CH361632A - Verfahren zur Herstellung von potentiell gekräuselten Fäden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von potentiell gekräuselten Fäden

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CH361632A
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CH
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sep
yarn
thread
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stretching
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English (en)
Inventor
Garrod Thomas Gwilym
Original Assignee
British Nylon Spinners Ltd
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Publication of CH361632A publication Critical patent/CH361632A/de

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02JFINISHING OR DRESSING OF FILAMENTS, YARNS, THREADS, CORDS, ROPES OR THE LIKE
    • D02J1/00Modifying the structure or properties resulting from a particular structure; Modifying, retaining, or restoring the physical form or cross-sectional shape, e.g. by use of dies or squeeze rollers
    • D02J1/22Stretching or tensioning, shrinking or relaxing, e.g. by use of overfeed and underfeed apparatus, or preventing stretch

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von potentiell     gekräuselten    Fäden    Garn, welches aus synthetischen linearen Polymer  fäden besteht, z. B. ein     Polyamidgarn    aus     Polyhexa-          methylen-adipamid,    besitzt viele Eigenschaften, welche  für Textilzwecke sehr begehrt sind, insbesondere eine  sehr hohe Festigkeit und Bruchdehnung. Die hohe  Festigkeit wird erreicht, indem man die Fäden     ver-          streckt.    Dieses     Verstrecken    wird häufig     als    Kalt  strecken bezeichnet.

   Dabei werden die     Rüden    nach  dem     Erspinnen    aus Lösung oder Schmelze im festen  Zustand gestreckt, gewöhnlich so, dass man sie zwi  schen zwei Walzenpaaren     hindurchführt,    von denen  das zweite Paar rascher dreht als das erste. Zwischen  den Walzen können die Fäden     gewünschtenfalls    um  einen oder mehrere Stifte     herumgeführt    werden, um  den sogenannten Streckhals zu lokalisieren (siehe bri  tische Patentschrift Nr. 543466). Die genannten Stifte  werden auch als Streckstifte bezeichnet. Sie können  auch rotieren und somit als kleine Walzen ausgebildet  sein.

   Eine derartige Walze kann     gewünschtenfalls    ent  gegen der     Richtung,    in welcher das     Garn    läuft, ange  trieben werden. Trotz seinen vorzüglichen Eigen  schaften weist jedoch derartiges     Garn    für gewisse       Textilzwecke    Nachteile auf, insbesondere hinsicht  lich seines Griffes, vermutlich infolge der Gleich  mässigkeit,     Glattheit    und Kompaktheit, durch welche  Fäden aus synthetischen linearen Polymeren norma  lerweise gekennzeichnet sind.

   Demzufolge wurden  zahlreiche     Verfahren    vorgeschlagen, um synthetische  Textilfäden zu kräuseln, mit dem Zweck, sie luftiger  oder     voluminöser    zu machen.     Ein    Weg, um dieses zu  erreichen, besteht darin, dass man dem     Garn    eine  falsche oder vorübergehende Drehung     erteilt,    wie es  z. B.     in    der britischen Patentschrift     N.r.    590914 be  schrieben ist. Es ist üblich, das Garn im Zustand der  falschen oder vorübergehenden Drehung zu erhitzen,  um diese zu fixieren.

   Dies kann geschehen, indem     man     Dampf oder heisse Luft anwendet, oder indem man das       Garn    über eine heisse Platte leitet. Die falsche Dre-         hung    und andere     Verfahren    zur     Einführung    einer  Kräuselung in Fäden verlangten jedoch bisher eine  zusätzliche Operation bei der Garnbehandlung, wo  durch diese verteuert wurde.

   Es wurde nun     festge-          stellt,    dass     potentiell    gekräuseltes     synthetisches        lineares          Polymergarn    vorteilhaft hergestellt werden     kann,     indem man den     Endlosfaden    in     seinem        umgestreckten     Zustand, nach dem Spinnen gleichzeitig einer     falschen     Drehung und einer Streckung unterwirft, so dass der  Faden im vorübergehend gedrehten Zustand gestreckt  wird.

   Das erhaltene gestreckte Produkt zeigt nicht  nur die guten Eigenschaften von synthetischem  linearem     Polymergarn,    sondern die Fäden kräuseln  sich auch, sobald sie entspannt werden. Das Garn  besitzt dann eine angenehme     Vollheit.    Der     Kräuse-          lungsprozess,    welcher beim Entspannen     des,    Garns  vor sich geht, kann durch Anwendung von     Wärme     gefördert werden.  



  Die     erfindungsgemäss    hergestellten Garne können  entspannt zum Wirken oder Weben     verwendet    oder  anderweitig zu     Textilien    mit angenehmem     Griff    ver  arbeitet werden. Das Weben oder Wirken kann jedoch  auch     mit    den erfindungsgemäss     potentiell    gekräuselten  Garnen erfolgen, wobei die Entwicklung der Kräuse  lung durch Entspannen der Garne im erhaltenen  Flächengebilde oder in einem daraus hergestellten  Textilgegenstand, z. B. durch Kochen in Wasser, er  folgen kann.

   Die Verwendung der Garne im potentiell  gekräuselten Zustand in dieser Weise hat den Vor  teil, dass die Arbeit der Textilmaschinen durch das  Vorhandensein einer Kräuselung nicht     behindert    wird.  Selbstverständlich muss man die Gewebe lose oder  offen     einstellen,    da sonst die Entwicklung der Kräuse  lung im Gewebe verunmöglicht oder     behindert    wird.  



  Gegenstand der vorliegenden     Erfindung    ist ein  Verfahren zur Herstellung eines potentiell gekräusel  ten     Garns    aus synthetischen     linearpolymeren    Endlos-           fasern,    welches dadurch     gekennzeichnet    ist, dass man  dem höchstens unvollständig     verstreckten    Faden eine  falsche Drehung erteilt und ihn im festen Zustand  und im Zustande der falschen Drehung     verstreckt.     



  Die Erfindung umfasst auch die in der oben be  schriebenen Weise hergestellten potentiell gekräusel  ten Garne.  



  Die     ungestreckten    oder     unvollständig    gestreckten       Endlosfäden,    welche     als    Ausgangsmaterial verwendet  werden, sollen vorzugsweise keine oder nur eine  schwache Drehung aufweisen, das heisst eine solche  von weniger als 1     Umdrehung/engl.    Zoll. Als     Aus-          gangsmaterial    kann     selbstverständlich    auch ein Kabel  dienen.  



  Die durch das erfindungsgemässe Verfahren poten  tiell zu kräuselnden     Endlosfäden    können z. B. aus  folgenden Polymeren bestehen:     Polyharnstoffe,        Poly-          urethane,        Polyester,        Polytriazole    und Polyamide;  wofür folgende Beispiele angegeben seien:

         Polyhexamethylenharnstoff,          Polydecamethylen-harns.toff,          Polybutylenglykol-hexamethyl.en        dicarbamat,          Polyoctamethylen-4-amino-1,2,4-triazol,          Polyhexamethylen-sebacamid,          Polyhexamethylen-adipamid,          Polypentamethyien-adipamid,          Polyoctamethylen-adipamid,          Polydecamethylen-sebacamid,          Polypentamethylen-sebacamid,          Poly-a-caprolactam.     



  Das     Verstrecken    des Fadens erfolgt zweckmässig  mit     Hilfe    von zwei     Streckwalzenpaaren    mit einem       dazwischenbefindl.ichen    Streckstift. Falls das     Garn     einen hohen     Titer    von z. B. mehreren     Tausend.        Denier     aufweist, ist es empfehlenswert, anstelle von Streck  walzenpaaren einzelne     Zuführungs-    und Streckwalzen  anzuwenden, welche mit Trennwalzen zusammen  arbeiten.

   Im Falle von Kabeln, das heisst Fäden     mit     so hohem     Titer,    ist es auch     vorteilhaft,    das     Garn          spiralförmig    um den     Streckstift    herumzuführen, sei  es mit Hilfe von Führungen auf beiden Seiten des  Stiftes oder durch Anbringen einer entsprechenden  Rille in demselben.  



  Die Erzeugung der falschen Drehung kann mit  irgendeinem zweckmässigen oder konventionellen  Apparat     erzeugt    werden, z. B. einem solchen, welcher  ein rasch rotierendes Rohr     aufweist,    welches     eine     Rolle oder einen Stift     enthält,    wobei besonders solche  Apparate zur Erzeugung einer falschen Drehung ge  eignet sind, in welchen die     beweglichen    Teile mit dem  Elektromotor oder der Luftturbine, welche die Bewe  gungsenergie     liefern,    eine Einheit bilden. Besonders  wirksam ist das     Falschdrehverfahren    bei Anwendung  eines     Falschdrehrohrs,    wie es in der Schweizer Patent  schrift Nr. 345412 beschrieben ist.

   Wenn der Faden  mit Hilfe von     zwei    Walzenpaaren gestreckt     wird,    so  wird es auf der Strecke zwischen dem ersten und dem  zweiten Walzenpaar durch das     Falschdrehror    hin  durchgeführt, und zwar in solcher Weise, dass die  Streckung der Fäden     in    dem Augenblick erfolgt, wo    sie vorübergehend gedreht sind, das heisst in ihrem  Zustand der falschen Drehung.  



  Es ist     bemerkenswert,    dass, mit Ausnahme jener  Wärme, welche während des     Falschdrehens    und       Streckens    entstehen kann, im erfindungsgemässen Ver  fahren aber keine     Wärme    zugeführt werden muss.  Manchmal ist es indessen vorteilhaft, den Faden auf  eine mässige Temperatur von z. B. 95  C zu erwär  men, wenn der     Gesamtdenier    sehr gross ist und z. B.  über 3000 beträgt.

   Diese Temperatur genügt nicht,  um eine     Thermofixierung        zu    bewirken; sie dient  lediglich zur     Erleichterung    des     S@treckens    und     zur          Verhinderung    von Fadenbrüchen, welche bei sehr  hohen     Denierzahlien    (z. B. bei einem Kabel) manch  mal eintreten.  



  Die erfindungsgemäss hergestellten potentiell ge  kräuselten Fäden oder daraus hergestellte gewobene  oder gewirkte Textilgebilde können durch Einwirkung  von Hitze und gegebenenfalls von Wasser :oder Dampf  beim oder nach dem Entspannen fixiert werden. Das  Ausmass der notwendigen oder erwünschten Fixie  rung hängt     bekanntlich    von den späteren Behandlun  gen ab (z. B. dem Färben). Die     Heissfixation    kann  am Garn selbst, z. B. beim Entspannen, ,erfolgen, oder  man kann     potentiell    gekräuselten Garne zu Flächen  gebilden verarbeiten und als solche entspannen und  erhitzen, um sie zu kräuseln und zu fixieren.  



  Die     erfindungsgemäss    potentiell gekräuselten  Garne eignen sich vorzüglich zum Wirken von Unter  wäsche oder Strümpfen und auch. zur Verarbeitung  zu Geweben mit (nach Entspannung) angenehm wei  chem und vollem Griff; sie eignen sich schliesslich  auch zur Verwendung in der Teppichfabrikation.  Das     erfindungsgemässe    Verfahren hat den Vorteil,  dass das Strecken und potentielle Kräuseln der Fäden       gleichzeitig    in ein und derselben kontinuierlichen       Operation    erfolgt, was eine entsprechende Einsparung  in den Produktionskosten bedeutet.

   Die erfindungs  gemässen potentiell gekräuselten Garne können auch  zu Stapelfasern zerschnitten und die     letzteren    zu     Garn          versponnen    werden.  



  <I>Beispiel 1</I>  Ein     ungedrehter    Faden aus     Polyhexamethylen-          adipamid    von 1160     Denier    und 34 Einzelfäden wird  zwischen zwei Paaren von     Streckwalzen    hindurch  laufen gelassen, wobei das     zweite        Walzenpaar    mit  einer Umfangsgeschwindigkeit von 1,22     m/min    um  läuft, und das Streckverhältnis der Maschine 3,8 be  trägt.     Zwischen    den beiden Walzenpaaren läuft der  Faden zweimal um einen keramischen Streck-Stift  und durchläuft sodann eine     Falschdrahtvorrichtung,     die mit 6000 U/min umläuft.

   Das vom zweiten  Rollenpaar kommende,     verstreckte    Garn wird auf  eine     Flaschenspule    aufgewickelt. Es ist potentiell ge  kräuselt. Dieses erfindungsgemässe Erzeugnis kann  wie folgt gekräuselt werden: Beim Abwickeln dessel  ben und Wegnehmen der Spannung erscheint sofort  eine Kräuselung, welche durch Wärmeeinwirkung  gesteigert wird. Die Textur des erhaltenen Garnes ist  weich und voll.

        <I>Beispiel 2</I>  Ein     34fibrilliger    Faden aus     Polyhexamethylen-          adipamid,    der 0,1     S-Drehungen    pro     engl.        Zoll    und  einen     Gesamttiter    von 205     Denier    aufweist, wird wie  im Beispiel 1     verstreckt,    mit der Ausnahme, dass das  Streckverhältnis der Maschine 3,3 beträgt, und dass  das     Garn    die     Streckwalzen    mit einer Geschwindigkeit  von 30     m/min    verlässt.

   Nach     Umlaufen    des Keramik  stiftes durchläuft der Faden. ein Rohr, welches mit  einer Gummihülse inwendig verkleidet ist, die einen  Durchmesser von 26,2 mm und eine Länge von  34,9 mm hat; erst     dann.    tritt der Faden durch den  Spalt zwischen dem zweiten Walzenpaar hindurch.     In     die     Gummihülse    des     mit    5000 U/min drehenden  Rohres     tritt    der Faden unter einen Winkel von 85   zur Rohrachse ein; das     Garn    wird also um einen  Winkel von 85      umgelenkt.    Diesen     Winkel    nennen  wir Eintrittswinkel.

   Beim Verlassen des     Falschdraht-          rohres    wird das Garn um einen Winkel von 45  umge  lenkt; es ist dies der Austrittswinkel. Das erhaltene  Garn wird dann auf     .einer    Spule gesammelt. Dieses  erfindungsgemässe Erzeugnis kann zu     einem    Strang  umgespult und mit Dampf von 1,76     kg/cm2        behandelt     werden, wobei es intensiv gekräuselt und,

   wollig     wird.     <I>Beispiel 3</I>  Ein     unged'rehter        20fibrilliger    Faden aus     Polyhexa-          methylenadipamid    von 180     Denier    wird     verstreckt,     indem er zwischen zwei Paaren von Walzen bei einer  Endgeschwindigkeit von 122     m/min    und     einem     Streckverhältnis der Maschine von 2,8 hindurchge  leitet wird.

       Zwischen    den Walzen     umläuft    der Faden  einmal einen mit     Gummi    verkleideten     Streckstift    von  12,7 mm Aussendurchmesser und läuft     sodann    durch  ein rasch drehendes Rohr mit eingesetzter     Neopren-          hülse.    Die Hülse dreht mit 9000     U/min,    hat einen  Durchmesser von 57,15 mm und eine Länge von  57,15 mm. Das     Neopren    dieser     Hülse    hat eine       Shore-Härte    von 90 . Der     Eintrittswinkel    beträgt 120   und der     Austrittswinkel    90 .

   Die Hülse erteilt dem  Faden einen     Z-Drall.    Der Drall läuft bis zum Streck  stift     zurück.    Beim Verlassen der Streckwalzen wird  das Garn durch Ringzwirnen so aufgewickelt, dass  es eine Z-Drehung von 0,6     Drehungen/engl.    Zoll  erhält.  



  Ein anderes Garn wird in der gleichen Weise er  halten, mit der Ausnahme, dass die Hülse in entgegen  gesetztem     Sinn    dreht, damit sie dem Garn einen  falschen     S-Drall    erteilt. Diese beiden erfindungs  gemässen Garne können wie folgt verwendet werden:  Die beiden Garne (mit     entgegengesetzten    Dreh  momenten) werden im     S-Sinn    mit 1     Umdrehung/engl.          Zoll    verzwirnt, wodurch man ein nicht     kräuselndes     Garn erhält.  



  Dieses Garn wird zu Socken verstrickt. Beim Fär  ben des Sockens im heissen Bad wird die     Kräuselung     entwickelt und dann durch das Nachformen     fixiert.     Die erhaltenen Socken sind streckbar und besitzen  einen warmen und weichen     Griff.       <I>Beispiel 4</I>  Ein     ungedlrehter        34fibrilliger    Faden aus     Polyhexa-          methylenadipamid    von 207     Denier    wird bei     einer          Auslaufgeschwindigkeit    von 44,2     m/min    bei einem       Maschinenstreckverhältnis    von 2,

  9     verstreckt.    Zwi  schen den beiden Paaren von Streckwalzen läuft das  Garn     einmal    um einen mit     Gummi    verkleideten  Streckstift von 9,5     mm    Durchmesser und     dann    durch       ein    Drehrohr mit eingesetzter     Neopren-Hülse,    wobei  der     Eintrittswinkel    des Garnes 110 und der     Austritts-          winkel        50     beträgt.

   Die Hülse läuft bei 8600     U/min     in     solchem:        Sinn,    dass der Faden einen     S-Drall'    erhält.  Sowohl der Durchmesser wie die Länge der Hülse       beträgt    57,15     mm;    die     Shore-Härte    des     Neoprens    der  Hülse ist 55 . Das die Streckvorrichtung verlassende  Garn ist potentiell gekräuselt.

   Das so erhaltene, erfin  dungsgemässe Garn kann wie folgt     verwendet    werden:  Bei     niedriger    Spannung wird es im     Z-Sinn    mit  1,5     Umd#rehungen/engl.        Zoll        gezwirnt.    Das so erhal  tene gekräuselte Garn hat einen     Titer    von 75     Denier     und     eine    Reissfestigkeit von 4,1     g/Denier.    Die Bruch  dehnung des gerade gestreckten Garns. (ohne     Kräusel-          dehnung)        beträgt   <B>200/D.</B>  



  <I>Beispiel 5</I>  Ein urigedrehter     170fibrilliger    Faden aus     Poly-          hexamethylenadipamid    von 545     Denier    wird mit  30,5     m/min.    Auslaufgeschwindigkeit bei einem       Maschinenstreckverhältnis    von 2,66     verstreckt,    wobei  es im     Streckfeld    ein     Falschdrahtrohr    durchläuft, das       mit    einer     Neopren-Hülae    ausgekleidet     ist.    Das Vor  gehen unterscheidet sich von dem im Beispiel 4 be  schriebenen nur durch folgende     Einzelheiten:

            Durchmesser    des Streckstiftes 7,9 mm.  Das Garn wird auf einer Zwirnspindel mit  7     Drehungen/engl.    Zoll aufgewickelt.  



  Drehzahl der     Falschdrahthülse    6000 U/min.       Shore-Härte    des     Neoprens    85 .       Eintrittswinkel        des    Garnes     90 .          Austrittswinkel    des Garnes 60 .  



  <I>Beispiel 6</I>       Ein    urigedrehtes Fadenbündel (Kabel) aus     Poly-          hexamethylenadipamid    mit 360 Einzelfäden und  einem     Gesamttiter    von 24120     Denier        wird    zwischen  einer     Zuführrolle    und einer     Streckrolle    (Abzug  rolle)     vers@treckt,    wobei das     Maschinenstreckvprhält-          nis    4,3 und die     Streckrollengeschwindigkeit    15,2     mlmin     beträgt.

   Sowohl die     Zuführrollä    wie die Streckrolle  ist mit .einer     Abstandwalze    versehen, wobei das Kabel  je 6mal um die Zufuhr- bzw. Streckrolle und die       zugehörigen        Abstandwalzen    geführt ist. Zwischen der       Zuführrolle    und der Streckrolle läuft das Tau über  eine auf 75  C erhitzte Platte und ist einmal um     einen     Streckstift aus     Duraluminium    gelegt, nach welchem  es durch eine     Falschdrahtvorrichtung    hindurchläuft,  welche     ein    Rohr aufweist, das auf der     Innenseite     einen     Stift    hat.

   Das     Falschdrahtrohr    läuft mit  7200     U/min    um. Das Kabel     ist        einmal    um den     Stift     des     Falschdrahtrohres    gelegt.      Das so     erhaltene,    potentiell gekräuselte Kabel  wird wie     folgt    verwendet: Die Kräuselung wird ent  wickelt, indem das     verstreckte    Kabel als loses Ge  binde in einen Raum     eingeführt    wird, der gesättigten  Dampf bei atmosphärischem Druck enthält.

   Das so  entspannte Kabel hat einen     Titer    von 5800     Denier     und ist herrlich gekräuselt, wobei die     Kräuselungs-          dehnbarkeit    nach der nachstehend beschriebenen       Prüfmethode        45        %        beträgt.     



  Dieses Fadenbündel kann zur     Teppichherstellung     dienen.  



       Kräuselungsdehnbarkeit     Die     Kräuselungsdehnbarkeit    eines     Garn.-    oder  Kabelmusters wird bestimmt, indem man die Enden  eines 102 cm langen Abschnittes zwecks Bildung  eines  Stranges  zusammenknüpft und     dann    diesen   Strang  während 5     Minuten    in gesättigtem Dampf  von atmosphärischem     Druck        hängen    lässt.

   Der Strang       wird        dann        bei        21         C        und        65        %        relativer        Feuchtigkeit     während einer Stunde hängen     gelassen,    worauf man  seine Länge misst. Diese sei mit L bezeichnet.

   Ein  Gewicht, das 0,08     g/Denier    beträgt, wird nun an den  Strang gehängt, um die     Kräusel        geradezustrecken.    Die  neue Länge sei mit L'     bezeichnet.    Die     Kräuselungs-          dehnbarkeit    oder     -d'ehnung    wird     dann    ausgedrückt als       L'-L    und kann als Prozentsatz ausgedrückt werden,  wenn man den erhaltenen Wert mit 100     multipliziert.       Es sei hervorgehoben, dass die heisse Platte nur  die Aufgabe hat, das Tau zwecks Erleichterung des       Streckens    zu erwärmen.

   Wird der Vorgang wiederholt  ohne diese Heizplatte, .so treten     Fibrillenbrüche    wäh  rend des     Streckens    auf. Die     Kräuselung    ist aber nichts  destoweniger zufriedenstellend. In der Tat ist der  Wert der     Kräuselungsdehnung    im wesentlichen der  selbe wie bei Verwendung der Heizplatte.  



  <I>Beispiele 7-15</I>  Die folgenden Beispiele wurden. unter Verwen  dung eines Kabels aus     Polyhexamethylen-adipamid    in  ähnlicher Weise wie im Beispiel 6     durchgeführt.    Die  nachstehende     Tabel'l'e    fasst die Arbeitsbedingungen  und     Kräuseldehnungsweite    zusammen.

    
EMI0004.0051     
  
    Zu <SEP> dieser <SEP> Tabelle <SEP> bedeuten:
<tb>  B <SEP> = <SEP> Beispiel <SEP> Nr.,
<tb>  F <SEP> = <SEP> Fibrillenzahl <SEP> (Einzelfaserzahl)
<tb>  den <SEP> = <SEP> Gesamttiter <SEP> in <SEP> Denier,
<tb>  M <SEP> = <SEP> Maschinenstreckverhältnis,
<tb>  V <SEP> = <SEP> Geschwindigkeit <SEP> der <SEP> Streckrolle <SEP> (Auslauf),
<tb>  N <SEP> = <SEP> Tourenzahl <SEP> der <SEP> Falschdrallvorrichtung,
<tb>  t <SEP> = <SEP> Temperatur <SEP> der <SEP> Heizplatte,
<tb>  D <SEP> = <SEP> Kräus.eldehnung.

       
EMI0004.0052     
  
    B <SEP> F <SEP> den <SEP> M <SEP> V <SEP> N <SEP> t <SEP> D
<tb>  m/min <SEP> U/min <SEP>  C
<tb>  7 <SEP> 300 <SEP> 20100 <SEP> 4,0 <SEP> 15,2 <SEP> 7450 <SEP> 95 <SEP> 66
<tb>  8 <SEP> 300 <SEP> 20100 <SEP> 4,0 <SEP> 30,5 <SEP> 18150 <SEP> 95 <SEP> 13<B>1</B>
<tb>  9 <SEP> 300 <SEP> 20100 <SEP> 4,2 <SEP> 60,8 <SEP> 39000 <SEP> 95 <SEP> 66
<tb>  10 <SEP> 240 <SEP> <B>16080</B> <SEP> 4,0 <SEP> 60,8 <SEP> <B>39000</B> <SEP> 95 <SEP> 92
<tb>  11 <SEP> 180 <SEP> 12060 <SEP> 4,2 <SEP> 24,4 <SEP> 19300 <SEP> 95 <SEP> 175
<tb>  12 <SEP> 120 <SEP> 8040 <SEP> 4,2 <SEP> 24,4 <SEP> <B>19300</B> <SEP> 95 <SEP> 88
<tb>  13 <SEP> 96 <SEP> 6430 <SEP> 4,1 <SEP> 19,8 <SEP> 19300 <SEP> 95 <SEP> 240
<tb>  14 <SEP> 408 <SEP> <B>13950</B> <SEP> 3,9 <SEP> 30,5 <SEP> <B>19300</B> <SEP> 95 <SEP> 69
<tb>  15 <SEP> 136 <SEP> 4650 <SEP> 3,8 <SEP> 18,

  3 <SEP> 19300 <SEP> 95 <SEP> 62       Die Bruchdehnung (ohne     Kräuseldehnung)    der  gemäss den     Beispielen    6-15     hergestellten    Kabel be  trägt zwischen 15 und 33 0/0.  



  <I>Beispiel 16</I>  Ein     ungedrehtes,        300fibrilliges        Fadenbündel    (Ka  bel) .aus     Polyhexamethylenradipamid    mit einem     Titer     von 20100     Denier    wird zwischen zwei Streckrollen       verstreckt,    denen je eine     Abstandrolle        zugeordnet    ist.  Das Kabel     umlläuft    jede dieser Streckrollen und die       dazugehörende        Abstandrolle    6mal.

   Das Maschinen       streckverhältnis    beträgt dabei 2,2 und die Geschwin  digkeit der zweiten Streckrolle 14     m/min.    Zwischen  den beiden     Streckrollen    läuft das Kabel um 3 Streck  stifte aus     Duraluminium,    wobei der     Umschlingungs-          winkel    der Reihe nach 90, 180 bzw. 90  beträgt. Das    Kabel durchläuft dann eine     Falschdrahtvorrichtung,     die ein Rohr aufweist, das. auf der     Innenseite    einen       Stift    hat und' mit 7600 U/min     umläuft.     



  Das erhaltene     potentiell    gekräuselte Kabel hat  einen     Titer    von 9300     Denier.    Die     Kräuselungsd'eh-          nung    des entspannten Kabels (wie in Beispiel 6     be-          stimmt)        beträgt        66        %.        Die        entspannten        Fasern        haben     eine Bruchdehnung (ohne     Kräuseldehnung),    die wie  in Beispiel 4 umschrieben bestimmt wurde,

   von       140%        und        eine        Reissfestigkeit        von        2,8        g/Denier.     



  Auch dieses Kabel     eignet    sich zur Teppichher  stellung, wenn es mit 2     Drehungen/engl.    Zoll gezwirnt  wird.  



  Im obigen Beispiel wirkt in keiner Phase des  Verfahrens Wärme auf das Garn ein.      <I>Beispiele 17-19</I>    Die folgenden Beispiele wurden mit einem Kabel  aus     Polyhexamethylamin    in ähnlicher Weise ausge-         führt    wie im Beispiel 16. In der Tabelle bedeuten die  Zeichen das gleiche wie in den Beispielen 7-15:  
EMI0005.0003     
  
    B <SEP> F <SEP> den <SEP> M <SEP> V <SEP> N <SEP> D
<tb>  m/min <SEP> U/min
<tb>  17 <SEP> 300 <SEP> 20100 <SEP> 2,1 <SEP> 35 <SEP> 17400 <SEP> 42
<tb>  18 <SEP> <B>1</B>80 <SEP> 12060 <SEP> 1,6 <SEP> 18,3 <SEP> 17400 <SEP> 54
<tb>  19 <SEP> 300 <SEP> 11700 <SEP> 1,9 <SEP> 9,15 <SEP> 8600 <SEP> 47

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung eines potentiell, gekräu selten Garns aus synthetischen linearpolymeren End- losfasern, dadurch gekennzeichnet, dass man dem höchstens unvollständig verstreckten Faden eine falsche Drehung erteilt und ihn im festen Zustand und im Zustande der falschen Drehung verstreckt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial eine Ver drehung von weniger als einer Umdrehung/engl. Zoll hat. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Aus gangsfaden aus einem Polyamid besteht. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyamid Polyhexamethylen- adipamid ist. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, d'ass der Ausgangsfaden einen Titer von mehr als 3000 Denier aufweist und d'ass er zwecks Erleichterung des Streckens erwärmt wird. PATENTANSPRUCH 1I Potentiell gekräuseltes Garn hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
CH361632D 1957-03-26 1958-03-26 Verfahren zur Herstellung von potentiell gekräuselten Fäden CH361632A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2241718A1 (de) * 1971-08-24 1973-03-08 Du Pont Verfahren zur herstellung von texturiertem garn

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DE2241718A1 (de) * 1971-08-24 1973-03-08 Du Pont Verfahren zur herstellung von texturiertem garn

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