässe Verfahren kann auch mit Erfolg angewandt werden nach Behandlungen in wässerigen Bädern, bei denen die Dampfbildung mit Hilfe des      Serseal       -Verfah-      rens   verhindert wird.

   In diesem Verfahren wird das Rauchen und Dampfen des Bades (beispielsweise eines Bades zum    Phosphatieren,   Abbeizen    mit   Säure, alkalischen Reinigen oder zum Entrosten) dadurch    verhindert,   dass man dessen Oberfläche mit einer Schicht    inerten   Materials z. B. mit einem flüssigen gesättigten Kohlenwasserstoff bedeckt. Gegenstände, die in solchen Bädern behandelt werden, weisen eine nasse, unter Umständen auch ölige Oberfläche auf. Sowohl die wässerige als auch die ölige Phase werden rasch von der Oberfläche entfernt, wenn diese mit der Lösung des    kationaktiven   Stoffes im Chlorkohlenwasserstoff in    Berührung   kommt. 



  Um die grösstmögliche Vollendung einer glänzenden Oberfläche metallener Gegenstände wie Schmucksachen,    Uhrenteile,      Instrumententeile   und dergleichen zu erzielen, geht man wie folgt vor. Man taucht die Gegenstände zuerst in den Chlorkohlenwasserstoff, welcher die    kationaktiven   Stoffe gelöst enthält.

   Anschliessend bringt man sie mit dem reinen Lösungsmittel in flüssiger Form oder als Dampf in    Kontakt.   Durch diesen    zweiten   Schritt verhindert man die Bildung der sehr geringen Rückstände des    kationischen   oberflächenaktiven Stoffes auf der    Oberfläche.   Schliesslich setzt man die Gegenstände der Luft aus, wobei das anhaftende Lösungsmittel verdunstet und die metallenen Gegenstände glänzend und frei von Wasser und    Wasserflecken   zurücklässt. 



  In den meisten Fällen kann man die Behandlung mit der Lösung, die den    kationaktiven   Stoff enthält, heiss oder kalt ausführen, und die    Flüssigkeit   kann mit den Gegenständen in    Berührung   gebracht werden durch Eintauchen, Bespritzen oder Abbürsten. 



  An kleinen Gegenständen wird das    erfindungs-      gemässe   Verfahren bequem mittels einer Vorrichtung    ausgeführt,   welche einem    zweistufigen      Standard-      Entfettungsgerät   sehr ähnlich ist. Die Vorrichtung besteht aus einem offenen Behälter, dessen unterer Teil zwei Abteile aufweist, welche beide mit einer Heizvorrichtung versehen sind. Im oberen Teil des Behälters befindet sich eine    Kondensations-Oberflä-      che,   welche gewöhnlich aus einem spiralig gewundenen Rohr besteht, das an die Wände des Behälters anschliesst.

   Die tiefem Teile der beiden Abteile sind miteinander durch Röhren verbunden.    Unmittelbar   unterhalb der    Kondensationsspirale   sind die beiden Abteile durch eine Öffnung untereinander verbunden. Bei der normalen Verwendung der Vorrichtung befindet sich in jedem der beiden Abteile von dem Lösungsmittel (z. B.    Trichloräthylen),   welches am 

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 Sieden gehalten wird. Der entsprechende Dampf kondensiert an der    Spirale,   und das Kondensat    fliesst   je nach Wunsch in eines der beiden Abteile zurück.

   Wenn ein derartiges Gerät zur Ausführung des    erfin-      dungsgemässen      Verfahrens   verwendet wird, wird vorteilhafterweise ein    Wasser-Niederschlags-Gefäss   zwischen der Verbindungsöffnung und dem Gefässboden eingeschaltet. Im Betrieb enthält das eine Abteil nur den Chlorkohlenwasserstoff wie    Trichloräthylen.oder      Perchloräthylen   und das andere Abteil dasselbe Lösungsmittel, worin ein geringer Anteil des    kationakti-      ven   Stoffes gelöst ist. In beiden Gefässen wird das Lösungsmittel am Sieden gehalten.

   Der Dampf schlägt sich an der Spirale nieder, und die    kondensierte   Flüssigkeit fliesst durch den    Wasser-Abtrenner   hindurch in das    erste   Abteil zurück. Dieses wird somit dauernd mit destilliertem Lösungsmittel    gespiesen   und ist so angeordnet, dass das Lösungsmittel in das zweite Gefäss, welches den    kationaktiven   Stoff gelöst enthält,    überfliesst.   Die zu behandelnden Gegenstände werden kurze Zeit in die Lösung des zweiten Abteils eingetaucht, herausgehoben und abtropfen gelassen, in das Lösungsmittel des ersten Abteils eingetaucht, wieder herausgezogen, abtropfen gelassen und getrocknet. Das    erfindundungsgemässe   Verfahren ist indessen in seiner Anwendung nicht auf kleine Gegenstände beschränkt.

   Es hat sich als besonders nützlich erwiesen zum Trocknen    grosser   Metalltafeln oder von aus solchen bestehenden Gegenständen, welche chemisch vorbehandelt sind, z. B. in einem    Phosphatier-Bad,   und vor dem Emaillieren getrocknet werden müssen, wie beispielsweise Kühlschränke, Spültröge und andere Küchenausrüstungen. In gewissen Fällen ist es zweckmässig, die Gegenstände bei relativ niedrigen Temperaturen zu behandeln, wobei das Lösungsmittel vielleicht warm aber nicht siedend gehalten wird. Die Lösung eines    kationaktiven   Stoffes in dem Chlorkohlenwasserstoff wird durch Bürsten oder Bespritzen aufgebracht, gesammelt, vom Wasser befreit und von neuem verwendet.

   Die behandelten Tafeln werden mässig erhitzt, so dass das anhaftende Lösungsmittel verdampft, und sind dann bereit zum Bemalen oder Emaillieren. 



  Zur Ausführung des    erfindungsgemässen   Verfahrens sind diejenigen    flüssigen      Chlorkohlenwasserstoffe   geeignet, die üblicherweise zur Entfettung von Metallen verwendet werden. Solche sind beispielsweise    Methylenchlorid,      Tetrachlorkohlenstoff,      Trichloräthy-      len   und    Perchloräthylen.   Davon werden besonders die beiden letzteren vorgezogen,    weil   sie nur schwach giftig sind und andererseits geeignete    physikalische   Eigenschaften aufweisen wie z. B. günstige Siedepunkte. Geeignete    kationaktive   Stoffe sind z.

   B.    langket-      tige      Alkyltrimethylammonium-Verbindungen   oder    -pyridiniumchloride   oder    -bromide   wie    Cetylpyridi-      niumbromid   oder    Cetyltrimethylammoniumbromid,      langkettige      Dialkyldimethylammoniumchloride   oder    -bromide,   z.

   B.    Dicetyldimethylammoniumbromid   und    langkettige      Alkyldimethylbenzylammoniumchloride   wie    Cetyldimethylbenzylammoniumchlonid.   Alle diese Verbindungen sind    quaternäre      Ammoniumsalze,   welche einen    langkettigen      Alkylsubstituenten   tragen ; dies sind im allgemeinen die vorzugsweise verwendeten Stoffe. Indessen können auch andere Arten    ka-      tionaktiver   Substanzen verwendet werden, so beispielsweise die Substanz, die bei Kondensation von    Octadecylamin   mit    Äthylenoxyd   in einem molekularen Verhältnis von 1 : 4,6 entsteht. 



  Schon sehr kleine Mengen dieser    Stoffe   sind wirksam. So erwies sich beispielsweise eine Konzentration    von      weniger      als      0,001%      noch      als      genügend      wirksam.   Wenn die Konzentration der    kationaktiven   Substanz zu gross ist, kann das Wasser die unerwünschte Tendenz haben, vom    Lösungsmittel      emulgiert   zu werden. Dieser Effekt tritt in gewissen Fällen dann ein, wenn die Konzentration des    oberflächenaktiven   Stoffes mehr als    1'0/0   beträgt. Besonders vorteilhaft erwies sich eine Konzentration zwischen 0,1 und 0,3 %.

   Aber auch grössere und kleinere Konzentrationen kommen in Frage. Im allgemeinen erzielt man keinen weiteren Vorteil, wenn man die Konzentration über    0,5%      erhöht.   



  Wie oben erwähnt, kann man das.    erfindungsge-      mässe   Verfahren kalt oder bei einer    beliebigen   Temperatur bis hinauf zum Siedepunkt des Lösungsmittels ausführen. Die für die Behandlung erforderliche Zeit ist erstaunlich kurz und kann wenige Sekunden bis wenige Minuten betragen. Selten ist es nötig, die Behandlungsdauer über 5 Minuten auszudehnen. 



  Das    erfindungsgemässe   Verfahren kann auf metallene Gegenstände aller Art angewandt werden, z. B. auf metallene Tafeln und Zusammenbauten,    Press-Stücke,   Prägestücke und maschinell bearbeitete    Teile   aller Art. 



  Das    erfindungsgemässe   Verfahren kann auch angewandt werden zur Trocknung von Metallpulvern und von nichtmetallischen Gegenständen, welche    inert   sind und kein Wasser aufnehmen wie z. B. glasierte Keramik, Glas in verschiedener Form wie geblasenes Glas, optische Linsen und Prismen, sowie entsprechende Gegenstände aus Kunststoffen wie    beispielsweise   aus Nylon und Polyestern und weiteren    Polymerisaten   und Polykondensaten, welche durch ein kurzes Eintauchen in    Chlorkohlenwasserstoffen   nicht angegriffen werden.

   Beispiel 1 Verchromte, 3,75 cm lange Möbelscharniere, mit Drähten zu    Bündeln   von 5 Gros zusammengehalten, wie sie vom    Verchromungs-Prozess   herkommen, werden während 30 Sekunden in siedendes    Trichloräthy-      len      mit      0,251%      Cetylpyridiniumbromid      eingetaucht,   abtropfen gelassen und während weiterer 30 Sekunden in ein Bad    reinen   siedenden    Trichloräthylens   gehalten. Nach dem Trocknen an der Luft sind sie glänzend und weisen keine Flecken auf. 

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 Beispiel 2 In diesem Beispiel wird das    Trocknungsverfahren   an    Ölfiltern   demonstriert.

   Die Filter bestehen aus einem 120 Maschen aufweisenden    Messing-Drahtge-      flecht   in der Form eines 3,75 cm langen und 1,9 cm weiten Zylinders, welches zwischen Endstücken aus Messing befestigt ist. Die Filter werden in einen    Drahtmaschenkorb   mit den Abmessungen 40 cm X 15 cm X 5 cm gepackt. Die Filter werden in der üblichen Weise zum Glänzen gebracht, indem man sie in Säurelösung taucht und dann mit    fliessendem   Wasser abspült. Dabei wird aber ein Teil des Wassers in dem feinmaschigen    Geflecht   zurückgehalten.

   Der noch nasse Korb    mit   den Filtern wird während 30 Sekunden in eine siedende Lösung von    Trichlor-      äthylen      und      0,25%      Cetylpyridiniumbromid      einge-      taucht,   abtropfen gelassen, während weiterer 30 Sekunden in reines siedendes    Trichloräthylen   eingetaucht, abtropfen und trocknen gelassen. Das Filter ist gänzlich wasserfrei, rein und glänzend und weist keine Flecken auf. 



  Beispiel 3 Eine 36 kg wiegende Spule aus 1 mm dickem Messingdraht wird mit Säure zum    Glänzen   gebracht und mit Wasser gereinigt, wie es in Beispiel 2 beschrieben ist. Die Spule wird 2 Minuten lang in    0,25'%      Cetylpyridiniumbromid      enthaltendes      sieden-      des      Trichloräthylen   eingetaucht. Man lässt sie abtropfen und taucht sie während weiterer 2 Minuten in siedendes reines    Trichloräthylen   ein.    Schliesslich   wird sie langsam aus dem Bad gehoben (mit einer Geschwindigkeit von 1 cm/sec.), so dass das zurückgehaltene Lösungsmittel abtropfen und der in der Spule enthaltene    Lösungsmitteldampf   durch Luft ersetzt werden kann.

   Beim Abwickeln der Spirale zeigt sich, dass kein Wasser mehr in der Spule vorhanden ist. Der Draht ist auch in den inneren Lagen sauber, glänzend und    fleckenfrei.   



  Beispiel 4 Ein Quantum nasses Eisenpulver wird in ein    Trichloräthylenbad   gerührt. Das Bad enthält 0,250/0    Cetylpyridiniumbromid   und befindet sich auf Zimmertemperatur. Die    Flüssigkeit   wird ausgegossen und das Pulver mehrmals mit reinem    Trichloräthylen   gewaschen und auf    Teebrettern   ausgebreitet, wo es innerhalb weniger Minuten bei    Zimmertemperatur   trocknet. Das Produkt ist    unoxydiert   und fliesst ungehindert. 



  Beispiel 5 Ein nasses Stück aus poliertem rostfreiem Stahl    wird      in      eine      kalte      0,5'%-ige      Lösung      eines      kationakti-      ven   Stoffs in    Trichloräthylen      eingetaucht.   Der    kation-      aktive      Stoffe   ist durch Kondensation von    Methylocta-      decylamin   mit    Äthylenoxyd   im molekularen Verhältnis 1 : 4,6 hergestellt worden. Im Laufe von 5 Sekunden ist das Wasser von der Metalloberfläche verschwunden.

   Das Probestück wird danach    entfernt   und mit reinem    Trichloräthylen   abgespült. Nach dem Verdunsten des    Lösungsmittels   bleibt eine saubere, glänzende und    fleckenfreie   Metalloberfläche zurück. Beispiel 6 Leichte Stahltafeln werden in    Trichloräthylen-      dampf   entfettet und mit einem    Phosphatüberzug   versehen. Dazu taucht man sie in eine    Zinkphosphatlö-      sung   ein, welche entweder (a) Nitrat- und    Nitrit-Beschleuniger   oder (b)    Chloratbeschleuniger   enthält. Hierauf werden die Tafeln mit kaltem Wasser abgespült. 



  Die Tafeln werden in drei Gruppen aufgeteilt und wie folgt behandelt 1. Gruppe: Trocknung im Ofen. 



  2. Gruppe: Abspülen    mit   heissem Wasser, das    0,025      %      Chromsäure      und      0,025      0/0   Phosphorsäure enthält, Trocknung im Ofen. 



  3. Gruppe: Trocknung durch Eintauchen in eine    Lösung      von      0,25,%      Cetylpyridinium-      bromid   in    Trichloräthylen,   Abtropfenlassen und Verdunsten des Lösungsmittels an der Luft. 



  Für sämtliche    Phosphatierungs-   und    Abspüllösun-      gen   wird Leitungswasser verwendet (gesamte Härte auf    CaCO.;   umgerechnet: 320 Teile pro Million, temporäre    Härte,   auf    CaCOs   umgerechnet: 280 Teile pro Million). Sämtliche Tafeln werden dann mit einer Schicht vernetzter    Vinyl-Acryl-Emaille   überzogen. Die emaillierten Tafeln werden während 30 Minuten im    150,1   C warmen Ofen gehalten und    anschlies-      send   in Wasser von    40    C eingetaucht, wo man sie 50 Stunden lang belässt. In dieser Weise wird der Farbüberzug gründlich auf seine Hitze- und    Nässe-      Beständigkeit   geprüft.

   Alle Tafeln der    Gruppe   1 weisen nach    dieser.Behandlung   Schwellungen in Form von   Flut-Zeichen   auf. Auch    dlie   Tafeln der    Gruppe   2 zeigen Schwellungen, jedoch sind sie kleiner und von geringerer Zahl. Einzig die Tafeln von    Gruppe   3 sind vollständig frei von Schwellungen. Die Prüfungen werden vierfach    ausgeführt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Trocknen der mit Wasser behafteten Oberflächen von Gegenständen aller Art sowie von Pulvern, die aus kein Wasser aufnehmenden Materialien bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oberflächen mit einem flüssigen Chlorkohlenwasserstoff, welcher einen kationaktiven Stoff gelöst enthält, behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächen von Metallgegenständen getrocknet werden. <Desc/Clms Page number 5> 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Chlorkohlenwasserstoff Trichloräthylen ist. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der flüssige Chlorkohlenwasserstoff Perchloräthylen ist. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der kationaktive Stoff ein qua- ternäres Ammoniumsalz mit einer langkettigen Alkyl- gruppe ist. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der kationaktive Stoff ein lang- kettiges Alkylpyridiniumbromid oder -chlorid ist. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der kationaktive Stoff ein langket- tiges Alkyltrimethylammoniumbromid oder -chlorid ist. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehalt an kationaktivem Stoff zwischen 0,001 und 0,5'% beträgt. B.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oberfläche solange mit einem flüssigen Chlorkohlenwasserstoff, welcher einen kationaktiven Stoff gelöst enthält, in Berührung bringt, bis das Wasser von der Oberfläche entfernt ist, die Oberfläche anschliessend mit dem reinen Chlorkohlenwasserstoff abspült und die an ihr haften gebliebene Flüssigkeit verdampfen lässt. 9. Verfahren gemäss Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass man zum mindesten die Behandlung mit dem den kationaktiven Stoff enthaltenden Chlorkohlenwasserstoff bei einer Temperatur durchführt, welche höher als die Raumtemperatur aber nicht höher als die Siedetemperatur des.
    Chlorkohlenwasserstoffs ist.
CH361539D 1957-07-31 1958-07-24 Trocknungsverfahren für nicht-absorbierende Oberflächen CH361539A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1753684C3 (de) * 1966-01-31 1973-11-29 Snam Progetti Verfahren zum Trocknen von feuchtem Gut,wobei dieses mit einer Traenkfluessigkeit umgeben wird
DE2853125A1 (de) * 1977-12-08 1979-06-13 Du Pont Verdraengungszusammensetzung fuer fluessiges wasser

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