CH361621A - Elektrischer Heizleiter sowie Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents

Elektrischer Heizleiter sowie Verfahren zu dessen Herstellung

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CH361621A
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CH
Switzerland
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heating conductor
silicon carbide
molybdenum silicide
oxidation
molybdenum
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Wilfried Prof Dr Epprecht
Fritz Prof Dr Held
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Foerderung Forschung Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B1/00Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
    • H01B1/04Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors mainly consisting of carbon-silicon compounds, carbon or silicon
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
    • H05B3/10Heating elements characterised by the composition or nature of the materials or by the arrangement of the conductor
    • H05B3/12Heating elements characterised by the composition or nature of the materials or by the arrangement of the conductor characterised by the composition or nature of the conductive material
    • H05B3/14Heating elements characterised by the composition or nature of the materials or by the arrangement of the conductor characterised by the composition or nature of the conductive material the material being non-metallic

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  • Resistance Heating (AREA)

Description


  Elektrischer     Heizleiter        sowie    Verfahren     zu    dessen     Herstellung       Unter den     nichtmetallischen        Werkstoffen,        welche     an Luft     bzw.    oxydierender     Atmosphäre    als     Heizleiter     bei hohen Temperaturen verwendet werden können,  ist     Siliziumkarbid    weit verbreitet.

   Es Ist     dies    eine  Folge des hohen     Schmelzpunktes    und der     guten          Oxydationsresistenz    des     Siliziumkarbidesbis        zu    Tem  peraturen von gegen 1500  C.

   Die     Lebensdauer    von       Heizleiterstäben    aus     Siliziumkarbid,        iun        Betrieb    hängt  dabei zur     Hauptsache    von der bei     steigender    Tem  peratur immer schneller ablaufenden Oxydation zu       Siliziumoxyd    ab,     @da        .mit    zunehmendem Oxydations  grad der elektrische Widerstand des     Siliziumkarbid-          Heizleiters        zunimmt.     



  Neben     Heizstäben    aus     Siliziumkarbid    werden  auch     solche        hergestellt,        welche    zur     Hauptsache    aus       Molybdänsilizid        bestehen.        Auf        diesen    entsteht bei       einer        Glühung    in     oxydierender        Atmosphäre    eine  glasige     Zunderschioht,

      welche festhaftend und gas  dicht ist und das     Molybdänsilizid    vor der     weiteren     Oxydation     schützt,    und     zwar    bis gegen 1600  C hin  auf. Heizkörper aus     Molybdänsilizid        sind    somit bis       zu        höheren        Temperaturen     als solche aus       Siliziumkarbid,

          besitzen    jedoch     eine    viel grössere       elektrische     als letztere und     erfordern     daher bei der praktischen     Anwendung    sehr hohe  Betriebsströme.  



  Die vorliegende     Erfindung        betrifft        nun.        einen    elek  trischen     Heizleiter    sowie     ein        Verfahren    zu dessen  Herstellung.

   Dieser     Heizleiter        zeichnet        sich        dadurch     aus, dass er grösstenteils aus     Siliziumkarbid    besteht  und     aussen    eine     molybdänhaltige,    oxydationsfeste       17berzugshaut        aufweist.    Das     erfindungsgemässe    Ver  fahren besteht darin,     dass    auf     einem    Leiter, der       grösstenteils    aus     Siliziumkarbid    besteht, eine     oxyda-          tionsfe:

  ste,        molybdänhaltge        überzu;gshaut    aufgebracht  wird.    Im folgenden werden     Ausführurngsbzispiele    der       Erfindungsgegenstände        beschrieben.     



       Es    wurde     festgestellt,    dass es     möglich    ist,     Siliziunn-          karb:id-Heizkörper    mit     einer        dünnen        Meb,dänsmbzid-          schicht    zu     überziehen,        und    diese     sodann        in    oxydieren  der Atmosphäre ganz     oder    teilweise     in    die     glasartige          Zunderschicht    überzuführen.

   Diese ,gasdichte Über  zugshaut vermag das     Siliziumkarhid    vor Oxydation zu  schützen, so dass derart     behandelte        Siliz@!umkarbid-          Heizleiter    bei höherer Temperatur und während län  geren     Betriebszeiten        #anwend!bar        sind        als        ungeschützte          Heizleiter.    Der     Heizleiter        besteht        somit    zum     @grössten     Teil aus fast     reinem        

  Siliziumkarbid    mit     seinen        wirt-          schaftlich        günstigen        Heizleitereigenschaften,    und aus  einer aus     Molybdänsi1izid    hergestellten     Schutzüber-          zugshaut,        welche        eine    besonders gute     Oxydations-          resistenz        hervorbringt.     



  Es ist zwar früher schon     vorgeschlagen    worden,  metallische     Heizleiter    mit oxydationsfesten Überzügen  zu schützen, so auch     Molybdän    mit     Molybdänsilizid,     wobei das     Slizid    durch     Silizieren    des     Metallei    her  gestellt werden kann. Solche Überzüge auf     Metall    ver  halten sich jedoch mechanisch gegenüber dem Metall  beim     Aufheizen    und     Abkühlen    so sehr verschieden,  dass keine     rissfreie,    dichte Schutzschicht von dauer  hafter Art entsteht.

   Derartige Schutzüberzüge auf  Metall sind ferner sehr leicht     verletztlich,    wobei die  blossgelegten Metallpartien bei hoher Temperatur  schnell oxydieren und der Heizleiter dadurch zerstört  wird. Im Gegensatz dazu erhält man bei einem bei  spielsweisen Verfahren nach der vorliegenden Erfin  dung auf dem     nichtmetallischen        Siliziumkarbid-Heiz-          leiter    einen sehr gut haftenden und gasdichten Schutz  überzug aus     Molybdänsilizid    bzw.

   dessen Oxydations  produkt, der auf Verletzungen nicht übermässig emp  findlich ist und auch     einer    scharfen Thermoschock-           behandlung    ohne weiteres     standhält.    Diese Wirkung  beruht somit auf der neuartigen Vereinigung der     guten          Heizleitereigenschaften    des     Siliziumkarbides    mit der  hohen     Zunderfestigkeit    des     Molybdänsilizides        resp.     seines Oxydationsproduktes.  



  Zur Herstellung des     Heizleiters    kann mehr oder  weniger reines, pulverförmiges     Molybdänsilizid    auf  beliebigem Wege auf die     Siliziumkarbid-Heizkörper     aufgebracht werden, so durch Aufstäuben, Auf  spritzen, Aufstreichen in Form einer Aufschlämmung  in reinem Wasser oder solchem mit bindenden Zu  sätzen, z.

   B.     Tragant    oder     Methylcellulose,    Tauchen  in wässerigen     Aufschlämmungen    mit oder ohne der  genannten Art von     Bindemittelzusätzen.    Die so be  handelten, das heisst mit     überzug    versehenen Heiz  körper werden zunächst getrocknet und anschliessend  bei hoher Temperatur zwischen     1300-1500     C an  Luft bzw. oxydierender Atmosphäre einige Zeit ge  glüht. Dabei hat es sich für gewisse     Heizleiterformen     als günstig erwiesen, dass diese     Glühung    von aussen  her, das heisst in einem Ofen geschieht, während in  anderen Fällen auch eine Erhitzung durch Strom  durchfluss oder beides angewandt werden kann.

   Bei  dieser     Glühung    kann anfänglich etwas weisses     Molyb-          däntrioxyd        abrauchen;    der Hauptteil des     Molybd'än-          silizides    geht jedoch in die glasartige Schutzschicht  über, welche     Moiybdän,        Silizium,    Sauerstoff     und    zum  Teil auch Kohlenstoff enthält und die den     Heizleiter     dicht bedeckt, wobei die Schutzschicht fest     ansintert.     Wenn das     Molybdänsilizid    oberflächlich     einmal    oxy  diert ist,

   können die Heizkörper bei allen Tempera  turen bis über     1500     C verwendet werden, ohne dass  weiterhin     Molybdäntrioxyd        abrauchen    würde.  



  Durch die Erfindung ist es möglich,     Sil'iziumkar-          bid-Heizleiter    herzustellen, welche die ungeschützten       Heizleiter    bezüglich Lebensdauer bei hohen Tempe  raturen um ein     Mehrfaches    übertreffen, wobei das  Verfahren wirtschaftlich günstig durchzuführen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Elektrischer Heizleiter, dadurch gekennzeich net, dass er grösstenteils aus Siliziumkarbid besteht und aussen eine molybdänhaltige, oxydationsfeste Überzugshaut aufweist. II. Verfahren zur Herstellung des Heizleiters nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Leiter, der grösstenteils aus Siliziumkarbid be steht, eine oxydationsfeste, molybdänhaltige über zugshaut aufgebracht wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Heizleiter nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die überzugshaut zur Hauptsache aus Molybdänsil'izid besteht. 2. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, d'ass Molybdänsilizidpulver durch Aufstäuben auf den Siliziumkarbid-Heizleiter aufge bracht wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Molybdänsilizidpulver durch Aufspritzen auf den Siliziumkarbid-Heizleiter aufge bracht wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Molybdänsilizidpulver durch Aufstreichen von Aufschlämmungen mit oder ohne Bind'emittelzusätzen auf den Siliziumkarbid'-Heizleiter aufgebracht wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Molybdänsilizidpulver durch Tauchen in Aufschlämmungen mit oder ohne Binde mittelzusätzen aufgebracht wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass Molybdänsil'izid nach dem Auf bringen auf den Siliziumkarbid'-Heizleiter in einem oxydierenden Gas geglüht wird, wodurch eine oxy dationsfeste Schutzschicht entsteht und fest auf dem Siliziumkarbid-Heizleiter ansintert. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die oxyda tionsfeste Schicht durch Oxydation des Molybd'än- silizidüberzuges in einem Ofen in oxydierender Atmosphäre aufgesintert wird. Gesellschaft zur Förderung der Forschung :an der Eidgenössischen Technischen Hochschule
CH361621D 1958-05-24 1958-05-24 Elektrischer Heizleiter sowie Verfahren zu dessen Herstellung CH361621A (de)

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