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Markierungsetikette zur zeitweiligen Kennzeichnung von zu reinigenden Wäschestücken Die Erfindung betrifft eine Markierangsetikette zur zeitweiligen Kennzeichnung von zu reinigenden Wäschestücken, an denen die Etikette durch Wärme und Druck befestigbar ist.
Ferner betrifft die Erfin- dung ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Markierungsetikette.
Die Markierungsetikette nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie teilweise aus thermoplastischen und teilweise aus nicht thermoplastischen Garnen besteht und ein Kettengewirk ist. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeich- net, dass die Markierungsetiketten von einem Band durch einen Schnitt quer zur Bandlängsrichtung, abgetrennt werden.
Zwei Ausführungen einer kettengewirkten Materialbahn für Markierungsetiketten gemäss der Erfindung werden als Ausführungsbeispiele in der Zeichnung gezeigt.
Fig. 1 zeigt eine einfache mit zwei Legeschienen kettengewirkte Materialbahn, wie sie von der Rückseite aussieht.
Fig. 2 zeigt dieselbe Ansicht wie in Fig. 1, wobei aber Garne der einen Legeschiene so um eine Nadel gelegt sind, dass keine Maschenbildung zustande kommt.
Nachfolgend wird bei der Erläuterung der verschiedenen Bindungsarten jeweils nur eine einzelne Leitnadel (Lochnadel) .jeder Legeschiene in Betracht gezogen.
Die in Fig. 1 gezeigte Materialbahn wird mit zwei Leitnadeln erzeugt, die sich abwechselnd in ent- gegengesetzten Richtungen bewegen, und zwar um jeweils eine Nadelteilung. Die vordere Leitnadel führt die Kettengarne 3 zu, während die hintere Leitnadel die Garne 4 bzw. 5 zuführt. Im gezeigten Beispiel können die Garne 3 und 4 aus nicht thermoplastischen Garnen, z. B. aus Baumwolle bestehen, wäh. rend die Garne 5 aus thermoplastischem Material, wie z. B. Zellulos,eazetat bestehen.
Es ist ersichtlich, dass für die hintere Leitnadel zwei Baumwollgarne 4 zwischen anliegenden Paaren von Azetatgar- nen 5 liegen. Diese Garnanordnung dehnt sich über die Breite der Materialbahn aus.
Das Wirkverfahren erfolgt in übereinstimmung mit der normalen Kettenwirkpraxis, indem die hinteren Nadelgarne 4 und 5 zuerst in einer Richtung so verschoben werden, dass sie die Nadeln nach dem überlappvorgang unterl'appen, wobei die Nadeln die Maschen 41, 51 bilden. Die Leitnadel bewegt sich in der entgegengesetzten Richtung, worauf die Ma-. schen im nächsten Vorgang gebildet werden und sich die Leitnadel zurückbewegt usw.
Ein ähnlicher Vorgang erfolgt bei den Garnen 3, die von der Vorder- leitnadel zugeführt werden, die sich in jedem Falle in entgegengesetzter Richtung zur hinteren Nadel bewegt, um das Wechselkreuzmuster zu erzeugen, das in Fig. 1 gezeigt wird. Dabei sind aber die von den Garnen 3 gebildeten Maschen nicht sichtbar, da sie auf der gegenüberliegenden Fläche der Materialbahn, das heisst also hinter den Maschen 41, 51 liegen.
Die verbindenden Teile 32 der Garne 3 kreuzen zwischen deren Maschen diagonal über die Verbin- dungsteile 42, 52 der Garne 4 bzw. 5 der hinteren Leitnadel. Somit besteht jede Masche aus vorderen und hinteren Leitnadelgarnen 3, 4 bzw.
3, 5, die heraufgezogen werden, um einte Masche zu bilden, von denen, wie in der Zeichnung dargestellt, auf der Rückseite nur die hinteren Leitnadelgarne sichtbar sind, während die vorderen Leitnadelgarne 3 an der Vorderseite des Stoffes liegen und somit nicht in dem Maschengebilde sichtbar sind, obgleich sie bei 31 an der rechten Kante des Stoffes angezeigt werden, wo die Maschen unvollständig
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sind,
da diese Kante als Saumleiste angesehen werden kann. Auf solche Weise gewirkte Ware neigt nicht zum Ausfransen, wenn sie geschnitten wird und unterliegt keiner übermässigen Dehnung.
Soweit es die thermoplastischen Garne 5 anbelangt, so werden diese durch die nicht thermoplastischen Vordernadelgarne 3 durchkreuzt, woraus sich eine verhältnismässig kleine Freilegung der thermoplastischen Garne ergibt und die zufriedenstellenden Bedingungen für jene Fläche schafft, die gemäss Fig. 1 als die Haftfläche auf einen Artikel verwendet werden soll.
Die .gegenüberliegende Vorderfläche der Materialbahn, welche hauptsächlich aus Maschen der vorderen Nadelgarne 3 besteht, schafft eine ausreichende Oberfläche für die Aufnahme gedruckter Markierungen, die für Kennzeichnungszwecke vorzusehen sind.
In der Wirktechnik wird die in Fig. 1 gezeigte Meterware gewöhnlich als Tricot -Stoff bezeichnet, aber es sind auch andere Warenarten vorstellbar. Zum Beispiel kann eine Charmeuse -Ware verwendet werden, bei welcher die hinteren Leitnadeln thermoplastische und nicht thermoplastische Garne 5 und 4 in abwechselnder Reihenfolge, gemäss Fig. 1, zuführen und die gleichen Bewegungen ausgeübt werden.
Dabei unterlaufen aber die Vordernadelgarne 3 nacheinander zwei Nadelabstämd'e in entgegengesetzten Richtungen bei aufeinanderfolgenden Gängen, anstatt, dass sie um einen Nadelabstand bei jeder Maschenreihe verschoben werden. In jedem Fall kann die vordere Leitnadel die Garne 4 bzw. 5 tragen, während die hintere Leitnadel die Garne 3 trägt.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsart, in welcher die vorderen Leitnadeln mit thermoplastischen Garnen 5 und nicht thermoplastischen Garnen 4 durchzogen sind, die wie in Fig. 1 angeordnet sind. Die Leit- nadel bewegt sich im Bereich einer Nadelteilung während aufeinanderfolgender Maschenreihen wechselweise in entgegengesetzten Richtungen. Die hintere Leitnadel legt lediglich zusätzliche Garne 6, die in das Stoffgefüge eingefügt werden, ohne dass sie um die Nadeln so .herumgelegt werden, dass Maschen aus ihnen gebildet werden.
Solche zusätz- lichen Garne 6 geben auf diese Weise dem Stoff zusätzliche Stabilität. Sie können deswegen gelegt werden, weil die hintere Leitnadel Bewegungen nacheinander in entgegengesetzten Richtungen bei abwechselnden Maschenreihen ausführt, die sich aus den Garnen 6 ergeben, die rückwärts und vorwärts über das Gewirk gelegt werden.
Jede Verschiebung kann in der Reihenfolge von 4, 5 oder 6 Nadelteilun- gen erfolgen, und die Garne 6 werden in die Materialbahn bei verhältnismässig weiten Abständen eingegeben (etwa in dem Umfang von beispielsweise 4, 5 oder 6 Nadelteilungen), so dass, da jedes Garn in den Stoff bei aufeinanderfolgenden seitlichen Verschiebungen gelegt wird, es seitlich nahe an jener Stelle läuft, an der es das anliegende Garn trifft (vom Stoff aus quer gesehen),
bevor der Wirkzyklus vollendet wird, um dadurch diese seitlich aufgelegten Garne in diesen Wirkgang einzufügen, bevor die Umkehr der Bewegung der Leitnadeln erfolgt, worauf dann die nächste Länge der Garne 6 in den Stoff gelegt wird. Die Bewegung erfolgt so, dass jedes eingelegte Garn quer so weit getragen wird, dass der Wendepunkt des anliegenden Garnes erreicht wird. Diese Wendepunkte werden bei 61 in Fig. 2 gezeigt, und es ist ersichtlich, d'ass diese Punkte, die zu einem eingelegten Garn 6 gehören, verhältnismässig eng an den Wendepunkten der anliegenden eingelegten Garne liegen.
Die eingelegten Garne können zweckmässig aus nicht thermoplastischem Material bestehen, und sie können von unterschiedlicher Dicke sein gegenüber dem Garn 4 oder 5.
In jeder der Fig. 1 und 2 sind die thermoplasti- schen Garne 5 mit einem Abstand von zwei nicht thermoplastischen Garnen zwischen ihnen gezeigt worden. Die Reihenfolge über die ganze Kette besteht somit aus einem thermoplastischen Garn, zwei nicht thermoplastischen Garnen, einem thermopla- stischen Garn usw. Es können aber auch andere Anordnungen angenommen werden.
So können mehr als zwei nicht thermoplastische Garne zwischen anliegenden Paaren von thermoplastischen Garnen verwendet werden, die thermoplastischen Garne können wegen der Einschussvorrichtungen von verschiedener Dicke sein oder unter verschiedener Spannung gewirkt werden, als die nicht thermoplastischen Garne. Zu diesem Zweck können die thermoplastischen Garne gesondert von den nicht thermoplastischen Garnen gebäumt werden.
Im allgemeinen beträgt der Anteil von Zellu- los@eazetatgarn, das an der haftfähigen Oberfläche der Markierungsetikette freiliegt, etwa 112 bis 1/65 oder in Anteilen des ausgelegten Garnes ausgedrückt, beträgt der Anteil. an thermoplastischem Material beispielsweise 1,:"4 bis 1;1s der Kettengarne, während der Rest aus nicht thermoplastischem Material besteht.
Es können auch Materialbahnen erzeugt werden, in denen sämtliche Garne, die auf eine Leitnadel- stange aufgegeben werden, aus thermoplastischen Garnen bestehen, und in einigen Fällen könnte dies eine Leitnadelstange mit teilweiser Garnzuführung sein.
Solch eine Anordnung ist dort angebracht, wo die thermoplastischen Garne mit unterschiedlicher Spannung gegenüber den nicht thermoplastischen Garnen gewirkt werden sollen. Infolgedessen müssen ,die thermoplastischen Garne aus diesem Grunde gesondert von den nicht thermoplastischen Garnen gebäumt werden.
Eine andere Materialbahn könnte da geformt werden, wo eine Leitnadel oder eventuell beide Leit- nadeln während mehrerer Maschenreihen aufeinan- derfolgemde überlappungsbewegungen in den betreffenden Richtungen ausführen, wonach die über-ap- pungsbewegungen in der Aufeinanderfolge umgekehrt
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werden usw., um ein Zickzackmuster zu ergeben.
Eine Leitnadel könnte auf diese Weise arbeiten, während eine andere Leitnadel lediglich ein oder zwei aufeinanderfolgende Nadelteilungen in gegenüberliegenden Richtungen auf aufeinanderfolgenden Maschenreihen überlappt. Die aufeinanderfolgenden Überlappungsbewegungen können in einigen Fällen die Garne quer über die gesamte Breite des Gestrickes tragen.
Es könnte beispielsweise auch ein Charmeuse - Stoff erzeugt werden, in dem beide Leitnadelstangen thermoplastische Garne führen, die mit nicht thermoplastischen Garnen wechseln und so gewählt werden, um der späteren Markierungsetikette die geforderten Eigenschaften bezüglich Haftung zu verleihen, während auf der gegenüberliegenden,
der Kennzeich- nung dienenden Fläche des Gewebes zusätzliche Garne entweder durchwegs aus nicht thermoplasti- schen Garnen oder teilweise aus thermoplastischen Garnen und- teilweise nicht thermoplastischen Garnen eingelegt werden können.
Die Anwendung des Kettenwirkverfahrens zum Herstellen von späteren Markierungsetiketten hat den weiteren Vorteil, dass es leicht möglich ist, innerhalb der Materialbahn Abgrenzungen vorzunehmen, die andersartige Eigenschaften haben.
Beispielsweise können die thermoplastischen Garne derart in die Bahn hineingewirkt werden, dass, wenn die Wirkware in verhältnismässig schmale Bänder geschnitten wird, jedes Band mit einem Kantenteil versehen ist, der frei von thermoplastischem Material ist, wodurch an der daraus geschnittenen Markierungsetikette eine Abzugslasche gebildet wird, die nicht haftet.
Solche Bahnen haben auch den Vorzug, dass sie zum Führen der Trennmesser verwendet werden können. Weiter ist es leicht möglich, auf Kettenwirk- maschinen bereits getrennte Streifen oder Bänder zu erzeugen. Um dies zu tun, erhalten in Abständen voneinander gesetzte Nadeln keine Garne. Auf diese Weise bilden die Nadeln, auf jeder Seite der besagten Nadel Saumleisten im Gewirk, wodurch gesondert Bänder oder Streifen gebildet werden.